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Die 40 schnellsten MTB-Profis auf einem kurzen Rundkurs und eine Renndauer von 20 Minuten machen die 2018 im Weltcup eingeführte Short Track-Disziplin zu einer wahnsinnig spannenden Angelegenheit
Die 40 schnellsten MTB-Profis auf einem kurzen Rundkurs und eine Renndauer von 20 Minuten machen die 2018 im Weltcup eingeführte Short Track-Disziplin zu einer wahnsinnig spannenden Angelegenheit - Taktik, Antrittsstärke und das nötige Quäntchen Glück braucht es, um bei den „Qualifikationsrennen“ für die Startaufstellung des folgenden Cross-Country-Rennens vorne zu sein
Obwohl der Short Track erst seit 2018 Teil der Weltcupserie ist, gibt es die MTB-Disziplin bereits seit vielen Jahren
Obwohl der Short Track erst seit 2018 Teil der Weltcupserie ist, gibt es die MTB-Disziplin bereits seit vielen Jahren - Insbesondere in den USA hatte sich noch im letzten Jahrhundert das kurze Rennformat etabliert, dass im Vorfeld eines Cross-Country-Rennens durchgeführt wurde. Hierzulande wurde dies meist nur bei Großereignissen wie dem Sea Otter Festival (im Bild) wahrgenommen
Zeitweise versuchte sich die MTB-Bundesliga an einem recht ähnlichen Konzept
Zeitweise versuchte sich die MTB-Bundesliga an einem recht ähnlichen Konzept - Die damals als „Short Race“ titulierten Wettkämpfe wurden ebenfalls vor den Cross-Country-Rennen auf einem verkürzten Rundkurs durchgeführt. Die Rennen glichen aber meist vielmehr einem Schaulaufen bzw. Warm-Up der Profis, sodass der sportliche Wert oftmals gering blieb.
2012 wurde schließlich die Eliminator-Disziplin in die Weltcup-Serie integriert
2012 wurde schließlich die Eliminator-Disziplin in die Weltcup-Serie integriert - Kopf-an-Kopf duellierten sich jeweils vier Fahrerinnen und Fahrer in sogenannten „Heats“, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. 2013 ging es beim ersten Weltcup in Albstadt in der Innenstadt von Albstadt-Tailfingen zur Sache (im Bild).
2013 sicherten sich Alexandra Engen (Bildmitte, weißes Trikot) und Daniel Federspiel in Albstadt den Sieg
2013 sicherten sich Alexandra Engen (Bildmitte, weißes Trikot) und Daniel Federspiel in Albstadt den Sieg - Die beiden Sportler waren mitunter zwei der prägenden Gestalten der Eliminator-Szene. Die Wettkämpfe wurden von internationalen Top-Stars der Cross-Country-Szene nur bedingt aufgenommen, sodass der Eliminator-Sprint 2015 aus der Weltcupserie gestrichen wurde
Der zweite und damit letzte Eliminator-Sieg ging im Jahr 2014 nach Belgien
Der zweite und damit letzte Eliminator-Sieg ging im Jahr 2014 nach Belgien - Der Belgier Fabrice Mels triumphierte damals auf einer neuen Sprintstrecke im Albstädter Bullentäle. Bei den Damen siegte im zweiten Weltcupjahr in Albstadt die Schweizerin Kathrin Stirnemann
Der erste Short Track-Weltcup in der Geschichte des Mountainbikesports 2018
Der erste Short Track-Weltcup in der Geschichte des Mountainbikesports 2018 - Die damalige Weltmeisterin Jolanda Neff führt das Damenfeld im Albstädter Bullentäle an. Letztendlich sicherte sich aber die Dänin Annika Langvad den ersten Sieg in der neuen Disziplin. Bei den Herren verpatzte Nino Schurter aufgrund von Problemen mit einer neu vorgestellten elektronischen Schaltung den Short Track-Auftakt, es siegte damals Mathieu van der Poel
Die Regularien der Short Track-Rennen sorgen dafür, dass die Top-Stars wirklich alles in die Waagschale legen, um möglichst weit vorne zu landen
Die Regularien der Short Track-Rennen sorgen dafür, dass die Top-Stars wirklich alles in die Waagschale legen, um möglichst weit vorne zu landen - Die 24 Bestplatzierten des Short Tracks stehen beim folgenden Cross-Country-Rennen in den ersten Startreihen, zudem gibt es eine Menge Punkte für die Gesamtweltcup-Wertung zu gewinnen, sodass ein schlechtes Short Track-Ergebnis doppelt schmerzt.
Short Track ist bei Zuschauern und Fahrern gleichermaßen beliebt
Short Track ist bei Zuschauern und Fahrern gleichermaßen beliebt - Das Rennformat verspricht jedes Mal Spannung bis zum Schluss. Grundsätzlich gilt aber, dass sprintstarke Fahrerinnen und Fahrer wie der niederländische Superstar Mathieu van der Poel (im Bild) etwas bevorzugt sind
Wie spannend die Disziplin sein kann, haben unter anderem die beiden Short Track-Rennen aus dem Corona-gebeutelten Vorjahr gezeigt
Wie spannend die Disziplin sein kann, haben unter anderem die beiden Short Track-Rennen aus dem Corona-gebeutelten Vorjahr gezeigt - In einem packenden Sprintfinish sicherte sich beim zweiten der beiden Weltcuprennen in Nove Mesto der Brasilianer Henrique Avancini den Sieg
Dicht an dicht fahren die schnellsten Damen der Welt hier beim Weltcup in Albstadt auf einem Singletrail
Dicht an dicht fahren die schnellsten Damen der Welt hier beim Weltcup in Albstadt auf einem Singletrail - Der technische Anspruch der Short Track-Rennen kann naturgemäß nicht mit den Anforderungen eines Cross-Country-Rennens mithalten. Kritiker sehen in der Disziplin einen Verschnitt von Straßenrennen mit dem einzigen Unterschied des unterschiedlichen Rades
Quo vadis, Short Track?
Quo vadis, Short Track? - Die Disziplin hat innerhalb kürzester Zeit für richtig viel Furore in der Cross-Country-Szene gesorgt und geht nun in die vierte Weltcupsaison. Zudem gibt es 2021 erstmals eine Short Track-Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole
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Top oder Flop?
Top oder Flop? - Was haltet ihr von der Short-Track-Disziplin? Geht die Erfolgsgeschichte weiter?

