Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Cane Creek Helm Air
Cane Creek Helm Air - 27,5" oder 29", 100 - 170 mm Federweg, Luft-Feder, 949,99 €
Cane Creek Helm Coil
Cane Creek Helm Coil - 27,5" oder 29", 130 - 160 mm Federweg, Stahlfeder, 949,99 €
Standards
Standards - Die Gabel ist in beiden Ausführungen nur im Boost-Einbaumaß verfügbar und setzt auf eine PM7"-Aufnahme.
Q-Loc Achse
Q-Loc Achse - Der Schnellspanner lässt sich auf der Bremsseite vorspannen. Passt die Spannung, muss die Achse nur eingeschoben werden, auf der Antriebsseite fixiert werden und der Schnellspanner umgelegt werden.
Das Casting der Cane Creek Helm fällt markant aus
Das Casting der Cane Creek Helm fällt markant aus - Wie üblich setzt man auf eine geschraubte Leitungsführung.
Markierungen am getaperten Schaft
Markierungen am getaperten Schaft - Diese kennen wir bereits von DVO. Ein praktisches Feature!
Spacer in die Negativ-Feder
Spacer in die Negativ-Feder - Der Federweg lässt sich so von 170 pro Spacer um 10 mm reduzieren.
Höhenverstellung statt Plastik-Klotz
Höhenverstellung statt Plastik-Klotz - "Hast du zufällig einen Volumenspacer für mich dabei?"
Simpler als mit zweitem Luftventil lässt sich die Negativ-Feder der Helm Air befüllen
Simpler als mit zweitem Luftventil lässt sich die Negativ-Feder der Helm Air befüllen - Unter der schwarzen Abdeckkappe sitzt dieser goldene Knopf.
Löst man den Knopf, kann man das Ventil zwischen Positiv- und Negativ-Feder öffnen
Löst man den Knopf, kann man das Ventil zwischen Positiv- und Negativ-Feder öffnen - So lässt sich individuell der Druck in beiden Kammern anpassen, ohne die Pumpe hin und her zu schrauben.
Die Standard-Feder der Coil-Version ist für einen Gewichtsbereich von 72 bis 90 kg geeignet
Die Standard-Feder der Coil-Version ist für einen Gewichtsbereich von 72 bis 90 kg geeignet - Cane Creek bietet außerdem zwei weichere und eine härtere Feder an.
Extern kann auf Zugstufen-Seite nur die Low Speed-Dämpfung verstellt werden.
Extern kann auf Zugstufen-Seite nur die Low Speed-Dämpfung verstellt werden. - Hier setzt Cane Creek ganz klassisch auf ein Nadelventil.
Etwas komplexer geht es für den Endkunden auf der Druckstufen-Seite zu
Etwas komplexer geht es für den Endkunden auf der Druckstufen-Seite zu - Low- und High Speed-Dämpfung können an beiden Gabeln außen verstellt werden.
Coil vs. Air im epischen Showdown
Coil vs. Air im epischen Showdown - Linear oder progressiv – welche Kennlinie hat am Ende des Tages die Nase vorn?
Mit der Cane Creek Helm Coil kombiniert der Hersteller die typische Charakteristik einer linearen Stahlfeder mit einer sportlich abgestimmten Dämpfung.
Mit der Cane Creek Helm Coil kombiniert der Hersteller die typische Charakteristik einer linearen Stahlfeder mit einer sportlich abgestimmten Dämpfung. - Die Federn decken ein breites Spektrum an Fahrergewichten ab. Wer zwischen zwei Härten steht, braucht aber länger, um ein passendes Setup zu finden.
Mit der Cane Creek Helm Air findet man dank einfacher Abstimmung schneller ein passendes Setup, je nach Druckverhältnis zwischen den Luftkammern, kann man die Kennlinie sogar feintunen
Mit der Cane Creek Helm Air findet man dank einfacher Abstimmung schneller ein passendes Setup, je nach Druckverhältnis zwischen den Luftkammern, kann man die Kennlinie sogar feintunen - straff abgestimmt ist der grundsätzliche Tonus bei Cane Creek. Auch die Endprogression der Luftfeder macht hier keine Ausnahme
Cane Creek hat die Helms mit einer ordentlichen Dämpfung ausgestattet
Cane Creek hat die Helms mit einer ordentlichen Dämpfung ausgestattet - Vor allem in ruppigem Terrain profitiert man als Fahrer von der hohen Berechenbarkeit der Gabel.
Im Direktvergleich zeigt sich einmal mehr: nur weil Coil im Trend ist, muss es nicht die bessere Gabel sein, genauso wenig aber die schlechtere
Im Direktvergleich zeigt sich einmal mehr: nur weil Coil im Trend ist, muss es nicht die bessere Gabel sein, genauso wenig aber die schlechtere - Die Helms unterscheiden sich deutlicher in ihrer Charakteristik als beispielsweise die MRP Ribbon Coil und Air, was die Kaufentscheidung aber auch vereinfachen kann. Sorglos, simpel und kraftsparende Performance sind dir wichtig? Greif zur Stahlfedergabel. Maximale Anpassbarkeit und solide Endprogression bekommst du hingegen beim Luftfeder-Modell.
Wie so oft, ist auch die Entscheidung zwischen den Helms eine Glaubensfrage
Wie so oft, ist auch die Entscheidung zwischen den Helms eine Glaubensfrage - Coil oder Air, Getriebe oder Kettenschaltung, Carbon oder Alu, Shimano oder Magura, Schwalbe oder Conti? Im Endeffekt bekommt jeder das, was er für seinen Fahrstil als besser empfindet.

