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Der Bereich zwischen Hauptrahmen und Hinterbau ist trichterförmig, wodurch sich des Öfteren Steine hinein verirren können.
Der Bereich zwischen Hauptrahmen und Hinterbau ist trichterförmig, wodurch sich des Öfteren Steine hinein verirren können.
Ein Kofferraum im Unterrohr stellt zusätzlichen Stauraum zur Verfügung.
Ein Kofferraum im Unterrohr stellt zusätzlichen Stauraum zur Verfügung.
Forbidden Druid-3571
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Im 10er Ritzel schleift sich die Kette in den unteren Teil des Kettenstrebenschutzes ein.
Im 10er Ritzel schleift sich die Kette in den unteren Teil des Kettenstrebenschutzes ein.
Forbidden Druid-3587
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Der Kofferraum im Unterrohr verbirgt sich hinter dem mittels zwei Inbus-Schrauben befestigtem Unterrohrschutz
Der Kofferraum im Unterrohr verbirgt sich hinter dem mittels zwei Inbus-Schrauben befestigtem Unterrohrschutz - hier lassen sich Werkzeug und Ersatzteile verstauen.
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Bergauf ist der Hinterbau des Forbidden Druids absolut ruhig
Bergauf ist der Hinterbau des Forbidden Druids absolut ruhig - Wippen? Fehlanzeige!
Der Fox Float DPX2-Dämpfer stellt 130 mm feinsten High Pivot-Federweg zur Verfügung.
Der Fox Float DPX2-Dämpfer stellt 130 mm feinsten High Pivot-Federweg zur Verfügung.
Durch den hohen Drehpunkt weicht der Hinterbau bei Schlägen nach Hinten aus
Durch den hohen Drehpunkt weicht der Hinterbau bei Schlägen nach Hinten aus - dadurch soll das Druid an Hindernissen mehr Geschwindigkeit mitnehmen.
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Die Züge werden beim Eintritt in den Rahmen geklemmt.
Die Züge werden beim Eintritt in den Rahmen geklemmt.
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Will man das Druid als Mullet-Bike mit 27,5"-Hinterrad fahren, so muss der schwarze Link mit der Aufschrift "Rate Control Linkage" gegen den sogenannten Ziggy-Link ausgetauscht werden
Will man das Druid als Mullet-Bike mit 27,5"-Hinterrad fahren, so muss der schwarze Link mit der Aufschrift "Rate Control Linkage" gegen den sogenannten Ziggy-Link ausgetauscht werden - der rote Ziggy-Link ist für einen Preis von rund 130 € erhältlich.
Der zur Shimano XT-Gruppe gehöhrende Variostützen-Hebel fügt sich ausgesprochen stimmig ins Cockpit ein.
Der zur Shimano XT-Gruppe gehöhrende Variostützen-Hebel fügt sich ausgesprochen stimmig ins Cockpit ein.
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An der Front arbeitet eine Fox 36 Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg.
An der Front arbeitet eine Fox 36 Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg.
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Nicht nur auf der Oberseite des Unterrohrs sind Ösen für einen Flaschenhalter zu finden, auch am Oberrohr findet sich eine entsprechende Aufnahme
Nicht nur auf der Oberseite des Unterrohrs sind Ösen für einen Flaschenhalter zu finden, auch am Oberrohr findet sich eine entsprechende Aufnahme - hier kann beispielsweise eine kleine Toolbox oder eine Pumpe montiert werden.
Nicht nur beim Cockpit setzt Forbidden auf Race Face-Kompnenten. Auch die ARC-Felgen stellen die Kanadier.
Nicht nur beim Cockpit setzt Forbidden auf Race Face-Kompnenten. Auch die ARC-Felgen stellen die Kanadier.
Der wellenförmige Kettenstrebenschutz soll für eine möglichst niedrige Geräuschentwicklung sorgen.
Der wellenförmige Kettenstrebenschutz soll für eine möglichst niedrige Geräuschentwicklung sorgen.
Damit die Kette nicht vom Umlenkröllchen fallen kann, kommt eine Custom-Kettenführung von e*thirteen zum Einsatz.
Damit die Kette nicht vom Umlenkröllchen fallen kann, kommt eine Custom-Kettenführung von e*thirteen zum Einsatz.
Ein kleiner Fender schützt das Federbein vor Matschbeschuss.
Ein kleiner Fender schützt das Federbein vor Matschbeschuss.
forbidden-produkt-8702
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Das Forbidden Druid kommt mit einer modernen, aber nicht allzu extremem Geometrie
Das Forbidden Druid kommt mit einer modernen, aber nicht allzu extremem Geometrie - positiv hervorzuheben ist vor allem, dass die Kettenstrebenlänge mit der Rahmengröße ansteigt. Zudem werden auch die realen Sitzwinkel bei den größeren Rahmen steiler.
Allerdings schleift sich die Kette im 10er Ritzel konstruktionsbedingt langsam in den Kunststoff-Schutz ein.
Allerdings schleift sich die Kette im 10er Ritzel konstruktionsbedingt langsam in den Kunststoff-Schutz ein.
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Der Dämpfer sitzt tief im Hauptrahmen und versteckt sich teilweise im geteiltem Sitzrohr.
Der Dämpfer sitzt tief im Hauptrahmen und versteckt sich teilweise im geteiltem Sitzrohr.
Die Race Face Æffect R-Variostütze bietet bei Rahmengröße L einen Hub von 170 mm
Die Race Face Æffect R-Variostütze bietet bei Rahmengröße L einen Hub von 170 mm
High Pivot-Bikes wie das Druid sind in letzter Zeit auf dem Vormarsch und lassen sich meist schnell an der Kettenumlenkung erkennen
High Pivot-Bikes wie das Druid sind in letzter Zeit auf dem Vormarsch und lassen sich meist schnell an der Kettenumlenkung erkennen - diese wirkt dem sonst bei solchen Hinterbau-Systemen auftretendem starken Pedal-Kickback entgegen.
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Das Forbidden Druid rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg an der Front sowie 130 mm am Heck
Das Forbidden Druid rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg an der Front sowie 130 mm am Heck - das High Pivot-Bike mit Kettenumlenkung ist in zwei Ausstattungsvarianten und als Rahmenset für Preise zwischen 3.499 € und 6.399 € erhältlich.
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Bergab beeindruckt der High Pivot-Hinterbau mit einer ausgezeichneten Performance
Bergab beeindruckt der High Pivot-Hinterbau mit einer ausgezeichneten Performance - bei einem Blindtest würde man hier nicht auf die Idee kommen, nur 130 mm Federweg unter dem Hintern zu haben.
Die Laufruhe des Druids kommt erst bei wirklich hohen Geschwindigkeiten an die Grenzen.
Die Laufruhe des Druids kommt erst bei wirklich hohen Geschwindigkeiten an die Grenzen.
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Die beiden Kettenumlenkungen am Druid sorgen für zusätzliche Reibung im Antrieb und das spürt man
Die beiden Kettenumlenkungen am Druid sorgen für zusätzliche Reibung im Antrieb und das spürt man - bei Testfahrten ohne die untere Kettenführung ließ sich das Druid spürbar besser beschleunigen.
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Forbidden Druid im Test: Das Forbidden Druid ist zweifelsohne eines der spannendsten aktuell auf dem Markt erhältlichen Mountainbikes. Das außergewöhnliche Trailbike rollt auf 29″-Laufrädern und kombiniert 150 mm Hub an der Front mit einem High Pivot-Hinterbau, der 130 mm Federweg zur Verfügung stellt. Wir haben das Forbidden Druid gründlich getestet!

