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Tommy unterwegs: Mit dem Enduro beim Franken-Bike-Marathon in Trieb

Es war wieder Wochenende. Vorletztes, um genau zu sein. Da ich auf der Trailtrophy in Latsch schwer gestürzt war, musste ich die Trailtrophy im Harz an diesem Wochenende auslassen. Jedoch hatte sich meine Ferse in den beiden letzten Wochen derart stark erholt, dass ich entgegen dem Laufen zumindest beim Radfahren kaum noch Schmerzen empfunden hatte und diese Verfassung bei einem spontanen Marathonrennen bei mir in der Nähe testen wollte. Vielleicht etwas voreilig das Ganze, als ich jedoch von einer separaten Endurowertung auf der Mitteldistanz gehört hatte, konnte ich einfach nicht anders. 2027085 2027091 2027093,2027092 Der Ablauf war ganz normal einem Marathon-Rennen entsprechend. Komplette Zeitnahme über die gesamte Runde der 1400 hm und 48 km. Die einzigen beiden Bedingungen für die Endurowertung waren jedoch: Ein mindestens 15 kg schweres Rad und mindestens 150 mm Federweg. Zwar hatte dies keiner kontrolliert, trotzdem fand ich es eine geniale Idee, unter deren Bedingungen sich das Rennen für mich nach viel Spaß anhörte. Als ich dann noch die Worte meines redheads TEAM-Kollegen Thomas Begert aus dem Gedächtnis fischte, in denen die Wörter „viel“, „Trailanteil“ und „bergab“ enthalten waren, dachte ich mir, dass muss ich ausprobiert haben. Also kurzerhand leichte Laufräder mit leicht laufender Bereifung drauf geschraubt, das Fahrwerk in Druckstufe halbiert und nichts wie ab nach Trieb bei Lichtenfels. Mit 13,1 kg Kampfgewicht am Rad und einer eigentlichen Downhill-Konfiguration bestehend aus FOX-X2-Float-Dämpfer im 29er Specialized Enduro Rahmen ohne große Bedenken einen Marathon in Angriff genommen. 2027086 Warum einen Marathon mit Enduro-Fahrrad fahren? Weil man in den Downhills extremen Spaß hat, wenn man seine Sattelstütze absenken und es mit gewohntem Komfort den Hang hinab laufen lassen kann. Das Hin- und herhüpfen zwischen den dahin rutschenden Leichtsgewichtsfanatikern mit starrer Sattelstütze aus den vorderen Startblöcken während des Überholens gibt zudem extra Gaudi und motiviert für den nächsten Anstieg. Das alles bringt natürlich nur den beschriebenen Spaß, wenn die Abfahrten mit den Wörtern „viel“, „Trailanteil“ und „bergab“ beschrieben werden können. Ein weiterer Vorteil von solchen Endurowertungen ist der, dass ich als wettbewerbseifriger Abhängiger nur ein Rad für alle Formate benötige. Während ich das hier schreibe, fällt mir direkt ein, dass man solch ein Format mit Endurorädern auch im Cross-Country einführen könnte, in denen die Strecken technischer sind und eine abgesenkte Sattelstütze und ein gefedertes Fahrwerk noch mehr zum Tragen kommen würde. 2027087,2027081 Die Mitstreiter in meiner Wertung an diesem Wochenende waren keine Unbekannten: Andy Sollfrank und Thomas Proske vom Team Black sowie Bobby Blitzer vom RC Germania Weißenburg kannte ich bereits von vielen Endurorennen im eigentlichen Sinne. Somit keine leichte Konkurrenz, dachte ich mir. Und tatsächlich konnten diese 3 Herren ein Tempo anstimmen und auch auf den 48 km durchziehen, was ich beeindruckend fand. So landete ich am Ende auf einem für mich sehr zufriedenstellenden 6. Platz in meiner Wertung und war durchweg von der genialen Runde euphorisiert. Mit nur einer Stunde Anfahrt zum Rennen und insgesamt nur ein Tag „off“ von zu Hause eine geniale Ergänzung zu den sonstigen Endurorennen. 2027089,2027088 2027082 2027083,2027084 Ich hoffe, dass wir zukünftig noch mehr von solchen Veranstaltungen sehen werden, in den die Enduristen in einer eigenen Wertung mitfighten dürfen. Mal abgesehen von dem Nichtkontrollieren des Radgewichts und -federweg war die Veranstaltung insgesamt eine tolle Sache. Die Nachmeldung hat reibungslos funktioniert, alles war sehr gut ausgeschildert und auf der Mitteldistanz gab es zwei ausreichende Verpflegungsstationen. Das Wichtigste jedoch war - berghoch gings meistens auf Forstwegen, bergab meistens auf Trails! Ein riesen Lob an den RVC Trieb für einen geilen Franken Bike Marathon. Danke auch an meine Sponsoren Herobikes, FOX Factory Deutschland, Kali und ION für Material, welches sich sogar auf einen Marathon entsprechend ausrichten lässt. beste grüße ride_it! tommy Für mehr Infos zum Event checkt https://www.facebook.com/rvc.frankenbikemarathon Fotos: Sportograf mehr »
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Trailcheck: Saarländer Hochwald und Moselgebiet Mehring

