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Lang und schick
Lang und schick - das Stahl-Hardtail Sour Crumble steht dank der schlanken Formen und der auffälligen Farbgebung gut da.
Kurzes tapered Steuerrohr mit externen Lagerschalen
Kurzes tapered Steuerrohr mit externen Lagerschalen - der Stack unseres 29" Testbikes in M ist mit 630 mm allerdings nicht sonderlich niedrig.
Yeah!
Yeah! - Schicke Details finden sich an vielen Stellen des Rahmens.
Schlanke Rohre, saubere Schweißnähte
Schlanke Rohre, saubere Schweißnähte
Der Rahmen wurde gründlich mit Schutzfolie von easy frame abgeklebt
Der Rahmen wurde gründlich mit Schutzfolie von easy frame abgeklebt - die kommt, wie die Pulverbeschichtung auch, direkt aus Dresden.
Das Schaltauge ist natürlich austauschbar.
Das Schaltauge ist natürlich austauschbar.
Dezenter Schriftzug auf dem Unterrohr
Dezenter Schriftzug auf dem Unterrohr - Sour dürfte noch nicht jedem ein Begriff sein. Sollte es aber.
Die Magura MT Sport-Bremse sorgt für solide Verzögerung.
Die Magura MT Sport-Bremse sorgt für solide Verzögerung.
Trotz relativ breiter 2,4"-Reifen ist massig Platz da
Trotz relativ breiter 2,4"-Reifen ist massig Platz da - das machen auch die schlanken Rohre erst möglich.
Beast liefert die 30 mm breiten Felgen
Beast liefert die 30 mm breiten Felgen - die ihren Teil zum geringen Gewicht beitragen.
Die Leitungen laufen sauber im Rahmeninneren
Die Leitungen laufen sauber im Rahmeninneren - und das völlig leise.
Die Teravail Honcho-Reifen stehen gut da
Die Teravail Honcho-Reifen stehen gut da - in 2,4" Breite mit 60 TPI Karkasse.
Das Yoke ist ziemlich clever gelöst
Das Yoke ist ziemlich clever gelöst - und macht dabei ebenfalls viel Platz für Matsch.
Die Bremsaufnahme ist elegant gelöst
Die Bremsaufnahme ist elegant gelöst - für die 180 mm-Scheibe braucht es aber einen Adapter.
Aivee-Nabe mit 60 Einrastpunkten
Aivee-Nabe mit 60 Einrastpunkten - und einem herrlichen Sound.
Vier Kolben vorne, zwei hinten
Vier Kolben vorne, zwei hinten - so sieht Magura die bestmögliche Kombination für den Trail-Einsatz.
Aufgeräumtes Heck mit Boost 148-Steckachse
Aufgeräumtes Heck mit Boost 148-Steckachse - die Kabel verlaufen am Hinterbau extern.
Dank des etwas höheren Stacks sitzt man eher gemütlich
Dank des etwas höheren Stacks sitzt man eher gemütlich - und kurbelt effizient den Berg hinauf.
Sour Bikes hat es mit dem Crumble geschafft, ein sehr ausgewogenes Trail-Hardtail auf die Räder zu stellen, das beinahe überall eine solide Figur macht
Sour Bikes hat es mit dem Crumble geschafft, ein sehr ausgewogenes Trail-Hardtail auf die Räder zu stellen, das beinahe überall eine solide Figur macht - egal ob Hometrail, Tour oder sogar mal der Bikepark: Wir hatten auf dem Stahl-Rad immer viel Freude!
Wegen des langen Hauptrahmens braucht es trotz der 430 mm kurzen Kettenstreben etwas Einsatz
Wegen des langen Hauptrahmens braucht es trotz der 430 mm kurzen Kettenstreben etwas Einsatz - dann surft das Bike aber stabil durch den Bach.
Der Rahmen ist steif und steuert sich präzise.
Der Rahmen ist steif und steuert sich präzise.
Der lange Radstand gibt bergab Sicherheit
Der lange Radstand gibt bergab Sicherheit - der nur moderat flache Lenkwinkel passt zum Allround-Anspruch.
Das Crumble geht immer
Das Crumble geht immer - egal ob Singletrail oder Dirt Jump.
Viel Bewegungsfreiheit
Viel Bewegungsfreiheit - dank kurzer Sitzrohre und niedrigem Oberrohr
Man findet sich zentral über dem Rad
Man findet sich zentral über dem Rad - und so ist das Crumble für jeden Spaß zu haben.

