Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Die Guide wirkt sehr hochwertig und ist schön verarbeitet. Nichts wackelt oder klappert.
Die Guide wirkt sehr hochwertig und ist schön verarbeitet. Nichts wackelt oder klappert.
Auch der Bremssattel ist schön gearbeitet...
Auch der Bremssattel ist schön gearbeitet...
...und glänzt mit einem hochwertigen Finish.
...und glänzt mit einem hochwertigen Finish.
Die Kupplung am Bremssattel lässt sich einfach bedienen.
Die Kupplung am Bremssattel lässt sich einfach bedienen.
Nachdem die Abdeckschraube gelöst wurde, steckt man die Spritze in die Entlüftungsöffnung und die Spitze rastet mit einem Klick ein.
Nachdem die Abdeckschraube gelöst wurde, steckt man die Spritze in die Entlüftungsöffnung und die Spitze rastet mit einem Klick ein.
Unterschiedlich große Kolben mit  hohlgebohrter Dämmung in der Mitte...
Unterschiedlich große Kolben mit hohlgebohrter Dämmung in der Mitte...
...und eine hitzebeständige Beschichtung...
...und eine hitzebeständige Beschichtung...
...sowie der Heat Shield sollen für ein gutes Hitzemanagement sorgen.
...sowie der Heat Shield sollen für ein gutes Hitzemanagement sorgen.
Der Swing Link lenkt den Geberkolben an, der Geberkolben verschließt die Bohrung zum Ausgleichsbehälter.
Der Swing Link lenkt den Geberkolben an, der Geberkolben verschließt die Bohrung zum Ausgleichsbehälter.
Die Bremse überzeugt mit feiner Dosierbarkeit...
Die Bremse überzeugt mit feiner Dosierbarkeit... - © Victor Lukas
...verfügt gleichzeitig aber über sehr gute Bremskraft.
...verfügt gleichzeitig aber über sehr gute Bremskraft. - © Sven Martin
Im Alltagseinsatz konnte die Bremse durchaus überzeugen...
Im Alltagseinsatz konnte die Bremse durchaus überzeugen... - © Sven Martin
...und vermittelte Berechenbarkeit und Sicherheit.
...und vermittelte Berechenbarkeit und Sicherheit. - © Victor Lukas
Hinterradfahren gelingt dank der guten Dosierbarkeit sehr leicht.
Hinterradfahren gelingt dank der guten Dosierbarkeit sehr leicht.
Deathgrip
Deathgrip
...hier war das Hitzemanagement kein Problem.
...hier war das Hitzemanagement kein Problem.
Auf steilen Strecken und beim harten Anbremsen...
Auf steilen Strecken und beim harten Anbremsen...
...hat uns die Bremse teilweise nicht ganz überzeugt
...hat uns die Bremse teilweise nicht ganz überzeugt
Schwerer Fahrer trifft auf Northshore
Schwerer Fahrer trifft auf Northshore
Auf kurzen Bikepark-Strecken konnte die Bremse punkten...
Auf kurzen Bikepark-Strecken konnte die Bremse punkten...
Im Renneinsatz wurden nur metallische Beläge verwendet.
Im Renneinsatz wurden nur metallische Beläge verwendet.

SRAM Guide Ultimate im Test: SRAM hat in den letzten Jahren viele Bremsen-Modellreihen auf den Markt geschickt. Von der Juicy über die XO-Serie bis zur XO-Trail und der Guide – mit dem Top-Modell SRAM Guide Ultimate. Letztere hat über die letzten 3 Jahre viele kleine Detailverbesserungen erfahren, die von SRAMs Servowave-Bremshebel über bessere Isolation der Bremskolben bis hin zur E-Bike-spezifischen Bremse reichen. Weiterentwicklungen werden oft positiver von euch Lesern aufgenommen als komplette Neuentwicklungen – zeigt es doch, dass ein Produkt grundsätzlich gut ist und es nur noch etwas Feinschliff bedarf, um es noch besser zu machen.

