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Die Räder stehen bereit und umgezogen werden muss für die kommende Nacht auch nicht. Es kann losgehen!
Die Räder stehen bereit und umgezogen werden muss für die kommende Nacht auch nicht. Es kann losgehen! - Foto: Sven Martin
Das sieht auch heute ganz schön fies aus.
Das sieht auch heute ganz schön fies aus. - Foto: Max Schumann
Wahnsinns-Aussichten am frühen Morgen: Es ist gerade einmal 7:22 Uhr auf diesem Foto
Wahnsinns-Aussichten am frühen Morgen: Es ist gerade einmal 7:22 Uhr auf diesem Foto
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nehmen - Foto: Sven Martin
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Riesige Weltkriegsruinen auf dem Weg zur Spitze
Riesige Weltkriegsruinen auf dem Weg zur Spitze - Foto: Sven Martin
Kurven auf dem Bergkamm. Doch auch hier gilt: Bitte nicht vom handtuchbreiten Trail abweichen!
Kurven auf dem Bergkamm. Doch auch hier gilt: Bitte nicht vom handtuchbreiten Trail abweichen! - Foto: Sven Martin
Hier wird der werte Herr Martin einiges aufzuholen haben – die Fahrer haben ein gutes Stück Vorsprung vor den Fotografen
Hier wird der werte Herr Martin einiges aufzuholen haben – die Fahrer haben ein gutes Stück Vorsprung vor den Fotografen - Foto: Sven Martin
Transprovence19 SM Day5 j6a5768
Transprovence19 SM Day5 j6a5768 - Foto: Sven Martin
TP19 DP Day5-07378
TP19 DP Day5-07378
Max Schumann im Kampfflugzeug-Tiefflugmodus!
Max Schumann im Kampfflugzeug-Tiefflugmodus! - Foto: Sam Needham
Gregor ist noch nicht richtig wach und fährt zunächst ohne Goggle.
Gregor ist noch nicht richtig wach und fährt zunächst ohne Goggle. - Foto: Sven Martin
Wolfgang trägt zwar den Schutz vor den Augen, aber …
Wolfgang trägt zwar den Schutz vor den Augen, aber … - Foto: Sven Martin
… muss kurze Zeit später schieben. Defekt oder technische Trailschwierigkeit? Dies können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klären.
… muss kurze Zeit später schieben. Defekt oder technische Trailschwierigkeit? Dies können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klären. - Foto: Sven Martin
Im Gänsemarsch geht es bergan
Im Gänsemarsch geht es bergan - Foto: Sven Martin
Unser rasender Reporter im Dschungel Frankreichs
Unser rasender Reporter im Dschungel Frankreichs - Foto: Max Schumann
Lauschiger Wald, hackende Fahrer. Stage 18 startet grandios!
Lauschiger Wald, hackende Fahrer. Stage 18 startet grandios! - Foto: Sam Needham
TP19 DP Day5-07587
TP19 DP Day5-07587
TP19 DP Day5-07604
TP19 DP Day5-07604
Dann wandelt sich der Trail. Tripod for the win: Gregor staubt durch die Kurve, das Dörfchen im Blick
Dann wandelt sich der Trail. Tripod for the win: Gregor staubt durch die Kurve, das Dörfchen im Blick - Foto: Max Schumann
Schiefergestein und ganz scharfe Switchbacks. Schön für die Optik, anstrengend für die Fahrer.
Schiefergestein und ganz scharfe Switchbacks. Schön für die Optik, anstrengend für die Fahrer. - Foto: Sam Needham
Auch bei diesem Fahrer ist der Tripod die erste Kurventechniks-Wahl
Auch bei diesem Fahrer ist der Tripod die erste Kurventechniks-Wahl
TP19 DP Day5-07695
TP19 DP Day5-07695
TP19 DP Day5-07697
TP19 DP Day5-07697
Ungewöhnlicher Ort: Ein Kampfjet, schwebend, irgendwo im französischen Forst.
Ungewöhnlicher Ort: Ein Kampfjet, schwebend, irgendwo im französischen Forst. - Foto: Max Schumann
Was wäre ein TP-Tag ohne diese Ausblicke?
Was wäre ein TP-Tag ohne diese Ausblicke?
Achso, klar. Die Trails sind noch nicht hart genug, da lässt sich ein Manual natürlich easy einbauen!
Achso, klar. Die Trails sind noch nicht hart genug, da lässt sich ein Manual natürlich easy einbauen! - Foto: Sven Martin
Knorriges Gestein, das ganz und gar nicht flowig ist – für Gregors lädierten Arm heute gar keine gute Idee.
Knorriges Gestein, das ganz und gar nicht flowig ist – für Gregors lädierten Arm heute gar keine gute Idee. - Foto: Sven Martin
