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iXS European Downhill Cup 2015: Fischbach und Farina gewinnen Gesamtwertung

Seit 2008 ist der iXS Cup in Leogang zu Gast und somit ist der Ort im Salzburger Land auch seit der Gründung des Europacups 2009 Mitglied dieser Serie. Große Namen und spannende Rennen wurden in dem Bikepark in der Vergangenheit präsentiert und natürlich kann sich auch der Saisonabschluss 2015 in diese Historie einreihen. Neben dem Finallauf des European Downhill Cups gab es im Rahmen des Biketember Festivals noch das Finale der Specialized-SRAM Enduro Series, die Scott Junior Trophy sowie ein C1 XCO Rennen. Für Abwechslung und sportliche Bandbreite war also gesorgt. Die Downhillstrecke wurde bereits zum diesjährigen Weltcup einem Faceliftunterzogen und den Kritikern, die einen zu bikeparklastigen Kurs bemängelten, wurde Rechnung getragen. Aber auch diese Strecke, auf der Aaron Gwin mit seinem Chainless-Run in diesem Jahr Geschichte schrieb, wurde für den Europacup an einigen Stellen leicht abgeändert, so dass erneut ein interessanter Rennkurs entstand. Das große Fragezeichen am Wochenende war das Wetter. Während bei der Anreise der meisten Teilnehmer am Donnerstag noch sommerliche Temperaturen herrschten, ging das Quecksilber immer weiter in den Keller. Und auch die Vorhersagen hinsichtlich des Niederschlages ließen nichts Gutes erwarten. Das Training am Freitag und auch am Samstagmorgen konnte jedoch erst mal bei besten Bedingungen abgehalten werden und auch schien es nicht ganz so schlecht weiterzugehen. Freilich kann man sich in den Bergen nie sicher sein und gerade Leogang hat in der Vergangenheit gezeigt, dass ein Wetterwechsel schneller gehen kann, als ein Reifenwechsel dauert. Qualifikation Wie gewohnt ging es am Samstagnachmittag mit der Qualifikation um die Startreihenfolge am Sonntag und in der Klasse Elite Men um den Einzug ins Super Final los. Die Bedingungen blieben ausgesprochen gut, so dass faire Verhältnisse herrschten. Am Besten kam ein junger Fahrer zurecht, der bisher kaum in Erscheinung getreten ist. Erst in der letzten Woche brachte sich der 20-jährige Jure Zabjek (SLO - Unior Tools Team) mit dem Europameistertitel in die Schlagzeilen und mit der Tagesbestzeit von 3:29.789 Minuten auch in die Favoritenrolle für den Rennsieg in Leogang. Einzig Johannes Fischbach (GER - Ghost RRP) lag ihm dicht auf den Fersen, wodurch der Deutsche Meister seine Führung in der Gesamtwertung so weit ausbauen konnte, dass kaum noch was zwischen ihn und den Serientitel 2015 kommen konnte. Die Elite Women Klasse entschied Jana Bartova (CZE - Ghost RRP), ebenfalls frische Europameisterin, für sich, wobei in dieser Kategorie die Podiumsverteilung der Gesamtwertung noch in keinster Weise eine gesicherte Prognose zuließ. U17 Anders sah dies in der Klasse U17 Youth aus. Andrea Bianciotto (ITA - Korax Lapierre Dirty Team) konnte sich schon so weit absetzen, dass er bereits vor dem Rennen am Sonntag den Gesamtsieg in der Tasche hatte. Ob dies auch der Grund für seine Abstinenz am Start war, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Vielleicht war es auch das Wetter, denn der Sonntag fing wie erwartet etwas nass an, wobei bis zum Rennlauf der Kurs immer weiter abtrocknen konnte und somit die Bedingungen doch gar nicht so schlecht waren, wie vorhergesagt. Sieger des Rennens wurde Moritz Ribarich (AUT - Sports Nut Team), der als einziger dieser Klasse unter 4 Minuten blieb und mit knapp 7 Sekunden Vorsprung Jakub Zbikowski (POL - ABC- ArekBikeCamp) auf Rang zwei verwies. Ribarich konnte damit die Saison sogar noch auf dem zweiten Tabellenrang beenden. Joe Parfitt musste etwas Federn lassen und verteidigte mit dem elften Rang gerade noch Platz drei der Gesamtwertung. U19 Auch in der U19 Junior Kategorie gab es eine klare Entscheidung mit einem großen Abstand in der Tabelle. Loris Revelli (ITA - Argentina Bike) überzeugte die ganze Saison mit konstanten Leistungen und somit reichte ihm heute der zweite Platz für den Triumpf in der Serienwertung. Der Italiener musste sich nur von Benoit Cougoureux (FRA - Les Gets Bike Park) geschlagen geben, der sich in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz hinter Silas Grandy (GER - Nicolai) einreiht, der wiederum mit dem dritten Rang den Vizetitel verteidigen konnte. Pro Masters Die Pro Masters Klasse wurde diesmal von Rostislav Stencel (CZE - Elitebikes One energy) gewonnen, der aber nicht bezüglich der Podiumsvergabe mitsprechen konnte. Frank Hedwig (GER - Rad-Art) wurde Zweiter und konnte damit wie 2014 den dritten Platz in der Gesamtwertung für sich verbuchen. Mads Weideman (DEN - madsweidemann.com) reichte ein fünfter Platz, um am Ende ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Michal Sliwa (POL - Myslenice) war zwar nicht anwesend, aber bei seinen drei absolvierten Rennen fuhr er sowohl in Quali als auch im Rennen nie schlechter als zwei, was ihm auch den zweiten Rang der Serie einbrachte. Elite Women In der Elite Women Klasse dominierte auch am Sonntag Jana Bartova und gewann das Rennen mit einer Zeit von 4:15.623 und einem Vorsprung von über 5 Sekunden auf Eleonora Farina (ITA - Mangusta Bike Team), die mit diesem zweiten Platz die Serienwertung gewinnen konnte. Bartova sicherte sich damit wie im letzten Jahr den zweiten Rang des Gesamtklassements. Carina Cappellari (SUI - Radon Magura Factory) wurde Dritte, sowohl in der Tages- als auch in der Gesamtwertung. 1901414 Elite Men Das Super Final der Top 30 bei den Elite Men Fahrern war nicht zuletzt noch spannender als sonst, da es um die Gesamtwertung ging. Slawomir Lukasik (POL - NS Bikes FroPro) ging wegen Problemen am Vortag als Erster auf den Kurs und legte gleich mal eine Zeit vor, die schon einmal fast 10 Sekunden schneller war als die Bestzeit von Pablo Seewald (ARG - Radsport Frei) im Small Final. Somit konnte der junge Pole erst einmal für eine längere Zeit das Renngeschehen vom Red Bull Hot Seat aus beobachten. Fahrer wie Markus Pekoll (AUT - MS Mondraker), Nick Beer (SUI - Radon Magura Factory) oder auch Wyn Masters (NZL - Team Bulls) konnten die vorgegebene Marke nicht unterbieten und erst beim drittletzten Starter, dem Franzose Bernoit Coulanges (ROC VTT Oz-En-Oisans) zeichnete sich an der Zwischenzeit eine ernstzunehmende Fahrt auf Siegeskurs ab. Der junge Franzose steigerte seinen Vorsprung bis ins Ziel sogar noch auf knapp 4 Sekunden, so dass es wohl auch die nachfolgenden Fahrer Fischbach und Zabjek schwer haben würden. Der Deutsche Meister Fischbach lag an der Zwischenzeit nur 6 Zehntelsekunden zurück, konnte aber bis zum Ziel diese nicht aufholen und platzierte sich mit knapp einer Sekunde Rückstand direkt dahinter. Jure Zabjek patzte in der zweiten Hälfte und musste sich als Vorletzter des Super Finals zufrieden geben, was ihm am Ende aber trotzdem zum dritten Platz der Serienwertung verhalf. 