...und wie sich ein Familienwochenende mit einem Geburtstags-Enduro-Rennen verbinden lässt! Unser Enduro-Blogger Tommy Umbreit hat sich mal wieder aufgemacht - aber nicht zur Trailtrophy oder zum SSES-Rennen, sondern auf ins Saarland, unter anderem in den Trailpark Mehring. Hier ist sein Bericht. Samstag, 4 Uhr, der Wecker klingelt. Ein weiterer Trailcheck steht an. Frau, Junior, Räder und Anhänger eingepackt und ab ins ca. 400 km entfernte Weiskirchen im Saarland. Dies soll der Ausgangspunkt für ein voll gepacktes Wochenendprogramm bestehend aus Trailpark Mehring, Eis schlabbern an der Mosel, Trails scheppern im Saarland und ausartenden Partys sein. Hintergrund: Zwei Freunde haben zum Geburtstags-Enduro-Rennen eingeladen. Bekanntschaften, die sich während meiner 3 Jahre Enduro-Renn-Zirkus ergeben haben und die ich sehr schätze, da Bauchmuskelkater, verursacht durch zu viel Lachen, vorprogrammiert ist – und zwar jedes Mal. Es geht um Johann Mahler und Jannik Schlickel. Bestens bekannt durch die sagenumwobenen Propain Boys und die Propain Gravity Union. Beides Formationen vom gleichnamigen Radhersteller, welche für spaßiges Miteinander und der Freude am Radfahren stehen und nebenbei erwähnt auch im Rennzirkus stark mitmischen. 2010535 Zurück zum Hintergrund der Reise. Geburtstags-Enduro-Race also, so ploppt es zumindest im Facebook unter meinen Benachrichtigungen auf. Doch nicht die Art von Endurorennen, die wir alle kennen, ist gemeint. Es ist eher ein witziges Zusammenkommen von vielerlei MTB-Freunden aus nah und fern, die den Geburtstag von Jannik und Johann feiern wollen. Oben drauf gibts dann eben noch ne gute Portion Saarländer Trailperlen, welche in Form eines eigenen Rennformats unter die Stollen genommen werden. Ein Spaßrennnen, bei dem es überwiegend um das gemeinsame Fahren und Lösen von Aufgaben geht. In 4er Teams soll es im saarländischen Hochwald auf Punktejagd gehen. Auf den Trails selber findet kein Rennen statt. Natürlich wird ordentlich geheizt und anständig gebiked, aber die Zeiten auf den Trails spielen keine Rolle. Gezeitet wird lediglich bei den im Wald verteilten Überraschungsaufgaben, die sich Jannik und Johann ausdenken und organisieren. Diese Prüfungen werden von Helfern durchgeführt und überwacht. Jede Prüfung gibt Punkte oder Zeiten, welche am Ende das Ergebnis bestimmen. Gewinner sind die mit den besten Zeiten und den meisten Punkten. Im Grunde geht’s um ne geile Tour mit ca. 40 km und jeeeder Menge lustiger Überraschungsaufgaben im Wald. 2010519 Soweit so gut. So viel zum Plan, der sich in meinen Ohren vielversprechend und durchdacht angehört hat. Kann man nett mit einem Familienwochenende verbinden und sich neue Gebiete in unserer Heimat Deutschland anschauen, dachte ich mir. Und so kam es dann auch: Als wir am Samstag dann gegen 7:30 Uhr in Wadern bei Weiskirchen ankamen, hieß es erstmal Frühstück. Kühl war es an diesem Morgen, allerdings war die Sonne bereits im Anmarsch und sollte an diesem Wochenende auch für angenehme Temperaturen sorgen. Da das Geburtstagsrennen erst für Sonntag auf dem Programm stand, wurde während des Frühstücks Verbindung zu Johann aufgenommen, um den Plan für den heutigen Samstag zu stricken. Trailpark und das Gebiet entlang der Mosel checken war die Ansage. Eine halbstündige Autofahrt von Weiskirchen im Saarland über die Landesgrenzen ins rheinland-pfälzische Mehring direkt zum Ziel. Dort angekommen ging es noch direkter auf die dort befindlichen Trails. Geil! Offiziell ausgeschilderte Strecken mit Aussicht auf Weinberge und die sich dahin schlängelnde Mosel. Der Hügel eignet sich sehr gut zum Shutteln, da der Start über eine offizielle Teerstraße zu erreichen ist. Für uns allerdings kein Thema zur Diskussion, denn wir sind ja fit. Noch… Im Wald treffen wir Lucas und Nils, wir kennen uns von den Enduro Rennen. Wie schön einfach diese Bike-Welt ist. Die Trails machen richtig Spaß, der Boden hat Grip und die Sonne scheint. So kann man arbeiten. 2010553 2010551,2010550 2010548 2010547,2010549 2010536 Am Nachmittag wurde das Tempo dann etwas raus genommen und eine entspannte Runde zusammen mit Junior und Frau Umbreit an der Mosel gedreht. Anfang April bekommt man hier bereits eine sehr reizvolle Landschaft präsentiert, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Auch bei der Familie kommt das gut an, da durch viele Spielplätze, Schiffe gucken, Schwäne füttern, Eis schlabbern und Landschaft genießen jeder auf seine Kosten kommt. 2010533 2010534 Gegen 17 Uhr heißt es Rückfahrt nach Weiskirchen zum anstehenden Geburtstagsfetz von Jannick und Johann. Ohne große Vorbereitung wollen die beiden ca. 50 Leute bespaßen, was offensichtlich auch gut gelingt. Das Lagerfeuer brennt, Würstchen brutzeln auf dem Grill. Janniks Scheune füllt sich. Hendrik (ebenfalls Propain Gravity Union) bringt spontan in einem Sprinter einen DJ, eine fette (!) Musikanlage, Diskolicht und eine Nebelmaschine mit. WTF? Hammer! Die Bierkästen werden leerer, die Meute voller. Die Party artet etwas aus. Wie sollen wir morgen noch Radfahren? 