Packende Positionskämpfe, taktisch geprägte Wettkämpfe und stets äußerst spannende Rennverläufe: Die 2018 im Weltcup neu eingeführte Disziplin Short Track hat sich innerhalb kürzester Zeit bei Fans und Sportlern zu einem echten Highlight des UCI MTB World Cups entwickelt. Das rund 20-minütige Rennformat, welches unter anderem als Qualifikationslauf für die Startaufstellung des folgenden Cross Country-Rennens dient, bietet auf engem Raum das volle Programm an Mountainbike-Action. Eine Erfolgsgeschichte, die auch im Jahr 2021 seine Fortsetzung findet.

Die 40 schnellsten Mountainbikerinnen und Mountainbiker der Welt, ein 1 bis 1,5 Kilometer langer Rundkurs mit vielen Überholmöglichkeiten und eine Renndauer von knapp 20 Minuten sind das Rezept für die spektakuläre Disziplin Short Track: Es findet meist zwei Tage vor dem Höhepunkt eines Weltcup-Wochenendes, den Wettkämpfen in der olympischen Cross Country-Disziplin, statt. Dort jagen die besten Fahrerinnen und Fahrer in rasanten Duellen über die Rennstrecken.

Short Track-Rennen sind meist sehr taktisch geprägt, das Feld kommt immer wieder zusammen und deshalb ist der Rennausgang bis zum Schluss komplett unklar. Es sprinten oftmals viele verschiedene Fahrer noch um den Sieg, das macht den Short Track so unglaublich spannend.

Max Brandl, amtierender deutscher Meister in der Cross-Country-Disziplin

Die 40 schnellsten MTB-Profis auf einem kurzen Rundkurs und eine Renndauer von 20 Minuten machen die 2018 im Weltcup eingeführte Short Track-Disziplin zu einer wahnsinnig spannenden Angelegenheit
# Die 40 schnellsten MTB-Profis auf einem kurzen Rundkurs und eine Renndauer von 20 Minuten machen die 2018 im Weltcup eingeführte Short Track-Disziplin zu einer wahnsinnig spannenden Angelegenheit - Taktik, Antrittsstärke und das nötige Quäntchen Glück braucht es, um bei den „Qualifikationsrennen“ für die Startaufstellung des folgenden Cross-Country-Rennens vorne zu sein
Diashow: Short Track im XC-World Cup: Erfolgsgeschichte eines spektakulären Rennformats
Top oder Flop?
Der erste Short Track-Weltcup in der Geschichte des Mountainbikesports 2018
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Dicht an dicht fahren die schnellsten Damen der Welt hier beim Weltcup in Albstadt auf einem Singletrail
Die Regularien der Short Track-Rennen sorgen dafür, dass die Top-Stars wirklich alles in die Waagschale legen, um möglichst weit vorne zu landen
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Die Wurzeln des Short Tracks liegen in Amerika