Auch Wolfgang sieht aus, als wäre er gerade lieber auf einem Boden mit geringerer Korngröße unterwegs!
Auch Wolfgang sieht aus, als wäre er gerade lieber auf einem Boden mit geringerer Korngröße unterwegs! - Foto: Sven Martin
Finish kurz vor einem Tunnel.
Finish kurz vor einem Tunnel. - Foto: Sven Martin
Das sind die Besonderheiten dieses Rennens: Der Einbau von Trails, die durch ungewöhnliche Bauten gehen. Und gleichzeitig jeden Fotografen glücklich machen
Das sind die Besonderheiten dieses Rennens: Der Einbau von Trails, die durch ungewöhnliche Bauten gehen. Und gleichzeitig jeden Fotografen glücklich machen - Foto: Sven Martin
Hinunterschauen gerne, aber bitte auf dem Trail bleiben – sonst endet das sehr schmerzhaft. Mr. Ice Cold und Mr. Sinn auf dem Transfer durch diese wunderschöne Schlucht
Hinunterschauen gerne, aber bitte auf dem Trail bleiben – sonst endet das sehr schmerzhaft. Mr. Ice Cold und Mr. Sinn auf dem Transfer durch diese wunderschöne Schlucht - Foto: Sven Martin
nehmen
nehmen - Foto: Max Schumann
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nehmen - Foto: Max Schumann
The Fast and the Furious 4: Trans Provence Drift
The Fast and the Furious 4: Trans Provence Drift - Foto: Sven Martin
Max Schumann in einer Kurve, die man wirklich nicht mit Maximalspeed befahren sollte
Max Schumann in einer Kurve, die man wirklich nicht mit Maximalspeed befahren sollte - Foto: Sven Martin
Gute Laune beim Anschauen der Ergebnisse
Gute Laune beim Anschauen der Ergebnisse
Spielerei on top
Spielerei on top - Foto: Max Schumann
Tanja Naber und viel, viel Staub
Tanja Naber und viel, viel Staub - Foto: Max Schumann
Energie tanken: Max Schumann deckt sich in diesem pittoresken Laden mit Früchten ein
Energie tanken: Max Schumann deckt sich in diesem pittoresken Laden mit Früchten ein - Foto: Max Schumann
Wolfgang, pass auf!
Wolfgang, pass auf! - Foto: Max Schumann
Doppelter Tiefflug. Wer am Ende schneller war, ist nicht überliefertt
Doppelter Tiefflug. Wer am Ende schneller war, ist nicht überliefertt - Foto: Sven Martin
Korngröße: Massiv! Die meisten Befahrer und Befahrerinnen dieser Steinplatten werden sehr froh gewesen sein, dass es heute nicht geregnet hat
Korngröße: Massiv! Die meisten Befahrer und Befahrerinnen dieser Steinplatten werden sehr froh gewesen sein, dass es heute nicht geregnet hat - Foto: Sam Needham
Hier bekommt der Satz "Das Schnitzel ist hart wie eine Schuhsohle" eine ganz neue Bedeutung.
Hier bekommt der Satz "Das Schnitzel ist hart wie eine Schuhsohle" eine ganz neue Bedeutung. - Foto: Sam Needham
Katy Winton mit Blattgeweih im Helm. So ist sie für die Fotografen schwerer zu sehen – geschickt!
Katy Winton mit Blattgeweih im Helm. So ist sie für die Fotografen schwerer zu sehen – geschickt! - Foto: Sam Needham
Trotz Blessuren natürlich wie immer entspannt drauf: Steve Peat!
Trotz Blessuren natürlich wie immer entspannt drauf: Steve Peat!
Ob es an diesen Wahnsinns-Trails liegt, die trotz aller Strapazen doch gar nicht so schlecht zu sein scheinen?
Ob es an diesen Wahnsinns-Trails liegt, die trotz aller Strapazen doch gar nicht so schlecht zu sein scheinen?
- Foto: Sam Needham
Bierchen und Abendessen
Bierchen und Abendessen
DUCKEN wurde auch heute groß geschrieben. Sonst geht's ganz schnell abwärts...
DUCKEN wurde auch heute groß geschrieben. Sonst geht's ganz schnell abwärts... - Foto: Sven Martin
Trotz all der Schmerzen scheint die Stimmung immer noch ganz schön gut zu sein!
Trotz all der Schmerzen scheint die Stimmung immer noch ganz schön gut zu sein! - Foto: Sam Needham
SN TransProvence2019  56
SN TransProvence2019 56 - Foto: Sam Needham
Wenn ein Motto auf die Trans-Provence passt – dann dieses!
Wenn ein Motto auf die Trans-Provence passt – dann dieses! - Foto: Sven Martin

