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Lang, länger, Pole. Am Superbike der Finnen wirkt alles kleiner, als es ist.
Lang, länger, Pole. Am Superbike der Finnen wirkt alles kleiner, als es ist. - Das Pole Machine rollt auf 29"-Laufrädern und bietet 180 mm Federweg an der Front und 160 mm am Heck. Außerdem werden die Einzelteile des Rahmens aus dem Vollen gefräst.
Unser Testbike in Rahmengröße L hat einen massiven Radstand von 1335 mm
Unser Testbike in Rahmengröße L hat einen massiven Radstand von 1335 mm - Neben dem flachen Lenkwinkel und dem langen Reach sind daran auch die 455 mm langen Kettenstreben beteiligt.
Angemessene Bremsenwahl
Angemessene Bremsenwahl - vorne und hinten kommen die SRAM Code RSC-Stopper mit 200 mm Bremsscheiben zum Einsatz.
Die 180 mm Federweg kontrolliert vorne die aktuelle Entwicklungsstufe der RockShox Lyrik
Die 180 mm Federweg kontrolliert vorne die aktuelle Entwicklungsstufe der RockShox Lyrik - sie setzt mit ihrem knackigen Boxxer-Rot den einzigen großen Farbakzent am Bike.
Im Heck steckt je nach Ausstattungsvariante ein Stahl- oder ein Luftdämpfer
Im Heck steckt je nach Ausstattungsvariante ein Stahl- oder ein Luftdämpfer - An unserem Testrad wurde der RockShox Super Deluxe RCT verbaut – aufgrund der Konstruktion liegt dieser gekippt im Rahmen.
Auch den Antrieb stellt SRAM
Auch den Antrieb stellt SRAM - die goldene XX1 Eagle 12 fach-Schaltgruppe ist mechanisch angesteuert.
Neben SRAM werden auch einige Parts von deutschen Herstellern verbaut
Neben SRAM werden auch einige Parts von deutschen Herstellern verbaut - Der Sattel kommt von Ergon, auf- und abgesenkt wird er von BikeYokes Revive-Stütze mit 160 mm Hub.
Bei Laufrädern und Reifen setzt man auf bewährtes
Bei Laufrädern und Reifen setzt man auf bewährtes - die verbauten Newmen SL A.30-Laufräder weichen von der Serienausstattung ab. Aber auch im Serien-Spec gibt es nur Alu-Laufräder und Maxxis Reifen.
Gut erkennbar ist das Fertigungsverfahren
Gut erkennbar ist das Fertigungsverfahren - die Spuren vom Fräsen und die Verschraubung der Hälften sind am ganzen Rad sichtbar.
Externe Kabelführung und ein dezenter Schriftzug am Unterrohr
Externe Kabelführung und ein dezenter Schriftzug am Unterrohr - der etwas abgesenkte und poliertere Schriftzug fällt nicht sofort auf.
Während die bodennahen Rohre geradlinig verlaufen, sind Oberrohr und Sitzstrebe etwas geschwungen.
Während die bodennahen Rohre geradlinig verlaufen, sind Oberrohr und Sitzstrebe etwas geschwungen. - Das Sitzrohr ist zwischen die zwei Alu-Schalen eingeklebt und trägt ein Pole Emblem mit finnischer Flagge.
Asymmetrische Hauptrahmen sehen wir immer öfter
Asymmetrische Hauptrahmen sehen wir immer öfter - der Dämpfer sitzt am Pole weit außerhalb der Mitte, weshalb der Dämpfer-Körper eingedreht wurde, um Platz zu sparen. Unpraktisch: Der Lockout-Hebel sitzt auf der dem Fahrer abgewandten Seite.
Zwei kurze Wippen verbinden den Hauptrahmen und das Hinterbaudreieck
Zwei kurze Wippen verbinden den Hauptrahmen und das Hinterbaudreieck - Short Link 4-Bar nennt Pole seine Hinterbau-Kinematik, in der insgesamt acht Lager verwendet werden.
Der steile Sitzwinkel schiebt den Sattel weit nach vorne
Der steile Sitzwinkel schiebt den Sattel weit nach vorne - das Rad fühlt sich im Sitzen klein an. Wer zwischen zwei Größen steht, hat somit keine leichte Entscheidung.
Gemütlich geht es mit dem Pole Machine bergauf
Gemütlich geht es mit dem Pole Machine bergauf - das lange Heck hält die Front am Boden, Spitzenzeiten will man mit dem Rad aber nicht unbedingt erzielen.
Auf dem Trail kann das Rad durch viel Sicherheit begeistern
Auf dem Trail kann das Rad durch viel Sicherheit begeistern - fast schon zu viel! Selbst Strecken mit matschigen, hängenden Kurven werden etwas uninteressant.
Jeder Zentimeter Luftstand will verdient sein
Jeder Zentimeter Luftstand will verdient sein - findet sich nicht gerade ein kleiner Kicker oder ein natürlicher Absprung, braucht es viel Kraft und Gewichtsverlagerung, um das Pole Machine in die Luft zu bekommen.
Kurvenfahrten benötigen etwas Vorausplanung
Kurvenfahrten benötigen etwas Vorausplanung - entgegen der weitläufigen Meinung geht das Rad aber nicht wie ein Schlachtschiff ums Eck.
Nimmt man den Schwung aus Kurven mit
Nimmt man den Schwung aus Kurven mit - kann man diesen nutzen, um das Rad aufzuladen und genießt dann ein beinahe spritziges Fahrverhalten.
Die beeindruckende Laufruhe lässt das Sicherheitsgefühl stark steigen
Die beeindruckende Laufruhe lässt das Sicherheitsgefühl stark steigen - Man findet sich schnell an dem Punkt wieder, an dem man entscheiden muss: Cruise ich und es wird langweilig oder gehe ich aus meiner Komfortzone und prügle den Spaß aus dem Machine heraus?
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften - am liebsten bügelt es aber und ist somit weder die erste, noch die zweite Wahl für Fahrer, die gerne aktiv das Gelände einbinden und sich gerne in der Luft wiederfinden.
„Wenn das Rad eh schon nicht bremst …“
„Wenn das Rad eh schon nicht bremst …“ - Ein Semislick-Hinterreifen in Verbindung mit so langen Kettenstreben sorgt nicht gerade für viel Bremstraktion am Heck. Die Reifenfreiheit ist dafür üppig.
Der Vorher-Nachher-Vergleich bestätigt: direkter Dreckbeschuss auf den Dämpfer.
Der Vorher-Nachher-Vergleich bestätigt: direkter Dreckbeschuss auf den Dämpfer. - Ein Schutzblech würde sich anbieten, um zumindest den gröbsten Dreck vom Dämpfer und den Dichtungen abzuhalten.
Trotz der aufwändigen Fertigung mit zwei verschraubten und verklebten Hälften hat man sich für extern verlegte Züge entschieden.
Trotz der aufwändigen Fertigung mit zwei verschraubten und verklebten Hälften hat man sich für extern verlegte Züge entschieden.
Die Züge können am Pole Machine auf verschiedenste Arten verlegt werden, da nur Löcher und keine Zugführungen vorhanden sind.
Die Züge können am Pole Machine auf verschiedenste Arten verlegt werden, da nur Löcher und keine Zugführungen vorhanden sind. - Warum man hier aber auf einen Wegwerfartikel setzt und nicht eine schraubbare Zugklemmung verwendet, verstehen wir nicht ganz.
Immer länger werdende Räder können auf Reisen zum Problem werden
Immer länger werdende Räder können auf Reisen zum Problem werden - Beim Pole Machine gibt es Bauart-bedingt eine praktische Lösung: Obere Wippe vom Hinterbau lösen und zusammenklappen.
Die untere Wippe rotiert um das BSA-Tretlager
Die untere Wippe rotiert um das BSA-Tretlager - die Kette wird oben durch eine OneUp-Kettenführung gehalten – gegen Schäden bei Kettenblattaufsetzern, schützt der Direct Mount Bashguard.

