Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg
Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg - und auch die Geometrie wirkt sehr vielversprechend. Wir haben das böse Bike aus den USA getestet!
Evil setzt am The Wreckoning auf das von Dave Weagle entwickelte Delta-Hinterbausystem.
Evil setzt am The Wreckoning auf das von Dave Weagle entwickelte Delta-Hinterbausystem.
Das markante Steuerrohr polarisiert, fügt sich aber gut in das bullige Erscheinungsbild des Bikes ein
Das markante Steuerrohr polarisiert, fügt sich aber gut in das bullige Erscheinungsbild des Bikes ein
Ein Sag-Indikator an der Wippe soll helfen, das perfekt Setup schneller zu finden.
Ein Sag-Indikator an der Wippe soll helfen, das perfekt Setup schneller zu finden.
Low oder X-Low?
Low oder X-Low?
X-Low senkt das Tretlager um 9 mm und flacht den Lenkwinkel um 0,6° ab.
X-Low senkt das Tretlager um 9 mm und flacht den Lenkwinkel um 0,6° ab.
Praktisch: Das The Wreckoning kommt mit hauseigener, verstellbarer Kettenführung, die selbst mit einem 30 Zähne kleinen Kettenblatt funktionieren soll.
Praktisch: Das The Wreckoning kommt mit hauseigener, verstellbarer Kettenführung, die selbst mit einem 30 Zähne kleinen Kettenblatt funktionieren soll.
Der Gummi-Schoner am Unterrohr ist an Carbon-Rahmen inzwischen zum Standard geworden und fehlt auch am Evil nicht.
Der Gummi-Schoner am Unterrohr ist an Carbon-Rahmen inzwischen zum Standard geworden und fehlt auch am Evil nicht.
Angetrieben wird das The Wreckoning mit der edlen, 12-fachen SRAM Eagle-Schaltung.
Angetrieben wird das The Wreckoning mit der edlen, 12-fachen SRAM Eagle-Schaltung.
Für negative Beschleunigung ist am Wreckoning die SRAM Guide RSC...
Für negative Beschleunigung ist am Wreckoning die SRAM Guide RSC...
...mit 180 mm Bremsscheiben verbaut.
...mit 180 mm Bremsscheiben verbaut.
Hauseigene Evil-Griffe treffen auf ein RaceFace-Cockpit, das aus SixC-Lenker und Atlas-Vorbau besteht.
Hauseigene Evil-Griffe treffen auf ein RaceFace-Cockpit, das aus SixC-Lenker und Atlas-Vorbau besteht.
Viel Hub für lange Beine: Die verbaute RockShox Reverb-Sattelstütze kommt in Größe L und XL mit 170 mm Hub.
Viel Hub für lange Beine: Die verbaute RockShox Reverb-Sattelstütze kommt in Größe L und XL mit 170 mm Hub.
An der Front soll eine RockShox Lyrik RCT3 mit 160 mm Federweg für Kontrolle sorgen
An der Front soll eine RockShox Lyrik RCT3 mit 160 mm Federweg für Kontrolle sorgen - Am Heck hat man die Wahl zwischen einem RockShox Monarch Plus, dem RockShox Vivid Air (+ 349,99 $) und einem Push 11.6 Stahlfederdämpfer (+ 900 $). Unser Testbike wich aufgrund eines Lieferengpasses der Solo-Air Variante der Lyrik von der Serienausstattung ab. Wir nutzen eine Lyrik Dual-Position.
Mit e*thirteens trsr Reifen hatten wir schon gute Erfahrungen gemacht
Mit e*thirteens trsr Reifen hatten wir schon gute Erfahrungen gemacht - Die Reifen sind auf asymmetrischen Race Face Turbine R Felgen mit 30 mm Innenweite verbaut
3 Grad Einrastwinkel bietet die Race Face Vault Nabe
3 Grad Einrastwinkel bietet die Race Face Vault Nabe
Als etwas fummelig stellte sich der Setup des Beginning Stroke-Rebounds am RockShox Vivid Air heraus
Als etwas fummelig stellte sich der Setup des Beginning Stroke-Rebounds am RockShox Vivid Air heraus - mit langen, dünnen Fingern kommt man gerade so an das Einstellrädchen und kann es mit etwas Fingerspitzengefühl drehen.