Cane Creek Helm Coil vs. Air im Test: Was darf’s denn heute sein? Cane Creek Helm Coil oder Cane Creek Helm Air? Cane Creek ist nicht der einzige Hersteller, welcher dem Kunden die Wahl beim Federmedium überlässt. Abgesehen von der Federseite sind die beiden Enduro-Gabeln in ihrem Aufbau identisch und bieten zahlreiche Verstellmöglichkeiten. Überzeugte Fans gibt es für beide Varianten. Grund genug, die beiden Federgabeln gegeneinander antreten zu lassen!

Cane Creek Helm: Infos und Preise

Der kleine Hersteller Cane Creek mischt seit Jahren fleißig bei den Big Playern im Dämpfer-Bereich mit. Nicht selten war an diversen den Topmodellen der vielfach verstellbare Double Barrel-Dämpfer zu finden. 2017 war es dann soweit und man konnte endlich auch ein komplettes Fahrwerk aus Asheville käuflich erwerben. Man beschränkte sich auf den Enduro-Bereich mit 27,5″, schob aber kurze Zeit später auch eine 29″-Version der Cane Creek Helm nach. Neben zwei Laufradgrößen bietet Cane Creek an der 29″-Variante zwei Offsets, Luft- oder Stahlfeder und einen in 10 mm-Schritten vom Kunden anpassbaren Federweg an. Beide Cane Creek Helm-Ausführungen verfügen über extern verstellbare High- und Low Speed-Druckstufen sowie eine anpassbare Low Speed-Zugstufe. An der Luftversion hat man außerdem die Option auf eine anpassbare Progression. Mit einem breiten Verstellbereich, dem ab Werk gesetzten Federweg von 150 bzw. 160 mm und mit einem Gewicht von 2.069 g (Air) bis 2.320 g (Coil) zielt Cane Creek mit der Helm primär auf den Trail- und Enduro-Sektor ab.

  • Laufradgrößen 27,5″, 29″
  • Federweg 140 – 170 mm (Air), 130 – 160 mm (Coil)
  • Feder Coil oder Air
  • Dämpfung Monotube-Dämpfung
  • Farben Schwarz, Silber, Sondereditionen in verschiedenen Farben
  • Achsmaß Boost 110 x 15 mm
  • Achsen Cane Creek D-Loc-Achse
  • Gewicht 2.069 g (Air), 2.320 g (Coil)

Preis Cane Creek Helm Air: 949,99 € (UVP) | Bikemarkt: Cane Creek Helm Air kaufen
Preis Cane Creek Helm Coil: 949,99 € (UVP) | Bikemarkt: Cane Creek Helm Coil kaufen

Cane Creek Helm Air
# Cane Creek Helm Air - 27,5" oder 29", 100 - 170 mm Federweg, Luft-Feder, 949,99 €
Cane Creek Helm Coil
# Cane Creek Helm Coil - 27,5" oder 29", 130 - 160 mm Federweg, Stahlfeder, 949,99 €

Im Detail

Unsere Testgabeln unterscheiden sich äußerlich auf den ersten Blick nur in der Farbe. Beide verfügen über das gleiche eher kantige Casting und die markant ausgeformten Verstellknöpfe. Der zweite Blick offenbart schon mehr Unterschiede zwischen der Cane Creek Helm Coil und der Helm Air. Sowohl die Decals, als auch der Blick auf die Oberseite der Gabelkrone zeigen auf, welches Federmedium im jeweiligen Produkt versteckt ist.

