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Das NZ Enduro ist zwar wortwörtlich eine Weltreise von Deutschland entfernt
Das NZ Enduro ist zwar wortwörtlich eine Weltreise von Deutschland entfernt - wer dem europäischen Winter entfliehen will, hat hier jedoch die Möglichkeit, tolle Gesellschaft und epische Trails in einer atemberaubenden Natur zu genießen.
Das Rennen wird von den beiden südafrikanischen Auswanderern Anka und Sven Martin organisiert
Das Rennen wird von den beiden südafrikanischen Auswanderern Anka und Sven Martin organisiert - auch keine ganz unbekannten Namen im Bike-Business.
Aw yeah – Bikes und Helikopter! Fühlt sich ungefähr so episch an, wie es aussieht.
Aw yeah – Bikes und Helikopter! Fühlt sich ungefähr so episch an, wie es aussieht.
Jérôme Clementz hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es im Enduro-Sport zu gewinnen gibt. Nur beim NZ Enduro hatte es bis jetzt noch nicht geklappt.
Jérôme Clementz hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es im Enduro-Sport zu gewinnen gibt. Nur beim NZ Enduro hatte es bis jetzt noch nicht geklappt. - Drei Tage in derart anspruchsvollem Gelände unbeschadet zu überstehen, ist schon an sich eine Herausforderung – von einem Sieg ganz zu schweigen.
SRAM/RockShox lud mich und einige andere ein, um ihr neustes Enduro-Fahrwerk während des Rennens zu testen.
SRAM/RockShox lud mich und einige andere ein, um ihr neustes Enduro-Fahrwerk während des Rennens zu testen.
Die Rennmaschine
Die Rennmaschine - ein Giant Reign Advanced in Größe L. Ein entsprechend ausgestattetes Race-Enduro ist auf jeden Fall eine gute Empfehlung für's NZ Enduro.
An der Front sorgte die neue RockShox Lyrik RC2 mit 170 mm Federweg für Ruhe.
An der Front sorgte die neue RockShox Lyrik RC2 mit 170 mm Federweg für Ruhe.
Am Heck verwaltete der überarbeitete RockShox Super Deluxe RCT die 160 mm Maestro-Federweg.
Am Heck verwaltete der überarbeitete RockShox Super Deluxe RCT die 160 mm Maestro-Federweg.
Ich bin die meiste Zeit eingeklickt unterwegs. In Neuseeland wären Flats allerdings auch keine verkehrte Wahl gewesen.
Ich bin die meiste Zeit eingeklickt unterwegs. In Neuseeland wären Flats allerdings auch keine verkehrte Wahl gewesen. - Insbesondere an Tag 2 des NZ Enduros war ich so viel am Ein- und Ausklicken wie noch nie in meinem Leben.
Ein weiterer guter Tipp vor dem Rennen war es, stabile Reifen aufzuziehen. In meinem Fall Maxxis Minion Front & Rear mit Double Down-Karkasse. Tubeless sollte ebenfalls absolute  Pflicht sein.
Ein weiterer guter Tipp vor dem Rennen war es, stabile Reifen aufzuziehen. In meinem Fall Maxxis Minion Front & Rear mit Double Down-Karkasse. Tubeless sollte ebenfalls absolute Pflicht sein. - Aufgrund der vielen steilen Anstiege ist eine Eagle-Schaltung oder vergleichbares in Kombination mit einem eher kleinen Kettenblatt eine gute Idee.
Ich bereue wenige Dinge in meinem Leben, aber wenn ich was nachträglich ändern könnte, dann würde ich glaube ich die Startnummer das nächste mal mittig anbringen.
Ich bereue wenige Dinge in meinem Leben, aber wenn ich was nachträglich ändern könnte, dann würde ich glaube ich die Startnummer das nächste mal mittig anbringen. - Den Truvativ Descendant-Lenker habe ich auf 780 mm gekürzt. Die Trails sind an sich nicht total schmal, es treten jedoch immer wieder unvorhergesehene Engstellen auf. SRAM Code-Bremsen mit 200/180 mm Scheiben sorgen für die dringend benötigte Verzögerung.
Ein Bus voller roter Protoyp-Gabeln auf einem Rennen?
Ein Bus voller roter Protoyp-Gabeln auf einem Rennen? - In Deutschland wären nach 2 Minuten die ersten Spyshots online. In Neuseeland wird man höchstens mal höflich gefragt, ob die neue Gabel “gut federt”.
Die junge Dame mit dem alten VW Bus war jeden Morgen fleißig am Kaffee servieren.
Die junge Dame mit dem alten VW Bus war jeden Morgen fleißig am Kaffee servieren.
Getimed wurde mit dem auch hierzulande bekannten System. Als Backup wurden zudem die Start- und Zielzeiten manuell erfasst.
Getimed wurde mit dem auch hierzulande bekannten System. Als Backup wurden zudem die Start- und Zielzeiten manuell erfasst.
Das gabs alles zu gewinnen
Das gabs alles zu gewinnen - wer wollte, konnte sich ein Los kaufen und damit einen guten Zweck unterstützen. Alle Einnahmen des Rennens flossen in die Pflege und den Erhalt der lokalen Trails.
Organisator Sven Martin stimmt die Meute ein.
Organisator Sven Martin stimmt die Meute ein.
Die Profiklasse war mit Kalibern wie Jérôme Clementz …
Die Profiklasse war mit Kalibern wie Jérôme Clementz …
… und Keegan Wright ziemlich stark besetzt.
… und Keegan Wright ziemlich stark besetzt.
Mitch Ropelato will wieder eine komplette EWS-Saison fahren und war auch am Start, um sich auf die kommende Saison einzustimmen.
Mitch Ropelato will wieder eine komplette EWS-Saison fahren und war auch am Start, um sich auf die kommende Saison einzustimmen.
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X0712
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X0712
Gleich zwei Streckenärzte waren dabei und fuhren das komplette Rennen mit. Für mich sollte das noch von wichtiger Bedeutung sein …
Gleich zwei Streckenärzte waren dabei und fuhren das komplette Rennen mit. Für mich sollte das noch von wichtiger Bedeutung sein …
Anka Martin hilft am Start von Stage 2 aus.
Anka Martin hilft am Start von Stage 2 aus.
Die Stage hatte es durchaus in sich und schlängelte sich lange relativ flach und übersät mit Wurzeln am Hang entlang.
Die Stage hatte es durchaus in sich und schlängelte sich lange relativ flach und übersät mit Wurzeln am Hang entlang.
Fuß draußen
Fuß draußen - nicht die feine Art, aber immerhin die sichere.
Yeti/SRAM-Teamfahrer und Vlogger Nate Hills musste sich wohl auch erstmal eingewöhnen …
Yeti/SRAM-Teamfahrer und Vlogger Nate Hills musste sich wohl auch erstmal eingewöhnen …
… im Gegensatz zu Jérôme, der den Tag mit einem Stage-Sieg eröffnete.
… im Gegensatz zu Jérôme, der den Tag mit einem Stage-Sieg eröffnete.
Unten angekommen war kurz Zeit für einen Snack.
Unten angekommen war kurz Zeit für einen Snack.
Dieser junge Mann war entgegen aller Vernunft mit einem Hardtail unterwegs
Dieser junge Mann war entgegen aller Vernunft mit einem Hardtail unterwegs - wenn ich mich nicht verhört habe, auch nicht zum ersten Mal. Meinen Respekt hat er jedenfalls!
Hier die Mainline zu fahren …
Hier die Mainline zu fahren …
… hat mich glaub ich die 52 Sekunden Rückstand auf Mitch Ropelato gekostet!
… hat mich glaub ich die 52 Sekunden Rückstand auf Mitch Ropelato gekostet!
Auf den Tag war erstmal ein Bierchen nötig!
Auf den Tag war erstmal ein Bierchen nötig!
Die gute Stimmung am Strand machte die Strapazen schnell vergessen!
Die gute Stimmung am Strand machte die Strapazen schnell vergessen!
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2791
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2791
NZ RockShox DebonAir2018 NZenduro2018 BB GG4A2810
NZ RockShox DebonAir2018 NZenduro2018 BB GG4A2810
Während die Sonne noch tief am Ende des Tals stand …
Während die Sonne noch tief am Ende des Tals stand …
… war der Herr Redakteur noch nicht ganz wach.
… war der Herr Redakteur noch nicht ganz wach.
Mit dem Shuttle ging es zum Start von Stage 1, wo uns diese beiden gute gelaunten Starter empfingen.
