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Das Norco Optic C2 ist das Mittelklasse-Modell der Optic Baureihe und ein waschechtes Trailbike
Das Norco Optic C2 ist das Mittelklasse-Modell der Optic Baureihe und ein waschechtes Trailbike - 140 mm Federweg an der Front und 125 mm am Heck sind im Carbon-Rahmen mit einer äußerst fortschrittlichen Geometrie und 29"-Laufrädern vereint.
Alles schön in Linie bei den Kanadiern
Alles schön in Linie bei den Kanadiern - Ride Aligned heißt das Gesamtkonzept, das hinter dem Optic und anderen aktuellen Norco-Modellen steht. Ob der Rahmen deswegen auch mit so schönen geraden Rohren kommt?
Leitungseingang am Steuerrohr
Leitungseingang am Steuerrohr - die Leitungen sind hier nicht gesichert.
Leitungshalter am Unterrohr
Leitungshalter am Unterrohr - hier werden die Leitungen durch einen Kabelbinder gesichert.
Leitungsführung ums Tretlager
Leitungsführung ums Tretlager
Foto Chris Spath Norco Optic-8981
Foto Chris Spath Norco Optic-8981
Das Optic ist in der Produktpalette nicht neu, wurde im Vergleich zum Vorgänger aber gewaltig überarbeitet.
Das Optic ist in der Produktpalette nicht neu, wurde im Vergleich zum Vorgänger aber gewaltig überarbeitet.
Unterrohrschutz bis kurz vors Tretlager.
Unterrohrschutz bis kurz vors Tretlager.
Geometrie-Aufkleber am Testrad
Geometrie-Aufkleber am Testrad - vor allem der flache 65° Lenkwinkel sowie die mitwachsenden Kettenstreben stechen aus der Masse heraus, aber auch ansonsten ist das Optic durchaus fortschrittlich.
RockShox Super Deluxe Ultimate DH mit DebonAir-Luftkammer, ohne Plattform-Hebel
RockShox Super Deluxe Ultimate DH mit DebonAir-Luftkammer, ohne Plattform-Hebel - der kurze 190 mm Dämpfer lässt sich von außen in der Lowspeed-Zug- und Druckstufe verstellen. Volumenspacer-Tuning im Inneren ist ebenso möglich.
RockShox Pike Select+ mit 140 mm Federweg und kurzem Offset
RockShox Pike Select+ mit 140 mm Federweg und kurzem Offset - die Select+ Version der Pike arbeitet bereits mit Charger-Dämpfung und Bladder, ist aber von außen nicht so umfangreich verstellbar wie die Ultimate-Ausführung.
X-Fusion Manic mit bis zu 170 mm Hub
X-Fusion Manic mit bis zu 170 mm Hub - die Stütze ist schlicht, selten gesehen, macht im ersten Moment aber einen vernünftigen Eindruck.
Norco-Cockpit mit Ergon-Griffen
Norco-Cockpit mit Ergon-Griffen - die günstigen Bremsen sind nicht Werkzeug-frei verstellbar. Frei nach dem Motto „You never know what you got, till it's gone“ haben wir diese durchaus vermisst.
Vier-Kolben-Bremsen sieht man am Trailbike immer öfter
Vier-Kolben-Bremsen sieht man am Trailbike immer öfter - Norco zielt damit auf die wohl guten Downhill-Fähigkeiten des Bikes ab und will diesen Rechnung tragen. Eine vernünftige Entscheidung.
Antriebsneutral und flott geht es mit dem Norco Optic auf den Berg
Antriebsneutral und flott geht es mit dem Norco Optic auf den Berg - auch mit offenem Dämpfer bleibt das Heck relativ ruhig, im Gelände bietet es viel Traktion. Mit schnell rollendem Hinterreifen geht das Bike zügig bergauf.
Im Wiegetritt ist die Federung dann natürlich schon aktiv
Im Wiegetritt ist die Federung dann natürlich schon aktiv - trotz hohem Lenker war in fast allen Lebenslagen genug Druck auf der Front. Kommt man an die Grenzen des Fahrbaren, kann das Vorderrad aber auch mal steigen.
Lässt man sich auf das Norco Optic C2 ein, kommt es zum Tanz
Lässt man sich auf das Norco Optic C2 ein, kommt es zum Tanz - der Fahrer tanzt mit dem Rad, das Rad mit dem Trail – Linien, die Einsatz erfordern, gelingen spielerisch, auch abseits der Hauptlinie findet man gerne neue Möglichkeiten.
Laufruhe in ruppigem Geläuf
Laufruhe in ruppigem Geläuf - anspruchsvolle und schnelle Strecken meistert das Optic mit einer für ein Trailbike beeindruckenden Ruhe. Je schneller, desto angenehmer wird auch die Pike – aber vorsichtig, die Reserven eines Enduros fehlen im Ernstfall!
Sicherheit in Kurven
Sicherheit in Kurven - Tretlagerhöhe, Kettenstrebenlänge und Lenkgeometrie sorgen für ein gutes Kurvenverhalten, auch wenn es mal rutscht oder rumpelt. Der Hinterbau arbeitet feinfühlig und trotz geringem Federweg sorgt er für ein passendes Maß an Sensibilität und Endprogression.
Mit dem Optic wendet sich Norco weniger an klassische Tourenfahrer
Mit dem Optic wendet sich Norco weniger an klassische Tourenfahrer - das Rad ist gebaut für Mountainbiker aller Könnensstufen, die auf Singletrails spielen wollen, Fahrspaß suchen und sich fahrtechnisch weiterentwickeln wollen – denn genau da bringt einen das Optic hin.
Lackabplatzer an der Kettenstrebe
Lackabplatzer an der Kettenstrebe - die Unterseite ist nicht geschützt und dementsprechend bereits in Mitleidenschaft gezogen. Unser Testbike stammt aus der Testflotte von Norco und wurde bereits gefahren.
Reifenfreiheit im Hinterbau
Reifenfreiheit im Hinterbau - hier ist nicht gigantisch viel Platz. Im Testbetrieb reichte dieser aber auch bei 2,5"-Reifen noch aus. Bei viel Matsch wird's eng!
Cockpit-Integration & X-Fusion Manic
Cockpit-Integration & X-Fusion Manic - eine Integration ist nicht möglich, rein ergonomisch ist die Remote angenehm und einfach zu bedienen.
RockShox Pike Select+
RockShox Pike Select+ - mit der aktuellen Evolutionsstufe der Pike haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Select+ Gabel im Testrad konnte jedoch nicht mit der gewohnt guten Sensibilität der Ultimate Pike mithalten.
Ein Rad zum Wohlfühlen ist das Norco Optic
Ein Rad zum Wohlfühlen ist das Norco Optic - wirkliche Schwächen leistet sich das flinke kanadische Trailbike keine. Es weiß vielmehr durch seine besonderen Ansätze zu begeistern, denn diese verpassen ihm auf dem Trail ein sehr gelungenes Fahrgefühl, das Lust auf mehr macht! Laufruhe trifft auf Agilität, Pop auf Nehmerqualitäten. Dazu gibt es ein sinnvolles Komplettpaket, das sich durch günstige Tuningmaßnahmen noch besser machen lässt.