Bei der grundsätzlichen Optik gilt: Klotzen statt kleckern! Aufwendig, sehr edel wirkend und dementsprechend mit vielen goldenen Akzenten präsentieren sich beide Gabeln. Ihre markante Optik zieht sich vom Casting über die Brücke und die Krone bis hin zu den Einstellern. Alles wirkt sehr stabil und edel und will sich nicht durch eine Stealth-Optik verstecken. Auch wenn man auf den gleichen 35 mm-Standrohrdurchmesser wie der Konkurrent RockShox setzt, wirkt die Cane Creek Helm ein gutes Stück wuchtiger. Auf der Waage spiegelt sich das aber auch wider: Mit 2.069 Gramm ist selbst die Luft-Gabel etwas auf der massiveren Seite.

Interessant ist die Achskonstruktion: Cane Creek setzt nicht auf eine geschraubte Achse, sondern eine gesteckte Schnellspann-Achse. Bevor man den Schnellspann-Hebel umlegen kann und damit das Laufrad sicher in der Gabel verspannt, muss man die Achse antriebsseitig mit dem Lock-Mechanismus sichern. Um die richtige Spannung zu bekommen, lässt sich der Hebel mit einem Rädchen einfach verstellen. Als Highlight stechen aber die Einstellknöpfe und Abdeck-Kappen heraus. Aufwendig und detailliert, schick eloxiert und mit einer definierten Rasterung versehen werten sie das Produkt optisch ebenfalls um ein gutes Stück auf.

Standards
# Standards - Die Gabel ist in beiden Ausführungen nur im Boost-Einbaumaß verfügbar und setzt auf eine PM7"-Aufnahme.
Q-Loc Achse
# Q-Loc Achse - Der Schnellspanner lässt sich auf der Bremsseite vorspannen. Passt die Spannung, muss die Achse nur eingeschoben werden, auf der Antriebsseite fixiert werden und der Schnellspanner umgelegt werden.
Das Casting der Cane Creek Helm fällt markant aus
# Das Casting der Cane Creek Helm fällt markant aus - Wie üblich setzt man auf eine geschraubte Leitungsführung.
Markierungen am getaperten Schaft
# Markierungen am getaperten Schaft - Diese kennen wir bereits von DVO. Ein praktisches Feature!

Federung & Dämpfung

Der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Gabeln wird durch den Gewichtsunterschied von 251 Gramm belegt: Dieser kommt durch die verschiedenen Federsysteme zustande. Cane Creek verwendet an der Luftgabel eine interessante Lösung. Wie inzwischen bis auf wenige Ausnahmen üblich setzen die Amerikaner bei der Helm Air auf eine Positiv- und Negativ-Luftfeder. In den letzten Jahren haben wir immer wieder verschiedene Ansätze beim Befüllen der Negativ-Feder gesehen: Per zusätzlichem Ventil, via Überström-Kanal oder mit einem Schrader-Ventil, das sich im ausgefederten Zustand öffnet. Cane Creek stellt etwas anderes vor: Unten am Casting befindet sich unter einer Abdeckung eine Schraube. Löst man diese und drückt sie ans Casting, öffnet sich ein Durchlass zwischen Positiv- und Negativ-Feder. Der Vorteil? Zwar hat man eine definierte Luftkammer-Größe, über das Druckverhältnis zwischen den Kammern lässt sich die Kennlinie der Gabel aber weiter anpassen. Das Ganze funktioniert sogar recht simpel, ohne die Dämpfer-Pumpe abzuschrauben.

Spacer in die Negativ-Feder
# Spacer in die Negativ-Feder - Der Federweg lässt sich so von 170 pro Spacer um 10 mm reduzieren.
Höhenverstellung statt Plastik-Klotz
# Höhenverstellung statt Plastik-Klotz - "Hast du zufällig einen Volumenspacer für mich dabei?"
Simpler als mit zweitem Luftventil lässt sich die Negativ-Feder der Helm Air befüllen
# Simpler als mit zweitem Luftventil lässt sich die Negativ-Feder der Helm Air befüllen - Unter der schwarzen Abdeckkappe sitzt dieser goldene Knopf.
Löst man den Knopf, kann man das Ventil zwischen Positiv- und Negativ-Feder öffnen
# Löst man den Knopf, kann man das Ventil zwischen Positiv- und Negativ-Feder öffnen - So lässt sich individuell der Druck in beiden Kammern anpassen, ohne die Pumpe hin und her zu schrauben.

