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Willkommen in Manizales!
Willkommen in Manizales! - wir waren mit dem Cube Action Team bei der EWS in Kolumbien unterwegs und haben von Fabricio, Zakarias, Gusti, Claus, Greg und Matt (v.l.n.r.) einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen eines EWS-Teams erhalten!
Marius checkt die Teambikes
Marius checkt die Teambikes
Greg bespricht mit Marius die Einstellungen von Bremse und Fahrwerk
Greg bespricht mit Marius die Einstellungen von Bremse und Fahrwerk
Am frühen Morgen ist der qualmende Vulkan am Horizont gut zu erkennen
Am frühen Morgen ist der qualmende Vulkan am Horizont gut zu erkennen
Claus hat eine Mission
Claus hat eine Mission - er wurde am ersten Renntag 50 Jahre alt und fuhr sein erstes EWS-Rennen
Überall das selbe Bild
Überall das selbe Bild - Die Einheimischen wollen ein Foto mit einem Rennfahrer machen
Witziger Poncho mit dem Logo des Rennens
Witziger Poncho mit dem Logo des Rennens - coole Idee für einen Merchandising-Artikel
Beim Team-Meeting auf dem Dach unseres Hotels bespricht das Cube Action Team die Strategie für das anstehende Rennen.
Beim Team-Meeting auf dem Dach unseres Hotels bespricht das Cube Action Team die Strategie für das anstehende Rennen.
Greg wird massiv von Fox USA unterstützt
Greg wird massiv von Fox USA unterstützt - er bekommt vor Ort ein spezielles Setup und testet öfters auch Prototypen
Fabricio lebt in Bogota, ist Cube Genralimporteur
Fabricio lebt in Bogota, ist Cube Genralimporteur - und kümmert sich um das Team in Kolumbien
Claus erklärt die Planung und die Strategie für das Rennen
Claus erklärt die Planung und die Strategie für das Rennen
Beim Track Walk wandert das komplette Team durch den Wald
Beim Track Walk wandert das komplette Team durch den Wald
„Was ist die beste Linie?“
„Was ist die beste Linie?“ - fragt sich das Team am Ende von Stage 3
In der Pause beim Track Walk chattet Gusti mit seinen Kindern
In der Pause beim Track Walk chattet Gusti mit seinen Kindern
Für sportlich-witzige Einlagen ist der Schweizer immer zu haben
Für sportlich-witzige Einlagen ist der Schweizer immer zu haben
Kurze Informationen zur Tour
Kurze Informationen zur Tour
Dieses traditionelle Shuttle bringt uns zum Coffee-Ride
Dieses traditionelle Shuttle bringt uns zum Coffee-Ride
Matt freut sich auf die Trails durch die Kaffee- und Bananenplantagen
Matt freut sich auf die Trails durch die Kaffee- und Bananenplantagen
Gusti probiert den Mate-Tee eines Einheimischen
Gusti probiert den Mate-Tee eines Einheimischen
Die Landschaft ist atemberaubend
Die Landschaft ist atemberaubend
Mit Vollgas durch den Bananenhain
Mit Vollgas durch den Bananenhain
Zakarias cruist um die Kurve
Zakarias cruist um die Kurve - die Fahrt auf den Coffee-Trails macht sehr viel Spaß
Perfekt angelegte Kurven laden zur schnellen Fahrt ein
Perfekt angelegte Kurven laden zur schnellen Fahrt ein
Die Jungs fruen sich darauf, die einheimischen Trails zu erkunden
Die Jungs fruen sich darauf, die einheimischen Trails zu erkunden
Greg checkt die beste Linie auf Stage 1
Greg checkt die beste Linie auf Stage 1
Baumarkt in Kolumbien
Baumarkt in Kolumbien - am Streckenrand steht ein Verkäufer vor seinem kleinen Baustoffhandel
Verrückte Fans sitzen auf dem Dach eines Hauses am Streckenrand und feiern die Sportler
Verrückte Fans sitzen auf dem Dach eines Hauses am Streckenrand und feiern die Sportler
Matt haut einen raus
Matt haut einen raus - im Training zeigt er einen Wallride und bringt die Fans zum Toben
Abseits der schönen Häuser entdecken wir auch hin und wieder eine Favela
Abseits der schönen Häuser entdecken wir auch hin und wieder eine Favela
Charmant: Dieser kleine Kiosk mit Wellblech-Verkleidung.
Charmant: Dieser kleine Kiosk mit Wellblech-Verkleidung.
Im Renntempo können zwei Stufen schon einiges von Fahrer und Material abverlangen
Im Renntempo können zwei Stufen schon einiges von Fahrer und Material abverlangen
Die Startnummer gleicht einem kleinen Kunstwerk
Die Startnummer gleicht einem kleinen Kunstwerk - gezeichnete Kaffepflanzen deuten auf die Region hin
Gusti legt beim Design seiner Reifen selbst Hand an
Gusti legt beim Design seiner Reifen selbst Hand an
Dirty Dan für den Boden von Manizales
Dirty Dan für den Boden von Manizales - die kleinen Außenstollen werden kurzerhand komplett entfernt
Nach der ersten Stage am Sonntag dreht sich beinah nichts mehr
Nach der ersten Stage am Sonntag dreht sich beinah nichts mehr
Ersehntes Zeichen am Ende der Stage 2
Ersehntes Zeichen am Ende der Stage 2
Zakarias pflügt den Waldboden auf der fünften Stage um
Zakarias pflügt den Waldboden auf der fünften Stage um
Nach dem Zieleinlauf zieht Greg sich um und präsentiert uns stolz seinen Poncho
Nach dem Zieleinlauf zieht Greg sich um und präsentiert uns stolz seinen Poncho
Wenn die Jungs irgendwo auftauchen, dann werden die Handys gezückt
Wenn die Jungs irgendwo auftauchen, dann werden die Handys gezückt
Wenn Gusti nicht mehr auf dem Bike sitzt, dann wird er wohl zur berittenen Polizei wechseln
Wenn Gusti nicht mehr auf dem Bike sitzt, dann wird er wohl zur berittenen Polizei wechseln
Am Ende der vorletzten Stage haut Greg nochmal einen raus
Am Ende der vorletzten Stage haut Greg nochmal einen raus