2010531 2010528,2010529 2010530 Sonntag früh. Jannik kennt kein Pardon und treibt die Leute an. Es geht um die Trailperlen des Saarlands, die heute einem erweiterten Kreis von Mountainbikern vorgestellt werden sollen. Pünktlich um 9.30 Uhr sind gut 30 Biker startklar und gespannt auf die sagenumwobenen Trails der Hochwälder Ballermänner. Aufgrund des intensiven Treibens am Vorabend wird im Einvernehmen aller Beteiligten jedoch kurzerhand entschieden, das geplante Endurorennen mit Überraschungsaufgaben lediglich in einer entspannten Trailtour, dafür aber mit umso intensiveren Naturerlebnissen wie Waldlauschen und Wasserschlabbern durchzuführen. 2010542 2010544,2010545 Die Trails an diesem Wochenende verliefen hauptsächlich neben den offiziellen Wanderwegen, dort wo sie wie heutzutage schon fast üblich in schweißtreibender Handarbeit und ohne große Erdbewegung oder Einbringen von Fremdholz angelegt wurden. Als erstes sind wir den MoRo-Trail gefahren, welcher von den Windrädern aus startet. Danach einen etwas technischeren Trail, den GreenWoodTrail in der Nähe des Schimmelkopfes. Anschließend haben wir den ältesten der dortigen Trails, den Modeltrail unter die Stollen genommen, welcher in Klein-Mexico (so nennen die Weiskircher den Ortsteil mit seinen schäbigen Bungalows am Waldrand) endet und im Saarland mittlerweile schon relativ bekannt ist. 2010537 2010524,2010523 2010522 „Die Trails sind alle gar NUR geduldet. Ab und an liegt mal etwas Holz im Weg, jedoch sind die meisten Weiskircher freundliche Leute und begegnen einem eher freundlich als mieslaunisch“, berichten Jannik und Luca. Beide sind aus vielerlei Enduro- und Downhillrennen her bekannt und wissen, was gute Trails ausmachen: „Vor 5 Jahren haben sie und ein paar weitere Jungs angefangen, sich regelmäßig zu treffen und Rad zu fahren. Aus diesem Ansporn heraus sind dann die Hochwälder Ballermänner und deren Trails entstanden, die auch heute noch regelmäßig in der Dienstagsrunde ballern bzw. geballert werden. Wer also Bock hat, mal geführt zu werden, soll sich einfach an den „immer wieder Dienstags......und immer öfter Sonntags“-Thread im Forum unter mtb-news.de halten. Destino ist dort der Ansprechpartner.“ 2010518 2010517,2010516 2010515 2010541 2010512,2010513 Ich persönlich fand die 25 km Runde mit ihren 800 hm sehr genial. Ein schöner Mix aus technisch anspruchsvollen und steilen Trails kombiniert mit schönen Highspeedabschnitten durch noch schönere Natur. Am Ende der Runde erwartete uns zum krönenden Abschluss eines genialen Wochenendes dann auch noch Jannicks Mutter mit selbstgebackenen Nussecken, Cola und ... Konterbier! Herrlich! Nochmal vielen Dank dafür an dieser Stelle. Abschließend rollen wir dann zurück zur Partyburg Schlickel, wo sich die Gesellschaft dann langsam Richtung Heimat auflöst. Dort werden die Eindrücke in der Geburtstags-Enduro-Race Gruppe auf FB verarbeitet und nochmal genossen. Fazit zum Wochenende: Zwei Tage straffes Programm haben Family und mich überzeugt. Trailpark Mehring, Mosel, Saarlandtrails, Trier, Wildgehege mit riesigem Kinderspielplatz in Weiskirchen. Es gibt hier genug zu unternehmen und zu entdecken. Egal ob Single oder Familie, es ist wirklich beeindruckend, welche Vielfältigkeit an Aktivitäten von Weiskirchen bis nach Trier zu erleben sind. Zu den an diesem Wochenende gefahrenen Trails gibt es noch jede Menge weiterer schöne Wanderwege, welche zum Biken besonders gut geeignet sind. 2010540 Wir hatten auf jeden Fall ein richtig schönes Wochenende im Saarland und dem dort direkt angrenzenden Rheinland-Pfalz. Ich empfehle, all diese Aktivitäten in einem etwas lockererem Zeitplan als an zwei Tagen zu machen. Mit einer Woche sollte man genug Zeit haben, all die beschriebenen Aktivitäten noch ausgiebiger und intensiver genießen zu können. Dazu gehört auch das Konterbier am Tag nach getaner Party :). Familie und ich werden das Saarland und die angrenzenden Schönheiten in einem entspannten Campingurlaub auf jeden Fall wieder bereisen. Wer ein Hotel sucht, dem kann ich den Dagstuhler Hof mit seinen sehr sauberen und modernisierten Zimmern empfehlen, welches im nahegelegenen Wadern bei Weiskirchen liegt. In diesem Sinne lasst es euch gut gehen! beste grüße ride_it! tommy Ihr wollt mehr über das Saarland und seine Trails wissen? Checkt Luca Biwer oder Jannik Schlickel von den Hochwälder Ballermännern für mehr Infos. Auch Technik feilen in Verbindung mit besten Trails könnt ihr haben. Schreibt einfach den Jungs von der Mountainbikeschule Saar oder tretet direkt mit Ihnen über Facebook in Kontakt. Text: Tommy Umbreit | Fotos: ride_it und Frank Hietzig von DieDreiBeiden.com mehr »
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Tommy unterwegs: SSES #1 in Treuchtlingen – Mehr Modder geht nicht!