Interessant ist auch das, was unter der Topcap versteckt liegt: Ein System zur Anpassung der Endprogression. Anstatt Plastik-Bausteine einzusetzen, lässt sich ein Trennkolben in seiner Position verändern. Ist die Gabel offen, benötigt man dafür keine Werkzeuge mehr. Über eine Flügelschraube lässt sich der Trennkolben lösen. Verschiebt man ihn jetzt auf seiner Führung, steigt oder sinkt das Luftkammervolumen der Positiv-Feder. Die Gabel wird entsprechend weniger oder mehr Endprogression bieten. In sieben unterschiedlichen Positionen lässt sich der Kolben fixieren.

Systembedingt weniger spektakulär geht es bei der Cane Creek Helm Coil zu. Hier gibt es neben dem Federwechsel nur die Preload-Option. Zum Glück ist der Federwechsel aber recht einfach gestaltet: Nach Entfernen des Preload-Knopfs wird mit einem 30 mm-Schraubenschlüssel die Topcap entfernt und man hat Zugang zur Feder. Die Standard-Feder deckt laut Cane Creek einen Gewichtsbereich von 72 bis 90 kg ab und kann zusätzlich noch über die Kappe etwas vorgespannt werden. Cane Creek bietet zwei weichere und eine härtere Feder an.

Die Standard-Feder der Coil-Version ist für einen Gewichtsbereich von 72 bis 90 kg geeignet
# Die Standard-Feder der Coil-Version ist für einen Gewichtsbereich von 72 bis 90 kg geeignet - Cane Creek bietet außerdem zwei weichere und eine härtere Feder an.
Wie man sieht bringt die Luftfeder deutlich weniger auf die Waage
# Wie man sieht bringt die Luftfeder deutlich weniger auf die Waage - 251 Gramm spart man sich mit dem progressiven Federmedium.

Bei der Dämpfung gab es zur Neuvorstellung der Helm eine Überraschung. Anstatt – wie erwartet – eine TwinTube-Dämpfung zu verbauen, wie sie in den Inline- und Piggyback-Dämpfern der Amerikaner verwendet wird, setzt man an der Helm auf eine klassische MonoTube-Dämpfung. Zwar habe man verschiedene Systeme probiert, unter anderem TwinTube- und vorgespannte Monotube-Bladder-Systeme, aber zufriedenstellend seien die Ergebnisse nicht gewesen. Für die Ingenieure hieß das: zurück ans Reißbrett und etwas Neues entwickeln.

Final herausgekommen ist wie erwähnt eine MonoTube-Dämpfung mit Bladder, wie wir sie vom Grundprinzip von anderen Herstellern kennen. Die Besonderheit bei Cane Creek: In der Helm setzt man auf verschiedene Systeme, um die Dämpfung zu ermöglichen. Beide Low Speed-Dämpfungen werden jeweils über ein Nadelventil realisiert. Erhöht man die Dämpfung, wird diese weiter vor eine Bohrung geschoben und reduziert somit den maximalen Ölfluss. Einen Running Change gab es beim Rebound. Während die Bandbreite gleich geblieben ist, hat man die Gesamtzahl der Klicks von 15 auf 10 reduziert. Die 10 Klicks sollen sich besser voneinander unterscheiden und nutzbarer sein.

Bei der High Speed-Dämpfung setzt Cane Creek auf zwei verschiedene Systeme. Extern nicht verstellbar und herkömmlich gelöst: der High Speed-Rebound. Cane Creek verwendet hier einen Shimstack, der sich öffnet, sobald der Öldruck dahinter groß genug wird. Üblicherweise wird die High Speed-Druckstufendämpfung auch durch einen Shimstack kontrolliert – nicht so an der Cane Creek Helm. Ähnlich wie an der MRP Ribbon oder der neuen Upgrade-Einheit von Push wird ein beweglicher Trennkolben von einer Feder auf die Durchlassbohrungen gedrückt. Steigt der Öldruck hinter dem Trennkolben, wird dieser angehoben. Die Durchlassbohrungen werden dadurch geöffnet und das Öl kann fließen. Verstellen lässt sich die High Speed-Dämpfung durch die Vorspannung der Feder.

Extern kann auf Zugstufen-Seite nur die Low Speed-Dämpfung verstellt werden.
# Extern kann auf Zugstufen-Seite nur die Low Speed-Dämpfung verstellt werden. - Hier setzt Cane Creek ganz klassisch auf ein Nadelventil.
Etwas komplexer geht es für den Endkunden auf der Druckstufen-Seite zu
# Etwas komplexer geht es für den Endkunden auf der Druckstufen-Seite zu - Low- und High Speed-Dämpfung können an beiden Gabeln außen verstellt werden.