Steckbrief: Forbidden Druid

EinsatzbereichTrail
Federweg150 mm/130 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)14,6 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: L)
Websitewww.forbiddenbike.com
Preis: 6.399 €

Das Forbidden Druid ist das Erstlingswerk der 2019 gegründeten kanadischen Bikeschmiede Forbidden Bikes. Bei der Konstruktion des Carbon-Mountainbikes haben sich die Ingenieure bei Forbidden allerdings nicht auf bewährtes verlassen, sondern waren deutlich abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs. Herausgekommen ist ein außergewöhnliches Trailbike, das deutlich auf der Masse heraussticht. Die größte Auffälligkeit stellt ohne Zweifel der Hinterbau dar. Dieser verfügt über einen hohen Drehpunkt und soll durch die damit einhergehende rückwärts gerichtete Raderhebungskurve Schlägen besser ausweichen können. Die bei der Konstruktion nicht ausbleibende recht üppige Kettenlängung wird durch eine Umlenkrolle ausgeglichen.

Die 130 mm High Pivot-Federweg am Heck des Druids werden mit 150 mm-Federgabel an der Front kombiniert. Selbstverständlich rollt das Carbon-Trailbike auf 29″-Laufrädern – bei Bedarf ist allerdings auch ein Mullet-Aufbau mit 27,5″-Hinterrad möglich. Das Forbidden Druid ist in vier Größen von S bis XL und in zwei Ausstattungsvarianten verfügbar. Auch ein Rahmenset wird angeboten. Preislich gehts bei 3.499 € für den Rahmen los. Die beiden Komplettbikes schlagen mit 5.249 € und 6.399 € zu Buche.

Das Forbidden Druid rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg an der Front sowie 130 mm am Heck
# Das Forbidden Druid rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg an der Front sowie 130 mm am Heck - das High Pivot-Bike mit Kettenumlenkung ist in zwei Ausstattungsvarianten und als Rahmenset für Preise zwischen 3.499 € und 6.399 € erhältlich.
Diashow: Forbidden Duid im Test: Das High-Pivot-Hexenwerk
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High Pivot-Bikes wie das Druid sind in letzter Zeit auf dem Vormarsch und lassen sich meist schnell an der Kettenumlenkung erkennen
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Im Detail

High Pivot-Bikes erfreuten sich im Laufe der letzten Jahren immer größerer Beliebtheit bei Mountainbikern. Dementsprechend wächst auch das Angebot in dieser vielversprechenden Nische beständig weiter. Anfangs kam das Hinterbau-Design vor allem an Bikes mit viel Federweg zum Einsatz. Mittlerweile schwirrt allerdings auch eine kleine, aber feine Gruppe High Pivot-Trailbikes durch die Mountainbike-Welt. Darunter auch das Forbidden Druid, das mit seinen 130 mm Federweg für ordentlich Furore auf dem Trail sorgen soll.

High Pivot-Bikes wie das Druid sind in letzter Zeit auf dem Vormarsch und lassen sich meist schnell an der Kettenumlenkung erkennen
# High Pivot-Bikes wie das Druid sind in letzter Zeit auf dem Vormarsch und lassen sich meist schnell an der Kettenumlenkung erkennen - diese wirkt dem sonst bei solchen Hinterbau-Systemen auftretendem starken Pedal-Kickback entgegen.