Saisonauftakt der Specialized SRAM Enduro Serie in Treuchtlingen! Der RC Germania Weißenburg hat mit Enduro in Treuchtlingen wieder eine tolle Veranstaltung abgeliefert, die seinesgleichen sucht. Neue Trails, ein logistisches Meisterwerk, um über 600 Starter ohne Reibung durchzuschleusen und Kehrmaschinen, die heute noch laufen dürften. Denn das Motto dieses Wochenende hieß: Modder ohne Ende, auf den Trails, auf den Straßen rund um Treuchtlingen, am Mensch und am Material, am Sonntag im Rennen noch mehr als am Samstag im Training! Für mich persönlich ebenfalls das erste Rennen dieser Saison, welches gleichzeitig als Rückmeldung über die aktuelle Verfassung und Klarheit über die Qualität des über den Winter absolvierten Trainingsprogramm dienen sollte. Umso ärgerlicher, dass ich mir pünktlich zum Wochenende eine Erkältung eingefangen habe, was sich letztendlich auch in meiner Leistung widerspiegeln sollte. 1995149 1995167,1995162 Megamäßig hatte ich mich auf diesen Event gefreut, da aus den Vorjahren immer wieder mit Neuerungen hinsichtlich neuer Strecken und Rahmenprogramm seitens dem Ausrichter zu rechnen war. Auch in diesem Jahr wurde diese Vorfreude bzw. Erwartung in vollster Zufriedenheit erfüllt. Neue Strecken, Reibungslosigkeit bei Startnummernausgabe, Getränkeauffüll- oder Radwaschmöglichkeiten für die Fahrer während der Runde. Alles keine Selbstverständlichkeiten, wie man bei anderen Events in der Vergangenheit bereits feststellen musste. Auch auf einen Prolog wurde dieses Jahr am Samstag verzichtet, was ich im Nachhinein persönlich aufgrund eines stressfreieren Trainingstages nicht so schlecht gefunden habe. 1995156 1995143 1995147 1995151,1995144 Einzig und allein das Wetter wollte an diesem Wochenende nicht so wirklich. Kompletter Dauerregen vor dem Training und vor dem Rennen mit pünktlichen Ausbleiben des Gleichen zum Großteil der Wertungsprüfungen. Während des Trainings schon mit den ersten Vorboten von klebendem Morast am Rad konfrontiert, sollte dies am darauf folgenden Renntag noch schlimmer werden. Zum Start um 10 Uhr regnete es noch ca. 1 Stunde, bevor das einsetzte, was weder für Material noch für Fahrer leicht zu handhaben ist. Mit ausbleibender Feuchtigkeit von oben beginnt die flüssige Masse am Boden anzuziehen und wird immer klebriger und schmieriger. Schmierig = problematisch bei hängenden Kurven, klebrig = problematisch aufgrund von gefühlt doppelt so schweren Rädern und Klamotten bis hin zu sich nicht mehr drehenden Rädern. Bei mir eröffnete sich diese Kombination auf den letzten 3 der 7 Stages als sekunden- und platzierungsfressende Bestie. Anbei ein kurzer Überblick über die Stages. Die Klassen Open Men und Open Women durften Stage 5 - 8 bestreiten, die Elite Klassen 1 - 7. Hierdurch war es möglich, 660 gemeldete Starter auf die Piste zu schicken, ohne das Auffahren oder andere Engpässe ein Thema waren. Dies war bisher einzigartig in der SSES und entsprach einer logistischen Meisterleistung des Veranstalters. Da ich in der Pro Masters Klasse startete, gilt mein Kurzüberblick den Stages 1 - 7 auf einer Runde von 33 km und 930 hm (Höhenmeter - gezählt werden nur die Höhenmeter, die bergauf gefahren werden). 1995164 Stage 1 und 2 verliefen wie auch schon letztes Jahr an den Wettelsheimer Kellern. Ein Klassiker und immer wieder geil zu fahren. Auch unter nassen und rutschigen Bedingungen sehr spaßig, da nur wenig hängende Kurven, dafür umso mehr Steinrinnen die Richtung vorgaben. Zu Stage 3 hin musste der längste Transfer an diesem Wochenende absolviert werden. Zeit genug, um sich die Stage nochmal zu vergegenwärtigen. Die letzten beiden Viertel der Stage sollten all denjenigen noch im Gedächtnis hängen geblieben sein, die letztes Jahr dabei waren. Lediglich ein fieser erster Tretteil gesellte sich anders als im letzten Jahr dazu, bevor es in mehreren dieses Jahr mit vielen Anlegern entschärften Kurven oder auch steilen Schotterfeldern dem Ziel entgegen ging. Hier war nun auch der Zeitpunkt, als ich das erste Mal mein Rad mit Ästen vom klebenden Dreck befreite und was von da an Routine nach jeder Stage werden sollte. 