1901416 Mit diesem Ergebnis geht Johannes Fischbach als Seriensieger 2015 in die Geschichte ein. Slawomir Lukasik wird Zweiter und bestätigt damit seinen Aufstieg zur europäischen Elite. Somit ist nun ein weiteres erfolgreiches Jahr des iXS European Downhill Cups in den Büchern und damit werden die Fahrer in die wohlverdiente Off-Season entlassen. Im nächsten Jahr geht die Serie in ihre neunte Runde und wieder stehen hochkarätige Stopps auf dem Programm. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unterwww.ixsdownhillcup.com. Ergebnisse http://www.mtb-news.de/news/wp-content/uploads/2015/09/Result_Finals_EDC5_Leogang_2015.pdf Infos: iXS Presseservice mehr »
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Rocky Mountain Maiden: Neues Bigbike für 2016

Da ist das Ding: Mit dem Rocky Mountain Maiden stellen die Kanadier nach Jahren der Abstinenz im Big-Bike-Business wieder ein würdiges Arbeitsgerät für Thomas Vanderham und seine Kollegen vor. Mit den Fro-Ridern um Wade Simmons war Rocky Mountain die treibende Kraft in den frühen Jahren des Freeridens, doch in den letzten Jahren fehlte es an einem echten Freeride- und Downhill-Bike. Das hat sich geändert. Am vergangenen Wochenende haben wir in Leogang die exklusive Möglichkeit gehabt, das neue Rocky Mountain Maiden Downhill-Bike einem ersten Test zu unterziehen. Wie sich das Bike geschlagen hat und was hinter dem Neuling steckt, erfahrt ihr in diesem Artikel. 1874945 Rocky Mountain Maiden 2016 Das Konzept Rocky Mountain kommt mit einem echten Big-Bike zurück! Das neue Maiden ist in den letzten vier Jahren entwickelt worden und ziemlich genau so lange hat es kein Downhill-Bike von Rocky Mountain gegeben. Das Ergebnis der Arbeit ist ein Voll-Carbon-Rahmen mit groß dimensionierten Drehpunkten und eine Plattform, die von World Cup Downhill über Bike Park bis hin zu Big Mountain-Freeride alles können soll - und das in 26 und 27,5". Maiden Voyage von rik - Mehr Mountainbike-Videos Die Basisdaten lesen sich auf den ersten Blick gar nicht so ungewöhnlich. Am Hinterbau gibt es 200 mm Federweg, der von einem “Smoothlink” Viergelenkhinterbau bereit gestellt wird. Der komplette Rahmen ist aus Carbon gefertigt und verfügt über eine Geometrie, die Rocky auf den Namen “Equalized Geometry” tauft und die mit 26" und 27,5" großen Laufrädern gleichermaßen gut funktionieren soll. 1874955 Auf den zweiten Blick zeigen sich dann einige Besonderheiten. So hat Rocky Mountain neue, Pipelock Collet genannte Achsen an den Drehpunkten entwickelt, die sich direkt im Rahmen sichern und für maximale Steifigkeit bei reduziertem Gewicht sorgen sollen. So werden die Bolzen der Drehpunkte in harteloxierte Spannbuchsen eingeschraubt, die sich dann im Rahmen verankern. Kombiniert werden diese mit Enduro MAX Lagern, die für eine lange Haltbarkeit und hohe Lastspitzen groß dimensioniert sind. Kleine Details sollen außerdem die Haltbarkeit und Zukunftssicherheit des Rahmens erhöhen. So findet sich in den Rahmen integriert ein Unterrohrschutz, ein Dämpferschutz, der Kettenstrebenschutz und die Anschläge für die Doppelbrückengabel. Außerdem ist der Rahmen zur Verwendung mit einem Shimano Di2 Akku vorgesehen, der unauffällig im Rahmen seinen Platz findet. Für einen sauberen Look sind außerdem Bremsleitung und Schaltzug intern geführt. 