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Brandneu und spaltet die Lager
Brandneu und spaltet die Lager - Das Linkin Trail mit innenliegendem Dämpfer.
Bold Cycles LTD.
Bold Cycles LTD. - Entwicklung und Montage in der Schweiz
In dieser großvolumigen Box ist er versteckt, der Dämpfer.
In dieser großvolumigen Box ist er versteckt, der Dämpfer. - "Internal Suspension Technology" nennt sich das System
Kompakte Bauweise für maximale Steifigkeit
Kompakte Bauweise für maximale Steifigkeit - Eigentlich handelt es sich um einen herkömmlichen Viergelenker mit Horst-Link, doch der innenliegende Dämpfer macht das System zu etwas Besonderem.
Bold Cycles - Linkin Trail in der Version Race Day 29
Bold Cycles - Linkin Trail in der Version Race Day 29 - Schlappte 8.455 Euro kostet das schlanke 11.45 kg leichte Luxus-Bike. Wer würde da nicht sofort zuschlagen?
Die Gründer
Die Gründer - Links Oliver Kreuter und rechts sein Geschäftspartner Vincenz Droux.
Ein Bike für Technik-Fans, die es sich leisten können.
Ein Bike für Technik-Fans, die es sich leisten können.
Um den Prestigefaktor zu unterstreichen, kommt das Bike in einer schicken Holzkiste.
Um den Prestigefaktor zu unterstreichen, kommt das Bike in einer schicken Holzkiste.
Das Herzstück des Rahmens
Das Herzstück des Rahmens - Außen verschraubt an der einteiligen Sitzstrebe und innen mit Dämpferaufnahme: Der Rocker-Arm, welcher den Dämpfer anlenkt.
Dreiteiliger Rocker-Arm aus kaltgeschmiedetem Aluminium
Dreiteiliger Rocker-Arm aus kaltgeschmiedetem Aluminium - Die kompakte Bauweise, der breite Lagersitz auf den Umlenkhebeln selbst und die formschlüssige Verzahnung sollen eine norme Steifigkeit bei geringem Gewicht ermöglichen.
Best Boy´s SAG Indicator
Best Boy´s SAG Indicator - So einfach lässt sich der SAG am Linkin Trail ablesen.
SAG-Indikator auf der Wippe und Messskala auf der Plastikscheibe
SAG-Indikator auf der Wippe und Messskala auf der Plastikscheibe - Die Scheibe sitzt fest in der Montageöffnung über der Wippe und ermöglicht so eine präzise SAG-Bestimmung. Die Rahmenöffnung wird durch eine mit Lufteinlassöffnungen versehene Kunststoffkappe verschlossen.
Unser Test-Bike, das Linkin Trail Race Day, mit breiten 2,4" Onza Reifen.
Unser Test-Bike, das Linkin Trail Race Day, mit breiten 2,4" Onza Reifen. - getestet in Größe "large".
Dank abgewinkeltem und drehbarem Ventil leicht zu erreichen.
Dank abgewinkeltem und drehbarem Ventil leicht zu erreichen. - Der individuell auf das Linkin Trail angepasste Dämpfer ermöglicht einen kinderleichten Setup-Prozess.
Vom Dämpfer ist nichts zu sehen!
Vom Dämpfer ist nichts zu sehen!
Im Inneren der Sitzstrebenbrücke befindet sich eine durchgehende Achse.
Im Inneren der Sitzstrebenbrücke befindet sich eine durchgehende Achse.
Nicht nur Kabeleingang, sondern auch Lufteinlass
Nicht nur Kabeleingang, sondern auch Lufteinlass - Über die oberen großen Bohrungen soll Luft durch den Rahmen strömen und so für Zirkulation und Kühlung im Dämpferbereich sorgen. Eine Abdeckung mit Lufteinlassöffnungen verschließt optisch sauber die Wartungsöffnung.
Klein, aber bullig
Klein, aber bullig - Die kurze Wippe soll besonders viel Steifigkeit ins Heck bringen.
Unterrohrschutz, Kabelführung und Abdeckkappe zugleich
Unterrohrschutz, Kabelführung und Abdeckkappe zugleich - Lediglich zwei Schrauben müssen entfernt werden und schon hat man Zugang zum Dämpfer.
Der obere Umlenkhebel mit SAG-Indikator
Der obere Umlenkhebel mit SAG-Indikator
Schraube lösen und Dämpfer ausbauen
Schraube lösen und Dämpfer ausbauen - Für den Dämpferausbau lässt sich die Verschraubung im Handumdrehen über die kleine Montageöffnung lösen.
Der Dämpfer kann nach unten herausgezogen werden.
Der Dämpfer kann nach unten herausgezogen werden.
Kaum Mehraufwand als bei anderen Systemen.
Kaum Mehraufwand als bei anderen Systemen.
Formschlüssige Verbindung mit großem Lagersitz
Formschlüssige Verbindung mit großem Lagersitz - Durch die flächige Unterbrechung der Verzahnung ist eine falsche Positionierung ausgeschlossen.
Verschraubung von Rockerarm und Sitzstreben
Verschraubung von Rockerarm und Sitzstreben
Dreiteilig, aber ohne durchgehende Achse
Dreiteilig, aber ohne durchgehende Achse
einfach bold!
einfach bold!
Post Mount Aufnahme am Hinterbau
Post Mount Aufnahme am Hinterbau
Große Lagerpunkte auch am Horst-Link.
Große Lagerpunkte auch am Horst-Link.
Sicher ist sicher
Sicher ist sicher - Die Finne soll die Kettenstrebe vor einem Einzug der Kette zwischen Strebe und Kettenblatt schützen.
Finne statt Edelstahlplatte
Finne statt Edelstahlplatte - Bold verzichtet auf eine Edelstahlplatte im Bereich des Kettenblatts und setzt stattdessen auf eine kleine Finne am Kettenstrebenschutz.
Dreistufige-Druckstufen-Logik an den DT Swiss Federelementen.
Dreistufige-Druckstufen-Logik an den DT Swiss Federelementen. - Über das blaue Einstellrad lässt sich die Druckstufen-Dämpfung ähnlich dem Trail-Adjust an Fox CTD-Gabel feinabstimmen.
Zugang in die Montageöffnung nicht nötig
Zugang in die Montageöffnung nicht nötig - Die Zugspannung der Dämpfer-Remote lässt sich am Cockpit einstellen.
Neue Laufräder aus dem Hause DT Swiss
Neue Laufräder aus dem Hause DT Swiss - XMC 1200 heißt der neue Carbon-Laufradsatz der schweizer Spezialisten.
Abmessung: 622 x 24
Abmessung: 622 x 24

