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Insgesamt 13 Helme für den Trail- und Enduro-Bereich haben wir über mehrere Monate ausgiebig getestet
Insgesamt 13 Helme für den Trail- und Enduro-Bereich haben wir über mehrere Monate ausgiebig getestet - von der leichten Halbschale für den Trail-Einsatz bis hin zum schweren Enduro-Helm war praktisch jede Variante dabei. Wir verraten euch, welche Helme unsere Favoriten waren!
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Unsere Trail-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
Unsere Trail-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der BH Bikes Evo Enduro
Unsere Enduro-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
Unsere Enduro-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der Bontrager Lithos MIPS
Unsere Preis-Leistung-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
Unsere Preis-Leistung-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der Cratoni AllSet
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limar
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Der BH Bikes Evo Enduro überzeugt mit sehr guter Passform, geringem Gewicht und fairem Preis
Der BH Bikes Evo Enduro überzeugt mit sehr guter Passform, geringem Gewicht und fairem Preis - er ist unsere Empfehlung für den Trail-Einsatz!
Der Bontrager Lithos MIPS bietet sinnvolle Sicherheitsfeatures, hat ein sehr faires Crash Replacement-Programm und überzeugt dank der guten Passform
Der Bontrager Lithos MIPS bietet sinnvolle Sicherheitsfeatures, hat ein sehr faires Crash Replacement-Programm und überzeugt dank der guten Passform - eine gute Wahl für alle, die auf der Suche nach einem Enduro-Helm sind. Unsere Empfehlung!
Der Cratoni AllSet beweist, dass ein guter Helm nicht teuer sein muss
Der Cratoni AllSet beweist, dass ein guter Helm nicht teuer sein muss - trotz des sehr fairen Preis bietet der deutsche Helm sehr viel Features, punktet mit guter Verarbeitung und konnte in unserem Test überzeugen!
Giro und Bontrager setzen bei den von uns getesteten Modellen auf das schwedische MIPS-System, das die Rotationskräfte im Fall eines Sturzes reduzieren soll
Giro und Bontrager setzen bei den von uns getesteten Modellen auf das schwedische MIPS-System, das die Rotationskräfte im Fall eines Sturzes reduzieren soll - Kali und 6D verwenden bei ihren Helmen auf hauseigene Lösungen, die dasselbe erreichen sollen. Unabhängige wissenschaftliche Studien zu dem Thema sind bislang allerdings nur schwer zu finden.
Insbesondere das Gelände, in dem moderne Enduro-Bikes bewegt werden, wird immer ruppiger
Insbesondere das Gelände, in dem moderne Enduro-Bikes bewegt werden, wird immer ruppiger - da sollte der Helm ein Maximum an Schutz bieten, auch wenn darunter die Belüftung leidet. Die Normen, die ein Helm aktuell erfüllen muss, spiegeln die Realität nur unzureichend wieder. Die Messung auf dem Prüfstand ist ein sehr komplexes Thema.
Die richtige Passform ist extrem wichtig beim Kauf eines neuen Helmes
Die richtige Passform ist extrem wichtig beim Kauf eines neuen Helmes - auch wenn sich die Helme fast immer in der Weite und auch der Höhe verstellen lassen, fallen die einzelnen Modelle teils sehr unterschiedlich aus. Deshalb gilt: Vor dem Kauf unbedingt anprobieren und vergleichen!
Geringer Preis = wenige Features? Das können wir so nicht bestätigen
Geringer Preis = wenige Features? Das können wir so nicht bestätigen - zwar hat sich in unserem Test gezeigt, dass die Helme, die mehr Schutz bieten vergleichsweise teurer sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein günstiger Helm automatisch schlecht ist.
Auch auf ausgiebigen XC-Runden bei teils sommerlichen Temperaturen mussten sich die Helme in unserem Vergleich beweisen
Auch auf ausgiebigen XC-Runden bei teils sommerlichen Temperaturen mussten sich die Helme in unserem Vergleich beweisen - hier zeigt sich schnell, welcher Hersteller seine Hausaufgaben beim Thema Belüftung gemacht hat. Klar ist aber auch, dass man bei einem Helm, der möglichst viel Schutz bieten soll eventuell auch Abstriche bei der Belüftung machen muss.

Eine ganze Saison lang haben wir 13 aktuelle Trail- und Enduro-Helme ausführlich getestet, Belastungsproben unterzogen, auf den verschiedensten Trails bei Wind und Wetter eingesetzt und natürlich die jeweiligen Stärken und Schwächen ermittelt. Die Anforderungen an einen modernen Trail- und Enduro-Helm sind vielfältig – hier erfahrt ihr, welche Helme in unserem Vergleichstest besonders gut abgeschnitten haben!

13 aktuelle Trail- und Enduro-Helme haben wir in unserem großen MTB-News.de Helmtest 2017 gegeneinander verglichen und getestet. Von ruppigen Abfahrten im Voralpen-Gelände über typisch-deutsche Strecken im Mittelgebirge bei Temperaturen weit jenseits der 30° C bis hin zu flowigen Trails im tschechischen Nové Mêsto pod Smrkem im Spätherbst mussten die Halbschalen zahlreiche Belastungsproben über sich ergehen lassen. Die einzelnen Testberichte haben wir bereits veröffentlicht – abschließend haben wir unsere Beobachtungen und Eindrücke für euch zusammengefasst.