Sour Crumble im Test: Aus Dresden kommt die kleine Firma Sour Bicycles, die sich Hardtails aus Stahl verschrieben und mit viel Liebe Modelle für den Trail-, Gravel- und Bikepacking-Einsatz ausgefuchst hat. Wir haben das 29″-Hardtail Crumble getestet, das genau wie Omas Apple Crumble zu jeder Gelegenheit hervorragend passen soll.

Steckbrief: Sour Crumble

EinsatzbereichAll-Mountain
Federweg130 mm (vorn)
Laufradgröße27.5ʺ, 29ʺ
RahmenmaterialStahl
Gewicht (o. Pedale)11,5 kg
RahmengrößenS27.5, M27.5, M29, L29, XL29
Websitesour.bike
Preis: 749 € (Rahmen)

„Das Crumble ist ein modernes Trailbike. Optimiert für 130 mm Federgabeln und mit interner Kabelführung ist es perfekt für alle kurzen wie langen Tage in der Natur. Wir machen hier keine allzu großen Experimente. Genau wie bei deinem Lieblingskuchen.“ – so einfach beschreibt Sour Bicycles sein Stahlhardtail für den Trail- und All-Mountain-Einsatz. Im Detail bietet es dann aber weit mehr als eine interne Kabelführung und 130 mm Federweg; nämlich auch noch eine moderne, lange Geometrie sowie alle Vorzüge eines Stahlrahmens: also viel Reifenfreiheit, eine angenehme Steifigkeit und natürlich den puristischen Look. Wir haben das schicke und wandelbare Trailbike vier Monate lang in verschiedensten Einsatzgebieten von Trail bis Tour gründlich getestet.

Lang und schick
# Lang und schick - das Stahl-Hardtail Sour Crumble steht dank der schlanken Formen und der auffälligen Farbgebung gut da.
Diashow: Sour Crumble im Test - Macht saurer Streuselkuchen lustig?!
Die Bremsaufnahme ist elegant gelöst
Man findet sich zentral über dem Rad
Schlanke Rohre, saubere Schweißnähte
Viel Bewegungsfreiheit
Dank des etwas höheren Stacks sitzt man eher gemütlich
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Geometrie

Sour hat sich für ein Scaled Sizing entschieden. Soll heißen: Größe S gibt es ausschließlich mit 27,5″-Laufrädern, die Größen L und XL mit 29″. Wer wie wir Größe M fährt, der kann sich für eine der Laufradgrößen entscheiden. Wir fuhren die Variante mit 29″ und landeten damit auf einem relativ langen Bike: Der Radstand misst stattliche 1,18 m. Das liegt weniger am moderaten Lenkwinkel von 67°, sondern vielmehr am stattlichen Reach der in Größe M 453 mm beträgt. Wer auf ein L oder XL setzt, erhält sogar 470 bzw. 484 mm Reach. Das Ganze wird kombiniert mit einem eher kurzen Heck, das je nach Laufradgröße bei 425 oder 430 mm landet. Die kurzen Steuerrohre erlauben es, die individuelle Vorliebe nach einer tiefen Front auszuleben oder eben einen Riser zu montieren. Zur Referenz: Ein Nicolai Argon GLF-Enduro-Hardtail setzt auf einen sehr ähnlichen Reach, wird aber dann durch einen viel flacheren Lenkwinkel stark in Richtung Abfahrt getrimmt. Ähnliches gilt für das Last Fastforward. Im Vergleich zu diesen beiden soll das Crumble aber auch ein stärkerer Allrounder sein – wir werden sehen, wie gut das gelingt.