Am vorletzten Tag der Trans Provence 2019 stand nicht nur ein ordentlich früher Start an, es gab auch weitere vier extrem lange und anspruchsvolle Stages zu bewältigen. Obwohl die Transfers diesmal fast durchgehend fahrbar waren, sollte der Tag mit 54 km und 1450 hm ordentlich lang werden.

Die Räder stehen bereit und umgezogen werden muss für die kommende Nacht auch nicht. Es kann losgehen!
# Die Räder stehen bereit und umgezogen werden muss für die kommende Nacht auch nicht. Es kann losgehen! - Foto: Sven Martin
Diashow: Gregor in Gefahr bei der Trans-Provence – Tag 5 - Haarnadelkurven im Heuhaufen
Tanja Naber und viel, viel Staub
nehmen
SN TransProvence2019  56
Gute Laune beim Anschauen der Ergebnisse
Was wäre ein TP-Tag ohne diese Ausblicke?
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Am Abend kam die Ankündigung des Grauens: Da am fünften Morgen eine 1,5 stündige Shuttle-Fahrt, die uns hoch auf einen Pass und sogar knapp über die französisch-italienische Grenze bringen sollte, anstand, mussten wir diesmal etwas früher aus dem  Bett. Um 6:20 Uhr sollten die Shuttles beladen werden, das Frühstück stand ab 5:30 Uhr bereit … Horror! Ich beschloss direkt meinen Wecker wie die anderen coolen Kids auf 5:45 Uhr zu stellen und das Zeitlimit beim Frühstück auszureizen, was auch ganz easy klappte. Da wir die nächste Nacht im selben Camp verbringen sollten und nichts packen mussten, war ich am Morgen schnell einsatzbereit und saß nach einem kurzen Frühstück wieder dösend im Shuttlebus.

