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Das Funn Ripper-Pedal ist ohne Frage das massivste Modell in unserem Testfeld
Das Funn Ripper-Pedal ist ohne Frage das massivste Modell in unserem Testfeld - es ist in insgesamt sechs Eloxal-Farben erhältlich und kostet 138,99 €.
In der Mitte des Pedals sitzt ein SPD-kompatibler Klickmechanismus
In der Mitte des Pedals sitzt ein SPD-kompatibler Klickmechanismus - dieser ist zudem drehbar gelagert und wird über Federn in einer leicht geneigten Lage gehalten. Dadurch soll man den Mechanismus beim Einklicken besonders sicher treffen können.
Der Aluminium-Körper fällt extrem wuchtig aus …
Der Aluminium-Körper fällt extrem wuchtig aus …
… die Funn Ripper-Pedale sind allerdings auch im DH-Segment zuhause.
… die Funn Ripper-Pedale sind allerdings auch im DH-Segment zuhause.
Die insgesamt vier Pins werden über ein mitgeliefertes Werkzeug verschraubt
Die insgesamt vier Pins werden über ein mitgeliefertes Werkzeug verschraubt - eine Höhen-Justage ist leider nicht vorgesehen.
Das Innenleben des Pedals ist etwas komplexer …
Das Innenleben des Pedals ist etwas komplexer …
… dafür bietet Funn eine sehr detaillierte Service-Anleitung an.
… dafür bietet Funn eine sehr detaillierte Service-Anleitung an.
Im Lieferumfang sind das Pedal, die einzelnen Pins samt Werkzeug sowie die Cleats samt Schrauben enthalten.
Im Lieferumfang sind das Pedal, die einzelnen Pins samt Werkzeug sowie die Cleats samt Schrauben enthalten.
An einem Enduro-Bike wirkt das giftgrüne Pedal ungewohnt wuchtig.
An einem Enduro-Bike wirkt das giftgrüne Pedal ungewohnt wuchtig. - Das schlägt sich auch im Gewicht deutlich wieder.
Dank der breiten Plattform steht man einmal eingeklickt sehr sicher
Dank der breiten Plattform steht man einmal eingeklickt sehr sicher - allerdings sind wir ab und zu beim Ausklicken hängen geblieben, was durchaus zu haarigen Situationen geführt hat.
Die Funn Ripper-Pedale wirken beinahe unzerstörbar, benötigen allerdings etwas Eingewöhnungszeit
Die Funn Ripper-Pedale wirken beinahe unzerstörbar, benötigen allerdings etwas Eingewöhnungszeit - der Klickmechanismus ist etwas undefinierter als normale SPD-Systeme. Mit Shimano-Cleats kamen wir allerdings deutlich besser zurecht.

Funn Ripper im Test: Funn ist bereits seit über 20 Jahren im Gravity-Bereich tätig. Nach dem riesigen Klickpedal Mamba folgte das etwas kleinere Ripper. Dieses richtet sich an Downhill- und Enduro-Fahrer und bietet neben vielen Farben und einer aggressiven Optik einen immer noch ordentlich großen Käfig sowie ein modifiziertes SPD-Klicksystem. Wir haben die Funn Ripper-Pedale getestet.

Funn Ripper – Infos und Preise

Im Vergleich zum Vorgänger Mamba, bei dem es sich im Prinzip um ein Flatpedal handelte, dem ein Klickmechanismus aus dem Bauch gewachsen ist, wirkt das Funn Ripper-Pedal einigermaßen schlank. Mit einem Gewicht von 570 g und einer 93 mm breiten Plattform ist es jedoch eine Ecke massiver als die meisten reinen Enduro-Pedale – kann dafür aber ohne Sorgen ans Downhill-Bike geschraubt werden. In der Mitte sitzt ein SPD-kompatibler Klickmechanismus, der allerdings drehbar im Pedalkörper gelagert ist, was den Einklick-Vorgang leichter gestalten soll. Vier nicht in der Höhe verstellbare Pins pro Seite sollen im unausgeklickten Zustand für Flatpedal-Feeling sorgen. Das Funn Ripper ist wahlweise in Rot, Orange, Blau, Grün, Schwarz oder Grau erhältlich und kostet 138,99 € (UVP).