Wie genau funktioniert der auffällige Hinterbau? Der tief im Rahmen positionierte Dämpfer versteckt sich zur Hälfte in dem geteiltem Sitzrohr. Dort wird er von einem Umlenkhebel angelenkt, der wiederum über einen weiteren Hebel mit dem Hinterbau verbunden ist. In Kombination mit dem hohen Drehpunkt des Hauptlagers ermöglicht dies eine über den kompletten Federweg hinweg nach hinten gerichtete Raderhebungskurve. Dadurch soll der Trifecta genannte Hinterbau Schlägen perfekt ausweichen können, wodurch das Druid in ruppigen Sektionen weniger Geschwindigkeit als herkömmliche Bikes verlieren soll.

Durch den hohen Drehpunkt weicht der Hinterbau bei Schlägen nach Hinten aus
# Durch den hohen Drehpunkt weicht der Hinterbau bei Schlägen nach Hinten aus - dadurch soll das Druid an Hindernissen mehr Geschwindigkeit mitnehmen.
Der Dämpfer sitzt tief im Hauptrahmen und versteckt sich teilweise im geteiltem Sitzrohr.
# Der Dämpfer sitzt tief im Hauptrahmen und versteckt sich teilweise im geteiltem Sitzrohr.
Ein kleiner Fender schützt das Federbein vor Matschbeschuss.
# Ein kleiner Fender schützt das Federbein vor Matschbeschuss.

Um die Schwachstelle des High Pivot-Designs – die große Kettenlängung und das damit verbundene hohe Pedal-Kickback – zu umgehen, setzt Forbidden genau wie die Konkurrenz auf eine Kettenumlenkung. Durch die in der Nähe des Hauptlagers positionierte Umlenkrolle ist es außerdem möglich, den Hinterbau mit einem hohen Anti-Squat abzustimmen, ohne ein erhöhtes Pedal-Kickback in Kauf nehmen zu müssen. Zusätzlich zu der oberen Umlenkung verbaut Forbidden außerdem noch eine untere Kettenführung, wie sie vor allem von Downhill-Bikes bekannt ist. Dies soll eine höhere Umschlingung des Kettenblattes sicherstellen.

Damit die Kette nicht vom Umlenkröllchen fallen kann, kommt eine Custom-Kettenführung von e*thirteen zum Einsatz.
# Damit die Kette nicht vom Umlenkröllchen fallen kann, kommt eine Custom-Kettenführung von e*thirteen zum Einsatz.

Neben der rückwärts gerichteten Raderhebungskurve und dem praktisch nicht vorhandenen Pedal-Kickback soll auch die Progression des Hinterbaus dafür sorgen, dass das Maximum aus den 130 mm Federweg herausgeholt wird. So soll der Hinterbau auf den ersten Millimetern schön feinfühlig ansprechen, einen guten aber nicht zu starken Gegenhalt im mittleren Federwegsbereich bieten und zu guter Letzt jede Menge Progression für große Schläge mitbringen.

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Doch genug vom Hinterbau – kommen wir zu den Rahmen-Details. Alle Züge sind selbstverständlich intern geführt und treten im Bereich des Sitzrohrs nur kurz aus dem Rahmen heraus, um dann wieder im Hinterbau zu verschwinden. Um ein Klappern zu verhindern, setzt man bei Forbidden auf eine Kombination aus kräftiger Klemmung am Eintrittspunkt und Schaumstoff-Hüllen. Auch der großzügige Sitzstrebenschutz mit seinem wellenförmigen Design hat die Geräuschreduktion zum Ziel. Hier ist Forbidden allerdings einen nicht ganz lupenreinen Kompromiss eingegangen: Auf dem kleinen 10er-Ritzel schleift die Kette über den Strebenschutz und arbeitet sich im unteren Teil in das Gummi ein. Das hat zwar keinen wirklich signifikanten Einfluss auf die Fahreigenschaften, ist aber trotzdem etwas unschön. Laut Forbidden ist dies allerdings der bestmögliche Weg, um am Druid einen möglichst effektiven und leisen Strebenschutz zu realisieren.

Die Züge werden beim Eintritt in den Rahmen geklemmt.
# Die Züge werden beim Eintritt in den Rahmen geklemmt.
Der wellenförmige Kettenstrebenschutz soll für eine möglichst niedrige Geräuschentwicklung sorgen.
# Der wellenförmige Kettenstrebenschutz soll für eine möglichst niedrige Geräuschentwicklung sorgen.
Allerdings schleift sich die Kette im 10er Ritzel konstruktionsbedingt langsam in den Kunststoff-Schutz ein.
# Allerdings schleift sich die Kette im 10er Ritzel konstruktionsbedingt langsam in den Kunststoff-Schutz ein.
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# forbidden-produkt-8736

Ein Loch im Rahmen sorgt für Begeisterung: Der Unterrohrschutz des Forbidden Druids lässt sich abnehmen und legt den Blick auf einen kleinen Kofferraum frei. Hier kann man Werkzeug und Ersatzteile sicher und optisch clean Verstauen. Eine hervorragende Lösung die uns bereits am Specialized Stumpjumper und am Trek Slash überzeugen konnten. Für den obligatorischen Müsli-Riegel oder andere Gegenstände, die man während der Tour des Öfteren benötigt, ist das Rahmen-Fach des Druids allerdings nicht geeignet. Da der Deckel mittels zwei Inbus-Schrauben verschlossen wird, ist ein schneller Zugriff nicht ohne weiteres möglich. Trotzdem stellt ein solcher Kofferraum aus unserer Sicht einen echten Mehrwert dar.