Bold Cycles Linkin Trail Test: mit einem Paukenschlag war es da, das junge Start-up-Unternehmen Bold Cycles aus dem schweizerischen Kanton Bern. Mit ihm eines der interessantesten Bikes der jüngeren Mountainbike-Geschichte, das Linkin Trail, über das hier bereits zu lesen war. Interessant deshalb, weil die Gründer Vincenz Droux und Oliver Kreuter ein Konzept verwirklicht haben, an dem sich andere Firmen in ähnlicher Form bereits die Zähne ausbissen. Die Besonderheit ist nämlich ebenso clever wie komplex – ein im Hauptrahmen platziertes Federbein. Der Clou: mehr Rahmen-Steifigkeit durch eine äußerst kompakte Bauweise des Fahrwerks und ein vor äußeren Einflüssen geschützter Dämpfer. Abrunden möchte man das Paket durch hochwertige Materialien für einen langlebigen Rahmen und eine ausgefeilte Kinematik für eine ausgewogene Fahrdynamik. Wir haben das brandneue Linkin Trail von Bold Cycles für einen ersten Test auf die Trails rund um Solothurn entführt. 

Brandneu und spaltet die Lager
# Brandneu und spaltet die Lager - Das Linkin Trail mit innenliegendem Dämpfer.
Bold Cycles LTD.
# Bold Cycles LTD. - Entwicklung und Montage in der Schweiz

Der Mountainbike-Markt wird überflutet von Neuheiten – Neuheiten, die vom Nutzer dort draußen mit zunehmendem Argwohn betrachtet werden. Es scheint, als würde sich die Branche dem Zyklus der Mode anpassen: Was gestern noch in war, ist heute schon wieder Schnee von gestern – doch Mode wiederholt sich bekanntlich. So werden auch unsere aktuellen Trends von eben jenem Gestern definiert. Vieles, was derzeit als Neuheit deklariert wird, war so oder so ähnlich schon einmal da.

Möchte uns die Industrie veralbern? Nein, keineswegs. Denn was in der Vergangenheit nicht funktionierte, muss nicht zwangsläufig immer noch schlecht sein. Moderne Fertigungsverfahren, hoch entwickelte Materialtechnologien und fortschrittliche Ingenieurskunst bieten der Radsport-Industrie heutzutage ein nie da gewesenes Potenzial. Genau diese drei eben genannten Gegebenheiten machten sich jüngst auch zwei findige schweizer Firmengründer zunutze. Unter dem Namen Bold Cycles bringen sie eine Innovation zurück, an deren Nutzen viele längst nicht mehr glaubten: ein im Inneren des Rahmens integriertes Federbein – von äußeren Einflüssen abgekapselt und dank neu genutztem Bauraum besser denn je auf die Ansprüche eines Trail-Bike-Fahrwerks zugeschnitten, so die Botschaft der Schöpfer.

Kritiker sehen jedoch schon vor der ersten Probefahrt die Nachteile eines solchen Systems: Überhitzung des Dämpfers durch Wärmestau im Inneren des Rahmens sowie schlechte Zugänglichkeit für Wartungs- und Einstellarbeiten. Diese Probleme möchte man am Linkin Trail gelöst haben, und genau das galt es für Vincenz Droux bei unserem Treffen auf den Bike Days in Solothurn unter Beweis zu stellen.

In dieser großvolumigen Box ist er versteckt, der Dämpfer.
# In dieser großvolumigen Box ist er versteckt, der Dämpfer. - "Internal Suspension Technology" nennt sich das System
Kompakte Bauweise für maximale Steifigkeit
# Kompakte Bauweise für maximale Steifigkeit - Eigentlich handelt es sich um einen herkömmlichen Viergelenker mit Horst-Link, doch der innenliegende Dämpfer macht das System zu etwas Besonderem.

 

Bold Cycles Linkin – kurz und bündig

  • innovativer Voll-Carbon-Rahmen mit innenliegendem Federbein
  • Internal Suspension Technology (IST) – Viergelenker mit Horst Link
  • ein Rahmen für zwei Laufradgrößen: für 29″ und 27+
  • breiter Hinterbau mit Boost 148-Abmessungen – bis zu 2,8″ breite Reifen
  • Trail- und All Mountain-Bike mit 130 mm Federweg
  • in drei Größen erhältlich: S, M, L
  • in drei Farbvarianten erhältlich: grün, rot, weiß
  • Gewicht: ab 11,45 kg (Race Day, Gr. M – ohne Pedale)
  • Rahmenpreis: 3.210 CHF
  • Komplettbike-Preis: ab 6.799 CHF
Bold Cycles - Linkin Trail in der Version Race Day 29
# Bold Cycles - Linkin Trail in der Version Race Day 29 - Schlappte 8.455 Euro kostet das schlanke 11.45 kg leichte Luxus-Bike. Wer würde da nicht sofort zuschlagen?

