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Noname 2011
Noname 2011 - Der Einstieg in die Hardtailwelt mit mehr Federweg. 160mm Fox, Dirt Rahmen, 1x9 Antrieb.
BBS 2012
BBS 2012 - Zum Trailrunning und somit HSBBS hat es bei mir nicht gereicht, aber das erste Hardtail trug ich auch als erstes Rad bis zum Gipfel auf 3400m.
Ragley Blue Pig X 2013
Ragley Blue Pig X 2013 - frühe Version eines Trailbikes mit 650b Laufrädern, Magura Gabel mit ausreichend Freiheit für 27,5x2.25" Reifen, bis dato waren nur die günstigen Rapid Rob lieferbar. Antrieb 1x6 auf Chris King ISO Singlespeed mit XT 9fach Ritzeln.
Kona, Ragley, Singlebe, Surly
Kona, Ragley, Singlebe, Surly - Verschiedenste Ansätze, unterschiedliche Geometrien und Laufradgrößen. Gemein ist ihnen der Federweg von 140mm.
Ragley Piglet 2013
Ragley Piglet 2013 - Stetige Evolution statt Revolution. Schnelles Trailbike mit 1x10fach Antrieb, leichten Laufrädern und einer 100-120-140 Talas Gabel.
Portus Pinduro 2014
Portus Pinduro 2014 - Die erste Revolution, Umstieg auf Getriebe, Federweg blieb, die Geometrie wurde persönlich angepasst. Das Ende eines Weges?
veloheld fat.iron 2015
veloheld fat.iron 2015 - Von wegen Ende: Fatbikes, auch ganz ungefedert, sind ausgezeichnete Trailräuber. Zwar werde ich sie in dem Test nicht weiter beachten, aber: tolle Alternative!
Beschleunigung
Beschleunigung - Zwar nicht Hauptgesichtspunkt aber dennoch interessant: Wie beschleunigt das Rad?
Cotic BFe
Cotic BFe - Wie fühlt sich das Rad an? Im Sitzen? Im Stehen? Wo zeigen sich die Unterschiede?
Surly Instigator
Surly Instigator - Der Test ist auf dem Weg und demnächst hier zu lesen.
Cotic BFe
Cotic BFe - Mehr darüber findet ihr hier in den nächsten Tagen.
NS Bikes Eccentric Cromo
NS Bikes Eccentric Cromo - mit nachgerüsteter Fox D.O.S.S. und schlamm PE Schmutzfänger

Stahlrahmen sind inzwischen ein Nischenprodukt. Jahrelang ist es still geworden um dieses klassische Material, doch es zeigt sich ein kleiner gegenläufiger Trend. Von einigen wenigen Herstellern gibt es seit Jahren Stahlrahmen zum Biken auf den Trails der Wälder. Diese Kolumnen-Serie wird Räder und Rahmen aus Stahl vorstellen, die für die Trailnutzung gedacht sind. Im Vordergrund stehen die Fahreindrücke und die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Fahrrads – mehr oder minder regelmäßig, subjektiv mit dem Versuch des Objektivismus und der Reflexion über den Flow beim Trailbiken.

Einleitung

„Worum soll es hier dann gehen?“ fragt ihr euch jetzt vielleicht. Auch ich habe mir diese Frage gestellt. Um Mountainbikes soll es gehen, das war von vornherein klar. Und natürlich das Material: Stahl. Einige wissen bereits, dass ich nur Stahl fahre. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Emotionen, Verbundenheit, Sturköpfigkeit, mein persönliches Faible. Steel is real. In den letzten Jahren lag der Fokus der Fahrrad-Industrie auf Rahmen aus Aluminium und Carbon. Um Stahl ist es eher ruhig geworden. Auch Hardtails sieht man immer seltener. Stattdessen erfreuen sich selbst im Einsteigerbereich vollgefederte Mountainbikes mit Federwegen um 150 mm immer größerer Beliebtheit.

Der häufigste Begriff inzwischen: Enduro.

