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Innsbruck hat dieses Jahr einen wahrhaftigen Image-Wechsel vollzogen und sich um mehr legale Trails für Mountainbiker eingesetzt. Dabei entstand unter anderem der brandneue Arzler Alm Trail, den sich Nico alias IBC-User Eisbein von AlpineBiking für euch genauer angeschaut hat.

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Als Mountainbiker in Innsbruck hatte man es in der Vergangenheit oft nicht leicht, denn eigentlich ist das Befahren von Trails, sowie auch jeglicher Forstwege in Österreich, durch das Forstgesetz aus den 70er Jahren unter Strafe verboten. Zwar hat die Stadt Innsbruck und das Forstamt viele der Forstwege zur Benutzung für Fahrräder freigegeben, aber abfahrtorientiertes Mountainbiken auf Trails war in der Umgebung Innsbruck doch meist von Illegalität geprägt. Seit der Eröffnung des Bikeparks Muttereralm im letzten Jahr, scheint aber nun Bewegung in die Sache zu kommen, denn zeitgleich wurde auch der zweite legale Trail im Stadtgebiet Innsbruck beschlossen, der Arzler Alm Trail (AAT).

In Sachen Konzeption und Bau arbeiteten das Forstamt Tirol, die Stadt Innsbruck und die Mountainbike Initiative Tirol (MIT) eng zusammen. Anspruch des Projektes war es, einen Trail zu bauen, der für alle Könnerstufen etwas bietet und nicht nur für weit fortgeschrittene Biker zu befahren ist, wie z.B. der Nordketten Single Trail. Nach einer Bauzeit von über einem Jahr und Kosten von rund 150.000 € war es dann vor knapp drei Wochen am 22. Oktober endlich soweit: Die offizielle Eröffnung des Arzler Alm Trails konnte gefeiert werden.

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AlpineBiking hat für euch den Trail einmal genauer unter die Lupe genommen und getestet, ob die Ansprüche an den Trail auch erfüllt worden sind. Jetzt aber noch einmal kurz zu den Fakten:

Startort: Forstweg Arzler Alm – Abzweigung Rumer Alm (1078m) • Streckenlänge: 2,63 km
Zielort: Waldweg Hungerburg (696 m)
Höhenmeter: 382 hm
Schwierigkeitsgrad: Singletrail mittelschwierig („S2-Niveau“)

Fakten sind ja das eine, wie jedoch die Realität aussieht, haben wir versucht zusammenzufassen. Aus der Innenstadt bis zum Traileinstieg braucht man in etwa 30-45 min (10 min Hungerburgbahn oder 20 min Bus + 20 min Forstweg). Eine Einkehr auf der Arzler Alm ist immer zu empfehlen, denn hier wird dem Biker gewohnt gute Hüttenkost serviert und den Ausblick gibt es gratis dazu.

Unweit von der Alm und gut markiert befindet sich der Traileinstieg. Hier heißt es Bremse auf und hinein ins Vergnügen. Die Attribute „flowig“ und „spaßig“ dürfte wohl jeder bestätigen, der diesen Trail fährt – und das unabhängig vom fahrtechnischen Niveau. Ebenfalls positiv ist, dass aus der geringen Höhendifferenz sehr viel Trail gewonnen werden konnte, trotz der Beschränkung, dass der Trail nur auf Stadtgrund verlaufen darf.

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In einem Punkt waren wir uns auch einig und dort sehen wir auch einiges an verschenktem Potential: Die Sprünge. Viele Sprünge sind nicht als Table ausgeführt, sondern meist als double oder gap. Dies erschwert es Anfängern und Fortgeschrittenen, sich die Sprünge langsam zu erarbeiten oder sich langsam heranzutasten. Auch das Durchfahren der wellenförmigen Doubles sorgte aufgrund des Abstandes und der spitzen Form bei unseren Fahrten oftmals für ein gewisses Unbehagen.