Über Bold Cycles

Nach ersten Bildern im Netz steht es in Lebensgröße vor mir, das neue Linkin Trail, welches die MTB-Szene derzeit in zwei Lager spaltet. Neben ihm der Mann, der sich der Realisierung mit einer längst totgeglaubten Idee einen Traum erfüllt hat. Auf den Bike Days in Solothurn treffe ich am Messestand von Bold Cycles den Schweizer Vincenz Droux. Er ist mit Oliver Kreuter der Schöpfer des besagten Bikes und kann es kaum erwarten, mir seine Arbeit zu zeigen. Auch ich kann meine Neugierde nicht verbergen, denn schon die erste, noch recht informationsneutrale Pressmitteilung weckte mein Interesse.

Vincenz bringt es auf den Punkt: “Schau her, ich nehme direkt mal eines unserer Linkin Trail Modelle auseinander und zeige dir die Technik unseres “IST”-Fahrwerks, bei dem der Dämpfer im Rahmen platziert ist.” Während er den Unterrohrschutz abschraubt, um so Zugang zur großen Montageöffnung und dem darin versteckten Dämpfer zu gelangen, erzählt mir Vincenz von seiner Vergangenheit. Als Designingenieur habe er in der Vergangenheit an zahlreichen Projekten namhafter Bike-Hersteller mitgewirkt und sich über die Jahre ein erhebliches Know-How in Sachen Mountainbike-Konstruktion angeeignet. Nun sei es für ihn an der Zeit gewesen, eigene Träume zu verwirklichen, losgelöst von strukturellen Einschränkungen durch Controlling-Abteilungen. Die Idee, ein Premium-Produkt zu verwirklichen, dessen Technik und Fertigung nicht vom Verkaufspreis limitiert würde, habe für ihn und seinen Geschäftspartner Oliver Kreuter einen ganz besonderen Reiz gehabt, so der junge Unternehmer.

Die Gründer
# Die Gründer - Links Oliver Kreuter und rechts sein Geschäftspartner Vincenz Droux.

Den Dämpfer im Inneren des Rahmens zu platzieren, wäre für ihn in Anbetracht der stetig wachsenden Rohrquerschnitte an modernen Mountainbike-Rahmen längst ein logischer Schritt gewesen, so Vincenz. Um dieses Konzept umzusetzen, bedurfte es einiger ausgeklügelten Umlenktechnik und aufwändiger Produktionsverfahren. Doch nicht nur beim Produkt selbst geht Bold Cycles mit der Zeit, auch den Vertriebsweg legen die Schweizer ganz modern aus. Über einen Webshop sollen die edlen Bikes der gehobenen Preisklasse im direkten Vertriebsweg an die Eidgenossen gebracht werden – ein europaweiter Vertriebsweg ist geplant. Händler möchte man jedoch nicht gänzlich ausschließen: Wer lieber beim Händler kauft und sich den Service vom Fachhandel nicht entgehen lassen möchte, der kann die exklusiven Bikes gegen eine kleine Service-Gebühr auch beim Händler bestellen. Dem Anspruch an eine Premium-Marke entsprechend werden die Bikes in der Schweiz endmontiert, individuell auf den Kunden abgestimmt und in einer Holzkiste direkt an den Käufer oder den gewählten Fachhändler verschickt. Ein interessantes Konzept, dass in dieser Preisklasse durchaus Anklang finden dürfte.

Vincenz kommt zurück zur Technik, und die ist es wert, etwas tiefer in die Materie einzutauchen.

Ein Bike für Technik-Fans, die es sich leisten können.
# Ein Bike für Technik-Fans, die es sich leisten können.
Um den Prestigefaktor zu unterstreichen, kommt das Bike in einer schicken Holzkiste.
# Um den Prestigefaktor zu unterstreichen, kommt das Bike in einer schicken Holzkiste.

Im Detail – die Technik des neuen Bold Cycles Linkin

Rahmenkonstruktion

Da die Bold Cycles-Gründer keine halben Sachen machen, schicken sie schon ihr Erstlingswerk ausschließlich in einer Voll-Carbon-Version ins Rennen. Auf die Frage, ob sie sich in Sachen Geometrie und Kinematik so sicher seien, um von Anfang an das Risiko teurer Formen zur Carbon-Rahmenfertigung einzugehen, verweist Vincenz auf sein Entwicklungs-Know-how, vor allem aber die Erfahrung der Bold Cycles-Crew als leidenschaftliche und versierte Biker. Die Geometrie sei genau so wie man sie haben wolle – ausgelegt auf sportliche und geübte Singletrail-Fahrer wie sie auch in absehbarer Zeit noch modern sei, so Vincenz.

Für den in Asien gefertigten Rahmen wählten die Schweizer Spezialisten Carbon-Fasern des renommierten japanischen Produzenten Toray Industries. Im Gegensatz zum Fertigungsverfahren vieler gängiger Mountainbike-Rahmen setzt man bei Bold auf das sogenannte EPS-Moulding-Verfahren. Dabei wird auf eine Blase zur Formgebung im Inneren der Carbon-Rohr-Entstehung verzichtet und stattdessen EPS-Schaum (expanded polystyrene – bekannt durch seine dämpfende Funktion in Fahrradhelmen) eingesetzt. Dieser definiert komplett und präzise die Innenform, soll sich besser an die komplexen Innenkonturen der Rahmenform anpassen und wird nach dem Ausbacken wieder entfernt.

Eine aus herkömmlichen Verfahren bekannte Blase wird vorgängig über die Körper aus Styropor geführt und erzeugt beim Ausbacken zusätzlichen Druck. Beim Erstellen des Carbon Layups dient der Styroporkörper zudem als willkommene Hilfsgeometrie. Dank dieser Styropor-Stützkonstruktion soll bei den in Handarbeit gefertigten Rahmen ein konstant hohes Qualitätslevel gewährleistet werden können.