Pole Machine im Test: Mit Pauken und Trompeten kündigte Pole Ende 2017, inmitten eines Feldzuges gegen den Werkstoff Carbon, seinen jüngsten Spross an: The Machine. Ein aus dem Vollen gefrästes, verschraubtes und verklebtes Bike, produziert in Finnland. Der Name ist vermutlich der zerspanenden Fertigungsmethode geschuldet – oder etwa dem Fahrgefühl? Aber nicht nur die Herstellung ist besonders, auch die Kombination aus viel Federweg, 29″-Laufrädern und einer extremen Geometrie war so noch nicht gesehen. Wie schlägt sich das finnische Monster auf dem Trail und eignet es sich als Bike für jedermann?

Steckbrief: Pole Machine

EinsatzbereichEnduro, Freeride
Federweg180 mm/160 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialAluminium
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitepolebicycles.com
Preis: ab 3.500 Euro

Eigentlich sollte das Pole Machine das erste Carbon-Bike des finnischen Herstellers werden. Eigentlich. Firmengründer Leo Kokkonen hat nach eigenen Angaben in der Entwicklungsphase des Superbikes und Enduro-Racers Machine einige Rahmenhersteller in Fernost besucht und danach die Notbremse gezogen – zu stark Umwelt-verschmutzend und nicht nachhaltig genug sei die Herstellung eines Carbon-Rahmens in seinen Augen. Auf der Suche nach einer alternativen Herstellungsmethode wurde Nachhaltigkeit stärker priorisiert.

Herausgekommen ist ein aus dem Vollen gefrästes Rad, das nach der spanenden Produktion verklebt und zur Sicherheit zusätzlich verschraubt wird. Das 29″-Bike ist für 180 mm Federgabeln konzipiert und generiert 160 mm-Federweg aus einem Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt. Wie für Pole üblich, setzt man auf eine extreme Geometrie mit langem Reach, langen Kettenstreben, flachem Lenkwinkel und steilem Sitzwinkel. Zusammengefasst: Das Pole Machine ist ein in jeglicher Hinsicht extremes Bike, mit dem Potenzial, Akzente für die Zukunft zu setzen – oder ist es doch ein Sonderling für absolute Spezialisten?