RahmengrößeS 27,5"M 27,5"M 29"L 29"XL 29"
Sitzrohrlänge370 mm410 mm410 mm450 mm510 mm
Oberrohrlänge (hr.)590 mm610 mm610 mm630 mm650 mm
Steuerrohrlänge95 mm100 mm100 mm105 mm110 mm
Lenkwinkel67°67°67°67°67°
Sitzwinkel73,5°73,5°73,5°73,5°73,5°
Kettenstrebenlänge425 mm425 mm430 mm430 mm430 mm
Tretlagerabsenkung48 mm48 mm65 mm65 mm65 mm
Radstand1161 mm1170 mm1183 mm1201 mm1218 mm
Reach450 mm465,6 mm453,2 mm470 mm484 mm
Stack598 mm602,5 mm630 mm634,5 mm639,1 mm
Kurzes tapered Steuerrohr mit externen Lagerschalen
# Kurzes tapered Steuerrohr mit externen Lagerschalen - der Stack unseres 29" Testbikes in M ist mit 630 mm allerdings nicht sonderlich niedrig.

Ausstattung

Sour bietet das Crumble derzeit noch nicht als Komplettrad an, unterstützt aber gern beim Aufbau und der Wahl der passenden Komponenten. Wir fuhren das Bike so, wie die Dresdner es auch empfehlen würden – und konnten dabei auch auf viele regionale Komponenten zurückgreifen. So finden sich beispielsweise jede Menge leichte Carbonteile von Beast Components am Rad, die Laufräder hat zudem kein geringerer als Felix von Light-Wolf eingespeicht. Abgerundet wird das Bike durch eine Fox Transfer-Stütze sowie 34-Federgabel, einen Shimano XT-Antrieb und weitere Feinheiten von SQLab und Terravail. Der Aufbau wurde mit viel Liebe vorgenommen: Das zeigt sich an der aufgeräumten Zugverlegung und dem präzise modellierten Kettenstrebenschutz. Zusätzlich ist der ganze Rahmen in dezente Schutzfolien gehüllt.

Sour Bicycles ruft für den Crumble-Rahmen 749 € auf. In der Optionsliste steht eine Sonderlackierung für 50–100 €. Wer den Aufbau beschleunigen will, kann die hier ebenfalls getestete Fox 34-Gabel und Transfer-Stütze für 1100 € Aufpreis erstehen. Unser Testbike wurde in der folgenden, von Sour empfohlenen Konfiguration geliefert:

  • Federgabel Fox 34 FIT4 Factory (130 mm)
  • Antrieb Shimano XT 1×12
  • Bremsen Magura MT Sport
  • Laufräder Beast ED30-Felgen / Aivee MP6-Naben
  • Reifen Terravail Honcho
  • Cockpit Beast MTB Riser 15 (780 mm) / Beast MTB Stem (60 mm)
  • Sattelstütze Fox Transfer Factory (150 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

 Sour Crumble Custom
FedergabelFox 34 Factory FIT4 Kashima
SchaltwerkShimano Deore XT 11-fach
SchalthebelShimano Deore XT
KurbelnShimano Deore XT 175 mm
KassetteShimano XT 12-fach 10-51 Zähne
KetteSRAM NX Eagle
InnenlagerShimano Deore XT 68/73 BSA
BremsenMagura MT Trail Sport 200 / 180 mm
SteuersatzAcros External Cup
LenkerBeast MTB Riser 15 Carbon UD
VorbauBeast MTB Stem Carbon
GriffeSQ Lab 70X Griffe
NabenAivee MP6
FelgenBeast ED30 Carbon UD
ReifenTerravail Honcho 29" x 2,4" TR
SattelstützeFox Transfer 150 mm
SattelSQLab 611 Ergowave
Preis (UVP)Custom Aufbau, Rahmenpreis: 749 €

