Der Renntag begann für uns heute übrigens 3 Minuten früher als sonst. Wir haben es in den Startblock B geschafft. Muss aber wirklich ganz knapp gewesen sein, denn dem Tempo auf die ersten 10-12 km konnten wir dauerhaft nicht wirklich folgen. Das erste Highlight war der Selfranga Trail hinunter nach Klosters. Dieser Flow-Trail war zur Abwechslung mal richtig einfach zu fahren 😊
Der Mittelteil der Strecke war geprägt von knackigen Anstiegen mit jeweils 300-400 Höhenmetern und einem sehr anspruchsvollen Wurzeltrail (Spärra Trail), ganz auf Swiss Epic 2021-Niveau. Diesen Trail ist Alex bereits Mitte Juli im Regen mit einem 160 mm-Enduro mit 2,6er Bereifung gefahren und er hatte ihn als gut fahrbar abgespeichert. Der direkte Vergleich mit seinem Orbea Oiz verdeutlicht, welcher Einfluss das Material tatsächlich hat.
Der Leidenshöhepunkt des heutigen Tages war die progressiv ansteigende Schotterpiste hinauf zum Gotschnaboden. Die wahren Helden waren die Biker, die im letzten Viertel des Bergs nicht absteigen mussten. Davon gab es um uns herum allerdings nur recht wenige. Edelhelfer Luca strotzte hier noch vor Power und schob Alex an den richtig steilen Stellen an, ein Absteigen war irgendwann aber dennoch notwendig. Kurz vor dem Gipfel trafen wir auch wieder Matthias, der inzwischen als Einzelstarter unterwegs ist. Am ersten Tag fuhren wir einige Kilometer mit ihm und seiner Teampartnerin Carina. Doch sie hatte kurz vor dem Zieleinlauf einen Sturz und seitdem neues Metall im Handgelenk …
Am Gipfel stellten wir uns eigentlich auf einen leicht abfallenden Trail ein, um locker runterzurollen. Doch weit gefehlt. Dieser Trail ging zwar tendenziell schon bergab, doch beinhaltete sehr knifflige Teilstücke und verlangte von uns, immer wieder abzusteigen. Die letzte Verpflegungsstation kam deshalb zur richtigen Zeit. Apropos Verpflegungsstation: Besser ausgestattet als beim Swiss Epic haben wir diese bei keinem anderen Event erlebt. Es mangelt an nichts!
Die letzten Kilometer ärgerte sich insbesondere Alex über die Gemeinheiten der Streckenplaner. Eigentlich waren wir schon fast in Davos, mussten dann aber noch eine Runde über 2 Anstiege und fast 200 Höhenmeter um Davos drehen. Es war bisher die härteste Etappe, was sicherlich auch an der fortschreitenden Woche lag. Ein Detail hatten wir noch gar nicht erwähnt: Wir müssen die Bikes am Ende einer Etappe nicht selbst waschen. Die Bikes werden einfach gewaschen 😊
Kurz vor Ende des Events lässt sich eigentlich schon die folgende Frage beantworten: Wird die dritte Teilnahme am Swiss Epic zur Routine?
Definitiv nein! Die perfekte Organisation des Events gibt Sicherheit. Und die Trails um Davos Klosters bzw. St. Moritz sind vielzählig und abwechslungsreich. Bisher können wir uns nur an einen Trail erinnern, den wir auch 2019 schon gefahren sind. Wir können uns auch eine weitere Teilnahme am Swiss Epic vorstellen!
Alle Berichte zum Swiss Epic 2021 gibt es hier:
- Swiss Epic 2021 Live-Berichte – Teil 1: Vorbereitung in Davos Klosters
- Swiss Epic 2021 Live-Berichte – 1. Etappe: Mehr Trails kann man in eine 61 km-Runde mit 2.350 hm kaum packen!
- Swiss Epic 2021 Live-Berichte – 2. Etappe: Wir wünschen uns mehr Federweg!
- Swiss Epic 2021 Live-Berichte – 3. Etappe: Ride, refuel, rest, repeat
- Swiss Epic 2021 Live-Berichte – 5. Etappe: Luca und Alex haben es geschafft!
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Cape Epic 2025 – 6. Etappe
Cape Epic 2025 – 4. Etappe
Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDen vollständigen Artikel ansehen:
Swiss Epic 2021 Live-Berichte – 4. Etappe: Better a bad day on a bike than a good day in the office!
Moin!
gibt's irgendwo den GPS-Track zur Etappe? Mich interessiert insbesondere des Mittelteil um Klosters nach Alp und zurück.
Grüße
Robert
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