Das sieht auch heute ganz schön fies aus.
# Das sieht auch heute ganz schön fies aus. - Foto: Max Schumann
Wahnsinns-Aussichten am frühen Morgen: Es ist gerade einmal 7:22 Uhr auf diesem Foto
# Wahnsinns-Aussichten am frühen Morgen: Es ist gerade einmal 7:22 Uhr auf diesem Foto
nehmen
# nehmen - Foto: Sven Martin
nehmen
# nehmen

Stage 17

Oben angekommen und ausgestiegen hieß es erstmal die Weltkriegs-Ruinen bewundern und etwas sonnen, da wir dem Zeitnahme- und Media-Team, das mit uns gestartet war, etwas Zeit lassen mussten. Gähnend und noch gar nicht wach folgte dann ein längerer, aber nicht allzu schwerer Transfer über einen hochgelegenen, alpinen Pfad, auf dem ich mit meinem müden Kopf definitiv Probleme hatte, die schmale Linie zu halten. Der Start der Stage fand auf einer Grad-Ebene statt, nach einem kurzen Tretstück wurde diese extrem schnell … und blieb es auch. Ab und zu gab es einen kurzen Uphill oder eine enge Kurve, aber meistens hieß es einfach Vollgas geben und möglichst wenig bremsen. Wenige Sekunden nach dem Start merkte ich, dass ich meine Goggle gar nicht aufgesetzt habe … ich weiß nicht ob ich mittlerweile einfach keine Nervenenden mehr habe oder mein Körper so auf die Basisfunktionen beschränkt ist, dass er einfach auf keine anderen Reize mehr reagiert, aber das Ganze interessierte mich nicht die Bohne und ich konnte ganz gut am Gas hängen.

nehmen
# nehmen
Riesige Weltkriegsruinen auf dem Weg zur Spitze
# Riesige Weltkriegsruinen auf dem Weg zur Spitze - Foto: Sven Martin
Kurven auf dem Bergkamm. Doch auch hier gilt: Bitte nicht vom handtuchbreiten Trail abweichen!
# Kurven auf dem Bergkamm. Doch auch hier gilt: Bitte nicht vom handtuchbreiten Trail abweichen! - Foto: Sven Martin
Hier wird der werte Herr Martin einiges aufzuholen haben – die Fahrer haben ein gutes Stück Vorsprung vor den Fotografen
# Hier wird der werte Herr Martin einiges aufzuholen haben – die Fahrer haben ein gutes Stück Vorsprung vor den Fotografen - Foto: Sven Martin
Transprovence19 SM Day5 j6a5768
# Transprovence19 SM Day5 j6a5768 - Foto: Sven Martin
TP19 DP Day5-07378
# TP19 DP Day5-07378
Max Schumann im Kampfflugzeug-Tiefflugmodus!
# Max Schumann im Kampfflugzeug-Tiefflugmodus! - Foto: Sam Needham
Gregor ist noch nicht richtig wach und fährt zunächst ohne Goggle.
# Gregor ist noch nicht richtig wach und fährt zunächst ohne Goggle. - Foto: Sven Martin
Wolfgang trägt zwar den Schutz vor den Augen, aber …
# Wolfgang trägt zwar den Schutz vor den Augen, aber … - Foto: Sven Martin
… muss kurze Zeit später schieben. Defekt oder technische Trailschwierigkeit? Dies können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klären.
# … muss kurze Zeit später schieben. Defekt oder technische Trailschwierigkeit? Dies können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klären. - Foto: Sven Martin

Ein kurzer Transfer über einen sehr mediterran anmutenden Trail mit einigen engen Kurven brachte uns in den malerischen Ort Tende … nach vier Tagen Rennsport ohne große Pausen zwischendrin, war erstmal ein leckeres Erdbeertörtchen mit kalter Cola angesagt – oder Kaffee und Croissant, je nach Vorliebe. Nach der morgendlichen Pause stand der größte Transfer des Tages an: Mit zwar gut pedalierbarer Steigung, aber unter gnadenloser Sonne ging es zirka 6oo hm auf einer erst asphaltierten, später geschotterten Straße nach oben.