Die scheinbar so junge Mountainbike-Disziplin besitzt eine Historie, die deutlich länger zurückreicht, als man zunächst vermutet. Sie findet ihre Anfänge in den 90er-Jahren. Wie viele Trends in diesem Sport geht die Entwicklung von Short Track-Rennen auf Ursprünge in den USA zurück. Bereits vor der Jahrtausendwende wurde dort ein kurzes intensives Rennformat entwickelt, das die physischen Unterschiede zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgleichen sollte, sodass über die gesamte Renndauer die Spannung aufrechterhalten blieb. Gleichzeitig sollten sich die zusätzlichen Wettkämpfe möglichst problemlos in die Rennwochenenden integrieren lassen. Es entstand schließlich ein Format, das eine Mischung aus Cyclocross und Cross-Country darstellte – die sogenannte Short Track-Disziplin.

Obwohl der Short Track erst seit 2018 Teil der Weltcupserie ist, gibt es die MTB-Disziplin bereits seit vielen Jahren
# Obwohl der Short Track erst seit 2018 Teil der Weltcupserie ist, gibt es die MTB-Disziplin bereits seit vielen Jahren - Insbesondere in den USA hatte sich noch im letzten Jahrhundert das kurze Rennformat etabliert, dass im Vorfeld eines Cross-Country-Rennens durchgeführt wurde. Hierzulande wurde dies meist nur bei Großereignissen wie dem Sea Otter Festival (im Bild) wahrgenommen
Zeitweise versuchte sich die MTB-Bundesliga an einem recht ähnlichen Konzept
# Zeitweise versuchte sich die MTB-Bundesliga an einem recht ähnlichen Konzept - Die damals als „Short Race“ titulierten Wettkämpfe wurden ebenfalls vor den Cross-Country-Rennen auf einem verkürzten Rundkurs durchgeführt. Die Rennen glichen aber meist vielmehr einem Schaulaufen bzw. Warm-Up der Profis, sodass der sportliche Wert oftmals gering blieb.

Über Jahre hinweg führte der Short Track jedoch insbesondere auf europäischem Boden ein Schattendasein: Hierzulande gänzlich unbeachtet, machte die damals sehr außergewöhnliche Disziplin lediglich bei den wenigen amerikanischen Großereignissen wie etwa dem größten Radsport-Festival weltweit, dem Sea Otter in Kalifornien, auf sich aufmerksam. Erst als sich der Radsportweltverband UCI rund um die 2010er-Jahre mit zusätzlichen Rennformaten für den Weltcup beschäftigte, schien das Konzept des Short Tracks Anklang zu finden.

Mehr Medienwirksamkeit durch Zusatzdisziplin im Weltcup

Durch die Fokussierung auf ein einziges Rennen im Rahmen eines Weltcups boten sich über lange Zeit nur wenige Möglichkeiten zur Vermarktung des Cross Country-Sports. Geringe TV-Zeiten und eine damit einhergehende geringe Präsentationsmöglichkeit für Sponsoren bewog den Radsportweltverband in Zusammenarbeit mit den Teams nach neuen Formaten zu suchen, die sich in das bestehende System einfügen ließen. Vor allem mit Blick auf die Olympischen Spiele erhoffte man sich durch eine mögliche zweite olympische Disziplin mehr öffentliche Aufmerksamkeit.