1995150 1995168,1995171 1995160 1995154 Stage 4 verlief parallel am gleichen Hang zu Stage 3. Auch hier wurden in einem anfänglich zäh zu tretenden Stück erstmal alle Körner verbraten, bevor es in einen technischen Mix aus hängenden Kurven, kurzer Steinrinne mit glitschigen Wurzeln und abschließend wieder viele Kurven mit Anliegern ging. Zusammen mit Stage 1 waren diese beiden Stages mit jeweils einem 3. Platz meine fahrtechnischen Highlights an diesem Wochenende. 1995148 1995172 Stage 5 war genau wie Stage 4 für dieses Wochenende neu ins Leben gerufen worden und im Grunde genau wie Stage 4 eine geniale Wertungsprüfung. Auch wieder mit einer anfänglichen Treteinheit, sodass es schön blau ins nun folgende technische Gerutsche ging. Problem war hier eine erste Kompression, vor der ich einen kurzen Schlag aufs Vorderrad bekam und ich in diese auf dem Arsch mit den Händen im Schlamm hineinrutschte. Von da an out of control immer wieder vom Rad runter, durch die Rinnen gerutscht, leichte Gegenanstiege mit dem Versuch nicht wegzurutschen hochgeschoben und irgendwie versucht, Grundspeed zu halten. Auf dieser Stage habe ich mit Abstand am meisten Zeit gelassen, da mir letztendlich aufgrund meiner Erkältung einfach die Power gefehlt hat. 1995153 1995158 1995155,1995145 1995169 1995161,1995159 Stage 6 kam mir in den ersten beiden Dritteln auch neu im Gegensatz zum letzten Jahr vor. Wieder mit anfänglichen Tretstück gings hier allerdings schneller ins Technische. Diese Stage lief absolut rund, bis ich im Mittelteil wieder nen Abgang machte. Diesmal über den Lenker mit Kopf voraus und mit beiden Händen im Schlamm abgefangen. Verdrehter Lenker, Bremshebel und Sattel steuerten auch hier kräftig Sekunden dazu bei, mich von der Top 3 zu entfernen. Im Grunde und unter normaleren Bedingungen war auch diese Stage wieder absolute Sahne. Stage 7 wie auch schon letztes Jahr wieder mit Start oberhalb von Treuchtlingen mit Abschluss durch die Bobbahn und das Steinfeld, bis es über die Wiese in den Zielbereich ging. Genau wie auch schon die letzten Jahre sehr geil, nur dieses Wochenende besonders anspruchsvoll :) 1995170,1995173 1995163 1995157 1995152 1995166 Rein objektiv und ohne Wetterthematik betrachtet wars wieder ne geniale Veranstaltung. Tolle Stages für die Fahrer und ein schönes Rahmenprogramm für die Zuschauer. Trotz des Wetters versammelten sich dieses Jahr wieder eine Menge Zuschauer an den Stages, insbesondere am Todeshang auf Stage 7, wo es wohl allerhand Rutscherei zu sehen gab. Aber auch an Stage 6 im Mittelteil verfolgten einige Leute meinen Köpfer in den Morast :). 1995165 Ergebnistechnisch war dieses Wochenende für mich persönlich nicht zufriedenstellend. Zu viele Fahrfehler, zwei harte Abgänge und wie bereits erwähnt eine Erkältung verwiesen mich am Ende auf Platz 10 in meiner Klasse. Meine starken Mitstreiter Andre Kleindienst, Benny Herold und Christian Junker machten die Top 3 unter sich aus, diesmal :)
 Das Material ist ansonsten absolut top und konnte trotz fiesesten Bedingungen mit Funktion glänzen! Neben meinen ganzen anderen Unterstützern 2016 auch nochmal besten Dank an meinen lokalen Radladen Herobikes in Roth, dessen Crew immer alles mögliche in Bewegung setzt, um mich mit bestem Material zu unterstützen. König Xaver hat an vorderster Front wie immer alles im Griff! 