Das Wreckoning vermittelt viel Sicherheit und lädt sofort zu hohen Geschwindigkeiten ein!
Das Wreckoning vermittelt viel Sicherheit und lädt sofort zu hohen Geschwindigkeiten ein!
Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse
Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse - eine sagenhafte Downhill-Performance macht es zu dem Bike, vor dem euch eure Mütter immer gewarnt haben. Die Uphill-Fähigkeiten sind hingegen eher passabel.
Auch der Suche nach grobem Geläuf
Auch der Suche nach grobem Geläuf - Das Rad macht auch auf Flowtrails Spaß aber man fühlt sich als Fahrer unterfordert.
Manuals gelingen auf dem The Wreckoning mit einer spielerischen Leichtigkeit
Manuals gelingen auf dem The Wreckoning mit einer spielerischen Leichtigkeit - Die kurzen Kettenstreben und die hohe Front laden permanent zu Kunststücken ein.
Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co.
Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co. - in der Luft überzeugt das Evil The Wreckoning mit einer guten Balance aus Stabilität und Mobilität. Querfliegen gelingt mit etwas Nachdruck ohne Probleme
Nötigt man das Wreckoning mit viel Nachdruck zum Übersteuern, zeigt es sich unbeeindruckt und lässt viel Zeit zu reagieren
Nötigt man das Wreckoning mit viel Nachdruck zum Übersteuern, zeigt es sich unbeeindruckt und lässt viel Zeit zu reagieren
In langsamen Sektionen muss man mit dem Wreckoning etwas mehr arbeiten – hier ist das Rad nicht in seinem Element.
In langsamen Sektionen muss man mit dem Wreckoning etwas mehr arbeiten – hier ist das Rad nicht in seinem Element.
Low oder X-Low? Aus unserer Sicht ist die extratiefe Einstellung die logische Wahl
Low oder X-Low? Aus unserer Sicht ist die extratiefe Einstellung die logische Wahl - sie passt besser zum Gesamtkonzept Vollgas-Bergabfahrrad.
Die RockShox Lyrik passte mit 4 von 5 Volumenspacern besser zum Fahrverhalten des Wreckoning.
Die RockShox Lyrik passte mit 4 von 5 Volumenspacern besser zum Fahrverhalten des Wreckoning.
Viel Progression bietet der Hinterbau an sich schon
Viel Progression bietet der Hinterbau an sich schon - Wir erhöhten im Testverlauf die Volumenspacer Anzahl auf 4 von maximal 8 im Vivid Air.
Am RockShox Monarch Plus Debon Air mussten mehr Tokens her
Am RockShox Monarch Plus Debon Air mussten mehr Tokens her - 7 von maximal 8 galt es in den kleinen Dämpfer zu packen. Der Vivid Air ist unserer Meinung nach aber die bessere Wahl.
Knappe Reifenfreiheit trübt den Gesamteindruck.
Knappe Reifenfreiheit trübt den Gesamteindruck. - Hier setzte sich loser Waldboden fest. Bei sehr nassen Bedingungen blieb das Hinterrad im Uphill im Hinterbau zugesetzt teilweise komplett stecken.
Ohne Spuren blieben die Matschausflüge nicht
Ohne Spuren blieben die Matschausflüge nicht - Der Reifen und das Material hinterließen ihre Spuren im Lack.
Selbst mit Stützenkopf auf Anschlag ist die Sattelnase noch sehr hoch
Selbst mit Stützenkopf auf Anschlag ist die Sattelnase noch sehr hoch - auf längeren, steilen Rampen kam es hier bei Leuten mit einer Schrittlänge von über 90 cm zu unangenehmen Taubheitsgefühlen.
Auf der Abfahrt fühlt sich das Rad pudelwohl – je gröber und schneller desto besser
Auf der Abfahrt fühlt sich das Rad pudelwohl – je gröber und schneller desto besser - ...denn der Federweg scheint nicht enden zu wollen.