Ich möchte mich gar nicht so weit davon entfernen, denn Enduro bezeichnet im Prinzip eine Vielseitigkeitsdisziplin: Bergauf, bergab, in der Ebene. Die Bedeutung hat sich inzwischen allerdings zum Bergablastigen hin verschoben. Die Kategorie der Vielseitigkeit erscheint mir als die der Trailbikes – also Räder, die Spaß machen sollen, egal ob man sie nun bergauf, bergab oder in der Ebene fährt. Mit diesen Rädern möchte ich mich auseinandersetzen. Mit Rädern, die man in der Garage stehen hat. Und mit Rädern, die man eigentlich immer nehmen kann, denn sie bereiten uns irgendwie Spaß. Wir rollen los und sie zaubern uns ein Grinsen ins Gesicht. Keine Verbissenheit. Einfach Flow.

Noname 2011
# Noname 2011 - Der Einstieg in die Hardtailwelt mit mehr Federweg. 160mm Fox, Dirt Rahmen, 1x9 Antrieb.
BBS 2012
# BBS 2012 - Zum Trailrunning und somit HSBBS hat es bei mir nicht gereicht, aber das erste Hardtail trug ich auch als erstes Rad bis zum Gipfel auf 3400m.

Die Motivation

Mein erstes Mountainbike, das man auch als solches bezeichnen konnte, war mir zu groß, und der erste passende Rahmen war vollgefedert. Auf einem Hardtail die Grundlagen der Fahrtechnik zu lernen habe ich also nie erlebt. Stattdessen bin ich einfach drauflosgefahren. Erst einige Jahre später kam meine persönliche Erkenntnis, dass ein Hardtail einfach wieder her muss – gesagt, getan. Schnell wanderte eine alte Pike mit 140 mm Federweg in den Rahmen, der eigentlich für Dirt konzipiert war, und geboren war mein Stahl-Enduro. Es war eine Offenbarung! Tolles Handling, verspielt, ich war begeistert. Um nicht zu sagen: hardtailifiziert.

Ragley Blue Pig X 2013
# Ragley Blue Pig X 2013 - frühe Version eines Trailbikes mit 650b Laufrädern, Magura Gabel mit ausreichend Freiheit für 27,5x2.25" Reifen, bis dato waren nur die günstigen Rapid Rob lieferbar. Antrieb 1x6 auf Chris King ISO Singlespeed mit XT 9fach Ritzeln.

Meine Beweggründe für ein Hardtail aus Stahl sind so vielschichtig wie das Material. Am Hardtail schätze ich die Wartungsarmut, zudem probiere ich gerne verschiedene Antriebskonzepte aus, fahre auch mal Singlespeed oder mit Nabenschaltung. Und ich suche gerne die Herausforderung: Welche Grenzen setzt mir die Nutzung eines Hardtails?

Seitdem hab ich mich intensiv mit Stahlrahmen für alle Einsatzbereiche von Cross Country bis Enduro beschäftigt und möchte in dieser Kolumne einige Räder und Rahmen vorstellen, die ich in den letzten Monaten habe testen können oder die ich noch testen werde. Und vielleicht wird es den ein oder anderen reizen, selbst erste Erfahrungen auf einem Hardtail zu sammeln – oder sich auf die Ursprünge zu besinnen. Back to the roots.

Kona, Ragley, Singlebe, Surly
# Kona, Ragley, Singlebe, Surly - Verschiedenste Ansätze, unterschiedliche Geometrien und Laufradgrößen. Gemein ist ihnen der Federweg von 140mm.

Die Idee

Diskussionen über Fahrräder werden oft emotional geführt. Nicht selten sind persönliche Erfahrungen und Vorlieben dafür verantwortlich. Ich kann mich dem auch nicht entziehen, insbesondere, da mein Herz für Stahlrahmen schlägt und ich andere Räder nur sehr widerwillig nutze. Diese Kolumne wird sich um Stahlrahmen drehen. Sie soll Emotionen und Vorlieben zeigen, gleichermaßen subjektiv und objektiv sein und es wird um Trailbikes gehen – also die Kategorie Mountainbikes, die einfach Spaß bringen soll.

Ursprünglich war eine Testreihe nach dem bekannten Schema angedacht. Die Planung verlief zunächst aussichtsreich, denn einige Hersteller haben für die nächste Saison neue Stahlrahmen vorgestellt und auch bekannte Hersteller haben in den vergangenen Monaten Modellpflege betrieben. Wie es bei Nischenprodukten oder ausgefalleneren Modellen oft jedoch der Fall ist war es schwierig, alle Räder gleichzeitig für einen Test zu bekommen.

