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Auch die Ausstattung muss natürlich stimmen
Auch die Ausstattung muss natürlich stimmen - die Bikes sollen bergab ihre volle Leistung entfalten, sich aber trotzdem noch bequem nach oben pedalieren lassen.
Potente Fahrwerke, ausgewogene Geometrien und um die 150 mm Federweg am Heck
Potente Fahrwerke, ausgewogene Geometrien und um die 150 mm Federweg am Heck - wo hören die Grenzen auf?
Langhubige 29er lassen die Grenzen zwischen Downhill, Enduro und Trail immer mehr verschwimmen
Langhubige 29er lassen die Grenzen zwischen Downhill, Enduro und Trail immer mehr verschwimmen - wir haben mit dem Trek Slash 9.9, dem Evil The Wreckoning und dem Nukeproof Mega 290 drei potente Enduros mit großen Laufrädern gegeneinander verglichen!
No matter the wheater – das Enduro soll bei allen Bedingungen funktionieren
No matter the wheater – das Enduro soll bei allen Bedingungen funktionieren - Hier ist vor allem eine gute Matschfreiheit von nutzen
Annähernd der gleiche Federweg, dieselbe Laufradgröße  und ähnliche Geometrien
Annähernd der gleiche Federweg, dieselbe Laufradgröße und ähnliche Geometrien - die drei 29er in unserem Test sind sich auf dem Papier sehr ähnlich. In der Praxis zeigen sich jedoch signifikante Unterschiede.
Frischer Singletrail
Frischer Singletrail - Hier offenbart ein Bike in offenen, rutschigen Kurven seine Balance.
Anlieger
Anlieger - Bei welchen Geschwindigkeiten gibt das Fahrwerk nach und wo gibt es Tuningbedarf?
Grobes Geläuf
Grobes Geläuf - Auf verblockten Trails können die Bikes vor allem ihre Allround-Fähigkeiten zur Schau stellen und auf waschechten Downhill-Strecken ihre Nehmerqualitäten beweisen.
Gröberes Geläuf
Gröberes Geläuf - Auf verblockten Trails können die Bikes vor allem ihre Allround-Fähigkeiten zur Schau stellen und auf waschechten Downhill-Strecken ihre Nehmerqualitäten beweisen.
In den kommenden Tagen erwarten euch unsere Testberichte zum Trek Slash 9.9, zum Evil The Wreckoning und zum Nukeproof Mega 290
In den kommenden Tagen erwarten euch unsere Testberichte zum Trek Slash 9.9, zum Evil The Wreckoning und zum Nukeproof Mega 290 - wir gehen auf die Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle ein und berichten, wie sich die langhubigen 29er auf den Trails geschlagen haben!
Große Sprünge
Große Sprünge - Wir alle haben gerne mal Luft unter den Reifen. Wie macht sich das Bike in der Luft? Fühlt man sich sicher? Hat man Reserven für eine verpatzte Landung?
Vergleichbare Parameter sind wichtig
Vergleichbare Parameter sind wichtig - insbesondere bei einem Tubeless-Setup muss der Luftdruck genau angepasst werden, um den Testeindruck nicht durch einen zu weichen Reifen zu trüben
Je nach individueller Vorliebe und Fahrergewicht sind Anpassungen am Fahrwerk definitiv notwendig.
Je nach individueller Vorliebe und Fahrergewicht sind Anpassungen am Fahrwerk definitiv notwendig.
Das gilt für die Gabel genauso wie für den Dämpfer am Heck.
Das gilt für die Gabel genauso wie für den Dämpfer am Heck.
Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

In diesem Übersichtsartikel findet ihr alle Informationen zum vergangenen Testablauf, sowie die Testfazite zu Nukeproof Mega, Trek Slash und Evil The Wreckoning. Detaillierte Informationen und Tuningtipps sind im Testbericht der jeweiligen Bikes verlinkt.

