Redbull Hardline Nukeproof Arbeitsgerät 18,3 kg Bolide von Ferguson & Johnset

Die Red Bull Hardline in Tasmanien fordert Mensch und Material extrem. Das neu formierte Team Nukeproof Axess Racing (NAR) tritt dort mit einem interessanten Setup an: Serienrahmen treffen auf Prototypen-Reifen, Massendämpfer und – man höre und staune – 1,5 kg Zusatzgewicht. Hier ist der Bike-Check der Arbeitsgeräte von Louise Ferguson und Mille Johnset!
Titelbild

Zum Saisonstart in Tasmanien wird das neue Team Nukeproof Axess Racing präsentiert. Während Louise Ferguson als Titelverteidigerin an den Start geht, muss Teamkollegin Mille Johnset nach einem Trainingssturz leider zusehen. Spannend ist jedoch, was die beiden unter dem Hintern haben beziehungsweise gehabt hätten: Statt flashy Team-Lackierung gibt es „Stealth“-Optik und Technik-Details, die es in sich haben.

Pilotiert wird der Nukeproof-Bolide bei der Hardline Tasmania von Louise Ferguson, die zudem ihren Titel verteidigt ...
# Pilotiert wird der Nukeproof-Bolide bei der Hardline Tasmania von Louise Ferguson, die zudem ihren Titel verteidigt ...
... und Mille Johnset. Leider hat sich Mille nach einem Trainingscrash mit Schlüsselbeinbruch schon aus der Veranstaltung verabschiedet.
# ... und Mille Johnset. Leider hat sich Mille nach einem Trainingscrash mit Schlüsselbeinbruch schon aus der Veranstaltung verabschiedet.

Arbeitsgerät Nukeproof Dissent: Schwer ist schnell?

Auf den ersten Blick fahren Ferguson und Johnset einen handelsüblichen Nukeproof Dissent Carbon Rahmen mit 200 mm Federweg. Doch der Schein trügt: Zwar ist das Chassis Serie, aber im Tretlagerbereich wurden satte 1,5 kg Zusatzgewicht platziert. Ziel der Übung: Den Schwerpunkt extrem nach unten ziehen, um das Bike satter liegen zu lassen. Das treibt das Gesamtgewicht auf stolze 18,3 kg.

Ordentlich auf was die Rippen gabs beim Dissent im Bereich des Tretlagers – 1,5 kg wurden zugeladen, um den Schwerpunkt des Bikes nach unten zu bekommen.
# Ordentlich auf was die Rippen gabs beim Dissent im Bereich des Tretlagers – 1,5 kg wurden zugeladen, um den Schwerpunkt des Bikes nach unten zu bekommen.
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Wer bei Rimpact nur an Reifeneinlagen denkt, liegt diesmal falsch. Die Inserts fehlen in den Schwalbe-Reifen komplett. Stattdessen liefert Rimpact zwei andere Bauteile: Zum einen eine spezielle Sattelstütze (auf die nicht näher eingegangen wird), zum anderen versteckt sich im Gabelschaft ein Massedämpfer des Herstellers. Dieser soll Vibrationen tilgen und dafür sorgen, dass das Vorderrad stabiler den Bodenkontakt hält.

Wer ganz genau hinschaut, entdeckt unter der unteren Brück ein silbernes Teil blitzen – hier versteckt sich der Massedämpfer von Rimpact im Steuerrohr.
# Wer ganz genau hinschaut, entdeckt unter der unteren Brück ein silbernes Teil blitzen – hier versteckt sich der Massedämpfer von Rimpact im Steuerrohr.
Auch die Sattelstütze soll von Rimpact stammen – eigentlich gar nicht im Sortiment des Hersteller.
# Auch die Sattelstütze soll von Rimpact stammen – eigentlich gar nicht im Sortiment des Hersteller.