1995146 Ansonsten hoffe ich, dass das Schlachtfeld, welches wir Fahrer in Form von nun breiteren Forst- und Wiesenwegen oder auch von Straßen, die eines Ackers glichen hinterlassen haben, kein Hindernis für den RCGW sein wird, solch ein geiles Rennen wieder zu veranstalten. Ich möchte mich bedanken, solch ein tolles Rennen hier in meiner Region zu haben. Ich würde mir wünschen, es gäbe an mehreren Stellen im Nürnberger Land Freiwillige und passionierte Mountainbiker, die sich den enormen Aufwand vor, während und nach solch einem Rennen stellen, um noch mehr geniale Mittelgebirgsenduros an den Start zu bringen. Sollte sich bis dahin niemand finden, dann von meiner Seite aus hier und jetzt, bis zum nächsten Mal 2017 in Treuchtlingen. Ach ja, bitte lasst die Finger von Stages aus dem Rennen während des Jahres. Die Vorstände vom RC Germania Weißenburg kämpfen jedes Jahr aufs neue harte Runden mit Forst, Jagd und Gemeinde, um die Trails einmalig und nur für das Rennwochenende genehmigt zu bekommen! BTW. Ich habe noch ein paar raw Bilder vom Training auf meinen Blog http://wride-it.com gestellt. Checkt das mal, evtl. ist ja was von euch dabei. Bis zum nächsten Rennen beste grüße wride_it! tommy mehr »
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Tommy unterwegs: SSES #6 Leogang – Im Schatten von EDC und Bikeparkstrecken

Hallo Leute, zwar ist das letzte Rennen der SSES schon etwas her, trotzdem wollte ich euch meine Gedanken zu Leogang schildern, wozu ich aufgrund von Krankheit bisher noch nicht gekommen war. Naja, man muss auch ehrlich sagen, dass ich den letzten Monat kein Rad oder sonstige damit in Verbindung stehende Themen sehen bzw. angehen konnte. Als ich Freitag dann seit langem mal wieder mit meinen Vereinskollegen draußen war, um mit Rechen und Hacke unser Trail-Repertoire zu erweitern, folgte am nächsten Tag direkt das Antesten der Köstlichkeit. Auf Shorty und High Roller gings bei miesesten, dafür aber epischsten Bedingungen durch den mit Regenwolken verhangenen Wald am Rande der fränkischen Alb, was auch gleichzeitig der Startschuss für die Saisonvorbereitung 2016 war. Bier, Zigaretten und wilde Partys gehören ab sofort wieder der Vergangenheit an und sollten auch nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit konsumiert werden. So, und nun der Bericht über Leogang und meine generelle Meinung über die SSES. Eigentlich hatte ich diesen Stop nach der letztjährigen Enttäuschung zukünftig in meinem Rennkalender gestrichen. Grund dafür war ein absolut sinnloser 12 Minuten Wurzelteppich in der Ebene, im Renntempo ein sehr gefährlicher Bergstadltrail und ansonsten hauptsächlich Bikeparkgeschruppe. Keinerlei Kreativität oder Einsatz seitens der Organisatoren, ordentliche Endurostages zu bieten. Warum ich trotzdem dieses Jahr wieder teilnahm, hatte einzig und allein damit zu, dass ich die komplette Serie mitgefahren bin und meinen 2. Platz in der Gesamtwertung verteidigen wollte. Also machte ich mich aufgrund von schlecht angekündigtem Wetter wiedermal ohne Familie auf den Weg zum Wettkampfort. Samstag früh 5 Uhr los und kurz nach 8 in Leogang. Mittlerweile hatte ich Gefallen daran gefunden, um diese Zeit zu fahren, da man die Autobahn fast für sich hat und sich schon mal das eine oder andere Vielfache Gramm Adrenalin hinterm Lenkrad abholen kann. 1917477 1917482 Rechtzeitig angekommen, ins Bikedress gehüpft und siehe da, Erster bei der Anmeldung. Dieser Preis sollte mir sicher sein. Startnummer und Transponder in Empfang genommen und es wurde gleich mal die Karte studiert. Als Änderungen zum Vorjahr gabs dieses Jahr einen nur halb so langen Wurzeltretteppich, der abschließend sogar noch durch ein spaßiges, neu angelegtes und steileres Waldstück gelenkt wurde. Weiterhin wurde der Bergstadltrail dieses Jahr ausgelassen und dafür die komplette X-Line in zwei Teilen gefahren. Auch der Transfer zurück von Saalbach nach Leogang war sinnvoller und kurzweiliger als letztes Jahr. Stage 4 und 5 bildeten wieder der obere Teil des Hangman und der Bingo Bongo Trail. Insgesamt war es eine rundere Sache wie letztes Jahr, jedoch ist und bleibt Leogang Bikepark rattern. Laut Rennverantwortlichem wird sich auch nächstes Jahr nicht viel ändern. Es steht die Überlegung im Raum, den Bergstadltrail wieder rein zu nehmen und vielleicht noch ein weiteres Stück neu angelegte Endurostage zu bieten. Wir werden sehen. 