Norco Optic C2 im Test: Ein Trailbike soll das Optic sein. Wenn man sich die Eckdaten anschaut – 140 mm Federweg vorne und 125 mm hinten, dazu 29″-Laufräder und ein Carbon-Rahmen – dann sieht das schon mal ganz gut aus. Kommt man dann in den Genuss, Bryn Atkinson auf diesem Rad beim Fahren zuzuschauen, stellt sich aber die Frage: Was bedeutet „Trailbike“ für Norco? Eine Frage, der wir nachgehen wollten.

Steckbrief: Norco Optic C2

EinsatzbereichTrail
Federweg140 mm/125 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: XL)
Websitewww.norco.com
Preis: 4.499 €

In der großen Bandbreite an Einsatzbereichen ordnet Norco sein Optic im Trail-Sektor ein. Mit gleich zwei größeren Brüdern für All-Mountain bis Enduro – Sight und Range – ist das Optic in der hauseigenen Abstufung schon recht weit unten angesiedelt. Trotzdem ist vor allem die Geometrie erstaunlich nahe an dem dran, was man aktuell im langhubigen Segment sieht. Besonderheiten? Seit langem schon setzt Norco auf mitwachsende Kettenstreben, die durch die vier Rahmengrößen hindurch länger werden. Heraus sticht außerdem der flache 65° Lenkwinkel, den Norco beim 29er mit der kurzen Offset-Option an der Gabel paart.

Mit 140 mm Federweg an der Front reiht sich das Optic nahtlos in die aktuelle Trail-Kategorie ein. Am Heck sind es mit 125 mm allerdings etwas weniger. Ein geradliniger Carbon-Hauptrahmen trifft auf einen Alu-Hinterbau mit Horst-Link-Viergelenker. 2020 gab es neben dem Rahmenset drei Ausstattungsvarianten – für 2021 wurde auf fünf Ausstattungen ausgebaut.

Das Norco Optic C2 ist das Mittelklasse-Modell der Optic Baureihe und ein waschechtes Trailbike
# Das Norco Optic C2 ist das Mittelklasse-Modell der Optic Baureihe und ein waschechtes Trailbike - 140 mm Federweg an der Front und 125 mm am Heck sind im Carbon-Rahmen mit einer äußerst fortschrittlichen Geometrie und 29"-Laufrädern vereint.
Diashow: Norco Optic C2 im Test: Tanz mit mir!
Leitungsführung ums Tretlager
Leitungshalter am Unterrohr
Alles schön in Linie bei den Kanadiern
Reifenfreiheit im Hinterbau
Norco-Cockpit mit Ergon-Griffen
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Im Detail

Erinnert man sich zurück an ältere Modelle von Norco, wie das A-Line oder das Team DH, dann steht man mit einer Mischung aus Verwunderung und Dankbarkeit vor dem neuen Optic. Die Evolution des kanadischen Traditionsherstellers in den vergangenen Jahren begrüßen wir sehr! Das Norco Optic C2 sieht mit seinem geradlinigen, aufgeräumten Erscheinungsbild ziemlich elegant aus. Flach gehaltene Rohrprofile, eine aufgeräumte Anordnung mit viel Platz im Hauptrahmen und nichts was unproportional aus dem Muster fällt. Das gefällt uns!

Alles schön in Linie bei den Kanadiern
# Alles schön in Linie bei den Kanadiern - Ride Aligned heißt das Gesamtkonzept, das hinter dem Optic und anderen aktuellen Norco-Modellen steht. Ob der Rahmen deswegen auch mit so schönen geraden Rohren kommt?

Zum Glück hat das Bike nur noch den Viergelenk-Hinterbau mit seinen Urgroßvätern gemeinsam. Dieser steht unter dem Ride Aligned-Ansatz des kanadischen Herstellers: Ein Konzept, das bei der Kinematik, aber auch der Geometrie ansetzt, um auf dem Trail das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Je nach Größe des Fahrers und des Bikes verändert sich die Schwerpunktlage des Systems und damit das Handling. Norco will mit der Geometrie dafür sorgen, dass die Radlastverteilung optimal für alle Rahmengrößen bleibt. Je nach Rahmengröße sollen Reach, Kettenstrebenlänge, der Sitzwinkel und die Lenkgeometrie speziell angepasst worden sein und damit für Sicherheit, flinkes Handling und viel Grip sorgen. Sowohl in der Abfahrt, als auch auf dem Weg in Richtung Gipfel. Hört sich so weit alles gut an!