Lang, länger, Pole. Am Superbike der Finnen wirkt alles kleiner, als es ist.
# Lang, länger, Pole. Am Superbike der Finnen wirkt alles kleiner, als es ist. - Das Pole Machine rollt auf 29"-Laufrädern und bietet 180 mm Federweg an der Front und 160 mm am Heck. Außerdem werden die Einzelteile des Rahmens aus dem Vollen gefräst.
Diashow: Pole Machine im Test - Richtungsweisend oder Sonderling?
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften
Unser Testbike in Rahmengröße L hat einen massiven Radstand von 1335 mm
Gemütlich geht es mit dem Pole Machine bergauf
Die 180 mm Federweg kontrolliert vorne die aktuelle Entwicklungsstufe der RockShox Lyrik
Nimmt man den Schwung aus Kurven mit
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Geometrie

Lang, länger, Pole. Wie die meisten anderen Hersteller auch, bieten die Finnen Rahmengrößen von S bis XL an. Reach-Werte von bis zu 535 mm sollen dabei Fahrer mit über 190 cm Körpergröße glücklich machen. Spannend ist aber auch das untere Ende der Größenpalette: Die für eine Körpergröße von 160 cm empfohlene Rahmengröße S bietet bereits 450 mm Reach, was Rahmengröße M bis L bei anderen Marken entspricht. Auch der Stack ist durchgehend hoch – Spacer-Türme sollten also nicht notwendig sein. Gemessen an Reach und Stack fallen die Sitzrohre zwar kurz aus, bleiben aber in einem moderaten Bereich. Mit 455 mm in allen Rahmengrößen ist das Heck nicht gerade kurz, allerdings bewegt man sich mit dem 64° flachen Lenkwinkel in einem fast schon moderaten Bereich. Der effektiv 79° messende Sitzwinkel ist jedoch definitiv auf der steilen Seite.

Verglichen mit anderen Bikes seiner Kategorie wirkt das Pole extrem. Zwar fällt die 500 mm Reach-Marke bei immer mehr Bikes, aber äußerst selten schon in Rahmengröße L. Auch die Kettenstreben sind sehr lang und entsprechend absolut nicht dem nach wie vor anhaltenden „kürzer ist besser“-Trend.

RahmengrößeSMLXL
Sitzrohrlänge420 mm440 mm480 mm510 mm
Oberrohrlänge577 mm607 mm637 mm662 mm
Steuerrohrlänge115 mm125 mm125 mm145 mm
Lenkwinkel63,9°63,9°63,9°63,9°
Sitzwinkel79°79°79°79°
Kettenstrebenlänge455 mm455 mm455 mm455 mm
Tretlagerabsenkung20 mm20 mm20 mm20 mm
Radstand1275 mm1305 mm1335 mm1360 mm
Reach450 mm480 mm510 mm535 mm
Stack640 mm650 mm660 mm670 mm
Unser Testbike in Rahmengröße L hat einen massiven Radstand von 1335 mm
# Unser Testbike in Rahmengröße L hat einen massiven Radstand von 1335 mm - Neben dem flachen Lenkwinkel und dem langen Reach sind daran auch die 455 mm langen Kettenstreben beteiligt.

Ausstattung

Unser Testrad in Rahmengröße L bringt stolze 14,8 kg auf die Waage und kommt mit einem Komponentenmix, den man so nicht eins zu eins kaufen kann. Einzige Konstante ist dabei SRAM – fast alles, was der Hersteller anbietet, hat den Weg an das Pole Machine gefunden. Angetrieben wird mit der goldenen XX1 Eagle-Schaltung, gebremst mit Code RSC-Stoppern samt 200 mm Scheiben an Front und Heck. Die 180, beziehungsweise 160 mm Federweg werden durch die aktuelle RockShox Lyrik RC2 in Boxxer-Rot und den metrischen Super Deluxe RCT-Dämpfer gebändigt. Am Cockpit setzt man auf Teile der SRAM-Tochtermarke Truvativ: Der Carbon-Lenker und Alu-Vorbau entspringen der Descendant-Baureihe. Bewährtes gibt es an den Laufrädern, denn die Newmen Evolution SL A.30 konnten uns bereits im Test überzeugen. Darauf montiert sind Maxxis Minion Reifen – vorne in der DHF, hinten in der Semislick-Variante. Bei den restlichen Anbauteilen vertraut man ebenfalls auf deutsche Ingenieurskunst: Es ist eine BikeYokes Revive-Variostütze mit 160 mm Hub verbaut, Griffe und Sattel hingegen stammen von Ergon.

Die drei angebotenen Serienausstattungsvarianten kosten zwischen 5.800 und 7.200 € (UVP) und sehen wie folgt aus: Fahrwerk, Antrieb und Bremsen kommen von SRAM, bei den Reifen setzt man auf Maxxis, die Sattelstütze stellt BikeYoke, der Sattel kommt von Ergon. Beim Cockpit und den Laufrädern gibt es kleine Unterschiede, hier werden stellenweise RaceFace, Mavic oder DT Swiss-Teile verbaut. Am teuersten EN-Modell gibt es zudem eine einzige Ausnahme beim Fahrwerk – hier wird ein EXT Arma-Stahlfederdämpfer verbaut.