Die Magura MT Sport-Bremse sorgt für solide Verzögerung.
# Die Magura MT Sport-Bremse sorgt für solide Verzögerung.
Vier Kolben vorne, zwei hinten
# Vier Kolben vorne, zwei hinten - so sieht Magura die bestmögliche Kombination für den Trail-Einsatz.
Beast liefert die 30 mm breiten Felgen
# Beast liefert die 30 mm breiten Felgen - die ihren Teil zum geringen Gewicht beitragen.
Aivee-Nabe mit 60 Einrastpunkten
# Aivee-Nabe mit 60 Einrastpunkten - und einem herrlichen Sound.
Die Teravail Honcho-Reifen stehen gut da
# Die Teravail Honcho-Reifen stehen gut da - in 2,4" Breite mit 60 TPI Karkasse.

Im Detail

Das offensichtlichste Highlight des Rahmens ist natürlich die Farbe. Das ist auch kein Zufall, denn auf den konifizierten Stahlrohren des Rahmens findet sich so manche Lage, die ihren Teil dazu beiträgt: Der Rahmen wird zunächst kathodisch tauchlackiert, was ihm einen sehr guten Rostschutz gibt – und zwar innen und außen. Obendrauf kommt in unserem Fall dann vor Ort in Dresden eine transluzente, türkisblaue Pulverbeschichtung. Und um dem Ganzen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen, kommt on top eine klare Pulverbeschichtung.

Das Yoke ist ziemlich clever gelöst
# Das Yoke ist ziemlich clever gelöst - und macht dabei ebenfalls viel Platz für Matsch.
Yeah!
# Yeah! - Schicke Details finden sich an vielen Stellen des Rahmens.
Schlanke Rohre, saubere Schweißnähte
# Schlanke Rohre, saubere Schweißnähte
Der Rahmen wurde gründlich mit Schutzfolie von easy frame abgeklebt
# Der Rahmen wurde gründlich mit Schutzfolie von easy frame abgeklebt - die kommt, wie die Pulverbeschichtung auch, direkt aus Dresden.
Das Schaltauge ist natürlich austauschbar.
# Das Schaltauge ist natürlich austauschbar.
Dezenter Schriftzug auf dem Unterrohr
# Dezenter Schriftzug auf dem Unterrohr - Sour dürfte noch nicht jedem ein Begriff sein. Sollte es aber.

Doch auch ansonsten geizt der Rahmen des Sour Crumble nicht mit schönen Lösungen: Das Yoke macht Platz für dicke Reifen und bildet gleichzeitig die Kettenführungsaufnahme. Garniert wird das Ganze mit einer motivierenden Einfräsung: „YEAH!“ steht stolz hinter dem Kettenblatt und erinnert daran, nicht alles zu ernst zu nehmen. Ansonsten beeindruckt die clevere Nutzung von Rohren, etwa als Bremsaufnahme. So schlüssig und einfach haben wir das selten gelöst gesehen.

Die Bremsaufnahme ist elegant gelöst
# Die Bremsaufnahme ist elegant gelöst - für die 180 mm-Scheibe braucht es aber einen Adapter.
Trotz relativ breiter 2,4"-Reifen ist massig Platz da
# Trotz relativ breiter 2,4"-Reifen ist massig Platz da - das machen auch die schlanken Rohre erst möglich.
Die Leitungen laufen sauber im Rahmeninneren
# Die Leitungen laufen sauber im Rahmeninneren - und das völlig leise.
Aufgeräumtes Heck mit Boost 148-Steckachse
# Aufgeräumtes Heck mit Boost 148-Steckachse - die Kabel verlaufen am Hinterbau extern.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards des Sour Crumble findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