Glaubt man den Herstellern und deren vollmundigen Versprechen, so sind die Bikes der neuen 29er-Generation die wahren Bergab-Alleskönner. Von der schnellen Runde bis hin zur gröbsten Abfahrt sollen die Bügeleisen jeden Trail beherrschen können – Wahrheit oder alles nur heiße Luft? Wir haben drei 29er Enduro-Bikes im Bereich von 150 bis 160 mm Federweg ordentlich Dampf gemacht und ihr Potential auf groben Untergründen erforscht. Welcher Heizkörper glättet am besten? Wer kommt am schnellsten in und um die Ecken? Wer überzeugt mit leichter Bedienbarkeit? Und welches 29er ist am Ende das heißeste Eisen von allen?

Bügeleisen? Heizkörper? Hä, was – noch eine neue Bike-Kategorie? Nein. Spätestens seit der Verbreitung von 29ern mit modernen Geometrien und viel Federweg ist das Schubladendenken im Bike-Bereich halbwegs vorbei. Freerider, Enduro, Trailbike, Mini-Downhiller: Die Grenzen zwischen den ehemals nach Federweg definierten Bike-Arten verschwimmen mit jeder Entwicklung immer weiter. Federwege, Fahrwerke und Komponenten, die vor einigen Jahren noch Downhill-Territorium waren, sieht man heutzutage auch an kleineren Bikes. Deren Leistungsfähigkeit steigt immer weiter, gleichzeitig purzeln die Pfunde. Die drei langhubigen 29er in unserem Test – das Trek Slash 9.9 RSL, das Nukeproof Mega 290 und das Evil The Wreckoning – nennen wir gemessen am Federweg der Einfachheit halber Enduro-Bikes.

Langhubige 29er lassen die Grenzen zwischen Downhill, Enduro und Trail immer mehr verschwimmen
# Langhubige 29er lassen die Grenzen zwischen Downhill, Enduro und Trail immer mehr verschwimmen - wir haben mit dem Trek Slash 9.9, dem Evil The Wreckoning und dem Nukeproof Mega 290 drei potente Enduros mit großen Laufrädern gegeneinander verglichen!

Was macht ein modernes Enduro aus?

Unserer Meinung nach definiert sich ein Enduro aus dem Zusammenspiel der Parameter, die die Abfahrtsleistung eines Downhillers mit den Klettereigenschaften eines Trailbikes kombinieren. Um das zu erreichen, müssen Laufradgröße, Federweg, Fahrwerk, Geometrie und Ausstattung harmonieren. Aktuell gibt es bei beiden Laufradgrößen verschiedene Ansätze, um diese Idee zu verwirklichen und einen perfekten Allrounder zu erschaffen.

Dabei könnten die aktuell erhältlichen Fahrräder kaum unterschiedlicher sein. Vom berechenbaren Race-Bike über das straffe Tourenrad bis hin zum Downhiller im Enduro-Pelz ist alles möglich. Entsprechend groß ist auch der Einsatzbereich dieser Räder: Sie sollen von der entspannten Feierabend-Runde über die Hochgebirgs-Tour bis hin zum gelegentlichen Bikepark-Ausflug alles mitmachen. Dazu muss es auf Bergetappen guten Vortrieb generieren, damit die Kräfte für die Abfahrt geschont werden. Außerdem soll es mit einer ausgewogenen Geometrie eine gute Balance bieten und auch auf schnellen, ruppigen Trails stets für Sicherheit sorgen.

Potente Fahrwerke, ausgewogene Geometrien und um die 150 mm Federweg am Heck
# Potente Fahrwerke, ausgewogene Geometrien und um die 150 mm Federweg am Heck - wo hören die Grenzen auf?
Auch die Ausstattung muss natürlich stimmen
# Auch die Ausstattung muss natürlich stimmen - die Bikes sollen bergab ihre volle Leistung entfalten, sich aber trotzdem noch bequem nach oben pedalieren lassen.