Ausstattung Testbike:

  • Federgabel RockShox Lyrik RC2 (180 mm)
  • Dämpfer RockShox Super Deluxe RCT (160 mm)
  • Antrieb SRAM XX1 Eagle
  • Bremsen SRAM Code RSC
  • Laufräder Newmen Evolution SL A.30
  • Reifen Maxxis Minion DHF/SS
  • Cockpit Truvativ Descendant (800 mm) / Truvativ Descendant (40 mm)
  • Sattelstütze BikeYoke Revive (160 mm)
 Machine TRMachine TBMachine EN
RahmenmaterialAluAluAlu
FedergabelRockShox Lyrik RCRockShox Lyrik RC2RockShox Lyrik RC2
DämpferRockShox Super Deluxe Coil RRockShox Super Deluxe RCTEXT Arma Coil
VorbauRace Face ChesterRace Face ChesterTruvativ Descendant
LenkerRace Face ChesterRace Face ChesterTruvativ Descendant Carbon
GriffeRace Face LovehandleErgonErgon
BremsenSRAM Code RSRAM Code RSRAM Code RSC
SchaltungSRAM GX EagleSRAM GX EagleSRAM XX1 Eagle
LaufräderDT Swiss E1900Mavic Deemax EliteDT Swiss EX1501
ReifenMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/SS
SattelstützeBikeYoke ReviveBikeYoke ReviveBikeYoke Revive
Sattel ErgonErgonErgon
GewichtN/AN/AN/A
Preis (UVP)5.800 €6.450 €7.300 €
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Die 180 mm Federweg kontrolliert vorne die aktuelle Entwicklungsstufe der RockShox Lyrik
# Die 180 mm Federweg kontrolliert vorne die aktuelle Entwicklungsstufe der RockShox Lyrik - sie setzt mit ihrem knackigen Boxxer-Rot den einzigen großen Farbakzent am Bike.
Im Heck steckt je nach Ausstattungsvariante ein Stahl- oder ein Luftdämpfer
# Im Heck steckt je nach Ausstattungsvariante ein Stahl- oder ein Luftdämpfer - An unserem Testrad wurde der RockShox Super Deluxe RCT verbaut – aufgrund der Konstruktion liegt dieser gekippt im Rahmen.
Angemessene Bremsenwahl
# Angemessene Bremsenwahl - vorne und hinten kommen die SRAM Code RSC-Stopper mit 200 mm Bremsscheiben zum Einsatz.
Auch den Antrieb stellt SRAM
# Auch den Antrieb stellt SRAM - die goldene XX1 Eagle 12 fach-Schaltgruppe ist mechanisch angesteuert.
Neben SRAM werden auch einige Parts von deutschen Herstellern verbaut
# Neben SRAM werden auch einige Parts von deutschen Herstellern verbaut - Der Sattel kommt von Ergon, auf- und abgesenkt wird er von BikeYokes Revive-Stütze mit 160 mm Hub.
Bei Laufrädern und Reifen setzt man auf bewährtes
# Bei Laufrädern und Reifen setzt man auf bewährtes - die verbauten Newmen SL A.30-Laufräder weichen von der Serienausstattung ab. Aber auch im Serien-Spec gibt es nur Alu-Laufräder und Maxxis Reifen.

Im Detail

Der Name Machine ist Programm und wird im Erscheinungsbild zelebriert: Feine Rillen zieren die Oberfläche – die Spuren der Fräswerkzeuge sind am ganzen Rahmen deutlich erkennbar und generieren eine ausgefallene Rahmen-Optik. Das Fertigungsverfahren erlaubt sehr freie Formen – das Pole Machine liegt optisch näher an Carbon-, als an Alu- oder Stahl-Rahmen. Dabei fällt aber eine Zweiteilung auf: Oberrohr und Sitzstrebe sind eher organisch geformt, Unterrohr und Kettenstrebe sehr geradlinig.

Betrachtet man das Rad von der Antriebsseite, sieht es abgesehen von der eigenständigen Form aufgeräumt aus. Der Blick von der Bremsseite fällt unruhiger aus: Über den gesamten Rahmen verteilt befinden sich Bohrungen mit Schrauben, welche die beiden gefrästen Hälften zusätzlich zum verwendeten Kleber verbinden. Ob es sich mit dem Rahmengewicht wie mit dem Käseparadoxon verhält, konnten wir nicht untersuchen – eine schönere Lösung mit Abdeckungen der Löcher können wir uns hingegen gut vorstellen. An Steuerrohr und Sitzrohr erfordert die spezielle Technik etwas mehr Fleisch, für eben diese Schraubenlöcher.

Gut erkennbar ist das Fertigungsverfahren
# Gut erkennbar ist das Fertigungsverfahren - die Spuren vom Fräsen und die Verschraubung der Hälften sind am ganzen Rad sichtbar.