Hinterbau Einbaumaß148 mm x 12 mm
Maximale Reifenfreiheit Hinterbau650b/29" x 2,4"
Steuerrohr-Durchmesser34 mm / 44 mm
Optimiert für Gabelfederweg130 mm
TretlagerBSA, 73 mm
KettenführungsaufnahmeISCG05
Umwerferaufnahmenein
BremsaufnahmePost Mount, 6" (160 mm Scheibe ohne Adapter fahrbar)
Maximale Bremsscheibengröße203 mm
Sattelrohrdurchmesser31,6 mm
Sattelklemmendurchmesser34,9 mm
Kompatibel mit Stealth-Variostützen?Ja
FlaschenhalteraufnahmeJa
Gewicht Rahmen2550 g

Auf dem Trail

Nachdem wir die Feinheiten des Rahmens und der Ausstattung ausreichend bewundert haben – Verarbeitung und Aufbau sind wie gesagt absolut detailverliebt und schön gemacht – geht’s rauf aufs Rad. Da an einem Hardtail weniger einzustellen ist als am Fully, geht es zügig los. Bereits beim Handling des Bikes und dem ersten Aufsitzen wird klar, dass das Sour Crumble ganz schön Format hat: Es ist recht lang und die Front recht hoch, dazu die 2,4″-Reifen auf breiten Felgen – alles versprüht Selbstbewusstsein. Auf den ersten Tritt fühlt sich die Sitzposition nicht nach Kraftwerk an, was wohl primär an der eher hohen Front liegt – doch Fakt ist, dass man gut vom Fleck kommt. Das gilt für die Beschleunigung, bei der die leichten Laufräder sicher kräftig helfen, aber auch für die Konstantfahrt, bei der Geschwindigkeit gut beibehalten wird.

Dank des etwas höheren Stacks sitzt man eher gemütlich
# Dank des etwas höheren Stacks sitzt man eher gemütlich - und kurbelt effizient den Berg hinauf.

Das Gesamtsystem aus Stahlrahmen, voluminösen Reifen und angenehmem Sattel verleiht dem Hardtail eine gute Portion Komfort. Gleichzeitig bedeutet keine Federung am Heck natürlich dennoch direktes Feedback, gerade wenn man sonst viel Fully fährt. In Summe liefert das Hardtail hier aber wenig Entbehrung und viel Speed – nur auf sehr wurzeligen Anstiegen lässt sich das Crumble aus der Ruhe bringen und fordert den Fahrer. Das lange Frontcenter sorgt trotz vergleichsweise hoher Front dafür, dass das Vorderrad nicht zu früh steigt und auch heftige Steilpassagen gut zu erklimmen sind. Noch besser ginge das, wenn der Sitzwinkel noch ein kleines bisschen steiler wäre. Geht man aus dem Sattel, spürt man den relativ hohen Stack. Doch da das Crumble ja kein XC-Bike sein will, halten wir einfach fest: Mit ein wenig Ruhe lässt es sich effizient und beinahe grenzenlos klettern.

So effizient, dass wir das Crumble auch mal für eine längere Ausfahrt verwendet haben: an zwei Tagen von München nach St. Moritz, über Singletrails aber auch viel Asphalt und Schotterstraße – kein größeres Problem! Sowohl was die Übersetzung, als auch den Kompromiss der Reifen hinsichtlich Rollwiderstand und Grip angeht.

Wegen des langen Hauptrahmens braucht es trotz der 430 mm kurzen Kettenstreben etwas Einsatz
# Wegen des langen Hauptrahmens braucht es trotz der 430 mm kurzen Kettenstreben etwas Einsatz - dann surft das Bike aber stabil durch den Bach.
Der Rahmen ist steif und steuert sich präzise.
# Der Rahmen ist steif und steuert sich präzise.
Der lange Radstand gibt bergab Sicherheit
# Der lange Radstand gibt bergab Sicherheit - der nur moderat flache Lenkwinkel passt zum Allround-Anspruch.

