Nachdem die Eurobike-Planer bereits die Juli-Terminierung für das kommende Jahr kassiert hatten und auch den Publikumstag zurückholen werden, gibt es nun eine erneute Änderung: Nach zahlreichen Änderungswünschen seitens der Firmen (siehe auch unseren Artikel über Modelljahrzyklus und Messe-Terminierung) lenkt die Messe ein und setzt den Termin für die Eurobike schon nächstes Jahr wieder auf das bekannte Datum Anfang September. Alle Infos in der Pressemitteilung.

Termin Eurobike 2019: 4. bis 7. September 2019

Die Messe Friedrichshafen korrigiert das Veranstaltungsdatum der Eurobike 2019: Statt des ursprünglich geplanten Termins vom 31. Juli bis 3. August wird die anstehende 28. Auflage der Leitmesse nun im Zeitraum Mittwoch, 4. bis Samstag, 7. September 2019 in Friedrichshafen durchgeführt. „Der Wunsch zahlreicher Marktteilnehmer, die Eurobike künftig wieder auf einen späten Termin zu verlegen, ist während und nach der vergangenen Messe massiv aufgetreten. Das greifen wir nun gerne auf und verlegen die Eurobike zurück auf den angestammten Termin Anfang September“, verkündet Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. Die inhaltliche Konzeption von drei Fachtagen und dem abschließenden Messetag inklusive Publikumsansprache bleibt bestehen.

Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger erklärt zur Terminkorrektur: „Kompromisse sind nicht immer die beste Lösung. Obwohl es alle Branchenplayer wollen, muss akzeptiert werden, dass es den gemeinsamen Wunschtermin für eine Leitmesse schlicht nicht gibt. Manche fordern vehement den frühen Termin, andere dagegen den späten. Die Überzeugungen der unterschiedlichen Strömungen sind fest verankert und selbst wenn wir in der Lage sind, jedwedes Messeformat anzubieten, gibt es keine Einheitslösung. Nun steht fest, dass eine Datierung Anfang September der bestmögliche Zeitraum zur Durchführung der Eurobike 2019 ist.“

Dass die Messeorganisatoren erneut an der Terminschraube der Eurobike 2019 drehen, trifft auch auf uneingeschränkte Zustimmung beim Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). „Der neue Eurobike-Termin entspricht dem vollen Wunsch unserer Verbandsmitglieder. Auch von Branchenakteuren darüber hinaus nehmen wir diese Stimmung so wahr“, sagt ZIV-Geschäfsführer Siegfried Neuberger. Dem pflichtet auch Marc van Rooij, President Shimano Europe bei: „Die Entscheidung der Messe Friedrichshafen, die Eurobike im Jahr 2019 auf die erste September-Woche zu legen und wieder den erfolgreichen Publikumstag durchzuführen, befürworten und unterstützen wir sehr. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr in Friedrichshafen.“

Ein klares Votum herrscht bei der inhaltlichen Ausrichtung der Eurobike 2019, die neben dem rein fachlichen Austausch an drei Werktagen (4. bis 6. September) am Samstag, den 7. September mit dem Festival Day wieder die Konsumentenbegeisterung für das Fahrrad zelebriert. Dass die Eurobike bereits am Vortag zahlreiche Highlights für Medienakteure setzt und Fachkonferenzen durchführt, wird auch im kommenden Jahr am Dienstag, den 3. September 2019 fortgesetzt. Den sportiven Neuheiten-Test für Journalisten ermöglichen die Eurobike Media Days zum etablierten Zeitraum 2. bis 4. Juli 2019.

Meinung @ MTB-News

Zurück zum alten Termin: Nachdem bereits die Zurücknahme des Publikumstages bei euch und auch den Firmen (siehe auch die Acros User-Aktion) für große Empörung gesorgt hatte, waren wir und praktisch sämtliche von uns befragte Industrie-Vertreter vor Ort auch nicht glücklich mit dem angesetzten Termin für das kommende Jahr: Ferien in sämtlichen Bundesländern und ein Messedatum weiterhin mitten im Sommer. Die aktuelle Änderung zeigt, dass die Messe Friedrichshafen die Rufe gehört und treffend reagiert hat: Back to the roots. Wir freuen uns auf die Eurobike 2019 und hoffen, dass wieder mehr große Firmen den Weg auf die Messe finden werden.

Info: Pressemitteilung Messe Friedrichshafen
  1. benutzerbild

    Aalex

    dabei seit 06/2007

    mein aushilfsarbeitgeber is dieses jahr zum ersten mal gar nicht da hingefahren. und die waren immer da.

    alle hersteller, die wir führen, machen hausmessen. wir müssten komplett auf sparflamme arbeiten und wirklich was neues sieht man nicht.

    fragt man dann herstellerseitig: "lohnt net, zu stressig, blödsinn, standmiete viel zu hoch etc"

    warum das überhaupt noch stattfindet :ka:

    ich finde diesen jahreszyklus sowieso schon seit jahren schwachsinn^3. Dies Jahr haben Sie halt den Vogel abgeschossen. Eigentlich noch in der Saison kriegt der Händler sein ganzes gelump komplett abgewertet. so ein schmarrn
  2. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    Freesoul schrieb:
    Auch wir kennen das gut. Wir sind bei rund 10 Hausmessen und jeweils 1-2 Tage mit 1-2 Leuten, wenn ich grad grob überschlage...

