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Epic After Race Regeneration Kalenderbild
Epic After Race Regeneration Kalenderbild
Gornergratbahn
Gornergratbahn
Hotel Riffelberg
Hotel Riffelberg
Bergstation 3883m
Bergstation 3883m
Ausblick 4000er
Ausblick 4000er
Spaß im Schnee
Spaß im Schnee
Mit Chucks im Schnee
Mit Chucks im Schnee
Ausblick Terasse
Ausblick Terasse
Am Rothorn
Am Rothorn - Aussicht genießen
Am Rothorn spielen
Am Rothorn spielen
Abfahrt Snaketrail
Abfahrt Snaketrail
Am Riffelsee Start der Tour mit Nik
Am Riffelsee Start der Tour mit Nik
Traileinstieg am Rothorn
Traileinstieg am Rothorn
Bernhardiner
Bernhardiner - Bereit für Fotos
Höhenweg
Höhenweg - es wird technischer
Entspannte Pause im Findlerhof
Entspannte Pause im Findlerhof
Findlerhof Aussicht
Findlerhof Aussicht
Restaurant Findlerhof
Restaurant Findlerhof
Trailsurfen - HolyTrail - Oberer Höhenweg
Trailsurfen - HolyTrail - Oberer Höhenweg
Murmelweg Blauherd
Murmelweg Blauherd
Früh morgens am Gornergrat
Früh morgens am Gornergrat
Ausblick zum Gletscher
Ausblick zum Gletscher
Nik und Moerja
Nik und Moerja
Abfahrt Gornergrat Start#
Abfahrt Gornergrat Start#
Nik
Nik
Eingang Hobbitland
Eingang Hobbitland
Hobbitland Schwarzsee
Hobbitland Schwarzsee
Hobbittrail Schwarzsee
Hobbittrail Schwarzsee
Stausee
Stausee
Weiler
Weiler
Vorspeise
Vorspeise
Dessert
Dessert
Noch Fragen zur Stimmung?
Noch Fragen zur Stimmung?
Abschied
Abschied

IBC-User sun909 hatte eine Rennteilnahme am Swiss Epic samt Erholungsprogramm hier bei uns im Gewinnspiel ergattert – und schmiert uns gern aufs Brot, was er erlebt hat!

Ort der Handlung ist heuer Zermatt. Das „Dorf“ mit 5000 Einheimischen und in der Hauptzeit 35000 zusätzlichen Gästen eher eine Kleinstadt ähnelnd, liegt am Ende des Mattertaler Talkessels und bezieht seine Bekanntheit aus dem alles überragenden und sicherlich weltbekannten Matterhorn. Sozusagen DAS Schweizer Nationalsymbol und in einer bekannten Schokolade auch für jedermann verewigt…

Epic After Race Regeneration Kalenderbild
# Epic After Race Regeneration Kalenderbild

Erster Tag…

Untergebracht – nein, das wäre der falsche Begriff, logiert passt hier deutlich besser – wird drei Tage im Hotel „Riffelhaus 1853“. Das frisch renovierte Hotel, zur Bauzeit im 19. Jahrhundert eines der ersten auf einer solchen Höhe und nur zu Fuß zu erreichen, weist eine glorreiche alpine Vergangenheit auf. Die Erstbesteiger des höchsten Schweizer Berges, der Dufourspitze mit einer Höhe von 4634m (auch unter Monte Rosa bekannt) starteten von hier, und na ja, willkommen im Jetzt und Hier, auch wir Biker…

Mittlerweile ist das Hotel im Gegensatz zu früher für die Gäste jedoch deutlich entspannter über die Gornergratbahn zu erreichen. Die zweithöchste Bergbahn in Europa verbindet Zermatt sei 1898 mit der sehenswerten Bergstation auf 3089m Höhe. Das ganze wird verbunden mit einer ca. 30minütigen Fahrt und einem sehr beeindruckenden Ausblick über das ganze Dorf Zermatt und die umliegenden Bergmassive.

