Schon länger wurde gemunkelt, dass Forbidden an einem waschechten Downhill-Bike arbeiten könnte. Schließlich hat die kanadische Bike-Schmiede seit dieser Saison mit Connor Fearon und dem derzeit aufgrund einer erneuten Krebs-Erkrankung pausierenden Magnus Manson ein schlagkräftiges Team im World Cup. Bisher war das Team auf dem High Pivot-Enduro Dreadnought mit gerade einmal 154 mm Federweg am Heck im Downhill World Cup unterwegs. Doch beim vergangenen Rennen in der Lenzerheide wurde Connor Fearon auf einem brandneuen und bisher noch namenlosen Downhill-Bike gesichtet.
Zum Bike selbst hat sich das Team vergleichsweise bedeckt gehalten – auch aufschlussreiche Fotos innerhalb der Pits waren strengstens untersagt. Laut Forbidden-Gründer Owen Pemberton, der in der Lenzerheide vor Ort war, stelle das neue Downhill-Bike von Forbidden eine recht radikale Veränderung für die kleine Firma dar, weshalb man nicht zu sehr ins Detail gehen wolle. Dennoch konnte man aus der Entfernung und natürlich am Streckenrand einige spannende Details entdecken, die wir euch nicht vorenthalten wollen.
Was mit der angesprochenen radikalen Veränderung gemeint sein dürfte, wird klar, wenn man auf den Hinterbau des sehr schicken Downhillers blickt. Geblieben ist der hohe Drehpunkt und die Kettenumlenkung – beides Features, für die Forbidden seit der Gründung vor einigen Jahren bekannt ist. Auffällig ist jedoch, dass sich kurz oberhalb der Hinterradnabe ein weiterer Drehpunkt befindet. Forbidden scheint am neuen Downhill-Bike also auf eine Art auf dem Kopf stehendes Viergelenker-System zu setzen – einen ähnlichen Ansatz verfolgt Norco beispielsweise derzeit im Enduro und Downhill.
Beim bisher noch namenlosen Downhill-Bike von Forbidden scheint es sich außerdem um eine komplette Neuentwicklung und nicht um eine Adaptation des Enduros Dreadnought zu handeln. Zwar ist die Linienführung im Großen und Ganzen ähnlich dem, was man bisher von Forbidden kennt, doch einige Details sind anders gelöst. So unterscheidet sich das Sitzrohr deutlich von dem, was am Dreadnought zum Einsatz kommt. Auch verfügt der Downhill-Rahmen im Bereich des Steuerrohrs über Anschläge für Doppelbrücken-Federgabeln.
Laut dem Team verfügt das neue Bike über 200 mm Federweg am Heck – auch das stellt einen deutlichen Unterschied zum Dreadnought dar. Connor Fearon war jedenfalls mehr als verzückt von seinem neuen Arbeitsgerät: Kurz vor dem World Cup in der Schweiz konnte er das neue Bike im kanadischen Bromont für einige Tage testen. Dort habe er sich so schnell gefühlt wie noch nie zu vor auf einem Bike. Auch beim World Cup in der Lenzerheide machte Connor Fearon auf der Strecke einen sehr schnellen und selbstbewussten Eindruck. Im Finale landete der Australier auf einem mehr als respektablen 19. Platz.
Ob und wann das neue Downhill-Bike aus dem Hause Forbidden in Serie gehen wird, ist aktuell noch unklar – das Team wollte sich aus nachvollziehbaren Gründen hierzu nicht äußern. Wundern würde es uns beispielsweise nicht, wenn das Team in dieser Saison ausgiebige Tests auf dem neuen Bike macht und irgendwann im kommenden Jahr eine Markteinführung angepeilt wird.
Megalodon, Fruit oder doch was ganz anderes: Welche Namens-Vorschläge habt ihr für den neuen Forbidden-Downhiller?
9 Kommentare
» Alle Kommentare im Forumwas für eine selten dämliche fragestellung im titel. nein die bauen so ein bike nur zum spass 🙄
Bin gespannt auf mehr Details, scheint schonmal gut zu funktionieren...
Ernst gemeinte Frage an die Redaktion:
Die Fahrräder stehen nicht verdeckt in der „Boxengasse“. Warum gibts einen Bokeh-battle und alles wichtige ist unscharf?
Forbidden ist nicht der erste Hersteller.
Das fällt mir bei jeder WC Berichterstattung auf.
Im Automotive-Sektor bittet doch auch keiner das Versuchsfahrzeug nicht zu fotografieren.
Habt Ihr da ein „agreement”?
Soweit ich weiß ist das bisschen ein ungeschriebenes Gesetz das man nicht direkt auf die Prototypen draufhält. Intense baut Prototype, und stellt das Teil zur Schau, Spezi, Forbidden halten bisschen bedeckter
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