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Deutscher Meister, Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Cairns und mittlerweile ein fester Bestandteil des Cube Global Squad Profi-Teams
Deutscher Meister, Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Cairns und mittlerweile ein fester Bestandteil des Cube Global Squad Profi-Teams - das Jahr 2017 war für Max Hartenstern ein mehr als ereignisreiches. Wir haben den 18-jährigen Downhiller interviewt!
Nach einem verpatzten Saisonauftakt beim Weltcup in Lourdes lief es in Fort William gut für Max
Nach einem verpatzten Saisonauftakt beim Weltcup in Lourdes lief es in Fort William gut für Max - gerade in Anbetracht der Tatsache, dass viele seiner Konkurrenten auf deutlich mehr Weltcup-Erfahrung zurückblicken konnten.
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Das absolute Highlight für Max war die Weltmeisterschaft in Cairns
Das absolute Highlight für Max war die Weltmeisterschaft in Cairns - im Finale konnte er Platz 3 belegen und sich die Bronze-Medaille sichern. Der letzte deutsche Fahrer, der bei der Junioren-WM auf dem Podium landete, war übrigens Marcus Klausmann im Jahr 1995.
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Und auch bei der Deutschen Meisterschaft lief es gut für den Cube Global Squad-Fahrer
Und auch bei der Deutschen Meisterschaft lief es gut für den Cube Global Squad-Fahrer - wie im Vorjahr holte er die schnellste Tageszeit beim Rennen in Ilmenau – im Gegensatz zu 2016 jedoch bei praktisch identischen Streckenverhältnissen.
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Zum Weltcup in Mont-Sainte-Anne hat Cube einen 29er aus dem Hut gezaubert
Zum Weltcup in Mont-Sainte-Anne hat Cube einen 29er aus dem Hut gezaubert - diesen konnte Max vorher schon auf seiner Heimstrecke in Bozi Dar testen. Für ihn steht fest, dass die großen Laufräder für ihn besser funktionieren.
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In der kommenden Saison wechselt Max in die Elite-Kategorie und muss zukünftig gegen Aaron Gwin, Greg Minnaar und Co. fahren
In der kommenden Saison wechselt Max in die Elite-Kategorie und muss zukünftig gegen Aaron Gwin, Greg Minnaar und Co. fahren - zunächst wird es für ihn aber drum gehen, sich regelmäßig für das Finale zu qualifizieren und weiter Erfahrungen zu sammeln!
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Zweifacher Deutscher Downhill-Meister, Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft in Australien, dazu seit nunmehr einem Jahr ein fester Bestandteil eines Profi-Teams: Max Hartenstern ist mittlerweile weit mehr als ein überaus talentierter Nachwuchsfahrer. Wir haben uns im Interview mit dem 18-jährigen Cube Global Squad-Fahrer über seine zurückliegende Saison, Höhen und Tiefen im Weltcup-Zirkus, Team Rumours, 29er im Downhill und vieles mehr unterhalten.

Max Hartenstern gilt schon seit langer Zeit als überaus talentierter Nachwuchsfahrer, nicht wenige sehen in ihm die deutsche Downhill-Hoffnung schlechthin. Doch trotz aller Erfolge in der zurückliegenden Saison – unter anderem holte Max bei der Weltmeisterschaft in Cairns Bronze und konnte seinen Titel bei der Deutschen Meisterschaft verteidigen – war 2017 ein Jahr voller Höhen und Tiefen für den jungen Cube Global Squad-Fahrer. Nach seinem Wechsel ins Profi-Team musste Max in seiner ersten kompletten Weltcup-Saison nicht selten Lehrgeld bezahlen. Wie seine Saison gelaufen ist, was sich durch seinen Wechsel zu Cube für ihn verändert hat und ob ihm das Herz in die Hose rutscht, wenn plötzlich Aaron Gwin auf der Strecke neben ihm steht, erzählt Max im Interview.

Deutscher Meister, Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Cairns und mittlerweile ein fester Bestandteil des Cube Global Squad Profi-Teams
# Deutscher Meister, Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Cairns und mittlerweile ein fester Bestandteil des Cube Global Squad Profi-Teams - das Jahr 2017 war für Max Hartenstern ein mehr als ereignisreiches. Wir haben den 18-jährigen Downhiller interviewt!

MTB-News.de: Hey Max! „Auf jeden Fall ist es mein großes Ziel, Downhill-Profi zu werden und die Sportart beruflich auszuüben!“ – mit dieser Aussage hat unser letztes Interview mit dir vor gut zwei Jahren geendet. Jetzt bist du 18 Jahre alt, hast deine erste Weltcup-Saison mit dem Cube Global Squad hinter dir und bist bei der Weltmeisterschaft in Australien Dritter geworden. Ziel erreicht?