Gornergratbahn
# Gornergratbahn
Hotel Riffelberg
# Hotel Riffelberg

Bombig der Ausblick, nicht nur für die zahlreichen Japaner, die sowohl vom Panorama als auch von den für sie anscheinend ungewohnten MTBs mehr als begeistert sind und einige Fotos davon machen (und höflich vorher fragen, ob das erlaubt ist…)

An der Haltestelle Riffelberg ausgestiegen, hat man das Hotel dann direkt vor sich. Dieses hat auf seiner Webseite vorab nicht zuviel versprochen. Direkter Blick auf das Matterhorn, gemütliche Zimmer und vor allem im Gegensatz zum doch recht hektischen Dorf eine auffallend himmlische Ruhe auf 2.500 Meter Höhe… Das ist ein deutlicher Kontrast, passt zum Panorama und gefällt ungemein.

Am heutigen Sonntag ist nach der harten Rennwoche Bikepause geplant, denn es soll die PeakPass-Bahnkarte genutzt werden. So führt der Weg mit dem Matterhorn-Glacier-Express über drei Stationen auf das „kleine“ Matterhorn. In der Gondel zur Station Trockener Steg kommen auch drei Biker dazu, eine Guidine aus dem Ort und zwei Jungs, die es alle drei dem Bike nach gleich gut krachen lassen werden. Da zuckt es doch ein wenig in den Beinen, doch ein Ruhetag ist sicher auch mal schön… oder nicht?

Der englischsprachige Reiseführer einer anderen Gruppe in der Gondel bestätigt die Entscheidung, spricht er doch von DEM TOLLSTEN Blick, der sich jedem gleich böte, kurz bevor die Gondel die Bergstation auf 3.883 Meter Höhe erreiche…

Bergstation 3883m
# Bergstation 3883m
Ausblick 4000er
# Ausblick 4000er

Tatsächlich erschließt sich einem mit Überwinden des letzten Spannfeldes der Gondel bzw. des Grates ein Blick in die Weite über die 4.000er Berge bis weit nach Italien hinein. In Worten schwer zufassen, ein Bild gibt es leider aufgrund der stark verkratzten Scheiben der Gondel leider nicht, erst von der Skipiste aus…

Viele Ski- und Snowboardfahrer trainieren hier, auch einige Nationalmannschaften, da es eines der größten und höchstgelegenen Sommer-Skigebiete Europas ist. Bikes sind jedoch leider nicht erlaubt!

Die letzte Bahn ins Tal wird vor lauter Fotografieren und Rumtollen im Schnee (typisch Flachländler…) denn auch noch so gerade erreicht.

Spaß im Schnee
# Spaß im Schnee
Mit Chucks im Schnee
# Mit Chucks im Schnee

Im Hotel Riffelhaus 1853 zurück heißt es dann zum Abschluß des Tages Entspannung pur. Kräfte tanken für´s Biken ist angesagt. Die Sauna besticht mit ihrem Ruheraum samt raumhohen Fenstern zum Matterhorn hin und auch der Whirlpool auf der Terasse (ja, auch wenn es langsam abgedroschen ist, auch hier wieder mit Blick auf´s Horn…) ist eine Wucht und lädt zu langem Verweilen geradezu ein. Das hätte durchaus auch den ganzen Abend so gehen können…

Ausblick Terasse
# Ausblick Terasse

Doch es gilt noch, das abendliche Menü im Hotel zu testen. Das Essen und der Service entsprechen voll und ganz dem gehobenen Anspruch des Hauses, verströmen dabei aber nicht den leicht arroganten Stil, den man aus Häusern der gleichen Kategorie z.B. in München oder Berlin kennt. Alles etwas entspannter, ruhiger und gemütlicher. Man wird verwöhnt. Und, wieder mit ungetrübtem Blick aus dem Restaurant… genau: auf das Matterhorn, man kann sich als Tourist in wenigen Tagen sicherlich kaum daran satt sehen. Nichts desto trotz, ab in die Federn, morgen ist ein toller Biketag geplant.

Am Rothorn
# Am Rothorn - Aussicht genießen

Zweiter Tag

Montag morgens halb zehn in Deutschland…? Regen und mürrische Kollegen…?

Nein, es ist Montag, zehn Uhr in der Schweiz, im Wallis, die Sonne scheint… Zwei Bikes stehen am Hotel, lassen einen kurzen Bikecheck über sich ergehen, alles passt.

Ein orangenes Etwas auf gleichfarbigen Bike kommt den Berg hinab gerauscht samt ordentlich Modder am Bike. Sehr sympathisch, denken die beiden Gäste, kein Schönwetterbiker, artgerechte Haltung des Rades liegt vor… Nik ist es, der Guide der Bikeschool Zermatt, der die nächsten zwei Tage das Programm gestalten wird. Ursprünglich aus der Gegend von Luzern, jetzt seit sechs Jahren mit dem Bike und Ski hier unterwegs und für die beiden Tage sich schnell als die perfekte Lösung erweisend.