Der Kofferraum im Unterrohr verbirgt sich hinter dem mittels zwei Inbus-Schrauben befestigtem Unterrohrschutz
# Der Kofferraum im Unterrohr verbirgt sich hinter dem mittels zwei Inbus-Schrauben befestigtem Unterrohrschutz - hier lassen sich Werkzeug und Ersatzteile verstauen.
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# Forbidden Druid-3571

Außerdem stellt der Kofferraum nicht die einzige Möglichkeit dar, Werkzeug oder Verpflegung am oder im Rahmen zu befestigen. Das Druid verfügt neben einer herkömmlichen Flaschenhalter-Aufnahme auf dem Unterrohr auch noch eine zweite Aufnahme an der Unterseite des Oberrohrs. Hier können Pumpe, Ersatzschlauch oder eine kleine Swat-Box montiert werden.

Nicht nur auf der Oberseite des Unterrohrs sind Ösen für einen Flaschenhalter zu finden, auch am Oberrohr findet sich eine entsprechende Aufnahme
# Nicht nur auf der Oberseite des Unterrohrs sind Ösen für einen Flaschenhalter zu finden, auch am Oberrohr findet sich eine entsprechende Aufnahme - hier kann beispielsweise eine kleine Toolbox oder eine Pumpe montiert werden.
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# forbidden-produkt-8698

Last but not least bietet Forbidden einen optional erhältlichen Umlenkhebel für das Druid an. Dieser hört auf den Namen Ziggy-Link und ermöglicht den Einbau eines 27,5″-Hinterrades, ohne dabei Kompromisse bei Kinematik oder Geometrie eingehen zu müssen. Der Kostenpunkt für den Ziggy-Link liegt bei rund 130 €.

Ein weiterer bei High-Pivot-Bikes mit Kettenumlenkung schon fast ins Auge springender Punkt ist die Kettenlänge. Die Kette fällt hier wenig überraschend ein ganzes Stück länger aus als bei einem herkömmlichen System. Wer jetzt allerdings Angst hat, gleich zwei Ketten kaufen zu müssen, kann beruhigt aufatmen. Einige Ketten wie zum Beispiel die aktuelle Shimano XT werden in mehreren Längen angeboten. Die Version mit 138 Gliedern reicht für das Druid problemlos aus. Forbidden gibt für den XL-Rahmen eine nötige Kettenlänge von 132 Gliedern an.

Will man das Druid als Mullet-Bike mit 27,5"-Hinterrad fahren, so muss der schwarze Link mit der Aufschrift "Rate Control Linkage" gegen den sogenannten Ziggy-Link ausgetauscht werden
# Will man das Druid als Mullet-Bike mit 27,5"-Hinterrad fahren, so muss der schwarze Link mit der Aufschrift "Rate Control Linkage" gegen den sogenannten Ziggy-Link ausgetauscht werden - der rote Ziggy-Link ist für einen Preis von rund 130 € erhältlich.

Geometrie

Bei der Geometrie geht man bei Forbidden nicht ins Extreme, sondern stattet das Druid mit modernen, grundsoliden Werten aus. Der Lenkwinkel misst 65,5°, der Sitzwinkel liegt bei 75,6°. Kombiniert wird dies mit einem moderaten Reach von 465 mm in Größe L und einem Stack von 634 mm. Damit jeder Fahrer egal welcher Körper- und Rahmengröße das gleiche Fahrerlebnis hat, wächst die Kettenstrebenlänge mit den entsprechenden Rahmengrößen mit. Auch der reale Sitzwinkel wird mit dem Anwachsen der Rahmen steiler. Bei den Kettenstreben ist zudem noch zu beachten, dass sich diese beim Einfedern längen. So hat man bereits im Sag längere Kettenstreben unter Hintern als auf dem Papier angegeben.

Rahmengröße S M L XL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″ 29″
Reach 425 mm 445 mm 465 mm 485 mm
Stack 606 mm 620 mm 634 mm 648 mm
STR 1,43 1,39 1,36 1,34
Lenkwinkel 65,5° 65,5° 65,5° 65,5°
Sitzwinkel, effektiv 75,5° 75,6° 75,6° 75,6°
Sitzwinkel, real 71,7° 73,3° 74,6° 75,5°
Oberrohr 580 mm 604 mm 627 mm 651 mm
Steuerrohr 90 mm 105 mm 120 mm 135 mm
Sitzrohr 400 mm 420 mm 450 mm 490 mm
Überstandshöhe 724 mm 724 mm 730 mm 736 mm
Kettenstreben 414 mm 426 mm 438 mm 450 mm
Radstand 1.149 mm 1.187 mm 1.225 mm 1.263 mm
Tretlagerabsenkung 32,7 mm 32,7 mm 32,7 mm 32,7 mm
Tretlagerhöhe 340 mm 340 mm 340 mm 340 mm
Einbauhöhe Gabel 571 mm 571 mm 571 mm 571 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm
Federweg (hinten) 130 mm 130 mm 130 mm 130 mm
Federweg (vorn) 150 mm 150 mm 150 mm 150 mm
Das Forbidden Druid kommt mit einer modernen, aber nicht allzu extremem Geometrie
# Das Forbidden Druid kommt mit einer modernen, aber nicht allzu extremem Geometrie - positiv hervorzuheben ist vor allem, dass die Kettenstrebenlänge mit der Rahmengröße ansteigt. Zudem werden auch die realen Sitzwinkel bei den größeren Rahmen steiler.