Ragley Piglet 2013
# Ragley Piglet 2013 - Stetige Evolution statt Revolution. Schnelles Trailbike mit 1x10fach Antrieb, leichten Laufrädern und einer 100-120-140 Talas Gabel.
Portus Pinduro 2014
# Portus Pinduro 2014 - Die erste Revolution, Umstieg auf Getriebe, Federweg blieb, die Geometrie wurde persönlich angepasst. Das Ende eines Weges?

So gestaltet sich das im vorliegenden Fall etwas anders. Ich bekomme verschiedene Räder für zwei bis sechs Wochen zur Verfügung gestellt und kann sie in dieser Zeit ausführlich (er-)fahren. Häufig habe ich die Räder allerdings nacheinander, selten gleichzeitig, und sitze zwischendurch auch noch auf meinen eigenen Bikes oder Kundenrädern. Wie objektiv kann so ein Bericht dann also sein? Wahrscheinlich so objektiv, wie ich meine ehrlichen Erfahrungen schildere und mich auf euer Feedback verlasse. Daher sollen die folgenden Artikel Tests, Erfahrungsberichte und gleichzeitig eine Kolumne der etwas anderen Art sein.

Die Kategorie der getesteten oder für die Kolumne in Aussicht gestellten Räder lässt sich schwer festlegen. Die Federwege variieren zwischen 120 mm und 140 mm, die Laufradgrößen unterscheiden sich von Bike zu Bike, auch die Reifenbreiten schwanken. Gemein ist den Rädern aber wohl, dass sie Spaß machen sollen. Auf reine Geschwindigkeit sind sie nicht aus. Stattdessen sollen sie sich auf den Trails vor unserer Haustür am wohlsten fühlen.

veloheld fat.iron 2015
# veloheld fat.iron 2015 - Von wegen Ende: Fatbikes, auch ganz ungefedert, sind ausgezeichnete Trailräuber. Zwar werde ich sie in dem Test nicht weiter beachten, aber: tolle Alternative!

Die Prozedur

Zunächst schauen wir uns den Rahmen an: Welche Features hat er? Welche Standards bedient er? Erfordert er spezielle Komponenten? Es soll dabei weniger um eine Bewertung gehen – stattdessen sollen die Möglichkeiten erläutert werden, die sich daraus ergeben. Einige Rahmen bieten die Option auf einen Riemenantrieb, eine Nabenschaltung oder den Singlespeed-Betrieb. Manche Rahmen sind für absenkbare Sattelstützen mit Stealth-Zugführung geeignet, andere Rahmen bieten solche Optionen nicht. Weiterhin werde ich mir die Lackqualität, die Verarbeitung des Rahmens und das Design genau anschauen. Und auch die Geometrie spielt natürlich eine wichtige Rolle. Welche Veränderungen bemerke ich bei den verschiedenen Bikes auf dem Papier und auf dem Trail? Was ist letzten Endes bei der Rahmenwahl zu beachten? Entscheidend ist hierbei der Fahreindruck – auf verschiedenen Trails, auf verschiedenen Untergründen, bergauf wie bergab. Welche Grenzen gibt der Rahmen vor? An welchem Punkt kommen die verwendeten Komponenten oder Reifen an ihre Grenzen?

Beschleunigung
# Beschleunigung - Zwar nicht Hauptgesichtspunkt aber dennoch interessant: Wie beschleunigt das Rad?
Cotic BFe
# Cotic BFe - Wie fühlt sich das Rad an? Im Sitzen? Im Stehen? Wo zeigen sich die Unterschiede?

Womit ich bei einem weiteren sehr wichtigen Thema angelangt bin: Die Wartungsintensität und der Wartungsaufwand. Was bietet sich für den Ganzjahreseinsatz an? Die abschließende Bewertung soll das Rad in seiner Gesamtheit beschreiben. Wofür eignet es sich: Als Fahrtechnik-Bike, als Spaßmaschine zwischendurch? Von der Garage direkt auf den Trail?

Surly Instigator
# Surly Instigator - Der Test ist auf dem Weg und demnächst hier zu lesen.
Cotic BFe
# Cotic BFe - Mehr darüber findet ihr hier in den nächsten Tagen.

