In den vergangenen Monaten, nach unserem Winter- und Übergangsschuhtest, hatten Dommaas und ich die Möglichkeit, vier XC-Schuhe auf Herz und Nieren zu prüfen. Diesmal hatten wir den Rose RMS 04, den Suplest SupZero Cross Country, den Shimano SH-M162 sowie den Scott MTB Pro an unseren Füßen. Wie sich die Schuhe im Einzelnen geschlagen haben, erfahrt ihr in unserem zweigeteilten Testbericht. Den Anfang machen wir mit dem Scott MTB Pro und dem Shimano SH-M162. Teil zwei des Tests folgt dann mit den beiden anderen Modellen Anfang kommender Woche.

// Scott MTB Pro

Aussehen

Der Scott MTB Pro kommt in den Farben schwarz, rot und silber. Am Spann befinden sich zwei Klettverschlüsse sowie ein Ratschenverschluss, die für eine ausgewogene Druckverteilung sorgen sollen. Im vorderen Bereich befindet sich zudem ein Netz für die Belüftung. Insgesamt wirkt der Schuh recht flach und schmal, lediglich der innere Fersenbereich ist gepolstert. An der Sohle befinden sich ein Rippenprofil sowie die Aufnahme für zwei Stollen.

Praxis

Mit seinem flachen Design zielt der Schuh vollkommen auf einen Einsatz im XC-Breich ab und kennt hier kaum Schwächen. Die Sohle ist extrem Steif und das Fussbett einstellbar. In Verbindung mit dem sehr leicht einstellbaren Ratschenverschluss passt sich der MTB Pro perfekt an den Fuss an, wobei er sich vor allem für mittelbreite Füße eignet. Dank der steifen Ergo-Logic-Sohle funktioniert die Kraftübertragung auf das Pedal so, wie man es sich von einem guten Schuh wünscht. Hier drückt auch auf lange Sicht hin nichts und es macht einfach nur Spaß, mit diesem Schuh zu pedalieren.

Die Stollen sowie das Rippenprofil auf der Sohle vermitteln zu jeder Zeit einen sicheren Stand, wenn man doch mal vom Rad muss. Dabei sind die beiden Stollen so an der Front der Sohle angebracht, dass auch steile Abschnitte damit gemeistert werden können. Die Cleats haben genügend Platz.

Die Belüftung funktioniert über die bereits angemerkten Netzstellen. Auch in dieser Hinsicht gibt es nichts zu bemängeln. Das Klima war auch bei wärmeren Temperaturen angenehm. Zudem fängt der Schuh auch in diesem Bereich effektiv Spritzwasser ab, was zum hochwertigen Eindruck ein Übriges beitrug.

Fazit

Der Scott MTB ist ein sehr gut verarbeiteter XC-Schuh, der in jeder Situation über Zweifel erhaben war. Wer auf einen BOA-Verschluss bzw. eine Carbon-Sohle verzichten kann, der bekommt hier einen Schuh, der einen auch dann nicht im Stich lässt, wenn es darauf ankommt und an dem man lange Zeit Freude haben wird. Wir hatten sie jedenfalls.

Der Schuh wiegt knapp 770 Gramm und kostet 129,90 EUR. Je nach Wunsch ist er in den Größen 40 bis 48 erhältlich und wird in Deutschland von Scott Sports vertrieben.

 

// Shimano SH-M162

Aussehen

Shimanos SH-M162 zeichnet sich durch ein eher zurückhaltendes Design aus. Als Farben dominieren weiß und schwarz. Zudem finden sich noch braun und grau im oberen und rot im Sohlenbereich. Wie bei den übrigen Testmodellen befinden sich auch bei diesem Schuh zwei Klettverschlüsse sowie ein Ratschenverschluss auf dem Spann. Im vorderen Bereich ist zudem ein luftdurchlässiger Stoffeinlass, der eine gute Belüftung des Schuhs ermöglichen soll. Der Fersenbereich ist im Inneren gepolstert. Hinsichtlich des Rippenprofils der Sohle vertraut Shimano auf eine Mischung aus härterem und weicherem Gummi. Eine Aufnahme für Stollen befindet sich an der Front, jedoch liegen die Stollen nicht bei.

Praxis

Die Schuhe sind in der Höhe normal, in der Breite relativ weit geschnitten, scheinen jedoch eher für schmale Füße zu passen. Es passen zwar auch mittelbreite Füße in den Schuh, die Klettverschlüsse lassen sich dann jedoch nur halb schließen. Dies schränkt den guten und soliden Sitz des SH-M162 jedoch in keinem Maße ein. Zum bequemen Tragegefühl trägt auch die Polsterung im Fersenbereich bei. Druckstellen oder müde Füße gab es während des Tests zu keiner Zeit.

Die Sohle verfügt über eine V-förmige Aussparung, die den Einstieg in das Pedal erleichtert. Dadurch wird auch dem Cleat genügend Platz ermöglicht. Obwohl der SH-M162 in Sachen Steifigkeit nicht zu den Topmodellen gehört, fühlt sich die Kraftübertragung durchaus positiv an.

Positiv war überdies die Belüftung des Schuhs. Wie eingangs erwähnt, wird diese durch einen luftdurchlässigen Netzstoff gewährleistet, der in einen Rand aus synthetischem Leder gefasst und so vor Abrieb geschützt ist. Wir hatten zu keiner Zeit Probleme mit überhitzten Füßen.

Fazit

Der SH-M162 ist ein grundsolider Schuh, der vor allem Biker mit schmalen Füßen anspricht. Aktive Renner mögen vielleicht zu einem anderen Modell greifen. Für all jene, die einen Schuh suchen, der zu jedem Moment auf der Tour passt und in dem man sich auch mal entspannt „die Füße vertreten“ kann, ist der Shimano aber auf alle Fälle zu empfehlen.

Für den Vertrieb des SH-M162 ist Paul Lange zuständig. Der Preis beläuft für den etwa 825 Gramm schweren Schuh auf 139,90 EUR. Er ist in den Größen 39 bis 50 erhältlich.

 

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    manurie

    dabei seit 09/2011

    Ich hab den Scott Pro seit Anfang Sommer und bin super mit zufrieden, trotz meiner breiten Füssen und sind superbequem. Hatte vorher Shimanos, ein Niedrigpreismodell, die waren einfach zu schmal und da sind mir immer die Füsse eingeschlafen.
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    ChrizZZz

    dabei seit 02/2009

    Dafür hat Shimano ja die breiten Modelle :)
    Ein Speci hätte man auch mit hineinbringen können.
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    evil_rider

    dabei seit 01/2002

    ChrizZZz
    Dafür hat Shimano ja die breiten Modelle :)
    Ein Speci hätte man auch mit hineinbringen können.
    eben, shimano hat -glaube sogar als einziger hersteller- die meisten modelle in schmaler und in breiter form!
  5. benutzerbild

    mete

    dabei seit 03/2010

    Zum Scott: An sich ein komfortabler und guter Schuh. Nicht akzeptabel ist aber, dass die Ratschenschnalle korrodiert wie verrückt und noch darüber hinaus bei mir nie länger als eine Saison gehalten hat.

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