Ausstattung

Das Forbidden Druid ist wahlweise in zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten oder als Rahmenset erhältlich. Der Rahmen wandert für einen Preis von 3.499 € über die Ladentheke, während das günstigste Komplettrad für rund 5.250 € zu haben ist. Dieses Modell ist mit einem Shimano SLX-Antrieb ausgestattet und setzt auf ein Fahrwerk aus Marzocci Bomber Z1-Fedegabel und Fox Performance DPX2-Dämpfer. Das Cockpit und die Sattelstütze stammen aus dem Hause Race Face und bei den Laufrädern setzt man auf eine Kombination von Shimano SLX-Naben und Race Face AR-Felgen.

Das von uns getestete Topmodell hört auf den Namen Forbidden Druid XT und schlägt mit einem Preis von 6.399 € zu Buche. Dafür bekommt man ein Fox Performance Elite-Fahrwerk, Shimano XT 4-Kolben-Bremsen und den dazugehörigen Antrieb. Auch bei diesem Modell sind Cockpit, Sattelstütze und Felgen fest in Race Face-Hand. Mit dieser Ausstattung bleibt die Waage ohne Pedale bei 14,6 kg stehen.

In Deutschland kann das Forbidden Druid aktuell bei drei Händlern erstanden werden. Forbidden arbeitet jedoch bereits an einem Ausbau des Händler-Netzwerks. Außerdem kann das Bike auch direkt auf der Forbidden-Homepage bestellt werden.

  • Federgabel Fox 36 Performance Elite (150 mm)
  • Dämpfer Fox Performance Elite DPX2 (130 mm)
  • Antrieb Shimano XT
  • Bremsen Shimano XT 4-Kolben
  • Laufräder Race Face ARC-Felgen mit DT Swiss 350er Naben
  • Reifen Maxxis Assegai Exo / Maxxis Minion DHR II Exo+
  • Cockpit Race Face Turbine R (800 mm) / Race Face Æffect R (50 mm)
  • Sattelstütze Race Face Æffect R (170 mm)

AusstattungsvarianteDruid XTDruid SLXRahmenset
FedergabelFox Performance Elite 36, 150 mmMarzocchi Bomber Z1, 150 mm
DämpferFox Performance Elite DPX2Fox Performance DPX2Fox Performance Elite DPX2
SteuersatzCane Creek Hellbender 70Acros AZX-203
GriffeRace Face Half NelsonRace Face Half Nelson
LenkerRace Face Turbine RRace Face Aeffect R
VorbauRace Face Aeffect RRace Face Aeffect R
SattelstützeRace Face Aeffect RRace Face Aeffect R
Sattelstützen-FernbedienungShimano SL-MT800Shimano SL-MT500
SattelklemmeForbidden CustomForbidden CustomForbidden Custom
SattelSDG Radar ChromoSDG Radar Chromo
Bremsen Shimano XT 4-Kolben, 180 mmShimano 4-Kolben, 180 mm
SchalthebelShimano XTShimano SLX
SchaltwerkShimano XTShimano SLX
KassetteShimano XT, 10-51tShimano SLX, 10-51t
KetteShimano XTShimano SLX
KurbelgarniturShimano XT, 32tShimano SLX, 32t
KettenspannerForbidden Idler Pulley mit e*thirteen Custom-KettenführungForbidden Idler Pulley mit e*thirteen Custom-KettenführungForbidden Idler Pulley mit e*thirteen Custom-Kettenführung
NabenDT Swiss 350Shimano SLX
SpeichenBlack StainlessBlack Stainless
FelgenRace Face ARC OffsetRace Face AR Offset
ReifenMaxxis Assegai / Maxxis Minion DHR IIMaxxis Assegai / Maxxis Minion DHR II
Preis (UVP)6.399 €5.249 €3.499 €

An der Front arbeitet eine Fox 36 Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg.
# An der Front arbeitet eine Fox 36 Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg.
Der Fox Float DPX2-Dämpfer stellt 130 mm feinsten High Pivot-Federweg zur Verfügung.
# Der Fox Float DPX2-Dämpfer stellt 130 mm feinsten High Pivot-Federweg zur Verfügung.
Der zur Shimano XT-Gruppe gehöhrende Variostützen-Hebel fügt sich ausgesprochen stimmig ins Cockpit ein.
# Der zur Shimano XT-Gruppe gehöhrende Variostützen-Hebel fügt sich ausgesprochen stimmig ins Cockpit ein.
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# forbidden-produkt-8722
Nicht nur beim Cockpit setzt Forbidden auf Race Face-Kompnenten. Auch die ARC-Felgen stellen die Kanadier.
# Nicht nur beim Cockpit setzt Forbidden auf Race Face-Kompnenten. Auch die ARC-Felgen stellen die Kanadier.
Die Race Face Æffect R-Variostütze bietet bei Rahmengröße L einen Hub von 170 mm
# Die Race Face Æffect R-Variostütze bietet bei Rahmengröße L einen Hub von 170 mm

Auf dem Trail

Bei einem Bike wie dem Forbidden Druid, das etwas abseits des Mainstreams unterwegs ist, fällt die Spannung vor den ersten Testfahrten noch mal ein bisschen höher aus als bei einem gewöhnlicheren Mountainbike. Doch bevor es auf die Trails gehen kann, muss erst einmal die Federung eingestellt werden. Forbidden empfiehlt für das Druid ein Sag von 35 % und möglichst wenig Rebound- sowie Druckstufen-Dämpfung. Das Einstellen des Negativ-Federwegs gestaltet sich beim Druid allerdings nicht ganz so einfach wie bei manch anderem Bike, weil der Dämpferkolben fast komplett vom Sitzrohr verschluckt wird. Mit einem dünnen Lineal oder einem Stück Zollstock lässt sich der Negativ-Federweg allerdings trotzdem gut anpassen.