Montage & Bedienbarkeit

Der Einbau der Cane Creek Helm-Gabeln läuft komplett unkompliziert ab. Nach dem Ablängen des Schaftes, Einschlagen der mitgelieferten Ahead-Kralle und Aufsetzen des Anlaufrings, finden die Gabeln schnell ein Zuhause in unseren Test-Bikes. Das Setup der Cane Creek Helm Air ist dank umfangreicher Bedienungsanleitung ebenfalls simpel.

Im Dauertest mussten die Gabeln in verschiedenen Gebieten und unter unterschiedliche Gewichtsklassen beweisen. So war bei der Coil-Variante natürlich öfters ein Umbau der Feder notwendig. Mit einem 30 mm-Maulschlüssel öffnet man hierfür die obere Abdeckkappe, zieht die alte Feder heraus und lässt die neue – leicht in Fett eingeschmiert – zurück in die Gabel gleiten.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details, Standards, sowie Informationen zu den Serviceintervallen und Servicekosten der Cane Creek Helm findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

Technische DatenCane Creek Helm CoilCane Creek Helm Air
Federweg27,5": 130 bis 160 mm
29" (27,5+): 130 bis 160 mm
27,5": 100 bis 170 mm
29" (27,5+): 100 bis 170 mm
Laufradgrößen27,5"
29" (27.5+)
27,5"
29" (27.5+)
Einbauhöhe553 mm bei 160 mm FW568 mm bei 160 mm FW
Schaftdurchmessertapered tapered
Standrohrdurchmesser35 mm35 mm
Reifenfreiheit27,5": 65 mm
29" (27,5+): 64 mm (75 mm)
27,5": 65 mm
29" (27,5+): 64 mm (75 mm)
BremsaufnahmePM 7" (180 mm direct mount)PM 7" (180 mm direct mount)
Einbaumaß Vorderrad15 x 110 mm Boost15 x 110 mm Boost
Kompatibel zu Torque-Cap Naben?NeinNein
Offset27,5": 44 mm
29": 44, 51 mm
27,5": 44 mm
29": 44, 51 mm
Lowspeed-DruckstufeExtern, 17 KlicksExtern, 17 Klicks
Highspeed-DruckstufeExtern, 10 KlicksExtern, 10 Klicks
Lowspeed-ZugstufeExtern, 10 KlicksExtern, 10 Klicks
Highspeed-ZugstufeInternIntern
VolumenveränderungKeine, da CoilEndprogression höhenverstellbarem Trennkolben
Weiteres TuningFedervorspannung, Federwegsanpassung in 10 mm SchrittenFederwegsanpassung in 10 mm Schritten
FarbenDark Gunmetal GreyDark Gunmetal Grey
ServiceCosmic SportsCosmic Sports
ServicekostenKomplettservice 100 €Komplettservice 100 €
Gewicht2.320 g (27,5")2.036 g (27,5")
Preis949,99 €949,99 €

Auf dem Trail

Cane Creeks Double Barrel-Dämpfer hatten wir in der Testredaktion schon öfters unter dem Hintern. Die Helm ist allerdings bislang ein seltener Gast gewesen: Lediglich in einem DMR Sled Testbike war sie montiert. Dementsprechend waren wir auf deren Performance im Langzeittest gespannt.

Coil vs. Air im epischen Showdown
# Coil vs. Air im epischen Showdown - Linear oder progressiv – welche Kennlinie hat am Ende des Tages die Nase vorn?

Beginnen wir mit der Cane Creek Helm Coil:

Mit einem Bereich von 72 bis 90 kg ist der empfohlene Gewichtsbereich seitens Cane Creek erstaunlich breit gesteckt. Wir beschlossen, die ersten Ausfahrten auf dieser Federhärte zu bestreiten. Man muss nicht jahrelang auf Luftgabeln unterwegs gewesen sein, um den grundsätzlich anderen Charakter der Stahlfeder-Version der Helm zu spüren. Nach kurzer Einfahrzeit meldet sich das sagenumwobene „Coil-Feeling“.

Hiermit geht eine notwendige Anpassung des kompletten Fahrwerks einher. Die Front ist zum Federwegs-Ende mit ihrem linearen Federweg deutlich bereitwilliger in der Federwegs-Freigabe. Um in Steinfeldern nicht zu sehr nach vorn gezogen zu werden, sollte man das Heck etwas weicher abstimmen und die Druckstufen an der Gabel weiter erhöhen. Ist das Bike und sein Fahrwerk wieder in Balance gebracht, erfreut man sich eines fliegenden Teppichs über Wurzelfeldern und ähnlichen Untergründen.