Beim Fahrwerk setzt man Ride Aligned aber nicht alleine um, sondern arbeitet eng mit RockShox und Fox zusammen, um Custom-Tunes für die Federbeine zu erarbeiten. In Kombination mit optimierten Anti-Squat-Werten und einer konstant steigenden Progression sollen viel Grip, guter Support und eine aktive Federung in der Abfahrt sowie ein ruhiges Fahrwerk unter Antriebseinflüssen gewährleistet sein.

Leitungseingang am Steuerrohr
# Leitungseingang am Steuerrohr - die Leitungen sind hier nicht gesichert.
Leitungshalter am Unterrohr
# Leitungshalter am Unterrohr - hier werden die Leitungen durch einen Kabelbinder gesichert.
Leitungsführung ums Tretlager
# Leitungsführung ums Tretlager
Foto Chris Spath Norco Optic-8981
# Foto Chris Spath Norco Optic-8981

Genug der Theorie – schauen wir uns den Rahmen noch einmal im Detail an. Schaut man genau hin, fallen kleine Änderungen im Modellwechsel von 2020 zu 2021 auf: Ein Unterrohrschutz für den Shuttle-Truck wurde weit oben am Unterrohr ergänzt, und die bremsseitige Kettenstrebe wurde abgesenkt – außerdem scheinen die Sitzstreben im Detail leicht verändert. Abgesehen davon ist das Rad unverändert und setzt weiterhin fast alle modernen Anbaustandards ein – lediglich die Trunnion-Option hat man außen vor gelassen. Am Carbon-Hauptrahmen verschwinden die Leitungen knapp hinter dem Steuerrohr ins Innere des Rahmens, bevor sie am Unterrohr wieder austreten und via Fixierung an der unteren Dämpfer-Aufnahme in Richtung Hinterbau geleitet werden. Ab hier bleibt die Bremsleitung draußen, während der Schaltzug wieder im Inneren der Alu-Kettenstrebe verschwindet.

Ansonsten gibt es nicht besonders viel zu entdecken – Kettenstreben- und Unterrohrschutz sind vorhanden, Flipchips oder andere Extras gibt es nicht. Modern, ordentlich aufgeräumt, stimmig und sehr unaufgeregt – man könnte fast meinen, da war ein deutscher Ingenieur am Werk.

Das Optic ist in der Produktpalette nicht neu, wurde im Vergleich zum Vorgänger aber gewaltig überarbeitet.
# Das Optic ist in der Produktpalette nicht neu, wurde im Vergleich zum Vorgänger aber gewaltig überarbeitet.
Unterrohrschutz bis kurz vors Tretlager.
# Unterrohrschutz bis kurz vors Tretlager.

Geometrie

Extrem spannend ist hingegen der Blick unter die Haube, sprich: die Geometrie des Norco Optic. Bereits angemerkt haben wir den flachen 65° Lenkwinkel, der einiges an Laufruhe bescheren dürfte – im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modell damit satte 3,5° flacher! Aber nicht nur der Lenkwinkel zeigt, dass Norco mit dem Optic durchaus mutig war: Auch die Reach- und Stack-Werte fallen lang aus, die Tretlagerabsenkung ist mit 38 mm tief und der Sitzwinkel von 76° dürfte gut dazu passen.

Werden wir etwas konkreter: In 30 mm-Schritten wächst der Reach von 420 mm in Größe S bis auf 510 mm in Größe XL. Dazu verlängert Norco an jedem Rad die Kettenstrebe um 5 mm – von kurzen 425 mm in S, bis hin zu moderaten 440 mm in XL. So soll sich für alle Rahmengrößen eine gute Balance einstellen. Plus 10 mm Steuerrohrlänge pro Rahmengröße sorgen für einen Zuwachs von 9 mm im Stack, der nicht extrem hoch ausfällt, aber auf einem Level liegt, auf dem man je nach Gusto in beide Richtungen optimieren kann.

Ob man von „Fehlen“ sprechen muss, wenn es zum Thema Flipchip kommt? Bei dieser Geometrie würden wir sagen – nein. Das Optic lässt sich ohne weiteres nicht in seiner Geometrie anpassen, steht aber im Vergleich zu weiteren, recht progressiven Trailbikes sehr gut da. Es ist in den meisten Belangen einen Ticken extremer als die Konkurrenz – ob das schon zu viel des Guten ist?

RahmengrößeSMLXL
Sitzrohrlänge395 mm415 mm445 mm485 mm
Oberrohrlänge572 mm605 mm637 mm669 mm
Steuerrohrlänge100 mm110 mm120 mm130 mm
Lenkwinkel65°65°65°65°
Sitzwinkel76°76°76°76°
Kettenstrebenlänge425 mm430 mm435 mm440 mm
Tretlagerhöhe337 mm337 mm337 mm337 mm
Tretlagerabsenkung38 mm38 mm38 mm38 mm
Radstand1157 mm1196 mm1235 mm1275 mm
Reach420 mm450 mm480 mm510 mm
Stack611 mm620 mm629 mm638 mm
Geometrie-Aufkleber am Testrad
# Geometrie-Aufkleber am Testrad - vor allem der flache 65° Lenkwinkel sowie die mitwachsenden Kettenstreben stechen aus der Masse heraus, aber auch ansonsten ist das Optic durchaus fortschrittlich.

