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Mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz testen wir einen der leichtesten breiten Aluminiumlaufradsätze für den Trial- und Enduro-Einsatz
Mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz testen wir einen der leichtesten breiten Aluminiumlaufradsätze für den Trial- und Enduro-Einsatz
Für das Set aus Vorder- und Hinterrad gibt der Hersteller ein sehr gutes Gewicht von 1.512 g an
Für das Set aus Vorder- und Hinterrad gibt der Hersteller ein sehr gutes Gewicht von 1.512 g an
Erreicht wird das einerseits durch die leichte Felge und andererseits durch die leichten, stark ausgefrästen Naben mit großen Flanschen
Erreicht wird das einerseits durch die leichte Felge und andererseits durch die leichten, stark ausgefrästen Naben mit großen Flanschen
Breit und leicht
Breit und leicht - diese Kombination macht den Wide Lightning zu einem sehr spannenden Laufradsatz, der den Spagat zwischen den verschiedenen Anforderungen des Enduro-Einsatzes sehr gut gerecht werden könnte
Im Schnittbild zeigt sich, wie dünnwandig die Wide Lightning Felge gestaltet ist
Im Schnittbild zeigt sich, wie dünnwandig die Wide Lightning Felge gestaltet ist - kann sie so den hohen Belastungen standhalten, die im Enduro-Einsatz auf sie warten?
An jedem Rad sorgen 32 Speichen (3-fach gekreuzt eingespeicht) für die Verbindung von Nabe und Felge
An jedem Rad sorgen 32 Speichen (3-fach gekreuzt eingespeicht) für die Verbindung von Nabe und Felge
Die ausgefrästen Flansche drücken das Gewicht der Naben und sorgen für eine unverwechselbare Optik
Die ausgefrästen Flansche drücken das Gewicht der Naben und sorgen für eine unverwechselbare Optik
Die Position und Größe der Flansche soll am Hinterrad eine möglichst symmetrische Einspeichung ermöglichen
Die Position und Größe der Flansche soll am Hinterrad eine möglichst symmetrische Einspeichung ermöglichen - das soll sich positiv auf Steifigkeit und Belastbarkeit des Laufrades auswirken
Wie dieses Bild zeigt ist die Einspeichung jedoch nicht perfekt symmetisch
Wie dieses Bild zeigt ist die Einspeichung jedoch nicht perfekt symmetisch - auffallend aber wie schlank die Nabe zwischen den großen Flanschen baut
Der Freilaufkörper kann einfach mit zwei Maulschlüsseln gewechselt werden
Der Freilaufkörper kann einfach mit zwei Maulschlüsseln gewechselt werden - wir fuhren im Test den XD Freilaufkörper, der kompatibel zu den 11-fach Schaltungen von Sram ist
Der konventionelle Freilaufkörper ist aus Aluminium gefertigt, verfügbar aber über Stahleinsätze zur Verhinderung von Schäden durch die Kassette
Der konventionelle Freilaufkörper ist aus Aluminium gefertigt, verfügbar aber über Stahleinsätze zur Verhinderung von Schäden durch die Kassette
Sechs Sperrklinken mit jeweils zwei Zähnen sorgen für einen sicheren Eingriff
Sechs Sperrklinken mit jeweils zwei Zähnen sorgen für einen sicheren Eingriff - die Besonderheit ist, dass die Sperrklinken nicht über eine Feder betätigt werden
Stattdessen werden sie über diesen verzahnten Synchronring alle gleichzeitig angetrieben
Stattdessen werden sie über diesen verzahnten Synchronring alle gleichzeitig angetrieben - der Ring wird vom Freilaufkörper bewegt und so sind die Sperrklinken im Rollen vollständig eingezogen. Sie rasten nur dann ein, wenn getreten wird.
Die Sperrklinken greifen in 24 große Zähne am Freilaufkörper
Die Sperrklinken greifen in 24 große Zähne am Freilaufkörper - links am Rand zu erkennen der Draht aus Federstahl (leicht hochgebogen), der dafür sorgt, dass die Sperrklinken beim Treten einrücken
Dieses hochgebogene Drahtende aus Federstahl erzeugt das Klacken des Freilaufs und steuert den Synchronring an
Dieses hochgebogene Drahtende aus Federstahl erzeugt das Klacken des Freilaufs und steuert den Synchronring an
Die American Classic Naben sind aus spanend gefertigt und kommen mit einer 6-Loch Scheibenbremsaufnahme
Die American Classic Naben sind aus spanend gefertigt und kommen mit einer 6-Loch Scheibenbremsaufnahme - bei den Farben gibt es keine Optionen, das Laufrad spielt die graue Maus
Nur zwei weiße Speichen pro Laufrad sorgen für einen kleinen gestalterischen Akzent
Nur zwei weiße Speichen pro Laufrad sorgen für einen kleinen gestalterischen Akzent
Für Fahrer bis zu einem Gewicht von 107 kg sind die Laufräder freigegeben