Die Kandidaten

Folgende Trail- und Enduro-Halbschalen haben an unserem großen Helm-Vergleichstest 2017 teilgenommen:

6D ATB-1T – Doppelt hält besser? >>> zum Test-Artikel
7 iDP M2 – Enduro-Helm mit knalliger Optik >>> zum Test-Artikel
BH Bikes Evo Enduro – Baskische Halbschale zum günstigen Preis >>> zum Test-Artikel
Bontrager Lithos MIPS – Durchdachter Enduro-Schutz >>> zum Test-Artikel
Cratoni AllSet – Preis-Leistungs-Überraschung aus Deutschland >>> zum Test-Artikel
Fox Metah – Futuristischer Newcomer >>> zum Test-Artikel
Giro Montaro MIPS – Würdiger Nachfolger des Klassikers? >>> zum Test-Artikel
Kali Interceptor – Schnittiger Helm mit Armourgel-Technologie >>> zum Test-Artikel
Limar 888 Superlight – Luftig-leichter Trailhelm >>> zum Test-Artikel
Mavic Crossmax Pro – Enduro-Halbschale aus Frankreich >>> zum Test-Artikel
POC Tectal – Schweden-Schutz mit Recco-Reflektor >>> zum Test-Artikel
Urge Endur-O-Matic 2 – Frankreich-Klassiker für den Kopf >>> zum Test-Artikel
Uvex Finale – Enduro-Helm made in Germany >>> zum Test-Artikel

Insgesamt 13 Helme für den Trail- und Enduro-Bereich haben wir über mehrere Monate ausgiebig getestet
# Insgesamt 13 Helme für den Trail- und Enduro-Bereich haben wir über mehrere Monate ausgiebig getestet - von der leichten Halbschale für den Trail-Einsatz bis hin zum schweren Enduro-Helm war praktisch jede Variante dabei. Wir verraten euch, welche Helme unsere Favoriten waren!

6D ATB-1T

Der ATB-1T von 6D sticht in unserem großen Vergleichstest nicht nur aufgrund der auffälligen, hellblauen Farbe heraus. Während bei nahezu allen anderen Helmen ein herkömmliches Inmold-Verfahren verwendet wird, setzt 6D auf ein System namens ODS. Das Kürzel steht für “Omni-Directional Suspension”: Statt einer einteiligen hat der 6D ATB-1T zwei separate Schalen, welche über Elastomerdämpfer miteinander verbunden sind. Dadurch kann sich bei einem Aufprall die Innenschale als Ganzes gegen die Außenschale bewegen. Das soll vor allem bei Stürzen häufig auftretenden Rotationskräfte minimieren. Die wuchtige, hellblaue Halbschale ist der schwerste und teuerste Helm in unserem Vergleich.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: Polycarbonat-Schalen, ODS-Technologie
  • Gewicht: 491 Gramm
  • Preis: 279,95 € (UVP)
6d
# 6d

“Mit dem ATB-1T bietet 6D eine Halbschale für Fahrer, die sich ein Plus an Sicherheit wünschen, ohne gleich zum Vollvisier-Helm greifen zu müssen. Ohne Nachteile funktioniert das allerdings nicht: Das ODS-System mit seinen zwei Schalen erhöht das Gewicht und die Belüftung ist an heißen Tagen eher mittelmäßig. Außerdem ist der 6D ATB-1T sehr teuer.”

Zum ausführlichen Test: 6D ATB-1T: Doppelt hält besser?

7 iDP M2

Seven hat erkannt, dass die Fahrer auf normalen All Mountain- und Trail-Ausfahrten immer schneller unterwegs sind und will mit dem 7 iDP M2 den erhöhten Schutzbedarf decken. Gleichzeitig wird beim Helm in der auffällig-knalligen Lackierung Wert auf eine gute Belüftung und einen fairen Preis gelegt. Mit einem Gewicht von 335 Gramm ist der 7 iDP M2 außerdem vergleichsweise leicht.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale
  • Gewicht: 335 Gramm
  • Preis: 99,90 € (UVP)
7idp
# 7idp

“Der 7 iDP M2 ist ein leichter Enduro-Helm mit vielen Features und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Gewicht und Sitz muss man keine Kompromisse eingehen – vorausgesetzt, dass man einen eher runden Kopf hat. An der Verarbeitung gibt es nur wenig auszusetzen und das knallige Orange sorgt obendrein auf jeden Fall für Aufsehen!”

Zum ausführlichen Test: 7 iDP M2: Enduro-Helm mit knalliger Optik

BH Bikes Evo Enduro

Der BH Bikes Evo Enduro einen Helm für den All Mountain- und Enduro-Bereich, der den erhöhten Schutzanforderungen in diesen Disziplinen gerecht werden soll. Gleichzeitig sollen eine gute Belüftung und ein hoher Tragekomfort gewährleistet sein. Der Preis des Polycarbonat-Helmes, der im Inmold-Verfahren gefertigt wird, ist dabei gering gehalten: Mit einem Preis von 89,90 € ist der BH Bikes EVO Enduro der günstigste Helm in unserem Test. Außerdem bringt er gerade einmal 292 Gramm auf die Waage. Unser Tipp Trail!

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale
  • Gewicht: 292 Gramm
  • Preis: 89,90 € (UVP)
Unsere Trail-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
# Unsere Trail-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der BH Bikes Evo Enduro

“Mit dem EVO Enduro hat BH Bikes einen soliden Helm zum fairen Preis im Programm. Der Helm aus Spanien überzeugt mit einer guten Belüftung und einer für den Preis ordentlichen Verarbeitungsqualität. Tragekomfort und Sitz auf dem Kopf haben uns im Test überzeugt. Verzichten muss man lediglich auf ein verstellbares Visier, was einige Fahrer durchaus stören könnte.”