Ausstattung

Unser Testrad stammt noch aus dem alten Modelljahr und kommt mit etwas anderer Ausstattung als die neuen 2021er Modelle. Mit RockShox-Fahrwerk, SRAM-Antrieb, Shimano-Bremsen und X-Fusion-Sattelstütze ist die Ausstattung zwar etwas durchgewürfelt, aber dennoch funktionell. Eins der auffälligsten Merkmale ist der fehlende Lockout-Hebel am Dämpfer. Zugunsten der Abfahrtsperformance wurde das Optic mit der DH-Ausführung des Super Deluxe-Dämpfers ausgerüstet – wenn man Ride Aligned trauen kann, braucht es dank gutem Anti-Squat auch keine Hilfsmittelchen am Dämpfer.

Every Optic is equipped with DH-focused components – because we know what kind of speed the bike inspires.

Norco Bikes

Für das neue Modelljahr 2021 gibt es zwei zusätzliche Modelle – das C AXS-Bike und das C2 Shimano-Modell. Durch die Bank gibt es eine auffällige Änderung: Waren die Räder im Jahr zuvor noch mit Schwalbe-Reifen ausgestattet, setzt Norco jetzt durch die gesamte Palette hindurch auf Vittoria. Im Speziellen den Mazza und den Martello mit der für die TNT-Trail-Karkasse charakteristischen, grauen Seitenwand. Die mit RockShox-Fahrwerk ausgestatteten Bikes kommen wieder mit Super Deluxe DH-Dämpfer, also ohne Lockout. Anders hingegen am neuen C1-Modell sowie dem C2 Shimano-Modell – diese beiden Ausstattungsvarianten sind jetzt mit Fox-Fahrwerk ausgerüstet. Am verbauten DPX2 ist der bekannte Plattform-Hebel mit im Programm.

Das C2 SRAM-Nachfolgemodell unseres Testbikes ist kaum verändert. Eine neue Kurbel – GX anstatt X1 – neue Naben – Shimano XT statt DT 350 – und die bereits angemerkten neuen Reifen werden jetzt verbaut.

  • Federgabel RockShox Pike Select+ (140 mm)
  • Dämpfer RockShox Super Deluxe Ultimate (125 mm)
  • Antrieb SRAM GX Eagle
  • Bremsen Shimano Deore BR-MT520
  • Laufräder Stan’s Flow S1, DT Swiss 350
  • Reifen Schwalbe Magic Mary/Hans Dampf
  • Cockpit TranzX-Lenker (780 mm) / Norco-Vorbau (45 mm)
  • Sattelstütze X-Fusion Manic (170 mm)

Norco OpticC1C2 ShimanoC3
FedergabelFox Performance Elite 36 Grip2Fox Performance Elite 36 Grip2RockShox Pike Select
DämpferFox Performance Elite Float DPX2Fox Performance Elite Float DPX2RockShox Super Deluxe Ultimate DH
Kurbelne*thirteen TRS Race CarbonPraxis Girder CarbonShimano FC-MT6100
BremsenShimano XTRShimano XTShimano BR-M420
SchaltungShimano XTRShimano XTShimano XT/SLX
LaufräderStan's Flow S1-Felgen / Shimano XT-NabenStan's Flow S1-Felgen / Shimano XT-NabenStan's Flow S1-Felgen / Shimano HB-MT400-Naben
ReifenVittoria Mazza/MartelloVittoria Mazza/MartelloVittoria Mazza/Martello
SattelstützeX-Fusion ManicX-Fusion ManicX-Fusion Manic
FarbeGreen/CopperRed/Green oder Blue/Blue-BlackGrau / Schwarz
Preis6.199 €4.499 €3.499 €

RockShox Super Deluxe Ultimate DH mit DebonAir-Luftkammer, ohne Plattform-Hebel
# RockShox Super Deluxe Ultimate DH mit DebonAir-Luftkammer, ohne Plattform-Hebel - der kurze 190 mm Dämpfer lässt sich von außen in der Lowspeed-Zug- und Druckstufe verstellen. Volumenspacer-Tuning im Inneren ist ebenso möglich.
RockShox Pike Select+ mit 140 mm Federweg und kurzem Offset
# RockShox Pike Select+ mit 140 mm Federweg und kurzem Offset - die Select+ Version der Pike arbeitet bereits mit Charger-Dämpfung und Bladder, ist aber von außen nicht so umfangreich verstellbar wie die Ultimate-Ausführung.
X-Fusion Manic mit bis zu 170 mm Hub
# X-Fusion Manic mit bis zu 170 mm Hub - die Stütze ist schlicht, selten gesehen, macht im ersten Moment aber einen vernünftigen Eindruck.
Norco-Cockpit mit Ergon-Griffen
# Norco-Cockpit mit Ergon-Griffen - die günstigen Bremsen sind nicht Werkzeug-frei verstellbar. Frei nach dem Motto „You never know what you got, till it's gone“ haben wir diese durchaus vermisst.
Vier-Kolben-Bremsen sieht man am Trailbike immer öfter
# Vier-Kolben-Bremsen sieht man am Trailbike immer öfter - Norco zielt damit auf die wohl guten Downhill-Fähigkeiten des Bikes ab und will diesen Rechnung tragen. Eine vernünftige Entscheidung.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards des Norco Optic findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

