Der niederländische Radsport-Superstar Mathieu van der Poel wird voraussichtlich bis mindestens 2024 dem MTB-Zirkus erhalten bleiben. Das hat van der Poel gegenüber dem niederländischen Rundfunksender NOS geäußert. Die aktuelle Situation mit einer ungewissen Zukunft im Rennsportbereich und die Verschiebung der Olympischen Spiele auf das Jahr 2021 würfelten die ursprünglichen Pläne des niederländischen Allround-Talents durcheinander.

Die Verlockungen des großen Geldes im Straßenradsport und die Herausforderungen, sich mit weiteren Triumphen auf den schmalen Reifen womöglich endgültig in die Geschichtsbücher des Weltradsports einzutragen, waren vermutlich der ausschlaggebende Grund, weshalb Mathieu van der Poel immer wieder äußerte, dass er sich nach den Olympischen Spielen in Tokio 2020 vermehrt dem Straßenrennsport widmen wollte.

Mathieu van der Poel äußerte sich gegenüber dem niederländischen Rundfunksender NOS zu seinen Plänen für die Zukunft
# Mathieu van der Poel äußerte sich gegenüber dem niederländischen Rundfunksender NOS zu seinen Plänen für die Zukunft - die Auswirkungen des der aktuellen Krise wirbelten seinen Karriereplan stark durcheinander.

Nun hat aber die Pandemie dem Niederländer einen Strich durch die Rechnung gemacht: Ein ausgeklügelter „Vierjahresplan“ mit einem genau konstruierten Konzept zum Sammeln von Weltranglistenpunkten und zur Vorbereitung auf das Highlight in Tokio sei zunichtegemacht worden, betonte van der Poel in einer Pressemitteilung seines Teams Ende März. Die Planungen von van der Poel sahen darüber hinaus vor, dass er im Jahr 2021 erstmals eine der drei großen Landesrundfahrten (Tour de France, Giro d’Italia, Vuelta a España) bestreiten würde. Dies scheint nun jedoch aufgrund der zusätzlichen Herausforderung, in Bestform bei den Olympischen Spielen antreten zu können, nicht mehr realisierbar. Als Alternative plante van der Poel, bereits in diesem Jahr bei der in den Herbst verlegten Tour de France teilzunehmen – doch sein Team Alpecin-Fenix ist dort nicht automatisch startberechtigt und erhielt darüber hinaus keine zusätzliche Einladung der Veranstalter.

Van der Poel vs. Schurter: Dieses Duell wird es in Zukunft wohl noch häufiger geben
# Van der Poel vs. Schurter: Dieses Duell wird es in Zukunft wohl noch häufiger geben - Mathieu van der Poels Ankündigung, noch bis mindestens 2024 auf dem Mountainbike aktiv zu bleiben, verspricht eine spannende Zukunft im Cross-Country-World Cup der Herren.

Gegenüber dem niederländischen Rundfunksender NOS hat van der Poel unter diesen Voraussetzungen seine genaueren Vorstellungen der mittelfristigen Zukunft als Rennfahrer bekannt gegeben: Laut NOS plant van der Poel, nicht nur bis zu den kommenden Olympischen Spielen in Tokio, sondern sogar bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris weiter auf dem Mountainbike unterwegs zu sein. Dies gebe ihm auch zusätzliche Zeit, den Weltmeistertitel im Gelände einzufahren. Das große Ziel sei es, in allen drei Radsportdisziplinen – Cyclocross, Cross-Country-MTB und Straße – einmal das begehrte Regenbogenjersey zu gewinnen, so van der Poel. Bereits drei Mal gelang ihm dieses Kunststück im Cyclocross. In der Cross-Country-Disziplin und auf der Straße möchte er dies möglichst bald ebenfalls schaffen.

Was haltet ihr von Mathieu van der Poels Rennplänen?


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  1. benutzerbild

    Schmal

    dabei seit 06/2010

    ... so wie Froome auf dem Eimer sitzt steht der auch überhaupt nicht zur Diskussion als Fahrer des Jahrzents 😂

    Da kann er die Tour 10x gewinnen 😁
  2. benutzerbild

    kleinerblaumann

    dabei seit 11/2014

    Regt aber zur Nachahmung an:

  3. benutzerbild

    stefanolo

    dabei seit 04/2006

    Fehlen nur die ovalen Kettenblätter ) Style aside, Froome macht das schon sehr gut, Begeisterung kommt halt wegen der Teamtaktik trotzdem keine auf - liegt aber für mich nicht an seiner Person.
  4. benutzerbild

    seven21

    dabei seit 01/2012

    Froome und Wiggo und in ihrem Schatten eigentlich auch Thomas und Bernal sind sowieso leistungsmäßig fragwürdig. Bei den ganzen Sondergenehmigungen und den Vorkommnissen um Wiggo usw. ist Ineos wenig glaubwürdig. Alleine deswegen kommt bei Froome keine Begeisterung mehr auf.

    Wird wohl auch ein Grund sein warum dann ebene eher Typen wie Sagan oder Cancellara als beste der letzten Dekade gesehen werden. Die letztjährige Tour war auch nur wegen Alaphilippe so spannend und wenn wer Schneefall nicht eingesetzt hätte, wäre sie das auch ein wenig länger geblieben.
  5. benutzerbild

    stefanolo

    dabei seit 04/2006

    Stimmt, die TUE hatte ich schon verdrängt, speziell bei Froome war das eher unschön gemacht, wobei die UCI da feste mitmischt. Aber ganz ehrlich, bei den Pros legen ich bei keinem die Hand ins Feuer.

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