Zum ausführlichen Test: BH Bikes Evo Enduro: Baskische Halbschale zum günstigen Preis

Bontrager Lithos MIPS

Bontrager will mit dem Lithos MIPS den Beweis antreten, dass sie nicht nur gute Komponenten für den großen Bruder Trek zuliefern können, sondern auch mehr als akzeptable Helme anbieten. Auf dem Papier überzeugt der Lithos MIPS durch zahlreiche Features: Das System zur Montage einer POV-Kamera könnte einfacher nicht sein, das Crash Replacement-Programm ist gut und obendrein spendiert Bontrager dem Helm auch das schwedische MIPS-System. Unser Tipp Enduro!

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, MIPS
  • Gewicht: 454 Gramm
  • Preis: 179,99 € (UVP)
Unsere Enduro-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
# Unsere Enduro-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der Bontrager Lithos MIPS

“Der Bontrager Lithos MIPS überzeugt mit zahlreichen durchdachten Features wie dem weit verstellbaren Visier, der simplen Halterung für Helmkameras, der Garantie und nicht zuletzt der guten Passform. Der Helm ist allerdings relativ schwer und die Belüftung könnte für unseren Geschmack besser sein. Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann, erhält mit dem Bontrager Lithos MIPS einen sehr soliden Trail- und Enduro-Helm.”

Zum ausführlichen Test: Bontrager Lithos MIPS: Durchdachter Enduro-Schutz

Cratoni AllSet

Cratoni platziert den AllSet als Einsteiger-Helm für den Trail- und Enduro-Bereich in der Produktpalette. Wert wurde vor allem auf Sicherheit und Tragekomfort gelegt. Doch selbst zum fairen Preis integriert Cratoni ordentliche Belüftung und zahlreiche durchdachte Features. Unser Tipp Preis-Leistung!

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, Steplock-Verschluss
  • Gewicht: 311 Gramm
  • Preis: 99,95 € (UVP)
Unsere Preis-Leistung-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017
# Unsere Preis-Leistung-Empfehlung im Helm-Vergleichstest 2017 - der Cratoni AllSet

“Mit dem AllSet hat Cratoni vieles richtig gemacht: Trotz des fairen Preises ist man keine Kompromisse bei Sicherheit und Tragekomfort eingegangen. Der Helm sitzt dank des Light Fit-Systems fest und angenehm auf dem Kopf, auch die Belüftung fällt ordentlich aus und rundet das Komplettpaket ab. Obendrauf gibt es die gute Verarbeitung und zusätzliche Features wie den Kamera-Port und den Steplock-Verschluss.”

Zum ausführlichen Test: Cratoni AllSet: Preis-Leistungs-Überraschung aus Deutschland

Fox Metah

Einen echten Enduro-Helm verspricht Fox mit dem Metah. Soll heißen: Schutz satt, optimaler Sitz, perfekt für den abfahrtsorientierten Mountainbiker. Dem begegnet man mit einem Enduro-gigantischen Visier, das natürlich vor Matsch, Sonne und skeptischen Blicken schützen soll, aber auch ideal mit einer Goggle harmoniert. Gleiches gilt für den Rest des Helmes: Nahtlos gestylt und mit etwas mehr Schutz, als man es üblicherweise gewohnt ist.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, Varizorb-Technologie
  • Gewicht: 392 Gramm
  • Preis: 105,00 € (UVP)
fox
# fox

“Sein Design ist sein größtes Kapital – doch das große Visier zieht den Fox Metah auf vielen Köpfen so weit nach vorne, dass die Sicht störend beeinträchtigt wird. Die Platzierung der Kinnriemen könnte ebenso optimiert werden wie die Rasterung der Höhenverstellung sowie die Polsterung im hinteren Bereich. Punkten kann der Fox Metah mit dem Schutz im Seiten- und Nackenbereich und dem vergleichsweise günstigen Preis.”

Zum ausführlichen Test: Fox Metah: Futuristischer Newcomer

Giro Montaro MIPS

16 Belüftungsöffnungen, ein nicht allzu schweres Gewicht, eine im Nackenbereich tief heruntergezogene Helmschale, dazu eine praktische Halterung für Accessoires, das bekannte MIPS-Sicherheitssystem und eine schicke Optik: Auf den ersten Blick überzeugt der Montaro MIPS aus dem Hause Giro durchaus. Mit einem Preis von 179,95 € ist der Montaro allerdings auch einer der teureren Helme in unserem Vergleich.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, MIPS
  • Gewicht: 388 Gramm
  • Preis: 179,95 € (UVP)
giro
# giro

“Für einen Cross Country-Helm ist der Giro Montaro MIPS erstaunlich Enduro-tauglich. Oder: Für einen Enduro-Helm ist der Giro Montaro MIPS erstaunlich Cross Country-tauglich. Das Topmodell aus dem Hause Giro überzeugt durch den gelungen Kompromiss aus geringem Gewicht, guter Belüftung, gelungenen Details und schicker Optik. Es gibt allerdings günstigere und bequemere Helme als den Montaro MIPS.”

Zum ausführlichen Test: Giro Montaro MIPS: Würdiger Nachfolger des Klassikers?