Mit dem Shuttle ging es zum Start von Stage 1, wo uns diese beiden gute gelaunten Starter empfingen. - Die Dame im Wollkleid ist übrigens die ganze Etappe mitgefahren … eine Entscheidung, die sie später etwas bereut hat.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2906
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2906
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2894
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2894
An Tag zwei ging es über weite Teile auf extrem technischem Gelände rechts am Hang entlang.
An Tag zwei ging es über weite Teile auf extrem technischem Gelände rechts am Hang entlang.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3178
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3178
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A5000
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A5000
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2437
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2437
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2457
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2457
Stage 2 war der absolute Killer …
Stage 2 war der absolute Killer …
… der Untergrund war durchgehend extrem ruppig und anspruchsvoll. Um flüssig durchzukommen, waren einige haarige Bunny Hops und Gaps notwendig. Alles in der Hoffnung, dass man nicht stürzt oder sich den Reifen am nächstbesten Stein aufschlitzt.
… der Untergrund war durchgehend extrem ruppig und anspruchsvoll. Um flüssig durchzukommen, waren einige haarige Bunny Hops und Gaps notwendig. Alles in der Hoffnung, dass man nicht stürzt oder sich den Reifen am nächstbesten Stein aufschlitzt.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3826
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3826
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3862
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3862
Nach Stage 2 gab es jedoch die Möglichkeit, sich ausgiebig auf einer sehr abgeschieden und idyllisch liegenden Lodge zu erholen.
Nach Stage 2 gab es jedoch die Möglichkeit, sich ausgiebig auf einer sehr abgeschieden und idyllisch liegenden Lodge zu erholen.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3993
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3993
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2517
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2517
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4005
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4005
Ein weiterer langer, jedoch größtenteils fahrbarer Transfer führte die frisch gestärkten Rennfahrer zur nächsten Stage.
Ein weiterer langer, jedoch größtenteils fahrbarer Transfer führte die frisch gestärkten Rennfahrer zur nächsten Stage.
Stage 3 und 4 waren etwas weniger technisch, dafür um einiges schneller und extrem spaßig.
Stage 3 und 4 waren etwas weniger technisch, dafür um einiges schneller und extrem spaßig.
Anka Martin begleitete uns durch den Tag und legte ebenfalls die komplette Etappe zurück.
Anka Martin begleitete uns durch den Tag und legte ebenfalls die komplette Etappe zurück.
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2956
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2956
Jérôme und Mitch vergleichen Zeiten.
Jérôme und Mitch vergleichen Zeiten. - während ersterer in Führung lag, ließ Mitch es nach Problemen am ersten Tag eher locker angehen.
Die Wartezeit auf das Boot-Taxi ließ sich perfekt mit einigen Hotdogs und Bier versüßen.
Die Wartezeit auf das Boot-Taxi ließ sich perfekt mit einigen Hotdogs und Bier versüßen.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4223
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4223
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4272
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4272
Aufgrund der vielen Buchten entlang der Küste, ist das Boot in dieser Region oft der schnellste Weg um von A nach B zu kommen.
Aufgrund der vielen Buchten entlang der Küste, ist das Boot in dieser Region oft der schnellste Weg um von A nach B zu kommen.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4322
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4322
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4358
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4358
Die Organisatoren freuen sich auf den Tag.
Die Organisatoren freuen sich auf den Tag.
“We're operating with a dangerous tool here!”
“We're operating with a dangerous tool here!” - nach einem kurzen Sicherheits-Briefing konnte es endlich losgehen.
Von einem im Tal liegenden Campingplatz ging es …
Von einem im Tal liegenden Campingplatz ging es …
… direkt auf diesen schmalen Höhengrad. Wenn man aus der Ferne ankommt, würde man nicht denken, dass man dort überhaupt einen Helikopter landen kann!
… direkt auf diesen schmalen Höhengrad. Wenn man aus der Ferne ankommt, würde man nicht denken, dass man dort überhaupt einen Helikopter landen kann!
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4727
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4727
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4738
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4738
Ein Ausblick, den man genießen muss!
Ein Ausblick, den man genießen muss!
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3426
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3426
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3469
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3469
Die erste Stage des Tages war im oberen Teil ziemlich frisch abgesteckt und extrem naturbelassen und spaßig.
Die erste Stage des Tages war im oberen Teil ziemlich frisch abgesteckt und extrem naturbelassen und spaßig.
Auch Pauline Dieffenthaler war dabei, fuhr jedoch nicht das komplette Rennen mit.
Auch Pauline Dieffenthaler war dabei, fuhr jedoch nicht das komplette Rennen mit.
Der Transfer von Stage 1 zu 2 musste beinahe komplett tragend zurückgelegt werden.
Der Transfer von Stage 1 zu 2 musste beinahe komplett tragend zurückgelegt werden.
Kiwi-Style, ohne Handschuhe
Kiwi-Style, ohne Handschuhe - Keegan Wright musste leider an Tag 2 aussetzen, ließ es am Schluss jedoch nochmal richtig knallen.
Wurzeln waren wieder reichlich vorhanden …
Wurzeln waren wieder reichlich vorhanden …
… diesmal jedoch mit viel Linienwahl und wechselndem Bodenbelag
… diesmal jedoch mit viel Linienwahl und wechselndem Bodenbelag - insgesamt eine Stage wie sie im Buche steht!
Im Ziel gab es neben der Verlosung und Siegerehrung noch weitere Spiele, bei denen es alles mögliche zu gewinnen gab.
Im Ziel gab es neben der Verlosung und Siegerehrung noch weitere Spiele, bei denen es alles mögliche zu gewinnen gab.
Jamie Nicoll holte die Nähmaschine aus seinem alten Bus, und nähte einigen Teilnehmern die NZ Enduro-Patches an, die Anka Martin jedem Finisher persönlich aushändigte.
Jamie Nicoll holte die Nähmaschine aus seinem alten Bus, und nähte einigen Teilnehmern die NZ Enduro-Patches an, die Anka Martin jedem Finisher persönlich aushändigte. - Sone Nähmaschine kann man auf einem Rennen ja auch mal dabei haben.
Eine weitere Sven Martin-Ansprache …
Eine weitere Sven Martin-Ansprache …
… dann gehts zur Siegerehrung, wo Jérôme auch nochmal was zu sagen hat. Das Männer-Podium war
… dann gehts zur Siegerehrung, wo Jérôme auch nochmal was zu sagen hat. Das Männer-Podium war - 1. Jérôme Clementz, 2. Samuel Shaw, 3. Joe Nation
Bei den Pro Women hießen die Top 3
Bei den Pro Women hießen die Top 3 - 1. Emily Slaco, 2. Harriet Harper, 3. Uriell Carlson

