Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Wir präsentieren die Sieger des 3-Länder Enduro Rennens in Nauders / Reschenpass
Wir präsentieren die Sieger des 3-Länder Enduro Rennens in Nauders / Reschenpass
Die schnellsten Frauen des heutigen Tages.
Die schnellsten Frauen des heutigen Tages.
Marco Bühler mit Luftstand in der Stage 3 während des letztjährigen Rennens.
Marco Bühler mit Luftstand in der Stage 3 während des letztjährigen Rennens.
Der Enduro Weltmeister bei seiner Siegesfahrt
Der Enduro Weltmeister bei seiner Siegesfahrt
Zweites Rennen der EES und zweiter Sieg - Raphaela Richter hievt sich damit auf Rang 2 in der Gesamtwertung
Zweites Rennen der EES und zweiter Sieg - Raphaela Richter hievt sich damit auf Rang 2 in der Gesamtwertung
Lorraine Truong (FRA) muss sich nach einem Sturz mit Platz 2 zufrieden geben
Lorraine Truong (FRA) muss sich nach einem Sturz mit Platz 2 zufrieden geben
Rüdiger Jahnel ist auch in Nauders der Schnellste in der Master Klasse
Rüdiger Jahnel ist auch in Nauders der Schnellste in der Master Klasse
Ludovic May sichert sich heute den 4. Rang.
Ludovic May sichert sich heute den 4. Rang.

Auf sechs Stages kämpften am Wochenende knapp 250 Fahrer aus ganz Europa um Sekunden, Podiumsplätze und wertvolle Punkte für die Gesamtwertung der European Enduro Series presented by XS Power Drink. Am Ende gingen nach rund 5 Stunden Fahrzeit Jeromé Clementz und Raphaela Richter als Sieger hervor.

Wir präsentieren die Sieger des 3-Länder Enduro Rennens in Nauders / Reschenpass
# Wir präsentieren die Sieger des 3-Länder Enduro Rennens in Nauders / Reschenpass
Die schnellsten Frauen des heutigen Tages.
# Die schnellsten Frauen des heutigen Tages.

Was für ein Rennen! Die wurzligen Trails rund um Nauders am Reschenpass und jede Menge bekannte Namen im Starterfeld erwiesen sich als Garant für spannende Rennaction. Schon im Vorfeld ließen die reinen Zahlen erahnen, dass das Rennen kein Zuckerschlecken werden würde: drei Länder, vier Lifte, sechs Stages mit insgesamt 18 Kilometer Länge, 1450 Höhenmeter bergauf und gut 4000 Höhenmeter bergab. Das Ganze verteilt auf eine gut 50 Kilometer lange Runde.

Doch nicht nur quantitativ hatte das Wochenende einiges zu bieten, auch qualitativ hatten es die abwechslungsreichen Trails definitiv in sich: Während sich die erste Stage als felsige, aber flowige Achterbahn größtenteils naturbelassen ins Tal schlängelte, forderte Stage 2 die Fahrer zunächst mit einem längeren, flachen Tretstück und dann mit einer ruppigen Highspeed-Abfahrt über 700 Tiefenmeter. Auf der dritten Stage, die den Startern der Pro-Kategorien vorbehalten war, bestimmten nicht Steine, sondern vor allem Wurzeln das Bild. Gerade unter den herrschenden feuchten Bedingungen erwies sich die lange, größtenteils steile Abfahrt von der Haideralm auch für die Topfahrer als Herausforderung und sorgte für einige spektakuläre Manöver. Nicht weniger wurzelig ging es auf der frisch fürs Rennen gebauten vierten Stage zur Sache, hier galt es durch geschickte Linienwahl und aktive Fahrweise möglichst viel Schwung für die teils flachen verblockten Passagen mitzunehmen. Da war der erste Teil der fünften Stage fast schon Erholung: Hier schossen die Fahrer zunächst schnell durch malerische Alm-Wiesen bevor es dann, durchsetzt von einigen Tretpassagen, deutlich technischer zur Sache ging. Zeit und Nerven hier die malerische Landschaft rund um den Schwarzsee zu genießen, werden wohl die wenigsten Fahrer gehabt haben. Die finale sechste Stage schlängelte sich, ebenfalls steil und anspruchsvoll unterhalb der Mutzkopfbahn hinab.

Die Fahrer nutzten den Trainingstag, um sich bestmöglich mit den langen Abfahrten vertraut zu machen – und setzten dabei auf unterschiedliche Taktiken. “Die Stages sind zu lang, um dir eine Line zu merken. Ich fahre einfach dort, wo es mich hinträgt und versuche so viel Schwung wie möglich zu behalten.” verrät Matthias Stonig (AUT – MS Mondraker). Auch André Wagenknecht (GER – Cube Action Team) zeigt sich erfahren: “Ohne Fehler kommt keiner runter, dafür sind die Stage viel zu lang. Das ist auch gut so, denn es gibt dir als Athlet die Möglichkeit, verlorene Zeit auch wieder gut zu machen”. Auch der amtierende Weltmeister Jeromé Clementz (FRA – Cannondale Over Mountain Team), der nach langer Verletzungspause wieder an den Start ging, zeigte sich von der Qualität der Trails beeindruckt und lobte zudem die Gastfreundlichkeit der Region.

Marco Bühler mit Luftstand in der Stage 3 während des letztjährigen Rennens.
# Marco Bühler mit Luftstand in der Stage 3 während des letztjährigen Rennens.