2012 wurde schließlich die Eliminator-Disziplin in die Weltcup-Serie integriert
# 2012 wurde schließlich die Eliminator-Disziplin in die Weltcup-Serie integriert - Kopf-an-Kopf duellierten sich jeweils vier Fahrerinnen und Fahrer in sogenannten „Heats“, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. 2013 ging es beim ersten Weltcup in Albstadt in der Innenstadt von Albstadt-Tailfingen zur Sache (im Bild).
2013 sicherten sich Alexandra Engen (Bildmitte, weißes Trikot) und Daniel Federspiel in Albstadt den Sieg
# 2013 sicherten sich Alexandra Engen (Bildmitte, weißes Trikot) und Daniel Federspiel in Albstadt den Sieg - Die beiden Sportler waren mitunter zwei der prägenden Gestalten der Eliminator-Szene. Die Wettkämpfe wurden von internationalen Top-Stars der Cross-Country-Szene nur bedingt aufgenommen, sodass der Eliminator-Sprint 2015 aus der Weltcupserie gestrichen wurde
Der zweite und damit letzte Eliminator-Sieg ging im Jahr 2014 nach Belgien
# Der zweite und damit letzte Eliminator-Sieg ging im Jahr 2014 nach Belgien - Der Belgier Fabrice Mels triumphierte damals auf einer neuen Sprintstrecke im Albstädter Bullentäle. Bei den Damen siegte im zweiten Weltcupjahr in Albstadt die Schweizerin Kathrin Stirnemann

Bereits damals wurde über eine Einführung der Short Track-Rennen im Weltcup spekuliert. Letztlich fiel die Entscheidung jedoch zugunsten eines anderen Formats: dem sogenannten Eliminator-Sprint. Im sogenannten „Heat“-Modus, analog zum Verfahren in anderen Sportarten wie beispielsweise dem Ski-Cross, wurde bis zum Jahr 2014 bei fast jedem Weltcuprennen ein zusätzlicher Wettkampf in dieser Disziplin durchgeführt. Je vier Fahrerinnen bzw. Fahrer traten im direkten Duell gegeneinander an, die zwei Besten rückten in die nächste Runde auf, ehe im Finallauf Siegerinnen und Sieger ermittelt wurden. Auch in bei den Weltcup-Rennen auf deutschem Boden in Albstadt gab es die Eliminator-Sprints zu bewundern: 2013 sicherten sich die Schwedin Alexandra Engen und der Österreicher Daniel Federspiel in der Innenstadt von Albstadt-Tailfingen den Sieg. Ein Jahr später standen die Schweizerin Kathrin Stirnemann und der Belgier Fabrice Mels auf einer neuen Strecke im Albstädter Bullentäle ganz oben auf dem Podest.

Short Track sticht Eliminator aus

Da die Eliminator-Rennen jedoch ohne Bedeutung im Hinblick auf die nachfolgenden Wettkämpfe in der Cross Country-Disziplin blieben, verzichtete ein Großteil der internationalen Top-Stars auf einen dortigen Start, sodass die erhoffte öffentlichkeitswirksame Wirkung verpuffte. Im Jahr 2015 wurden die Rennen deshalb aus dem Weltcup-Programm gestrichen und seit 2017 als eigenständige Disziplin mit eigenen separaten Wettkämpfen fortgeführt.

Die Grundproblematik der geringen Medienwirksamkeit des Cross Country-Sports blieb damit jedoch bestehen, sodass sich die UCI und die größten Teams in der Szene nach neuen Ideen umschauten: Es entstand schließlich das Konzept der Short Track-Rennen im Weltcup.

Der erste Short Track-Weltcup in der Geschichte des Mountainbikesports 2018
# Der erste Short Track-Weltcup in der Geschichte des Mountainbikesports 2018 - Die damalige Weltmeisterin Jolanda Neff führt das Damenfeld im Albstädter Bullentäle an. Letztendlich sicherte sich aber die Dänin Annika Langvad den ersten Sieg in der neuen Disziplin. Bei den Herren verpatzte Nino Schurter aufgrund von Problemen mit einer neu vorgestellten elektronischen Schaltung den Short Track-Auftakt, es siegte damals Mathieu van der Poel

Wie eingangs erwähnt hatte sich das kurze Rennformat in den Vereinigten Staaten über viele Jahre hinweg als Publikumsmagnet bewährt und konnte zudem geschickt in die dortigen Großveranstaltungen integriert werden. Dabei zeigte sich, dass im Gegensatz zur Eliminator-Disziplin weniger die erwarteten Spezialisten die Nase vorn hatten, sondern vielmehr die etablierten Kräfte aus den Cross Country-Wettkämpfen. Spannende Rennverläufe waren an der Tagesordnung, was ideale Voraussetzung für den Start der Erfolgsgeschichte Short Track bot.