Im letzten halben Jahr haben die Guide Ultimate unterschiedlichste MTB-News Tester auf unterschiedlichsten Rädern und Strecken auf die Belastungsprobe gestellt. Was kann die Guide Ultimate, wo sind ihre Grenzen und warum hat dieses Produkt, wie kaum ein anderes, unsere Testredaktion gespalten? Das erfahrt ihr hier im Test.

SRAM Guide Ultimate – Kurz & Knapp

  • Hydraulische Enduro/Trail Bremse
  • 4 Kolben Bremssattel mit Aluminiumkolben
  • Werkzeuglose Hebelweiten- und Druckpunktverstellung
  • Kugelgelagerter Carbon-Bremshebel
  • 360 g Systemgewicht ohne Bremsscheibe
  • Farben: Schwarz oder Arctic Grey
  • Heat Shield Blech
  • Preis: 301 € (UVP)
Die Guide wirkt sehr hochwertig und ist schön verarbeitet. Nichts wackelt oder klappert.
# Die Guide wirkt sehr hochwertig und ist schön verarbeitet. Nichts wackelt oder klappert.

Die Bremse wirkt sehr schön gearbeitet, nichts klappert oder wackelt, auch das Finish ist sehr hochwertig. Sie liegt gut in der Hand, die Hebelergonomie ist gelungen. An den Hebel gewöhnt man sich sehr schnell. Die Montage ist denkbar einfach, Bremshebel, Reverb und Schalthebel lassen sich schön sauber über nur eine Schelle montieren. Die Verstellrädchen für Druckpunktposition und Hebelweg sind leicht zu erreichen und auch mit Handschuhen gut bedienbar.

Auch der Bremssattel ist schön gearbeitet...
# Auch der Bremssattel ist schön gearbeitet...
...und glänzt mit einem hochwertigen Finish.
# ...und glänzt mit einem hochwertigen Finish.

Technische Details

An der Guide kommen mehrere interessante Technologien zum Einsatz. Bei der Entlüftungstechnik wurde mitgedacht: Um ein möglichst leichtes und fehlerfreies Entlüften zu garantieren, verbaut SRAM eine Kupplung am Bremssattel. Nur am Hebel muss man die Entlüftungsspritze nach wie vor aufschrauben. Durch die sogenannte “Bleeding Edge” Technologie soll zum keine Luft mehr ins System kommen, wenn man die Spritze abschraubt und das Loch wieder verschließt, außerdem läuft hier kein DOT mehr aus, welches die Bremsbeläge verschmutzen könnte. Dass das Entlüften wirklich einfacher geworden ist, demonstrierten wir bereits im How-To: SRAM Guide Ultimate Entlüften-Thema.

Die Kupplung am Bremssattel lässt sich einfach bedienen.
# Die Kupplung am Bremssattel lässt sich einfach bedienen.
Nachdem die Abdeckschraube gelöst wurde, steckt man die Spritze in die Entlüftungsöffnung und die Spitze rastet mit einem Klick ein.
# Nachdem die Abdeckschraube gelöst wurde, steckt man die Spritze in die Entlüftungsöffnung und die Spitze rastet mit einem Klick ein.

Am Bremssattel finden sich weitere interessante Lösungen. Wie bei der X0 Trail Bremse setzt auch die Guide Ultimate auf unterschiedlich großen Kolben. Diese sind auch weiterhin aus Aluminium gefertigt und mit einer hitzebeständigen Molybdänsulfat-Beschichtung überzogen. Auf der Innenseite wurde eine Bohrung ausgeführt, die das Dot durch weitere Isolation von der entstehenden Hitze am Bremsbelag schützen soll. Zusätzlich wurde ein kleines Stahlblech verbaut, der sogenannte Heat Shield. Dieser soll die Hitzeübertragung von Bremsbelag zu Bremssattel verhindern und somit die Wärmeentwicklung des Gesamtsystems geringer halten.

Unterschiedlich große Kolben mit  hohlgebohrter Dämmung in der Mitte...
# Unterschiedlich große Kolben mit hohlgebohrter Dämmung in der Mitte...
...und eine hitzebeständige Beschichtung...
# ...und eine hitzebeständige Beschichtung...
...sowie der Heat Shield sollen für ein gutes Hitzemanagement sorgen.
# ...sowie der Heat Shield sollen für ein gutes Hitzemanagement sorgen.