KinematikPro 10, Shortlink Viergelenker 
Verschiedene Lager-Größen2im Hinterbau
Gesamtzahl Lager im Hinterbau12Anzahl
Lagerbezeichungen8 Stück 6901-LLU ENDURO MAX BEARING, (12x24x6 mm), 4 Stück 6800-LLU ENDURO MAX BEARING (10x19x5 mm)Herstellerangabe
Hinterbau Einbaumaß148 mm x 12 mmEinbaubreite x Achsdurchmesser
Maximale Reifenfreiheit Hinterbau29" x 2,6"
Dämpfermaß190 x 45 mmGesamtlänge x Hub
Trunnion-Mount?Nein
Dämpferhardware erstes Auge10 x 40 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Dämpferhardware zweites Auge8 x 20 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Freigabe für StahlfederdämpferJa
Freigabe für LuftdämpferJa
Empfohlener Dämpfer-SAG30%In % oder mm
Steuerrohr-Durchmesser44 mm, 56 mmoberer Durchmesser, unterer Durchmesser
Maximale Gabelfreigabe561 mm EinbauhöheFederweg bzw. bis zu welcher Einbauhöhe
TretlagerPF92welcher Standard, Durchmesser, Breite
KettenführungsaufnahmeISCG05
UmwerferaufnahmeNein
SchaltaugeSRAM UDHTyp, Kosten in €
Optimiert auf welches Kettenblatt32tZahnzahl
BremsaufnahmePost Mount, 6" (160 mm Scheibe ohne Adapter fahrbar)welcher Standard
Maximale Bremsscheibengröße200 mm
Sattelrohrdurchmesser31,6 mm
Sattelklemmendurchmesser34,9 mm
Maximale Stützen-EinstecktiefeS: 205 mm, M: 220 mm, L: 240 mm, XL: 250 mm
Kompatibel mit Stealth-Variostützen?Ja
Messung SitzwinkelAuf durchschnittlicher Sattelhöhe
FlaschenhalteraufnahmeJaEiner, Oberseite des Unterrohrs
Andere Extras, WerkzeugfächerRide Aligned Setup-Hilfe
Gewicht RahmenN/A
Gesamtgewicht Bike13,2 kgC2, Größe L
Garantie/Service5 Jahre Garantie und Crash-Replacement nach Registrierung. Details auf der Website.

Auf dem Trail

Ich stehe in Reschen auf dem Parkplatz und wenn ich mich so umschaue, will ich das Norco Optic am liebsten wieder in den Bus befördern und das langhubige Gerät ans Tageslicht lassen. Überall um mich herum Rennmaschinen mit üppig Federweg, dicken Reifen und bestens gerüsteten Piloten. Ein bisschen verloren steht das blassgrüne Norco schon da. 140 mm Federweg vorne, 125 hinten – was hat mich dazu geritten, ausgerechnet mit so einem Rad an den Reschenpass zu kommen? Das sind Enduro-Trails, steckt sogar im Namen, und ich stehe hier mit dem Trailbike. Vollkommen underbiked. Dumme Idee.

Naja, was soll’s. Ist schon etwas später, die Enduristen werden immer mehr, der Lift macht wohl gleich zu. Dann tu ich halt, was man mit einem Trailbike so tut, und trete da mal rauf. Schön kamot, mit Halbschale, nix anbrennen lassen. Der Dämpfer liegt so tief im Rahmen, dass man zum Glück nicht erkennt, dass hier sogar ein Kletter-Hebelchen fehlt. Trailbike und dann nicht mal einen Plattform-Hebel verbauen – was ist eigentlich mit den Kanadiern los?

Die Überraschung kommt dann aber, als ich aus dem Blickfeld der anderen verschwunden bin. Steil geht der Weg, geil geht die Karre bergauf und wippt so gut wie gar nicht. Nur wenn man wirklich unrund tritt, zum Beispiel, wenn man in der Ebene Tempo macht oder aufsteht, macht sich das feinfühlige Heck bemerkbar. Des glaubt mir keiner, dass man ohne Climb Switch bergauf radeln kann. Erst recht nicht im Forum! Weil der Uphill mit diesem Rad richtig spaßig sein kann, bin ich zackig oben angekommen und ruhe die müden Beine kurz aus, während sich die letzten Sonnenstrahlen durch die Bäume zwängen. Es geht direkt in eine meiner Lieblings-Sektionen am Reschenpass, die untergehende Sonne sitzt mir im Nacken – los gehts!

Antriebsneutral und flott geht es mit dem Norco Optic auf den Berg
# Antriebsneutral und flott geht es mit dem Norco Optic auf den Berg - auch mit offenem Dämpfer bleibt das Heck relativ ruhig, im Gelände bietet es viel Traktion. Mit schnell rollendem Hinterreifen geht das Bike zügig bergauf.
Im Wiegetritt ist die Federung dann natürlich schon aktiv
# Im Wiegetritt ist die Federung dann natürlich schon aktiv - trotz hohem Lenker war in fast allen Lebenslagen genug Druck auf der Front. Kommt man an die Grenzen des Fahrbaren, kann das Vorderrad aber auch mal steigen.

Der Trail – inzwischen leer – hat sich seit dem letzten Besuch etwas verändert und rüttelt eine ganze Portion mehr, als ich es in Erinnerung habe. Festhalten ist angesagt. Ein paar Meter brauche ich, bis ich meinen Rhythmus finde. Als ich den dann gefunden habe, leuchtet mir so einiges ein. Optic ist schon ein seltsamer Name. So ohne irgendeinen Zusammenhang. Bis man das Rad dann fährt. Interessanterweise läuft das Norco zur Höchstform auf, wenn es einem die Optik so wild verschiebt, dass das Gelände verschwimmt und nach Flowtrail ausschaut. Flowtrails passen dann auch mehr zu den Eckdaten, egal ob einem das vibrierende Denkorgan das jetzt nur vorgaukelt oder ob der Trail wirklich entspannt ist. „Let it Dance“, hat Bryn im Werbevideo gesagt. Jawoll, tanzen lässt man dieses Rad am besten! Und zwar keinen langsamen Walzer.

Lässt man sich auf das Norco Optic C2 ein, kommt es zum Tanz
# Lässt man sich auf das Norco Optic C2 ein, kommt es zum Tanz - der Fahrer tanzt mit dem Rad, das Rad mit dem Trail – Linien, die Einsatz erfordern, gelingen spielerisch, auch abseits der Hauptlinie findet man gerne neue Möglichkeiten.