Im Gänsemarsch geht es bergan
# Im Gänsemarsch geht es bergan - Foto: Sven Martin

Stage 18

Die zweite Stage des Tages startete vielversprechend in einem schönen Laubwald auf perfekten Waldboden mit einigen sehr schnellen und offenen Kurven. Gerade als ich mich so richtig freuen und die verhassten Serpentinen endlich als Teil der Vergangenheit abhaken wollte, wandelte sich der Trailcharakter aber um 180°: Es wurde steil und die Kurven wurden eng – richtig eng. Das liegt mir nicht und meinem defekten Arm schon gar nicht, denn das komplette Körpergewicht lastete alle paar Sekunden beim Anbremsen und Umsetzen komplett drauf. Dazu kam, dass außen immer fiese Felsen aus dem Boden ragten, sodass man mit dem Vorderrad weit innen aus der Kurve beschleunigen musste, was mir nicht immer gelang und zu einigen zusätzlichen Liegestützen auf dem Lenker führte. Gegen Ende der Stage war die Kraft dann komplett leer und ich hatte wieder einmal das Gefühl, das erste Mal in meinem Leben auf dem Rad zu sitzen … nichts ging mehr und das Stage-Ende konnte gar nicht früh genug kommen.

Unser rasender Reporter im Dschungel Frankreichs
# Unser rasender Reporter im Dschungel Frankreichs - Foto: Max Schumann
Lauschiger Wald, hackende Fahrer. Stage 18 startet grandios!
# Lauschiger Wald, hackende Fahrer. Stage 18 startet grandios! - Foto: Sam Needham
TP19 DP Day5-07587
# TP19 DP Day5-07587
TP19 DP Day5-07604
# TP19 DP Day5-07604
Dann wandelt sich der Trail. Tripod for the win: Gregor staubt durch die Kurve, das Dörfchen im Blick
# Dann wandelt sich der Trail. Tripod for the win: Gregor staubt durch die Kurve, das Dörfchen im Blick - Foto: Max Schumann
Schiefergestein und ganz scharfe Switchbacks. Schön für die Optik, anstrengend für die Fahrer.
# Schiefergestein und ganz scharfe Switchbacks. Schön für die Optik, anstrengend für die Fahrer. - Foto: Sam Needham
Auch bei diesem Fahrer ist der Tripod die erste Kurventechniks-Wahl
# Auch bei diesem Fahrer ist der Tripod die erste Kurventechniks-Wahl

Nur ein paar Meter später standen wir in einem kleinen Ort – vorher passierten wir noch einen alten, ausgestellten Kampfjet – wo der nächste Shuttle auf uns wartete. Erst über eine reguläre Straße, später über einen extrem engen Schotterweg, an dessen Eingang explizit die Befahrung ohne Allrad-Antrieb ausgeschlossen wurde, den unser Ford Transit-Shuttlebus natürlich nicht hatte. Nach einer ruppigen Fahrt in der mir immer wieder die Augen zufielen stand ein längerer Transfer (wieder einmal in der knallenden Sonne) auf einem weiteren Schotterweg an. Ein kurzer, extrem loser, gerölliger und spaßiger Trail brachte uns dann zum eigentlichen Stage-Start.

TP19 DP Day5-07695
# TP19 DP Day5-07695
TP19 DP Day5-07697
# TP19 DP Day5-07697
Ungewöhnlicher Ort: Ein Kampfjet, schwebend, irgendwo im französischen Forst.
# Ungewöhnlicher Ort: Ein Kampfjet, schwebend, irgendwo im französischen Forst. - Foto: Max Schumann