1874961 1874962,1874960 Bei den Schnittstellenmaßen passt Rocky Mountain die Konstruktion an die hohen Anforderungen im Downhill- und Freeride-Einsatz an und verbaut am Hinterbau eine breite 157 mm Steckachse (verhält sich zu 150 mm Naben wie 142 mm zu 135 mm) und passend dazu ein BB107 Pressfit-Innenlager. Diese Überlegung ist laut Rocky Mountain der Steifigkeit und Haltbarkeit geschuldet, auch wenn Pressfit-Innenlager unter Mountainbikern nicht unumstritten sind und mit hohen Fertigungstoleranzen zu kämpfen haben. Am Steuerrohr findet sich ein IS42/52 Steuersatz, der also direkt in den Rahmen eingelegte Lager aufweist und für einen konischen Gabelschaft ausgelegt ist. Zu guter letzt findet sich am Innenlager wie zu erwarten eine ISCG 05 Aufnahme. 1874958 1874957,1874956 1874959 Der Rahmen selbst wird in der bekannten Rocky Mountain Smoothwall Technologie gefertigt, die für einen besonders hohen Faseranteil sorgen soll und zu einem hohen Steifigkeits-Gewichts-Verhältnis beiträgt. So werden in der Fertigung von innen harte Formkerne eingesetzt, die für eine glatte Innenseite und eine gleichmäßige Faserstruktur sorgen sollen. Ab Ende Oktober 2015 wird das Rocky Mountain Maiden in den vier Rahmengrößen S, M, L und XL verfügbar sein. Schauen wir uns den Rahmen also im Detail an. Geometrie Gemeinsam mit den Team-Fahrern will man dem Rocky Mountain Maiden Downhill-Bike eine sehr gut ausbalancierte Geometrie verpasst haben - insbesondere Whip-König Thomas Vanderham soll dabei maßgeblichen Einfluss gehabt haben. So verfügt das Bike über eine niedrigen Schwerpunkt und eine insgesamt ausgewogene Geometrie - die sich für 26" und 27,5" anpassen lässt. 1874948 Beim Aufbau mit 27,5“ Laufrädern liegt der Lenkwinkel zwischen 63 und 63,8°. Der Sitzwinkel misst steile 73,9 bis 74,8°. Trotz des großen Federwegs messen die Kettenstreben wie beim Specialized Demo kurze 425 mm, der Radstand beläuft sich in Größe M auf 1206 - 1203 mm. Die Reach-Werte reichen von 396 mm (S) bis 454 mm (XL). Nur minimale Abweichungen dazu ergeben sich bei Verwendung von 26” Laufrädern, so dass das Rad sich mit beiden Laufradgrößen von der Geometrie her identisch verhalten soll. Die Anpassung der Geometrie erfolgt über über das Steuerrohr und die Hinterachse. Ein Spacer am Steuersatz sowie eine zweite Position für die Hinterachse erlauben die laufradgrößenspezifische Anpassung der Geometrie am Rocky Mountain Maiden - das Konzept hört auf den Namen Equalized Wheel Concept. Zusätzlich findet sich an der unteren Dämpferaufnahme das RIDE–4 System, über das die Kennlinie des Hinterbaus sowie die Geoemtrie in 0,25° Schritten angepasst werden kann. Hinterbau Die Hinterbaukinematik ist neben der Geometrie die wohl wichtigste Eigenschaft eines Downhill-Bikes, denn der viele Federweg will gut genutzt werden. Rocky Mountain verbaut am Maiden den bekannten Smoothlink Hinterbau, den wir von anderen Modellen der Kanadier bereits kennen. Allerdings gibt es einige grundlegende Änderungen. So soll es das Ziel gewesen sein, eine gute Progression mit sehr gutem Ansprechverhalten und dennoch voll nutzbarem Federweg zu kombinieren. Der heilige Gral der Fahrwerksentwicklung quasi. Im Laufe der Entwicklung hat man sich bei Rocky Mountain auf eine Progression von 40% geeinigt - das Übersetzungsverhältnis ist am Ende des Federwegs also 40% höher als am Anfang und steigert