Die Enduro World Series gilt als die Formel 1 im Enduro-Rennsport und umspannt mit ihren Rennen beinah den ganzen Globus. Nach dem mehr als staubigen Saisonauftakt in Chile haben wir das Cube Action Team in Kolumbien getroffen, um beim zweiten Rennen des Jahres einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des erfolgreichen EWS-Teams zu bekommen! 

Das Cube Action Team wurde 2011 gegründet und besteht in der Saison 2018 aus drei schnellen Fahrern. Mit Greg Callaghan (26 Jahre alt), Drittplatzierter der EWS-Gesamtwertung 2017, hat das Team einen potentiellen Podestfahrer an Bord. Gusti Wildhaber (29 Jahre alt) wurde beim ersten EWS-Rennen 2018 in Chile Vierter und hat immer einen Witz parat. Komplettiert wird das Team durch den norwegischen Neuzugang Zakarias Johansen (26 Jahre alt), der bereits einige Erfolge bei der SSES vorweisen kann. Außerdem war in Kolumbien der Neuseeländer Matt Walker, der eigentlich für das Cube Global Squad im Downhill-Weltcup mitfährt, dabei. Den technischen Support übernimmt auf dem südamerikanischen Kontinent Marius Haselbach und um die Logistik, die Peanutbutter, die Taxitransfers, verlorenes Fluggepäck, die Koordination der Physiotherapeutin, das Tourismus- und Animationsprogramm … eben um das komplette Drumherum kümmert sich wie immer Team-Manager Claus Wachsmann.

