Herren: Centurion Vaude souverän, Fumic auf Zwei
Wer hätte das gedacht? Der kurze 20 Kilometer lange und lediglich 690 Höhenmeter umfassende Prolog schien wie geschaffen für die Cross-Country-Spezialisten um Nino Schurter, Manuel Fumic und Co. Doch allesamt bissen sich die Zähne aus an der Zeit des schweiz-österreichischen Duos vom Team Centurion Vaude. So konnten noch bei der ersten Zwischenzeit nach circa acht Kilometern das hochgehandelte Investec Songo Specialized-Team um Ex-Cape Epic-Sieger Jaroslav Kulhavy und Howard Grotts den Marathonspezialisten Paroli bieten, doch vor allem der sonst so zuverlässige Kulhavy litt deutlich ersichtlich an den steilen Anstiegen. Stück für Stück verloren beide an Boden und landeten letztendlich mit knapp einer Minute Rückstand auf dem fünften Rang.
Eine bessere Renneinteilung gelang den beiden Siegern des Prologs aus dem Vorjahr, Manuel Fumic und Henrique Avancini. Konstant verloren sie nur wenige Sekunden auf die späteren Sieger, um dann in der längeren Abfahrt zum Ziel noch einige Sekunden wieder aufzuholen. Mit lediglich 18 Sekunden Rückstand sind für die beiden Cannondale-Piloten alle Chancen gegeben in den nächsten sieben Tagen um den Gesamtsieg mitzufahren.
Die hochgehandelten Vorjahressieger Nino Schurter und Matthias Stirnemann konnten von Beginn an nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Bereits früh lagen sie im Rückstand, sind aber dennoch mit lediglich einer Minute Rückstand in Schlagdistanz zu den Führenden. Insgesamt rückten die Elitefahrer der Männer in der Spitze so eng zusammen wie selten zuvor. Ganze zehn Teams liegen nach dem ersten Teilstück über 20 Kilometer innerhalb von zwei Minuten, auch Team Bulls 1 und Team Bulls 2 um Cape Epic-Veteran Karl Platt/Urs Huber und Simon Stiebjahn/Tim Böhme konnten ihren Rückstand mit ungefähr 2:30 Minuten in Grenzen halten. Auch unser Blogger Markus Bauer zeigte sich sehr zufrieden angesichts Tagesrang 11 und knappen 2:15 Minuten Rückstand auf die Spitze. Wie es ihm auf der Strecke ergangen ist, lest ihr weiter unten.
Damen: Langvad/Courtney dominant, Spitz auf Rang drei
Im Gegensatz zu den Herren konnten sich bei den Damen das favorisierte Team im Bezug auf die kurze Strecke durchsetzen. Die Siegerin des Weltcupauftakts vor einer Woche, Annika Langvad, konnte gemeinsam mit der Gesamtweltcupsiegerin der U23-Kategorie aus dem vergangen Jahr, Kate Courtney, einen ersten Achtungserfolg feiern und sich bereits mit mehr als einer Minute von der Konkurrenz absetzen. Ariane Lüthi und Githa Michiels vom Team Spur folgten auf dem zweiten Rang – mit einer weiteren Minute Rückstand folgte Sabine Spitz mit ihrer Partnerin Robyn de Groot auf dem dritten Rang.
Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die junge Courtney auf den langen Strecken schlagen wird, zumal bereits morgen mit 110 Kilometern und 1900 Höhenmetern rund um Robertson ein erster richtiger Gradmesser auf die Athleten warten.
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11 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumAuf der 1 Etappe hat es schon die ersten prominenten Opfer gegeben Schurter / Stirnemann (Krank oder defekt? ) haben sich 21 Minuten Rückstand eingefangen.
Der Tagessiege ging an Manuel Fumic / Avancini die sich im Sprint knapp vor Kulhavy / Grotte durchsetzten, die beiden Teams haben sich heute alleine auf der Etappe satte 5 Minuten Zeitvorsprung auf die weiteren Teams raus gefahren,
der Kuhlavy ist im flachen eine Macht!!
Platt / Huber auf 5 die Sieger vom Prolog Geismayer / Rohrbach auf 7 (Rohrbauch konnte das Tempo nicht ganz mitgehen) und Markus Bauer / Claes auf 8 ist auch 1 Hammer Resultat
Für mich aber die Überraschung das Bulle Team mit Frey / Schneller heute als 14 im Ziel der Simon Schneller ist gerade mal 21 Jahre alt.
Stirnemann ist wohl aus dem Rennen ausgeschieden. Nino Schurter fährt morgige Etappe allein.
... ja, Blutvergiftung habe ich eben gelesen. Natürlich bitter für Schurter, mal schauen ob er jetzt alleine durch fährt.
Verfolge das Cape Epic heuer das erste mal so richtig und bin gespannt wie sich das ganze noch entwickelt.
Auch bitter fürn Herrn Stirnemann
Schurter siehts recht entspannt: „Kopf hoch, es ist nur ein Rennen.“ (Instagram). Er könnte sich mit Alban zusammen legen, dem geht doch bei fast jedem Etappenrennen der Partner ein
Btw, fährt der Schurter mit einer neuen Oakley? Hat wer nähere Infos? Schaut ganz cool aus.
Er selber wird am Dienstag noch eine Etappe als Solo-Fahrer ausser Konkurrenz bestreiten, als sogenannter Lonely Lion. Am Freitag gehts für den Bündner dann zurück in die Schweiz.
Blick online (duck)
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