Loamlab Components Counterpunch – Infos und Preise
Der Counterpunch wurde im Mountainbike-Mekka Squamish in British Columbia entwickelt, um Verletzungen der Hand und vor allem des kleinen Fingers vorzubeugen, ohne jedoch das Handling einzuschränken. Zudem fungieren die kleinen Metallhörner als eine Art „Gleiter“ für Hindernisse, die sich auf engen Trails in den Weg stellen können.
- Einsatzbereich Trail, Enduro, Downhill
- Material Aluminium
- Montage Klemmung im Lenkerende (Expander-System) | kompletter Griff mit fixem Counterpunch
- Kompatibilität Standardlenker (22,2 mm)
- Besonderheit Ersetzt den äußeren Lockring bei vielen Griffen
- Gewicht 74 g (Paar, gewogen) | 164 g (Paar inkl. Griffe, Herstellerangabe)
- Verfügbarkeit ab sofort
- www.mountainproducts.de
- Preis: ca. 29,90 € bis 42,90 € (UVP) | Bikemarkt: Loamlab Counterpunch kaufen
Denn MTB Griffe, genauer gesagt das weiche Gummi am Lenkerende, haften oder bremsen bei einem Baumkontakt eher, als dass sie ein Gleiten ermöglichen. Genau hier machen sich Enduro-Pros wie Charlie Murray die kleinen Mini-Handguards aus Kanada zunutze. Der finanzielle Aufwand ist fast genauso klein wie die Counterpunch-Barends selbst und startet bei 29,90 € (UVP). Wer die Kombination aus Griff und Counterpunch vorzieht, muss 42,90 € (UVP) investieren.
Im Detail
Der Counterpunch ist kein gewöhnlicher Handguard, wie man ihn mittlerweile an vielen MTBs und eMTBs sieht. Es handelt sich um ein sehr kompaktes Aluminiumbauteil, das direkt am Lenkerende montiert wird. Der Aufbau ist denkbar simpel. Dabei wird ein Spreizkeil in das Lenkerende geschoben und über eine Schraube fixiert.
Mit seiner abgerundeten Form soll der Counterpunch Mini-Handguard an Hindernissen vorbeigleiten, anstatt daran hängen zu bleiben. Zudem soll ein zusätzlicher Kontaktpunkt am Lenker dafür sorgen, dass man immer die ideale Handposition findet und mehr Kontrolle durch die Abstützungsfunktion erreicht. Schlussendlich bietet er Schutz für Carbon-Lenkerenden bei Stürzen.
Auf dem Trail
Die Montage gestaltet sich einfach. Wer Griffe mit offenen Enden und Lenkerstopfen fährt, ist in wenigen Minuten fertig: Stopfen raus, Counterpunch rein, ausrichten, festziehen – fertig. Ein passender 3-mm-Innensechskant reicht hierfür aus. Etwas aufwendiger wird es bei geschlossenen Griffen. Wer seine gewohnten Griffe behalten möchte (mir war die Lösung von Loamlab zu dünn im Durchmesser), muss diese am äußeren Ende vorsichtig absägen oder ausschneiden, um Platz für die Aufnahme des Counterpunch zu schaffen. Im Test war dies zwar ein kleiner Zusatzaufwand, aber auch für Hobbyschrauber problemlos machbar.
Im Vergleich zu großen Handguards fällt der Mini-Handguard optisch kaum auf. Auch der Griff am Lenker ist wie gewohnt, mit dem Unterschied, dass jetzt eine Art Anschlag an der Außenseite zu spüren ist. Wer schnell müde Hände bekommt oder auch mal vom Griff rutscht, hat hier ein zusätzliches Sicherheitsfeature, welches die Hände ein klein wenig entlasten kann. Für mich spielt dies aber keine tragende Rolle in seiner Funktion.
Auf dem Trail kommt der Counterpunch dort zum Einsatz, wo es eng wird. Auf verwinkelten Hometrails mit dichtem Bewuchs kommt es immer wieder zu unfreiwilligem Kontakt mit dicken Ästen, Bäumen oder gar Felsen. Über die letzten Jahre konnte ich hier die ein oder andere sehr schmerzhafte Erfahrung machen. Seit Juli 2025 sind die Counterpunch an unterschiedlichen Bikes verbaut gewesen und mussten unzählige Tiefenmeter überstehen. Ungewollter Feindkontakt blieb natürlich nicht aus, der kleine Finger blieb jedoch heil. Dabei ist das subjektive Empfinden tatsächlich ein „Vorbeigleiten“, statt hängen zu bleiben und eventuell sogar den Lenker zu verreißen. Das beworbene Extra an Kontrolle kann ich jedoch nicht bestätigen. Der Counterpunch macht dafür einen super Job, meine kleinen Finger zu schützen.
Das ist uns aufgefallen
- Effektive Schutzwirkung Der kleine Finger bleibt bei Baum- und Felskontakt zuverlässig geschützt.
- Gleit-Effekt Man bleibt weniger stark an Hindernissen hängen als mit Gummi-Griffen.
- Unauffällig Stört weder die Optik noch die Ergonomie am Cockpit.
- Anpassung Bei geschlossenen Griffen ist ein kleiner operativer Eingriff am Griff nötig.
- Keine Allzwecklösung Vor brechenden Bremshebeln wird man nicht geschützt, genauso wenig wie vor dornigen Sträuchern.
Der Loamlab Counterpunch ist eine recht zuverlässige und günstige Versicherung gegen Blessuren am kleinen Finger: Er ist leicht, robust und verändert die Optik des Bikes nicht merklich. Für Fans von engen Hometrails, die gern mal auf letzter Rille um den Baum oder Fels fetzen wollen, ist der Counterpunch eine klare Empfehlung. Kleine Kosten, großer Nutzen im Ernstfall.
Pro / Contra
Stärken
- effektiver Schutz für kleine Finger
- Sehr einfache Montage (bei offenen Griffen)
- gleiten statt hängenbleiben
- leichtes und günstiges Upgrade
Schwächen
- Modifikation an geschlossenen Griffen erforderlich
Hast du auch schon mal schmerzhafte Bekanntschaft mit einem Baum gemacht? Würdest du dir so einen Schutz ans Bike schrauben?
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44 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumOb es nun komplett ist?

Man kann es auch übertreiben, wenn man den kleinen Finger in den Safe legt.Innen, Außen, Mini Hörnchen, dazu noch Handschützer, warum nicht:
War Kettenhandschuh schon?

Gibt's übrigens im Metzgereibedarf.
Hab die Teile schon bestimmt zwei Jahre mit Unterbrechung im Einsatz. Haben auch schon einige Kampfspuren. Meist von verunglückten kurven
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