An der Verlängerung des Sitzrohrs in Richtung Tretlager befindet sich eine weitere Besonderheit des Alu-Boliden: Durch eine asymmetrische Ausführung des Rahmens kann der Dämpfer neben dem Sitzrohr positioniert werden, eine Dämpfer-Verlängerung ist somit nicht vonnöten. Der Dämpfer kann dadurch direkt von der oberen Wippe des Hinterbaus angelenkt werden. Damit der Ausgleichsbehälter des Dämpfers genügend Platz hat, wird der vorne liegende Teil des Federbeins einfach um 90° in Richtung Antriebsseite gedreht montiert.

„From a solid block of tool aluminum, machined into a superbike“ – Pole Bicycles

Der einteilige Hinterbau des Machine wird von zwei Wippen angelenkt. Dabei schwingt der untere Link um das Tretlager, der obere ist hingegen auf Höhe der Kettenführung am Hauptrahmen angebracht. Pole verwendet Titan-Achsen, um die Alu-Wippen mit Hinterbau und Hauptrahmen zu verbinden. Leider steht in der Schusslinie des Hinterrads nichts, was aufgewühlten Dreck vom Federbein fern hält. Bei der freien Formgebung würde sich ein individuell angepasstes Schutzblech für Matsch-Liebhaber eigentlich anbieten.

Externe Kabelführung und ein dezenter Schriftzug am Unterrohr
# Externe Kabelführung und ein dezenter Schriftzug am Unterrohr - der etwas abgesenkte und poliertere Schriftzug fällt nicht sofort auf.
Während die bodennahen Rohre geradlinig verlaufen, sind Oberrohr und Sitzstrebe etwas geschwungen.
# Während die bodennahen Rohre geradlinig verlaufen, sind Oberrohr und Sitzstrebe etwas geschwungen. - Das Sitzrohr ist zwischen die zwei Alu-Schalen eingeklebt und trägt ein Pole Emblem mit finnischer Flagge.
Asymmetrische Hauptrahmen sehen wir immer öfter
# Asymmetrische Hauptrahmen sehen wir immer öfter - der Dämpfer sitzt am Pole weit außerhalb der Mitte, weshalb der Dämpfer-Körper eingedreht wurde, um Platz zu sparen. Unpraktisch: Der Lockout-Hebel sitzt auf der dem Fahrer abgewandten Seite.

Sie sind selten geworden, aber praktisch für Dauerschrauber: Außen verlegte Züge. Es ist etwas überraschend, dass Pole auf diese Lösung setzt, denn bei der Bearbeitungsmethode wäre auch eine interne Verlegung mit Führungen im Rahmeninneren möglich gewesen. Hier kommt es etwas auf die Vorlieben an – uns stört die externe Zugverlegung nicht. Das verwendete System mit komplett durch den Rahmen gefädelten Kabelbindern ist zwar clever, wir hätten jedoch eine geschraubte Variante vom Aussehen her als passender empfunden.

Zwei kurze Wippen verbinden den Hauptrahmen und das Hinterbaudreieck
# Zwei kurze Wippen verbinden den Hauptrahmen und das Hinterbaudreieck - Short Link 4-Bar nennt Pole seine Hinterbau-Kinematik, in der insgesamt acht Lager verwendet werden.
Immer länger werdende Räder können auf Reisen zum Problem werden
# Immer länger werdende Räder können auf Reisen zum Problem werden - Beim Pole Machine gibt es Bauart-bedingt eine praktische Lösung: Obere Wippe vom Hinterbau lösen und zusammenklappen.
Die untere Wippe rotiert um das BSA-Tretlager
# Die untere Wippe rotiert um das BSA-Tretlager - die Kette wird oben durch eine OneUp-Kettenführung gehalten – gegen Schäden bei Kettenblattaufsetzern, schützt der Direct Mount Bashguard.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards des Pole Machine findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

KinematikShort link 4-Bar
Verschiedene Lager-Größen3im Hinterbau
Gesamtzahl Lager im Hinterbau8Anzahl
Lagerbezeichungen2 x 6808-2RS (52*40*7 mm), 4 x 6000-2RS (26*10*8 mm), 2 x 6001-2RS (28*12*8 mm)Herstellerangabe
Hinterbau Einbaumaß148 mm x 12 mmEinbaubreite x Achsdurchmesser
Maximale Reifenfreiheit Hinterbau3" für 27,5"-; 2,8" für 29"-Laufräder
Dämpfermaß230 mm x 65 mmGesamtlänge x Hub
Trunnion-Mount?Nein
Dämpferhardware erstes AugeM8 x 22,2 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Dämpferhardware zweites AugeM8 x 22,2 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Freigabe für StahlfederdämpferJa
Freigabe für LuftdämpferJa
Empfohlener Dämpfer-SAG28–30 % / 18,2–19,5 mmIn % oder mm
Steuerrohr-DurchmesserIS 41 mm, IS 52 mmoberer Durchmesser, unterer Durchmesser
Maximale Gabelfreigabe180 mmFederweg bzw. bis zu welcher Einbauhöhe
TretlagerBSA 73 mmwelcher Standard, Durchmesser, Breite
KettenführungsaufnahmeLow Direct Mount, Pole Bash Guide
UmwerferaufnahmeNein
SchaltaugePole; 36 €Typ, Kosten in €
Optimiert auf welches Kettenblatt34t Zahnzahl
BremsaufnahmePost Mount, 7" (180 mm Scheibe ohne Adapter fahrbar)welcher Standard
Maximale Bremsscheibengröße203 mm
Sattelrohrdurchmesser30,9 mm
Sattelklemmendurchmesser34,9 mm
Maximale Stützen-EinstecktiefeM: 210 mm
Kompatibel mit Stealth-Variostützen?Ja
Messung Sitzwinkel-
FlaschenhalteraufnahmeJaZwei, Oberseite des Unterrohrs, eine Unterseite des Unterrohrs
Andere Extras, WerkzeugfächerIntegrierte Kettenführung
Gewicht Rahmen3,69 kg Rahmengröße M, ohne Dämpfer und Achse
Gesamtgewicht Bike14,35 kg Rahmengröße M, Machine EN-Ausstattung
Garantie/ServiceLimitierte Garantie, Details auf der Website von Pole