Auf den Punkt gebracht

Fassen wir den Einsatzbereich und die Anforderungen an ein modernes Enduro-Bike noch einmal zusammen:

Die Einsatzbereiche

  • Hometrails: Das Enduro-Bike ist für den Großteil der Nutzer unter uns das meistgenutzte Rad – und wird dementsprechend am häufigsten auf den Hometrails in den Alpen oder dem deutschen Mittelgebirge bewegt.
  • Bikeparks: Schaut man sich in der Liftschlange um, sieht man von Jahr zu Jahr immer mehr Enduro-Bikes, die auf (fast) allen Strecken mit geringem Gewicht punkten können und eine aktivere Fahrweise ermöglichen.
  • Renneinsatz: Auch wenn aktuell einige Rennserien beendet wurden, boomt der Enduro-Rennsport weiterhin – beim Kampf um wertvolle Sekunden fühlen sich diese Bikes natürlich wohl.

Das sollte das perfekte Enduro-Bike können

  • Fahrspaß: Die meisten unter uns sind vor allem auf den Spaß am Radfahren aus.
  • Komfort: Auf einigen Trails sind die hochgezüchteten Rennmaschinen Trailbikes unterlegen – für viele ist aber der zusätzliche Komfort wichtiger als die maximale Spritzigkeit.
  • Sicherheit: Durch gute Traktion und ein optimiertes Fahrwerk bietet das Bike Sicherheit und verschiebt die Grenzen der eigenen Fähigkeiten.
  • Allround-Fähigkeiten: Das Bike soll einen möglichst großen Einsatzbereich abdecken.

29er Enduro-Bikes – Die Kandidaten in unserem Test

Nukeproof Mega 290

Das Mega begeisterte unsere Tester vor allem auf längeren Ausfahrten. Es machte in der Hand eines fähigen Piloten auch im Enduro-Einsatz eine gute Figur, ist im harten Gelände aber anstrengender zu fahren und bietet weniger Reserven als die anderen beiden Bikes im Test. Dafür zog es im Uphill leichter davon.

Schlicht, elegant, unauffällig und schnell
# Schlicht, elegant, unauffällig und schnell - das Nukeproof Mega trumpft durch Understatement auf. Wir haben den 29er mit 150 mm Federweg am Heck in der Pro-Variante getestet.

Fazit – Nukeproof Mega 290 Pro

Trotz etwas Mehrgewicht auf den Rippen ist das Nukeproof Mega 290 ein echter Klettermax, mit dem sich Abfahrten sehr bequem und schnell verdienen lassen. Dank der straffen Charakteristik lädt das Mega zum Spielen ein und lässt sich leicht durch Kurven und in der Luft bewegen. Steigen die Geschwindigkeiten, verlangt das Nukeproof jedoch eine präzise Fahrweise. Auf wirklich harten Trails lässt es sich leichter aus der Ruhe bringen als andere Bikes in dieser Klasse. Solidere Laufräder, Reifen mit stabilerer Karkasse und eine höhere Aufbauqualität wären wünschenswert gewesen. Trotzdem: Das Nukeproof Mega 290 punktet insgesamt durch eine weitgehend stimmige Ausstattung und eignet sich hervorragend als Enduro- und Trailbike für längere Ausfahrten!

Viel Pop und eine sehr gute Performance bergauf
# Viel Pop und eine sehr gute Performance bergauf - Das Mega290 dürfte vor allem Fahrer begeistern die gerne mit dem Gelände spielen.
Bei gröberer Fahrweise benötigt man Tokens um das Fahrwerk anzupassen
# Bei gröberer Fahrweise benötigt man Tokens um das Fahrwerk anzupassen - "Draufhalten" ist mit dem Mega weniger angesagt. Hierfür fehlt es ihm an Dämpfung im Fahrwerk.

Alle Testeindrücke sowie alle Details zu Geometrie und Ausstattung findet ihr hier im kompletten Testbericht.


Trek Slash 9.9

Egal ob bergauf oder bergab, das Trek Slash war schnell in beiden Richtungen. Mit seinem herausragenden Fahrwerk und den schier endlosen Anpassungsmöglichkeiten am Fahrwerk deckte das rote Edelbike den größten Einsatzbereich im Test ab. Neben der Option, die Federelemente auf die unterschiedlichsten Streckenverhältnisse anzupassen, ist dies ebenso für unterschiedliche Nutzergruppen interessant. Komfortable Abstimmung für lange Tage im Sattel oder kurze Abfahrten im Bikepark – das Trek bedient beides.