Neue Regeln mit erheblichen Auswirkungen für die Top-Fahrerinnen und -Fahrer

Das Ziel, auch die absoluten Top-Fahrerinnen und Top-Fahrer zu vollem Einsatz im Short Track zu motivieren, wurde durch eine Anpassung der Regularien möglich. Der Verzicht auf einen Start oder ein kraftsparendes Verhalten in den neuen Rennen wurde mit weitreichenden Konsequenzen verbunden. Konkret bedeutet dies: Die Ergebnisse des Short Tracks dienen heute als Qualifikationslauf für die wichtige Startposition im Cross Country-Rennen zwei Tage später. Die ersten drei Startreihen, also die ersten 24 Startplätze, werden durch die Ergebnisse des Short Tracks festgelegt. Zudem fließen die Resultate in die Gesamtwertung des Weltcups ein: Die Siegerin beziehungsweise der Sieger eines Short Tracks erhalten je 125 Weltcup-Punkte. Zum Vergleich: ein Sieg im Cross Country-Rennen bringt 250 Punkte. Im Verhältnis zur Renndauer haben die Punkte des Short Tracks somit einen erheblichen Einfluss auf das Overall-Ranking.

Die Regularien der Short Track-Rennen sorgen dafür, dass die Top-Stars wirklich alles in die Waagschale legen, um möglichst weit vorne zu landen
# Die Regularien der Short Track-Rennen sorgen dafür, dass die Top-Stars wirklich alles in die Waagschale legen, um möglichst weit vorne zu landen - Die 24 Bestplatzierten des Short Tracks stehen beim folgenden Cross-Country-Rennen in den ersten Startreihen, zudem gibt es eine Menge Punkte für die Gesamtweltcup-Wertung zu gewinnen, sodass ein schlechtes Short Track-Ergebnis doppelt schmerzt.

Die World Cup-Gesamtwertung spielt dann wiederum bei der Startplatzvergabe für die Short Track-Rennen folgender Weltcupstationen eine entscheidende Rolle. Jeweils 40 Fahrerinnen und Fahrer sind für den Short Track grundsätzlich startberechtigt. Das sind zunächst die 16 Bestplatzierten der Gesamtwertung. Die verbleibenden 24 Startplätze werden anhand der Platzierungen innerhalb der aktuellen Weltrangliste, die auch Wettkämpfe außerhalb der Weltserie beinhaltet, aufgefüllt.

Das Short Track-Rennen im Albstädter Bullentäle markiert dieses Jahr jedoch eine Ausnahme: Da zum Auftakt der Rennsaison 2021 logischerweise noch keine Wertung des Gesamtweltcups existiert, sind die jeweils besten 40 Fahrerinnen und Fahrer der Weltrangliste beim Short Track im Bullentäle mit von der Partie. Ungeachtet dessen sind die Fahrerinnnen und Fahrer verpflichtet, beim Short Track denselben Rahmen zu verwenden, welchen sie im folgenden Cross-Country-Rennen auch nutzen möchten. Fully oder Hardtail? Die oftmals heiß diskutierte Frage im Fahrerfeld spitzt sich aufgrund dieser besonderen Regel weiter zu.

One-Man-Show bei den Männern & Diversität bei den Frauen

Das neue Konzept geht auf: Die junge Disziplin wird von Sportlern und Zuschauern gleichermaßen sehr positiv aufgenommen und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem weiteren Highlight im Rennkalender. Bereits beim ersten Short Track-Rennen im Rahmen eines Weltcups – im Albstädter Bullentäle 2018 – überschlugen sich die Ereignisse und zeigten eindrucksvoll, welches Potenzial in der Disziplin steckt. Superstar Nino Schurter fiel im Herrenrennen direkt nach dem Start die Kette herunter, wenig später musste er das Rennen sogar vorzeitig aufgeben. Somit ging der Schweizer Superstar zwei Tage später beim Cross Country-Rennen mit dem Handicap einer schlechten Startposition ins Rennen, was den Spannungsbogen erheblich vergrößerte. Dass es trotz eines verpatzten Short Track-Rennens möglich ist, im Cross-Country zu überzeugen, bewies der Olympiasieger in ebendiesem Hauptrennen mit einem eindrucksvollen Sieg.

