Diese Nachricht dürfte die MTB-Szene erschüttern: Der Spitzenfahrer Mathias Flückiger wurde bei der Schweizer Meisterschaft Anfang Juni positiv auf eine Dopingsubstanz getestet – darüber hat nun unter anderem sein Team via Pressemitteilung informiert. Der SRF konkretisiert, dass Flückiger positiv auf die anabole Substanz Zeranol getestet wurde. Die B-Probe steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.
Flückiger hätte eigentlich am morgigen Freitag bei der Europameisterschaft in München starten sollen, ist nun jedoch wieder aus der bayrischen Landeshauptstadt abgereist und wird auf unbestimmte Zeit an keinen Wettkämpfen teilnehmen. In der Pressemitteilung des Thömus maxon Teams heißt es:
Bei Doping gilt im Team Thömus maxon Swiss Mountain Bike Racing Nulltoleranz. Das Team Thömus maxon will sauberen und fairen Sport. Es verurteilt Doping mit aller Entschiedenheit. Gemeinsam mit Swiss Olympic, Swiss Cycling und Swiss Sport Integrity und den weiteren involvierten Partnern werden wir die notwendigen Schritte einleiten, um die Situation abzuklären und anschließend weiter zu beurteilen.
Über die weitere Zusammenarbeit mit Mathias Flückiger wird nach dem Vorliegen der B-Probe entschieden.
Team Thömus maxon Swiss Mountain Bike Racing
Gemäß dem Institut für Biochemie an der Sporthochschule in Köln wurde Zeranol aufgrund der „anabolen und estrogenen Wirkung […] in der Tiermast zur Wachstumsförderung eingesetzt. Die Anwendung ist in der Europäischen Union aber seit 1985 verboten“, heißt es auf deren Homepage.
Hier alle Artikel zum Doping-Verdachtsfall Mathias Flückiger
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- Neues im Doping-Verdachtsfall Mathias Flückiger: Liegt ein Verfahrensfehler vor?
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380 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumSchon seltsam.
Für die vielleicht Schachinteressierten unter uns: Dort gibt es im Augenblick einen ähnlichen Aufruhr. Der Amerikanische Grossmeister Hans Moke Niemann, 19 Jahre alt, hat vor bald 1 1/2 Monaten (!!), den amtieren Halbgott, äh...Weltmeister Magnus Carlsen, mit Schwarz geschlagen. Laut Carlsen sei das im Augenblick nur etwa 5 Personen aus der absoluten Weltspitze zuzutrauen. Abgesehen von der mMn. schon etwas arroganten Sichtweise, behauptet jetzt Carlsen, teils Züge von Niemann hätten das Niveau von Schachcomputern gehabt, die mittlerweile ohnehin jeden Menschen besiegen können. Diese hätten unmöglich von Niemann mit seiner Spielstärke selbst kreiert worden sein, folglich muss er beschissen haben, Punkt! Es war anfänglich - kein Witz! - von Analplugs die Rede, welche über einen Geheimcode so vibriert haben sollen, dass Niemann die Computerzüge, die von einem Mittelsmann an einer Schachengine gezogen wurden, von ihm dechiffriert werden konnten. Effektiv beweisen konnte man es nicht, das sollte schon stutzig machen.
Egal, seitdem wird täglich in der Szene spekuliert, was - und ein paar Kritische sagen, ob überhaupt! - Niemann jetzt genau gemacht haben soll. Aber unwiderlegbare Beweise sind bis heute keine erbracht worden! Schon der Wahnsinn!; in einer Zeit, in denen Meldungen innert Sekunden den Globus umrunden, kann die Reputation einen Menschen zerstört werden. Carlsen ist angepisst, haut eine Vermutung raus und Niemann kann es, wie auch immer, ausbaden. Wie müssen sich MF und Niemann fühlen, wenn sie wirklich unschuldig sind...
Das ist die Crux, ungerecht verurteilt werden ist scheiße und gegen einen Betrüger zu verlieren ist scheiße und als Zuschauer nicht mehr zu wissen wer ehrlich fährt ist scheiße...
5ng/ml Sperre ohne Wenn und Aber.
<5ng/ml hat der Sportler die Möglichkeit, ein plausible Erklärung abzugeben (Fleisch etc.), ansonsten Strafe, also >0ng/ml bis <5gn/ml
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