29"-Laufräder treffen auf 160 mm Federweg vorne und 150 mm am Heck
# 29"-Laufräder treffen auf 160 mm Federweg vorne und 150 mm am Heck - das Trek Slash ist laut Angaben der Amerikaner der steifste Rahmen im Portfolio und sieht dazu extrem schick aus. Wir haben den roten Renner getestet.

Fazit – Trek Slash 9.9

Man nehme ein extrem potentes Fahrwerk, verpasse ihm eine Kletterhilfe und verpacke das in einen ausbalancierten, leichten Rahmen mit extrem hoher Steifigkeit und leichten, haltbaren Anbauteilen: Fertig ist das Traumbike, mit dem man Rennen gewinnen kann. Das Trek Slash 9.9 RSL ist ein ausbalancierter Rennwagen, der abgesehen von den leichten Reifen und der kurzhubigen Sattelstütze praktisch keine Wünsche offen lässt. Die rote Schönheit hat allerdings auch einen Preis, der den Geldbeutel zittern lässt.

Wer viele Stunden im Sattel verbringt und Komfort auf Singletrails sucht wird hier fündig
# Wer viele Stunden im Sattel verbringt und Komfort auf Singletrails sucht wird hier fündig - Die Abstimmung des Fahrwerks und die Verstellung der Geometrie im Minolink eröffnet einem am Trek ein sehr breites Einsatzspektrum für unterschiedlichste Vorlieben.
Sehr schick, extrem edel und ein enorm potentes Fahrwerk
# Sehr schick, extrem edel und ein enorm potentes Fahrwerk - das Trek Slash 9.9 RSL ist ein toller 29er für den Enduro-Einsatz und glänzt mit Ausgewogenheit und Präzision. In Anbetracht des stolzen Preises ist bei manchen Anbauteilen aber noch etwas Luft nach oben.

Alle Testeindrücke sowie alle Details zu Geometrie und Ausstattung findet ihr hier im kompletten Testbericht.


Evil The Wreckoning

Je gröber und desto schneller die Abfahrten im Testverlauf wurden, desto mehr glänzte das Wreckoning. Auch wenn man es vor einigen Jahren noch nicht hätte glauben wollen – aber dieses Bike mit 29 Zoll Laufrädern lässt so manches Freeride-Bike alt aussehen. Wer sich gerne im groben Gelände oder Bikeparks herumtreibt, wird eine Menge verwunderte Blicke ernten, von Leuten auf Downhillbikes, die man auf der gröberen Linie überholt – wenn sie überhaupt schnell genug einen Blick aufs Bike erhaschen können.

Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg
# Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg - und auch die Geometrie wirkt sehr vielversprechend. Wir haben das böse Bike aus den USA getestet.

Fazit – Evil The Wreckoning

Das Evil The Wreckoning ist das Bike, vor dem euch eure Mütter immer gewarnt haben. Genügend Mut vorausgesetzt, verführt es den Fahrer in brachialem Gelände zu wahnwitziger Linienwahl. Bergauf bezahlt man zum Beispiel für die groben Reifen zwar mit mehr Körnern als auf anderen Bikes derselben Kategorie, wird dafür aber bei der Abfahrt fürstlich entlohnt. Selbst im Drift über schmierige Steinfelder vermittelt das The Wreckoning eine schlafwandlerische Sicherheit. Ein derart potentes 29er sucht derzeit seinesgleichen – vergeblich. Zusätzliche Volumenspacer in den Federelementen sind ebenso Pflicht wie eine stärkere Bremsanlage, um das wilde, böse Biest zu zähmen.

Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse
# Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse - eine sagenhafte Downhill-Performance macht es zu dem Bike, vor dem euch eure Mütter immer gewarnt haben. Die Uphill-Fähigkeiten sind hingegen eher passabel.
Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co.
# Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co. - in der Luft überzeugt das Evil The Wreckoning mit einer guten Balance aus Stabilität und Mobilität. Querfliegen gelingt mit etwas Nachdruck ohne Probleme

Alle Testeindrücke sowie alle Details zu Geometrie und Ausstattung findet ihr hier im kompletten Testbericht.

29er Enduro-Bike – Wo und wie haben wir getestet?

Um die Bikes bestmöglich vergleichen zu können, wurden sie von mehreren Testern in unterschiedlichstem Gelände und unter verschiedenen Bedingungen getestet. Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte – hier sind ein paar Eindrücke unserer Testsessions:

Frischer Singletrail
# Frischer Singletrail - Hier offenbart ein Bike in offenen, rutschigen Kurven seine Balance.
Anlieger
# Anlieger - Bei welchen Geschwindigkeiten gibt das Fahrwerk nach und wo gibt es Tuningbedarf?
Gröberes Geläuf
# Gröberes Geläuf - Auf verblockten Trails können die Bikes vor allem ihre Allround-Fähigkeiten zur Schau stellen und auf waschechten Downhill-Strecken ihre Nehmerqualitäten beweisen.
Große Sprünge
# Große Sprünge - Wir alle haben gerne mal Luft unter den Reifen. Wie macht sich das Bike in der Luft? Fühlt man sich sicher? Hat man Reserven für eine verpatzte Landung?

29er Enduro-Bikes – Wie haben wir getestet?

Details zum Testablauf einblenden

Ein Fahrrad ist bekanntlich ein komplexes Sportgerät. Kleinste Veränderungen – Anpassungen von wenigen PSI im Fahrwerk, Anzahl der Volumenspacer, Reifendruck, Höhe der Lenkzentrale – haben einen großen Einfluss darauf, ob man sich auf dem Bike wohlfühlt oder nicht. Wir haben zunächst alle Parameter in der Serienausstattung getestet, um den Status Quo abzufragen. Im weiteren Verlauf des Tests wurden die Bikes an die individuellen Vorlieben der jeweiligen Tester angepasst. Hiermit stellten wir sicher, dass sich jeder Testfahrer voll und ganz auf die Eigenheiten des Rades konzentrieren und die Limits ausloten konnte, ohne zum Beispiel mit einem zu schmalen Lenker zu kämpfen. Unter dem Punkt “Tuning-Möglichkeiten” haben wir in jedem Einzeltest die vorgenommenen Änderungen dokumentiert. Außerdem gehen wir in den einzelnen Reviews genauer auf die Optimierungsmöglichkeiten der drei Kandidaten in unserem Test ein.

Vergleichbare Parameter sind wichtig
# Vergleichbare Parameter sind wichtig - insbesondere bei einem Tubeless-Setup muss der Luftdruck genau angepasst werden, um den Testeindruck nicht durch einen zu weichen Reifen zu trüben

Je nach individueller Vorliebe und Fahrergewicht sind Anpassungen am Fahrwerk definitiv notwendig.
# Je nach individueller Vorliebe und Fahrergewicht sind Anpassungen am Fahrwerk definitiv notwendig.
Das gilt für die Gabel genauso wie für den Dämpfer am Heck.
# Das gilt für die Gabel genauso wie für den Dämpfer am Heck.

29er Enduro-Bikes – Wer hat getestet?

Testerprofile ausklappen

Jens Staudt

  • Testername: Jens Staudt
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 61 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Ich fahre hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher
Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
# Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
# Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!

Jonathan Kopetzky

  • Testername: Jonathan Kopetzky
  • Körpergröße: 175 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 79 cm
  • Armlänge: 51 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Aggressiv und verspielt
  • Ich fahre hauptsächlich: DH sprunglastig, auch Dirt, eigentlich alles Hauptsache Rad dabei
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff und schnell
  • Vorlieben bei der Geometrie: Langes Oberrohr, Hinterbau je nach Einsatzgebiet
Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
# Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
# Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!