Nik erkennt/erfragt schnell die Vorlieben unserer zwei Fahrer:

Entspannt hoch – dank PeakPass (4-tägige Bahnkarte für das ganze Gebiet-natürlich inkl. Bikes…) gar kein Problem- und dann technisch und flott bergab… grinst und legt los.

Am Rothorn spielen
# Am Rothorn spielen
Abfahrt Snaketrail
# Abfahrt Snaketrail

Netter Vorteil des Riffelhaus 1853: Die Wege starten direkt links und rechts am Hotel, man hat schöne 1000Tiefenmeter Abfahrt bis ins Dorf vor sich. Der erste Trail saut die drei heute direkt gehörig ein. Trotz der Trockenheit und der Sonne der letzten Tage haben sich hier einige Pfützen und Schlammkuhlen gehalten. Als erstes Highlight steht die Fahrt vom Rotenboden zum Riffelsee an. Sicherlich eines DER bekanntesten Fotomotive in der Gegend, spiegelt der See doch perfekt das Matterhorn und alle, die sich dort bewegen, wider.

Am Riffelsee Start der Tour mit Nik
# Am Riffelsee Start der Tour mit Nik
Traileinstieg am Rothorn
# Traileinstieg am Rothorn

Ein Foto gibt das Gesehene sicherlich nur schwer wieder, es hinterlässt jedoch in Natura einen besonderen Eindruck. Man kommt sich klein und unbedeutend auf dem Berg vor. Doch die drei müssen weiter, fahren über die Riffelalp auf dem Snaketrail zurück ins Dorf. Alles noch recht entspannt, „flowig“ ist ja immer relativ, doch im Rahmen der „Singletrail-skala.de“ reden wir hier bei einem steinigen Trail erst mal von S1, stellenweise S2… Die Aussicht bei dem Wetter bombig, die Stimmung auch.

An der Rothornbahn und den auf dieser Seite liegenden Trails, wartet ein klassisches Tourimotiv, leider ist noch zu früh für ein Gläschen ;-)

Bernhardiner
# Bernhardiner - Bereit für Fotos
Höhenweg
# Höhenweg - es wird technischer

Das Rothorn bzw. die Bergstation, liegt auf „nur“ 2350m Höhe, kurze Fotopause, der von Nik versprochene Trail lockt. Ab jetzt wird es etwas schneller, steiniger, einige Stufen und vor allem die quer laufenden Steinkanten (zur Wasserableitung) nehmen die Konzentration in Anspruch, keine Zeit für neue Bilder. Schnell wird es, kaum Wanderer sind hier heute morgen unterwegs; es scheint keine der Hauptrouten für diese zu sein.

Der Weg über Lange Kumme bis Tuftern ist noch vom SwissEpic-Rennen bekannt. Heute wird jedoch deutlich entspannter gefahren und ergo gibt es auch entsprechend mehr Zeit, um die Aussicht und den Weg durch die kleinen Weiler zu genießen. Es ist Mittagszeit, Essenszeit…

Entspannte Pause im Findlerhof
# Entspannte Pause im Findlerhof
Findlerhof Aussicht
# Findlerhof Aussicht
Restaurant Findlerhof
# Restaurant Findlerhof

Im Restaurant „Findlerhof“, inmitten eines kleinen Weilers gelegen, ist die Einkehr am Mittag. Sonne satt, windgeschützt, sehr urchig wie die Schweizer sagen, und gemütlich. Der Guide ist hier wohlbekannt, das Essen opulent für eine Bikepause. Auf den Punkt gebracht: verdammt lecker! Und das dem Blick auf andere Teller nach nicht „nur“, weil die Biker heute hier eingeladen sind…

Trailsurfen - HolyTrail - Oberer Höhenweg
# Trailsurfen - HolyTrail - Oberer Höhenweg

In guter Erinnerung vom Perskindol SwissEpic war auch der nächste Trail. Von Engländern „HolyTrail“ getauft, läuft er flach in vielen Windungen eng am Hang entlang, hat einige ausgesetzte Stellen am Fels entlang, wirkt ansonsten eher wie ein Waalweg mit vielen kleinen Wurzeln, Kurven und Steinen. Könnte man ewig so fahren, macht eine Menge Laune, vor allem, wenn sonst nichts los ist und man mit Speed durch den Trail jagen kann!