1917479 1917474,1917470 1917469 Mein Fazit für Leogang lautet: Annähernd gleiches Programm wie letztes Jahr mit geringen Ansätzen von Verbesserung. Nach wie vor wenig Enduro, sondern eher DH. Generell stand Leogang wie auch schon letztes Jahr wieder absolut im Schatten des EDC und war keinerlei Aufmerksamkeit ausgesetzt. Mir sind die Synergien nicht ganz bewusst, die die SSES als Parallelveranstaltung zum EDC haben soll. Warum legt man das Enduro Rennen nicht auf einen anderen Termin? Wie soll sich die SSES in ihrer Wahrnehmung neben dem EDC behaupten, wenn selbst die Fahrer nicht mal das Start-Ziel-Gelände finden, da es irgendwo hinter Duschen und Hotels versteckt ist? Wie soll sich ein Zuschauer neben der ganzen EDC Action am Hauptgelände Talstation Bergbahn zur SSES verlaufen? Um was geht's den Veranstaltern in Leogang, um was gehts den Veranstaltern der SSES? Meiner Meinung nach hat die SSES dieses Jahr ganz schön Federn gelassen, was Qualität und Zuspruch angeht. Man sollte sich über den Verbleib dieser Serie vielleicht langsam mal Gedanken machen. Beim Rennen in Schöneck hatte ich Stichwörter wie Fahrerschaft oder Qualitätskontrollen seitens der Serienverantwortlichen gegenüber den Veranstaltern gehört. Hier wäre interessant zu wissen, ob sich diesen Themen bereits jemand annimmt. Wieviel Bikepark darf sein? Soll es eine Mindestanforderung an neuen und eigens für das Rennen angelegte Strecken geben? Darf die Fahrerschaft Einspruch zur Streckenführung einlegen? Sollte es Ausweichpläne seitens Rennleitung geben, die abhängig vom Wetter aufgerufen werden? Wie sieht das Medienkonzept aus, um die Veranstaltung mit Bildern, Videos und letztendlich hoffentlich Zuschauern zu beleben? Meiner Meinung nach müssten Bedingungen für die Veranstalter an den Tag gelegt werden, wonach sie ihre Rennen für die Öffentlichkeit und Sponsoren attraktiv zu gestalten haben. Was soll sonst der ganze Zirkus? Außer dem Veranstalter bringt es niemanden was, wenn am Ende zudem auch noch die Trails fragwürdig waren. Wie soll man sich als Fahrer um Sponsoren bemühen, wenn man lediglich mit Ergebnissen „glänzen“ kann, die in einer Serie produziert worden sind, welche auf dem Abstellgleis steht und null mediales Interesse weckt? Es wird viele Fahrer geben, die 2016 der Serie den Rücken kehren oder sich ganz genau überlegen, ob sie nochmal teilnehmen. Es wird höchstwahrscheinlich so sein, dass geile Events wie Treuchtlingen oder Schöneck mitgenommen werden und der Rest der Serie schauen muss, wo er bleibt. Wer sind die Ansprechpartner für diese ganzen Themen und inwiefern wird an einer Verbesserung des Konzepts SSES gearbeitet? Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht. Platzierungstechnisch war Leogang auf jeden Fall ein gelungener Saisonabschluss. Mit meinem ersten Platten diese Saison, eigentlich eher ein Reifen abziehen auf der X-Line und Gott sei Dank nur im trockenen Training, fuhr ich am darauf folgenden verregneten Renntag trotz Kettenfresser in Stage 1 hinter Tretmonster Andre Kleindienst und Downhillwaffe Benny Herold auf einen geilen 3. Platz . Die Gesamtserienwertung konnte ich somit mit einem 2. Platz hinter Andre Kleindienst und vor Wilfred van de Haterd feiern. Mein gestecktes Saisonziel einer Top5-Platzierung wurde somit weitaus übertroffen. 1917480 Abschließend möchte ich mich bei meinen diesjährigen Unterstützern, dem redheads TEAM und meinem Verein, dem RC Schnaittachtal, bedanken. Ein besonderer Dank gilt meiner verständnisvollen Familie, ohne deren Toleranz das Programm hier nicht möglich wäre. Auch Euch treuen Leserseelen möchte ich danken, die hier mal mehr mal weniger begeistert mitlesen und mit Kommentaren die Diskussion am Laufen halten. beste grüße ride_it! tommy Fotos: Axel Brunst / Specialized-SRAM Enduro Series mehr »
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Tommy unterwegs: SSES #5 Schöneck – geiles Rennen mit bester Stimmung!