Max Hartenstern: Haha – krass, wie schnell die Zeit vergeht! Definitiv – ich habe das Ziel erreicht. Es war mein großer Traum, Downhill-Profi zu werden und ich bin sehr stolz darüber, dass ich die Möglichkeit beim Cube Global Squad bekommen habe, meinen Traum zu verwirklichen!

Letztes Jahr bist du erstmals als Juniorenfahrer in einem Profi-Team eine komplette Weltcup-Saison gefahren. Wie ist’s für dich gelaufen? 

„Wenn man Weltcup fährt, dann befindet man sich in der Weltspitze des Downhill-Sports. Und dort sollte man mit allen Strecken fertig werden.“

2017 war ein sehr lehrreiches Jahr für mich: Es gab viele positive Momente – aber auch negative Momente, aus den man natürlich lernen muss. Alles in allem bin ich zufrieden mit meiner ersten vollen Weltcup-Saison. Ich hatte meine Ziele am Anfang der Saison sehr hoch gesteckt und gehofft, dass das ein oder andere Podium für mich drin sein würde. Gleich beim ersten Rennen in Lourdes habe ich es aber nicht mal durch die Qualifikation geschafft und musste am Sonntag zuschauen. Nach diesem schlechten Start in die Saison wollte ich dann konstant in die Top 10 fahren – das ist mir in Fort William, Andorra, Mont-Sainte-Anne und bei der WM in Cairns gelungen. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, in der Gesamtwertung ebenfalls in die Top 10 zu fahren. Leider war das Saisonfinale in Val di Sole nicht das beste Rennen für mich, sodass ich am Ende genau auf Platz 10 in der Gesamtwertung gerutscht bin.

Du hast gerade schon den Weltcup-Auftakt in Lourdes angesprochen, wo du in der Qualifikation in einer der ersten Kurven gestürzt bist – und das, nachdem du dich so lange auf die Saison vorbereitet hast. Was geht einem in so einer Situation durch den Kopf? 

Gefreut habe ich mich in dem Augenblick sicher nicht … Ich hatte mich gut auf die Saison vorbereitet und meine Motivation ist dann natürlich etwas gesunken. Aber solche Sachen muss man versuchen, so schnell wie möglich abzuhaken und weiter nach vorne zum nächsten Rennen zu schauen. Aus Fehlern muss man lernen und dann eben versuchen, solche Fehler in der Zukunft zu vermeiden.

Nach einem verpatzten Saisonauftakt beim Weltcup in Lourdes lief es in Fort William gut für Max
# Nach einem verpatzten Saisonauftakt beim Weltcup in Lourdes lief es in Fort William gut für Max - gerade in Anbetracht der Tatsache, dass viele seiner Konkurrenten auf deutlich mehr Weltcup-Erfahrung zurückblicken konnten.
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Wie sind die weiteren Weltcups für dich gelaufen?

Nach dem schlechten Auftakt in Lourdes ging es in Fort William für mich bergauf: In der Quali konnte ich einen soliden 5. Platz einfahren, im Finale lag ich auf Platz 7 und damit in den Top 10. Das Wochenende drauf in Leogang war dann wieder ein Tiefpunkt in meiner Saison. Ich konnte mich nicht qualifizieren und musste mir das Finale am Sonntag als Zuschauer angucken. In Andorra habe ich mit Platz 5 mein bestes Weltcup-Ergebnis eingefahren, in Mont-Sainte-Anne hab ich mich auf demselben Platz qualifiziert und bin im Finale dann trotz Sturz auf Rang 9 gefahren. Beim Finale in Val di Sole konnte ich mich zwar für’s Rennen qualifizieren, aber den Rennlauf kann man ohne weiter drüber nachzudenken einfach abhaken. Und die WM in Australien war dann definitiv der Höhepunkt meiner Saison …

… da bist du mit einer starken Zeit ins Ziel gekommen und musstest dann lange zittern, ob es für’s Podium reicht. Kannst du dich noch gut an deinen Rennlauf und die Warterei im Zielbereich erinnern? 