Kia Ora! Wenn in Europa noch tiefster Winter herrscht und die fleißigen Enduro-Racer im Fitnessstudio schuften oder auf Skiern stehen, dann ist die Saison im fernen Neuseeland auf der Südhalbkugel schon im vollsten Gange. Eines der legendärsten Rennen vor Ort ist das NZ Enduro: Ein dreitägiges Abenteuer auf den besten Trails der Region um Nelson, organisiert von Anka und Sven Martin. Im Rahmen des RockShox Lyrik-Launches durfte ich Teil des Abenteuers sein. Hier erfahrt ihr, wie es mir dabei ergangen ist.

Das NZ Enduro ist zwar wortwörtlich eine Weltreise von Deutschland entfernt
# Das NZ Enduro ist zwar wortwörtlich eine Weltreise von Deutschland entfernt - wer dem europäischen Winter entfliehen will, hat hier jedoch die Möglichkeit, tolle Gesellschaft und epische Trails in einer atemberaubenden Natur zu genießen.
Das Rennen wird von den beiden südafrikanischen Auswanderern Anka und Sven Martin organisiert
# Das Rennen wird von den beiden südafrikanischen Auswanderern Anka und Sven Martin organisiert - auch keine ganz unbekannten Namen im Bike-Business.

Die Rahmenbedingungen

68 km und 2.822 hm an 3 Tagen, plus einige Berge, die mit Unterstützung von Shuttlebussen und Helikoptern erobert werden – klingt eigentlich ganz machbar. Wer dabei Verhältnisse wie im deutschen Mittelgebirge oder sogar Alpenraum vor Augen hat, ist jedoch falsch gewickelt. Statt breiter, gut gepflegter Forststraßen erwarten einen schmale, mit Wurzeln übersäte Pfade durch den neuseeländischen Urwald, die alle paar Meter tiefe und felsige Bachläufe kreuzen. Hier nutzt man selten etwas anderes als den allerleichtesten Gang– dazu kommen waghalsige Trial-Einlagen mit akuter Absturzgefahr und teils stundenlange Trage- und Schiebepassagen. Belohnt wird man dafür neben der durchgängig atemberaubenden Flora und Fauna mit ebenfalls atemberaubenden Blicken in die vielen Fjord-ähnlichen Buchten an deren Hängen es oft langgeht und oben angekommen mit … na ja, mit ebenfalls ganz schön atemberaubenden Trails. Insgesamt also eine ziemlich lohnende Sache finde ich!