Für Fahrer bis zu einem Gewicht von 107 kg sind die Laufräder freigegeben - im Test sind wir gespannt gewesen, wie sie sich im harten Praxiseinsatz schlagen würden
Der Wide Lightning trägt den Begriff tubeless im Namen
Der Wide Lightning trägt den Begriff tubeless im Namen - wir haben ihn daher direkt schlauchlos aufgebaut
Die Vorderradnabe ist aufgrund ihrer schlanken Bauweise nicht mit einer 20 mm Steckachse lieferbar
Die Vorderradnabe ist aufgrund ihrer schlanken Bauweise nicht mit einer 20 mm Steckachse lieferbar - durch die weite Verbreitung der 15 x 100 mm Achsen bei allen gängigen Enduro-Federgabeln stellt das aber kein Problem dar
Am Hinterrad bietet American Classic alle gängigen Achsstandards an
Am Hinterrad bietet American Classic alle gängigen Achsstandards an - unsere Testnabe misst 142 mm und ist auf eine X12 Steckachse ausgelegt
Das hauseigene Tubeless-Ventil ist von Werk aus montiert
Das hauseigene Tubeless-Ventil ist von Werk aus montiert - ebenso wie das spezielle Tubeless-Felgenband
Die speziellen Ventile verfügen über eine Gummipassung gegenüber der Felge, die die Dichtigkeit sicherstellen soll
Die speziellen Ventile verfügen über eine Gummipassung gegenüber der Felge, die die Dichtigkeit sicherstellen soll
Vom Hersteller kommt die Felge mit eingeklebtem Tubeless-Felgenband
Vom Hersteller kommt die Felge mit eingeklebtem Tubeless-Felgenband - so kann direkt mit der schlauchlosen Montage begonnen werden
Wenn es bergauf geht, profitiert das Fahrrad ungemein von den leichten Laufrädern
Wenn es bergauf geht, profitiert das Fahrrad ungemein von den leichten Laufrädern - die Spritzigkeit ist sehr gut und das niedrige Gewicht deutlich spürbar
Das Lädt zum Spielen ein
Das Lädt zum Spielen ein - das Handling wird durch die leichten Felgen bei gleichzeitig steifem Laufrad positiv beeinflusst
Laufen lassen auf dem Tschilli-Trail in Latsch
Laufen lassen auf dem Tschilli-Trail in Latsch - Testfahrer Maxi Dickerhoff gibt dem Laufrad die Sporen. In solch verblockten Passagen zahlt sich Steifigkeit in Form von Lenkpräzision aus
Viel Kontrolle in steilen Kurven bergab dank steifen Laufrädern
Viel Kontrolle in steilen Kurven bergab dank steifen Laufrädern
Die Abfahrt auf dem Ötzitrail in Naturns bietet nach 700 Höhenmetern Anstieg mit feinstem Downhill über losen Waldboden in Abwechslung mit felsigen Abschnitten beste Testbedingungen für ein Enduro-Laufrad
Die Abfahrt auf dem Ötzitrail in Naturns bietet nach 700 Höhenmetern Anstieg mit feinstem Downhill über losen Waldboden in Abwechslung mit felsigen Abschnitten beste Testbedingungen für ein Enduro-Laufrad
Bereit für den Härtetest: Maxi nimmt den Tschilli-Trail mit Vollgas in Angriff
Bereit für den Härtetest: Maxi nimmt den Tschilli-Trail mit Vollgas in Angriff
Hier kommt das Material an seine Grenzen und muss beweisen, wie stabil es bei dem geringen Gewicht noch ist
Hier kommt das Material an seine Grenzen und muss beweisen, wie stabil es bei dem geringen Gewicht noch ist
Höchstlast für Reifen und Felge
Höchstlast für Reifen und Felge - die teils scharfkantigen Brocken und Platten warten nur darauf, dem Reifen und dem Laufrad zu schaden
Das Ergebnis nach dem Härtetest: Am Hinterrad finden sich mehrere minimale Dellen und eine größere Delle
Das Ergebnis nach dem Härtetest: Am Hinterrad finden sich mehrere minimale Dellen und eine größere Delle
Einen dicken Durchschlag hat das Hinterrad erlitten
Einen dicken Durchschlag hat das Hinterrad erlitten - unter diesen Testbedingungen ist die beobachtete Verformung nicht ungewöhnlich und könnte bei einem schlechten Laufrad bereits zum Versagen des Hinterrades führen
Die Delle ist deutlich doch das Laufrad immer noch dicht
Die Delle ist deutlich doch das Laufrad immer noch dicht - die dünnen Felgenhörner halten erstaunlich hohen Belastungen stand, die bei Durchschnitts-Mountainbikern nie erreicht werden.
Dennoch hat sich das Laufrad sehr gut geschlagen
Dennoch hat sich das Laufrad sehr gut geschlagen - auch mit den leichten Dellen ist der Rundlauf gut und die Speichenspannung weitestgehend konstant, so dass einer Weiterfahrt nichts im Wege steht
Eine runde Sache: In unserem Test kann der American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz überzeugen
Eine runde Sache: In unserem Test kann der American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz überzeugen - das niedrige Gewicht kombiniert mit hoher Steifigkeit und sehr guter Haltbarkeit sorgt für eine insgesamt gute Preisleistung.