Natürlich! Ich kann mich noch ganz genau an den Finallauf und die lange Zeit im Ziel erinnern. Einen Tag vorher beim Abendessen meinte mein Team-Manager noch zu mir, dass “morgen dein Tag wird!”. Mein Finallauf war dann von oben bis unten voll am Limit und trotzdem perfekt – aber genau so muss man fahren, um vorne mitmischen zu können. Die Zeit im Ziel kam mir vor wie eine Ewigkeit. Finn Iles ist als letzter auf die Strecke gegangen und nachdem er im Ziel war, ging alles sehr schnell. Für mich war alles ungewohnt und dadurch hatte ich in dem Moment gar keine Zeit darüber nachzudenken, was eigentlich gerade passiert ist. Erst am Tag danach wurde mir dann richtig bewusst, dass ich eine Medaille bei der Weltmeisterschaft geholt habe!

Neben der Bronze-Medaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft konntest du dir außerdem wie im Vorjahr den Titel bei der Deutschen Meisterschaft sichern – und zwar wieder mit der schnellsten Zeit des Tages. Wie ist das Rennen in Ilmenau für dich gelaufen? 

Die Deutsche Meisterschaft war definitiv auch ein Highlight! Erstmal hatte ich mich extrem auf das Rennen gefreut, weil Ilmenau meine Lieblingsstrecke ist. Nach dem Training am Freitag war klar, dass mir die Strecke gut liegt und ich auf jeden Fall alles geben wollte, um meinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Meine Zeit aus dem Seeding Run hätte zu Platz 3 in der Elite-Kategorie gereicht – deshalb wollte ich am Renntag versuchen, die beste Zeit zu fahren. Mein Finallauf war perfekt: alles hat optimal gepasst und ich konnte mit der schnellsten Tageszeit wieder die Deutsche Meisterschaft holen. Für mich war der Titel mehr wert als der aus dem Jahr zuvor, weil dieses Mal das Wetter und die Bedingungen für alle Fahrer gleich waren.

Das absolute Highlight für Max war die Weltmeisterschaft in Cairns
# Das absolute Highlight für Max war die Weltmeisterschaft in Cairns - im Finale konnte er Platz 3 belegen und sich die Bronze-Medaille sichern. Der letzte deutsche Fahrer, der bei der Junioren-WM auf dem Podium landete, war übrigens Marcus Klausmann im Jahr 1995.
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Und auch bei der Deutschen Meisterschaft lief es gut für den Cube Global Squad-Fahrer
# Und auch bei der Deutschen Meisterschaft lief es gut für den Cube Global Squad-Fahrer - wie im Vorjahr holte er die schnellste Tageszeit beim Rennen in Ilmenau – im Gegensatz zu 2016 jedoch bei praktisch identischen Streckenverhältnissen.

Dadurch, dass du seit der letzten Saison für das Cube Global Squad fährst, hat sich für dich im Vergleich zu früher bestimmt einiges geändert. Ist es nun leichter für dich, weil du den ganzen Support durch ein professionelles Team hast, oder schwieriger, weil auch viel größere Erwartungen auf die lasten? 

„Mein Finallauf war dann von oben bis unten voll am Limit und trotzdem perfekt – aber genau so muss man fahren, um vorne mitmischen zu können.“

Im Vergleich zu früher hat sich einiges geändert – das fängt zum Beispiel bei den ganzen Reisen an, um die ich mich nicht mehr selber kümmern muss. Das erleichtert einem das Leben deutlich. Mein Mechaniker kümmert sich immer darum, dass mein Bike 100 % race ready ist. Und auch das professionelle Auftreten bei den Rennen und der strukturierte Tagesablauf im Team macht es für uns Fahrer leichter. Seit Juli arbeite ich außerdem mit Chris Kilmurray von Point1 Athletic Development zusammen, der mich perfekt auf die Rennen vorbereitet. Natürlich wird dann auch von einem etwas erwartet. Aber das ist auch ganz normal, wenn man diesen Sport professionell ausüben will. Damit muss man dann einfach umgehen können.

Was hat dir im vergangenen Jahr im Vergleich zu deinen gleichaltrigen Konkurrenten wie Finn Iles, Matt Walker oder Sylvain Cougoureux noch gefehlt? 

Die Jungs sind 2016 schon eine volle Weltcup-Saison mitgefahren. Das macht dir das Leben deutlich leichter, weil du alle Strecken schon mal gefahren bist und weißt, was auf dich zukommt. Bis auf Leogang, Lenzerheide und Val di Sole waren für mich alle Strecken komplett neu – und auch mit der ganzen Reiserei muss man sich erst mal vertraut machen. Insgesamt waren es viele neue Sachen für mich, mit denen ich lernen musste umzugehen. Und natürlich hat vielleicht auch das ein oder andere Mal ein bisschen Glück gefehlt …

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# itv-max-hartenstern-0876

Hast du dich mittlerweile gut an den Weltcup-Zirkus gewöhnt? Oder rutscht dir das Herz in die Hose, wenn plötzlich Aaron Gwin oder Greg Minnaar vor dir stehen? 