Aber halt mal, wart mal – war da gerade nicht die Rede von Helikoptern? Korrekt! Man sollte sich wirklich Mühe geben, bis zum Schluss durchzuhalten, denn am Morgen von Tag 3 hat man die Chance, sich und sein Bike von einer ebenso hübschen wie erfahrenen Pilotin mittels ihres Helikopters auf einem sagenhaft kleinen Fleckchen Lichtung auf einem sonst tief bewaldeten Bergrücken in einer Region namens Wakamarina absetzen zu lassen.

Aw yeah – Bikes und Helikopter! Fühlt sich ungefähr so episch an, wie es aussieht.
# Aw yeah – Bikes und Helikopter! Fühlt sich ungefähr so episch an, wie es aussieht.

Neben anstrengenden und panoramareichen Transfers – und Burgern zur Mittagspause – erwarten den abenteuerlustigen Teilnehmer selbstverständlich höchst anspruchsvolle, lange und spaßige Stages. Diese liegen meist unter einem dichten Blätterdach und sind übersät mit Wurzeln und überraschend auftretenden Steinfeldern. Neben einer komplett gebauten Strecke besteht der Großteil aus alten Wanderpfaden, die insbesondere am letzten Tag von frisch abgesteckten, losen Segmenten unterbrochen oder ergänzt werden. Und weil das alles noch nicht anstrengend genug ist, sollte man sich auch auf den ein oder anderen fiesen Uphill vorbereiten.

Jérôme Clementz hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es im Enduro-Sport zu gewinnen gibt. Nur beim NZ Enduro hatte es bis jetzt noch nicht geklappt.
# Jérôme Clementz hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es im Enduro-Sport zu gewinnen gibt. Nur beim NZ Enduro hatte es bis jetzt noch nicht geklappt. - Drei Tage in derart anspruchsvollem Gelände unbeschadet zu überstehen, ist schon an sich eine Herausforderung – von einem Sieg ganz zu schweigen.

Die Vorbereitung

Wie eingangs bereits erwähnt, wurde ich gemeinsam mit einigen ausgewählten anderen Redakteuren von RockShox nach Neuseeland eingeladen, um ihr neues Enduro-Fahrwerk während des NZ Enduro-Rennens zu testen. Als Hersteller kann man sich das Leben sicher leichter machen, als eine Horde Journalisten auf bisher ungesehenen, knallroten Prototyp-Federgabeln sicher und möglichst unauffällig durch ein derart öffentliches und gefährliches Rennen zu begleiten. Damit alles möglichst reibungslos über die Bühne ging, bekamen wir ein entsprechend ausgestattetes Enduro-Bike und einige wertvolle Tipps zur Seite gestellt.

SRAM/RockShox lud mich und einige andere ein, um ihr neustes Enduro-Fahrwerk während des Rennens zu testen.
# SRAM/RockShox lud mich und einige andere ein, um ihr neustes Enduro-Fahrwerk während des Rennens zu testen.
Die Rennmaschine
# Die Rennmaschine - ein Giant Reign Advanced in Größe L. Ein entsprechend ausgestattetes Race-Enduro ist auf jeden Fall eine gute Empfehlung für's NZ Enduro.
An der Front sorgte die neue RockShox Lyrik RC2 mit 170 mm Federweg für Ruhe.
# An der Front sorgte die neue RockShox Lyrik RC2 mit 170 mm Federweg für Ruhe.
Am Heck verwaltete der überarbeitete RockShox Super Deluxe RCT die 160 mm Maestro-Federweg.
# Am Heck verwaltete der überarbeitete RockShox Super Deluxe RCT die 160 mm Maestro-Federweg.
Ich bin die meiste Zeit eingeklickt unterwegs. In Neuseeland wären Flats allerdings auch keine verkehrte Wahl gewesen.
# Ich bin die meiste Zeit eingeklickt unterwegs. In Neuseeland wären Flats allerdings auch keine verkehrte Wahl gewesen. - Insbesondere an Tag 2 des NZ Enduros war ich so viel am Ein- und Ausklicken wie noch nie in meinem Leben.
Ein weiterer guter Tipp vor dem Rennen war es, stabile Reifen aufzuziehen. In meinem Fall Maxxis Minion Front & Rear mit Double Down-Karkasse. Tubeless sollte ebenfalls absolute  Pflicht sein.
# Ein weiterer guter Tipp vor dem Rennen war es, stabile Reifen aufzuziehen. In meinem Fall Maxxis Minion Front & Rear mit Double Down-Karkasse. Tubeless sollte ebenfalls absolute Pflicht sein. - Aufgrund der vielen steilen Anstiege ist eine Eagle-Schaltung oder vergleichbares in Kombination mit einem eher kleinen Kettenblatt eine gute Idee.
Ich bereue wenige Dinge in meinem Leben, aber wenn ich was nachträglich ändern könnte, dann würde ich glaube ich die Startnummer das nächste mal mittig anbringen.
# Ich bereue wenige Dinge in meinem Leben, aber wenn ich was nachträglich ändern könnte, dann würde ich glaube ich die Startnummer das nächste mal mittig anbringen. - Den Truvativ Descendant-Lenker habe ich auf 780 mm gekürzt. Die Trails sind an sich nicht total schmal, es treten jedoch immer wieder unvorhergesehene Engstellen auf. SRAM Code-Bremsen mit 200/180 mm Scheiben sorgen für die dringend benötigte Verzögerung.

Das Rennen

Tag 1 – Whites Bay

Renntag Nummer eins startete in Whites Bay und fiel mit 18 km und 1162 hm relativ moderat aus. Laut Sven und Anka Martin sollten sich die Teilnehmer hier vor allem auf die kommenden Tage einstimmen. Im Nachhinein würde ich sagen, fand ich diesen Tag am unspektakulärsten, auch wenn der Startpunkt am Strand ziemlich schön war.