Auch am Bremsgeber befinden sich weitere spannende Details. Der Carbon-Hebel läuft auf einem Kugellager und ist so sehr sensibel und leicht zu bewegen. Für eine gute Dosierbarkeit soll der Swing Link sorgen. Der Umlenkhebel drückt auf den Kolben und dadurch die Bremsflüssigkeit in die Leitung. Durch das spezielle Design dieses Hebels soll kein digitales On/Off-Bremsen entstehen, sondern ein gut dosierbarer Bremskraftverlauf entstehen, gleichzeitig der Leerweg nicht zu lang werden. Dieses System ist vergleichbar mit Shimanos Servo-Wave und dürfte so auch Fahrern entgegenkommen, die bislang dieses System bevorzugten.

Sobald der Kolben in Bewegung ist, verschließt dieser den Port zum Ausgleichsbehälter. Der AGB soll Luft, die ins System gekommen ist, über eine Membran davon abhalten, in die Bremsleitung zu gelangen und damit eine zuverlässige und konstante Bremsleistung gewährleisten.

Der Swing Link lenkt den Geberkolben an, der Geberkolben verschließt die Bohrung zum Ausgleichsbehälter.
# Der Swing Link lenkt den Geberkolben an, der Geberkolben verschließt die Bohrung zum Ausgleichsbehälter.

Modellvarianten der SRAM Guide

Alle Modellvarianten zum Ausklappen

Die Guide gibt es in 5 verschiedenen Varianten, SRAM deckt damit eine Preisspanne von 139 bis 301 € (UVP) ab, sowie den Einsatzbereich von Enduro bis hin zu einer Version mit Code-Sattel für E-Bikes. Alle Bremsen sind von Haus aus mit organischen Bremsbelägen bestückt und werden mit DOT 5.1 befüllt. Metallische Beläge sind optional verfügbar.

Guide Ultimate

Mit 301 € UVP und 360 g Systemgewicht ist die Guide Ultimate das Flagschiff der Reihe. Der Carbon-Bremshebel sowie die Titan-Schrauben drücken das Gewicht im Vergleich zu den anderen Bremsen etwas nach unten, außerdem kommen anders als bei den günstigeren Modellen zweiteilige Bremsscheiben zum Einsatz. Am Bremsgeber lassen sich der Druckpunkt und die Hebelweite werkzeuglos verstellen. An der Guide Ultimate ist der S4 Bremssattel verbaut, welcher mit unterschiedlich großen, beschichteten Aluminium Kolben für beste Bremskraft bei guter Hitzebeständigkeit sorgen soll. Auch der Heat Shield, ein kleines Blech am Bremssattel, soll zum besseren Hitzemanagement beitragen und Wärme abstrahlen. Der S4 Sattel war anfangs nur der Guide Ultimate vorenthalten, nach einem Update im letzten Jahr wurden auch die günstigeren Modelle Guide RSC, RS und R mit dem S4 Bremssattel ausgestattet.

Guide RSC

Die Guide RSC ist mit den gleichen Features wie ihr leichterer Bruder ausgestattet, verzichtet aber auf die Edelausstattung wie Carbonhebel, Titanhardware und Centerline X Bremsscheiben. Mit 214€ kostet die Bremse ein gutes Stück weniger, wiegt dafür aber marginal mehr: 381 g Systemgewicht mit Alu Bremshebel, Alu Schrauben und einteiliger Centerline Bremsscheibe.

Guide RS

An der Guide RS wird ein anderer Bremsgeber verbaut. Hier muss man ohne die Druckpunktverstellung auskommen, die werkzeuglosen Hebelweitenverstellung bleibt. Der Bremshebel ist auch aus Alu, genau wie die Schrauben. Mit 161€ und 385 g reiht sich die Bremse ins Sortiment ein.

Guide R

Der Bremsgeber der Guide RS findet auch hier Verwendung, wie bei den anderen Bremsen auch wird der S4 Bremssattel verbaut. Die Guide R liegt preislich bei günstigen 139€ und bringt 390 g auf die Waage.