Nächster Tag. Heute mach ich auch auf Enduro-Fahrer, schlüpfe in meinen Brustpanzer, den Fullface und rolle selbstbewusster zum Lift. Pah, Enduro-Trails. Man muss einfach nur schnell genug fahren, dann werden die Dinger entspannt wie ein frisch geteerter Radweg. Zugegeben: Ein bisschen Banane ist es schon, mit so wenig Reserven so wenig zu bremsen. Aber das Optic vermittelt dank langem Hauptrahmen, langer Kettenstrebe und flachem Lenkwinkel so viel Sicherheit, dass man spätestens nach ein paar Metern auf dem Trail schon wieder komplett vergessen hat, womit man es zu tun hat. Der Hinterbau arbeitet sensibel, zeigt, was man aus 125 mm Federweg rausholen kann, und stellt die Pike Select+ an der Front in den Schatten. Ist man auf Reisegeschwindigkeit, will das Optic da auch bleiben – den Speed hält das flinke Rad erstaunlich gut. Es rollt schnell und beschleunigt wie noch was.

Bevor jetzt hier aber die Illusion auftritt, dass man eigentlich nur noch das Norco Optic bauen sollte, muss man schon sagen: Wenn man so ein Tempo presst, das tut dem Körper schon auch ein bisschen weh. Vor allem beim Fahrkomfort auf langen Abfahrten hat etwas Langhubigeres klar seine Berechtigung und wahrscheinlich ist man damit am Ende des Tages auch ein bisschen fitter und schneller unterwegs als mit dem Optic. Aber der Trailfeger hat halt irgendwie das gewisse Etwas: Eine bis ins Detail verfeinerte Mischung aus Wahnsinn und Fahrspaß, mit der einem garantiert nicht langweilig wird und die sich von vielen Trailbikes deutlich abgrenzt.

Laufruhe in ruppigem Geläuf
# Laufruhe in ruppigem Geläuf - anspruchsvolle und schnelle Strecken meistert das Optic mit einer für ein Trailbike beeindruckenden Ruhe. Je schneller, desto angenehmer wird auch die Pike – aber vorsichtig, die Reserven eines Enduros fehlen im Ernstfall!
Sicherheit in Kurven
# Sicherheit in Kurven - Tretlagerhöhe, Kettenstrebenlänge und Lenkgeometrie sorgen für ein gutes Kurvenverhalten, auch wenn es mal rutscht oder rumpelt. Der Hinterbau arbeitet feinfühlig und trotz geringem Federweg sorgt er für ein passendes Maß an Sensibilität und Endprogression.

Fad wird es auch nicht, wenn man dann wirklich mal nur bummelt. Dank ausgewogenem Kurven-Verhalten nimmt man auch bei etwas zurückhaltenderer Fahrweise viel Tempo mit. Damit kann man sich an der nächsten Welle schön abdrücken und eigentlich ist es dann schon fast wieder sekundär, ob man jetzt den Double oder Triple cased oder im Flat landet. Die Endprogression der knappen 125 mm Federweg wirds schon regeln. Und wenn man doch ins Straucheln kommt, zieht einen die gutmütige Geometrie schnell wieder in die Grade. Solange man nicht wie ein Bekloppter in Stein- oder Wurzelfelder schanzt, reichen die Reserven sehr lange. Erst dann zeigt einem das Norco, dass man jetzt lieber vom Gas gehen sollte, bevor Kollege Bunkertrail versucht, einen zu zerbrechen.

Und am Ende vom Tag sitzt man dann einmal mehr da und versteht die Welt wieder ein kleines bisschen weniger. Für wen ist so ein Rad, warum geht das Ding so gestört schnell und wie schafft Norco es, dass es einem jedes Mal wieder nach kurzer Zeit den Schalter umlegt? Einfacher ist die Frage, für wen ist das Optic nicht? Für diejenigen, die einen komfortablen und gemütlichen Tourer möchten. Dafür gibt es Räder, die sich besser eignen. Oder für diejenigen, deren Wahrnehmung pauschal erst ab 160 mm Federweg einschaltet. Diese lassen sich aber ein gutes Stück Fahrspaß entgehen. Norcos Optic ist ein Rad, das ansonsten eine sehr breite Zielgruppe glücklich machen kann. Entspannte, wie auch wilde Trails werden damit spannender und spaßiger – egal wie gut man fährt. Eine Probefahrt können wir absolut empfehlen.

Mit dem Optic wendet sich Norco weniger an klassische Tourenfahrer
# Mit dem Optic wendet sich Norco weniger an klassische Tourenfahrer - das Rad ist gebaut für Mountainbiker aller Könnensstufen, die auf Singletrails spielen wollen, Fahrspaß suchen und sich fahrtechnisch weiterentwickeln wollen – denn genau da bringt einen das Optic hin.