Kali Interceptor

Der Kali Interceptor ist das neue Trail- und Enduro-Topmodell der kalifornischen Helm- und Protektorenspezialisten. Mit dem Helm hat Kali die neue Armourgel-Technologie vorgestellt. Diese soll im Fall eines Sturzes die Rotationskräfte um bis zu 25 % reduzieren. Nachdem der Maya bereits zu Kalis Verkaufsschlager wurde, setzen die Amerikaner beim Interceptor auf Innovation: Die Halbschale soll besonders viel Schutz bieten und gleichzeitig sehr gut belüftet sein.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, Armourgel-Technologie
  • Gewicht: 386 Gramm
  • Preis: 169,00 € (UVP)
kali
# kali

“Der Kali Interceptor hat sich unfreiwillig einem Asphalt-lastigen Härtetest unterzogen und diesen mit Bravour bestanden. Die schwarze Halbschale punktet mit guter Belüftung und einem stimmigen Design. Die Passform fällt insgesamt eher breit aus. Das Gewicht macht sich auf dem Trail nicht weiter negativ bemerkbar. In Anbetracht des hohen Preises könnte die Verarbeitung allerdings besser sein.”

Zum ausführlichen Test: Kali Interceptor: Schnittiger Helm mit Armourgel-Technologie

Limar 888 Superlight

Im Vergleich zu manch anderem Test in unserem großen Vergleich wirkt der Limar 888 Superlight eher filigran und minimalistisch. Das Gewicht des Helms, der im klassischen Inmold-Verfahren gefertigt wird und eine Polycarbonat-Schale hat, ist allerdings auch rekordverdächtig: Nachgewogene 245 Gramm sind für einen Helm, der durchaus auch für den Trail-Einsatz geeignet ist, eine Ansage.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale
  • Gewicht: 245 Gramm
  • Preis: 119,95 € (UVP)
limar
# limar

“Der Limar 888 Superlight macht seinem Namen alle Ehre: Er ist der leichteste Helm in unserem Test und ein wahres Fliegengewicht auf dem Kopf. Auch die Belüftung ist hervorragend. Wer häufiger auch in ruppigem Gelände unterwegs ist, wird allerdings einen Helm mit großflächigerem Schutz bevorzugen. Die Verarbeitung lässt etwas zu wünschen übrig.”

Zum ausführlichen Test: Limar 888 Superlight: Luftig-leichter Trailhelm

Mavic Crossmax Pro

Mavic hat den Crossmax Pro mit Blick auf die maximale Schutzwirkung im All-Mountain und Enduro-Einsatz entwickelt. Dazu wurde Wert auf einen hohen Tragekomfort und eine gute Belüftung gelegt. Mit Details wie dem 37.5™-Material des Innenfutters, das Schweiß besonders schnell aufnehmen soll, und der Kompatibilität mit Goggles will die französische Halbschale zusätzlich punkten.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: XRD-Schaum, Inmould-Helmschale
  • Gewicht: 327 Gramm
  • Preis: 149,95 € (UVP)
mavic
# mavic

“Mit dem Mavic Crossmax Pro bekommt man einen ordentlichen Enduro-Helm zum fairen Preis. Die Halbschale überzeugt durch eine gute Belüftung, obwohl sie den Kopf sehr gut umschließt und weit in den Nacken gezogen ist. Gleichzeitig ist das Gewicht relativ gering gehalten. Vor dem Kauf sollte man den Crossmax Pro jedoch anprobieren – bei manchen Testern saß die französische Halbschale nicht ideal. Für alle Enduro-Piloten ist der Mavic Crossmax Pro definitiv einen Blick wert.”

Zum ausführlichen Test: Mavic Crossmax Pro: Enduro-Halbschale aus Frankreich

POC Tectal

“Der Tectal von POC wurde speziell für aggressive Trails und Enduro-Rennen entwickelt.” – so beschreibt POC selbst, wofür der Tectal gedacht ist. Dieser Aufgabe soll er mit guter Belüftung und gutem Schutz begegnen. Eine Besonderheit stellt der RECCO-Reflektor dar: Das aus dem Wintersport zur Lawinen-Verschüttetensuche bekannte System kommt hier erstmals zum Einsatz und ermöglicht es, den Helm – und damit seinen Träger – mit Hilfe eine speziellen Suchgeräts, beispielsweise vom Hubschrauber aus, zu suchen.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, RECCO-Reflektor
  • Gewicht: 336 Gramm
  • Preis: 200,00 € (UVP)
poc
# poc

“Gut belüftet, mit einer hervorragenden Passform versehen und solide den Kopf umschließend: So ist der POC Tectal bestens für Trail- und Enduro-Ausfahrten geeignet. Ob sich sein innovatives RECCO-System auch im Sommer etablieren wird, bleibt aber abzuwarten. Die Verarbeitung kann POC-typisch überzeugen, ist bei einem Preis von 199 € aber auch zu erwarten.”

Zum ausführlichen Test: POC Tectal: Schweden-Schutz mit Recco-Reflektor

Urge Endur-O-Matic 2

Der neue Enduro-Helm aus dem Hause Urge bleibt sich treu: Runde Lüftungsöffnungen, ein extrem flexibles Visier, gegen Aufpreis auch als MIPS-Variante erhältlich und fertig ist das Angebot für den geneigten Trail- und Enduro-Mountainbiker. Wie üblich gibt es ein Drehrad zur Weitenverstellung, austauschbare Polster und eine Optik, die aus der Masse heraussticht.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale
  • Gewicht: 414 Gramm
  • Preis: 149,00 € (UVP)
urge
# urge

“Unverkennbare Urge-Optik und eine deutlich verbessere Größenanpassung im Vergleich zum Vorgänger lassen den Endur-O-Matic 2 in einem guten Licht stehen. Aber: Die Belüftung ist nur mittelmäßig, der Sitz auf dem Kopf ebenfalls. Deshalb sollten Interessenten ihn vor dem Kauf unbegindt anprobieren.”