Auf dem Trail

Ist man gewillt, die Finger von den Bremsen zu lassen und dem Rad Vertrauen zu schenken, kann man seine persönlichen Grenzen nach oben verschieben.

Mit einem Federweg von 180 mm an der Front und 160 mm am Heck wäre das Pole Machine noch vor einigen Jahren durchaus in die Freeride-Kategorie gefallen. Damals war die Abfahrt allerdings, trotz mehrerer Kettenblätter, nicht immer sauer, aber auf jeden Fall eher langsam verdient. Das Machine ist ein Enduro-Bike und in dieser Disziplin gilt es meist immer noch, die Auffahrt primär aus eigener Kraft zu bewältigen. Genau das lässt sich mit dem Aluminium-Fräsbike sehr entspannt erledigen.

Aufgrund des steilen Sitzwinkels und der schieren Länge im Reach und Hinterbau sowie der aufrechten Sitzposition verfällt man mit dem Pole selten in Bergsprint-Einlagen. Konstanz ist hier das Stichwort! Hierbei fühlt man sich langsamer, als man eigentlich ist. Aber dieser Eindruck kann täuschen, denn selbst in einer Gruppe mit spritzigen All-Mountain-Bergziegen wurden wir nicht zwangsläufig von den anderen Fahrern abgehängt. In technischen Uphills mit höheren Stufen und engen Wendungen gilt es, die Linien etwas genauer zu planen – außerdem benötigt man einiges mehr an Krafteinsatz, um die Front dynamisch über Hindernisse zu manövrieren und das Heck nachzulupfen.

Der steile Sitzwinkel schiebt den Sattel weit nach vorne
# Der steile Sitzwinkel schiebt den Sattel weit nach vorne - das Rad fühlt sich im Sitzen klein an. Wer zwischen zwei Größen steht, hat somit keine leichte Entscheidung.
Gemütlich geht es mit dem Pole Machine bergauf
# Gemütlich geht es mit dem Pole Machine bergauf - das lange Heck hält die Front am Boden, Spitzenzeiten will man mit dem Rad aber nicht unbedingt erzielen.
Auf dem Trail kann das Rad durch viel Sicherheit begeistern
# Auf dem Trail kann das Rad durch viel Sicherheit begeistern - fast schon zu viel! Selbst Strecken mit matschigen, hängenden Kurven werden etwas uninteressant.

Bewegt man sich auf moderaten, flacheren Trails, die man sonst mit Spielereien an Wurzeln und Wellen versieht, fragt man sich auf dem Machine, wann man denn endlich die eigentliche Abfahrt erreicht. Man kann mit dem Pole Machine durchaus spielen. Doch wie bereits im Uphill fällt hier der Kraftaufwand deutlich höher aus. Erreicht man den Beginn einer Stage oder die eigentliche Abfahrt der Runde, sollte man jedoch bereit sein für das, was das Pole Machine bereit ist zu leisten. Denn hier beginnt es, seine wahre Qualität zu offenbaren: absoluten Geschwindigkeitsrausch! Selten fühlten wir uns auf einem Enduro-Bike derart sicher, wenn sich grobe Steinfelder und nasse Wurzeln vor uns auftaten.

Ist man gewillt, die Finger von den Bremsen zu lassen und dem Rad Vertrauen zu schenken, kann man seine persönlichen Grenzen nach oben verschieben. Je genauer man einen Trail kennt, desto schneller kann man mit dem Pole unterwegs sein. Beim Ausloten der Grenzen des Bikes muss man sich auf immer steilere Trails begeben, da das Machine ständig schneller fahren möchte, es dafür aber auch ausreichend Hangabtriebskraft benötigt. Man verschwendet wenige Gedanken daran, die Bremse zu benutzen und Pedalieren ist mit dem Rad in angemessenem Gelände oft einfach nicht mehr möglich.

Genau hier war das Testteam deutlich in seiner Meinung gespalten: Möchte man ein kompromisslos auf Speed getrimmtes Bike, mit dem man am liebsten mit Vollhelm und Panzer ausgerüstet an der Schallmauer kratzt? Oder wäre der Fahrspaß mit weniger Laufruhe zugunsten einer höheren Agilität bei niedrigeren Geschwindigkeiten höher?