Erhöht man die Fahrgeschwindigkeit, den Nachdruck und liegt vom Gewicht auf der Grenze zwischen der Standard und der härteren Feder, landet man schnell am komplett geschlossenen Ende des Verstellbereichs der Druckstufen. Um hier einen entsprechenden Durchschlagschutz zu generieren, hilft es, auf die nächst härtere Feder zu wechseln und die Druckstufen-Dämpfung entsprechend zu verringern. Danach hat man ein Fahrwerk unter sich, welches insbesondere in der Zugstufen-Dämpfung sehr berechenbar ist, da beim Ausfedern die Kraft linear und nicht progressiv wirkt. Insbesondere auf langen Abfahrten konnte die Cane Creek Helm Coil hier deutlich punkten und sorgte für weniger Ermüdung in Armen und Händen als die Luftversion.

Mit der Cane Creek Helm Coil kombiniert der Hersteller die typische Charakteristik einer linearen Stahlfeder mit einer sportlich abgestimmten Dämpfung.
# Mit der Cane Creek Helm Coil kombiniert der Hersteller die typische Charakteristik einer linearen Stahlfeder mit einer sportlich abgestimmten Dämpfung. - Die Federn decken ein breites Spektrum an Fahrergewichten ab. Wer zwischen zwei Härten steht, braucht aber länger, um ein passendes Setup zu finden.

Der Fahreindruck der Cane Creek Helm Air:

Wo Tuning-begeisterte an der Coil-Version in die Röhre schauten, konnten sie an der Cane Creek Helm Air fleißig an der Federkennlinie herumexperimentieren. Anders als bei anderen Herstellern sind bei Cane Creek alle Varianten der Progression schon in der Gabel enthalten.

In der Standard-Einstellung der Progression ist diese – ähnlich wie die Dämpfung – bereits durchaus sportlich gewählt. Wer das Ende des Federwegs hiermit erreicht, hat einen ordentlichen Kraftaufwand betrieben: Entweder durch eine hart gewählte Linie oder eine harsche Landung. Bevorzugt man eine etwas bereitwilligere Federwegs-Freigabe, kann man diese über eine Anpassung der Progression – wie oben beschrieben – sehr leicht erreichen. Mehr Progression als die ab Werk eingestellte, mittlere Position empfand keiner der Testfahrer als notwendig.

Mit der Cane Creek Helm Air findet man dank einfacher Abstimmung schneller ein passendes Setup, je nach Druckverhältnis zwischen den Luftkammern, kann man die Kennlinie sogar feintunen
# Mit der Cane Creek Helm Air findet man dank einfacher Abstimmung schneller ein passendes Setup, je nach Druckverhältnis zwischen den Luftkammern, kann man die Kennlinie sogar feintunen - straff abgestimmt ist der grundsätzliche Tonus bei Cane Creek. Auch die Endprogression der Luftfeder macht hier keine Ausnahme

Dämpfung und Fahrverhalten der Cane Creek Helm – Air und Coil:

Wie oben erwähnt unterscheiden sich die beiden Varianten lediglich auf der Federseite. Die Dämpfungs-Kartusche ist baugleich. Somit hat man bei beiden jeweils einen breiten Verstellbereich für Druck- und Zugstufen zur Verfügung. Cane Creek setzt hier aber nicht ganz unten im Dämpfungs-freien Segment an. Fans von ungedämpftem Pogostick-Feeling und komplett widerstandsfreiem Einfedern dürften hier eher nicht glücklich werden. Die Helm zeichnet sich eher durch einen fordernden Charakter aus. Mehr Geschwindigkeit und härtere Schläge? Immer gerne!

Je wilder Gelände und der Untergrund sind und je schneller man mit dem Bike unterwegs ist, desto mehr profitiert man von der guten Dämpfung der Gabel. Hierbei vermittelt sie eine penibel auf die Fahrervorlieben einstellbare Dämpfung und eine sehr gute Lenkpräzision, ohne dabei zu viel durchzureichen. In Anliegern und steilem Gelände weiß sie – eine passende Abstimmung vorausgesetzt – durch sparsame Federwegs-Freigabe zu überzeugen. Das hilft die Geometrie entsprechend zu erhalten und dem Fahrer noch mehr Sicherheit zu vermitteln.

Cane Creek hat die Helms mit einer ordentlichen Dämpfung ausgestattet
# Cane Creek hat die Helms mit einer ordentlichen Dämpfung ausgestattet - Vor allem in ruppigem Terrain profitiert man als Fahrer von der hohen Berechenbarkeit der Gabel.