Leichte, breite Laufräder liegen im Trend. Doch mit einem Gewicht von nur 1.538 g (inkl. Tubeless-Ventil und -Felgenband) gehören die American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufräder zu den leichtesten Systemlaufrädern, die wir je getestet haben. Insbesondere bei einer Breite von 32 mm (29 mm Innen), 32 Speichen und Felgen aus Aluminium. Kann ein so geringes Gewicht erreicht werden ohne Abstriche bei der Steifigkeit und der Haltbarkeit machen zu müssen? Wir haben die Wide Lightning Laufräder in den letzten Monaten intensiv getestet und keinesfalls geschont, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Wie sie sich geschlagen haben, erfahrt ihr in diesem Test.

Mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz testen wir einen der leichtesten breiten Aluminiumlaufradsätze für den Trial- und Enduro-Einsatz
# Mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz testen wir einen der leichtesten breiten Aluminiumlaufradsätze für den Trial- und Enduro-Einsatz

American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless

Für das Set aus Vorder- und Hinterrad gibt der Hersteller ein sehr gutes Gewicht von 1.512 g an
# Für das Set aus Vorder- und Hinterrad gibt der Hersteller ein sehr gutes Gewicht von 1.512 g an
Erreicht wird das einerseits durch die leichte Felge und andererseits durch die leichten, stark ausgefrästen Naben mit großen Flanschen
# Erreicht wird das einerseits durch die leichte Felge und andererseits durch die leichten, stark ausgefrästen Naben mit großen Flanschen

Technische Daten

Technische DatenAmerican Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless
Modelljahr2015
KategorieLaufradsatz
EinsatzbereichAll-Mountain, Enduro
Laufradgröße27,5″, 29″
Gewicht (vorne/hinten)1.534 g (714 g / 824 g)
Farbeschwarz / grau / weiß
ModellWide Lightning 27.5 Tubeless
Adapter auf andere Einbaubreiten / AchsdurchmesserVR: 9 mm Schnellspanner, 15 mm Steckachse | HR: 10x135 mm, 12x135 mm, 12x142 mm
Preis899 € UVP
Felgenbreite (außen/innen)32 mm / 29,3 mm
Speichen32
Material FelgeAluminium
Material Naben/FreilaufkörperAluminium / Aluminium
Rasterung Freilaufkörper6 Sperrklinken, 24 Zähne (15° Einrastwinkel)
XD-Freilaufkörper verfügbarja
Tubeless Readyja
Ventilloch6,5 mm Presta / SV
SpeichenAmerican Classic Gauge
Einspeichunggekröpft, 3-fach gekreuzt
Nippel
HerstellerAmerican Classic
Farbensilber

In der Hand

American Classic ist ein traditionsreicher Hersteller von Fahrradkomponenten, der sich auf Naben, Felgen und daraus zusammengesetzte Systemlaufräder spezialisiert hat. In Deutschland wir American Classic von Revolution Sports in Berlin vertrieben, die auch den Laufradsatz für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

Breit und leicht
# Breit und leicht - diese Kombination macht den Wide Lightning zu einem sehr spannenden Laufradsatz, der den Spagat zwischen den verschiedenen Anforderungen des Enduro-Einsatzes sehr gut gerecht werden könnte

29,3 mm Innenbreite bei nur 1.538 g Systemgewicht – der American Classic Wide Lightning ist angenehm leicht.

Wide Lightning lautet der Name des Laufradsatzes, den wir in den letzten Monaten getestet haben und der Name ist Programm: Die Felge ist volle 32 mm breit (Innenbreite 29,3 mm), wir von Haus aus tubeless ready geliefert und soll sich dank eines speziellen Profils sowohl leicht schlauchlos montieren lassen, als auch die Luft sicher im Reifen halten, wenn es scharf ums Eck geht (Stichwort “Burping”). Der Blitz (engl. „lightning“) kommt im übertragenen Sinne beim Gewicht ins Spiel. So geben die Amerikaner ein sehr niedriges Gewicht von nur 1.512 g für den Laufradsatz bestehend aus Vorder– und Hinterrad an – und das bei Verwendung einer Aluminiumfelge und bei 32 Speichen pro Laufrad. Die Basis könnte also stimmen für einen wirklich guten Laufradsatz. So viel Felge bei so wenig Gewicht hat seinen Preis: die UVP des American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless wird mit 899 € für das Set angegeben.

Im Schnittbild zeigt sich, wie dünnwandig die Wide Lightning Felge gestaltet ist
# Im Schnittbild zeigt sich, wie dünnwandig die Wide Lightning Felge gestaltet ist - kann sie so den hohen Belastungen standhalten, die im Enduro-Einsatz auf sie warten?

Und stimmt das Gewicht? Den vom Hersteller angegebenen Wert kann der Laufradsatz auf unserer Waage nicht ganz halten. Mit 1.538 g liegt er leicht über den versprochenen 1.512 g doch auch dieser Wert ist noch beeindruckend – zumal er inklusive Tubeless-Ausstattung mit Ventilen und Felgenband gemessen ist.

Wie kann sich dieses leichte Laufrad auf dem Trail schlagen? In der Enduro World Series werden die Wide Lightning Laufräder unter anderen von den Geschwistern Ravanel aus Frankreich gefahren – bei uns haben sie sich unter Anderem in den Händen von unserem Testfahrer Maxi Dickerhoff beweisen müssen. Und der ist nicht gerade für seinen materialschonenden Fahrstil bekannt. Eine Limitation sei daher direkt vorab angemerkt: Das maximale Fahrergewicht wird von American Classic mit 107 kg angegeben.

Aufbau

Der American Classic Wide Lightning Laufradsatz basiert auf der American Classic Wide Lightning Tubeless Aluminiumfelge für Scheibenbremsen mit Durchmesser 27,5“. In der Breite misst die Felge außen 32 mm und innen 29,3 mm; das Profil ist 22 mm hoch. Die Felge verfügt über ein flaches Felgenbett und sehr dünne, fast hakenlose Seitenwände. Diese sind am oberen, dicken Ende kaum einen Millimeter stark und lassen bei der ersten Begutachtung ernsthafte Zweifel am dargestellten Konzept aufkommen. Kann so wenig Material wirklich im harten Enduro-Einsatz bestehen?