sich nach einem flachen Stück bis zum Sag von ca. 60 - 80 mm linear. So soll der Hinterbau sehr gute Rückmeldung geben, ohne den Federweg schwer nutzbar zu machen. Gleichzeitig soll der Rahmen eine gute Antriebseffizienz bieten. So beträgt der Anti-Squat bei 27,5“ 140% und bei 26” genau 100%. Die Kettenlängung fällt dabei relativ klein aus - bei 27,5“ sind es 26 mm und bei 26” 21. Durch die Anordnung der Lager soll diese Längung insbesondere bei größeren Federwegen anfallen, so dass das Ansprechverhalten bei kleinen Schlägen nicht negativ vom Antrieb beeinflusst wird. 1874949,1874946 Im Gegenzug will man bei Rocky Mountain auch auf der Bremse große Fortschritte gemacht haben - der Hinterbau soll dank “Autonomous Braking” gänzlich unbeeinflusst von Bremskräften arbeiten und so über weite Teile des Federwegs auch dann noch voll aktiv arbeiten, wenn das Hinterrad blockiert oder stark abgebremst wird. So ist das Anti-Rise bei 35% angesetzt und der virtuelle Drehpunkt des Bikes liegt im uneingefederten Zustand weit hinter dem Bike. Je tiefer man einfedert, desto weiter wandert er nach hinten und endet voll eingefedert hinter dem Vorderrad (siehe Grafik). Mit dieser Konstruktion will man bei Rocky Mountain den Bremsproblemen anderer Bikes - besonders mit eingelenkigen Hinterbauten - entgegengewirkt haben. Im Ergebnis soll der Hinterbau unter Bremseinwirkung mehr Federweg zur Verfügung stellen und so die Traktion positiv beeinflussen. Ausstattung und Preise Komplettbikes & Rahmenset 1874943 Rocky Mountain Maiden Unlimited 1874940,1874939 Rocky Mountain Maiden Unlimited Rahmenkit 1874945 Rocky Mountain Maiden World Cup 1874938 Rocky Mountain Maiden Pro 1874937 Rocky Mountain Maiden Park Rocky Mountain Maiden 2016 - Erster Test in Leogang Im Rahmen der Produktvorstellung im Bikepark Leogang konnten wir fleißig Tiefenmeter sammeln - den ersten Eindruck vom neuen Rocky Mountain Maiden wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Auf dem Parkplatz Mit ca. 8590 € gehört unser Testbike definitiv schon zum hohen Preissegment und kommt in einem Blauton daher. Das getestete Bike hat einen Lenkwinkel von durchschntittlichen 63°-63,8°. Die Kettenstreben sind mit 425 mm recht kurz und lassen in Verbindung mit dem etwas kürzer ausfallenden Rahmen (414-422mm Reach bei Größe M) ein verspieltes Fahrverhalten erwarten. Auf dem Parkplatz machten wir mit Hilfe des Rocky Mountain Entwicklers Tom unser Grundsetup. Anschließend ging es - bewaffnet mit einem Minitool - zur Gondel, da wir die Feinabstimmung auf dem Trail machten und sich bei BOS die Einstellknöpfchen nur mit einem Inbus bzw. Schraubenzieher verstellen lassen. Die Gabel wurde auf Grund ihrer lineareren Kennlinie mit weniger Sag als am Heck gefahren, wo die Progression ein etwas weicheres Fahrwerk erlaubt. Bergab Bevor wir uns auf die Abfahrten konzentrieren, steht erst einmal die Feinabstimmung des Fahrwerks an. Der Dämpfer fühlte sich mit dem Grundsetup schon gut an, wir drehten lediglich die Lowspeed-Druckstufe etwas zu, um höher im Federweg zu stehen. Bei der Gabel drehten wir die Druckstufen ziemlich weit zu, hätten uns aber noch mehr Endprogression gewünscht, da die Gabel öfters Durchschläge hatte. 