In der Uphill-Wertung kann das Druid vor allem mit seinem absolut antriebsneutralen Hinterbau auftrumpfen. Hier wippt wirklich überhaupt nichts. Dementsprechend blieb der blaue Lockout-Hebel während des gesamten Testzeitraums unangetastet. Trotzdem bietet der Hinterbau genügend Traktion, um auch technische Anstiege problemlos zu bewältigen. Hier spielt auch die allzu extreme Geometrie gut mit. So lässt sich das Forbidden Druid auch bei verzwickten Uphills präzise und nicht zu schiffig bergauf steuern. Zudem hatten wir zu keiner Zeit Probleme mit einer ansteigenden Front. Auch in puncto Sitzposition gibt es insgesamt nicht viel auszusetzen – allerdings könnte der Sitzwinkel für unseren Geschmack gerne etwas steiler ausfallen.

Bergauf ist der Hinterbau des Forbidden Druids absolut ruhig
# Bergauf ist der Hinterbau des Forbidden Druids absolut ruhig - Wippen? Fehlanzeige!

Wer vom Forbidden Druid aufgrund des recht geringen Federwegs den spritzigen Antritt eines XC-Bikes oder die Agilität eines leichtfüßigen Trailbikes erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. Denn das Druid marschiert eher gemütlich als spritzig auf den Weg zum Gipfel. Dies ist zum Teil auf das für eine Trailbike recht hohe Gewicht von 14,6 kg (ohne Pedale) zurückzuführen. Den größten Einfluss hat hierbei aber die Kettenumlenkung. Diese sorgt neben der zusätzlichen Geräuschskulisse nämlich auch für etwas mehr Reibung im Antrieb. Gerade bei schlechten Wetterbedingungen oder wenn die Kette nicht ganz so gut geschmiert ist, kommt das besonders zum Tragen. Testweise haben wir deswegen die untere e*thirteen-Kettenführung demontiert. Ohne die Führung klettert das Druid spürbar leichtfüßiger und agiler den Berg hinauf. Allerdings haben wir in diesem Setup hin und wieder die Kette verloren und auch die Umschlingung des Kettenblattes fällt so deutlich geringer aus, weshalb dieses Setup nur bedingt zu empfehlen ist.

Die beiden Kettenumlenkungen am Druid sorgen für zusätzliche Reibung im Antrieb und das spürt man
# Die beiden Kettenumlenkungen am Druid sorgen für zusätzliche Reibung im Antrieb und das spürt man - bei Testfahrten ohne die untere Kettenführung ließ sich das Druid spürbar besser beschleunigen.

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass man mit dem Druid bergauf im Vergleich mit anderen Trailbikes ein paar Watt mehr aufbringen muss. Daran hat man sich jedoch recht schnell gewöhnt, sodass dies für die anvisierte Käufergruppe kein Stolperstein darstellen sollte. Das Druid ist nämlich ohnehin kein gewöhnliches 130 mm-Trailbike. Und dies macht sich sehr schnell bemerkbar, wenn der Trail bergab zeigt. Trotz des recht geringen Federwegs am Heck steckt der High Pivot-Hinterbau des Druids einiges Weg. Unbeeindruckt bahnt sich das Trailbike seinen Weg durch grobe Steinfelder oder über unangenehme Wurzel-Teppiche. Dabei nimmt das Bike durch die komplett nach hinten gerichtete Raderhebungskurve spürbar mehr Geschwindigkeit mit als ein vergleichbares Bike mit herkömmlicher Raderhebungskurve.

Das Druid ist aber trotzdem keine Sänfte, die alles platt bügelt. Der Hinterbau ist gehört schon eher zu der strafferen Sorte. Er gibt allerdings immer genau so viel Federweg frei, wie gerade benötigt wird – und ist fast gar nicht aus der Ruhe zu bringen. Dadurch lassen sich auch wirklich ruppige Linien problemlos wählen, ohne dass man Angst haben muss, von einem störrischen Bock abgeworfen oder von der Linie geschmissen zu werden.

Bergab beeindruckt der High Pivot-Hinterbau mit einer ausgezeichneten Performance
# Bergab beeindruckt der High Pivot-Hinterbau mit einer ausgezeichneten Performance - bei einem Blindtest würde man hier nicht auf die Idee kommen, nur 130 mm Federweg unter dem Hintern zu haben.
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# forbidden-action-9405
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In Kombination mit der 150 mm-Federgabel an der Front sorgt dies dafür, dass das Forbidden Druid deutlich potenter Unterwegs ist, als man es von einem Bike mit nur 130 mm Federweg am Heck erwarten würde. So kann man sich mit dem Trailbike problemlos auf grobe Enduro-Trails wagen und ist auch im Bikepark keinesfalls schlecht aufgehoben. Erst, wenn es im ruppigen Gelände richtig schnell zur Sache geht, bekommt man mit dem Druid die Grenzen aufgezeigt. Gerade beim harten Anbremsen arbeitet der Hinterbau nicht mehr so aktiv. In Kombination mit dem nicht superflachen Lenkwinkel sorgt das dafür, dass das Druid nervös wird und man lieber ein kleines bisschen Geschwindigkeit rausnimmt. Mit einem waschechten Enduro-Bike kann das Druid dann also doch nicht ganz mithalten – aber es kommt ganz schön nah ran …

Die Laufruhe des Druids kommt erst bei wirklich hohen Geschwindigkeiten an die Grenzen.
# Die Laufruhe des Druids kommt erst bei wirklich hohen Geschwindigkeiten an die Grenzen.