Dieser Artikel ist Teil unseres großen Klickpedal-Vergleichstest. In den nächsten zwei Tagen werden wir alle 8 Einzeltests veröffentlichen und am Ende miteinander vergleichen. Wer unser Testsieger ist, erfahrt ihr in Kürze.

  • Klickmechanismus SPD-kompatibel
  • Material Körper – 6061 T6 Aluminium | Welle – Stahl
  • Pins 4 pro Seite
  • Q-Faktor ca. 56 mm (gemessen)
  • Gewicht 570 g
  • Höhe x Breite x Länge 21 mm x 93 mm x 100 mm
  • www.funnmtb.com

Preis: 138,99 € (UVP) | Bikemarkt: Funn Ripper kaufen

Das Funn Ripper-Pedal ist ohne Frage das massivste Modell in unserem Testfeld
# Das Funn Ripper-Pedal ist ohne Frage das massivste Modell in unserem Testfeld - es ist in insgesamt sechs Eloxal-Farben erhältlich und kostet 138,99 €.
Diashow: Funn Ripper-Pedale im Test - Viel Plattform hilft viel?
Die Funn Ripper-Pedale wirken beinahe unzerstörbar, benötigen allerdings etwas Eingewöhnungszeit
Im Lieferumfang sind das Pedal, die einzelnen Pins samt Werkzeug sowie die Cleats samt Schrauben enthalten.
Die insgesamt vier Pins werden über ein mitgeliefertes Werkzeug verschraubt
Dank der breiten Plattform steht man einmal eingeklickt sehr sicher
An einem Enduro-Bike wirkt das giftgrüne Pedal ungewohnt wuchtig.
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Im Detail

Auf den ersten Blick könnte man die Funn Ripper für Flatpedale halten, so wuchtig fallen Käfig und Pins aus. Erst beim genaueren Hinsehen fällt der schwarze SPD-Klickmechanismus ins Auge. Dieser sitzt im Gegensatz zu den meisten anderen Klickpedalen jedoch nicht parallel zum Käfig auf der Achse, sondern ist um einige Grad angewinkelt, sodass der vordere Bügel über den Pedalkörper hinaus steht. Dabei ist er allerdings drehbar gelagert und wird über eine gut versteckte Feder in dieser Position gehalten. Steht man mit dem Fuß auf dem Pedal, richtet sich der Mechanismus parallel zur Käfig-Fläche aus. Durch den angewinkelten Mechanismus soll man Funn zufolge in hektischen Situationen leichter und vorhersehbarer einklicken können. Die große Plattform hingegen soll dem Fuß auch im eingeklickten Zustand viel Gegenhalt und einen stabilen Stand bieten. Außerdem lässt sich die Spannung des Klickmechanismus mithilfe eines 3 mm-Inbusschlüssels in dezidierten Schritten einstellen.

In der Mitte des Pedals sitzt ein SPD-kompatibler Klickmechanismus
# In der Mitte des Pedals sitzt ein SPD-kompatibler Klickmechanismus - dieser ist zudem drehbar gelagert und wird über Federn in einer leicht geneigten Lage gehalten. Dadurch soll man den Mechanismus beim Einklicken besonders sicher treffen können.
Der Aluminium-Körper fällt extrem wuchtig aus …
# Der Aluminium-Körper fällt extrem wuchtig aus …
… die Funn Ripper-Pedale sind allerdings auch im DH-Segment zuhause.
# … die Funn Ripper-Pedale sind allerdings auch im DH-Segment zuhause.