Nach dem einen Jahr kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich mich daran gewöhnt habe, wenn die Jungs vor mir stehen. Natürlich überleg ich mir manchmal, wieso die so extrem schnell sind, obwohl es Menschen sind wie du und ich. Aber das Herz rutscht mir nicht mehr in die Hose!

Die Trainingszeit bei einem Weltcup ist knapp bemessen. Außerdem hast du als Junior teilweise andere Trainingszeiten als die Elite-Fahrer. Nutzt du die Trainingszeit lieber alleine oder trainierst du gerne mit schnelleren Fahrern? 

Ich habe so oft es geht versucht, mit meinen Teamkollegen Matt Walker oder Greg Williamson zusammen zu trainieren. Die Jungs fahren schon noch einen anderen Speed und auch andere Linien als ich. Von daher konnte ich mir bei den beiden noch viele Sachen abschauen und habe deshalb jede Möglichkeit genutzt, gemeinsam mit ihnen zu trainieren.

„Natürlich überleg ich mir manchmal, wieso die so extrem schnell sind, obwohl es Menschen sind wie du und ich. Aber das Herz rutscht mir nicht mehr in die Hose!“

Eines der Themen 2017 waren zweifellos 29er im Downhill-Weltcup. Warst du überrascht, als das Santa Cruz Syndicate direkt in Lourdes einen 29er aus dem Hut gezaubert hat

Lourdes war der erste Weltcup für mich – dadurch hatte ich sehr viele andere Sachen um die Ohren, die in dem Augenblick wichtiger für mich waren. Deshalb habe ich das zunächst alles gar nicht so wahrgenommen. Erst im Nachhinein habe ich mir dann einige Videos rund um das Thema 29er angeschaut.

Nach dem anfänglichen Hype sind im Saisonverlauf dann einige Fahrer wieder zurück auf 650b gewechselt. Du und der Rest des Teams seid hingegen in Mont-Sainte-Anne auf die großen Laufräder gewechselt. Ist dir der Wechsel schwergefallen? 

Nein, überhaupt nicht – ich habe mich auf das neue Rad gesetzt und mich sofort wohlgefühlt. Natürlich braucht es eine gewisse Zeit, bis man sich an die großen Laufräder gewöhnt hat. Aber das ist glaube ich normal, wenn man sich auf ein komplett neues Rad setzt. Ich bin das Cube Two15 29 das erste Mal in Bozi Dar gefahren. Die Strecke kenne ich sehr gut und dort konnte ich den 29er und die 650b-Version direkt gegeneinander vergleichen. Gerade auf den schnellen Abschnitten haben die großen Laufräder deutlich mehr Ruhe gebracht. Die Strecke ist ungefähr 4 Minuten lang. Am Ende vom Testtag war ich auf dem 29er ungefähr 4 Sekunden schneller als auf dem 650b-Bike …

Zum Weltcup in Mont-Sainte-Anne hat Cube einen 29er aus dem Hut gezaubert
# Zum Weltcup in Mont-Sainte-Anne hat Cube einen 29er aus dem Hut gezaubert - diesen konnte Max vorher schon auf seiner Heimstrecke in Bozi Dar testen. Für ihn steht fest, dass die großen Laufräder für ihn besser funktionieren.
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# itv-max-hartenstern-8831

Letztes Jahr gab es immer wieder Beschwerden über diverse Strecken – manche Leute haben sogar behauptet, dass die Weltcup-Kurse immer leichter und 29er-freundlicher werden. Was sagst du dazu? 

Meiner Meinung nach muss man alles fahren können – egal, ob es jetzt eine schnelle Strecke wie zum Beispiel Leogang ist oder eine lange, ruppige Strecke wie Fort William. Wenn man Weltcup fährt, dann befindet man sich in der Weltspitze des Downhill-Sports. Und dort sollte man mit allen Strecken fertig werden – egal, ob da nun ein schwieriges Waldstück oder ein großer Zielsprung wie in Leogang dabei ist. Ich finde nicht, dass die Strecken immer 29er-freundlicher werden. Das hat man zum Beispiel in Val di Sole gesehen, wo Aaron Gwin auf einem 650b-Rad gewonnen hat. Es gibt Strecken, wo man mit einem 29er Vorteile hat und es gibt Strecken, wo man mit 650b Vorteile hat und mit dem 29er im Nachteil ist.