Stage 19

Stage 19 startete auf einem alpinen Wanderweg, der immer wieder super lose Geröllhalden kreuzte. Anfangs gab es noch einige technischen Passagen und kleinere Uphills, danach wurde die Sache ganz schön schnell … richtig schnell. Der eigentliche Trail war zwar extrem schmal, man hatte jedoch eine breite Schneise gemäht, sodass die schnellste Linie meist einige Meter oberhalb des Trails im extremen Offcamber lang ging … und zwar wirklich, wirklich schnell. Zeit für eine Linienänderung war kaum, das Motto war definitiv Point-and-Shoot. Das gelang mir ziemlich gut, irgendwann tauchten jedoch einige sehr, sehr unvermittelte Haarnadel-Kurven auf. Die erste konnte ich noch 20-30 m wild schlitternd nehmen, beim Überholmanöver eines Fahrers war ich jedoch zu später auf der Bremse, sodass das Vorderrad wegging und der Lenker einmal durch den Boden gezogen wurde. Schnell auf, die bremse wieder ausgerichtet, beim Mitfahrer entschuldigt und schnell weiter … nur um festzustellen, dass der Lenker total krumm war. Anhalten? Hier mir war immer noch der Mitfahrer und ich hatte mich schwarz geärgert, dass ich versucht hatte meinen Platten an Tag drei zu flicken, statt einfach auf der Felge zu fahren, also einfach weiter. Das stellte sich als schwieriger raus als gedacht, außerdem war der Trail noch verdammt lang und ich ließ wieder einmal etwas Zeit liegen … schade, denn das Ding war ganz spaßig!

Was wäre ein TP-Tag ohne diese Ausblicke?
# Was wäre ein TP-Tag ohne diese Ausblicke?
Achso, klar. Die Trails sind noch nicht hart genug, da lässt sich ein Manual natürlich easy einbauen!
# Achso, klar. Die Trails sind noch nicht hart genug, da lässt sich ein Manual natürlich easy einbauen! - Foto: Sven Martin
Knorriges Gestein, das ganz und gar nicht flowig ist – für Gregors lädierten Arm heute gar keine gute Idee.
# Knorriges Gestein, das ganz und gar nicht flowig ist – für Gregors lädierten Arm heute gar keine gute Idee. - Foto: Sven Martin
Auch Wolfgang sieht aus, als wäre er gerade lieber auf einem Boden mit geringerer Korngröße unterwegs!
# Auch Wolfgang sieht aus, als wäre er gerade lieber auf einem Boden mit geringerer Korngröße unterwegs! - Foto: Sven Martin

Das Ziel lag in einem Tunnel, nach dessen Durchquerung wir feststellten, dass wir aus einem trockenen Wasserkanal mitten in der Stadt herauskamen. Ein paar Meter die Straße runter standen wir wieder am Shuttle-Spot. Wieder ging es mit einem abgeranzten italienischen Ford Transit ohne funktionierendes Amaturenbrett einen ruppigen Schotterweg nach oben auf einen gottverlassenen Bergkamm.

Finish kurz vor einem Tunnel.
# Finish kurz vor einem Tunnel. - Foto: Sven Martin

Stage 20

Ein kurzer und gemächlicher Transfer mit zirka 100 hm brachte uns zum Trailstart. Derart aufgewärmt wurde nicht lang gefackelt und nach ein paar Minuten ging es schon los in die finale Stage des Tages. Uns wurde vorher von einem frisch angelegten Trail erzählt … doch die Vorstellungen der Organisatoren von Trailbau unterscheiden sich offensichtlich fundamental von den meinen. Das Ding startete ziemlich komisch und verblockt auf einer mit großen Steinen übersäten Wiese. Mein Arm war ganz schön platt und ständig bekam ich am Vorderrad von einem unsichtbaren Stein tierisch einen eingebaut. Dann wurde es auf einmal ordentlich steil, in der ersten Serpentine, die ich noch recht flott mit blockiertem Hinterrad fahren konnte überholte mich das von mir oben losgerissene Geröll. Wolfi bekam sogar einen Stein eine Serpentine später an den Kopf, der zum Glück aber ordentlich behelmt war. Ewig lange, steile und geröllige Graden führten in nicht weniger geröllige und super enge Schikanen … das ging ein paar Mal noch ganz gut, dann war die Kraft einfach weg und der Frust dafür ordentlich da. Am Ende war es für mich nur ein Kampf, nach unten zu kommen. Klar bin ich nicht so gut vorbereitet wie ich müsste und hätte in topfittem Zustand wohl etwas mehr Spaß gehabt … dennoch war der Trail für mich einer der schlechteren, an die ich mich in meinem Leben erinnern kann und nichts, was ich fit oder unfit nochmal fahren möchte.