An einer Stelle jedoch macht Nik unverhofft Pause und weist auf ein kleines Schild hin. Der „Matterhorn-Trainings-Weg“ biegt hier berghoch ab. Hier müssen die Aspiranten für die Matterhornbesteigung vorab ihren Leistungsstand beweisen. 300HM mit Zeitnahme.

Die 300Hm in 20 min ergeben einen Daumen nach oben, 25 min geben keinen Daumen hoch mehr her und alles über 30 min führt zum Daumen runter und zum Ausschluß aus der Gruppe. Uih, uih, harte Sitten…

Bis hinunter wird es dann waldiger Trail, wieder mit Bäumen und Wurzeln, die teils ordentliche Stufen ergeben. Es ist trocken, das erleichtert das ungemein; vor allem in den teils doch engen Kehren.

Murmelweg Blauherd
# Murmelweg Blauherd

Wieder einmal Bahnfahren, nochmal nach oben. Es wird die letzte Abfahrt, durch das lange Essen wurde die letzte Bahn nach ganz oben verpasst… Herbst, die Bahnen fahren nur noch bis 16.00 Uhr anstatt 16.30 Uhr… Die Fahrt über den Murmeliweg ist nochmal eine Wucht zum Abschluss. Das Tal ist von oben gut einzusehen, man hat es direkt samt der vielen Wegvarianten vor der Nase und kann sich aussuchen, welcher der (übrigens sehr gut ausgeschilderten) Wege denn die nächste Wahl sein wird.

Zwischendrin kommt ein Abzweig zur leider nicht mehr ganz vollständig zu befahrenden 4X-Strecke. Das macht Laune, wäre auch mit weniger Federweg und für technisch weniger versierte Einsteiger gut zu befahren. Dann aber wird es am Abzweig auch schon deutlich ruppiger und technischer (bis S3; Spitzkehren nur noch mit Umsetzen und Co…). Vor allem die schon oben genannten scharfen Wasserrinnen-Steine, die quer über den Weg und senkrecht nach oben ragen, machen am Ende des Tages mit nachlassender Kraft und Konzentration doch ordentlich zu schaffen.

Öfters hört man ein das „Klonk“ des durchschlagenden Mantels und es dauert dann auch nicht lange, bis mal wieder geflickt werden darf… An einem so entspannten Tag ist aber sogar Flicken in der Sonne mal eine schöne Abwechslung und bietet Gelegenheit, mit Nik noch ein wenig zu quatschen. Im Oberdorf von Zermatt angekommen, ist der Bike-Tag dann vorbei. Müde geht es zurück ins Hotel. Das zweite Mal ein 3-Gang Menü am Tag ist eine lockende Versuchung; bei einem leckeren Glas Rotwein wird über die gefahrenen Trails nochmals ausgiebig sinniert.

Dritter Tag…

Der Dienstag führt alle drei Biker zunächst auf den Gornergrat. Auf 3089m gelegen, hat man hier nicht nur einen tollen Blick auf den Gletscher direkt gegenüber.

Früh morgens am Gornergrat
# Früh morgens am Gornergrat
Ausblick zum Gletscher
# Ausblick zum Gletscher
Nik und Moerja
# Nik und Moerja

auch die recht neue und äußerst sehenswerte Monte-Rosa-Hütte liegt (gefühlt) nur einen Steinwurf entfernt. Aber auch die Bergstation Gornergrat mit ihren charakteristischen Türmchen ist einen Blick wert. Hier oben schaut es recht karg aus. Das Wetter ist noch ein wenig trist, kalt. Nicht sooo gemütlich… Der Mark-Twain-Weg führt zur Riffelalp und weiter zur Chämihütte, tagsüber wg. vieler Wanderer übrigens nicht zu empfehlen! Früh morgens ein feiner Einstieg zum Warmwerden.