An jedem Rad sorgen 32 Speichen (3-fach gekreuzt eingespeicht) für die Verbindung von Nabe und Felge
# An jedem Rad sorgen 32 Speichen (3-fach gekreuzt eingespeicht) für die Verbindung von Nabe und Felge
Die ausgefrästen Flansche drücken das Gewicht der Naben und sorgen für eine unverwechselbare Optik
# Die ausgefrästen Flansche drücken das Gewicht der Naben und sorgen für eine unverwechselbare Optik
Die Position und Größe der Flansche soll am Hinterrad eine möglichst symmetrische Einspeichung ermöglichen
# Die Position und Größe der Flansche soll am Hinterrad eine möglichst symmetrische Einspeichung ermöglichen - das soll sich positiv auf Steifigkeit und Belastbarkeit des Laufrades auswirken
Wie dieses Bild zeigt ist die Einspeichung jedoch nicht perfekt symmetisch
# Wie dieses Bild zeigt ist die Einspeichung jedoch nicht perfekt symmetisch - auffallend aber wie schlank die Nabe zwischen den großen Flanschen baut

Eingespeicht werden die Felgen mit jeweils 32 3-fach gekreuzten American Classic 14/15 Gauge Speichen aus Stahl, die mit Aluminiumnippeln in den grauen American Classic Naben eingehängt werden. Am Vorderrad kommt eine American Classic Disc 130 zum Einsatz, während am Hinterrad eine American Classic Disc 225 montiert wird. Diese kann je nach Wunsch mit einem Standardfreilaufkörper für 9- oder 10-fach Antriebe von Sram oder Shimano geordert werden oder wird mit einem 11-fach Sram XD Freilauf geliefert. Der Wechsel des Freilaufkörpers ist mit zwei 19er Maulschlüsseln möglich und kann vom Kunden selbst vorgenommen werden.

Der Freilaufkörper kann einfach mit zwei Maulschlüsseln gewechselt werden
# Der Freilaufkörper kann einfach mit zwei Maulschlüsseln gewechselt werden - wir fuhren im Test den XD Freilaufkörper, der kompatibel zu den 11-fach Schaltungen von Sram ist
Der konventionelle Freilaufkörper ist aus Aluminium gefertigt, verfügbar aber über Stahleinsätze zur Verhinderung von Schäden durch die Kassette
# Der konventionelle Freilaufkörper ist aus Aluminium gefertigt, verfügbar aber über Stahleinsätze zur Verhinderung von Schäden durch die Kassette

Eine Besonderheit ist der Freilaufmechanismus der American Classic Naben. Sechs Sperrklinken aus Werkzeugstahl mit jeweils zwei Zähnen sorgen dafür, dass jeweils 12 der 24 Zähne am Freilaufkörper im Eingriff sind und so eine einwandfreie Funktion unter allen Bedingungen gewährleistet werden soll. Das System hört auf den Namen „Six Pawl Cam Actuated Engagement System“ und ist patentiert.

Ein Problem von konventionellen – also mit Federn betätigten – Sperrklinkenfreiläufen kann sein, dass die einzelnen Klinken nicht zwangsläufig alle genau gleichzeitig einrasten. Fett und Fertigungstoleranzen können hier zu dazu führen, dass im Zweifelsfall die Sperrklinken verschleißen. Außerdem entstehen Schleppverluste durch das ständige Bewegen der Sperrklinken über jeden Zahn.

Um diesen Effekten entgegen zu wirken werden die Sperrklinken bei der American Classic Nabe nicht über Federn in Position gebracht, sondern über eine Zahnscheibe angesteuert, die mit dem Freilaufkörper verzahnt ist. So rücken die Sperrklinken nur ein, wenn auch ein Antriebsmoment übertragen wird und laufen ansonsten ohne Kontakt mit der Verzahnung. Gleichzeitig sorgt die Ratsche (angetrieben vom Freilaufkörper über einen Federstahldraht) dafür, dass alle Sperrklinken gleichzeitig greifen und so Lastspitzen vermieden werden.

Wie das System funktioniert haben wir in folgendem Video bei demontiertem Freilaufkörper für euch festgehalten.

American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless – Freilaufmechanismus von TobiasMehr Mountainbike-Videos

Während die theoretischen Vorteile überzeugend sind und Nachteile der konventionellen, federbetätigten Sperrklinken vermeiden, entstehen auf der anderen Seite neue Nachteile. So ist beispielsweise die Verzahnung mit 24 Zähnen von Haus aus bereits nicht besonders fein, die Betätigung über den Synchronring ist jedoch von sich aus nochmals mit einem leichten Spiel behaftet, so dass zusätzlich zu den 15° Drehwinkel zwischen zwei Eingriffspositionen auch noch ein kleiner Leerweg im System bedingt durch das Einrücken der Sperrklinken. Hier rasten andere Freilaufsysteme schneller und direkter ein. Im Video ist dieser zusätzliche Leerweg nach dem Klicken der Ratsche gut zu erkennen.

