HomeMagazinMedienVideosFilmkritik: From the Inside out. — 26. November 2011 12:01

Filmkritik: From the Inside out.

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Gestern Nacht hat die Premierentour vom neusten Mountainbike Film “From the Inside out” ein Gastspiel in München eingelegt, genauer im Filmtheater am Sendlinger Tor. Dem Lockruf von feinster Mountainbike Action auf einer großen Leinwand sind viele MountainbikerInnen gefolgt, um sich gemeinsam überraschen zu lassen. Obowohl die Gästeliste teils große Überschneidungen mit der Vernissage “a tribute to cycling photography” aufgewiesen hat, ist das Publikum insgesamt jung und breit gemischt gewesen – mit einer erfreulich hohen Frauenquote. Und die Freundinnen dürften nicht enttäuscht worden sein,…

Bevor es mit dem Film losgeht, wird erst mal das Publikum im fast voll besetzten Kino mit Losglück überrascht. Von Evoc Taschen und Contour Helmkameras über Truvativ und Chromag Lenker bis hin zu einer Menge Scott Mützen und T-Shirts hat es für viele einen Gewinn zum Mitnehmen gegeben, der allein den Eintrittspreis schon wettgemacht hat. Doch die eigentliche Entlohnung ist der neue Streifen der Coastal Crew in Kooperation mit Anthill Films: From the Inside out.

Der letzte mit Spannung erwartete Film-Release ist letztes Jahr “life cycles” gewesen, der jedoch mit dem Versuch, das Fahrradfahren im Allgemeinen und das Mountainbiken im Speziellen auf eine Art Meta-Ebene zu heben und dort zu huldigen, manchen Zuschauer nicht überzeugen konnte. Ganz anders “From the Inside out”. Der Film beginnt ohne epischen Überfluss direkt in den Bergen Kanadas, die er auch für den Rest der Spielzeit nicht wieder verlässt. In schnell geschnittenen, mit viel Kamerabewegung ausgestatteten Sequenzen zeigen die Regisseure hier, wie verschiedenste Fahrstile in gekonnter Art und Weise umgesetzt werden können, ohne der perfektionistischen Sterilität von “life cycles” zu verfallen. Die Idee hinter diesem Film haben wir euch bereits in einem Interview mit den Jungs der Coastal Crew näher gebracht und nach dem Film müssen wir sagen: Das Konzept “von Fahrern für Fahrer” geht voll auf. Ob Matt Hunter in feutchten Wäldern, Steve Smith mit Vollgas in bestem World Cup Style, Brandon Semenenuk mit dem vermutlich unglaublichsten Garten-Trail, den je jemand angelegt hat oder der kurze Auftritt von Kurtis Robinson mit Mega-Huck to Fatal-Crash. Und zum Abschluss endlich wieder Thomas Vanderham, der an seine Ursprünge am NWD-Set zurückkehrt. Nach jedem Segment denkt man als Zuschauer unweigerlich: Boah Geil!. Dieser Effekt tritt besonders deshalb ein, weil der Film überlange Redepassagen (ich sage nur Clay Porter und 3 Minute Gaps,…) links liegen lässt und auch übertriebenes “jeah bro” und “wir sind Kanadier” Gehabe nicht nötig hat. Damit steht genau das im Fokus, was dort auch stehen soll: Das Mountainbiken. Erwähnenswert ist außerdem der Umstand, dass auch die Musik sich voll und ganz hören lassen kann! Auch wenn wir nicht an den neuen Trend glauben, über Züge zu springen, hat uns “From the Inside out” doch mehr beeindruckt als jeder andere Mountainbike Film zuvor.

Fazit
Harte Tricks und herausragendes fahrerisches Können treffen tolle Landschaft und begnadete Filmer – und das in Personalunion, denn in diesem Film fliegen die Filmer hinter der Kamera wenige Augenblicke später selbst davor durch den kanadischen Luftraum, der für Mountainbiker besonders empfänglich zu sein scheint. Trotz oder gerade wegen der kurzen Spielzeit von gut 35 Minuten ist “From the Inside Out” in Summe der beste Mountainbike Film, den wir bislang gesehen haben. Eine absolute Empfehlung für alle, die auf feinsten Bergabsport stehen.

Stimmungsbild im Kinosaal

From the Inside out – Premiere Stimmung von nuts auf MTB-News.de

Ein paar Bilder vom Abend
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