Willkommen in Manizales!
# Willkommen in Manizales! - wir waren mit dem Cube Action Team bei der EWS in Kolumbien unterwegs und haben von Fabricio, Zakarias, Gusti, Claus, Greg und Matt (v.l.n.r.) einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen eines EWS-Teams erhalten!
Marius checkt die Teambikes
# Marius checkt die Teambikes
Greg bespricht mit Marius die Einstellungen von Bremse und Fahrwerk
# Greg bespricht mit Marius die Einstellungen von Bremse und Fahrwerk
Diashow: Behind the Scenes mit dem Cube Action Team
Wenn die Jungs irgendwo auftauchen, dann werden die Handys gezückt
Matt freut sich auf die Trails durch die Kaffee- und Bananenplantagen
Charmant: Dieser kleine Kiosk mit Wellblech-Verkleidung.
Witziger Poncho mit dem Logo des Rennens
Ersehntes Zeichen am Ende der Stage 2
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„Ein Profiteam mit diesem Format zu betreuen birgt einiges an Stress, macht aber auch unglaublich viel Spaß. Wenn die Jungs raus auf die Strecke gehen, dann fiebere ich aufgeregt mit. Kommen Sie nach der letzten Stage rein, sind happy und haben eine Top-Platzierung abgeliefert, dann erfüllt mich das mit Stolz“, sagt uns Marius Haselbach, Team-Mechaniker und Zauberlehrling.

Der Flughafen von Manizales liegt auf 2.009 Metern Höhe und kann nur von speziell ausgebildeten Piloten angeflogen werden. Winde sorgen für Turbulenzen, Regenwolken nehmen die Sicht und die Landebahn ist verdammt kurz. Unser Pilot zählt zu diesen Spezialisten und landet punktgenau auf dem Asphalt. Am Gepäckband dann die Überraschung: es fehlt das komplette Gepäck von drei Teams. Bikes, Dufflebags, Rucksäcke: nichts ging vom Flug von Bogota nach Manizales mit in die Luft. Wir treffen Fabricio, den Cube-Generalimporteur von Kolumbien, der uns ohne Gepäck zum Hotel bringt.

Am frühen Morgen ist der qualmende Vulkan am Horizont gut zu erkennen
# Am frühen Morgen ist der qualmende Vulkan am Horizont gut zu erkennen
Claus hat eine Mission
# Claus hat eine Mission - er wurde am ersten Renntag 50 Jahre alt und fuhr sein erstes EWS-Rennen
Überall das selbe Bild
# Überall das selbe Bild - Die Einheimischen wollen ein Foto mit einem Rennfahrer machen
Witziger Poncho mit dem Logo des Rennens
# Witziger Poncho mit dem Logo des Rennens - coole Idee für einen Merchandising-Artikel

Die Tage vor einem EWS-Rennen laufen in der Regel sehr identisch ab. Es geht vom Flughafen zum Hotel, Marius baut die Bikes zusammen, checkt alle Details, nimmt Reparaturen vor und macht die Arbeitsgeräte startklar. Bevor man aber mit dem Bike zum Training offiziell auf die Strecke darf, vergehen mitunter 2 bis 3 Tage. Diese Zeit nutzt das Team zur Erholung, für Sightseeing und natürlich zum Track Walk. Jeden Tag kommt eine Physiotherapeutin, die jeden Teamfahrer massiert. Die Termine hierfür koordiniert Claus.

Shuttle, Muttersprache, Kontakte, Topografie: all diese Dinge sind bei Rennen, die über alle Kontinente verteilt sind, oftmals schwierig und hierbei ist Unterstützung unumgänglich. Da Claus sehr gut vernetzt und Cube weltweit vertreten ist, kann oftmals auf Händler oder die hauseigenen Importeure vor Ort zurückgegriffen werden. In Kolumbien hilft uns Fabricio und ein Fahrer aus dessen Bekanntenkreis. Wer schon einmal in einem lateinamerikanischen Land mit dem Auto unterwegs war, der weiß, dass hier der Straßenverkehr etwas zum Europäischen variiert. An jeder Ecke hupt es, Taxis nehmen die Vorfahrt, Trucks fahren in der Straßenmitte und und und. Wir sind jede Sekunde im Auto froh darüber, nicht selbst fahren zu müssen.