  • EPS-Schaum kann sich im Freien unter Wärmeeinfluss um bis zu 40 Prozent seiner Ausgangsgröße ausdehnen.
  • Beim “Ausbacken” des Rahmens erzeugt das einen enormen Innendruck auf die Carbon-Konstruktion.
  • Ungleichmäßige Wandstärken und Faltenwurf auf der Rahmeninnenseite sollen somit vermieden werden.
  • Dünnere Wandstärken können ohne Steifigkeits- und Stabilitätseinbußen erzielt werden.

Auch die wenigen Aluminium-Bauteile am Rahmen entsprechen hochwertigster Fertigungstechnik. So findet man am Bold nur wenige spanend hergestellte Bauteile (Ausfallende, Alu-Inserts an Gewinde- und Lagerpunkten). Die kurze und bullige Wippe hingegen wird nicht gefräst, sondern aufwändig kaltgeschmiedet. Dadurch soll das dreiteilige Bauteil beste Werte in Sachen Stabilität und Steifigkeit erzielen. Und das sei der entscheidende Vorteil, den die “Internal Suspension Technology” (IST) gegenüber üblichen Rocker-Arm-Konstruktionen bieten könne. Es muss nicht „um die Rohre herum“ konstruiert werden und für die komplette Kinematik (Antriebs- Bremsneutralität) konnten Drehpunkte gewählt werden, die bis dahin konstruktiv nicht realisierbar waren.

Da die Wippe sowohl außen wie innen im Rahmen sitzt ohne durch eine Öffnung geführt zu werden, besteht sie aus drei Teilen. Die beiden äußeren Schmiedeteile werden beidseitig in die groß dimensionierten Lager (30 mm Wellendurchmesser) gesteckt, in deren Mitte im Inneren des Rahmens das dritte Teil der Wippe sitzt – die Anlenkung des Dämpfers. Während die äußeren Bauteile über kürzesten Hebelweg direkt an der Brücke der einteiligen Sitzstrebeneinheit verschraubt werden, nimmt die innen liegende Wippe den Dämpfer auf. Durch eine konische Verzahnung zwischen den drei Bauteilen ergibt sich eine formschlüssige Verbindung, welche von einer leichten Titanschraube gesichert wird.

Das Herzstück des Rahmens
# Das Herzstück des Rahmens - Außen verschraubt an der einteiligen Sitzstrebe und innen mit Dämpferaufnahme: Der Rocker-Arm, welcher den Dämpfer anlenkt.
Dreiteiliger Rocker-Arm aus kaltgeschmiedetem Aluminium
# Dreiteiliger Rocker-Arm aus kaltgeschmiedetem Aluminium - Die kompakte Bauweise, der breite Lagersitz auf den Umlenkhebeln selbst und die formschlüssige Verzahnung sollen eine norme Steifigkeit bei geringem Gewicht ermöglichen.

Internal Suspension Technology (IST)

Doch warum platzieren die Schweizer ein wärme-empfindliches Bauteil wie den Dämpfer in einer geschlossenen Hohlkammer? Die Antwort, die Vincenz gibt, scheint einleuchtend zu sein: Durch stetig wachsende Rohrquerschnitte an modernen Carbon-Rahmen würden sich im Inneren der Konstruktionen immer größere ungenutzte Volumen ergeben, während die außen liegenden Fahrwerkskonstruktionen nicht zuletzt dadurch immer aufwendiger um die dicken Rohre herum konstruiert werden müssten. Dieser begrenzte Bauraum sorge dafür, dass immer längere Hebel notwendig seien, worunter vor allem die Steifigkeit leiden würde.

Bei Bold Cycles setzt man auf einen voll integrierten Dämpfer, der im Übergang von Sitz- und Unterrohr platziert ist. Der Rocker-Arm muss demnach nicht um das Sitzrohr herum geführt werden, sondern übersetzt die Kraft über einen sehr kurzen Hebel direkt auf den Dämpfer im Rahmeninneren. Eine durchgehende Achse wird somit überflüssig, da die Hebel selbst in den groß dimensionierten Lagerpunkten verankert sind. Durch diese Konstruktion ergeben sich besonders kurze Abstände zwischen Hinterbau- und Dämpferaufnahme am Rocker-Arm.

  • mehr Steifigkeit ganz ohne steifere Achsen oder dickere Wandstärken im Bereich der Hinterbaukonstruktion
  • besseres Gewichts-Steifigkeits-Verhältnis
  • vor äußeren Einflüssen geschützter Dämpfer
  • besonders gute Kinematik (brems- und antriebsneutral und dennoch traktionsstark)
  • 3-teilige Kennlinie: degressiv im SAG (bis 30% Federweg), anschließend linear und progressiv gegen Ende (ab 110 mm Federweg)
  • besonders tief und zentral gehaltener Rahmenschwerpunkt
  • mehr Platz im Rahmendreieck – z.B. für eine große Trinkflasche
  • eigenständige, fast schon Hardtail-artige und aufgeräumte Optik

Alltagstauglichkeit

Da man bei Bold Cycles jedoch nicht etwa einem fancy Design-Büro entsprungen ist, so wie es die exklusive Optik des Linkin Trail vermuten lassen könnte, waren sich die Schöpfer, welche nach eigenen Angaben selbst passionierte und versierte Biker sein, vollkommen im Klaren darüber, dass der Dämpfer ein leicht zu erreichendes Bauteil sein muss. Nur zwei Schrauben müssen gelöst und der Unterrohrschutz entfernt werden, schon lassen sich alle Einstelloptionen des Dämpfers erreichen. Um das zu gewährleisten, setzt Bold Cycles auf die Zusammenarbeit mit Technologiepartner DT Swiss, wo eigens für das Linkin Trail ein modifizierter CX 313 Dämpfer konstruiert wurde. Im Großen und Ganzen entspricht der Dämpfer einem Serienprodukt, doch wurde neben dem Dämpfungs-Tune auch das Luftventil an die Bedürfnisse des Rahmens angepasst. So ist das verlängerte und abgewinkelte Ventil drehbar und kann kinderleicht von unten erreicht werden, ebenso wie das Einstellrädchen der Zugstufe. Die Druckstufendämpfung des Dämpfers wird über einen Remote-Hebel vom Lenker aus gesteuert und ist in drei Modi aufgeteilt.