Sechs Sperrklinken mit jeweils zwei Zähnen sorgen für einen sicheren Eingriff
# Sechs Sperrklinken mit jeweils zwei Zähnen sorgen für einen sicheren Eingriff - die Besonderheit ist, dass die Sperrklinken nicht über eine Feder betätigt werden
Stattdessen werden sie über diesen verzahnten Synchronring alle gleichzeitig angetrieben
# Stattdessen werden sie über diesen verzahnten Synchronring alle gleichzeitig angetrieben - der Ring wird vom Freilaufkörper bewegt und so sind die Sperrklinken im Rollen vollständig eingezogen. Sie rasten nur dann ein, wenn getreten wird.
Die Sperrklinken greifen in 24 große Zähne am Freilaufkörper
# Die Sperrklinken greifen in 24 große Zähne am Freilaufkörper - links am Rand zu erkennen der Draht aus Federstahl (leicht hochgebogen), der dafür sorgt, dass die Sperrklinken beim Treten einrücken
Dieses hochgebogene Drahtende aus Federstahl erzeugt das Klacken des Freilaufs und steuert den Synchronring an
# Dieses hochgebogene Drahtende aus Federstahl erzeugt das Klacken des Freilaufs und steuert den Synchronring an

Optisch erscheint der Wide Lightning Laufradsatz recht unscheinbar: Die Felgen sind in einem dunklen grau gehalten und die Naben erstrahlen in einem helleren Grauton. Dazwischen sitzen schwarze Speichen, von denen als kleines Detail zwei nebeneinanderliegende weiß pulverbeschichtet sind. Etwas auffälliger sind auch die Decals auf der Felge gehalten, die mit großen Lettern den Produktnamen und den Hersteller kommunizieren.

Die American Classic Naben sind aus spanend gefertigt und kommen mit einer 6-Loch Scheibenbremsaufnahme
# Die American Classic Naben sind aus spanend gefertigt und kommen mit einer 6-Loch Scheibenbremsaufnahme - bei den Farben gibt es keine Optionen, das Laufrad spielt die graue Maus
Nur zwei weiße Speichen pro Laufrad sorgen für einen kleinen gestalterischen Akzent
# Nur zwei weiße Speichen pro Laufrad sorgen für einen kleinen gestalterischen Akzent

Von der Verarbeitungsqualität her hinterlässt der Laufradsatz einen hochwertigen Eindruck – den man bei einem Preis von 899 € auch erwarten darf. Mit diesem Preis spielt der Wide Lightning Laufradsatz in der oberen Liga mit und gehört zu den teureren Aluminium-Laufrädern. Ähnlich teuer sind beispielsweise die vor kurzem getesteten DT Swiss EX 1501 Spline One. Diese sind jedoch auch fast 200 g schwerer.

Für Fahrer bis zu einem Gewicht von 107 kg sind die Laufräder freigegeben
# Für Fahrer bis zu einem Gewicht von 107 kg sind die Laufräder freigegeben - im Test sind wir gespannt gewesen, wie sie sich im harten Praxiseinsatz schlagen würden
Der Wide Lightning trägt den Begriff tubeless im Namen
# Der Wide Lightning trägt den Begriff tubeless im Namen - wir haben ihn daher direkt schlauchlos aufgebaut

Kompatibilität

Mit welchen Achsstandards ist der American Classic Wide Lightning kompatibel? Bis vor Kurzem hätte ich geschrieben: mit allen. Doch das ist nur noch teilweise richtig. So bietet American Classic die Option am Vorderrad entweder eine 15 x 100 mm Steckachse oder eine 9 x 100 mm Schnellspannachse zu fahren. Am Hinterrad gibt es neben der gefahrenen 12 x 142 mm Steckachse auch die Optionen für eine 10 x 135 mm oder 12 x 135 mm Steckachse.

Die Vorderradnabe ist aufgrund ihrer schlanken Bauweise nicht mit einer 20 mm Steckachse lieferbar
# Die Vorderradnabe ist aufgrund ihrer schlanken Bauweise nicht mit einer 20 mm Steckachse lieferbar - durch die weite Verbreitung der 15 x 100 mm Achsen bei allen gängigen Enduro-Federgabeln stellt das aber kein Problem dar
Am Hinterrad bietet American Classic alle gängigen Achsstandards an
# Am Hinterrad bietet American Classic alle gängigen Achsstandards an - unsere Testnabe misst 142 mm und ist auf eine X12 Steckachse ausgelegt

Eine 20 mm Steckachse am Vorderrad wird nicht angeboten und auch für die neuen Maße Boot 148 und 15 x 110 mm Steckachsen gibt es derzeit keine Unterstützung. Das stört uns jedoch gegenwärtig keineswegs.

Reifenmontage / Tubeless-Eignung

Der Wide Lightning wird von Haus aus mit einem American Classic Tubeless-Felgenband und einem entsprechenden Tubeless-Ventil ausgeliefert. Davon motiviert haben wir den als tubeless ready deklarierten Laufradsatz direkt schlauchlos aufgebaut und sind positiv überrascht worden. Durch das flache Felgenbett mit niedriger Steigung zu den Felgenschultern links und rechts hin lässt sich der Reifen problemlos von Hand aufziehen und anschließend – das sei besonders hervorgehoben – mit einer billigen Standpumpe aufpumpen. Die verwendete Pumpe ist dabei weder für schnellen Druckaufbau bekannt noch ein besonders leistungsfähiges Produkt gewesen und damit weit entfernt von der vor Kurzem getesteten, speziellen Tubeless-Pumpe von Bontrager.

Mit 50 ml Schwalbe Dichtmilch pro Laufrad befüllt haben die Maxxis Tubeless Ready Reifen problemlos die Luft gehalten. So ist am Anfang noch in kleinen Mengen Milch an den Felgenhörnern ausgetreten, doch anschließend ist der Laufradsatz vollständig dicht gewesen.