Beim Team-Meeting auf dem Dach unseres Hotels bespricht das Cube Action Team die Strategie für das anstehende Rennen.
# Beim Team-Meeting auf dem Dach unseres Hotels bespricht das Cube Action Team die Strategie für das anstehende Rennen.
Greg wird massiv von Fox USA unterstützt
# Greg wird massiv von Fox USA unterstützt - er bekommt vor Ort ein spezielles Setup und testet öfters auch Prototypen
Fabricio lebt in Bogota, ist Cube Genralimporteur
# Fabricio lebt in Bogota, ist Cube Genralimporteur - und kümmert sich um das Team in Kolumbien
Claus erklärt die Planung und die Strategie für das Rennen
# Claus erklärt die Planung und die Strategie für das Rennen

Der Mittwoch beginnt mit einem Team-Meeting für alle. Claus verteilt Infomaterial, bespricht die Planung für die kommenden Tage und gemeinsam wird sich über Ziele ausgetauscht. Am Nachmittag fahren wir dann zu den Stages und schauen uns diese zu Fuß an. Die Trainingszeit in der EWS ist knapp bemessen. Außerdem darf seit dieser Saison jede Stage im Training nur ein einziges Mal befahren werden. Deshalb versuchen alle Fahrer, die Stages vorab zu Fuß zu erkunden und abzulaufen – Greg, Zaki, Gusti und Claus machen das natürlich auch. Auf den ersten Blick haben die Stages, die wir heute sehen, jedoch keinerlei Schlüsselstellen.

Beim Track Walk wandert das komplette Team durch den Wald
# Beim Track Walk wandert das komplette Team durch den Wald
„Was ist die beste Linie?“
# „Was ist die beste Linie?“ - fragt sich das Team am Ende von Stage 3
In der Pause beim Track Walk chattet Gusti mit seinen Kindern
# In der Pause beim Track Walk chattet Gusti mit seinen Kindern
Für sportlich-witzige Einlagen ist der Schweizer immer zu haben
# Für sportlich-witzige Einlagen ist der Schweizer immer zu haben

„Also mal ganz ehrlich, ich habe noch nie so einfache EWS-Stages gesehen. Da kann ja mein kleiner Sohn runterfahren.“, sagt Claus, nachdem wir wieder am Taxi sind.

Nachdem unser Gepäck mit einem Tag Verspätung angekommen ist, können wir Donnerstag die sogenannten „Coffeetrails“ fahren. Mit einem uralten, bunt bemalten Bus, auf dessen Dach ca. 20 Bikes Platz haben, geht es aus Manizales hinaus in die Berge. Die steilen, flowigen Trails führen uns, wie es der Name bereits erahnen lässt, durch Kaffee- und Bananenplantagen. Überall sehen wir Bikeverrückte, die hier auf teilweise historischen Bikes die Trails hinunterbügeln. Für knapp vier Stunden sind wir Teil der kolumbianischen Bikewelt und fahren mit den Einheimischen auf den rutschigen Trails umher.

Kurze Informationen zur Tour
# Kurze Informationen zur Tour
Dieses traditionelle Shuttle bringt uns zum Coffee-Ride
# Dieses traditionelle Shuttle bringt uns zum Coffee-Ride
Matt freut sich auf die Trails durch die Kaffee- und Bananenplantagen
# Matt freut sich auf die Trails durch die Kaffee- und Bananenplantagen
Gusti probiert den Mate-Tee eines Einheimischen
# Gusti probiert den Mate-Tee eines Einheimischen
Die Landschaft ist atemberaubend
# Die Landschaft ist atemberaubend
Mit Vollgas durch den Bananenhain
# Mit Vollgas durch den Bananenhain
Zakarias cruist um die Kurve
# Zakarias cruist um die Kurve - die Fahrt auf den Coffee-Trails macht sehr viel Spaß
Perfekt angelegte Kurven laden zur schnellen Fahrt ein
# Perfekt angelegte Kurven laden zur schnellen Fahrt ein
Die Jungs fruen sich darauf, die einheimischen Trails zu erkunden
# Die Jungs fruen sich darauf, die einheimischen Trails zu erkunden