Christoph Spath

  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
# Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
# Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

Um euch den bestmöglichen und breitesten Testeindruck zu bieten, fahren immer mehrere Tester ein Bike. Neben den aufgeführten Testern mit detaillierten Profil arbeiten wir immer mit weiteren Fahrern unterschiedlicher Könnerstufen, Gewichte, Körpergrößen sowie Vorlieben zusammen. Im direkten Dialog stellen wir das richtigen Setup sicher und dokumentieren in gemeinsamen Ausfahrten die Eindrücke. Dies stellt sicher, dass wir alle Eigenheiten eines Bikes in allen Bereichen beurteilen können.


Annähernd der gleiche Federweg, dieselbe Laufradgröße  und ähnliche Geometrien
# Annähernd der gleiche Federweg, dieselbe Laufradgröße und ähnliche Geometrien - die drei 29er in unserem Test sind sich auf dem Papier sehr ähnlich. In der Praxis zeigen sich jedoch signifikante Unterschiede.

Detaillierte Tests


Text & Redaktion: Christoph Spath, Jens Staudt | MTB-News.de 2017
Bilder: Jens Staudt, Jonathan Kopetzky, Christoph Spath

  1. benutzerbild

    freetourer

    dabei seit 03/2006

    WOli
    Der Reach ist aber nach Definition der "horizontal gemessene Abstand zwischen Tretlagermitte und Steuerrohrmitte (Oberkante)". Die Spacer und der Lenker haben damit zumindest auf den "Reach" keinen Einfluss.
    Auf die Reach - Angaben aus dem Katalog haben Spacer, Lenker-Backsweep usw. keinen Einfluss. Auf den effektiven (realen) Reach aber schon.

    RockyRider66
    Ich dreh mir den Lenker so bis er mir passt?

    Der Backsweep ist doch nur bei einer bestimmten Ausrichtung gegeben, und ob die jemand so genau auf 1 Grad hat?
    Na ja Leute, ich glaube euch das mal...
    Dann änderst Du aber auch wieder die Lenkerhöhe ....

    Mr.A
    da hake ich mal ein...welche Lenker haben den wenig backsweep...Reverse Base fällt mir gerade ein der hat glaube 7°
    Syntace, Kore OCD, Spank Spike, Sunline ... habe ich alle zuletzt durchprobiert. Da kam ich mit dem Backsweep nicht gut zurecht.

    Aktuell habe ich auf Funn FullOn und ElGuapo gewechselt - die haben deutlich weniger BackSweep.
  2. benutzerbild

    RockyRider66

    dabei seit 12/2006

    freetourer
    Auf die Reach - Angaben aus dem Katalog haben Spacer, Lenker-Backsweep usw. keinen Einfluss. Auf den effektiven (realen) Reach aber schon.



    Dann änderst Du aber auch wieder die Lenkerhöhe ....



    Syntace, Kore OCD, Spank Spike, Sunline ... habe ich alle zuletzt durchprobiert. Da kam ich mit dem Backsweep nicht gut zurecht.

    Aktuell habe ich auf Funn FullOn und ElGuapo gewechselt - die haben deutlich weniger BackSweep.
    Ja klar änder ich damit die Lenkerhöhe.
    Wenn der der Lenker für mich richtig gedreht ist mache ich mich über die Spacer her bis mir die Höhe passt.
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  4. benutzerbild

    chorge

    dabei seit 05/2002

    Ich bin ganz schön froh, dass ich ein Bike hab, dass mir einfach passt.... und das, obwohl (oder vielleicht auch weil?) es 27,5" hat....
    Ist schon lustig, wie das totgesagte 29" Konzept von der Industrie nochmal zum zweiten Frühling gepusht wird - außerhalb seines natürlichen CC-AM-Lebensraumes.
    Langsam wird's Zeit für verspielte 26" Bikes. Wenn die wieder kommen, dann war tröger Speed gestern, und "playfulness" ist der neue Trend....
  5. benutzerbild

    dave.

    dabei seit 06/2008

    also ich finde das Orbea Rallon 5 fehlt in diesem Test. Ganz klar.

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