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Die Ion  K_Cap kommen in einem Schlichten grau daher.
Die Ion K_Cap kommen in einem Schlichten grau daher.
Mit zwei Klettstreifen lässt sich der Schoner öffnen.
Mit zwei Klettstreifen lässt sich der Schoner öffnen.
Der obere Klettstreifen ist doppelt gesichert.
Der obere Klettstreifen ist doppelt gesichert.
Auf der Innenseite sind mehrere gummierte Stellen, die ein Herunterrutschen verhindern sollen.
Auf der Innenseite sind mehrere gummierte Stellen, die ein Herunterrutschen verhindern sollen.
Bei durchgestrecktem Bein hebt sich der Schoner etwas vom Knie ab.
Bei durchgestrecktem Bein hebt sich der Schoner etwas vom Knie ab.
Im steinigen Gelände möchte man auf einen guten Knieschutz nicht verzichten.
Im steinigen Gelände möchte man auf einen guten Knieschutz nicht verzichten.
Die Schoner hatten während der Testphase öfters kontakt mit dem Boden.
Die Schoner hatten während der Testphase öfters kontakt mit dem Boden.
Die Plastikkappe ist übersät mit Kratzern - schützt aber den Stoff.
Die Plastikkappe ist übersät mit Kratzern - schützt aber den Stoff.
An den Schonerinnenseiten stehen die Klettverschlüsse etwas ab.
An den Schonerinnenseiten stehen die Klettverschlüsse etwas ab.
Der Stoff wurde auf einer Seite etwas abgerieben.
Der Stoff wurde auf einer Seite etwas abgerieben.
Die Schutzpads weisen nach einer Saison Risse auf.
Die Schutzpads weisen nach einer Saison Risse auf.
In einem Polster ist ein Schnitt, den wir uns nicht erklären können.
In einem Polster ist ein Schnitt, den wir uns nicht erklären können.

Der K_Cap ist bei ION neu im Programm und steht bei den ION Knieschonern – was Schutzwirkung anbelangt – ganz oben. Er weist eine unkonventionelle Bauweise auf und kommt mit interessanten Details daher. Den “kleinen Bruder” K_Lite hatten wir bereits getestet (zum Artikel). Wie beim K_Pact fühlten wir auch dem K_Cap eine Saison lang auf den Zahn und haben hier für euch unsere Eindrücke zusammengefasst.

Test: ION K_Cap

Die Ion  K_Cap kommen in einem Schlichten grau daher.
# Die Ion K_Cap kommen in einem Schlichten grau daher.

Technische Daten

Hersteller: ION
Modell: K_Cap
Modelljahr: 2015
Kategorie: Knieschoner
Aufbau: offene Konstruktion
Schutzwirkung: SAS-Tec, Kunststoffpad
Hartschale: nein
Größen (Umfang 10cm überhalb der Kniescheibe/ 15 cm Unterhalb der Kniescheibe) : S (34 / 31 cm), M (39 / 33cm), L (44 / 35cm), XL (49 / 37cm)
Gewicht: 745 g (nachgewogen, Größe L)
Besonderheit: Silikonstreifen
Preis: 109,00€ UVP

Tragekomfort

Der Ion K_Cap unterscheidet sich grundlegend im Aufbau von den meisten anderen Knieschonern. Es kommt hierbei keine Strumpfkonstruktion zum Einsatz, stattdessen kann der Schoner auf der Rückseite geöffnet werden. Der große Vorteil an einer solchen Konstruktion ist, dass man die Knieschoner unabhängig von den Schuhen an- und ausziehen kann. Damit die K_Cap sicher geschlossen werden können, kommen zwei Klettverschlüsse und ein Textilband mit Plastikhaken zum Einsatz. Ein Rutschen der Schoner soll durch ein Silikonstreifen und mehrere Gummipads auf der Innenseite verhindert werden.

Mit zwei Klettstreifen lässt sich der Schoner öffnen.
# Mit zwei Klettstreifen lässt sich der Schoner öffnen.
Der obere Klettstreifen ist doppelt gesichert.
# Der obere Klettstreifen ist doppelt gesichert.