Short Track ist bei Zuschauern und Fahrern gleichermaßen beliebt
# Short Track ist bei Zuschauern und Fahrern gleichermaßen beliebt - Das Rennformat verspricht jedes Mal Spannung bis zum Schluss. Grundsätzlich gilt aber, dass sprintstarke Fahrerinnen und Fahrer wie der niederländische Superstar Mathieu van der Poel (im Bild) etwas bevorzugt sind
Wie spannend die Disziplin sein kann, haben unter anderem die beiden Short Track-Rennen aus dem Corona-gebeutelten Vorjahr gezeigt
# Wie spannend die Disziplin sein kann, haben unter anderem die beiden Short Track-Rennen aus dem Corona-gebeutelten Vorjahr gezeigt - In einem packenden Sprintfinish sicherte sich beim zweiten der beiden Weltcuprennen in Nove Mesto der Brasilianer Henrique Avancini den Sieg
Dicht an dicht fahren die schnellsten Damen der Welt hier beim Weltcup in Albstadt auf einem Singletrail
# Dicht an dicht fahren die schnellsten Damen der Welt hier beim Weltcup in Albstadt auf einem Singletrail - Der technische Anspruch der Short Track-Rennen kann naturgemäß nicht mit den Anforderungen eines Cross-Country-Rennens mithalten. Kritiker sehen in der Disziplin einen Verschnitt von Straßenrennen mit dem einzigen Unterschied des unterschiedlichen Rades

Im Gegensatz zu Schurter rückte beim Short Track bereits eine Figur ins Rampenlicht, welche die zukünftigen Wettbewerbe der neu eingeführten Disziplin prägen sollte wie kaum eine andere: Der niederländische Superstar Mathieu van der Poel, der in den Radsportdisziplinen Cyclocross, Straße und Cross-Country gleichermaßen erfolgreich ist. Dieser sicherte sich mit einem famosen Antritt 2018 den Sieg in Albstadt. Van der Poel beließ es aber nicht bei dem einen Erfolg: In den vergangenen drei Jahren triumphierte das niederländische Allround-Talent bei insgesamt sieben weiteren Short Track-Rennen. 2019 dominierte er die Szene, indem er alle fünf Wettkämpfe bei denen er am Start stand, für sich entscheiden konnte.

Dass die neue Disziplin jedoch keineswegs eine langweilige One-Man- bzw. One-Woman-Show sein muss, zeigt der Rückblick auf die Rennen im Damenfeld: Acht verschiedene Siegerinnen bei insgesamt 15 durchgeführten Rennen im Rahmen eines Weltcups sprechen eine eindeutige Sprache – Short Track ist eine packende Disziplin, die enorm viel Spannungspotenzial mit sich bringt. Ob Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot, Ausnahmeathletin Jolanda Neff oder Kate Courtney, die amerikanische Gesamtweltcup-Siegerin aus dem Jahr 2019 – sie alle standen schon ganz oben auf einem Short Track-Podest.

Short Track als zweite MTB-Disziplin bei Olympia?

Die Charakteristik des kurzen und wenig selektiven Rennformats mit häufigen Sprintentscheidungen birgt Vorteile für spritzige Fahrer wie beispielsweise Mathieu van der Poel. Zudem spielen Taktik und Rennübersicht eine wichtige Rolle, da der entscheidende Moment anzugreifen gegebenenfalls rennentscheidend sein kann. Kritiker des Short Tracks sehen in der neuen Disziplin aufgrund der taktisch geprägten Wettkämpfe ein Format, das zu sehr klassischen Straßenrennen ähnele und dadurch Fahrerinnen und Fahrer bevorzuge, die spritzig und endschnell seien.

Der Unterschied zum klassischen Cross-Country-Rennen besteht im Wesentlichen darin, dass man dort häufig in gewisser Weise nur vor sich hinfährt. Im Short Track ist das komplett anders – da muss man viel mehr auf das achten was um einen herum passiert und taktisch clever darauf reagieren. Eine möglichst gute Startposition für das folgende Cross-Country-Rennen ist für mich natürlich eine hohe Motivation, beim Short Track richtig Gas zu geben.

Für die Zuschauer ist es natürlich super spannend, wenn so viele verschiedene Fahrer wie bei den Weltcup-Rennen im Vorjahr um den Sieg kämpfen und es bis auf die letzten Meter so spannend bleibt. In Albstadt beim Weltcup-Auftakt vorne dabei sein und sich unter den besten Acht für die erste Startreihe zu qualifizieren – das wäre genial!