Die vier großen Pins pro Seite können mit einem mitgelieferten Werkzeug oder einer 4 mm Sechskant-Nuss abgeschraubt, aber nicht in ihrer Höhe justiert werden. Im Inneren setzen die Pedale auf ein Kugellager an der kurbelnahen Seite sowie eine spezielle Gleitbuchse auf der Außenseite, auf der auch der drehbare SPD-Mechanismus gelagert ist. Funn bietet außerdem ein umfassendes Service-Kit an, das alle nötigen Spezial-Werkzeuge beinhaltet, sowie eine sehr detaillierte und leicht verständliche Anleitung, die ihr hier findet. Im Prinzip lässt sich der komplette Service mit handelsüblichen Werkzeugen durchführen – lediglich das benötigte Shimano TL-PD40-Werkzeug dürfte nicht in jedem Haushalt vorhanden sein. Im Neuzustand drehen sich die Pedale etwas schwergängig, aber sehr gleichmäßig und sanft ohne jedes Losbrechmoment. Insgesamt wirkt die Verarbeitung recht hochwertig und spricht für eine solide Lebenszeit.

Die insgesamt vier Pins werden über ein mitgeliefertes Werkzeug verschraubt
# Die insgesamt vier Pins werden über ein mitgeliefertes Werkzeug verschraubt - eine Höhen-Justage ist leider nicht vorgesehen.
Das Innenleben des Pedals ist etwas komplexer …
# Das Innenleben des Pedals ist etwas komplexer …
… dafür bietet Funn eine sehr detaillierte Service-Anleitung an.
# … dafür bietet Funn eine sehr detaillierte Service-Anleitung an.

Auf dem Trail

Bei der Montage der Funn Ripper-Klickpedale muss man nichts Spezielles beachten. Wie bei den meisten Modellen ist das Pedal für die Nicht-Antriebsseite mit einer zusätzlichen Rille auf der Achse gekennzeichnet. Die Montage erfolgt über einen 8 mm-Inbusschlüssel. Auch wenn es sich um einen SPD-kompatiblen Klickmechanismus handelt, liefert Funn eigene Cleats mit, die sich optisch leicht von Shimano-Modellen unterscheiden. Vor der ersten Testfahrt heißt es, die Härte des Klickmechanismus einzustellen. Durch das recht lange Gewinde der dazu nötigen Schraube ist nicht nur der Einstellbereich sehr breit – es gibt auch keinen echten Endanschlag. Das macht es etwas schwer, alle vier Federn identisch einzustellen. Außerdem hatten wir schon beim Proberollen auf der Straße so unsere Probleme, sicher aus dem Mechanismus rein- und rauszukommen, sodass wir eine sehr lockere Einstellung wählten.

Im Lieferumfang sind das Pedal, die einzelnen Pins samt Werkzeug sowie die Cleats samt Schrauben enthalten.
# Im Lieferumfang sind das Pedal, die einzelnen Pins samt Werkzeug sowie die Cleats samt Schrauben enthalten.
An einem Enduro-Bike wirkt das giftgrüne Pedal ungewohnt wuchtig.
# An einem Enduro-Bike wirkt das giftgrüne Pedal ungewohnt wuchtig. - Das schlägt sich auch im Gewicht deutlich wieder.
Dank der breiten Plattform steht man einmal eingeklickt sehr sicher
# Dank der breiten Plattform steht man einmal eingeklickt sehr sicher - allerdings sind wir ab und zu beim Ausklicken hängen geblieben, was durchaus zu haarigen Situationen geführt hat.

Auf dem Trail sollte sich das recht schnell rächen: Beide Testfahrer hatten immer noch erhebliche Probleme, bei plötzlichen Wegrutschern sicher auszuklicken – dafür flog bei Gaps oder Bunny Hops ab und an komplett unerwartet ein Fuß vom Pedal, was sich durchaus gefährlich anfühlte. Als Schuldige waren schnell die massiven Pins ausgemacht, die sich unerwünscht stark in die Schuhsohle gruben und den Fuß so zu sehr festhielten. Ohne Pins war die Lage tatsächlich deutlich besser – vor allem das Einklicken klappte nun viel zuverlässiger. Wir hatten allerdings immer noch das Problem, dass der Fuß beim Ausklicken manchmal komplett fest hing, was teils zu grotesken, aber zum Glück glimpflichen Umkippern im Stand führte. Und das, obwohl die Federspannung immer noch etwas zu niedrig und ungewollte Ausklicker nicht ganz eliminiert waren. Deutliche Besserung brachten letztendlich Shimano-Cleats. Damit konnten wir die Spannung des Klickmechanismus endlich spürbar erhöhen, rutschten nicht mehr versehentlich aus dem Pedal und bekamen den Fuß in den meisten brenzligen Situationen zügig frei.