Der eigentliche Knieschutz besteht aus einem viskoelastischem Schutzelement aus dem Hause SAS-Tec – wie er auch bei Knieschonern anderer Hersteller zum Einsatz kommt – und wird durch seitliche dünnere Polster ergänzt. Zusätzlich befindet sich eine Kappe aus Kunststoff auf dem Knieschoner, die dafür sorgen soll, dass er bei einem Sturz besser auf dem Untergrund rutscht und es ihn nicht herunterzieht. Mit 745 Gramm sind die Schoner nicht die Leichtesten, aber an das Gewicht gewöhnten wir uns relativ schnell. Lediglich bei hohen Trittfrequenzen fiel die zusätzliche Masse am Knie negativ auf.

Auf der Innenseite sind mehrere gummierte Stellen, die ein Herunterrutschen verhindern sollen.
# Auf der Innenseite sind mehrere gummierte Stellen, die ein Herunterrutschen verhindern sollen.

An die offene Konstruktion der Knieschoner mussten wir uns anfangs erst gewöhnen. So passierte es, dass wir die Klettverschlüsse zu fest anzogen und so das Blut in den Beinen abgeschnürt wurde. Mit etwas Übung hatten wir damit keine Probleme mehr. Die K_Cap saßen gut und rutschten beim Fahren nicht. Bei ganz durchgestrecktem Knie hob sich der Schoner etwas ab. Dies wurde von uns auf Dauer als leicht störend empfunden. Die Belüftung der Knieschoner könnte unserer Meinung nach etwas besser ausfallen. Insbesondere an warmen Tagen und auf langen Anstiegen bekamen wir dies zu spüren.

Bei durchgestrecktem Bein hebt sich der Schoner etwas vom Knie ab.
# Bei durchgestrecktem Bein hebt sich der Schoner etwas vom Knie ab.

Schutzwirkung

Im steinigen Gelände möchte man auf einen guten Knieschutz nicht verzichten.
# Im steinigen Gelände möchte man auf einen guten Knieschutz nicht verzichten.

ION setzt bei den K_Cap auf viskoelastische Schutzpads. Diese sollen im Normalfall weich und verformbar sein und sich bei einem Aufprall verhärten. Wir stellten fest, dass die Härte des Materials stark von der Temperatur abhängig ist. So dauerte es bei niedrigen Temperaturen deutlich länger, bis das Kniepolster sich an die Form des Knies angepasst hatte. Unsere Bedenken, die Schoner könnten bei höheren Temperaturen an Schutzwirkung verlieren, konnten wir im Praxistest nicht bestätigen.

Die Schoner hatten während der Testphase öfters kontakt mit dem Boden.
# Die Schoner hatten während der Testphase öfters kontakt mit dem Boden.

Die Knieschoner wurden von uns eine Saison lang in unterschiedlichen Einsatzbereichen getestet. Insbesondere während mehrerer Einsätze in den Alpen, bei denen die Knieschoner einige Kontakte zum Boden hatten, konnten die K_Cap uns in ihrer Schutzwirkung überzeugen. Die Stürze wurden effektiv abgedämpft und die Plastikkappe verrichtete hervorragenden Dienst: Die Knieschoner verhakten sich nicht im Untergrund und so zog es die ION Schoner während der gesamten Testphase trotz einiger Stürze nicht einmal herunter.

Haltbarkeit und Qualität

Die Plastikkappe ist übersät mit Kratzern - schützt aber den Stoff.
# Die Plastikkappe ist übersät mit Kratzern - schützt aber den Stoff.

Die Ion K_Cap machen einen hochwertigen Eindruck und sind dementsprechend gut verarbeitet – bei einem Preis von 109 € kann man dies auch erwarten. Die Schoner wurden eine Saison lang intensiv benutzt und mussten einige Kontakte mit dem Boden über sich ergehen lassen. Die Plastikkappe ist dementsprechend übersät mit Kratzern, sorgte aber dafür, dass der Stoff keinen nennenswerten Schaden genommen hat.