Das hauseigene Tubeless-Ventil ist von Werk aus montiert
# Das hauseigene Tubeless-Ventil ist von Werk aus montiert - ebenso wie das spezielle Tubeless-Felgenband
Die speziellen Ventile verfügen über eine Gummipassung gegenüber der Felge, die die Dichtigkeit sicherstellen soll
# Die speziellen Ventile verfügen über eine Gummipassung gegenüber der Felge, die die Dichtigkeit sicherstellen soll
Vom Hersteller kommt die Felge mit eingeklebtem Tubeless-Felgenband
# Vom Hersteller kommt die Felge mit eingeklebtem Tubeless-Felgenband - so kann direkt mit der schlauchlosen Montage begonnen werden

Ein schönes Detail ist neben dem sauber eingeklebten Schlauchlosfelgenband auch das spezielle Ventil. Es dichtet nicht wie die meisten bekannten Tubeless-Ventile gegenüber der Ventilbohrung ab, sondern verfügt über einen auf die Felge angepassten Gummisitz auf der Innen- und Außenseite. So will man bei American Classic die Dichtigkeit des Systems bei niedrigen Anzugsmomenten sicherstellen und fertigt das Ventil kurzerhand aus Aluminium.

Auf dem Trail

Für den MTB-News.de Test der American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufräder haben wir drei Monate Zeit gehabt. In diesem Zeitraum hat sich das Laufrad sowohl auf steinhart vereisten Trails im Winter, als auch auf staubtrockenen Steinfeldern in Latsch und Naturns (Südtirol) behaupten müssen. Als Testräder sind dabei ein Carver ICB sowie ein Prototyp des neuen Alutech ICB2.0 zum Einsatz gekommen.

Beschleunigung

Frisch montiert machen wir uns mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless auf zu einer Runde über die Münchner Isar Trails. Diese weitestgehend flachen Wege am Ufer der Isar entlang sind solange spaßig, wie man schnell unterwegs ist. Und da es flach ist und das Rad ständig beschleunigt werden will, wirkt sich ein geringes Laufradgewicht unmittelbar positiv auf das Fahrgefühl auf.

Im schlauchlosen Aufbau mit den oben genannten Maxxis Reifen und mit einem niedrigen Gewicht von 1.538 g für das Paar gesegnet beschleunigt das ICB Testbike (12,9 kg, 160 / 170 mm Federweg) wie ein spritziges Trail-Bike – beeindruckend. Die niedrigere Trägheit der Laufräder ist im direkten Vergleich zum zuvor gefahrenen DT Swiss EX 1501 Spline ONE Laufrad [Test] mit 1.711 g direkt spürbar und wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus. So gerüstet kann die gefühlte „Spritzigkeit“ der Laufräder vom Start weg überzeugen. In Anbetracht dessen, dass man hier eine 32 mm breite Felge mit vollwertigen Enduro-Reifen bewegt ist das Gefühl umso überzeugender.

Wenn es bergauf geht, profitiert das Fahrrad ungemein von den leichten Laufrädern
# Wenn es bergauf geht, profitiert das Fahrrad ungemein von den leichten Laufrädern - die Spritzigkeit ist sehr gut und das niedrige Gewicht deutlich spürbar

Wenn es länger bergauf geht wird dieser Effekt noch deutlicher spürbar. Das leichte Laufrad setzt sich willig in Bewegung und die breite Felge unterstützt den Reifen sehr gut, so dass bei niedrigem Luftdruck viel Traktion aufgebaut wird und auch technische Uphills gut von der Hand gehen. Nur ein kleines Detail trübt den durchweg positiven Eindruck: die sechs Sperrklinken im Nabenkörper rasten zwar sehr präzise ein, doch finden sie nur 24 Zähne am Freilauf vor. Das Resultiert in einem Eingriffswinkel von immerhin 15° zwischen zwei Zähnen. Dieser Leerweg bis zum Einrasten des Freilaufs ist so spürbar größer als bei Laufrädern von DT Swiss oder Sram und zu groß für unseren Geschmack. Mindestens 36 Zähne wären hier wünschenswert (entspricht 10° Eingriffswinkel, 33% weniger als beim hier getesteten Laufradsatz).

Das Lädt zum Spielen ein
# Das Lädt zum Spielen ein - das Handling wird durch die leichten Felgen bei gleichzeitig steifem Laufrad positiv beeinflusst

Steifigkeit

Nachdem wir in den ersten zwei Monaten des Tests aufgrund der vorliegenden Schneelagen eher in niederen Gefilden unterwegs gewesen sind, haben wir für den letzten Monat mit dem American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz nochmal gröberes Geläuf angesteuert. Im Rahmen von 10 Tagen Test-Session in Latsch und Bozen hat das Laufrad auf ruppigen Trail mit unzähligen Steinen und Wurzeln Bekanntschaft machen dürfen. Das Ermöglicht uns klare Aussagen zur Steifigkeit des leichten Laufradsatzes. Getragen von 32 Speichen (3x gekreuzt) und unterstützt durch den Querschnitt der breiten Felge zeigt sich das Rad als sehr steif. So kann es präzise von Kurve zu Kurve geworfen werden und steuert exakt dahin, wo der Fahrer es hin dirigiert.