Kontakt zum Boden halten die neuen Schwalbe Tacky Chan Radial-Karkassen Prototypen. Interessantes Detail: Wegen der radialen Bauweise fährt das Team 2 bis 4 PSI mehr Druck als üblich (24 PSI vorne, 25 PSI hinten). Um auch auf den harten Hardline-Strecken die Hände zu schonen, setzt das Team auf ein OneUp-Cockpit, ergänzt durch spezielle „Get a Grip“ Lenkerenden. Diese erlauben es, Kraft seitlich und vertikal einzuleiten, was laut Teamgründer Joe Breeden den Armpump deutlich reduziert. Verzögert wird mit der neuen SRAM Maven Ultimate und 200 mm Scheiben.

  • Rahmen Nukeproof Dissent Carbon, 200 mm Federweg, Stock-Geometrie
  • Federgabel RockShox Boxxer Ultimate
  • Dämpfer RockShox Vivid Ultimate Coil DH
  • Laufräder E13 Sidekick Nabe / Crank Brothers Synthesis DH Carbon Felgen
  • Reifen Schwalbe Tacky Chan Radial Carcass Prototype, 29×2.5 (vorn) / 27.5×2.4 (hinten)
  • Inserts keine (Luftdruck: 24/25 psi)
  • Cockpit OneUp V2 Carbon Lenker 35 mm / OneUp Direct Mount Vorbau 45 mm
  • Besonderheit „Get a Grip“ Barends zur Vibrationsreduktion
  • Kurbel SRAM X0 Carbon DH 165 mm, 36Z
  • Bremsen SRAM Maven Ultimate, 200 mm SRAM HS2 Scheiben, Sinter-Beläge
  • Sattelstütze Rimpact
  • Gewicht 18,3 kg (inkl. 1,5 kg Zusatzgewicht & Massendämpfer)
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Auch optisch verweigert sich das Team dem üblichen „Look-at-me“-Zirkus. Leatt steckt die Fahrerinnen in „Stealth“-Kits, die komplett auf Farbe verzichten. Die reduzierte schwarz-weiße Optik soll den Fokus auf die Athletinnen lenken – passt aber auch perfekt zum rohen Prototypen-Charme der Arbeitsgeräte.

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1,5 kg Zusatzgewicht für mehr Performance – würdet ihr euch Blei ans Bike kleben?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Nukeproof Axess Racing

33 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Das Kit sieht ja richtig gut aus! Also endlich Mal ordentlich an den Körper angepasst.

    Aber schwarz auf schwarz verstehe ich aus Marketing Sicht nicht.
    Wenn alle anderen bunt wie im Zirkus sind, fällt schwarz auch auf
  2. Finde alles in Schwarz echt gut, auch schickes Bike.

    Ansonsten liest man hier aber wieder recht wenig von der Hardline, schade da ja sonst nicht so viel los ist.

  3. Mmh, mit 1,5 KG weniger hätte Mille den Hardline Zielsprung vielleicht bis in die Landung gebracht...
    Drück die daumen dass es nicht noch mehr erwischt... smilie

  4. Wir wollten allein dadurch rausstechen, denn alle Anderen sind in "maximal Branding & Kontrast Pyjamas" unterwegs. Wird auch nen bisschen hier auf leatt.com erklärt.
    Wartet bis zu den Worldcups, wenn alle Nukeproof Axess Racing Fahrer am Start sind (bei Hardline sinds ja "nur" Mille & Lou). Wird dann ganz anders aussehen. Wenn ihr dann später das video von jetzt seht, wird der "Link" klar sein.

    Wenn alle anderen bunt wie im.zirkusnaind, fällt schwarz auch auf

    Ja das ist mir schon klar, aber Außenstehende sehen von weiter weg eben genau nicht welche Sponsoren gefahren werden- also Bilder von weiter weg smilie weil schwarz auf schwarz sieht man halt nicht 😅
  5. Auf der Sattelstütze steht Thomson elite drauf smilie

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