Zum ausführlichen Test: Urge Endur-O-Matic 2: Frankreich-Klassiker für den Kopf

Uvex Finale

Entwickelt und getestet auf den berühmten EWS-Trails in Finale Ligure: Damit bewirbt Uvex seinen Enduro-Helm Finale, der großflächigen Schutz bieten und gleichzeitig gut belüftet sein soll. Trotz einer im Nackenbereich tief nach unten gezogenen Helmschale wiegt der Finale relativ leichte 340 Gramm, bietet dazu auch noch stolze 20 Belüftungsöffnungen.

  • Aufbau & Sicherheitsfeatures: EPS-Schaum, Inmould-Helmschale, Monomatic-Steckschnalle
  • Gewicht: 340 Gramm
  • Preis: 109,95 € (UVP)
uvex
# uvex

“Uvex macht mit dem Finale vieles richtig: Die Belüftung ist gelungen, das Gewicht stimmt und Passform und Tragekomfort sind sehr gut. Auch der Preis ist sehr fair. Die eigenwillige Optik wird allerdings nicht jedermanns Sache sein. Einen Punktabzug gibt es für das Visier, das sich nicht verstellen lässt und zu weit ins Blickfeld ragt.”

Zum ausführlichen Test: Uvex Finale: Enduro-Helm made in Germany

Empfehlung: Trail

Unsere Empfehlung für den Trail-Bereich kommt aus Spanien: Der BH Bikes Evo Enduro konnte in unserem großen Vergleichstest nicht nur aufgrund des günstigen Preises von 89,90 € überzeugen. Der Helm ist mit einem Gewicht von 292 Gramm einer der leichtesten Helme in unserem Test und bietet dafür erstaunlich viel Schutz. Auch die Belüftung ist sehr gelungen. Das System zur Anpassung der Größe lässt sich gut bedienen. Dazu überzeugt die spanische Halbschale mit einem hervorragenden Sitz: Nahezu alle Tester fühlten sich im BH Bikes Evo Enduro sofort wohl. Er ist allerdings im Nackenbereich nicht so tief gezogen wie so manch anderer Helm in unserem Vergleich. Das Visier lässt sich außerdem nicht verstellen. Das ist auf dem Trail nicht weiter negativ aufgefallen – wer jedoch regelmäßig mit Goggle unterwegs ist, könnte sich hieran stören. Für Personen, die eine solide, gut belüftete und günstige Halbschale für nicht allzu extreme Trails suchen, ist der BH Bikes Evo eine exzellente Wahl – und unsere Empfehlung Trail!

Der BH Bikes Evo Enduro überzeugt mit sehr guter Passform, geringem Gewicht und fairem Preis
# Der BH Bikes Evo Enduro überzeugt mit sehr guter Passform, geringem Gewicht und fairem Preis - er ist unsere Empfehlung für den Trail-Einsatz!

Empfehlung: Enduro

Zugegeben: Bontrager ist in erster Linie nicht unbedingt als Hersteller von Trail- und Enduro-Helmen bekannt. Umso positiver hat uns der Bontrager Lithos MIPS überrascht. Der dunkelblaue Lithos ist zwar einer der schwereren Helme in unserem Vergleichstest und nicht unbedingt die kühlste Halbschale an heißen Sommertagen. Dafür überzeugt der Bontrager-Helm jedoch mit sehr guter Passform, einem sehr umfassenden Schutz mit einer tief in den Nackenbereich runtergezogenen Schale, dem schwedischen MIPS-System und einem großen Visier, unter dem eine Goggle bequem Platz findet. Auch das System für die Montage von Helmkameras und -lampen ist gut durchdacht. Für 2017 hat Bontrager übrigens die Polster überarbeitet: Diese sind nun saugfähiger und mit Belüftungskanälen ausgestattet – eine sinnvolle Änderungen. Ein tolles Feature des Bontrager Lithos MIPS ist das Crash Replacement-Programm: Innerhalb eines Jahres nach Kaufdatum erhält man kostenlos einen neuen Lithos MIPS, wenn man den alten Helm bei einem Sturz beschädigt und bei Bontrager eingesendet hat. Wer auf der Suche nach einem guten Enduro-Helm ist und mehr Wert auf Schutz als auf eine gute Belüftung legt, wird mit dem Bontrager Lithos MIPS glücklich – unsere Empfehlung Enduro!

Der Bontrager Lithos MIPS bietet sinnvolle Sicherheitsfeatures, hat ein sehr faires Crash Replacement-Programm und überzeugt dank der guten Passform
# Der Bontrager Lithos MIPS bietet sinnvolle Sicherheitsfeatures, hat ein sehr faires Crash Replacement-Programm und überzeugt dank der guten Passform - eine gute Wahl für alle, die auf der Suche nach einem Enduro-Helm sind. Unsere Empfehlung!

Empfehlung: Preis-Leistung

Der Preis-Leistungs-Sieger in unserem Test kommt aus Deutschland: Der Cratoni AllSet ist zwar nicht das Top-Modell im Angebot der Helmspezialisten, muss sich hinsichtlich der Ausstattung jedoch nicht von der teilweise deutlich teureren Konkurrenz verstecken. Egal ob Fliegengitter, besonders sicherer Verschluss, sauber gelöster Größenverstellung oder praktischem System zur Montage von Helmlampen und Kameras: Der AllSet hat nahezu alle Features an Board. Zusätzlich überzeugt er mit einem sehr bequemen Sitz, einer guten Belüftung und einer erstklassigen Verarbeitung. Das alles macht den Cratoni AllSet zu einem sehr gelungenen Gesamtpaket zum fairen Preis – unsere Empfehlung Preis-Leistung!

