Das Giant Glory gehörte über ein Jahrzehnt lang zu den absoluten Top-Downhill-Bikes und wurde unter anderem von Danny Hart zu mehreren Podiumsplatzierungen pilotiert. Mittlerweile ist das letzte Update jedoch einige Jahre her und das Glory rollt als eines der wenigen World Cup-Bikes noch auf 27,5″-Laufrädern. 2019 wurde auch die Carbon-Version, das Glory Advanced, aus dem Angebot gestrichen, sodass eigentlich klar war, dass Giant an etwas Neuem dran ist. Auf den letzten zwei World Cup-Rennen konnte man nun einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Entwicklung gewinnen, denn das Giant Factory Off-Road Team mit Marcelo Gutierrez und Jacob Dickson hat seit Andorra unter anderem einen abenteuerlich aussehenden Prototyp dabei.
Wie kaum anders zu erwarten, setzt dieser auf 29″ Laufräder vorne und hinten. Dafür wurde ein optisch zwar nicht unähnlicher, aber komplett neuer Rahmen konstruiert. Außerdem sind jede Menge Einstellmöglichkeiten vorhanden. Der extrem lang nach hinten gezogene Steuerrohr-Bereich beherbergt allem Anschein nach einen speziellen Offset-Steuersatz, über den sich der Reach verstellen lässt. Zudem konnten wir einen weiteren Flipchip an den Ausfallenden entdecken. Dieser ist interessanterweise jedoch vertikal angeordnet – somit lässt sich die Lage der Hinterrad-Nabe nach oben oder unten korrigieren. Bei einem kurzen Blick auf das Rad wurden weitere Einstellmöglichkeiten sichtbar, die allerdings nicht auf den Spyshots zu sehen sind. Fotos erlaubt das Team zum jetzigen Zeitpunkt nämlich noch nicht – auch Fragen werden nicht beantwortet. So bleibt noch abzuwarten, ob die etwas eigenartige Rahmenform dem Entwicklungsstadium geschuldet ist oder schon final sein soll. Es ist ziemlich sicher, dass Giant dem Maestro-Hinterbausystem treu bleiben wird – die etwas roh wirkenden Links des Prototyps werden allerdings sicher noch verfeinert.
Das Team hat den Rahmen tatsächlich erst zum Rennen in Andorra bekommen und dort auch die ersten Fahrten darauf unternommen. Jacob Dickson ist mittlerweile wieder auf einem regulären Glory Advanced unterwegs, in das allerdings ein 29″ Vorderrad gesteckt wurde. Marcelo Gutierrez hingegen scheint sich direkt auf dem neuen Bike wohl zu fühlen und konnte sowohl in Andorra als auch diese Woche in Les Gets viel damit beobachtet werden. Wir werden die Sache vor Ort weiter verfolgen und euch mit frischen Infos versorgen, sobald diese vorliegen.
Was sagt ihr zum neuen 29″ Glory und seinen vielen Einstellmöglichkeiten?
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20 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDas ist anzunehmen. Dafür ist die Gabel kürzer, was das Tretlager wieder etwas absenkt.
Gut, man könnte natürlich in eine Tofane einen Fanes Hinterbau einsetzen...allerdings liegt es bei so einem kleinen Hersteller nahe, dass die Hauptrahmen eh identisch sein werden und nur die Hinterbauten verschieden.
Ich kann es verstehen. Nicht dass ich es wollte, aber ich kann es verstehen.
Besagte Isabeau Courdurier fährt einfach extrem zentral oder sogar frontlastig (sogar an meinen Maßstäben gemessen), weshalb es ihr völlig egal ist, dass ihr HR größer ist als sie selbst.
Wer kleiner als 1,65 ist und das nicht kann, der wird mit einem 29er Hinterrad öfter mal die Profiltiefe hinten mit dem Hintern überprüfen...
Ja, etwas mehr Abstand zum Reifen ist da angenehmer für Leute meiner Größe. Zentral fahren versuche ich soweit möglich, geht aber nicht immer. Wobei auch reine 29er durchaus für mich fahrbar sind..
Aber warum sollte ich bei einer Neuanschaffung nächstes Jahr nicht schauen dass ich ein "mixed-size" bekomme
In der Richtung wird sowieso einiges kommen..
Ich war mal stolzer Besitzer eines Giant VT, zu der Zeit eins von wenigen in einem jetzt sehr populären Segment. War ein gutes Rad und auch was Ersatzteile und Garantie Leistungen anbelangt lässt sich der Laden nicht lumpen.

Ich vermute mal das deren Marktforschung, wie auch bei Scott und Specialized, festgestellt hat das die Zahnärzte und Architekten mittlerweile von anderen Herstellen bedient werden und Hobby Pros eh nicht zufrieden zustellen sind und Stückzahlen daher eher unrealistisch erscheinen. Irgendwie scheint das bei Giant ja auch aufzugehen...
und das AC sah schon nach Trek aus bevor Trek wie Trek aussah.
Für mich völlig nachvollziehbar. Das Platzproblem kommt noch dazu, bei Pivot schlägt der Reifen an das Sitzrohr, bei V10 von Shaw ständig gegen den Sattel... Es schränkt halt ein.
Da Mullet Bike ist daher für viele die bessere Variante, und schau es sind sehr viele, Brendog, Bulldog, Bruni, Iles, Hart, Wyn usw.... Die Räder werden kommen und viele die auf reine 29er gesetzt haben von Anfang an gucken dann ein wenig doof aus der Wäsche.
Guck wie Gwin fährt, der sieht beim zuschauen auch wie ein Kandidat für das 69er aus.
Jeder hat die Wahl, drei Varianten, da dürften alle mit Happy werden
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