Insgesamt fühlen sich die Funn Ripper-Pedale auch mit anderen Cleats gerade für ein SPD-System ungewöhnlich undefiniert an. Dadurch benötigte es länger als sonst, bis wir uns komplett an die Klickpedale gewöhnt hatten. Der große Käfig bietet im eingeklickten Zustand zwar seitlichen Halt, geht jedoch ins Gewicht und hilft durch den dickeren Klickmechanismus nicht wirklich, wenn man uneingeklickt fährt.

Das ist uns aufgefallen

  • angewinkelter Klickmechanismus Der mit Federn gelagerte SPD-Klickmechanismus soll das Ein- und Ausklicken erleichtern. Unserer Meinung nach verhalten sich die Funn Ripper-Pedale jedoch recht undefiniert. Einen klaren Vorteil durch das System konnten wir im Praxis-Test nicht erkennen.
  • großer Käfig Der große Käfig bietet viel seitlichen Halt, geht allerdings auch ordentlich ins Gewicht. Ist man nicht eingeklickt, steht der SPD-Mechanismus in der Mitte viel zu weit raus, um sicher auf dem Pedal stehen zu können. Das machen die Crankbrothers Mallet E-Pedale deutlich besser.
  • Pins Wir sind die Funn Ripper-Pedale mit verschiedenen Schuhen gefahren, hatten aber selbst bei Modellen mit nicht sehr tief versenktem Cleats das Problem, dass die großen Pins sich zu sehr im Schuh verhakt haben. Madenschrauben, die man in der Höhe justieren kann, würden hier sicherlich helfen.
  • Haltbarkeit Die Funn Ripper-Pedale wirken sehr stabil sowie gut verarbeitet und haben während unseres Testzeitraums keinerlei Probleme gemacht.

Fazit – Funn Ripper

Die Funn Ripper-Pedale sind die mit Abstand wuchtigsten Klickpedale in unserem Test. Nach einer ungewöhnlich langen Eingewöhnungszeit boten die Pedale einen ziemlich sicheren Stand. Dafür fällt der Klickmechanismus eher undefiniert aus – und auch die Pins waren uns leider einfach zu hoch und aggressiv.

Pro
  • gute Verarbeitung
  • große Farbauswahl
  • stabiler Käfig
Contra
  • Pins sind nicht in der Höhe justierbar
  • etwas undefinierter Klickmechanismus
  • Funn-Cleats verhaken beim Ausklicken
Die Funn Ripper-Pedale wirken beinahe unzerstörbar, benötigen allerdings etwas Eingewöhnungszeit
# Die Funn Ripper-Pedale wirken beinahe unzerstörbar, benötigen allerdings etwas Eingewöhnungszeit - der Klickmechanismus ist etwas undefinierter als normale SPD-Systeme. Mit Shimano-Cleats kamen wir allerdings deutlich besser zurecht.

Was sagt ihr zu den riesigen Funn-Pedalen – braucht es so viel Plattform beim Klickpedal?


Testablauf

Wir sind die Funn Ripper-Pedale im Laufe einer Saison gefahren. Sie kamen sowohl bei täglichen Enduro-Runden auf unseren Hometrails als auch bei Test-Camps und Events zum Einsatz.

Hier haben wir die Funn Ripper-Pedale getestet

  • Thüringer Wald: Naturbelassene, äußerst technische Wurzel-Trails, die einen oft zu unfreiwilligen Ausklick-Manövern zwingen.
  • Taunus, Hessen: Wenig ausgebaute Enduro-Trails mit tiefem, weichen Boden und technischen sowie schnellen Segmenten.
  • Ainsa, Spanien: Wanderwege in den Pyrenäen mit Highspeed-Passagen und felsigen Segmenten.
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach
Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Preisvergleich


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