Laufen lassen auf dem Tschilli-Trail in Latsch
# Laufen lassen auf dem Tschilli-Trail in Latsch - Testfahrer Maxi Dickerhoff gibt dem Laufrad die Sporen. In solch verblockten Passagen zahlt sich Steifigkeit in Form von Lenkpräzision aus

Im Vergleich zum vor Kurzem getesteten numbr3 ar30 Carbon Laufradsatz ist dennoch ein kleiner Unterschied spürbar – die Carbon-Räder sind nochmals steifer. Das kann sich jedoch in verblockten Passagen in reduzierter Traktion und Sicherheit auswirken. Vor diesem Hintergrund würden wir sagen, dass die Steifigkeit des Wide Lightning sehr gut ausbalanciert ist. Verglichen mit dem Steif genug für scharfe Antritte und enge Anlieger aber weich genug um Sicherheit zu bieten und die Arme zu schonen.

Viel Kontrolle in steilen Kurven bergab dank steifen Laufrädern
# Viel Kontrolle in steilen Kurven bergab dank steifen Laufrädern
Die Abfahrt auf dem Ötzitrail in Naturns bietet nach 700 Höhenmetern Anstieg mit feinstem Downhill über losen Waldboden in Abwechslung mit felsigen Abschnitten beste Testbedingungen für ein Enduro-Laufrad
# Die Abfahrt auf dem Ötzitrail in Naturns bietet nach 700 Höhenmetern Anstieg mit feinstem Downhill über losen Waldboden in Abwechslung mit felsigen Abschnitten beste Testbedingungen für ein Enduro-Laufrad

Haltbarkeit

American Classic gibt das Wide Lightning Laufrad für Fahrer bis zu einem Gewicht von 107 kg frei. Auch wenn wir diese Grenze mit unseren Testern nicht knacken konnten, haben wir das Laufrad im Test bis an seine Grenzen gebracht. Eine Woche lang musste sich der nur 1.538 g leichte Laufradsatz mit Enduro-Reifen und Tubeless-Aufbau auf den teils sehr ruppigen Trails in Latsch behaupten. Das Ergebnis hat uns durchaus überrascht, denn in Anbetracht des niedrigen Gewichts und der dünnwandigen Felge hat sich das Laufrad sehr gut geschlagen.

Bereit für den Härtetest: Maxi nimmt den Tschilli-Trail mit Vollgas in Angriff
# Bereit für den Härtetest: Maxi nimmt den Tschilli-Trail mit Vollgas in Angriff
Hier kommt das Material an seine Grenzen und muss beweisen, wie stabil es bei dem geringen Gewicht noch ist
# Hier kommt das Material an seine Grenzen und muss beweisen, wie stabil es bei dem geringen Gewicht noch ist
Höchstlast für Reifen und Felge
# Höchstlast für Reifen und Felge - die teils scharfkantigen Brocken und Platten warten nur darauf, dem Reifen und dem Laufrad zu schaden

Für unseren Testfahrer Maxi haben wir den Reifendruck am Hinterrad auf 1,9 Bar erhöht (1,7 Bar am Vorderrad) und so insgesamt nach Ende des Tests nur vier kleine und eine große Delle im Laufrad vorgefunden. Als Testrad ist Maxi dabei auf einem Prototypen des Alutech ICB2.0 unterwegs gewesen, das 130 mm Federweg am Hinterbau bereit gestellt hat. Die Bedingungen unter denen die Dellen aufgetreten sind, zeigen die folgenden Videos:

MTB-News.de testet Laufräder in Latsch von TobiasMehr Mountainbike-Videos

Die Haltbarkeit gut. Insbesondere in Anbetracht des Gewichts.

Trotz der starken Verformung an der einen Delle sei klar gestellt, dass unter diesen Belastungen auch ein weitaus größerer Schaden denkbar gewesen wäre und in Anbetracht des Gewichts die Haltbarkeit als sehr gut zu beurteilen ist. Ungeachtet der Delle hat die Felge die Luft im Tubeless Setup problemlos gehalten und trotz der dünnen Felgenhörner sind keine Risse entstanden. Nach Demontage der Reifen zeigt sich, dass unter der Belastung auch das Felgenbett verformt worden ist, wodurch weiter Energie abgebaut werden konnte. Trotz der Delle sind die Speichenspannung und der Rundlauf der Felge weiterhin gut gewesen – ein leichter Seitenschlag ließ sich problemlos in wenigen Minuten nachzentrieren und ein Höhenschlag hat sich nicht eingestellt.

Die folgenden Bilder wirken auf den ersten Blick zwar nach einer starken Beschädigung des Laufrades, doch sind dabei die extremen Testbedingungen einerseits und der Fakt, dass das Laufrad davon ungeachtet weiter funktioniert hat andererseits zwingend zu beachten.

Das Ergebnis nach dem Härtetest: Am Hinterrad finden sich mehrere minimale Dellen und eine größere Delle
# Das Ergebnis nach dem Härtetest: Am Hinterrad finden sich mehrere minimale Dellen und eine größere Delle
Einen dicken Durchschlag hat das Hinterrad erlitten
# Einen dicken Durchschlag hat das Hinterrad erlitten - unter diesen Testbedingungen ist die beobachtete Verformung nicht ungewöhnlich und könnte bei einem schlechten Laufrad bereits zum Versagen des Hinterrades führen
Die Delle ist deutlich doch das Laufrad immer noch dicht
# Die Delle ist deutlich doch das Laufrad immer noch dicht - die dünnen Felgenhörner halten erstaunlich hohen Belastungen stand, die bei Durchschnitts-Mountainbikern nie erreicht werden.
Dennoch hat sich das Laufrad sehr gut geschlagen
# Dennoch hat sich das Laufrad sehr gut geschlagen - auch mit den leichten Dellen ist der Rundlauf gut und die Speichenspannung weitestgehend konstant, so dass einer Weiterfahrt nichts im Wege steht