Besonders auffällig ist zudem, dass das Forbidden Duid praktisch ohne Pedal-Kickback unterwegs ist. Vor allem auf eher flacheren Abschnitten mit unebenem Untergrund ist das nicht nur für Flatpedal-Fahrer ein echter Segen. Hier kann man ganz ohne störende Bockigkeit über die Hindernisse hinweg pedalieren. Das spart Kraft, bringt Geschwindigkeit und fühlt sich einfach gut an. Auf der Kehrseite sorgt dies allerdings auch dafür, dass man mit dem Druid durch Pushen weniger Geschwindigkeit aufbauen kann als bei Bikes mit mehr Kickback. Allgemein ist das Druid so nicht das poppigste Fahrrad unter dem Himmel. Anstatt spielerisch über den Trail zu tänzeln und an jeder kleinen Welle abzuheben saugt sich das Forbidden Druid eher am Boden fest. Hier ist etwas mehr Input vom Fahrer nötig, um das Druid in die Lüfte zu bekommen. Da der gut abgestimmte Hinterbau jedoch zu keiner Zeit im Federweg versackt und einen guten Gegenhalt bietet, fühlt sich das Druid trotzdem nicht zu träge an. Im Trailbike-Bereich gibt es jedoch durchaus aktivere Vertreter.

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Das ist uns aufgefallen

  • Reifen Forbidden stattet das Druid mit einem Exo-Reifen an der Front und einem stabileren Exo+ Reifen am Heck. Diese Kombination ist für ein Trailbike unserer Meinung nach sehr gelungen und kombiniert ausreichend Stabilität mit einem relativ geringen Gewicht.
  • Kettenstrebenschutz Im 10er-Ritzel schleift die Kette über den Kettenstrebenschutz. Diesen Kompromiss sind die Entwickler bewusst eingegangen, um die Geräuschsdämmung des Kettenstrebenschutzes zu optimieren. Zwar hätten wir uns hier eine cleanere Lösung gewünscht, wirklich gestört hat uns das Schleifen in der Praxis ehrlich gesagt aber nicht.
  • Nussknacker Zwischen Hinterbau und Hauptrahmen des Druids klafft ein kleiner, trichterförmiger Spalt. Hier können sich beim Fahren kleine Steine hineinverirren, die dann ganz im Stile eines Nussknackers mit einem unschönen Knacken pulverisiert werden. Dies hinterlässt dann unschöne Lack-Macken in Rahmen. Eine Beschädigung des Carbons konnten wir glücklicherweise nicht feststellen. Trotzdem empfiehlt es sich hier, den Spalt beispielsweise mit Moto Foam zu verschließen, um Steinen keine Chance zu geben.
  • Kofferaum Hinter dem Unterrohrschutz des Druids verbirgt sich ein kleines Rahmenfach, in dem man Ersatzteile oder Werkzeug verstauen kann. Für alle, die ohne Rucksack unterwegs sind, ist das eine echte Bereicherung.
  • Bremsscheiben Unser Forbidden Druid-Testbike war mit 180 mm-Bremsscheiben an Front und Heck ausgestattet. Hier hätten wir uns gerade bei einem so abfahrtslastig ausgelegtem Trailbike über größere Scheiben und die damit verbundene zusätzliche Bremspower gefreut.
Der Bereich zwischen Hauptrahmen und Hinterbau ist trichterförmig, wodurch sich des Öfteren Steine hinein verirren können.
# Der Bereich zwischen Hauptrahmen und Hinterbau ist trichterförmig, wodurch sich des Öfteren Steine hinein verirren können.
Im 10er Ritzel schleift sich die Kette in den unteren Teil des Kettenstrebenschutzes ein.
# Im 10er Ritzel schleift sich die Kette in den unteren Teil des Kettenstrebenschutzes ein.

Fazit – Forbidden Druid

Mit dem Forbidden Druid ist der kleinen, kanadischen Bikeschmiede ein echter Start nach Maß gelungen. Das auffällige Trailbike grenzt sich deutlich von der grauen Masse ab und kann mit einer ausgezeichneten Hinterbau-Funktion begeistern. Selten waren bei einem Rad mit so wenig Federweg so von der Downhill-Performance angetan. Allerdings ist das Druid im Umkehrschluss weder bergauf noch bergab so agil und spritzig, wie man es von einem Bike dieser Federwegs-Klasse erwarten könnte. Zudem offenbaren sich bei den Details kleine Schwachstellen wie das Stein-Mahlwerk am Hinterbau oder der Kettenstrebenschutz. Das Forbidden Druid ist also sicherlich kein Trailbike für jedermann. Aber das will es auch gar nicht sein. Für alle, die sich vom Konzept des Druids angesprochen fühlen gilt: Probiert es aus – ihr werdet es nicht bereuen!

Pro
  • ausgezeichnete Hinterbau-Funktion
  • bergauf absolut antriebsneutral
  • nimmt spürbar mehr Geschwindigkeit als herkömmliche Bikes mit
Contra
  • nicht ganz so agil und spritzig wie andere Bikes in dieser Federwegs-Klasse
  • Steine knackender Hinterbau und schleifender Kettenstrebenschutz
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# forbidden-druid-9446

Wie gefällt euch das Forbidden Druid?


Testablauf

Wir konnten das Forbidden Druid über einen Zeitraum von gut zwei Monaten auf unseren Hometrails im Taunus sowie in der Pfalz testen. Sämtliche Höhenmeter wurden dabei aus eigener Kraft zurückgelegt.