Im Vergleich

Cane Creek Helm Coil vs. Cane Creek Helm Air

Wie schon im Test der MRP Ribbon stellten wir uns im Verlauf des Tests immer wieder die Frage, welche der beiden Versionen der jeweilige Tester bevorzugen würde und warum. Da die Cane Creek Helm in der Stahlfedervariante anders als die Ribbon Coil keine Anpassung der Endprogression ermöglicht, unterschieden sich die beiden Cane Creek Helm-Varianten auch deutlicher voneinander.

  • Gewicht Die Cane Creek Helm Air kratzt an der 2 kg-Marke, für die Coil-Version sind 251 g Mehrgewicht fällig. Wer hier empfindlich ist, sollte eher zu Luftgabel greifen.
  • Feintuning Eine Anpassung der Progression und auf geringe Gewichtsunterschiede (mit und ohne Rucksack) ist nur bei der Cane Creek Helm Air möglich. Wer grundsätzlich Wert auf mehr Durchschlagschutz und penible Abstimmung der Federhärte legt, sollte ebenfalls zur Luftgabel greifen.
  • Lange Abfahrten Auf langen Abfahrten am Stück wusste die Stahlfeder-Version der Cane Creek Helm einige Tester zu begeistern. Sie nahm die konstanten Dauerschläge sanfter auf und war schonender zu den Händen der Fahrer.
Im Direktvergleich zeigt sich einmal mehr: nur weil Coil im Trend ist, muss es nicht die bessere Gabel sein, genauso wenig aber die schlechtere
# Im Direktvergleich zeigt sich einmal mehr: nur weil Coil im Trend ist, muss es nicht die bessere Gabel sein, genauso wenig aber die schlechtere - Die Helms unterscheiden sich deutlicher in ihrer Charakteristik als beispielsweise die MRP Ribbon Coil und Air, was die Kaufentscheidung aber auch vereinfachen kann. Sorglos, simpel und kraftsparende Performance sind dir wichtig? Greif zur Stahlfedergabel. Maximale Anpassbarkeit und solide Endprogression bekommst du hingegen beim Luftfeder-Modell.

Das ist uns aufgefallen

  • Federentnahme Preload-Knopf entfernen, Topcap aufschrauben, Feder wechseln, Topcap und Preload-Knopf montieren – fertig. Es ist nicht oft notwendig, wenn nicht mehrere Fahrer mit unterschiedlichem Gewicht ein Bike fahren, aber wenn ein Federtausch notwendig sein sollte, ist dieser bei der Cane Creek Helm schnell und unkompliziert erledigt.
  • Plüschig bis klonk Viele Bikes sind in den letzten Jahren am Hinterbau progressiver geworden. Wer mit einem solchen Vertreter unterwegs ist oder seinen Dämpfer gerne mit ordentlich vielen Volumenspacer fährt, wird mit der Cane Creek Helm Air nur wenig Anpassungen an der Kennlinie machen müssen. Mit der Coil-Version sollten Fahrer, die ihr Rad gerne aktiver fahren, die Druckstufen sowie die Federhärte entsprechend anpassen, um nicht zu tief im Federweg zu sitzen.
  • Feintuning der (Stahl-)Federhärte Wer vom Gewicht an der oberen oder unteren Grenze eine Feder liegt, kann Schwierigkeiten bei der Abstimmung bekommen. Man hat dann beispielsweise die Wahl zwischen einer Gabel, die etwas zu weich ist, was man über eine höhere Dämpfung kompensieren sollte. Auf der anderen Seite kann es mit der härteren Feder zu einem Setup kommen, das etwas zu stramm ist und bei dem man die Druckstufen-Dämpfung komplett offen fahren muss. Wer hier empfindlich ist, wünscht sich eine Feder zwischen den angebotenen Härten und sollte besser zur Luftversion greifen.
  • Progression und Durchschlagschutz Bei harten Landungen und großen Schlägen auf dem Trail gilt es eine passende Abstimmung zu haben, um die Kräfte entsprechend aufnehmen zu können. Luftgabeln ermöglichen hier aufgrund der Eigenschaften des Federmediums sehr viel breitere Tuning-Maßnahmen.

Fazit – Cane Creek Helm

Auf dem Papier unterscheiden sich Cane Creek Helm Coil und Air lediglich beim Gewicht. Im Fahrbetrieb überzeugen beide mit einem direkten und strammen Fahrgefühl. Die Coil-Version begeistert Liebhaber von fluffigem Ansprechverhalten und sattem Bodenkontakt. Die Tuning-Möglichkeiten der Dämpfung an beiden Gabeln sind identisch vielfältig und liegen vom Charakter auf der etwas sportlicheren Seite. An der Luftversion hat man naturgemäß deutlich tiefer gehende Einstellmöglichkeiten durch die stufenlose (Luft-)Federhärte sowie die Progression. Hiermit werden vor allem die (Fein-)Tuning-Nerds unter den Bikern glücklich. In Summe bietet Cane Creek mit der Helm eine Gabel an, die vor allem Fahrer anspricht, die eine solide, unkomplizierte Gabel für hartes Enduro-Gelände suchen. Der Rest ist Geschmackssache!