Das sind die Besonderheiten dieses Rennens: Der Einbau von Trails, die durch ungewöhnliche Bauten gehen. Und gleichzeitig jeden Fotografen glücklich machen
# Das sind die Besonderheiten dieses Rennens: Der Einbau von Trails, die durch ungewöhnliche Bauten gehen. Und gleichzeitig jeden Fotografen glücklich machen - Foto: Sven Martin
Hinunterschauen gerne, aber bitte auf dem Trail bleiben – sonst endet das sehr schmerzhaft. Mr. Ice Cold und Mr. Sinn auf dem Transfer durch diese wunderschöne Schlucht
# Hinunterschauen gerne, aber bitte auf dem Trail bleiben – sonst endet das sehr schmerzhaft. Mr. Ice Cold und Mr. Sinn auf dem Transfer durch diese wunderschöne Schlucht - Foto: Sven Martin
nehmen
# nehmen - Foto: Max Schumann
nehmen
# nehmen - Foto: Max Schumann
The Fast and the Furious 4: Trans Provence Drift
# The Fast and the Furious 4: Trans Provence Drift - Foto: Sven Martin
Max Schumann in einer Kurve, die man wirklich nicht mit Maximalspeed befahren sollte
# Max Schumann in einer Kurve, die man wirklich nicht mit Maximalspeed befahren sollte - Foto: Sven Martin

Der finale Transfer führte uns gut 10 km größtenteils über einen sehr gerölligen und ausgesetzten Trail zurück an unseren Start-Ort, wo ein weiteres Bad im eiskalten Bergfluss hoffentlich den Arm und die Laune regeniert hat.

Gute Laune beim Anschauen der Ergebnisse
# Gute Laune beim Anschauen der Ergebnisse

Fazit

Der vorletzte Tag begann gut und endete zum Glück endlich mal wieder defektfrei. Zwei von vier Trails bekommen von mir allerdings eher kein Güte-Zertifikat. Nur jemandem, der so richtig Lust auf ganz doll Beschleunigen, dann ganz doll Bremsen, Umsetzen und wieder doll Beschleunigen hat, kann ich derartiges Terrain ans Herz legen. Zum Glück haben die wahnsinnig beeindruckende Landschaft Südfrankreichs, die super Reisegruppe und einige dann doch ganz spaßige Trailpassagen dafür entschädigt!