Guide RE

Die für den E-Bike Sektor konzipierte Bremse ist die einzige in der Guide Reihe, die mit anderem Bremssattel kommt. Hier wurde am Vorbild der Gravity Bremse Code ein Bremssattel angepasst (auch interessant für unmotorisierte Abfahrtsfahrer), um das höhere Gewicht des Bikes und die höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten zu bewältigen. Der Bremsgeber ist der gleiche wie an Guide RS und Guide R. Preislich positioniert sich die RE mit 145€ UVP zwischen RS und R, das Gewicht liegt am schweren Ende des Feldes: 415 g.

Montage

Die Montage der Bremse gestaltet sich als sehr einfach, so lange man die Leitungen nicht kürzen muss. Anders als bei Konkurrenzprodukten muss hier nach dem Kürzen der Leitungen immer entlüftet werden, damit die Bremse zuverlässig funktioniert. Ansonsten funktioniert die Montage ganz normal: Am Lenker lassen sich Reverb und Schalthebel via Matchmaker-Schelle sauber mit dem Bremshebel verbinden. Das schleiffreie Kalibrieren des Bremssattels gestaltet sich unproblematisch, Schrauben leicht lösen, Bremse ziehen und halten, Schrauben festziehen, fertig.

Der Bremsbelagwechsel findet von oben statt und kann beim ersten Mal etwas fummelig sein, nach ein paar Versuchen funktioniert der Wechsel dann problemlos. Der Tausch ist nicht so schwierig wie z.B. bei einer Avid Juicy, es gibt aber auch wesentlich einfachere Systeme am Markt.

Alltagseinsatz auf dem Trail

Die Bremse überzeugt mit feiner Dosierbarkeit...
# Die Bremse überzeugt mit feiner Dosierbarkeit... - © Victor Lukas

Zunächst wurde die Bremse viel im Alltagseinsatz gefahren, nach dem Test der Guide RSC wussten wir schon in etwa, was uns erwarten würde. Die Bremse ist sehr gut dosierbar, Manöver, die viel Fingerspitzengefühl und eine gut zu dosierende Bremse brauchen, wie Manual oder Wheeliefahren, funktionieren mit der Guide sehr einfach. Auch beim Kurven anbremsen und im härteren, teils nassen Geläuf profitiert man von der guten Modulation. Wer auf sehr digitale Bremsen steht, wird mit der Guide vielleicht nicht den idealen Begleiter finden.

...verfügt gleichzeitig aber über sehr gute Bremskraft.
# ...verfügt gleichzeitig aber über sehr gute Bremskraft. - © Sven Martin

Als Enduro-Bremse kann die Guide nicht mit einer Downhill-Bremse wie Saint oder Code mithalten, wenn es um die Bremskraft geht. Trotzdem ist die Bremskraft im angedachten Einsatzbereich sehr gut. Die Guide verzögert stark genug, um auch in brenzligen Situationen zum Stehen zu kommen. Im Vergleich zu anderen Größen im Enduro-Bereich steht die Bremse nicht schlecht da: Bremskraft und Dosierbarkeit sind mit metallischen Belägen in den meisten Situationen auf einem Level mit Shimanos XT. Parallel ist Hannes mit 110 kg Systemgewicht die Bremsen zum Vergleich auch mit den organischen NG-Belägen sowie den ebenfalls organischen INOX-Belägen mit Edelstahl-Trägerplatten von Tr!ckstuff gefahren – beide Beläge lieferten subjektiv nochmal ein kleines Plus an Bremsleistung, insbesondere mit den INOX-Belägen fanden wir die Bremse nochmal etwas standfester. Hier kann es sich durchaus lohnen, über den Tellerrand hinauszuschauen und mit Bremsbelägen von Drittherstellern zu experimentieren.

Im Alltagseinsatz konnte die Bremse durchaus überzeugen...
# Im Alltagseinsatz konnte die Bremse durchaus überzeugen... - © Sven Martin
...und vermittelte Berechenbarkeit und Sicherheit.
# ...und vermittelte Berechenbarkeit und Sicherheit. - © Victor Lukas
Hinterradfahren gelingt dank der guten Dosierbarkeit sehr leicht.
# Hinterradfahren gelingt dank der guten Dosierbarkeit sehr leicht.