Der Cratoni AllSet beweist, dass ein guter Helm nicht teuer sein muss
# Der Cratoni AllSet beweist, dass ein guter Helm nicht teuer sein muss - trotz des sehr fairen Preis bietet der deutsche Helm sehr viel Features, punktet mit guter Verarbeitung und konnte in unserem Test überzeugen!

So haben wir getestet

Die insgesamt 13 Trail- und Enduro-Helme in unserem großen Vergleichstest wurden von verschiedenen Testern mit verschiedenen Anforderungen und verschiedenen Kopfformen eine ganze Saison lang auf den unterschiedlichsten Trails gefahren. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die jeweiligen Modelle zu den Testköpfen passen. Folgende Kriterien sind bei der Auswahl eines geeigneten Helmes besonders wichtig:

Schutz und Sicherheits-Features

Ein guter Helm soll natürlich in erster Linie den eigenen Kopf schützen. Typischerweise bauen aktuelle Trail- und Enduro-Helme auf einer Schale aus Schaumstoff auf – hier handelt es sich üblicherweise um expandiertes Polystyrol, das sich durch geringes Gewicht und gute Dämpfungseigenschaften auszeichnet. Damit die Schaumstruktur nicht beschädigt und in ihrer Schutzwirkung beeinträchtigt wird, hüllen alle Helme diese in eine im Inmold-Verfahren gefertig Schale aus Kunststoff. Diese soll Schlag- und Kratzfest sein und so die Haltbarkeit des Helms verbessern.

Trotz des oftmals ähnlichen Fertigungsverfahrens unterscheiden sich die von uns getesteten Helme in diesem wichtigen Aspekt der Sicherheit teilweise deutlich. Während manche Helme in unserem Test eher minimalistisch daherkommen, fallen andere Modelle eher wuchtig aus und sind vor allem im Nackenbereich tief nach unten gezogen. Das bietet mehr Schutz, wirkt sich jedoch auch negativ auf die Belüftung aus.

Giro und Bontrager setzen bei den von uns getesteten Modellen auf das schwedische MIPS-System, das die Rotationskräfte im Fall eines Sturzes reduzieren soll
# Giro und Bontrager setzen bei den von uns getesteten Modellen auf das schwedische MIPS-System, das die Rotationskräfte im Fall eines Sturzes reduzieren soll - Kali und 6D verwenden bei ihren Helmen auf hauseigene Lösungen, die dasselbe erreichen sollen. Unabhängige wissenschaftliche Studien zu dem Thema sind bislang allerdings nur schwer zu finden.

Giro und Bontrager setzen bei den von uns getesteten Modellen Montaro und Lithos auf das schwedische MIPS-System: Hier sitzen die Helmpolster in einer Schale aus Kunststoff, die schwimmend in der EPS-Schale des Helms befestigt ist. Bei einem Sturz soll sich die Kunststoffschale verschieben. Das soll Rotationskräfte, die bei einem nicht-linearen Aufprall entstehen, reduzieren. Kali verwendet im von uns getesteten Interceptor die sogenannte Armourgel-Technologie: Unter den Polstern befinden sich mit Armourgel gefüllte Pads, die bei einem Sturz ebenfalls die auftretenden Rotationskräfte reduzieren sollen – laut Angaben des Herstellers um bis zu 25 %. 6D verwendet im ATB-1T eine eigene Technologie namens ODS: Statt einer verfügt der ATB-1T über zwei getrennte Schalen, die über Elastomerdämpfer miteiteinander verbunden sind.

Alle Helme in unserem Vergleichstest müssen verschiedene Tests und Normen bestehen, bevor sie auf dem europäischen Markt erhältlich sind. Die Praxisrelevanz dieser Normen, bei denen die Helme nach einem standardisierten Verfahren auf einem Prüfstand getestet werden, wird teilweise kontrovers diskutiert. Um eine Verkaufserlaubnis für den europäischen Markt zu erhalten, müssen Fahrradhelme bestimmte Standards erfüllen. Hierzulande besonders relevant ist die Prüfnorm DIN EN 1078. Bei dieser Norm fällt der Helm – inklusive Prüfkopf, dessen Masse zwischen 3,1 und 6,1 kg beträgt – zunächst aus einer Höhe von etwa 150 cm mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h auf eine Stahlplatte. Anschließend fällt der Helm aus einer Höhe von circa 110 cm auf ein dachförmiges Ziel. Die Aufprallgeschwindigkeit beträgt hier 16,5 km/h. Im Prüfkopf befindet sich ein Sensor, der die Beschleunigung misst. Liegt diese unter 250g, gilt der Test als bestanden und die Norm ist erfüllt.

Die Hersteller der Helme kommunizieren nur, wenn der Helm den Test bestanden hat – nicht jedoch mit einem konkreten Prüfergebnis. Die schwedische Versicherung Folksam hat 2015 mit einem aufwändigen Versuchsaufbau mehrere Helme auf dem Prüfstand getestet und anschließend die Ergebnisse veröffentlicht. Studien aus dem American Football zeigen, dass Gehirnerschütterungen ab einer Einwirkung von 60 bis 100g auftreten können. Bei einer Einwirkung von 250g – also dem Höchstwert, den ein Helm bei der DIN EN 1078 aufweise darf – liegt ein 40%iges Risiko für eine Schädelfraktur vor.

Insbesondere das Gelände, in dem moderne Enduro-Bikes bewegt werden, wird immer ruppiger
# Insbesondere das Gelände, in dem moderne Enduro-Bikes bewegt werden, wird immer ruppiger - da sollte der Helm ein Maximum an Schutz bieten, auch wenn darunter die Belüftung leidet. Die Normen, die ein Helm aktuell erfüllen muss, spiegeln die Realität nur unzureichend wieder. Die Messung auf dem Prüfstand ist ein sehr komplexes Thema.
Das Testen auf dem Prüfstand: Wieso, weshalb, warum nicht?