1874951 Nach der Abstimmung des Fahrwerks konnten wir uns auf das Fahrverhalten konzentrieren. Auf den ersten Metern der Abfahrt fiel uns gleich die Agilität des Bikes auf: Spontan geänderte Linienwahlen oder Richtungswechsel waren damit überhaupt kein Problem. Wer glaubte, man würde sich die Agilität auf Kosten der Laufruhe kaufen, der irrte sich aber. Das Maiden blieb auch bei hohen Geschwindigkeiten erstaunlich ruhig. Dies ist nicht zuletzt dem hervorragend arbeitenden Hinterbau geschuldet, der die Schläge zwar glatt bügelte, aber trotzdem genug Feedback vom Untergrund lieferte. Das Schaltwerk schaltete sehr gut, bei großen Schlägen klapperte es aber etwas. In Kurven fühlte das Rocky Mountain sich selbst im Grenzbereich ausgewogen an, es neigte selbst in Kurven weder zum Unter- noch zum Übersteuern. 1874950 Auf sprunglastigen Strecken machte das Rocky Mountain Maiden richtig Spaß. Es war gewillt, ohne großen Kraftaufwand weit durch die Luft zu segeln und lud zum Tricksen ein. Wenn die Landung unsauber getroffen wurde, schluckte der Hinterbau den Einschlag gut. Fazit Das Rocky Mountain Maiden ist ein Rad, das auf dem Downhilltrack auf der Jagd nach einer schnellen Zeit eine gute Figur macht, mit dem man aber aufgrund seiner Agilität trotzdem eine Menge Spaß im Bikepark und bei Sprüngen haben kann. Die Gabel kann mit der Performance des Hinterbaus leider nicht ganz mithalten, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Bei einer Preisspanne von ca. 4800 € bis 13000 € gehört das Maiden definitiv nicht zu den günstigsten Rädern. Weitere Informationen Website: www.bikes.com Text & Redaktion: Nathan Engels, Tobias Stahl | MTB-News.de 2015 Bilder: Nathan Engels, Dennis Stratmann/BIKEACTION mehr »
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UCI DH World Cup #3 – Leogang: Mega-Fotostory vom Finale

Viel mehr brauchen wir eigentlich zu diesem denkwürdigen Rennen nicht mehr sagen - Aaron Gwin zieht mit einem weiteren spektakulären Lauf in die DH-Geschichtsbücher ein und gewinnt das den dritten World Cup-Stopp in Leogang, hinter ihm reihen sich Connor Fearon und Remi Thirion ein . Bei den Damen gewinnt Rachel Atherton vor Tahnee Seagrave und Emmeline Ragot . Aus deutscher Sicht lief es nicht ganz rund, Jacques Bouvet und Benny Strasser belegten die Plätze 57 und 58, Jasper Jauch landete auf Rang 76. Silas Grandy sorgte allerdings für einen Rang 9 bei den Junioren. Johannes Fischbach und Steffi Marth kamen leider nicht über die Qualifikation hinaus. Hier gibt´s die Fotostory zum Finale. Fahrerstimmen no fair racing due to uneven head winds mixed up the field a bit blowing me back to 58th #damnit #gladitsover #recoverytimenow #radonmagurafactory - Benny Strasser grad läufts einfach scheiße! mim vorderrad an baum gefahren und so verbogen das ich meinen run nicht fertig fahren konnte…ich kotz! - Johannes Fischbach Sometimes things dont exactly go the way I planned. Lourdes déjà vu. Leogang 1: Steffi 0 - Steffi Marth Nach diesem Rennlauf bleibt mir nur der fokussierte Blick auf das nächste Rennen. Leider habe ich bereits im oberen Teil eine Kurve verpasst und wertvolle Zeit verloren. Der anschließend aggressive Fahrstil hatte nur noch Kraftverlust zur Folge, dass ich im unteren Teil fast den Lenker nicht mehr halten konnte und nur knapp einem Sturz entkam. 76. am Ende. ‪#‎yolo‬ Das Video dazu erscheint Ende nächster Woche! - Jasper Jauch Fotostory 1848103 1848102 1848100,1848099 1848098 1848097 1848096,1848087 1848093 1848094 1848091 1848090,1848086 1848084 1848085 1848095 1848082,1848081 1848080 1848083 1848078 1848079 1848077 1848076 1848075 1848074 1848070 1848069 1848067 1848065,1848063 1848064 1848088 1848062 1848061 1848060,1848059 1848058 1848057,1848056 1848053 1848052 1848051,1848050 1848049 1848048,1848047 1848046 1848044,1848045 1848043 1848042 1848041,1848040 1848039 1848038 1848037 1848036 1848035,1848034 1848033 1848031 1848030,1848027 1848025 1848026 World Cup 2015 Leogang - alle Artikel mehr »