Racer-Einsatz – gebremst wird kurz und hart

Auf der gleichen Strecke sorgten die metallischen Beläge dann für eine kleine Überraschung: Plötzlich zeigte sie sich ziemlich unbeeindruckt und die Bremsleistung blieb konstant. Chris würde mit diesen Belägen die Breme dann auch ohne Bedenken an seinem Downhillbike verwenden.

Deathgrip
# Deathgrip
...hier war das Hitzemanagement kein Problem.
# ...hier war das Hitzemanagement kein Problem.

Schwere Fahrer, die zu einem sehr aggressiven Fahrstil mit sehr kurzen und harten Bremsmanövern neigen, sollten auf jeden Fall große Scheiben fahren und ihre Bremspunkte etwas weiter vor die Kurve zu legen, um die Energie langsamer abzubauen und die Hitze auf die Scheibe zu übertragen, um an dieser Stelle mehr Wärme an die Umgebung abgeben zu können. Dies beugt einer Überhitzung des Bremssattels vor.

Auf steilen Strecken und beim harten Anbremsen...
# Auf steilen Strecken und beim harten Anbremsen...
...hat uns die Bremse teilweise nicht ganz überzeugt
# ...hat uns die Bremse teilweise nicht ganz überzeugt
Schwerer Fahrer trifft auf Northshore
# Schwerer Fahrer trifft auf Northshore
Auf kurzen Bikepark-Strecken konnte die Bremse punkten...
# Auf kurzen Bikepark-Strecken konnte die Bremse punkten...
Im Renneinsatz wurden nur metallische Beläge verwendet.
# Im Renneinsatz wurden nur metallische Beläge verwendet.

Haltbarkeit – SRAM Guide Ultimate

Nach ein paar unfreiwilligen Bodenproben mit der Bremse ist diese immer noch in einem Stück und einwandfrei verwendbar, obwohl das Rad mehrmals auf den Lenker gefallen ist. Weder Knarzen, Knacken oder wackelnde Bremshebel zeigten sich nach dem Test, lediglich die Gummiabdeckung einer Entlüftungskupplung hatte sich verabschiedet.

Test-Fazit – SRAM Guide Ultimate

Die Guide Ultimate ist vor allem im Vergleich mit ihren Vorgängern auf einem guten Level angekommen. Neben der hochwertigen Optik und guten Verarbeitung lässt sich die Bremse präzise dosieren und bietet gute Bremskraft mit organischen Belägen. Innerhalb der Testredaktion gingen die Meinungen insofern auseinander, dass die meisten Tester mit den organischen Belägen schon recht zufrieden waren, sehr schnelle Fahrer mit rennorientiertem Fahrstil sich aber noch mehr Hitzestabilität bei sehr harten Bremsmanövern in steilem Gelände wünschten. Sie bevorzugten darum größere Scheiben und die metallischen Beläge, um auch in Extrem-Situationen die Berechenbarkeit und den Druckpunkt der Bremse zu erhalten. Alternativ kann man beim Wunsch nach mehr Anker-Gefühl auch zur E-Bike Version mit dem Code-Sattel greifen.

Stärken

  • Gute Dosierbarkeit
  • Solide Bremskraft mit metallischen Belägen

Schwächen

  • Hitzemanagement bei Verwendung von organischen Belägen
  • Als Topmodell relativ teuer
  • Bei sehr aggressiver Fahrweise braucht die Guide, vor allem im Vergleich mit der XT in Kombination mit den Freeza-Scheiben, eine Scheibennummer größer und metallische Beläge, um eine ähnliche Bremsleistung zu bieten.

Testablauf

Die Bremse musste sich unter mehreren Fahrern beweisen. Ein Großteil der Redaktion ist die Bremse im Testzeitraum gefahren. Anfangs wurde die Bremse vor allem von Tobi und Hannes im Alltagseinsatz getestet, bevor Jens sie sich an sein Bike schraubte. Zu guter letzt wurde die Bremse dann noch von Chris im Downhill-Einsatz getestet.

Wer hat getestet?

