Meine wichtigste Erkenntnis vorneweg: Reifen sind die am meisten unterschätzen Bestandteile eines Fahrrads – zumindest was den Schwierigkeitsgrad der Herstellung angeht.

Sommer 2008: ich habe in Bad Wildbad gerade exakt die Standseilbahn auf den Berg verpasst – jetzt stehen 30 Minuten Warten an. Mit mir wartet Wolf vorm Walde – Produktmanager für Bikereifen bei Continental. Ich löchere ihn die ganze Wartezeit zur Reifenproduktion, habe es aber immer noch nicht ganz verstanden, als die Seilbahn endlich wieder da ist.

Vor ein paar Wochen hatten wir dann einen Termin im Conti-Werk im hessischen Korbach (nahe bei Winterberg) ausgemacht. Mit der Kamera habe ich den kompletten Ablauf der Reifenproduktion verfolgt. Wir sind einen Vormittag durch das riesige Produktionsgebäude von Station zu Station gegangen und Wolf hat die einzelnen Schritte erklärt.

Ich war davon ausgegangen, dass die Reifenherstellung weitgehend automatisiert abläuft. Um so größer war meine Überraschung zu sehen, wie viele manuelle Schritte nötig sind, bis ein Fahrradreifen verkaufsfertig ist.

Hier gibt es das Video – danke an Wolf für die Zeit und seinen Arbeitgeber Continental, dass ich fast alles filmen durfte.

Schwarze Magie: Hausbesuch bei Continental von Thomas – mehr Mountainbike-Videos

Das Video ist durch den umfangreichen Herstellungsprozess bei Continental ein wenig länger als die übrigen Hausbesuche – daher habe ich den Part Schlauchreifenherstellung (Rennräder, Saalsport) in ein separates Video geschnitten. Die Schlauchreifen sind nochmal komplizierter herzustellen, weil am Ende noch der Schlauch in den Reifen eingenäht und der Reifen zugenäht wird…

Video Spezial: So werden Schlauchreifen hergestellt: im IBC TV ansehen

Fotos von der Continental Reifenproduktion:

Website der Continental-Fahrrad-Sparte:

http://www.conti-online.com/generato…/index_de.html

Weitere Hausbesuche findest du hier: http://www.mtb-news.de/forum/tags.php?tag=hausbesuch

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    tealyc

    dabei seit 07/2009

    Schöner Bericht zur Herstellung der Reifen.
    Gerade habe ich einen Mountain King in 2,4 gekauft und werde ihn nach der erste Tour wieder entfernen. Einen Reifen mit derart schlechtem Grip auf naßem Untergrund bin ich noch nie gefahren.
    Wenn der Reifen mehr Haftung hätte würde ich mir den sofort wieder kaufen. Es ist doch nicht soo wichtig, ob der Reifen nun 500 oder 1500km hält.
    Wie handhabt ihr das, fahrt ihr einen Reifen bis Profil Glatze hat?

    Meißt mache ich den Reifen nach halbem Profilverlust runter. Nicht weil ich zuviel Geld habe, sondern weil ich zuviel Schiss habe mich zu maulen weil der Reifen zu wenig Profil hatte.

    Wie weit kann man die Reifen runterfahren?
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Tib

    dabei seit 05/2004

    Du bist derart Reifen-Sicherheits-sensibel, dass Du einen neuen Mountain King wegen unsicherem Fahrgefühl wieder runterwirfst und fragst dann ernsthaft wie weit Du irgendeinen Mantel runterfahren kannst? Nicht wirklich jetzt...

    Für die Frage hättest Du den Conti Reifenherstellungs-Thread nach 2 Jahren nicht aufwecken brauchen...
  4. benutzerbild

    tealyc

    dabei seit 07/2009

    Nun, die frage wie weit andere so Abfahren kann kam mir spontan.
  5. benutzerbild

    jan84

    dabei seit 08/2005

    Bis zur Glatze in der Mitte... Schult die Fahrtechnik :).
  6. benutzerbild

    Vidar

    dabei seit 10/2008

    immer bis auf die karkasse, das wirkt im winter wie schneeketten

    welche reifen grippen deiner meinung nach denn gut?

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