Ein Bus voller roter Protoyp-Gabeln auf einem Rennen?
# Ein Bus voller roter Protoyp-Gabeln auf einem Rennen? - In Deutschland wären nach 2 Minuten die ersten Spyshots online. In Neuseeland wird man höchstens mal höflich gefragt, ob die neue Gabel “gut federt”.
Die junge Dame mit dem alten VW Bus war jeden Morgen fleißig am Kaffee servieren.
# Die junge Dame mit dem alten VW Bus war jeden Morgen fleißig am Kaffee servieren.
Getimed wurde mit dem auch hierzulande bekannten System. Als Backup wurden zudem die Start- und Zielzeiten manuell erfasst.
# Getimed wurde mit dem auch hierzulande bekannten System. Als Backup wurden zudem die Start- und Zielzeiten manuell erfasst.
Das gabs alles zu gewinnen
# Das gabs alles zu gewinnen - wer wollte, konnte sich ein Los kaufen und damit einen guten Zweck unterstützen. Alle Einnahmen des Rennens flossen in die Pflege und den Erhalt der lokalen Trails.
Organisator Sven Martin stimmt die Meute ein.
# Organisator Sven Martin stimmt die Meute ein.
Die Profiklasse war mit Kalibern wie Jérôme Clementz …
# Die Profiklasse war mit Kalibern wie Jérôme Clementz …
… und Keegan Wright ziemlich stark besetzt.
# … und Keegan Wright ziemlich stark besetzt.
Mitch Ropelato will wieder eine komplette EWS-Saison fahren und war auch am Start, um sich auf die kommende Saison einzustimmen.
# Mitch Ropelato will wieder eine komplette EWS-Saison fahren und war auch am Start, um sich auf die kommende Saison einzustimmen.
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X0712
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X0712
Gleich zwei Streckenärzte waren dabei und fuhren das komplette Rennen mit. Für mich sollte das noch von wichtiger Bedeutung sein …
# Gleich zwei Streckenärzte waren dabei und fuhren das komplette Rennen mit. Für mich sollte das noch von wichtiger Bedeutung sein …

Morgens hieß es für alle Teilnehmer wie bei jedem Rennen erstmal die Startnummern, Timing Chips und extrem umfangreichen Swag-Bags abholen. Dieser bestand nicht wie beiden meisten deutschen Rennen nur aus ein paar Werbeflyern, sondern war vollgestopft mit Sponsoren-Goodies: Trikot, Tool, Reifen, Kettenöl, Dichtmilch, Mudguard, Socken, Snacks und so weiter. Elmar Keineke von SRAM sammelte die Reifen gleich bei uns ein und verteilte sie im Fahrerlager an irgendwelche Kids – eine ziemlich coole Geste! Nach einem Gratis-Kaffee (nur an diesem Tag) und einer Ansprache von Renn-Organisator Sven Martin ging es auch schon los. An diesem Tag mussten alle Höhenmeter selbst erklommen werden. Beide Stages teilten sich den ersten Teil des Uphills, um zu Stage 2 zu kommen musste man jedoch noch ein ordentliches Stück Hike-A-Bike durch den schwülen Urwald zurücklegen. Spätestens hier überholten uns die zuletzt gestarteten neuseeländischen Profis und grüßten uns vollkommen durchgeschwitzte, mühevoll daher tappende Europäer mit einem fröhlichen und frischen “cheers, mate”.

Anka Martin hilft am Start von Stage 2 aus.
# Anka Martin hilft am Start von Stage 2 aus.
Die Stage hatte es durchaus in sich und schlängelte sich lange relativ flach und übersät mit Wurzeln am Hang entlang.
# Die Stage hatte es durchaus in sich und schlängelte sich lange relativ flach und übersät mit Wurzeln am Hang entlang.
Fuß draußen
# Fuß draußen - nicht die feine Art, aber immerhin die sichere.

Stage 1 war dann ein Weckruf, und zwar was für einer. Gut gelaunt und angefeuert ging es vom bunt geschmückten Start in einen fast 15 minütigen Trail, voller fieser Wurzel- und Tragepassagen, Steinfeldern, Gegenanstiegen und am Ende Highspeed-Segmenten mit kleineren Drops und Sprüngen. Wieder unten am Rennstart angekommen war Zeit, die Getränkevorräte aufzufüllen und einen kleinen Snack einzuwerfen, bevor es auf zu Stage 2 ging. Hierbei handelte es sich tatsächlich um einen angelegten Mountainbike-Trail, voller gut angelegter, spaßiger Kurven und dem ein oder anderen technischen Steilstück. Im Ziel konnten alle Teilnehmer den Tag am Strand mit Bier und Hotdogs ausklingen lassen, was alle Qualen schnell vergessen machte.

Yeti/SRAM-Teamfahrer und Vlogger Nate Hills musste sich wohl auch erstmal eingewöhnen …
# Yeti/SRAM-Teamfahrer und Vlogger Nate Hills musste sich wohl auch erstmal eingewöhnen …
… im Gegensatz zu Jérôme, der den Tag mit einem Stage-Sieg eröffnete.
# … im Gegensatz zu Jérôme, der den Tag mit einem Stage-Sieg eröffnete.
Unten angekommen war kurz Zeit für einen Snack.
# Unten angekommen war kurz Zeit für einen Snack.
Dieser junge Mann war entgegen aller Vernunft mit einem Hardtail unterwegs
# Dieser junge Mann war entgegen aller Vernunft mit einem Hardtail unterwegs - wenn ich mich nicht verhört habe, auch nicht zum ersten Mal. Meinen Respekt hat er jedenfalls!
Hier die Mainline zu fahren …
# Hier die Mainline zu fahren …
… hat mich glaub ich die 52 Sekunden Rückstand auf Mitch Ropelato gekostet!
# … hat mich glaub ich die 52 Sekunden Rückstand auf Mitch Ropelato gekostet!
Auf den Tag war erstmal ein Bierchen nötig!
# Auf den Tag war erstmal ein Bierchen nötig!
Die gute Stimmung am Strand machte die Strapazen schnell vergessen!
# Die gute Stimmung am Strand machte die Strapazen schnell vergessen!