Die wichtigste Frage ist aber ja: Wie schmeckt der Apfelkuchen? Soll heißen: Wie viel Spaß hat man auf dem Trail? Hier lässt sich viel Gutes berichten. Das Crumble liegt stabil, der große Radstand und die mit wenig Druck fahrbaren Reifen sorgen für viel Sicherheit. Ja, der Lenkwinkel ist nicht übertrieben flach, sondern mit 67° am Hardtail eigentlich ziemlich moderat gewählt. Dadurch zirkelt es sich bergauf präzise und mühelos. Bergab lässt es sich ordentlich heizen, erst in wirklich steilem Gelände wünscht man sich eine noch längere Gabel und einen noch flacheren Lenkwinkel. In ganz stark verblocktem, langsamem Geläuf muss man ein wenig auf seine Kurbelenden und das Kettenblatt aufpassen – doch sobald man etwas Geschwindigkeit im Gepäck hat, fliegt man sauber über Hindernisse drüber. Seine Vielseitigkeit beweist das Crumble dann beim Spielen mit Rampen und Sprüngen – auch hier zeigt es sich sehr solide und präzise.

Das Crumble geht immer
# Das Crumble geht immer - egal ob Singletrail oder Dirt Jump.

Beim kurzen Ausflug in den Bikepark hätte man sich sicher einen noch flacheren Lenkwinkel und eine längere Gabel wünschen können. Doch in Summe wird man auch hier nicht erschreckt. Die Front ist hoch, die Räder groß, das Tretlager tief – so bringt einen nichts aus der Ruhe. Dafür, dass man mit dem gleichen Bike auch problemlos lange Strecken unter die Räder nehmen kann, ist das ein wirklich sehr guter Kompromiss.

Das ist uns aufgefallen

  • Beast-Lenker Fast ein wenig zu steif und mit filigraner Wandstärke etwas empfindlich für ein so robustes Bike.
  • SQLab-Sattel Passte auf Anhieb und verwöhnte mit hohem Sitzkomfort.
  • Fox Transfer-Sattelstütze Machte einen wirklich leichtgängigen, sorglosen Eindruck.
  • Zugführung Leise und unauffällig, aber beim Übergang von Unterrohr zu Sitzrohr mit einem etwas starken Knick.
  • Reifenfreiheit Gibt’s massig!
Viel Bewegungsfreiheit
# Viel Bewegungsfreiheit - dank kurzer Sitzrohre und niedrigem Oberrohr
Man findet sich zentral über dem Rad
# Man findet sich zentral über dem Rad - und so ist das Crumble für jeden Spaß zu haben.

Fazit – Sour Crumble

Streusel gehen immer! Sour Bicycles hat uns ein 29"-Stahl-Hardtail in die Redaktion gestellt, mit dem man überall eine gute Figur macht: Vom Alpencross bis zum Dirtjump ist tatsächlich alles drin. Die Geometrie des Sour Crumble gibt Sicherheit, ohne sich zu sehr auf einen einzigen Zweck einzuschießen. Gemeinsam mit den vielen schönen Details hat es so das Zeug zum Klassiker.

Pro
  • Souveräne, alltagstaugliche Geometrie
  • Liebevolle Details
  • Leichter, aber solider Aufbau
Contra
  • Hoher Stack macht kein Rennpferd
Sour Bikes hat es mit dem Crumble geschafft, ein sehr ausgewogenes Trail-Hardtail auf die Räder zu stellen, das beinahe überall eine solide Figur macht
# Sour Bikes hat es mit dem Crumble geschafft, ein sehr ausgewogenes Trail-Hardtail auf die Räder zu stellen, das beinahe überall eine solide Figur macht - egal ob Hometrail, Tour oder sogar mal der Bikepark: Wir hatten auf dem Stahl-Rad immer viel Freude!