Am Abend muss Claus die Startnummern abholen und zur offiziellen Pressekonferenz nebst dem Manager-Meeting. Der Bürgermeister von Manizales, das örtliche Fernsehen, einige Topfahrer und der EWS-Organisator Chris Ball erklären Journalisten, warum der Rennzirkus hier Halt macht, worauf man sich besonders freut und wie happy man ist, hier Gast sein zu dürfen.

Am Freitag ist offizielles Training angesagt und alle dürfen auf die Strecke, um die Stages mit dem Bike zu trainieren. Wer sich jetzt vorstellt, dass hier genug Zeit ist, um diverse Schlüsselstellen endlos auschecken zu können, der irrt sich: bei der EWS ist so ziemlich alles zeitlich getaktet. Deshalb hat jeder Fahrer ein maximales Zeitfenster von 8:00 – 17:00 Uhr, um sich so viele Stages wie möglich genau anzuschauen. Außerdem darf jede Stage laut Regelwerk nur ein einziges Mal im Training befahren werden. Früh am Morgen fahren wir am Hotel los, es regnet und jeder ist neugierig auf die Stages. Claus‘ Ausspruch, dass die Stages zu leicht sind, wird dank des Regens pulverisiert. Der kolumbianische Boden verwandelt sich mit der Feuchtigkeit in einen derart zähen und rutschigen Untergrund, dass es eine Kunst ist, überhaupt geradeaus zu fahren.

Gegen 18:00 Uhr kommen wir zurück ins Hotel. Die Fahrer sind müde, die Bikes dreckig und Marius kümmert sich ab jetzt um die Technik. Er serviced jedes Teamrad und bespricht mit den Fahrern Reifenwahl und Setup. Im Bedarfsfall wechselt er noch die Bremsbeläge oder auch mal die Kette.

Greg checkt die beste Linie auf Stage 1
# Greg checkt die beste Linie auf Stage 1
Baumarkt in Kolumbien
# Baumarkt in Kolumbien - am Streckenrand steht ein Verkäufer vor seinem kleinen Baustoffhandel
Verrückte Fans sitzen auf dem Dach eines Hauses am Streckenrand und feiern die Sportler
# Verrückte Fans sitzen auf dem Dach eines Hauses am Streckenrand und feiern die Sportler
Matt haut einen raus
# Matt haut einen raus - im Training zeigt er einen Wallride und bringt die Fans zum Toben
Abseits der schönen Häuser entdecken wir auch hin und wieder eine Favela
# Abseits der schönen Häuser entdecken wir auch hin und wieder eine Favela
Charmant: Dieser kleine Kiosk mit Wellblech-Verkleidung.
# Charmant: Dieser kleine Kiosk mit Wellblech-Verkleidung.
Im Renntempo können zwei Stufen schon einiges von Fahrer und Material abverlangen
# Im Renntempo können zwei Stufen schon einiges von Fahrer und Material abverlangen