Die Rahmen werden überwiegend als Komplettrad geliefert, die Ausstattung variiert dementsprechend stark. Weil ich davon ausgehe, dass viele potentielle Interessenten die Räder lieber nach ihren eigenen Wünschen aufbauen, werden im ersten Schritt das Fahrverhalten des Rahmens und erst im zweiten Schritt die Möglichkeiten des Komplettrades erörtert. Ich selbst habe starke Präferenzen bezüglich der Ausstattung (und werde darauf auch an einigen Stellen eingehen), versuche aber neben meinem subjektiven Eindruck auch eine objektive Sichtweise anzubieten.

Meine Erwartungen

Ich verspreche mir spannende Tests (einige liegen bereits hinter mir), tolle Gegenüberstellungen scheinbar gleicher Räder und mehr Erkenntnisse darüber, wie sehr die Geometrie eines Rades deren Fahrverhalten beeinflussen kann. Ich bin zudem gespannt auf die verschiedenen Antriebskomponenten und den Eindruck, den sie hinterlassen.

Was ist euch als Kunde wichtig? Ich freue mich auf euer Feedback, Nachfragen und weitere Testideen.

NS Bikes Eccentric Cromo
# NS Bikes Eccentric Cromo - mit nachgerüsteter Fox D.O.S.S. und schlamm PE Schmutzfänger

“Gibt’s da auch was Vollgefedertes von?”

Wie der geneigte Leser bemerkt haben wird, soll es hier um Hardtails gehen, aber auch dem Wunsch nach vollgefederten Rahmen in Stahl wird von einigen Herstellern nachgekommen. Wer hier nach mehr Informationen, Berichten oder Tests sucht, der schreibe seine Fragen in die Kommentare – vielleicht lässt sich etwas arrangieren.

Testerprofil

Testername: André Joffroy
Körpergröße: 173 cm
Gewicht (mit Riding-Gear): 70 kg
Schrittlänge: 82 cm
Armlänge: 58 cm
Oberkörperlänge: 54 cm
Fahrstil: gesunde Linie suchend
Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk: progressiv
Vorlieben beim Rahmen: lang und flach


Weitere Informationen

Bilder: André Joffroy, davonstart.com
Text & Redaktion: André Joffroy | MTB-News.de 2016

 

  1. benutzerbild

    ceule

    dabei seit 11/2008

    ... kommt da jetzt noch was? Oder ist das Thema sanft entschlafen worden.
  2. benutzerbild

    Xayok

    dabei seit 02/2008

    ... kommt da jetzt noch was? Oder ist das Thema sanft entschlafen worden.

    Von mir wird hier nichts mehr kommen, inwiefern die Redaktion weiter etwas zu dem Thema schreiben wird, kann ich nicht sagen.
    Ich kann dir allerdings ein paar Link Hinweise geben.

    Hiermit habe ich nichts zu tun, da geht es aber ganz explizit um Stahlbikes: https://steelisreal.bike/
    Hiermit habe ich eine Menge zu tun, es geht aber nicht nur um Stahlbikes sondern um alle Stahlrahmen: http://stahlrahmen-bikes.de/

    Inzwischen gibt es da wieder eine ganze Menge mehr an Herstellern und Rädern. Auch auf Facebook gibt es dazu entsprechende Gruppen.

    Beste Grüße
    André
  3. benutzerbild

    Burba

    dabei seit 08/2011

    http://stahlrahmen-bikes.de/
    Toll, dass es da nun doch weitergeht....smilie
  4. benutzerbild

    schmuel

    dabei seit 08/2016

    Von mir wird hier nichts mehr kommen, inwiefern die Redaktion weiter etwas zu dem Thema schreiben wird, kann ich nicht sagen.
    Ich kann dir allerdings ein paar Link Hinweise geben.

    Hiermit habe ich nichts zu tun, da geht es aber ganz explizit um Stahlbikes: https://steelisreal.bike/
    Hiermit habe ich eine Menge zu tun, es geht aber nicht nur um Stahlbikes sondern um alle Stahlrahmen: http://stahlrahmen-bikes.de/

    Inzwischen gibt es da wieder eine ganze Menge mehr an Herstellern und Rädern. Auch auf Facebook gibt es dazu entsprechende Gruppen.

    Beste Grüße
    André

    Das ist bedauerlich. Die von dir verlinkte stahlrahmen-Seite ist echt gut. smilie Und zu der "steel ist real"-Homepage gibt es auch die zugehörige Facebook-Gruppe.
  5. benutzerbild

    ceule

    dabei seit 11/2008

    Danke für die Antwort.

    Alex

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