Tag 2 – Nydia Bay

Im Vorfeld wurden wir gewarnt, dass Tag 2 die mit Abstand härteste Etappe des Rennens werden würde. Entsprechend früh morgens traf sich das Fahrerfeld auf einer noch feuchten und schattigen Wiese, wo wieder die Timing Chips ausgegeben und Kaffee verkauft wurde, bevor es in den Shuttle zur ersten Stage ging. Auf alles genau einzugehen, würde zu lange dauern, doch im Prinzip hangelten sich die beiden ersten Stages kontinuierlich rechts am Hang entlang, waren gespickt mit rutschigen, schwer einsehbaren Kurven und mit einem äußerst anspruchsvollen, doch epischen Transfer verbunden. Insbesondere Stage 2 war technisch extrem herausfordernd und eine Challenge, überhaupt flüssig zu fahren. Am Fuß der Stage führte ein leichter und gut rollender Transfer zur wohl idyllischsten und schönsten Lodge, die mir je im Leben untergekommen ist. Dort gab es für jeden Burger und kalte und warme Getränke, bevor der zweite Teil des Tages attackiert werden musste.

NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2791
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2791
NZ RockShox DebonAir2018 NZenduro2018 BB GG4A2810
# NZ RockShox DebonAir2018 NZenduro2018 BB GG4A2810
Während die Sonne noch tief am Ende des Tals stand …
# Während die Sonne noch tief am Ende des Tals stand …
… war der Herr Redakteur noch nicht ganz wach.
# … war der Herr Redakteur noch nicht ganz wach.
Mit dem Shuttle ging es zum Start von Stage 1, wo uns diese beiden gute gelaunten Starter empfingen.
# Mit dem Shuttle ging es zum Start von Stage 1, wo uns diese beiden gute gelaunten Starter empfingen. - Die Dame im Wollkleid ist übrigens die ganze Etappe mitgefahren … eine Entscheidung, die sie später etwas bereut hat.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2906
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2906
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2894
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A2894
An Tag zwei ging es über weite Teile auf extrem technischem Gelände rechts am Hang entlang.
# An Tag zwei ging es über weite Teile auf extrem technischem Gelände rechts am Hang entlang.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3178
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3178
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A5000
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A5000
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2437
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2437
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2457
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2457

Das klang bis jetzt alles ganz schön krass und anstrengend und anspruchsvoll … dabei darf man aber nicht die beeindruckende Landschaft vergessen, durch die wir uns den ganzen Tag kämpften. Außerdem war es ja auch ein Rennen und da darf es dann auch mal ein bisschen in den Beinen zwicken. Krass, anstrengend und anspruchsvoll ging es weiter mit einem zweiten panoramareichen aber kräftezehrenden Uphill, bevor die beiden letzten und meiner Meinung nach besten Stages den Tag beschlossen. Stage 3 ähnelte den ersten beiden, war aber eine ganze Ecke flowiger und teilweise auf ziemlich coolem Nadelboden, während Stage 4 auch gut in ein DH-Rennen gepasst hätte und einfach nur mega ruppig und Vollgas war. Das Ziel lag wiedermal in einer Bucht. Dort bot sich die Möglichkeit, einen Shuttle zurück zum Ausgangspunkt zu nehmen oder wie wir, ein Boot-Taxi nach Havelock.

Stage 2 war der absolute Killer …
# Stage 2 war der absolute Killer …
… der Untergrund war durchgehend extrem ruppig und anspruchsvoll. Um flüssig durchzukommen, waren einige haarige Bunny Hops und Gaps notwendig. Alles in der Hoffnung, dass man nicht stürzt oder sich den Reifen am nächstbesten Stein aufschlitzt.
# … der Untergrund war durchgehend extrem ruppig und anspruchsvoll. Um flüssig durchzukommen, waren einige haarige Bunny Hops und Gaps notwendig. Alles in der Hoffnung, dass man nicht stürzt oder sich den Reifen am nächstbesten Stein aufschlitzt.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3826
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3826
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3862
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3862
Nach Stage 2 gab es jedoch die Möglichkeit, sich ausgiebig auf einer sehr abgeschieden und idyllisch liegenden Lodge zu erholen.
# Nach Stage 2 gab es jedoch die Möglichkeit, sich ausgiebig auf einer sehr abgeschieden und idyllisch liegenden Lodge zu erholen.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3993
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A3993
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2517
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2517
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4005
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4005
Ein weiterer langer, jedoch größtenteils fahrbarer Transfer führte die frisch gestärkten Rennfahrer zur nächsten Stage.
# Ein weiterer langer, jedoch größtenteils fahrbarer Transfer führte die frisch gestärkten Rennfahrer zur nächsten Stage.
Stage 3 und 4 waren etwas weniger technisch, dafür um einiges schneller und extrem spaßig.
# Stage 3 und 4 waren etwas weniger technisch, dafür um einiges schneller und extrem spaßig.
Anka Martin begleitete uns durch den Tag und legte ebenfalls die komplette Etappe zurück.
# Anka Martin begleitete uns durch den Tag und legte ebenfalls die komplette Etappe zurück.
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2956
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X2956
Jérôme und Mitch vergleichen Zeiten.
# Jérôme und Mitch vergleichen Zeiten. - während ersterer in Führung lag, ließ Mitch es nach Problemen am ersten Tag eher locker angehen.
Die Wartezeit auf das Boot-Taxi ließ sich perfekt mit einigen Hotdogs und Bier versüßen.
# Die Wartezeit auf das Boot-Taxi ließ sich perfekt mit einigen Hotdogs und Bier versüßen.
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4223
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4223
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4272
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4272
Aufgrund der vielen Buchten entlang der Küste, ist das Boot in dieser Region oft der schnellste Weg um von A nach B zu kommen.
# Aufgrund der vielen Buchten entlang der Küste, ist das Boot in dieser Region oft der schnellste Weg um von A nach B zu kommen.