Dass Sprünge weder zu kurz noch zu flach ausgeführt werden, dafür haben wir vollstes Verständnis, denn nur so haben auch die großen Jungs hier ihren Spaß. Warum die kleineren Sprünge nicht mit einer gewissen Gutmütigkeit oder Fehlertoleranz gebaut wurden, um auch Sprungunerfahrenen hier einen Lernfortschritt zu ermöglichen, blieb uns ein Rätsel. Dennoch fällt das Fazit sehr positiv aus, denn eins darf man nicht vergessen: dass es legale Trails neben dem Nordketten-Singletrail gibt, war lange Zeit undenkbar. Dafür ein großes Dankeschön an alle, die hinter der Mountainbikeinitiative Tirol stehen sowie allen anderen Beteiligten!

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Fazit

Nach langer Durststrecke dürfen sich nun alle Innsbrucker Mountainbiker, aber natürlich auch Gäste, über einen weiteren legalen Trail in Tirol freuen. Ein Trail, der alle Könnerstufen anspricht und hoffentlich neue Leute für den Sport begeistern wird. Außerdem ist der Arzler Alm Trail unserer Meinung nach ein gelungener Anfang, der hoffentlich für ein Umdenken im Bereich der Legalisierung des Mountainbikens in Österreich steht. Gerade im Hinblick auf das Crankworx Festival im Sommer 2017, in der neuen „Bike-City“ Innsbruck, sind wir gespannt wohin die Reise geht und halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Weitere Informationen: AlpineBiking.de

Mehr Fotostories von Alpinebiking findet ihr hier:

Information: MTB-News.de steht in keiner Weise in finanzieller Verbindung zu Verfasser, Fotograf oder Organisator des Berichts. Der Bericht wurde uns von Alpinebiking kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für weitere Informationen zum Angebot findet ihr den Link zum Anbieter im Artikel.

Text: Jan Berger | Fotos: Nico Bahro
  1. benutzerbild

    Freerider1504

    dabei seit 08/2009

    Gehört hab ich nichts.
    Aufgrund der Lage und HM wird er so oder so fast ganzjährig Schnee frei sein.

    Da du ein Local zu sein scheinst, kann man aktuell noch dort fahren? Überlege am Wochenende mal vorbeizuschauen smilie
  2. benutzerbild

    Flanger

    dabei seit 07/2011

    Da du ein Local zu sein scheinst, kann man aktuell noch dort fahren? Überlege am Wochenende mal vorbeizuschauen smilie



    Es wird nur gebeten nicht bei Regen, unmittelbar danach, oder bei Nässe zu Fahren.
    Durch den Föhn sind die Bedingungen zurzeit Traumhaft. Allerdings soll es am WE Regnen, dann würde ich nicht extra 1h anreisen!
  3. benutzerbild

    Freerider1504

    dabei seit 08/2009

    Es wird nur gebeten nicht bei Regen, unmittelbar danach, oder bei Nässe zu Fahren.
    Durch den Föhn sind die Bedingungen zurzeit Traumhaft. Allerdings soll es am WE Regnen, dann würde ich nicht extra 1h anreisen!

    Ok, vielen Dank. Gut zu wissen.
  4. benutzerbild

    marx.

    dabei seit 02/2007

    Weiß jemand, ob man am AAT auch im Winter fahren darf? Normalerweiser gibt es ja auf solchen Trails eine verordnete Wintersperre.

    Frage:
    bleibt der Arzler Alm Trail das ganze Jahr offen ?

    Antwort:
    Das wird von der Schneelage abhängen- aber selbst wenn er dann gesperrt ist kannst du auf eigene Gefahr dort fahren. Nur gibt es in dieser Zeit niemanden der den Trail kontrolliert oder wartet. Vorausschauend fahren ist also angesagt!

    Quelle: https://www.facebook.com/ArzlerAlmTrail

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