Um den SAG einzustellen, bietet der Rahmen eine zweite, kleine Montageöffnung auf Höhe des Umlenkhebels. Entfernt man die mit Luftfinnen versehene Abdeckkappe, so hat man freie Sicht auf den Umlenkhebel, welchem ein SAG-Indikator aufgelasert ist. Um den SAG genau ablesen zu können bedarf es dem sogenannten “Best Boy´s SAG Indicator” – einer kleinen Plastikkarte, die formschlüssig in die Montageöffnung gesteckt wird und über eine Skala mit dem SAG Indikator auf dem Umlenkhebel abgeglichen werden kann.

Zwar ist der Ein- und Ausbau des Dämpfers sowie dessen Einstellung in der Tat kinderleicht, doch ist das vor allem auch dem angepassten Dämpfer zu verdanken. Wer anstelle des DT Dämpfers einen herkömmlichen Dämpfer nachrüsten möchte hat in dem Fall das Nachsehen, und wird diesen für alle Einstellarbeiten zumindest an der unteren Aufnahme ausbauen müssen.

Best Boy´s SAG Indicator
# Best Boy´s SAG Indicator - So einfach lässt sich der SAG am Linkin Trail ablesen.
SAG-Indikator auf der Wippe und Messskala auf der Plastikscheibe
# SAG-Indikator auf der Wippe und Messskala auf der Plastikscheibe - Die Scheibe sitzt fest in der Montageöffnung über der Wippe und ermöglicht so eine präzise SAG-Bestimmung. Die Rahmenöffnung wird durch eine mit Lufteinlassöffnungen versehene Kunststoffkappe verschlossen.

Aus eins mach zwei: Oneplus

Um das neue Bold Cycles Linkin Trail für eine breite Käuferschicht interessant zu machen und nicht nur den versierten Trail-Biker anzusprechen, bietet das Bike dank Boost 148-Hinterbau und großer Reifenfreiheit die Option, es einfach auf 27Plus-Laufräder mit bis zu 2,8″ breiten Reifen umzurüsten. Die Modellvarianten Early Bird 29 und Sick Day 29 können ab Werk mit einem solchen Zweitlaufradsatz geordert werden.

So viel Technik soll sich in Sachen Fahrspaß bezahlt machen, will aber auch bezahlt werden: Was genau der Serien-Rahmen wiegen wird, konnte man uns bisher noch nicht sagen, da finale Messungen noch ausstehen. Die derzeit aufgebauten seriennahen Vorserienmodelle bringen als 29″-Komplettaufbau schlanke 11,45 kg bei Rahmengröße Medium auf die Waage. Der Preis für das Topmodell mit besagter Gewichtsangabe beläuft sich in der Schweiz auf luxuriöse 8.455 CHF exkl. Mehrwertsteuer.

Doch kann das Linkin Trail Race Day so viel wie sein Preis verspricht? Wir haben versucht, das auf einer kurzen Runde im Rahmen der Bike Days Solothurn herauszufinden. Hier unser erster Fahreindruck.

Unser Test-Bike, das Linkin Trail Race Day, mit breiten 2,4" Onza Reifen.
# Unser Test-Bike, das Linkin Trail Race Day, mit breiten 2,4" Onza Reifen. - getestet in Größe "large".

Ein erster Test-Eindruck des edlen Bold Cycles Linkin

Wo und wie wurde getestet?

Aufgrund der enorm hohen Nachfrage und der überschaubaren Stückzahl von Vorführrädern auf den Bike Days in Solothurn stand mir am Samstagnachmittag lediglich ein kurzes Zeitfenster für einen ersten Fahreindruck zur Verfügung. An den Ausläufern des Jura an der Standgrenze von Solothurn konnte ich die Topversion des Linkin Trail, das 8.455 CHF teure Race Day 29″, über Forstwege und moderate Singletrails mit vereinzelten anspruchsvolleren Sektionen jagen.

Getestet wurde eine leicht modifizierte Version des Serien-Bikes in Größe “large”, welches anstatt dünner 2,25″-Reifen breite 2,4″-Reifen montiert hatte. Ganz nach den Individualisierungsoptionen des Herstellers wählte ich aus drei möglichen Vorbaulängen (50, 60 & 70 mm) einen 50 mm kurzen Vorbau aus, der am 451 mm langen Hauptrahmen (Gr. large) bestens mit meinen Körperproportionen (1,81 m) harmonierte.

Das fällt auf:

Das Setup ging wie versprochen überraschend unkompliziert vonstatten. Das Abschrauben der zweifach gesicherten Abdeckplatte am Unterrohr ist dabei der “aufwändigste” Arbeitsschritt. Anschließend läuft alles wie gewohnt ab, nun ja – fast zumindest. Der SAG muss nämlich nicht über den Dämpferhubs gemessen werden, sondern kann praktisch über den SAG-Indikator und eine dazugehörige Plastikkarte mit SAG-Skala abgelesen werden. Einfach den Strich auf dem Umlenkhebel und die Skala der Karte abgleichen und schon weiß man über den SAG bescheid. Bold Cylces empfiehlt ein Setup um ca. 30% SAG – bei uns beläuft sich die Einstellung genau auf 28%, wobei wir es vorerst belassen. Die DT Swiss Gabel stimmen wir auf 22% SAG ab. Kurz noch Sattel und Cockpit einstellen und schon kann es losgehen.