Bei unserem großen Vergleich der Trail- und Enduro-Helme haben wir uns gegen einen Test der einzelnen Kandidaten auf dem Prüfstand entschieden. Dieses Thema haben wir vorab redaktionsintern diskutiert und uns dabei unter anderem folgende Fragen gestellt:
  • Simuliert man auf dem Prüfstand nur die beiden Situationen, die auch für die Erfüllung der DIN EN 1078-Norm relevant sind?
  • Wie relevant ist ein Aufprall aus einer Höhe von 150 cm mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h auf eine Stahlplatte für einen Trail- oder Enduro-Helm?
  • Und wie relevant ist ein Aufprall aus einer Höhe von 110 cm auf ein dachförmiges Ziel für einen Trail- oder Enduro-Helm?
  • Sollte man nicht auch die auf den Kopf einwirkenden Rotationskräfte messen?
  • Wie simuliert man im Labor einen bei einer Trailfahrt typischen Sturz?
  • Müsste man nicht mehrere Ausführungen ein und desselben Helmes auf dem Prüfstand testen, um eine Serienstreuung auszuschließen?
  • Wie, wo und wann testet man?
  • Wie viel Schutz bietet ein Helm, der im Labor hervorragend funktioniert, in der Praxis aber schlecht auf dem eigenen Schädel sitzt?
  • Wie viele Helme müsste uns eigentlich jeder Hersteller zuschicken, damit wir jedes der 13 Modelle sinnvoll im Labor und auf dem Trail testen können?
Die Antwort auf die Frage, weshalb wir die Helme nicht im Labor auf dem Prüfstand getestet haben, ist also komplexer, als man zunächst annehmen würde. Unter idealen Bedingungen hätten wir natürlich gerne jeden Helm auch hinsichtlich seiner konkreten Schutzwirkung möglichst objektiv, reliabel und valide getestet. Generell begrüßen wir es, wenn die Hersteller der Helme den Fokus vor allem auf sicherheitsrelevante Aspekte legen und würden uns eine praxisrelevante Überarbeitung der aktuell für Trail- und Enduro-Helme notwendigen DIN EN 1078 wünschen.

Passform und Anpassbarkeit

Der wohl relevanteste Aspekt eines guten Helms ist die Passform. Hier gilt: Der Helm muss zum eigenen Kopf passen! Bei Helmen ist das Anprobieren und Vergleichen verschiedener Modelle absolut unerlässlich. Ein Helm, der auf dem Papier tolle Sicherheits-Features hat, aber nicht gut auf den eigenen Kopf passt, ist definitiv keine gute Wahl. Deshalb sollte man vor dem Kauf unbedingt mehrere Helme anprobieren.

Bei der Größenangabe beziehen sich alle Hersteller auf den Kopfumfang. Dies ist allerdings nicht mehr als ein erster sinnvoller Anhaltspunkt. Ein Großteil der von uns getesteten Helme lässt sich nicht nur in der Weite, sondern auch in der Höhe verstellen. Diese Verstellung nimmt man in der Regel nur ein Mal vor – so lässt sich der Sitz des Helms optimal auf den eigenen Kopf abstimmen. Da die Passform ein sehr individuelles Thema ist, sind wir in den jeweiligen Helmtests auf von uns festgestelte Besonderheiten bei hinsichtlich der Passform eingegangen.

Die richtige Passform ist extrem wichtig beim Kauf eines neuen Helmes
# Die richtige Passform ist extrem wichtig beim Kauf eines neuen Helmes - auch wenn sich die Helme fast immer in der Weite und auch der Höhe verstellen lassen, fallen die einzelnen Modelle teils sehr unterschiedlich aus. Deshalb gilt: Vor dem Kauf unbedingt anprobieren und vergleichen!

Preis-Leistungs-Verhältnis

Der günstigste Helm in unserem Test ist der BH Bikes Evo Enduro: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 89,90 € liegt er deutlich unter dem Durchschnitt. Zum Vergleich: Der teuerste Helm in unserem Test kostet mehr als dreimal so viel: Der 6D ATB-1T kostet stolze 279,95 €, wenngleich er im Handel teils deutlich günstiger ist. Neben dem BH Bikes Evo Enduro liegen mit dem Cratoni Allset und dem 7 iDP M2 noch zwei weitere Modelle unter der 100 €-Grenze. Der futuristische Fox Metah und der Uvex Finale kosten knapp über 100 € und zählen damit ebenfalls zu den günstigeren Modellen in unserem großen Helm-Vergleich. Übrigens: Im Durchschnitt kostet ein Kandidat unseres Vergleichstests 148,65 €.

Geht ein günstiger Preis auch mit weniger Features einher? Unser Helm-Vergleichstest zeigt, dass sich das so pauschal nicht sagen lässt. Das beste Beispiel hierfür ist der Cratoni AllSet, der nicht nur einer der günstigsten Helme in unserem Test ist, sondern zahlreiche durchdachte Features bietet und ordentlich verarbeitet ist. Generell gilt jedoch: Will man mehr Schutz, muss man dafür tiefer in die Tasche greifen: Die Modelle mit dem großflächigsten Schutz und zusätzlichen Sicherheitsfeatures wie beispielsweise MIPS oder ähnlichen Systemen kosten teilweise deutlich mehr als die Konkurrenz.