Alle Testerprofile zum Ausklappen

Tobias Stahl

  • Körpergröße: 177 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 70 kg
  • Schrittlänge: 83 cm
  • Armlänge: 58 cm
  • Oberkörperlänge: 52 cm
  • Fahrstil: Beide Räder am Boden und Vollgas: Attacke bergauf, sauber bergab
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Gabel straff, Hinterbau effizient
  • Vorlieben beim Rahmen: Mittellang und flach

Johannes Herden

  • Körpergröße: 193 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 108 kg
  • Schrittlänge: 92 cm
  • Armlänge: 59 cm
  • Oberkörperlänge: 61 cm
  • Fahrstil: Verspielt und sauber
  • Was fahre ich hauptsächlich: Enduro, Trails, Pumptrack/Park/Street
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Progressiv, nicht zu soft, schnelle Zugstufe
  • Vorlieben bei der Geometrie: Eher kürzerer Hinterbau, Lenkwinkel nicht extrem flach, eher geringere Rahmenhöhe

Jens Staudt

  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 92 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 58 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Was fahre ich hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Localspot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz ( ca. 430 mm), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Chris Spath

  • Körpergröße: 1,90 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 70 kg
  • Beschreibe deinen Fahrstil kurz und knackig: schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Was fährst du hauptsächlich: Von Dirtjump, über Trail & Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Besondere Vorlieben bzgl. Fahrwerk: Viel Lowspeed Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als Heck, hinten gerne progressiv
  • Besondere Vorlieben bzgl. Rahmen: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Wo wurde getestet?

Hometrails an der schwäbischen Alb: schnell, teilweise steil, ruppig und verwinkelt
Bikeparks: Schladming, Lex Deux Alpes, Semmering, Winterberg, Schöckl Trail Area


Webseite: www.sram.com
Text & Redaktion: Christoph Spath, Jens Staudt | MTB-News.de 2016
Bilder: Jens Staudt, Frank Marbet, Viktor Lukas

Hier findest du mehr Bremsen-Tests.

  1. benutzerbild

    Ersatzteillager

    dabei seit 09/2015

    am anfang war meine Guide RS ok aber sobald ´schnelle abfahrten anstanden kam es leider zum nervigen fading... Habe mir dann vor kurzen ne Zee geholt und mit der bremst es sich einfach besser. Auf den gleichen Strecken 0 fading
  2. benutzerbild

    zichl

    dabei seit 01/2013

    Ersatzteillager schrieb:
    am anfang war meine Guide RS ok aber sobald ´schnelle abfahrten anstanden kam es leider zum nervigen fading... Habe mir dann vor kurzen ne Zee geholt und mit der bremst es sich einfach besser. Auf den gleichen Strecken 0 fading

    Man darf bzw sollte die Elixir trail/sram guide nicht mit einer zee/Saint vergleichen. Wenn dann mit SLX/XT, die Kolbenanzahl ist hier nicht entscheidend.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    pinnback

    dabei seit 05/2008

    Mein Senf: Meine Saint läuft seit drei Jahren ohne jegliche Probleme, in jedem Terrain, im Park, beim Enduro-Rennen, bei ner Tour. Musste nur entlüften und Beläge wechseln. Wie geil oder?
  5. benutzerbild

    zichl

    dabei seit 01/2013

    pinnback schrieb:
    Mein Senf: Meine Saint läuft seit drei Jahren ohne jegliche Probleme, in jedem Terrain, im Park, beim Enduro-Rennen, bei ner Tour. Musste nur entlüften und Beläge wechseln. Wie geil oder?

    Ja, vor allem weil das entlüften bei Shimano tatsächlich die leichteste Übung ist. Das mag ich an Shimano, den Druckpunkt leider nicht so. :
  6. benutzerbild

    pinnback

    dabei seit 05/2008

    zichl schrieb:
    Ja, vor allem weil das entlüften bei Shimano tatsächlich die leichteste Übung ist. Das mag ich an Shimano, den Druckpunkt leider nicht so. :

    Ich hab damit auch keine Probleme. Der ist zwar hart, aber immer gleich. Nach Eingewöhnung kann man die sogar sehr gut dosieren

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