Max Brandl, Dritter und Fünfter der beiden Short Track-Weltcups 2020

Ungeachtet der Kritik ist es jedoch Fakt, dass die Erfolgsgeschichte des Short Tracks weiter anhält. In der anstehenden Saison werden diese Rennen zum vierten Mal in Folge Teil der Weltcup-Serie sein. So wird auch beim Auftakt in Albstadt, wie in den Jahren 2018 und 2019, der Short Track das Rennwochenende am Freitag einläuten. Der Erfolg der Disziplin führt dazu, dass die UCI in diesem Jahr auch erstmals die Vergabe von Weltmeistertiteln im neuen Rennformat vorsieht – ein möglicher Schritt auf dem Weg zu einer zweiten Mountainbike-Disziplin bei den Olympischen Spielen? Wir werden sehen.

Quo vadis, Short Track?
# Quo vadis, Short Track? - Die Disziplin hat innerhalb kürzester Zeit für richtig viel Furore in der Cross-Country-Szene gesorgt und geht nun in die vierte Weltcupsaison. Zudem gibt es 2021 erstmals eine Short Track-Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole
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Meinung @ MTB-News.de

Als der Eliminator-Sprint 2012 in die Weltcup-Serie aufgenommen wurde, war die Begeisterung in der Szene groß: Ein packendes Rennformat, wie es auch die medienwirksamen Wintersportarten wie der Skicross oder Langlaufsprint umsetzten, versprach eine Aufwertung der Cross-Country-Disziplin in jeder Hinsicht. Letztlich war das Scheitern jedoch damals schon vorprogrammiert: Die Cross-Country-Szene lebt hinsichtlich ihrer Vermarktung wie kaum eine andere Sportart von seinen Top-Fahrerinnen und Top-Fahrern. Da diese beim Eliminator-Sprint so gut wie nie am Start standen, blieb die Disziplin meist eine Randnotiz eines Weltcupwochenendes.

Das ist nun bei der Short Track-Disziplin definitiv Geschichte: Mit der festen Integration in den Gesamt-Weltcup und der Qualifikation für die Startaufstellung beim Cross-Country-Rennen sind die internationalen Top-Stars gezwungen, bereits zwei Tage vor dem Highlight des Rennwochenendes Vollgas zu geben. Dass ein Superstar der gesamten Radsportwelt wie Mathieu van der Poel das Geschehen dominiert, beschert dem Format einerseits eine riesige Aufmerksamkeit, sorgt aber andererseits für teilweise zu berechenbare Rennverläufe.

Dieser Kritik muss sich die Disziplin allemal stellen: Die Strecken sind meist zu wenig Cross-Country-spezifisch und sorgen daher meist dafür, dass die Wettkämpfe erst auf den letzten Metern entschieden werden. Wenn es den Streckenplanerinnen und Streckenplanern gelingt, frühzeitige und vermehrte Attacken im Short Track attraktiver zu machen und somit unvorhergesehene Rennverläufe zu erzeugen, dann steht der Fortführung der Erfolgsgeschichte Short Track nichts im Wege.

Top oder Flop?
# Top oder Flop? - Was haltet ihr von der Short-Track-Disziplin? Geht die Erfolgsgeschichte weiter?

Erfolgsgeschichte oder Flop? Wie gefällt euch die Short Track-Disziplin?


Offenlegung: Für die Öffentlichkeitsarbeit des Weltcups in Albstadt wurde der Autor für das Erstellen des Artikels von der Stadt Albstadt beauftragt. Die Stadt Albstadt steht in keinerlei finanzieller Verbindung zu MTB-News. Der Artikel wird in ähnlichem Umfang auch als Pressemeldung der Stadt Albstadt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

  1. benutzerbild

    eBike-Power

    dabei seit 03/2021

    Wer soll das tun?


    Ich bin dafür, dass dies der Markt tut.


    Da spricht auch nichts dagegen.
    Ich kann dem Short Trak nur wenig abgewinnen. Wie auch allen anderen Varianten, wo zu viel Asphalt und zu wenig technische Sachen dabei sind. Daher gefällt mir Querfeldein nicht oder nur bedingt. Die Herausforderung im schlammigen Gelände zu fahren gefällt mir, die künstlichen Hindernisse bzw das Tragen des Rades, weniger.