Pro
  • steifes Chassis für hohe Lenkpräzision
  • Dämpfungsqualität für sportliche Fahrweise Luftgabel ist vielfältig abstimmbar.
  • auf langen Abfahrten schont die Stahlfeder-Version die Hände
Contra
  • Progression an Stahlfeder-Version nicht einstellbar
  • Abstimmung aufs Gewicht bei Helm Coil umständlich Luftgabel auf langen Abfahrten etwas anstrengender zu fahren
Wie so oft ist auch die Entscheidung zwischen den beiden Cane Creek Helms eine Glaubensfrage
# Wie so oft ist auch die Entscheidung zwischen den beiden Cane Creek Helms eine Glaubensfrage - Coil oder Air, Getriebe oder Kettenschaltung, Carbon oder Alu, Shimano oder Magura, Schwalbe oder Conti? Im Endeffekt bekommt jeder das, was er für seinen Fahrstil als besser empfindet.

Staubsauger-Fahrwerk oder lieber etwas mehr Reserven, wenns mal wirklich hart wird: Welche Version der Cane Creek Helm würdet ihr bevorzugen?


Testablauf

Beide Gabeln wurden im gleichen Rad von verschiedenen Testern unterschiedlicher Gewichtsklassen gefahren. Neben Enduro-Trails in Deutschland waren unsere Tester auch in der Toskana damit unterwegs. Die Federgabeln wurden individuell auf den jeweiligen Testfahrer abgestimmt und Federhärten bei der Coil-Version ebenfalls wie der Luftdruck in der Air-Gabel wiederholt für Vergleichsfahrten angepasst.

Hier haben wir die Cane Creek Helm Air und Coil getestet

  • Enduro-Trails: Von offenen, losen Trails, bis hin zu verwinkelten Strecken. Schnelle, langsame, flowige und ruppige Passagen.
  • Toskana: Schnelle Trails, mit Wurzeln und Steinen, bei trockenen und feuchten Bedingungen.
  • Finale: Schnelle Trails, mit Wurzeln und Steinen, bei trockenen und feuchten Bedingungen.
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

  1. benutzerbild

    Khakiflame

    dabei seit 12/2007

    hulster schrieb:

    Dann nimm ne Lyrik Ultimate. Ohne Scheiß.
    Ich musste notgedrungen wegen Defekt zuschlagen und bin SEHR angenehm überrascht.
    Hatte auch die Befürchtung nur nen Staubsauger zu bekommen.
    Das kann sie auch und ist sie auch, wenn man bei den Standardsettings bleibt.
    Kann man ihr aber wirklich einfach und mit ganz normalen Settings abgewöhnen.
    Gibt genug Rückmeldung, genug Gegenhalt zum Pushen/Abziehen und wenn Sie schlucken soll, tut sie das sehr smooth und das sogar noch ohne durchzusacken. Man muss bei der Lyrik echt wenig Kompromisse eingehen.
    Einziger negativer Punkt - langweilige Standardware. Dafür bekommst du dann allerdings auch jedes Service- und Ersatzteil am nächsten Tag, weil zig Händler dafür alles vorrätig haben.

    wie gesagt, die air ist der knaller. und lyrik? nein danke hatte ich schon genug am rad
  2. benutzerbild

    Kurtchen

    dabei seit 12/2003

    Moin, kann man die Air Version auf 170mm traveln? Hier im Bericht steht ja 170mm bei Cane Creek auf der Homepage steht allerdings nur 160mm : wäre dankbar für eine kurze Info.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Die Air wird mit 160 mm ausgeliefert und kann auf 170 mm umgebaut werden, indem man einen Spacer entfernt.
    War zumindest bei meiner so.
  5. benutzerbild

    Kurtchen

    dabei seit 12/2003

    Super, danke für die Info!
  6. benutzerbild

    Grinsekater

    dabei seit 08/2002

    Kurtchen schrieb:

    Moin, kann man die Air Version auf 170mm traveln? Hier im Bericht steht ja 170mm bei Cane Creek auf der Homepage steht allerdings nur 160mm : wäre dankbar für eine kurze Info.

    Hi @Kurtchen eben kam noch die Bestätigung von Cosmic-Sports rein. Aber @Tyrolens hatte es ja schon beantwortet.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!