Abfahrt Gornergrat Start#
# Abfahrt Gornergrat Start#

Nach dem Warmfahren ist jetzt aber Konzentration gefragt, manches Mal läuft das Vorderrad nur wenige Zentimeter am Abgrund bzw. ausgesetzten Hang entlang. Deutlich mehr ist heute nur mit Umsetzen möglich und auch die Linienwahl wird deutlich diffiziler als am Vortag. Den dreien macht es eine Menge Spaß, auch wenn man öfters nochmal hochschiebt, um eine Stelle dann im zweiten oder dritten Versuch zu „knacken“. Nik klärt am Ende dieses Trails auf, das dies sozusagen der Trail der Locals ist, wenn sie ein wenig Bock und Zeit auf „Stolperbiken“ bzw. üben haben.

Auf dem nächsten Stück merkt man dann die kommende Mittagszeit, es wird deutlich voller, was Wanderer betrifft. Die Wanderwege in Zermatt (wie auch im Wallis) sind für MTB´ler freigegeben, zumindest inoffiziell darf man sie fahren und es gab auch mehrere „Trail-Toleranz“ Schilder zu sehen, die zur gegenseitigen Rücksichtnahme auffordern. Die ganzen Tage ist das Zusammentreffen mit Wanderern jedoch sehr, sehr entspannt. Angenehm.

Vertreter der „Baller-Fraktion/Nach-mir-die-Sintflut“ mit oder ohne Fullface tauchen die ganzen Tage aber trotz Bahntransfer zum Glück auch nicht auf. Die Zermatter hoffen auch sehr, dass es so bleibt; denn auch in der Schweiz gibt es Regionen, in denen das Trailvergnügen deutlich eingeschränkter ist als in hier…

Freie Sicht, Nik gibt ordentlich Stoff, als Local kennt er quasi jeden Stein…

Nik
# Nik
Eingang Hobbitland
# Eingang Hobbitland

Im Tal angelangt sollen jetzt die Trails des SwissEpic 2014 auf der Gegenseite des Tals noch gerockt werden. Über Schwarzsee führt der Matterhorntrail die drei ins „Hobbitland“, ein kleines Gebiet voller winziger Hügel und noch winzigerer (Wege-)Linien, die hindurch führen. Man glaubt das gar nicht, was der Guide erzählt, was hier in dieser recht öden Gegend kommen mag, bis man wirklich am Rande des Gebietes steht und dort hinabschauen kann.

Hobbitland Schwarzsee
# Hobbitland Schwarzsee

Hier könnte man glatt mit 20 Bikern durch und keiner müsste den gleichen Weg nehmen. Eine leicht magische, unwirkliche Welt im Schatten des dominanten Matterhorns, das heute von italienischer Seite her mit etwas Wolke geschmückt ist.

Hobbittrail Schwarzsee
# Hobbittrail Schwarzsee

Leider hat das Hobbitland zu schnell ein Ende, es geht ruppiger bergab. Und zwar „Gardaseemäßig schotterig-rumpelig“ an einem Gebirgsbach entlang. Nach Querung desselben folgt eine der unvermeidlichen „Stoßen“-Passage (=schieben), die die Schweizer Kollegen irgendwie jeden Tag gerne in Ihre Strecken einbauen ;-)

Zur Belohnung und wieder zur Überraschung, was hier in einem MTB-Rennen an Trails gefahren wird, folgt ein herrlich verblockter Trail, genannt Edelweißtrail. Teils mit Sicherungsseilen ausgestattet, ist das ein Weg, auf dem man entweder über entsprechende Fahrtechnik verfügt (teils S3), oder es einem nichts ausmachen darf, auch einmal sein Velo zu tragen oder auch zu schieben.

Vorbei an einem dieser türkisen Stauseen, die einen Mittelgebirgler immer schwärmen lassen, ist die Einkehr zur Mittagspause nahe.

Stausee
# Stausee
Weiler
# Weiler

Dazu heiß es Abschied nehmen von der Westseite des Tals. Das „Restaurant zum See“ im gleichnamigen Weiler ist der heutige Gastgeber. Ein Blick auf Vorspeise und Dessert sei euch erlaubt, den Rest könnt ihr euch sicherlich denken. Und ja, es war so lecker, wie es ausschaut!

Vorspeise
# Vorspeise
Dessert
# Dessert

In der Sonne entspannt Land und Leute genießen bedeutet zwar später eine Auffahrt weniger, aber halt auch ein Gefühl des Urlaubs, und Entspannens, schließlich heißt der Trip ja auch „Regeneration Days“… Mit einer letzten langen Treppenabfahrt und Wiesentrails hinab ins Dorf Zermatt ist der wunderschöne Tag dann leider auch fast vorbei. Rückfahrt ist angesagt, Abschied nehmen von Nik und den wunderschönen Bergen des Wallis.