Nach dem Prolog am Samstag waren die erste Zeiten gesetzt, doch die Entscheidung fällt natürlich erst am Renntag: Der startete zunächst verregnet. Doch bereits kurz nachdem die ersten Fahrer durchs Tor der malerischen über Nauders gelegenen Burg rollten, zeigte sich die Sonne und ließ die Region im schönsten Licht erscheinen. Trocken von oben bedeutet allerdings nicht auch trocken von unten und so änderte sich an den teils rutschigen Verhältnissen nur wenig.

Mit einer Gesamtzeit von 38:47.70 und stolzen 1:50.93 Vorsprung vorm Zweitplatzierten Philip Shucksmith (GBR – Pro Ride Guides) meldete sich der Enduro Weltmeister Jeromé Clementz (FRA – Cannondale Overmountain Team) eindrucksvoll aus seiner langen Verletzungspause zurück. Markus Reiser (GER – Focus Trail Team) wurde Dritter, gefolgt von Ludovic May (SUI – Canyon Factory Enduro Team) und Robert Williams (GBR – UK WTB enduro Team).

Der Enduro Weltmeister bei seiner Siegesfahrt
# Der Enduro Weltmeister bei seiner Siegesfahrt

Ähnlich klar fiel der Sieg bei den Pro Damen aus. Hier sicherte sich Raphaela Richter mit einer Zeit von 50:14.55 und damit über anderthalb Minuten Vorsprung vor Lorraine Truong das oberste Treppchen. Pauline Dieffenthaler wurde Dritte, vor Prisca Castlunger (ITA – Rideaway) und Birgit Braumann (AUT – Trek Gravity Girls).

Zweites Rennen der EES und zweiter Sieg - Raphaela Richter hievt sich damit auf Rang 2 in der Gesamtwertung
# Zweites Rennen der EES und zweiter Sieg - Raphaela Richter hievt sich damit auf Rang 2 in der Gesamtwertung
Lorraine Truong (FRA) muss sich nach einem Sturz mit Platz 2 zufrieden geben
# Lorraine Truong (FRA) muss sich nach einem Sturz mit Platz 2 zufrieden geben

Schnellster Master des Tages war Rüdiger Jahnel (AUT – Specialized-mountainbiker.at), der damit seine Führung aus dem Prolog verteidigen konnte. Mit rund einer Minute Abstand folgte Damiano Rossa (ITA – A.S. Dilettantistica) auf dem zweiten Platz, Thomas Schmitt (GER – www.vollblutrider.de) auf dem dritten und Nicki Siedl (AUT) auf dem vierten Platz.

Rüdiger Jahnel ist auch in Nauders der Schnellste in der Master Klasse
# Rüdiger Jahnel ist auch in Nauders der Schnellste in der Master Klasse

Schweizer Power in der Amateurklasse der Frauen: Sabrina Morell gewinnt vor Carla Coester und Mirjam Wieser, alle drei aus der Schweiz. Bei den Herren verwies der Deutsche Tobi Müller seine beiden Kollegen aus der Schweiz, Oliver Windler und Hannes Suter auf Rang zwei und drei.

Zusammenfassend kann resümiert werden, dass sich die 3-Länder-Enduro Trails dieses Jahr von ihrer besten Seite gezeigt haben. Der Mix aus technisch anspruchsvollen Abfahrten, garniert mit einigen kräftezehrenden Gegenanstiegen und der insgesamt sehr langen Fahrzeit von rund 5 Stunden verlangte von den Fahrern alles ab.

Die Trails repräsentieren den Enduro Spirit und boten Racing in Reinform. Am Ende waren es die komplettesten Fahrer jeder Kategorie, die das begehrte Podium erklommen konnten. Alle anderen waren Sieger über den eigenen Schweinehund und wurden darüber hinaus noch mit tollen Trails, beeindruckenden Ausblicken und tollen Momenten in der 3-Länder- Enduro Region am Reschensee belohnt.

Ludovic May sichert sich heute den 4. Rang.
# Ludovic May sichert sich heute den 4. Rang.

Manuel Baldauf, Geschäftsführer des Nauderer Toursimusverbands und somit auch Gastgeber an diesem Wochenende resümiert ebenfalls positiv: „Wir konnten im Zuge der Enduro Veranstaltung unsere besten Trail der 3-Lände-r Region präsentieren. Das positive Feedback freut uns sehr. Wir werden das Streckenangebot in den nächsten Monaten und Jahren konsequent weiterentwickeln und freuen uns bereits heute auf die Veranstaltung 2015!“

Das Rennen ist ein grenzübergreifendes Projekt und findet aus diesem Grunde abwechselnd in Tirol und Südtirol statt. Der Startort wird nächstes Jahr auch wieder direkt am Reschensee sein. Die European Enduro Series zieht als nächstes nach Slowenien, wo in Maribor bereits in zwei Wochen das nächste Rennen ansteht. Und wieder versprechen die Eckdaten ein spaßiges Rennen mit bedeutend mehr Bergab- als Bergaufanteil.

Weitere Infos und die vollständigen Ergebnisse wie immer unter www.enduroseries.eu

Fotos: Felix Schüller und Hanno Polomsky

  1. benutzerbild

    moe 11

    dabei seit 04/2004

    yeah jeromé is back
  2. benutzerbild

    RobG301

    dabei seit 08/2012

    Jéròme ist zurück und ein neuer Stern steigt mit Raphaela Richter auf!
  3. benutzerbild

    hasardeur

    dabei seit 04/2012

    Und das geilste ist, dass ich in den nächsten 10 Tagen alle Strecken nach Lust und Laune fahren kann.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!