Fast zumindest, denn eine Sache fällt bei der Satteleinstellung sofort auf. Das Kabel der Variostütze ist nur bis zum Ende des Oberrohrs innen verlegt. Aufgrund des im Sitzrohr positionierten Dämpfers ist eine “Stealth”-Stütze leider nicht möglich. Am sonst so aufgeräumten und modernen Rahmen fast schon ein kleines Ärgernis. Ebenfalls nicht jedermanns Sache ist die zwingende Notwendigkeit eines Remote-Hebels für den Dämpfer, dessen drei Druckstufen-Modi sich aufgrund seiner Position ohne Remote nicht während der Fahrt einstellen lassen könnten.

Dank abgewinkeltem und drehbarem Ventil leicht zu erreichen.
# Dank abgewinkeltem und drehbarem Ventil leicht zu erreichen. - Der individuell auf das Linkin Trail angepasste Dämpfer ermöglicht einen kinderleichten Setup-Prozess.

Auf den Trails rund um Solothurn:

Allgemeines Fahrgefühl

Aufsitzen und wohlfühlen, so lässt sich der erste Eindruck beim Aufsitzen wohl am besten beschreiben. Alles in allem passen alle Winkel und Distanzen, lediglich die Gesamthöhe kommt mir im Vergleich zu meinen favorisierten Bikes (330 mm BB-Höhe) dieser Klasse etwas höher vor. Evtl. der Preis, den man zahlen muss, wenn man auch mit etwas kleineren 27Plus-Laufrädern noch ausreichend Bodenfreiheit haben möchte. Bei einer effektiven Tretlagerhöhe von nur 342 mm (bei 29″ x 2,4″) ist die Kritik jedoch eher meiner persönlichen Vorliebe zuzuschreiben.

Es sitzt sich sportlich, jedoch nicht zu sehr gestreckt auf dem recht langen Linkin Trail. Den langen Radstand merkt man dem Bike dank etwas steilerem Lenkwinkel kaum an – erst in der Abfahrt sollte er sich durch angenehme Laufruhe positiv bemerkbar machen. Auf der Anfahrt zum Trail muss der Hinterbau seine Antriebsqualitäten unter Beweis stellen, was er selbst im offenen der drei Betriebsmodi (Open. Drive. Lock.) eindrucksvoll tut. Bleibt man mit gleichmäßigem Tritt im Sattel sitzen, so lassen sich lediglich minimales Wippen aber keinerlei störende Antriebseinflüsse auf das Fahrwerk feststellen. Erst wenn man aus dem Sattel geht, den Hinterbau entlastet und das Heck aus dem SAG kommt, spürt man, wie der Hinterbau unter starkem Kettenzug aus dem Federweg gezogen wird – nicht weiter störend, doch auf unwegsamen Singletrail-Auffahrten führt das hier und da zu leichtem Traktionsverlust. Die Lösung: einfach sitzen bleiben!

Schaltet man in den mittleren “Drive”-Mode, so wird das Fahrwerk so straff wie es bei andern Herstellern im “Lock”-Modus der Fall ist. Dennoch werden Schläge weiterhin gut verarbeitet. Der “Lock”-Modus entspricht einem richtigen Lock-Out und erweist sich im Geländeeinsatz als überflüssig – lediglich aus Asphalt-Verbindungen mache ich von ihm Gebrauch.

Uphill

Rahmen und Laufräder, die im Übrigen eine Neuheit aus dem Hause DT Swiss sind, können ihre enorme Steifigkeit nicht verbergen, schade dass die Gabel in diesem Punkt nicht mithalten kann. Mit beachtlicher Effizienz bringt das Bold die Antriebsenergie auf den Boden. Unterstützt wird der vortriebsstarke Charakter des Bikes vom straffen, aber fein ansprechenden Fahrwerk. Obwohl der Hinterbau sensibel auf Hindernisse am Untergrund anspricht, gibt er nur das allernötigste an Federweg frei. Durch seine straffe Charakteristik (Kennlinie + Dämpfer-Tune) steht der Hinterbau stets hoch im Federweg und sackt nicht unnötig weg. Das Ergebnis ist eine konstante Geometrie sowie eine angenehme Sitzposition, die vom Federverhalten nicht negativ beeinflusst wird.

Downhill

Geht es bergab, so nimmt der Hinterbau zwar alle Schläge auf, verarbeitet dieses jedoch auf kürzestem Hub und ist somit effizient aber nicht gerade “plush”. Für versierte Fahrer eine willkommene Eigenschaft, die dafür sorgt, dass das Heck definierte Rückmeldung vom Untergrund gibt und nicht planlos im Federweg herumschwabbelt. Auf Fahrfehler reagiert das Bike dadurch jedoch relativ bissig, was weniger versierten Fahrern wohl eher negativ auffallen dürfte. Auch die enorme Steifigkeit des Gesamtsystems verlangt nach einem sehr präzisen Fahrstil, da das Bike dadurch kaum Fehler verzeiht. Wer all das für sich zu nutzen weiß, wird das Linkin Trail schnell lieben lernen, folgt es den Vorgaben des Fahrer doch mit einer bestechenden Präzision und einer Spaß bringenden Spritzigkeit.