Jeder Zentimeter Luftstand will verdient sein
# Jeder Zentimeter Luftstand will verdient sein - findet sich nicht gerade ein kleiner Kicker oder ein natürlicher Absprung, braucht es viel Kraft und Gewichtsverlagerung, um das Pole Machine in die Luft zu bekommen.
Vertrauensbildend
# Vertrauensbildend - das Pole Maschine ermöglicht fast in jeder Situation eine zentrale Position auf dem Bike. Das fordert allerdings auch eine gewisse Kraft im Oberkörper.

Egal ob Rennfahrer oder Durchschnittspilot: Das Pole Machine schenkt fast jedem Fahrertyp enorme Sicherheit und der Grenzbereich ist teils weit nach oben verschoben sowie gut einschätzbar. Somit traut sich auch der weniger versierte Fahrer mit dem Machine in gröberes Gelände – zur Not wird es das Bike durch seine flache und lange Geometrie schließlich schon richten.

Enduro-Racer auf Sekundenjagd sollten Erfahrung mit langen Bikes haben, um mit einer konstant zentralen Position und genügend Kraft im Oberkörper auch bei einer Abfahrt auf Sicht schnell auf unerwartete Kurvenbegebenheiten reagieren zu können. Bringt man diese Fähigkeiten auf eine Ausfahrt mit, kann man stark vom Pole Machine profitieren. Es fühlt sich weder zu steif, noch zu weich an und generiert viel Grip. Durchschläge werden auch mit wenigen Volumenspacern im Heck sanft abgefedert.

Kurvenfahrten benötigen etwas Vorausplanung
# Kurvenfahrten benötigen etwas Vorausplanung - entgegen der weitläufigen Meinung geht das Rad aber nicht wie ein Schlachtschiff ums Eck.
Nimmt man den Schwung aus Kurven mit
# Nimmt man den Schwung aus Kurven mit - kann man diesen nutzen, um das Rad aufzuladen und genießt dann ein beinahe spritziges Fahrverhalten.
Die beeindruckende Laufruhe lässt das Sicherheitsgefühl stark steigen
# Die beeindruckende Laufruhe lässt das Sicherheitsgefühl stark steigen - Man findet sich schnell an dem Punkt wieder, an dem man entscheiden muss: Cruise ich und es wird langweilig oder gehe ich aus meiner Komfortzone und prügle den Spaß aus dem Machine heraus?

Das ist uns aufgefallen

  • Rahmendetails Man kann sicher darüber streiten, ob man die Schraubenlöcher im Rahmen sehen möchte oder nicht. Sie bieten aber Platz für Matsch und sind nach ausgedehnten Schlammfahrten nicht ganz leicht zu reinigen.
  • Matsch-Einflugzone Dichtungen an Dämpfern machen eigentlich keine Probleme mehr. Durch seine exponierte Lage bekommt das Federbein allerdings regelmäßige Schlammpackungen ab. Wer sich daran stört, sollte ein kleines Schutzblech montieren.
  • SRAM Code RSC Bisher hat noch keine unserer Testbremsen Faxen gemacht – die Druckpunkteinstellung an diesem Exemplar ließ sich aber nicht mehr bedienen.
  • Semislick-Hinterreifen Unsere Erfahrung zeigt, je länger die Kettenstreben, desto geringer fällt die Bremstraktion aus. Die leichteren Testfahrer hatten in Kombination mit dem knackigen Druckpunkt der Code mit kontrolliertem Bremsen zu kämpfen. Je nach Gelände, Untergrund und Fahrergewicht hilft hier ein grobstolliger Reifen.
  • Dynamik durch Geschwindigkeit Wer verspielt fahren möchte, sollte das Pole mit einer höheren Geschwindigkeit als andere Bikes bewegen und fahrtechnisch wissen, was er tut.
„Wenn das Rad eh schon nicht bremst …“
# „Wenn das Rad eh schon nicht bremst …“ - Ein Semislick-Hinterreifen in Verbindung mit so langen Kettenstreben sorgt nicht gerade für viel Bremstraktion am Heck. Die Reifenfreiheit ist dafür üppig.
Der Vorher-Nachher-Vergleich bestätigt: direkter Dreckbeschuss auf den Dämpfer.
# Der Vorher-Nachher-Vergleich bestätigt: direkter Dreckbeschuss auf den Dämpfer. - Ein Schutzblech würde sich anbieten, um zumindest den gröbsten Dreck vom Dämpfer und den Dichtungen abzuhalten.
Trotz der aufwändigen Fertigung mit zwei verschraubten und verklebten Hälften hat man sich für extern verlegte Züge entschieden.
# Trotz der aufwändigen Fertigung mit zwei verschraubten und verklebten Hälften hat man sich für extern verlegte Züge entschieden.
Die Züge können am Pole Machine auf verschiedenste Arten verlegt werden, da nur Löcher und keine Zugführungen vorhanden sind.
# Die Züge können am Pole Machine auf verschiedenste Arten verlegt werden, da nur Löcher und keine Zugführungen vorhanden sind. - Warum man hier aber auf einen Wegwerfartikel setzt und nicht eine schraubbare Zugklemmung verwendet, verstehen wir nicht ganz.
Solide Abstimmung an der neuen RockShox Lyrik
# Solide Abstimmung an der neuen RockShox Lyrik - wir kamen mit zwei Volumenspacern in der Gabel aus. Mit dem älteren Model benötigten wir oft mehr.
Gelungene Kinematik im Heck
# Gelungene Kinematik im Heck - der RockShox Super Deluxe-Dämpfer begnügte sich mit einem Volumenspacer, ohne dabei zu hart durchzureichen.