Tag 3 – Wakamarina

Wer es bis hierhin geschafft hatte, konnte schonmal aufatmen – denn jetzt stand das Highlight des ganzen Rennens bevor. In Gruppen von 5 Leuten wurden wir mit zwei Helikoptern von einem versteckt liegenden Campingplatz auf eine winzig kleine offene Fläche auf einem schmalen Höhengrad tief im Wald geflogen. Nur wenige Meter weiter startete direkt Stage 1: Ein sehr cooler, oben naturbelassener, unten ausgewaschener Trail mit einigen harten Gegenanstiegen. Mit komplett kalten Beinen und immer noch leicht in die Helikopter-Pilotin verliebt und entsprechend unkonzentriert war das eine echte Challenge.

NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4322
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4322
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4358
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4358
Die Organisatoren freuen sich auf den Tag.
# Die Organisatoren freuen sich auf den Tag.
“We're operating with a dangerous tool here!”
# “We're operating with a dangerous tool here!” - nach einem kurzen Sicherheits-Briefing konnte es endlich losgehen.
Von einem im Tal liegenden Campingplatz ging es …
# Von einem im Tal liegenden Campingplatz ging es …
… direkt auf diesen schmalen Höhengrad. Wenn man aus der Ferne ankommt, würde man nicht denken, dass man dort überhaupt einen Helikopter landen kann!
# … direkt auf diesen schmalen Höhengrad. Wenn man aus der Ferne ankommt, würde man nicht denken, dass man dort überhaupt einen Helikopter landen kann!
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4727
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4727
NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4738
# NZ RockShox DebonAir2018 GG4A4738
Ein Ausblick, den man genießen muss!
# Ein Ausblick, den man genießen muss!
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3426
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3426
NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3469
# NZ RockShox DebonAir2018 AN3X3469
Die erste Stage des Tages war im oberen Teil ziemlich frisch abgesteckt und extrem naturbelassen und spaßig.
# Die erste Stage des Tages war im oberen Teil ziemlich frisch abgesteckt und extrem naturbelassen und spaßig.
Auch Pauline Dieffenthaler war dabei, fuhr jedoch nicht das komplette Rennen mit.
# Auch Pauline Dieffenthaler war dabei, fuhr jedoch nicht das komplette Rennen mit.

Nach einem etwa einstündigen, tragend zurückzulegenden Uphill folgte Stage 2: Ein knapp 15 minütiges Wurzel-Feuerwerk, ohne Gegenanstiege, dafür mit viel Linienwahl und im Prinzip eine Enduro-Stage, wie sie im Buche steht. Ab dem oberen Teil dieser Stage kann ich euch den Rest auch nur noch als Beobachter und nicht mehr als Teilnehmer berichten. Munter in die GoPro brabbelnd und nach einem bis jetzt komplett sturzfreien Rennen etwas übermotiviert, übersah ich einen ziemlich technischen Drop – da half auch die neue DebonAir-Luftfeder nix und ich biss ordentlich mit dem Gesicht in den Boden. Neben der Strecke sitzend, Blut aus Mund und Nase laufend, verfluchte ich mich dafür, keinen Fullface-Helm aufgezogen zu haben. Die Sache stellte sich jedoch als harmlos raus – im Gegensatz zu meinem rechten Daumen. Der hatte komisch geknackt und schwoll nun auf beachtliche Größe an, die wohl gereicht hätte, um mit Zaphod Beeblebrox per Anhalter durch die Galaxis zu reisen.

Gregor in Gefahr – NZ Enduro von MoritzMehr Mountainbike-Videos

Der Transfer von Stage 1 zu 2 musste beinahe komplett tragend zurückgelegt werden.
# Der Transfer von Stage 1 zu 2 musste beinahe komplett tragend zurückgelegt werden.
Kiwi-Style, ohne Handschuhe
# Kiwi-Style, ohne Handschuhe - Keegan Wright musste leider an Tag 2 aussetzen, ließ es am Schluss jedoch nochmal richtig knallen.
Wurzeln waren wieder reichlich vorhanden …
# Wurzeln waren wieder reichlich vorhanden …
… diesmal jedoch mit viel Linienwahl und wechselndem Bodenbelag
# … diesmal jedoch mit viel Linienwahl und wechselndem Bodenbelag - insgesamt eine Stage wie sie im Buche steht!

Der Daumen war auf alle Fälle erstmal hinüber, also hieß es, die restliche Strecke schiebend zurückzulegen, bis mich ein Pick-up die letzten Meter fahren könnte. Nach Stage 2 folgte ein sanfter Transfer, den ich sogar teilweise einhändig fahren konnte und der, sobald es bergab ging, nahtlos in die finale Stage 3 überging. Diese war wieder mal extrem schnell, voller loser Steine und im unteren Teil mit einigen steilen, technischen Kurven gespickt. Hier kam mir bereits ein Streckenposten entgegen, der mir gleich mein Bike abnahm und Richtung Ausgang brachte. Nach geschätzten 2 Stunden kam ich endlich am Auto an, wo mein Bike schon eingeladen war und mir der Streckenposten erstmal ein Bier in die Hand drückte – die Neuseeländer sind eben ein bisschen lockerer drauf. Im Ziel gab es dann reichlich zu essen und mehr Bier, während die Siegerehrung stattfand und Tombola-Preise vergeben wurden. Danke an dieser Stelle auch nochmal an Elmar und Max, die zurückblieben, um mir wieder zurück in die Zivilisation zu helfen.