Das ist uns aufgefallen

  • Kontaktpunkte Dick, nicht sehr griffig und ohne Dämpfung – persönliche Präferenz, aber die Ergon-Griffe waren einmal mehr das erste Teil, das sich vom Testrad verabschieden durfte. Eine Chance haben wir ihnen gegeben, aber so richtig warm werden wir mit diesen Griffen nicht. Der Sattel wiederum spaltete das Feld der Tester – einige kamen super damit zurecht, anderen wollte der Sitz so gar nicht zusagen.
  • X-Fusion Manic Die günstige Sattelstütze zeigte im Testzeitraum keinerlei Schwächen und fällt auch beim Gewicht nicht gewaltig aus dem Rahmen. Beim Preis des C1-Modells könnte man aber schon eine hochwertigere Stütze erwarten.
  • Ride Aligned Gute Setup-Empfehlungen, die auch dabei helfen, individuelle Probleme mit der Gewichtsverteilung zu lösen und abhängig vom Fahrkönnen sind – das Online-Setup-Tool ist eine sehr gute Hilfestellung für Fahrer, die sich nicht gerne mit solchen Themen beschäftigen. Aber auch unabhängig davon gelingt am Optic recht schnell ein passendes Grundsetup. Die Volumenspacer-Bestückung war stimmig.
  • Lockout Will man nicht gerade permanent Sprintduelle gewinnen und im Wiegetritt schnellstens vorankommen, ist der Lockout-Hebel nicht notwendig. Das Optic ist antriebsneutral genug.
  • Anbauteile und Preisgestaltung Unser Testmodell kostet 4.499 € – wenn man links und rechts bei anderen Herstellern schaut, bekommt man ähnliche Ausstattungen für ein paar hundert Euro weniger und hat meistens ein namhafteres und schickeres Cockpit. Auf die vielseits geäußerte Kritik an den Bremsscheiben, die 2020 nur mit organischen Belägen gefahren werden konnten, hat Norco bereits reagiert.
Lackabplatzer an der Kettenstrebe
# Lackabplatzer an der Kettenstrebe - die Unterseite ist nicht geschützt und dementsprechend bereits in Mitleidenschaft gezogen. Unser Testbike stammt aus der Testflotte von Norco und wurde bereits gefahren.
Reifenfreiheit im Hinterbau
# Reifenfreiheit im Hinterbau - hier ist nicht gigantisch viel Platz. Im Testbetrieb reichte dieser aber auch bei 2,5"-Reifen noch aus. Bei viel Matsch wird's eng!
Cockpit-Integration & X-Fusion Manic
# Cockpit-Integration & X-Fusion Manic - eine Integration ist nicht möglich, rein ergonomisch ist die Remote angenehm und einfach zu bedienen.
RockShox Pike Select+
# RockShox Pike Select+ - mit der aktuellen Evolutionsstufe der Pike haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Select+ Gabel im Testrad konnte jedoch nicht mit der gewohnt guten Sensibilität der Ultimate Pike mithalten.

Im Vergleich

Norco Optic vs. Banshee Phantom
Gleicher Geburtsort, ähnlich verrückt und doch auch ganz schön unterschiedlich. Alu gegen Carbon, ein etwas längerer Hauptrahmen am Norco und mehr Kettenstrebe am Banshee – dass die beiden Hersteller im gleichen Gelände testen, merkt man aber nicht nur an den Parallelen in der Geometrie. Auch im Charakter sind sich die beiden Räder ähnlich, denn sie fordern heraus, belohnen Kraft und Entschlossenheit mit massig Fahrspaß und machen beide – trotz geringem Federweg – extrem viel mit.

Mit einem Zentimeter mehr Federweg am Norco, dem etwas längeren Hauptrahmen und dem flacheren Lenkwinkel bietet es ein Quäntchen mehr Sicherheit. Das Phantom ist eine Spur variabler, perfekt für Fans von Alu und schont den Geldbeutel etwas mehr.

Norco Optic vs. YT Izzo
Erstaunlich nahe beieinander liegen das YT Izzo und das Norco Optic in der Geometrie – zumindest das getestete XXL Izzo und das XL Optic. Hier liegen die Unterschiede im Rahmen weniger Millimeter – Kettenstrebe, Reach, Tretlagerabsenkung und Stack sind in ähnlichen Sphären. Mit 140 mm Federweg hat das Optic vorne einen Zentimeter mehr, ein ganzes Grad flacher ist außerdem der Lenkwinkel. Hinten liegt das Izzo mit seinen 130 mm Federweg gegenüber den 125 am Norco wiederum vorne.

Das war’s dann aber auch größtenteils mit den Überschneidungen, denn charakterlich liegen die beiden Bikes weiter auseinander. Während das Norco mit seinen 5 mm weniger Federweg da wildert, wo das YT Jeffsy zuhause ist, richtet sich das Izzo an Leute, die Kilometer fressen wollen und dabei von etwas mehr Reserven profitieren möchten. In der Ausstattung spiegelt sich der unterschiedliche Trimm der beiden Bikes wider. Mit vergleichbarer Ausstattung kostet das Izzo ein gutes Stück weniger und ist auch leichter.

Fazit – Norco Optic C2

So unaufgeregt das Norco Optic C2 erscheint, so aufregend ist das Rad im Einsatz. Ein mutiger und moderner Ansatz bei der Geometrie, gekoppelt mit sehr guter Hinterbau-Funktion macht das Optic zu einem der spannendsten Trailbikes, die wir bisher gefahren sind. Norco präsentiert hier ein Konzept, das Fans von kurzhubigen Bikes in vielerlei Hinsicht glücklich machen kann und von einfachen bis schwierigen Trails Fahrspaß bietet. Als Tanzpartner hatte es für uns aber definitiv mehr Freude am Schnellen und Feurigen!

Pro
  • Nehmerqualitäten in hartem Gelände
  • antriebsneutral, sensibel, mit ausreichend Endprogression
  • schickes und funktionelles Bike
Contra
  • Anbauteile werden dem Preis teilweise nicht ganz gerecht
Ein Rad zum Wohlfühlen ist das Norco Optic
# Ein Rad zum Wohlfühlen ist das Norco Optic - wirkliche Schwächen leistet sich das flinke kanadische Trailbike keine. Es weiß vielmehr durch seine besonderen Ansätze zu begeistern, denn diese verpassen ihm auf dem Trail ein sehr gelungenes Fahrgefühl, das Lust auf mehr macht! Laufruhe trifft auf Agilität, Pop auf Nehmerqualitäten. Dazu gibt es ein sinnvolles Komplettpaket, das sich durch günstige Tuningmaßnahmen noch besser machen lässt.

Genau richtig für euch oder am Ziel vorbeigeschossen – was sagt ihr zum Norco Optic?