Fazit – Pole Machine

Pole Machine – ein Rad, das in seinem Charakter beide Enden des fahrerischen Könnens bedient. Seine fehlerverzeihende Balance sorgt in Kombination mit angenehmem Flex für viel Selbstsicherheit und gewährleistet selbst in brenzlige Situationen eine beeindruckende Ruhe. Dazu kommt die gute Fahrwerksabstimmung, die einem auch in ruppigem Gelände in den seltensten Fällen an der Machbarkeit zweifeln lässt. Bringt man genügend Kraft, Können und vorausschauende Fahrweise zur Geschwindigkeitsparty, lässt sich dem finnischen Langholzlaster auch eine verspielte Fahrt entlocken. Alternativ gibt man sich einfach nur dem schieren Rausch des Tiefflugs durch den Wald hin.

Pro
  • extrem schnell
  • hohe Sicherheit
  • sehr gutmütig
  • entspannte Sitzposition im Uphill
Contra
  • für verspielte Fahrer ist es auf moderaten Trails eine Spaßbremse
  • Dämpferposition direkt in der Dreckeinflugschneise
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften
# Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften - am liebsten bügelt es aber und ist somit weder die erste, noch die zweite Wahl für Fahrer, die gerne aktiv das Gelände einbinden und sich gerne in der Luft wiederfinden.

Daumen hoch oder runter? Was sagt ihr zu dem extremen Konzept, das die Finnen mit dem Pole Machine fahren?


Testablauf

Das Pole Machine wurde von verschiedenen Fahrern auf unterschiedlichen Strecken getestet. Neben schnellen, offenen Trails haben wir das Rad auch auf engere Trails mitgenommen, um herauszufinden, wo es an seine Grenzen stößt. Sämtliche Höhenmeter mit dem Machine wurden aus eigener Kraft überwunden.

Hier haben wir das Pole Machine getestet

  • Singletrails: Von schnell und offen, bis eng und langsam, von extrem ruppig, bis flowig.
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    trailterror

    dabei seit 11/2010

    Er meint wohl die Oberrohrlänge
    In dem Fall hätte er Recht
  2. benutzerbild

    milonass

    dabei seit 12/2016

    trailterror schrieb:
    Er meint wohl die Oberrohrlänge
    In dem Fall hätte er Recht

    In dem Fall, jein. Wir wissen zwar, was gemeint sein soll. Dennoch verändert sich die Geometrie nicht dadurch, dass man eine bestimmte Haltung auf dem Rad einnimmt.
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  4. benutzerbild

    milonass

    dabei seit 12/2016

    XT660 schrieb:
    ...auf meinem Foto siehst du, dass die Kettenblattseite weniger beschädigt ist. Die Höhe der Stufe ist nicht unbedingt das Thema....es reicht, vor der Stufe eine scharfe erhöhte Steinkante über die man das Vorderrad vor der Stufe noch heben muß (langsam gefahren) wenn das Vorderrad über dem Hindernis ist, ist das Heck entlastet....dann zieht man das Heck nach...da ist dann er Link vom Hinterbau ganz unten.

    @MSTRCHRS :“....es könnte dynamisch beim Pole rausrotieren“ Ja, bei schneller Fahrweise....aber das geht nicht immer.....

    Die Schäden passieren im steinigen, verblockten Gelände...oft flach, manchmal sogar bei Steinstufen aufwärts, dort wo man aktiv das Vorderrad über Hindernisse (meist spitze Steine) hebt und dadurch das Heck entlastet, der Link somit nach unten geht und dann beim Nachziehen des Hinterrades streift man unten am Link eine Steinkante....ich mein solche Wege und Steine.

    [ATTACH=full]835740[/ATTACH]

    [IMG]http://de.academic.ru/pictures/dewiki/66/Blockstrom_Felsenmeer_Odenwald_2006.jpg[/IMG]
    Hier kann mit dem Pole das Lager schonmal aufsetzen.
  5. benutzerbild

    Weisskopfradler

    dabei seit 05/2019

    Hat jemand hier das Video gesehen, mit den zwei losen Rahmenhälften? Echt krass, muss ich sagen.
  6. benutzerbild

    milonass

    dabei seit 12/2016

    Weisskopfradler schrieb:
    Hat jemand hier das Video gesehen, mit den zwei losen Rahmenhälften? Echt krass, muss ich sagen.

    Kannst Du den Link hier reinstellen. Das interessiert mich sehr.

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