Testablauf

Wir waren insgesamt vier Monate mit dem Crumble unterwegs – es wurde uns von Sour Bicycles zur Verfügung gestellt und inzwischen wieder zurückgegeben.

Hier haben wir das Sour Crumble getestet

  • St. Moritz: Alpine Singletrails von flowig bis technisch
  • Lermoos & Blindsee-Trail: schnell, schottrig, kurvig
  • Isar-Trails: Einfach und tretintensiv
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Stefanus Stahl
63 cm70 kg82 cm65 cm177 cm
Stefanus lebt für flowigen, sprunglastigen Singletrail durch lichten Wald und kann mit zwei Brettern fast so viel anfangen wie mit zwei Rädern.
Fahrstil
verspielt, sauber und mit vielen Drifts
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Die richtige Mischung aus Komfort und Popp macht’s
Vorlieben bei der Geometrie
Relativ niedrig, relativ lang

Wäre ein Stahl-Hardtail wie das Crumble etwas für dich?

  1. benutzerbild

    Jaerrit

    dabei seit 10/2014

    amjay2019 schrieb:

    Aha , .....erst aus den Sitzstreben wieder raus . Dann muß der Rahmen allerdings ohne Sattelstütze gefahren werden
    Mann o Mann. Ich liebe euch !

    Jo, hasse recht, da hab ich nicht gut genug hingeschaut... Sitzstreben oben etwas weiter nach vorn, so dass sie am Sitzrohr UND Oberrohr anliegen, dann geht das sehr wohl.
    Davon ab, besser ohne Sattelstütze als ohne Sattel☝
  2. benutzerbild

    corfrimor

    dabei seit 07/2006

    felixthewolf schrieb:

    Haben sie. Dass der Rahmen mit einer Gabel mit 130mm gezeigt und die geo damit angegeben ist, bedeutet lediglich, dass du das Bike auch über den Federweg der Gabel an deinen Einsatz anpassen kannst. Wir kennen Aufbauten mit 150mm und auch 110mm.
    In deinem Fall würde eine 20mm kürzere gabel die Winkel um 1° steiler machen, den Stack verringern und den Reach verlängern - nichts anderes bietet dir ein aktuelles Race-Hardtail - abgesehen davon dass dem Vollblutracer ein Stahlrahmen wohl viel zu schwer ist.

    Gruss, Felix


    Stimmt natürlich, 'ne 110er-Gabel ginge im Prinzip. Aber abgesehen davon, dass mir bereits 100mm eigentlich mehr als genug sind (80 oder 90mm täten es im Grunde auch) macht dann das ganze Rahmenkonzept mit dem auch für Stahl sehr schweren (= stabilen) Rahmen und der großen Reifenfreiheit einfach keinen Sinn mehr. Als Trailbike hingegen ist das Teil absolut stimmig.

    Einen 2kg-Stahlrahmen würde ich aber auch im Rennen fahren. Der "Vollblutracer" ist schließlich auch nicht mehr ganz so austrainiert, wie er mal war
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  4. benutzerbild

    evilrogi

    dabei seit 11/2003

    Ich bin weniger die zielgruppe von dem ding, aber der rahmen ist sehr schön gemacht, hat hübsche details und eine schöne Farbe. Dazu noch teils unkonventionelle komponenten. Gratuliere, gut gemacht.
  5. benutzerbild

    mike79

    dabei seit 09/2009

    Sehr sehr hübsches Teil
    Sind sehr wertig gemacht die Rahmen


    Würde sich gut neben meinem Sour Purple Haze Gravel machen
  6. benutzerbild

    LockeTirol

    dabei seit 03/2006

    amjay2019 schrieb:

    Aha , .....erst aus den Sitzstreben wieder raus . Dann muß der Rahmen allerdings ohne Sattelstütze gefahren werden
    Mann o Mann. Ich liebe euch !

    Nicht zwingend...

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