Testablauf

Das Norco Optic C2 wurde zunächst in unveränderter Serienausstattung – sogar mit Schläuchen – bewegt. Neben individuellen Anpassungen wie Griffen und Pedalen haben wir im Laufe des Tests auch Laufräder und Reifen getauscht, um den Eindruck zu erweitern und etwas mehr Komfort zu erzielen. Beim Fahrwerk haben wir besonderen Wert auf die Abstimmung je nach Vorliebe des jeweiligen Testers gelegt. Dementsprechend wurden neben dem Standard-Prozedere der Sag-Anpassung auch Anpassungen an Dämpfung und Luftkammervolumen durchgeführt.

Hier haben wir das Norco Optic C2 getestet

  • Reschenpass Highspeed mit vielen Steinen, Wurzeln und Co. auf den 3 Länder Enduro-Trails am Reschenpass.
  • Singletrails BW Vielfältiges Gelände bei unterschiedlichsten Bedingungen.
Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    .
    @gili89 Einerseits möchte ich @525Rainer schon irgendwo zustimmen. Ich hatte sowohl das Vergnügen, dass Twinlock-System von Scott ausgiebig nutzen zu können, als auch aktuell beim Top Fuel über die Blockierfunktion des Rockshox Twistloc-Systems. Das ist schon eine feine Sache und wenn man gerne wie scheinbar @525Rainer und ich auch mal ´ne Runde so richtig auf Anschlag fahren möchte, dann geht es dabei zwar um gar nichts, es hilft aber trotzdem dabei.
    Allerdings bin ich auch das Norco Optic schon gefahren und auch andere Bikes, die nicht über ein solches Blockiersystem verfügen. Und da teile ich @525Rainer ´s Meinung eben nicht: das geht natürlich auch ohne ein solches System und auch ohne, dass man es unbedingt vermissen müsste. Zumindest trifft das auf mich zu.

    Ja, kurzhuber gehn auch ohne. Ist auch meine meinung.
    Es ging anfangs darum das gesagt wurde fullies mit mehr federweg sacken am anstieg weg. Mein einwand, Dem ist mit lock nicht so. Der dämpfer fährt aus und bleibt fest. Was gut ist, denn die gabel macht das auch. Diese zusatzoption und nicht mehr und nicht weniger wollte ich darlegen.
  2. benutzerbild

    petejupp

    dabei seit 01/2006

    .

    Ja, kurzhuber gehn auch ohne. Ist auch meine meinung.
    Es ging anfangs darum das gesagt wurde fullies mit mehr federweg sacken am anstieg weg. Mein einwand, Dem ist mit lock nicht so. Der dämpfer fährt aus und bleibt fest. Was gut ist, denn die gabel macht das auch. Diese zusatzoption und nicht mehr und nicht weniger wollte ich darlegen.

    Was auch gut ist: die Geometrie verändert sich und wird "antrittsfreudiger" smilie
  3. benutzerbild

    alex m.

    dabei seit 07/2004

    meine erfahrungen mit dem lockout oder irgendwelchen verstellungen zum hochfahren: in einem drittel der fälle habe ich vergessen, das bergauf anzumachen oder bergab abzuschalten und habs teilweise erst dann gemerkt, wenn ich die position geprüft habe, also nicht beim fahren. dann gibts noch die fälle, dass man den halben urlaub mit plattform fährt und sich dann denkt, dass es früher irgendwie geschmeidiger ging. für mich unnötiger klimbim, für den nutzen zu viel aufwand. die hersteller sollen das so bauen, dass es ohne geht, bei meinem bronson z.b. wippt der hinterbau null gergauf (im sitzen natürlich, im wiegetritt hoch is xc für mich).
  4. benutzerbild

    JensDey

    dabei seit 01/2016

    Ich habe auf einem Marathon vergessen, die Gabel beim zweitbesten DH auf lang zu traveln. Doof.
    Am aktuellen Fully habe ich den Fox-Dämpfer nach plüschigem Anfang so weit hochgepresst, dass ich in der mittleren Position auf einem Marathon nicht mehr umstellen/ zu machen müsste. War an sich nur für Marathon gedacht, fahre ich jetzt immer so. 130mm FW wird trotzdem komplett ausgenutzt. Und offen gibt es für mehr Sensibilität auch noch. Und wenn ich das vergesse, merke ich das nächsten Berg schnell.
  5. benutzerbild

    anderson

    dabei seit 01/2002

    Im xc wc: hardtails haben gabelremote und viele fullies systeme. Twinlock, brain, fox live. Nicht grundlos.

    Brain und Live Valve machen ja nicht zu weil man bergauf fährt, sondern öffnen, wenn das Fahrwerk Schläge erkennt, egal ob bergauf oder bergab. Wenn ich bergauf Waldwege fahre oder einfache Trails, dann macht das Blockieren der Gabel natürlich Sinn. Ich fahre saugerne und viel Hardtail, bei dem ich auch die Gabel zu mache, wenn ich auf einfachem Untergrund bergauf fahre. Wiegetritt mit dem Fully bei mäßig steilem Gelände offen ist natürlich blöd. Je steiler es wird und je rauher der Untergrund umso weniger bringt der Lockout. Mit dem HT auf losem Schotter sehr steil im Wiegetritt rauf empfinde ich als weniger effektiv, als mit offenem Fully, bei dem das Hinterrad am Boden bleibt. Ich denke, dass es den Profis im XCO WC genauso geht. Bullentäle rauf ist auf dem HT blockiert sicher kein Problem, da gibts aber auch keine groben Wurzeln. Auf technischern Uphills sieht das dann wieder anders aus. Selbst wenn du dicke Beine hast, fehlt über die Wurzel und den Stein mit dem HT oder blockiert immer wieder der Bodenkontakt. Ich empfinde das als wenig effizient.

    Aber wie gesagt, ich nutze die Lockout-Funktion am HT auch relativ häufig.

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