Der Renntag beginnt mit fixen Zeiten. Alle Teilnehmer bekommen Informationen, wann sie bei welcher Stage am Start stehen müssen. Da in Manizales ein City-Downhill die erste Stage darstellt, muss der gesamte Tross vom Zielbereich nach oben zum Startpunkt gebracht werden. Dies geschieht in dieser Stadt mit einer Gondel. Jeder muss einen Trainingsrun absolvieren und kann danach im Beastmode im Rennlauf alles geben. Zwischendurch haben die Fahrer genug Zeit, um irgendwo einen Happen zu essen und sich einzelne Schlüsselstellen noch einmal genau anzusehen. City-Downhillrennen lieben die Menschen in Südamerika und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass unzählig viele Zuschauer die Strecke säumen. Juan Pablo Raba, einer der Hauptdarsteller aus der Netflix-Serie „Narcos“, startet in Manizales – das ist ungefähr so, als würde Brad Pitt an einem Marathon durch Hollywood teilnehmen. Die Massen toben! Fans sitzen auf den Dächern, schauen aus den Fenstern oder ergattern Selfies von sich und einem vorbeirasenden Athleten. Gusti, Zakarias, Greg und Matt kommen gut über den Asphalt, die Treppen und die Bordsteinkanten hinunter ins Ziel. Die erste City-Stage in der Geschichte der Enduro World Series gewinnt bei den Frauen Anneke Beerten und bei den Männern der Lokalmatador Marcelo Gutierrez.

Die Startnummer gleicht einem kleinen Kunstwerk
# Die Startnummer gleicht einem kleinen Kunstwerk - gezeichnete Kaffepflanzen deuten auf die Region hin
Gusti legt beim Design seiner Reifen selbst Hand an
# Gusti legt beim Design seiner Reifen selbst Hand an
Dirty Dan für den Boden von Manizales
# Dirty Dan für den Boden von Manizales - die kleinen Außenstollen werden kurzerhand komplett entfernt
Nach der ersten Stage am Sonntag dreht sich beinah nichts mehr
# Nach der ersten Stage am Sonntag dreht sich beinah nichts mehr
Ersehntes Zeichen am Ende der Stage 2
# Ersehntes Zeichen am Ende der Stage 2
Zakarias pflügt den Waldboden auf der fünften Stage um
# Zakarias pflügt den Waldboden auf der fünften Stage um

Sonntag, Raceday! Heute warten 7 Stages auf die Teilnehmer. Stage 6 musste leider gestrichen werden, da die Regenfälle den Trail über Nacht in einen Bach verwandelt haben. Beim Frühstück sagt Gusti:

„Das wird heute eine Schlacht. Da musst du viel springen und es könnte extrem auf die Physis gehen.“

Die Fahrer lassen sich vor dem Rennen von Marius vorne noch einen Dirty Dan von Schwalbe montieren, den jeder nach seinen Vorlieben vor Ort cuttet. Gusti schrägt die Mittelstollen von vorne etwas an, während Greg und Zakarias nur jeweils ca. 2 Millimeter vom Profil abschneiden. Die kleinen Außenstollen schneidet jeder ab. Dann geht es auf die schlammig-rutschigen Stages. Im Verlauf des Rennens stellt Matt einen neuen internen Sturz-Rekord auf: er nimmt 11 unfreiwillige Bodenproben. Zakarias joggt zu Stage 5, denn er hat Kette und Schaltwerk abgerissen. Bis zum Mittag wird das Team noch zwei weitere Schaltwerke abreißen. Marius muss die Defekte in der Pit Area wieder richten. Am Ende des Tages holt Greg den 5. Platz, Zakarias wird 23ter und Gusti landet auf Platz 28. Somit sind alle drei Fahrer vom Cube Action Team in der Gesamtwertung in den Top 15!

Nach dem Zieleinlauf zieht Greg sich um und präsentiert uns stolz seinen Poncho
# Nach dem Zieleinlauf zieht Greg sich um und präsentiert uns stolz seinen Poncho
Wenn die Jungs irgendwo auftauchen, dann werden die Handys gezückt
# Wenn die Jungs irgendwo auftauchen, dann werden die Handys gezückt
Wenn Gusti nicht mehr auf dem Bike sitzt, dann wird er wohl zur berittenen Polizei wechseln
# Wenn Gusti nicht mehr auf dem Bike sitzt, dann wird er wohl zur berittenen Polizei wechseln
Am Ende der vorletzten Stage haut Greg nochmal einen raus
# Am Ende der vorletzten Stage haut Greg nochmal einen raus

Nach dem Rennen erklärt uns Claus, wie hoch der Aufwand ist und was alles dazu gehört, ein Team auf einem derart hohen Level am Laufen zu halten. Im Jahr stehen etwa 20 gemeinsame Trips an – 8 x EWS / 4 europäische Rennen / 4 andere Rennen / 2 Trainingslager / 1-2 Besuche im Head Quarter …  ein Rennen in Übersee verschlingt dabei schnell mal eine fünfstellige Summe.