Ergebnisse

Ergebnisse Tag 5

Standing Overall nach Tag 5

Spielerei on top
# Spielerei on top - Foto: Max Schumann
Tanja Naber und viel, viel Staub
# Tanja Naber und viel, viel Staub - Foto: Max Schumann
Energie tanken: Max Schumann deckt sich in diesem pittoresken Laden mit Früchten ein
# Energie tanken: Max Schumann deckt sich in diesem pittoresken Laden mit Früchten ein - Foto: Max Schumann
Wolfgang, pass auf!
# Wolfgang, pass auf! - Foto: Max Schumann
Doppelter Tiefflug. Wer am Ende schneller war, ist nicht überliefertt
# Doppelter Tiefflug. Wer am Ende schneller war, ist nicht überliefertt - Foto: Sven Martin
Korngröße: Massiv! Die meisten Befahrer und Befahrerinnen dieser Steinplatten werden sehr froh gewesen sein, dass es heute nicht geregnet hat
# Korngröße: Massiv! Die meisten Befahrer und Befahrerinnen dieser Steinplatten werden sehr froh gewesen sein, dass es heute nicht geregnet hat - Foto: Sam Needham
Hier bekommt der Satz "Das Schnitzel ist hart wie eine Schuhsohle" eine ganz neue Bedeutung.
# Hier bekommt der Satz "Das Schnitzel ist hart wie eine Schuhsohle" eine ganz neue Bedeutung. - Foto: Sam Needham
Katy Winton mit Blattgeweih im Helm. So ist sie für die Fotografen schwerer zu sehen – geschickt!
# Katy Winton mit Blattgeweih im Helm. So ist sie für die Fotografen schwerer zu sehen – geschickt! - Foto: Sam Needham
Trotz Blessuren natürlich wie immer entspannt drauf: Steve Peat!
# Trotz Blessuren natürlich wie immer entspannt drauf: Steve Peat!
Ob es an diesen Wahnsinns-Trails liegt, die trotz aller Strapazen doch gar nicht so schlecht zu sein scheinen?
# Ob es an diesen Wahnsinns-Trails liegt, die trotz aller Strapazen doch gar nicht so schlecht zu sein scheinen?
# - Foto: Sam Needham
Bierchen und Abendessen
# Bierchen und Abendessen
DUCKEN wurde auch heute groß geschrieben. Sonst geht's ganz schnell abwärts...
# DUCKEN wurde auch heute groß geschrieben. Sonst geht's ganz schnell abwärts... - Foto: Sven Martin
Trotz all der Schmerzen scheint die Stimmung immer noch ganz schön gut zu sein!
# Trotz all der Schmerzen scheint die Stimmung immer noch ganz schön gut zu sein! - Foto: Sam Needham
SN TransProvence2019  56
# SN TransProvence2019 56 - Foto: Sam Needham
Wenn ein Motto auf die Trans-Provence passt – dann dieses!
# Wenn ein Motto auf die Trans-Provence passt – dann dieses! - Foto: Sven Martin

Hier findet ihr alle Artikel zur Trans Provence 2019:

  1. benutzerbild

    Freesoul

    dabei seit 10/2001

    imkreisdreher schrieb:

    bitte sehr:
    [MEDIA=vimeo]343551641[/MEDIA]

    ist auch jetzt eingefügt.
  2. benutzerbild

    midige

    dabei seit 04/2010

    [URL='https://vimeo.com/343788169']Video Tag 6[/URL]

    Gregor, alles ok?
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  4. benutzerbild

    midige

    dabei seit 04/2010

    In der Ergebnisliste steht er als Finisher: :i2:

    [URL='http://www.trans-provence.com/results2019/overall/after_day5.html']Ergebnisse[/URL]
  5. benutzerbild

    Freesoul

    dabei seit 10/2001

    midige schrieb:

    [URL='https://vimeo.com/343788169']Video Tag 6[/URL]

    Gregor, alles ok?

    Bei ihm sollte soweit alles ok sein Der Bericht verzögert sich durch Shuttle, Abreise und Co, kommt aber heute noch.
  6. benutzerbild

    Gregor

    dabei seit 02/2017

    Hey,
    sorry, dass ich mich so wenig gemeldet habe, aber ich war immer nur über einen Handy-Hotspot im Netz und war ganz froh, abends die Berichte durchdrücken zu können.
    Meine Verletzung am Arm ist eigentlich ganz gut ausgeheilt, das Problem war vor allem, dass mir nach wie vor Stabilität im Arm fehlt. Normalerweise merke ich das nicht so stark, aber bei der Belastung wurde es echt krass, ich hatte am Ende ziemlich Probleme, mich über dem Lenker zu halten. Ich bin vorher super viel Rad gefahren und hab mir das nicht so vorgestellt. Aber mit einem Vollzeit-Job kann ich auch schlecht vorher die tatsächliche Belastung einer Trans Provence simulieren.
    Lange Rede kurzer Sinn: Es war vermutlich nicht die vernünftigste Idee, aber Verletzungen heilen unterschiedlich und ich konnte nicht ahnen, dass es trotz Vorsicht am Ende so schlimm wird, weils mir vorher eigentlich ganz gut ging.
    Ich habe aber super aufgepasst, fahre schon ein paar Jahre Enduro-Rennen und hatte jetzt nicht ernsthaft Angst, mir etwas Schlimmes zu tun … ich war eher genervt, weil ich mich zwingen musste, so verhalten zu fahren

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