    Ich habe eine Idee: Ein Ort, an dem sich alle treffen und zusammen Fahrräder ausstellen, dass alle Kunden, Händler und Medientypen dahinkommen können und alles auf einmal abfrühstücken können! Wieso hat da noch nie jemand dran gedacht?

    Wenn man böse wäre, könnte man ja auf die Idee kommen, euch zu empfehlen, euren Praktikanten hinzuschicken .
    An der Qualität der Berichterstattung (Pressemitteilungsschleuse) würde sich ja nichts ändern .

    Aber wenn das Wort Bier (zum Frühstück ) fällt, ist die mtb-news.de Redaktion aber eh nicht aufzuhalten. Und dann gibts, neben dem Bierthema im Podcast, auch ein bischen Bike spezifische Eurobike News...
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  4. benutzerbild

    onkel_c

    dabei seit 01/2004

    Aalex schrieb:
    warum das überhaupt noch stattfindet :ka:


    weil es nicht nur bling, bling produkte gibt. je technischer und komplexer, desto höher das erklärungspotential. für dich als händler mag das uninteressant erscheinen. der hersteller jedoch vertreibt nicht selten über die oe, importeur, händlerschiene. gerade bei neuerscheinungen gibt es uu viel zu erzählen und zu schulen.

    nach wie vor gibt es hersteller für die der handel sehr wichtig ist, weil sich die produkte nicht 'von selbst' verkaufen. und auch themen wie service sind von großer bedeutung.

    eine große messe bietet viele vorteile. die anforderungen daran sind sehr vielfältig und die vorstellungen sicher auch ziemlich unterschiedlich.
  5. benutzerbild

    isartrails

    dabei seit 01/2004

    Ist ein Eiertanz, den die Messer Friedrichshafen da veranstaltet.
    Die OUTDOOR haben sie nach 25 Jahren verloren, nur um im nächsten Moment anzukündigen, dass sie eine neue Outdoormesse ins Leben rufen werden. Nur wer will die? Die Hersteller sicher nicht.
    Mit der EUROBIKE ist es ähnlich. Viele Hersteller haben schlicht kein Interesse, ihre Produkte da vorzustellen. Dass es einen Marktplatz geben sollte, wo Händler und Endkunden sich über Neuheiten ein aussagekräftiges Bild machen können, scheint viele Firmen schlicht nicht zu interessieren.
    Redet man mit Marketingleuten, Produktentwicklern bekommt man den Eindruck, dass die Medien gefälligst über die Produkte berichten sollen, die Händler ordern und der Kunde kaufen. Alles, was die "Ware" dem Endverbraucher näher bringen soll bzw. verständlicher machen, wird als "lästig" empfunden. Ist schon eine ziemliche Arroganz seitens der Hersteller, die vom Geld der Endkunden leben.
  6. benutzerbild

    hulster

    dabei seit 12/2012

    isartrails schrieb:
    Ist ein Eiertanz, den die Messer Friedrichshafen da veranstaltet.
    Die OUTDOOR haben sie nach 25 Jahren verloren, nur um im nächsten Moment anzukündigen, dass sie eine neue Outdoormesse ins Leben rufen werden. Nur wer will die? Die Hersteller sicher nicht.
    Mit der EUROBIKE ist es ähnlich. Viele Hersteller haben schlicht kein Interesse, ihre Produkte da vorzustellen. Dass es einen Marktplatz geben sollte, wo Händler und Endkunden sich über Neuheiten ein aussagekräftiges Bild machen können, scheint viele Firmen schlicht nicht zu interessieren.
    Redet man mit Marketingleuten, Produktentwicklern bekommt man den Eindruck, dass die Medien gefälligst über die Produkte berichten sollen, die Händler ordern und der Kunde kaufen. Alles, was die "Ware" dem Endverbraucher näher bringen soll bzw. verständlicher machen, wird als "lästig" empfunden. Ist schon eine ziemliche Arroganz seitens der Hersteller, die vom Geld der Endkunden leben.


    Volle Zustimmung.
    Liegt aber wahrscheinlich daran, dass die durchs E-Bike Geschäft total satt sind. Viel einfacher kann man nicht verkaufen.
    Wenig sachkundige Käufer, die entweder mit Beratung vor Ort oder billig im Netz kaufen und zufrieden sind, wenn es fährt.
    Da ist ist es halt ein Alltagsgegenstand und kein Hobby.
    Was soll man sich da noch mit der MTB Sparte rumschlagen.
    Wenn E-MTBs und dann bitte genauso verkauft, wie das andere E-MTB Gelumpe.

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