Später am Abend gehen die Jungs noch auf die Riders Party und feiern ausgelassen. Als Zakarias seinen berühmten Rückwärtssalto vorführen möchte, stürzt er und muss direkt zum Check Up ins Krankenhaus. Zum Glück bleibt der kleine Unfall ohne größere Folgen.

Am Tag nach dem Rennen, wenn alle Bikes verpackt sind, kommen noch ein paar Journalisten, um kleinere Interviews zu führen. Am Nachmittag geht es dann zum Flughafen von Manizales. Dort erleben wir, welchen Einfluss der Regen auf den Flugverkehr haben kann, denn unser Flug nach Bogota wurde gecancelt. Nach einigem Hin und Her steigen wir in einen vollkommen überfüllten Bus und fahren nach Pereira, einem größeren Flughafen. Dort, so sagt man uns, gehen die Flieger noch raus. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das Personal am Check-In ein wenig überfordert ist, wenn plötzlich dutzende Rennfahrer mit Bike-Koffern vor ihnen stehen und unbedingt in den nächsten Flieger müssen. Mit zwei Stunden Verspätung kommen wir zum Terminal und fliegen nach Bogota. Dort angekommen hetzen wir zum Lufthansa-Schalter und erfahren, dass wir nicht mehr einchecken können. Zähneknirschend müssen wir hinnehmen, dass der nächste Flug erst 24 Stunden später geht. Wir verbringen also eine weitere Nacht in Kolumbien und treffen am nächsten Tag diverse andere gestrandete EWS-Teilnehmer am Flughafen. Man verabschiedet sich mit den Worten „see you in France“ und geht dann zum Flugzeug, das uns von diesem abenteuerlichen Trip zurück nach Hause fliegt.

Mehr Artikel zur Enduro World Series 2018 findest du hier:

  1. benutzerbild

    NoriDori

    dabei seit 12/2013

    Schöner Artikel und klasse Bilder. Aber die Rote Karo Lackierung der Cubes sind grotte hässlich. Furchtbar!!!
  2. benutzerbild

    schuetzendorf

    dabei seit 08/2012

    Schöner Artikel und klasse Bilder. Aber die Rote Karo Lackierung der Cubes sind grotte hässlich. Furchtbar!!!
    Dann hast Du aber noch nicht die serienmäßige Lackierung gesehen!
  3. benutzerbild

    MountainMichl

    dabei seit 07/2005

    Wie / was / serienmässig?
    Hab ich was verpasst?
    Wann kommt denn jetzt endlich das neue 29er-Enduro raus??? Muss das erst auf allen Strecken der Welt getestet werden?
    Man möge uns mit den bunt-gescheckerten verschonen... In Grautönen ist es ja ganz hübsch.
  4. benutzerbild

    RobG301

    dabei seit 08/2012

    Klasse Artikel!

    Gerne mehr davon!
  5. benutzerbild

    RobG301

    dabei seit 08/2012

    Wie / was / serienmässig?
    Hab ich was verpasst?
    Wann kommt denn jetzt endlich das neue 29er-Enduro raus??? Muss das erst auf allen Strecken der Welt getestet werden?
    Man möge uns mit den bunt-gescheckerten verschonen... In Grautönen ist es ja ganz hübsch.

    29er Enduro wird vermutlich Ende des Monats in Riva gezeigt!

    Farblich wird man sich sicherlich am 140 27.5 orientieren und höchstens die Team-Version so oder ähnlich aussehen lassen!

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