Geringer Preis = wenige Features? Das können wir so nicht bestätigen
# Geringer Preis = wenige Features? Das können wir so nicht bestätigen - zwar hat sich in unserem Test gezeigt, dass die Helme, die mehr Schutz bieten vergleichsweise teurer sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein günstiger Helm automatisch schlecht ist.

Gewicht und Belüftung

Gerade an heißen Sommertagen ist eine gute Belüftung wichtig: In der Regel wirkt sich Schweiß in den Augen nicht gerade positiv auf die Stimmung und den Fahrspaß aus. Hinsichtlich der Belüftung unterscheiden sich die von uns getesteten Helme teils deutlich. Die Modelle, die großflächigeren Schutz bieten, sind tendenziell schlechter belüftet – das lässt sich nicht gänzlich vermeiden. Dass es auch anders geht, beweist beispielsweise Uvex: Trotz umfassendem Schutz ist der von uns getestete Finale sehr gut belüftet – und das nicht nur wegen der sinnvoll platzierten und großen Belüftungsöffnungen, sondern auch wegen kleiner Details wie Polstern, die besonders saugfähig sind und mit kleinen Belüftungskanälen versehen sind.

Objektiv und zweifellos fehlerfrei lässt sich das Gewicht der von uns getesteten Helme feststellen. Mit einem Gewicht von 245 Gramm ist der Limar 888 Superlight nicht nur der leichteste Helm in unserem Test, sondern liegt sogar unter der Herstellerangabe. Der schwerste Helm in unserem Vergleich wiegt fast genau doppelt so viel: 491 Gramm bringt der 6D ATB-1T auf die Waage. Auf dem Trail ist die Belüftung übrigens deutlich wichtiger als das Gewicht. Man wird selten feststellen, dass ein Helm zu schwer ist – eine schlechte Belüftung merkt man hingegen schon eher …

Auch auf ausgiebigen XC-Runden bei teils sommerlichen Temperaturen mussten sich die Helme in unserem Vergleich beweisen
# Auch auf ausgiebigen XC-Runden bei teils sommerlichen Temperaturen mussten sich die Helme in unserem Vergleich beweisen - hier zeigt sich schnell, welcher Hersteller seine Hausaufgaben beim Thema Belüftung gemacht hat. Klar ist aber auch, dass man bei einem Helm, der möglichst viel Schutz bieten soll eventuell auch Abstriche bei der Belüftung machen muss.

Sonstige Features

Klar: Der neue Helm muss sicher sein, die Belüftung und die Passform sollten stimmen, leicht soll die neue Halbschale sein und das Preis-Leistungs-Verhältnis muss passen. Doch die Anforderungen an einen modernen Trail- und Enduro-Helm sind noch vielfältiger. Lässt sich das Visier weit genug nach oben schieben, damit man beim Weg nach oben eine Goggle dem Helmvisier befestigen kann? Wie problemlos ist die Montage von Helmlampen und POV-Kameras? Lässt sich das Visier so einstellen, dass es nicht ins Blickfeld ragt? Wie saugfähig sind die Helmpolster? Lässt sich die Größen- und Höhenverstellung des Helms bequem bedienen? Neigt die Oberfläche dazu, schnell zu zerkratzen? Ist im vorderen Bereich ein Fliegengitter installiert, das kleinere Insekten effektiv abhält? Und bietet der Hersteller eine Garantie oder ein Crash Replacement-Programm im Fall eines Schadens? Die Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich von Helm zu Helm und sind in den jeweiligen Testberichten erwähnt.


Weitere Informationen

Text & Redaktion: Moritz Zimmermann | MTB-News.de 2017
Bilder: Johannes Herden, Moritz Zimmermann, Jens Staudt

  1. benutzerbild

    vitaminc

    dabei seit 08/2009

    Bloodshot schrieb:
    Schade dass der ixs nicht dabei ist, ist ja immerhin einer der meist verkauften Helme und was meinen Kopf von der Passform her anbelangt menchmark.

    mit dem IXS sind sehr viele zufrieden, aber man kann natürlich nicht ALLE Helme in einem einzigen Test unterbringen. Aber vielleicht hilft das: [URL]http://www.mtb-news.de/forum/t/test-ixs-trail-rs-helm-knallgruener-schutzengel-fuer-den-kopf.656901/[/URL]
  2. benutzerbild

    Bloodshot

    dabei seit 02/2013

    ja habe gedacht dass wie wegen der neuen "evo" auflage dazu nehmen (und vergleiche zum alten machen) aber wirklich was verändert hat sich ja eh nicht.
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  4. benutzerbild

    Bloodshot

    dabei seit 02/2013

    irgendwie kann ich meinen komentar nicht editieren?!

    edit: mir ist doch aufgefallen dass der seitenbügel anders verläuft und das ehmalige problem mit der brille somit vllt nicht mehr auftritt. wäre doch fast nen grund den zu testen
  5. benutzerbild

    JoDeCologne

    dabei seit 09/2016

    ..jeder dritte und zweite auf dem Trail hat subjektiv ne Bell Super oder IXS Rs - Kopfbedeckung; ..stimmt, da kann man sich die Verkaufssieger im Test auch sparen ?
  6. benutzerbild

    Moritz

    dabei seit 01/2016

    JoDeCologne schrieb:
    ..jeder dritte und zweite auf dem Trail hat subjektiv ne Bell Super oder IXS Rs - Kopfbedeckung; ..stimmt, da kann man sich die Verkaufssieger im Test auch sparen ?


    Den Bell Super 2 haben wir bereits [URL='http://www.mtb-news.de/news/2016/01/04/bell-super-2-helm-test/']ausführlich getestet[/URL]!

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