2018 gibt es wieder einige Veränderungen im Fahrerlager – dein ehemaliger Teamkollege Greg Williamson schließt sich zum Beispiel einem neuen Team an. Verfolgst du als Fahrer die ganzen Gerüchte oder nervt sich sowas eher? 

Ich schaue schon ab und an, was es so für Veränderungen bei den Teams gibt. Ab Mitte der Saison wird schon viel spekuliert, wer im Winter zu welchem Team wechseln könnte. Deswegen ist es ganz interessant, wenn Klarheit hinter die ganzen Spekulationen gebracht wird!

Auf deinem Instagram-Account sieht man aktuell immer wieder, dass du auch E-Bikes zum Training benutzt. Wie sieht deine Meinung zum Thema E aus? 

Ich kann nichts Negatives zu E-Bikes sagen! Jedes Mal, wenn ich mit dem E-Bike unterwegs bin, habe ich einen Heidenspaß auf meinen Hometrails. Ich kann mit dem E-Bike in derselben Zeit den Trail häufiger fahren, weil ich bergauf schneller unterwegs bin. Und ich kann die gleichen Sachen machen wie mit dem normalen Enduro-Rad – egal, ob das nun Roadgaps oder Rut Tracks sind. Das macht alles auch mit dem E-Bike Spaß. Trotz Motor habe ich bei meinen Runden immer einen Durchschnittspuls von 150 und komme auch in den maximalen Pulsbereich locker rein.

In der kommenden Saison wechselt Max in die Elite-Kategorie und muss zukünftig gegen Aaron Gwin, Greg Minnaar und Co. fahren
# In der kommenden Saison wechselt Max in die Elite-Kategorie und muss zukünftig gegen Aaron Gwin, Greg Minnaar und Co. fahren - zunächst wird es für ihn aber drum gehen, sich regelmäßig für das Finale zu qualifizieren und weiter Erfahrungen zu sammeln!

2018 wird dein erstes Jahr in der Elite-Kategorie im Weltcup sein. Deine direkten Konkurrenten heißen dann Aaron Gwin, Troy Brosnan, Loïc Bruni und Gee Atherton. Schon nervös?

Ja, ich bin schon etwas nervös. Der Wechsel in die Elite-Kategorie ist ein großer Schritt und die Jungs sind nochmal deutlich schneller unterwegs.

Und wieso wird 2018 dein Jahr? 

Erstmal will ich mich 2018 in der Elite-Kategorie zurechtfinden und dann natürlich versuchen, mich immer zu qualifizieren und nach Möglichkeit gute Ergebnisse einzufahren. Ich weiß, dass das gleich sehr viel für das erste Jahr bei den Männern ist. Aber nichts ist unmöglich!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für deine erste Weltcup-Saison als Elite-Fahrer!

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# itv-max-hartenstern-1418
  1. benutzerbild

    von_Grau

    dabei seit 04/2015

    shape
    Sympathisch :daumen:

    Wo kommt er eigentlich gebürtig her?
    Ich glaub Oschatz oder so, in Sachsen. Auf jeden Fall aus´m Osten.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    guerilla01

    dabei seit 06/2003

    William Foster
    29er für ihn kein Problem, E-bike auch nicht - wie geht das? Und dann auch noch erfolgreich? Kann nicht wahr sein! ;-)
    Sehr sponsorenfreundliche Einstellung.
    Jetzt fehlt nur noch die Frisur dazu.
  4. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    guerilla01
    Sehr sponsorenfreundliche Einstellung.
    Jetzt fehlt nur noch die Frisur dazu.
    ausserhalb von mtb-news gibt es wirklich leute die sowohl 29er als auch e bikes gut finden. das muss nicht nur dem sponsor geschuldet sein. ich finde man sieht es seinem e-bike videos auch an das er spass dran hat. noch nicht gesehn?
  5. benutzerbild

    guerilla01

    dabei seit 06/2003

    525Rainer
    ausserhalb von mtb-news gibt es wirklich leute die sowohl 29er als auch e bikes gut finden. das muss nicht nur dem sponsor geschuldet sein. ich finde man sieht es seinem e-bike videos auch an das er spass dran hat. noch nicht gesehn?
    Absolut, sehe ich ja auch so.
    29 Zoll und jetzt E-Bikes sind geniale Entwicklungen.
    Muss mich hier oft genug gegenüber den Zurückgebliebenen und ewig-gestrigen verteidigen :D
  6. benutzerbild

    Pilatus

    dabei seit 05/2003

    Viel Erfolg für 2018!

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