Fazit

Zermatt hat uns ohne Übertreibung traumhafte Tage beschert, das ist nicht zuviel gesagt. Die Top Trails des Wallis, die schon im SwissEpic überzeugt haben, sind auch hier in sehr gutem Zustand (und das ohne die leider in anderen Gebieten dank bescheidener Bremstechnik u.a. üblichen „Bremswellen“ oder Rinnen).

Schwierigkeitsmäßig liegt man hier im Bereich von S1-S3, ergo von flowig bis hin zu verblockt und technisch einen sehr breiten Bereich abdeckend. Dazu gab es mit Nik aus der Bikeschool Zermatt den perfekten Guide, mit dem es auch zwischenmenschlich sehr gut funktioniert hat und bei dem man nicht den Eindruck hatte, dass er „nur“ seinen Job machen würde.

Anhand der Bilder kann sich hoffentlich jeder einen Eindruck verschaffen, ob es für ihn geeignet ist als Bike-Revier. Die Bahnunterstützung ist anzuraten, auf den Tiefenmetern lässt man genug Körner. Freundliches Bahn-Personal, das beim Einladen behilflich ist; auch das vorbildlich und man fühlt sich als Biker als gern gesehener Gast.

Das Wallis und hoffentlich auch Zermatt hat uns nicht das letzte Mal gesehen!

Noch Fragen zur Stimmung?
# Noch Fragen zur Stimmung?

Anmerkungen des Autors:

  1. ) Die Kosten für das Perskindol SwissEpic After-Race-Regeneration-Package wie Übernachtung, Verpflegung, Liftticket und Programm wurden von den Leistungsträgern der Destination Zermatt-Matterhorn (Berghotel Riffelhaus, Zermatt Bergbahnen, Gornergratbahn, Restaurant Findlerhof, Restaurant zum See und Bikeschool Zermatt) gesponsert.

Fahrtkosten, Getränke und sonstige Kosten wurden selbst getragen. Es besteht keinerlei sonstige geschäftliche oder familiäre Verbindung des Autors zur Destination Zermatt-Matterhorn, den dortigen Leistungsträgern oder der Bikeschool Zermatt.

  1. ) Es werden KEINE GPS-Daten der Touren weitergegeben. Alle Anfragen dazu sind zwecklos!
Abschied
# Abschied
  1. benutzerbild

    sibu

    dabei seit 11/2010

    retorix schrieb:
    Auch sieht man, was ich da wieder für ein "Wetterglück" hatte.

    War doch gute Sicht! Du konntest immerhin die Piste finden. Erarbeitet hatte ich mir den Theodul auch, aber von der Zermatter Seite, und zumindest beim Aufstieg auch mit Superwetter. Dafür war ich stand ich am nächsten Morgen oben bei Neuschnee in der Waschküche und musste die Abfahrt ins Aosta-Tal immer wieder mal suchen.
  2. benutzerbild

    retorix

    dabei seit 09/2004

    sibu schrieb:
    War doch gute Sicht! Du konntest immerhin die Piste finden. Erarbeitet hatte ich mir den Theodul auch, aber von der Zermatter Seite, und zumindest beim Aufstieg auch mit Superwetter. Dafür war ich stand ich am nächsten Morgen oben bei Neuschnee in der Waschküche und musste die Abfahrt ins Aosta-Tal immer wieder mal suchen.

    Ja, da ging es gerade so. Wenige Minuten vorher auf der Theodulhütte sah es so aus:


    Whiteout
  3. benutzerbild

    Tobias

    dabei seit 08/2001

    Mein Neud sei dir gewiss - das steht bei mir auf der Liste und wird wohl aber noch ein wenig auf sich warten lassen :/
  4. benutzerbild

    ML-RIDER

    dabei seit 11/2008

    Hallo Carsten,

    Sehr, sehr schöner Bericht & Fotos.
    Bei Kaiserwetter vor dieser atemberaubenden Kulisse.
    Besser geht's nimmer.

    mtb-news: was für ein super Preis.
  5. benutzerbild

    pfädchenfinder

    dabei seit 10/2007

    Europa ist geil und auch das Wallis bietet gescheites fürn Bauch.

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