So ist festzuhalten, dass bei Beachtung des Gewichtslimits (107 kg) und bei einer normalen Fahrweise die Haltbarkeit uneingeschränkt als sehr gut bewertet werden kann. Bei Testfahrer Tobias (72 kg; sauberer Fahrstil) sind weder Dellen noch sonstige Beanstandungen aufgetreten. Rennfahrer wie Testfahrer Maxi hingegen werden wissen, wie schnell ein so leichtes Laufrad Dellen bekommt, auch wenn diese nicht zum Versagen des Rades führen. Wer hier auf Nummer Sicher gehen und keine Dellen in Kauf nehmen will, der sollte sich nach einem robusteren Laufrad mit etwas mehr Material an der Felge umsehen. Dann sprechen wir jedoch nicht mehr über 1.538 g sondern eher 1.700 bis 2.000 g. Je nach Gewicht und Fahrstil.

Eine runde Sache: In unserem Test kann der American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz überzeugen
# Eine runde Sache: In unserem Test kann der American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufradsatz überzeugen - das niedrige Gewicht kombiniert mit hoher Steifigkeit und sehr guter Haltbarkeit sorgt für eine insgesamt gute Preisleistung.

American Classic Wide Lightning 27.5 – unser Fazit

32 mm breit, 1.538 g leicht und kompatibel mit allen wichtigen Standards. Das Ganze zu einem für Aluminium hohen aber in Anbetracht der gebotenen Leistung akzeptablen Preis – die American Classic Wide Lightning 27.5 Tubeless Laufräder können im MTB-News.de Test von den technischen Daten her überzeugen. Viel wichtiger jedoch: Sie können auch in der Praxis überzeugen. Die Steifigkeit ist sehr gut und trotz des niedrigen Gewichts haben die Felgen auch den harten Einsatz gut geschlagen. Das Beschleunigungsvermögen begeistert und die sehr gut ausbalancierten Eigenschaften machen den Wide Lightning Laufradsatz zu einer echten Empfehlung für Trail- und Enduro-Bikes.

Stärken

  • niedriges Gewicht
  • hochwertige Verarbeitung, einfache tubeless Montage
  • sehr gute Balance aus Gewicht, Steifigkeit und Haltbarkeit

Schwächen

  • hoher Preis
  • grob rastender Freilauf (15°)

Weitere Informationen

Vertrieb in Deutschland: Revolution Sports: Homepage / Kontakt: [email protected]
Redaktion: Tobias Stahl | MTB-News.de 2015
Fotos: Tobias Stahl, Jens Staudt, Stefanus Stahl

  1. benutzerbild

    ragetty

    dabei seit 08/2005

    Maxi schrieb:
    Wenn ich nun also versuche den Grenzbereich des Materials über eine besonders harsche Fahrweise - und ich rede NICHT von vorsätzlicher Zerstörung - auszuloten, dann mit dem Hintergedanken jene Belastungen zu simulieren, die beispielsweise eine 100 kg schwerer Fahrer mit einem unsauberen Fahrstil erzeugt.


    dann auch noch mit 1,9bar?

    mir fehlt eine aussage (besser: analyse) warum die reifen/felgen-konstellation mit den wide lightnings so 'durchschlags-affin' sein könnte, d.h. angenommen, dass den anderen LRSn nicht mal durchgeschlagen sind (dass die leichte felge beim durchschlag dann evtl. nachgibt ist ja klar).

    vielleicht findet man diese im dem bericht ...
  2. benutzerbild

    Kharne

    dabei seit 05/2012

    Ja. Es steht Enduro drauf, also muss das Ding unsachgemäßes Geballer aushalten. Auch mit 1,9 Bar.
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  4. benutzerbild

    PierreA85

    dabei seit 07/2006

    der Freilaufmechanismus wird so auch bei WTB LaserDisc Naben verbaut.
    [url]http://gewichte.mtb-news.de/product-7106/wtb-nabe-laserdisc-super-duty[/url]
    Die auch nahe zu identisch aussehen.
    wahrscheinlich wie fast immer in Fernost gefertigt und unter verschiedenen Namen verkauft.
    Der erhöhte Lehrweg ist selbst am DH spürbar
  5. benutzerbild

    Alpine Maschine

    dabei seit 08/2004

    Maxi schrieb:
    4178 Buchstaben ohne Quotes und Leerzeichen


    Ich gehe ja hart mit der MTB-News-Crew um, das ist bekannt (aber nur aus Wohlwollen, um sie noch besser werden zu lassen und meine Konsumqualität zu erhöhen). Aber das hier ist nun mal ein Spezialfall:

    Das sind 4178 Zeichen ohne Leerzeichen, die Maxi hier antwortet. Fehlen die im Test? Sollte ein Test nicht mit einem Fazit enden, bei denen alle nicken. Und insbesondere die Tester gesagt haben, was zu sagen was?
  6. benutzerbild

    R.C.

    dabei seit 08/2007

    ragetty schrieb:

    mir fehlt eine aussage (besser: analyse) warum die reifen/felgen-konstellation mit den wide lightnings so 'durchschlags-affin' sein könnte, [...]


    Weil es breite, leichte Felgen sind (breite Felgen schuetzen den Reifen 'mehr' gegen Durchschlaege, die Felge haelt aber 'weniger' aus, als eine schmaelere 'gleichschwere').

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