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Hätte, hätte, Fahrradkette! Aaron Gwins unglaublicher Sieger-Lauf in Leogang

Kommt Leogang, kommt Gwin: Nachdem der US-Amerikaner im letzten Jahr seinen finalen Lauf in Leogang ohne Hinterreifen herunterbrachte, musste diesmal seine Kette dran glauben: Kurz nach dem Start ging tret-technisch nichts mehr. Wer allerdings dachte, dass Gwin dadurch Sekunde um Sekunde verlieren würde, lag falsch: Während er im oberen Teil noch wenige Zehntel zurücklag, holte er immer weiter auf und holte sich den Sieg mit sage und schreibe 45 Tausendsteln. Wir haben für euch den Run, der vielleicht zum fahrtechnisch Besten gehört, was wir in letzter Zeit gesehen haben. Zum Rennbericht geht es hier. mehr »
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UCI DH World Cup #3 – Leogang: Ergebnisse und Rennbericht Finale Damen

Rachel Atherton gewinnt zum zweiten Mal in Leogang: Die Britin holt sich den Sieg mit starken drei Sekunden Vorsprung vor der ebenfalls aus UK stammenden Tahnée Seagrave, die mit Rang 2 ihr bestes World Cup-Ergebnis holt. Auf Platz 3 landet die Französin Emmeline Ragot. 1847705 1847691,1847692 Rennbericht Zunächst eine Hiobsbotschaft für Manon Carpenter: Die World Cup-Gesamtgewinnerin vom letzten Jahr wird disqualifiziert, weil sie auf den letzten Metern wegen starken Winden zu weit rechts landet und ein Absperrband mitnimmt. Vorteile verschafft ihr das nicht wirklich, aber die UCI ist unerbittlich - DSQ heißt es auf der Anzeige. Die Schweizerin Emilie Siegenthaler übernimmt daher die Führung. Jill Kintner ist flott unterwegs, kommt aber hinter Siegenthaler ins Ziel. Tracey Hannah wäre mal wieder ein Top-Ergebnis zu gönnen, die Australierin ist jetzt auf der Strecke. Mittlerweile regnet es, aber die Strecke bleibt weiterhin trocken. Lediglich der Wind ist nicht ohne. In der Split Time ist sie hinter Siegenthaler, Hannah kommt auf der zwischenzeitlichen 3 ins Ziel. 1847694 Tahnée Seagrave wird jede Saison schneller und auch diesmal kam sie in der Qualifikation auf den vierten Rang. Kann die junge Britin auch hier etwas reißen? Wow! 5 Sekunden vor Siegenthaler! Wirkt jetzt allerdings müde, kann aber trotzem mit 7 Sekunden Vorsprung den Hot Seat holen. Was können Ragot und Atherton noch an den Start bringen? Emmeline Ragot geht flott auf die Strecke, sogar die Zwischenführung holt sie - mit etwas mehr als einer Sekunde vor Seagrave! 1847693 Diese verliert sie allerdings wieder - das heißt, Seagrave wird mindestens Zweite heute, was gleichzeitig ihr bestes World Cup-Ergebnis überhaupt ist. Jetzt geht Rachel Atherton als letzte auf den Kurs und crasht fast beim Transfer, bleibt aber auf dem Rad und ist ganz schön schnell - 1.9 bei der ersten Split time, 3 Sekunden sind es am Schluss! Glückwunsch an Rachel, die Britin gewinnt den World Cup in Leogang 2015! 1847696 Die Fotostory zum Rennen folgt. Ergebnisse Damen Results Leogang Damen World Cup 2015 Leogang - alle Artikel mehr »