Nachdem die letzten 3 Rennen der Serie Tommys Auffassung nach eher mit verantwortungslos, lustlos, sinnlos und somit völlig nichtdiskussionslos einzustufen waren, er sich aus diesem Grund nicht besonders in Schreiblaune hat einfinden können, gabs am vergangenen Wochenende wieder viel Freude und geile Rennaction. Beim 5. Lauf der SSES in Schöneck im Vogtland wurde wieder allerhand in die Hand genommen, um für Fahrer und Zuschauer eine Top-Veranstaltung zu bieten. 250 Starter machten sich bei bestem Wetter an die Pedale, um auf einer Runde mit 7 Stages alles aus dem Material zu holen, was ging. Hallo Leute! Also machte ich mich wieder mal Samstags früh auf den Weg zur Rennveranstaltung. Mein Junior hat in letzter Zeit irgendwie das Talent, mich und meine Frau vor Rennwochenenden nachts immer auf Trab zu halten, sodass ich erst gegen 7 Uhr auf ein paar Stunden Schlaf gekommen bin und dementsprechend relativ spät ins ca. 2 Stunden entfernte Schöneck aufbrach. Danke an dieser Stelle an meine Frau, die sich das restliche Wochenende daheim mit dem Kleinen rumgeschlagen hat und mir die Teilnahme am Rennen ermöglichte. Aber wie das so ist und wie ich später in Schöneck erfuhr, geteiltes Leid ist halbes Leid, denn meinem Kumpel Frankes Franky Fränk the Crank ging es auch nicht unbedingt besser, da auch er die ganze Nacht für den Nachwuchs alles gegeben hat, um ihn bei Laune zu halten bzw. die Wiege der Geborgenheit zur Verfügung zu stellen. Auf dem Weg nach Schöneck vertrieb ich mir die Zeit neben der Betätigung des Steuers mit lauter Musik und warmen Gedanken an das letzte Rennen in der Bikewelt. Nachdem ich schon im letzten Jahr bei der deutschen Meisterschaft hier auf einen guten 2. Platz gefahren bin, mich inoffiziell Vizemeister der Masters schimpfen durfte und nebenbei noch mit starker Orga und Strecken verwöhnt wurde, war abzuwarten, was dieses Jahr geboten wurde. 1874306 In Schöneck angekommen, gleich angemeldet und den Streckenplan studiert. Der erste Blick fiel gleich wieder auf den Mördertransfer von Schöneck nach Klingenthal zur Skischanze. Leider auch dieses Jahr wieder Bestandteil der Runde für lediglich eine Stage :(. Ansonsten versprach die Karte eine im Gegensatz zum Vorjahr neue Stage zuzüglich altbekannter City- und Bikeparkstages. Also ab in die Klamotten und rein ins Getümmel. Ich hatte richtig Bock, da sich neben dem Renngeschehen auch noch tolle Bikeparkstrecken inkl. Flowcountry und fetter Jumpline in der Bikewelt Schöneck breit gemacht hatten, die letztes Jahr allerdings noch nicht gefahren werden durften, da sie neu gebaut waren. Fazit: Flowtrail geil, Jumpline geil! So, aber nun zu den Stages. 3 der 7 Stages gingen durch den Bikepark und so verbrachte ich dort bis ca. halb zwei die Zeit, um mich an die fetten Sprünge ranzutasten und die Linien auf den Stages zu studieren bzw. zu optimieren. Geil war auf jeden Fall, dass man sich auch hier seitens der Orga wieder Gedanken gemacht und neue Streckenführungen im Gegensatz zum vorherigen Jahr geboten hat. Anschließend gings zur Skischanze von Klingenthal, in welcher eine ziemlich kurze, dafür aber ziemlich geile Stage im steilen Hang geknattert werden durfte. Der Transfer dorthin und zurück überschattete allerdings etwas die Euphorie für diese und die nachfolgenden Stages, da er ordentlich Sitzfleisch im Sattel abverlangte und ein ganz schönes Eck an Kurbelei darstellte. Mein Kumpel Raph meinte nur "Ach, ist das nicht toll hier? Wald, so weit das Auge reicht." Und so kam es, wie es kommen musste, wir verabredeten uns für einen zukünftigen Ausritt in den unendlichen Weiten des Vogtlands. 1874293 1874300 1874298 So, nachdem wir das geklärt hatten, waren wir nun bei Stage 6 angelangt. Diese wurde frisch in den Wald geholzt und war flowig tretlastig im leicht abfallenden Gefilde zu bezwingen. Grinsebacken auf jeden Fall voll auf, bot sie eine willkommende Abwechslung und machte ohne Ende Spaß. Die beiden Citystages gingen durch den Stadtwald und zuschauerfreundlich durch die Innenstadt von Schöneck. Für meinen Geschmack hätten diese beiden Stages auch ruhig wieder als eine Stage wie im letzten Jahr mit ordentlich Asphaltsprint ausgetragen werden können, was aber aufgrund vieler kritischer Stimmen im letzten Jahr nun ins Wasser fiel. Naja, man kann es halt nicht allen recht machen. 1874304 Das Rennen selber am Sonntag verlief für mich ganz zufriedenstellend. Nachdem ich auf den ersten 3 Stages noch meine Probleme mit Aufwachen und Linientreffen hatte, lief es im Verlauf wie so immer bei mir besser. Ich konnte die Runde ohne Stürze durchfahren und landete am Ende hinter einem starken Andre Kleindienst und vor einem ebenfalls starken Benny Herold auf einem 2. Platz in der Pro Masters Klasse. In der Gesamtwertung stehe ich nun auf Platz 2 und bin gespannt, was der letzte Lauf der Serie in Leogang im September bereit hält. 1874291 1874284 Der letzte Absatz gehört diesmal eindeutig der Orga, welche durch den Vogtland Bike e.V. zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt worden ist. Dank geht an alle Helfer vom Verein, der Stadt Schöneck, dem THW und alle anderen Involvierten für den reibungslosen Ablauf, die geile Arbeit, die freundliche Stimmung und die gute Laune, mit der ihr bei der Arbeit gewesen seid. Man merkt, dass hier alle an einem Strang ziehen und Bock auf das haben, was sie machen. Nur so ist es denke ich möglich, dass sauber abgebandelt wird, es ein neues Streckenprofil inkl. neuer Stage im Gegensatz zum Vorjahr gab, Verpflegungsstationen während des Trainings und am Renntag realisiert werden konnten, das THW für einen gut ausgeleuchteten Nachtprolog im Bikepark sorgte und der Sessellift gefühlt 24 Stunden drehte :) 1874296 1874303 Ich freue mich schon auf das nächste Rennen in der Bikewelt Schöneck! beste grüße ride_it! tommy Alle Artikel zu Tommy Umbreits Blog:  mehr »