An den Schonerinnenseiten stehen die Klettverschlüsse etwas ab.
# An den Schonerinnenseiten stehen die Klettverschlüsse etwas ab.
Der Stoff wurde auf einer Seite etwas abgerieben.
# Der Stoff wurde auf einer Seite etwas abgerieben.

Auf den Knie-Innenseiten standen die Ecken des unteren Klettverschlusses etwas ab. Dort wurde der Stoff etwas abgerieben – das ist zwar nicht schön, stellt aber im Hinblick auf die Funktion kein Problem dar. Als wir zum Waschen der Knieschoner die Schutzelemente herausnahmen, stellten wir fest, dass diese – wahrscheinlich auf Grund der Bewegung – seitlich eingerissen sind. Zusätzlich war an einem Pad ein Schnitt auf der Innenseite, über dessen Ursache wir nur rätseln konnten. Glücklicherweise sind die Schutzpolster von SAS-Tec paarweise im Internet für wenig Geld zu haben, somit stellt der Verschleiß der Polster keinen Totalausfall dar.

Die Schutzpads weisen nach einer Saison Risse auf.
# Die Schutzpads weisen nach einer Saison Risse auf.
In einem Polster ist ein Schnitt, den wir uns nicht erklären können.
# In einem Polster ist ein Schnitt, den wir uns nicht erklären können.

ION K_Cap: Fazit

Der ION K_Cap ist ein Knieschoner fürs Grobe. Er bietet einen hervorragen Schutz gepaart mit interessanten Features, wie der offenen Konstruktion und den Plastikkappen zum Schutz gegen Herunterrutschen im Falle eines Sturzes. Die Belüftung des Schoners ist im Bereich der Kniekehle gut, könnte aber insbesondere auf der Vorderseite noch verbessert werden. Schade war, dass die Schutzpads seitlich eingerissen sind, aber da diese günstig einzeln beschafft werden können, kann man dies meiner Meinung nach verschmerzen. Auf Grund seines recht hohen Gewichtes und seiner Belüftung, aber einer sehr hohen Schutzwirkung, wird der ION K_Cap vermutlich eher abfahrtsorientierte Fahrer ansprechen.


Weitere Informationen

Website: www.ion-products.com/bike
Text & Redaktion: Nathan Engels | MTB-News.de 2015
Bilder: Nathan Engels, Jens Staudt




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    zx10rr

    dabei seit 07/2010

    Habe seit einem halben Jahr die lange Version mit Schienbeinschutz im regelmäßigen Einsatz

    + sehr bequem, nach 10min Fahrt hat man sie buchstäblich vergessen, auch auf mehrstündigen Touren
    + rutschten nicht (im Gegensatz zu diversen 661/Ixs Modellen die ich vorher hatte)
    + lassen sich, wenn man die Plastikkappe abnimmt auch super in der Waschmaschine bei 30° mitwaschen
    + Lassen sich durch 3 Klett & 1 Haken sehr schnell an und ausziehen, ohne Schuhe dafür ausziehen zu müssen.

    - Man schwitzt darunter (was mich nicht stört, bei welchen ist das nicht so?)
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    luxaltera

    dabei seit 06/2011

  4. benutzerbild

    Mr_Ned_Lebowski

    dabei seit 10/2011

    Habe sie jetzt auch und muss sagen, dass mich die Verarbeitung komplett umgehauen hat! Gar kein Vergleich zu 661 oder Nukeproof.
    Die Schutzwirkung dürfte auch erste Sahne sein und pedalieren lassen sie sich auch sehr gut, wobei man sie allerdings nicht so leicht vergisst.
  5. benutzerbild

    mitchdreizwei

    dabei seit 08/2012

    hab sie ne weile und erst 3-4 mal getragen... da doch etwas unbequem, klobig, friemmelig zum anziehen...
    würde sie nicht nochmal kaufen.
  6. benutzerbild

    xrated

    dabei seit 06/2001

    Ich find die nicht unbequem dafür das die Sastec + Hardcap haben.
    Das mit dem anziehen kann ich auch nicht nachvollziehen.
    Die sind nur etwas schwitzig und könnten seitlich ein wenig mehr schützen.

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