Da der Dämpfer durch das straffe Druckstufen-Tune erst bei sportlicher Fahrweise sein volles Potenzial entfaltet, wirkt er bei zurückhaltender Gangart etwas unkomfortabel. Dafür vermag er aggressive Fahrmanöver perfekt umzusetzen, was insbesondere schnelle Kurvenfahrmanöver zur wahren Freude werden lässt. Auch ungestüme Aktionen steckt der Hinterbau problemlos weg, so gestattet der Hinterbau dank spürbarer Progression auch unsanfte Landungen ohne diese mit einem Durchschlag zu quittieren. Das Linkin Trail ist ein richtig sportliches Trail-Bike, oder anders gesagt: ein XC-Bike für Downhill-Fahrer. Lediglich die Frage nach der Hitzebeständigkeit des Dämpfers liess sich auf unserer Testrunde nicht klären.

 

Einschätzung zu 27+

Für komfortorientierte Touren- und All Mountain-Biker dürfte das Modell mit DT Swiss-Fahrwerk jedoch genau die richtige Wahl sein. Bold Cycles geht dies bezüglich noch einen Schritt weiter und bietet das Linkin Trail einem zweiten Laufradsatz an: 27+. Das größere Volumen der Reifen, der geringe Luftdruck und das dadurch generierte Plus an Federweg mit zusätzlichem Grip dürfte für besagten Typ Biker eine ideale Kombination zum sonst so sportlich straffen Trail-Bike sein.

Vom Dämpfer ist nichts zu sehen!
# Vom Dämpfer ist nichts zu sehen!
Im Inneren der Sitzstrebenbrücke befindet sich eine durchgehende Achse.
# Im Inneren der Sitzstrebenbrücke befindet sich eine durchgehende Achse.

Erstes Fazit zum Bold Cycles Linkin Trail

Zugegeben, um eine ausgereifte Kinematik und eine hohe Systemsteifigkeit wie am Linkin zu realisieren, bedarf es nicht zwangsläufig eines gänzlich neuen Fahrwerks-Konzepts wie der “Internal Suspension Technology”. Das Rad haben die Jungs von Bold Cycles somit nicht neu erfunden. Aber dennoch wird das Bold Cycles Linkin Trail den Versprechen seiner Schöpfer gerecht. Das Bike bietet eine bestechend gute, sportlich spritzige Fahrdynamik und ein höchst effizientes Fahrwerk, womit dieses Erstlingswerk von Anfang an den Kampf mit so manchem Klassen-Primus nicht zu scheuen braucht.

Bold Cylces ist das gelungen, was nur den wenigsten Neueinsteigern gelingt: Ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen, das ab Stunde 1 auf ganzer Linie überzeugen kann. Die Frage, ob es dafür ein neuartiges Fahrwerkskonzept braucht, stellt sich demnach nicht, vielmehr ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks: Möchte ich in dieser Leistungsklasse ein Bike wie jedes andere, oder bin ich bereit für ein bestechend schönes und vor allem ungewöhnliches Konzept ein paar Scheine mehr über den Tresen, bzw. den Webshop zu schieben?

Pro

  • sehr sportlicher Charakter (bergauf wie bergab)
  • sehr präzises Lenkverhalten
  • enorm vortriebsstark
  • gut ausbalancierte Fahrdynamik
  • erstklassiges Fahrwerk (für sportliche Fahrer)
  • eigenständige Optik
  • Gewicht

Contra

  • hoher Preis
  • leider nicht “Stealth”-Sützen kompatibel
  • will sehr präzise gefahren werden und verzeiht kaum Fehler

Weitere Detailbilder

Nicht nur Kabeleingang, sondern auch Lufteinlass
# Nicht nur Kabeleingang, sondern auch Lufteinlass - Über die oberen großen Bohrungen soll Luft durch den Rahmen strömen und so für Zirkulation und Kühlung im Dämpferbereich sorgen. Eine Abdeckung mit Lufteinlassöffnungen verschließt optisch sauber die Wartungsöffnung.
Klein, aber bullig
# Klein, aber bullig - Die kurze Wippe soll besonders viel Steifigkeit ins Heck bringen.
Unterrohrschutz, Kabelführung und Abdeckkappe zugleich
# Unterrohrschutz, Kabelführung und Abdeckkappe zugleich - Lediglich zwei Schrauben müssen entfernt werden und schon hat man Zugang zum Dämpfer.
Der obere Umlenkhebel mit SAG-Indikator
# Der obere Umlenkhebel mit SAG-Indikator
Schraube lösen und Dämpfer ausbauen
# Schraube lösen und Dämpfer ausbauen - Für den Dämpferausbau lässt sich die Verschraubung im Handumdrehen über die kleine Montageöffnung lösen.
Der Dämpfer kann nach unten herausgezogen werden.
# Der Dämpfer kann nach unten herausgezogen werden.
Kaum Mehraufwand als bei anderen Systemen.
# Kaum Mehraufwand als bei anderen Systemen.
Formschlüssige Verbindung mit großem Lagersitz
# Formschlüssige Verbindung mit großem Lagersitz - Durch die flächige Unterbrechung der Verzahnung ist eine falsche Positionierung ausgeschlossen.
Verschraubung von Rockerarm und Sitzstreben
# Verschraubung von Rockerarm und Sitzstreben
Dreiteilig, aber ohne durchgehende Achse
# Dreiteilig, aber ohne durchgehende Achse
einfach bold!
# einfach bold!
Post Mount Aufnahme am Hinterbau
# Post Mount Aufnahme am Hinterbau
Große Lagerpunkte auch am Horst-Link.
# Große Lagerpunkte auch am Horst-Link.
Sicher ist sicher
# Sicher ist sicher - Die Finne soll die Kettenstrebe vor einem Einzug der Kette zwischen Strebe und Kettenblatt schützen.
Finne statt Edelstahlplatte
# Finne statt Edelstahlplatte - Bold verzichtet auf eine Edelstahlplatte im Bereich des Kettenblatts und setzt stattdessen auf eine kleine Finne am Kettenstrebenschutz.
Dreistufige-Druckstufen-Logik an den DT Swiss Federelementen.
# Dreistufige-Druckstufen-Logik an den DT Swiss Federelementen. - Über das blaue Einstellrad lässt sich die Druckstufen-Dämpfung ähnlich dem Trail-Adjust an Fox CTD-Gabel feinabstimmen.
Zugang in die Montageöffnung nicht nötig
# Zugang in die Montageöffnung nicht nötig - Die Zugspannung der Dämpfer-Remote lässt sich am Cockpit einstellen.
Neue Laufräder aus dem Hause DT Swiss
# Neue Laufräder aus dem Hause DT Swiss - XMC 1200 heißt der neue Carbon-Laufradsatz der schweizer Spezialisten.
Abmessung: 622 x 24
# Abmessung: 622 x 24