Im Ziel gab es neben der Verlosung und Siegerehrung noch weitere Spiele, bei denen es alles mögliche zu gewinnen gab.
# Im Ziel gab es neben der Verlosung und Siegerehrung noch weitere Spiele, bei denen es alles mögliche zu gewinnen gab.
Jamie Nicoll holte die Nähmaschine aus seinem alten Bus, und nähte einigen Teilnehmern die NZ Enduro-Patches an, die Anka Martin jedem Finisher persönlich aushändigte.
# Jamie Nicoll holte die Nähmaschine aus seinem alten Bus, und nähte einigen Teilnehmern die NZ Enduro-Patches an, die Anka Martin jedem Finisher persönlich aushändigte. - Sone Nähmaschine kann man auf einem Rennen ja auch mal dabei haben.
Eine weitere Sven Martin-Ansprache …
# Eine weitere Sven Martin-Ansprache …
… dann gehts zur Siegerehrung, wo Jérôme auch nochmal was zu sagen hat. Das Männer-Podium war
# … dann gehts zur Siegerehrung, wo Jérôme auch nochmal was zu sagen hat. Das Männer-Podium war - 1. Jérôme Clementz, 2. Samuel Shaw, 3. Joe Nation
Bei den Pro Women hießen die Top 3
# Bei den Pro Women hießen die Top 3 - 1. Emily Slaco, 2. Harriet Harper, 3. Uriell Carlson

Fazit – NZ Enduro 2018

Mit dem Fazit, dass man in Neuseeland ganz gut Mountainbiken kann, schocke ich vermutlich niemanden mehr. Statt nur Party-Laps in Queenstown zu shredden (Bro!) sollte man sich jedoch auch die touristisch nicht ganz so erschlossene Nelson-Region im Norden der Südinsel zu Gemüte führen. Das NZ Enduro ist vermutlich die beste Gelegenheit, die sonst schwer erreichbaren Trails zu entdecken. Den Organisatoren ist es gelungen fantastische Landschaften, erstklassige Trails und eine freundschaftliche Atmosphäre zu einem ziemlich einmaligen Paket zusammen zu schnüren. Außerdem: Wann fliegt man bitte schonmal mit einem Helikopter zum Radfahren?

  1. benutzerbild

    Ghostrider7.5k

    dabei seit 06/2012

    on any sunday schrieb:
    Der Unterschied zwischen Logistik und Logik ist dir bekannt?

    Ja ist er. Und ich habe mich auch nicht auf die angesprochene Logistik bezogen. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass so eine Veranstaltung überhaupt nicht logisch ist, sondern einfach nur der Bespaßung dient. Und das es damit dann auch ein bisschen egaler ist, ob man jetzt mit dem Heli zum Trail kommt oder mit dem Auto. Das eine verbrennt mehr Treibstoff, ok. Aber unsinnig/unlogisch ist beides.
  2. benutzerbild

    Ghostrider7.5k

    dabei seit 06/2012

    oldrizzo schrieb:
    Und auch hier liegt es an jedem einzelnen den ersten Schritt zu tun. Ich sehe im mountainbiken eine Möglichkeit, Menschen mit dem was wir Natur nennen in Verbindung zu bringen. Wer nicht mit Scheuklappen durch die Gegend läuft, zählt dann auch vllt. mal eins und eins zusammen. Dann braucht es den erhobenen Zeigefinger auch nicht. Oder nur einen ganz kleinen. Vorbild sein nannte man das früher.

    Ja, Du hast sicherlich Recht, dass man mit MTB fahren die Option hat, Menschen mit der Umwelt in Verbindung zu bringen. Das geht aber auch beim Wandern oder Spazieren gehen. Man kann auch mit einem MTB das Auto des Öfteren stehen lassen, stimmt. Aber die meisten hier nutzen das MTB weil es Spaß macht und ignorieren dabei mehr oder weniger gekonnt, was für umweltzerstörerische Maßnahmen notwendig sind, damit sie sich auf ein MTB setzen können. Und wer von Umweltbewusstsein redet und wie toll MTB fahren doch für die Umwelt ist, während er das selbst nur tut um seine Freizeit zu gestalten und dazu am besten noch aus bspw. aus Hessen in die Alpen fährt oder (um beim Thema zu bleiben) nach Neuseeland fliegt, der hat in meinen Augen etwas grundlegend nicht verstanden. Vor allem nicht, wenn er dann anfängt sich über Heli-Biken aufzuregen.

    Und bitte nicht falsch verstehen. Ich finde MTB fahren als Freizeitbeschäftigung hervorragend und will das auch nicht missen und ich sehe auch keine wirkliche Notwendigkeit, sich mit einem Heli auf den Berg fliegen zu lassen, nur um noch einen weiteren (sicherlich tollen) Trail zu fahren. Aber ich tue auch nicht so, als sei meine Freizeitbeschäftigung ja so toll für die Umwelt, nur weil ich keinen Benzintank/Akku dafür brauche.
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  4. benutzerbild

    oldrizzo

    dabei seit 09/2004

    Ghostrider7.5k schrieb:
    Aber die meisten hier nutzen das MTB weil es Spaß macht und ignorieren dabei mehr oder weniger gekonnt, was für umweltzerstörerische Maßnahmen notwendig sind, damit sie sich auf ein MTB setzen können.


    ...das weiss ich nicht. Mir selber ist nur ein kleiner Bruchteil der hier Angemeldeten bekannt. Von den paar Bikern die ich kenne ist der Anteil derer die mitdenken zumindest so hoch, dass sich Aufklärung erübrigt.
  5. benutzerbild

    Nash

    dabei seit 10/2006

    Ich kann mich erst über Helibiking aufregen, wenn ich nur noch Urlaub Zuhause, auf dem Balkon oder im nahe liegenden Garten mache! o_O
  6. benutzerbild

    oldrizzo

    dabei seit 09/2004

    Das hat niemand geschrieben.

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