HomeMagazinProdukte & TechnikNeuheitenVorgestellt: Canfield Brothers Jedi 2011 — 24. Februar 2011 20:10

Vorgestellt: Canfield Brothers Jedi 2011

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Mittlerweile hat man sich fast daran gewöhnt, dass ein neues Bike auch unheimlich neu aussieht. Und beim Namen Jedi erwarte ich von dem Rahmen mindestens eine Aufnahme für Laser-Schwerter oder Ehrenkodex. Wenn ich zum Beispiel an die neue Generation von Santa Cruz V10 denke, oder die Bilder des Norco DH Prototypen, ziemliche Revolutionen, vom Leuchtschwert nicht weit entfernt… doch zwischen den großen Schritten (z.B. Jedi-Anwärter zu Padawan oder Padawan zu Jedi) passieren ziemlich viele kleine. Das zeigt nicht nur Specializeds neues Demo, dass zwar unverändert erscheint, aber hier und da und dort doch leicht perfektioniert wurde, sondern auch dieses Canfield Brothers. Es kommt zwar ohne Leuchtschwert, aber mit lasermäßigen Details daher – sagt zumindest der Entwickler.

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Auf den ersten Blick dachte ich, bei Canfield Brothers hätte man lediglich die Farbe in den Eloxalbecken gewechselt, doch weit gefehlt: Nicht nur die Geometrie wurde überarbeitet, nein fast alle Frästeile sind neu, die Dämpferanlenkung ist jetzt verstellbar, das Gewicht ist niedriger.

Die Details im einzelnen:

- Hinterachsmaß 150X12mm
- 83mm Innenlager
- Reifenfreiheit bis 2.7″ oder weniger mit dafür umso mehr Matsch
- 20mm Kugellager
- Titan Umlenkungsrollenkäfig
- Federweg in 3 Positionen von 20 – 21.5cm
- Einstellbare Progression: Linear (Oberes Loch) Eher progressiv (Untere Löcher)

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Was bleibt ist die Kombination von virtuellem Drehpunkt mit extrem hoher Anlenkung, aus der eine Radhebungskurve resultiert, bei der der Reifen außerordentlich weit nach hinten wandert – wodurch das Fahrwerk Schläge besser schluckt und mehr Geschwindigkeit behält. Außerdem bleibt der Radstand auch in Kurven und bei Landungen gleich lang, bessere Laufruhe und kontrollierteres Kurvenfahren resultieren. Den Nachteil des aus solch einer Kinematik folgenden Kettenlängung umgeht man durch die Umlenkung, ähnlich zu Ghosts Downhillbike von Marcus Klausmann oder den Downhill-Oldtimern Trek Session10 oder Balfa BB7.

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Die Geometrie ist auf 200er Gabeln ausgelegt, wobei sich der Lenkwinkel dank durchgängigem 1.5 Steuerrohr per Angleset einstellen lässt. Im Lieferumfang enthalten ist eine spezielle MRP G2 Kettenführung, kompatible Modelle können per ISCG05 angeschraubt werden. Rahmen und Dämpfer sollen zusammen 5,2kg wiegen, den Hauptrahmen gibt es in schwarz anodisiert und titan anodisiert. Die Umlenkhebel lassen sich, ähnlich dem Extra-Love-Programm von Nicolai, in Schwarz, Weiß, Blau und Rot ordern. Das Jedi ist auf 100 Stück limitiert und ab April erhältlich.

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Sind diese Stückzahl und der Preis von 3000€ der Grund, warum ich noch nie einen solchen Ritter in freier Wildbahn gesehen habe?

Via Sicklines


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