Video: Bold Linkin Trail

Technische Details

Aufbau unseres Test-Bikes:

Rahmen: Bold Linkin Trail, Gr. L
Gabel: DT Swiss OPM O.D.L. Remote – 130 mm – 29″
Dämpfer: DT Swiss CX 313 O.D.L. Remot, 200 x 50 mm
Vorbau: Race Face Turbine 35mm – 50 mm Länge
Lenker: Race Face Next 35 – 10 mm rise – 740 mm Breite
Bremsen: SRAM Guide RS, 200 mm/180 mm Scheiben
Laufradsatz: DT Swiss Spline XMC 1200 Carbon // 29″ // 15×100 mm vorn, 12×148 mm hinten
Reifen: Onza IBEX 2,4″ x 29″
Kurbeln: Race Face Next SL, Boost 148 Spider
Antrieb: SRAM XX1
Sattel: WTB Volt
Sattelstütze: Rock Shock Reverb 125 – außenliegende Kabelführung

Details zum Rahmen:

HerstellerBold Cycles
ModellLinkin Trail
Modelljahr2015
RahmenmaterialVoll-Carbon EPS
EinsatzbereichTrail, All Mountain
TestkategorieKomplettbike
HinterbausystemIST = Internal Suspension Technology (Viergelenker mit Horst-Link)
Federweg (Rahmen)130 mm
Laufradgröße29" und 27+
Federweg Gabel (Herstellerempfehlung)130 - 140 mm
Dämpfereinbaulänge / Hub200 x 50 mm
Steuerrohr1,5 tapered
TretlagerPressfit
Umwerferaufnahmelow direct mount
Kettenführungsaufnahmenein
Sattelrohrdurchmesser30,9 mm
BremssattelaufnahmePost Mount 190
AusfallendenBoost148 (12 x 148 mm)
Austauschbares Schaltaugeja
Verstellbare Geometrie nein
Reifenfreiheitbis 29" x 2,4" // bis 27,5" x 2,8"
Rahmengewicht
Komplett-Bike-Gewicht11,45 kg (Gr. M ohne Pedale)
Preisab 6.799 CHF

Geometrie:

GrößeSmallMediumLarge
Sattelrohrlänge415 mm430 mm480 mm
Reach395 mm425 mm451 mm
Stack601 mm612 mm633 mm
Lenkwinkel68,5°68,5°68,5°
Sitzwinkel74,7°74,7°74,7°
Oberrohrlänge (horizontal)563 mm596 mm628 mm
Hinterbaulänge439 mm439 mm439 mm
Tretlagerhöhe334 mm334 mm334 mm
Tretlagerabsenkung-34 mm-34 mm-34 mm

  • Text und Redaktion: Maxi Dickerhoff
  • Testfahrer: Maxi Dickerhoff
  • Bilder: Maxi Dickerhoff
  1. benutzerbild

    durchgedreht

    dabei seit 05/2005

    BommelMaster schrieb:
    Hast du schonmal dran gedacht, dass es Leute gibt, die andere Anforderungen und einen anderen SInn für gut und schlecht haben wie du?


    Ja. Schonmal drüber nachgedacht, wofür ein Forum da ist?

    BommelMaster schrieb:
    ich mein da passt ja was nicht bei deiner aussage!


    Ich finde einen Ferrari auch schön, würde aber damit nicht einkaufen fahren. Für mich sind Schönheit und Funktion zwei unterschiedliche Anforderungen. Rot ist nicht gleich schnell

    Können wir wieder zurück zum Thema kommen. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand nicht meiner Meinung ist. THX
  2. benutzerbild

    Kharne

    dabei seit 05/2012

    Was? Rot ist imma schnella!
  3. benutzerbild

    icemlmo

    dabei seit 03/2008

    Sehr schöner Bericht!
    Das ist definitiv eine innovative Sache. Aber der Preis ... Huiui!

    @Maxi: Gibt's das Gewicht des Rahmens einzeln? Oder habe ich das übersehen?
  4. benutzerbild

    diggi*

    dabei seit 11/2003

    Schickes Bike

    So kompliziert sieht das mit dem Ausbau des Dämpfers jetzt auch nicht aus finde ich.

    Innenverlegte Züge sind richtig umgesetzt auch kein Nachteil , den Aussenzug von meinem Nomad C tausche ich schneller als bei jedem Bike mit aussenliegenden Zügen das ich bisher hatte.
  5. benutzerbild

    solum

    dabei seit 06/2017

    Die Linkin Trails wurden so ca. in jedem deutschsprachigen, französischen sowie in diversen englischen Magazinen und online sites getestet und durchwegs positiv beurteilt. Die Qualität der Bikes sind auf höchstem Niveau.

    Nur weil es teuer ist, muss nicht krampfhaft nach Makeln gesucht werden...

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