Hier haben wir das Forbidden Druid getestet

  • Taunus, Hessen naturbelassene, technisch anspruchsvolle Trails, von steinig bis zu weichem Nadelboden ist alles dabei. Außerdem gebaute Flowtrails und Downhill-Strecken
  • Pfalz, Rheinland-Pfalz sandiger Untergrund mit teils flowigen teils ruppigen Trails, größtenteils gebaut mit vielen Anliegern
Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    magura_newton

    dabei seit 06/2007

    Ich glaube zu verstehen auf was Du mich hinweisen möchtest. Im Uphill interessiert mich der PK aber nicht, im Gegenteil, ich möchte einen hohens AS, um auch mit offenen Dämpfer gut bergauf fahren zu können.
    Dazu empfehle ich das Video zun AS von Anton (Linkage Design). Auch AS jat Grenzen und bergauf kann auch PK dazu führen, dass man mal an einer technischen Passage kripiert oder drüber kommt.
    Derer PK spielt meiner Meinung eine Rolle, wenn man bergabtritt, da bin ich bei Dir. Beim "runterrollen" hat er mein meiner Meinung nur einen Effekt wenn die max. Winkelgeschwindigkeit des PK die des Hinterrades (/Übersetzungsverhältnis) übersteigt.
    Nur wenn die Beschleunigung ausreicht. Ansonsten würden alle ständig von ihren Rädern bzw. Pedalen geschmissen. Denn PK gibt's häufiger als man denkt, nur nicht immer gleich störend.
    Ich habe ein Foto (ich finde es leider nicht mehr) vom Gee Atherton Kassette gesehen mit einem zahllosen Ritzel. Das würde wieder auf die schwingende Kette hindeuten.
    Das macht der Gee um PK komplett zu eliminieren, nicht nur wegen des Kettenschwingens.
    Das Kettenschwingen, was ja auch Kräfte und damit Beschleunigungen auf das Padal überträgt ist aber nicht Kinematik abhängig, das gibts beim HT genauso.
    Die unangenehme Beschleunigung gibt's auch ohne Kettenschwingen. Beschleunigung ist die Änderung der Geschwindigkeit über Zeit, egal ob mit oder ohne Kettenschwingen. Kraft und somit Beschleunigung führt ja überhaupt zum Einfedern des Hinterbaus.
  2. benutzerbild

    magura_newton

    dabei seit 06/2007

    Kavenz hat den großen Vorteil, keinen abartigen Anti Rise zu haben. Wer langsam, technisch fährt, der hat keinen Nachteil daraus, dass sich der Hinterbau beim Bremsen zusammen zieht. Wenn jemand, so wie ich laufend im Wurzelteppich anbremsen muss, wird von der guten HP Raderhebungskurve wenig haben, weil sich der Hinterbau beim Bremsen tief in die Progression zieht.
    Beim Druid ist das nicht weiter tragisch, weil das sowieso sehr wenig Federweg hat.
    Der AR vom Kavenz und vom Druid ist viel zu nah beieinander, um das effektiv zu merken. Da reichen schon ein paar mm Bewegung mit dem Körper, um den Schwerpunkt so zu haben, dass man plötzlich mit dem gleichen AR fährt. Der AR beim Kavenz ist übrigens stark von der Körper-/Rahmengröße abhängig. Kleine Menschen fahren mit deutlich mehr AR aufm Kavenz als große.
  3. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Das Druid ist deutlich über 100%, das Kavenz deutlich unter 100%. Das spürst du nicht?
    Wie geschrieben, das Druid hat sowieso zu wenig Federweg dafür. Spannend wird das bei soften 200 mm Downhill Federweg.
    An meinem Bike habe ich einen AR von ~ 70 runter auf ~ 40% und da merke ich auch kein Ausfedern beim Bremsen. Ich merke aber auch nicht, dass der Hinterbau beim Bremsen aktiv bleibt. smilie
  4. benutzerbild

    sandra_runner

    dabei seit 12/2020

    In Sachen Anti Rise gebe ich Tyrolen Recht. Sicherlich hängt das von Körper- und Rahmengröße ab, aber bei Werten über 100% hat die Bremse ja starken Einfluss auf die Federung. Meiner Meinung nach sind die AR-Werte weit genug auseinander, sodass man was spüren sollte.
  5. benutzerbild

    magura_newton

    dabei seit 06/2007

    Das Druid ist deutlich über 100%, das Kavenz deutlich unter 100%. Das spürst du nicht?
    Wie geschrieben, das Druid hat sowieso zu wenig Federweg dafür. Spannend wird das bei soften 200 mm Downhill Federweg.
    An meinem Bike habe ich einen AR von ~ 70 runter auf ~ 40% und da merke ich auch kein Ausfedern beim Bremsen. Ich merke aber auch nicht, dass der Hinterbau beim Bremsen aktiv bleibt. smilie
    Besser spät als nie, aber AS und AR muss man auch immer im SAG-Punkt betrachten. Dass der AS bei über 100% beginnt bringt dir nach dem Aufsetzen nicht mehr viel und zudem ist sowohl der Wert als auch der Trend/Widerstand abhängig vom Gang. AR merkt man schon, dass es nicht mehr so aktiv ist, aber ich kann nicht behaupten, dass ich mal wild durch die Gegend gegangen wäre, nur weil ich nicht ordentlich bremsen konnte. Ist wie bei Linkage-Gabeln, man gewöhnt sich dran.

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