    Wenn bei einer Veranstaltung über Wurzeln und Steine gefahren wird, der Kurs verwinkelt und anspruchsvoll ist, dann ist das eher meines. Wenn dann jedoch Strecken wie vor zwei Jahren in Albstadt, künstlich kastriert werden und andere dem Folgen, so ist das, ob berechtigt oder nicht, legitim. Aber mein Anspruch, mein Wunsch das zu sehen, ist dann nicht mehr gegeben. Bzw interessieren mich halt dann andere Strecken. Oder Disziplinen.


    Mag vielleicht gut gemeint sein, aber dann kommt der nächste und sagt, in meiner Branche (Büro, Bauarbeiter, Kassiererin, Lagerarbeiter, Bote, Lieferantenservice etc) verdiene ich zu wenig, ich möchte gerne mehr haben. Und letztendlich wird das ja auch von den Interessensverbänden und Gewerkschaften so praktiziert.
    Ich versuche es dir nochmal zu erklären.
    Es geht nicht darum was dir gefällt und du anschauen möchtest. Es geht darum was die Masse konsumiert.

    Wenn es dir nicht gefällt -> abschalten -> fertig!

    Gewinnen neue Entwicklungen/Formate keine Popularität werden sie eingestellt da es kein/wenig Interesse von Sponsoren gibt.

    Egal ob RB, Mercedes oder GoPro, die haben kein Interesse am XC. Die geben ihr Geld dem Format mit der gewünschten Reichweite und Zielgruppe.
  2. benutzerbild

    Tosa-Inu

    dabei seit 05/2018

    Egal ob RB, Mercedes oder GoPro, die haben kein Interesse am XC. Die geben ihr Geld dem Format mit der gewünschten Reichweite und Zielgruppe.
    Ich verstehe nicht 🤔 Ich dachte das wären die Sponsoren im XC?
  3. benutzerbild

    eBike-Power

    dabei seit 03/2021

    Ich verstehe nicht 🤔 Ich dachte das wären die Sponsoren im XC?
    Habe nichts gegenteiliges behauptet. Habe nur gesagt dass sie XC lediglich wegen seiner aktuellen Entwicklung -> steigende Popularität gewählt haben. Fällt diese, sind die Sponsoren auch wieder weg.

    Wobei RB für mich nochmal eine Sonderrolle einnimmt. mMn habe sie das Potenzial im abgeschiedenen XC gesehen und aktiv gefördert.
  4. benutzerbild

    Tosa-Inu

    dabei seit 05/2018

    AH, jetzt verstehe ich 💡
  5. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    Ich versuche es dir nochmal zu erklären.
    dass ich für mich spreche, und nicht für die Masse.
    Es geht nicht darum was dir gefällt und du anschauen möchtest. Es geht darum was die Masse konsumiert.
    Dann sind wir uns ja einig.

    Mehrere Meinungen (wer was sieht/liest) ergibt eben die Masse.

    Gewinnen neue Entwicklungen/Formate keine Popularität werden sie eingestellt da es kein/wenig Interesse von Sponsoren gibt.
    Was andererseits aber für den Sport vielleicht nicht so gut ist.
    Siehe diverse Regel- oder Formatänderungen in diversen Sportarten (zeitliche Verkürzung, andere Zählweise, künstliche Erschwernisse, Erleichterungen oder Kurse, usw).

    Egal ob RB, Mercedes oder GoPro, die haben kein Interesse am XC. Die geben ihr Geld dem Format mit der gewünschten Reichweite und Zielgruppe.
    In der Regel.
    Es gibt aber auch Firmen, die ihr Geld bewußt einer Sportart geben, weil der Vorstand, der Firmenchef, der CEO, die Satzung etc ein bestimmtest Verhalten, Image, Ansehen etc an den Tag legen will.

    Red Bull unterstützt ua halt auch weniger populäre Sportarten; oder risikoreiche. Und manchen davon haben sie zu(m) Erfolg geholfen.

    Letztendlich geht es diesen Firman natürlich um das Geld verdienen.

    Und insgesamt dreht es sich halt "nur" um Brot und Spiele.

    Mountainbiken können wir, noch, ohnhin, wo und wie wir wollen; unabhängig von Short Tracks, Sprintbewerbe, 4 cross, Eliminator, Marathon, Rampage etc smilie .

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