Evil The Wreckoning im Test: Insbesondere 29er haben in den letzten Jahren eine radikale Entwicklung hinter sich – von reinen XC-Maschinen wurden sie zu echten Alleskönnern mit Abfahrtsqualitäten. Evil treibt diesen Evolutionsprozess mit dem The Wreckoning auf die Spitze: Der jüngste Spross der Amerikaner entschlüpft mit seiner progressiven, verstellbaren Geometrie und satten 161 mm Federweg am Heck jedweder Kategorisierung. Wir haben den großen Bruder des The Following über Stock und Stein gejagt!

Evil The Wreckoning – kurz & knapp

“The Wreckoning wraps The Following and the downhill bike in one bike. It’s designed for maximum destruction.“ – Kevin Walsh, Evil Bike Inhaber

Evil schreibt dem Wreckoning eine extreme Bandbreite zu: Das Rad soll für Enduro-Rennen genauso geeignet sein, wie für den Einsatz im Bike Park, riesige Sprünge und heftiges Gelände. Das Wreckoning soll mit seiner aggresiven Geometrie, den 29″-Laufrädern und 161 mm Federweg am Heck die perfekte Symbiose aus dem Trailbike The Following und dem Downhiller Undead sein – also gleichermaßen Trail-Monstertruck und Downhill-Geschoss. Große Worte, aber immerhin schließen die Amerikaner von vornherein den Cross-Country-Einsatz augenzwinkernd aus.

  • Vollcarbon-Rahmen mit integriertem Schlagschutz und Kettenführung
  • Delta Link-Hinterbau von Dave Weagle
  • Sag-Indikator an der Wippe
  • Geometrieverstellung durch drehbare Einsätze am Hinterbau
  • optionaler Winkelsteuersatz
  • Laufradgröße: 29″
  • Federweg vorne: 160 mm
  • Federweg hinten: 161 mm
  • Boost-Standard vorne und hinten
  • 34,9 mm Sattelrohr-Durchmesser
  • BSA-Tretlager
  • 216 x 63 mm Dämpfer-Einbaumaß
  • ISCG 05-Aufnahme
  • 4 Größen: S, M, L, XL (getestet, 14,15 kg)

Preis: $ 2.899 (UVP Rahmenset), $ 7.248 (UVP inkl. 170 mm Reverb), $ 7.473 (UVP inkl. 170 mm Reverb + Vivid Air) | Bikemarkt: Evil Wreckoning kaufen

Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg
# Am Evil The Wreckoning treffen 29"-Laufräder auf viel Federweg - und auch die Geometrie wirkt sehr vielversprechend. Wir haben das böse Bike aus den USA getestet!

Evil The Wreckoning – Technische Daten

Rahmendetails

Am Evil The Wreckoning gibt es neben dem Vollcarbon-Rahmen mit Eingelenk-Hinterbau und interner Leitungsführung zahlreiche weitere Details zu entdecken. Im vordersten Drehpunkt des sogenannten Delta-Hinterbausystems befindet sich ein kleiner Einsatz, der es ermöglicht, den empfohlenen Sag von 30 % abzulesen. Der Einsatz wird nach vorne geschoben. Nach dem Be- und Entlasten des Fahrwerks bleibt er an der Stelle stehen, wo sich der Hebel maximal befand. Ein kleines Laserlogo hilft dann bei der optischen Überprüfung (gute Augen vorausgesetzt).

Ein extrem interessantes Eigenheit des Evil The Wreckoning ist die Anpassbarkeit des Rahmens. Lenkwinkel und Tretlagerhöhe können je nach persönlicher Vorliebe und Terrain verändert werden. Dafür dreht man einfach zwei Aluminium-Bauteile am Hinterbau. Das senkt das Tretlager um 9 mm ab und macht den Lenkwinkel 0,6° flacher.

Evil setzt am The Wreckoning auf das von Dave Weagle entwickelte Delta-Hinterbausystem.
# Evil setzt am The Wreckoning auf das von Dave Weagle entwickelte Delta-Hinterbausystem.
Ein Sag-Indikator an der Wippe soll helfen, das perfekt Setup schneller zu finden.
# Ein Sag-Indikator an der Wippe soll helfen, das perfekt Setup schneller zu finden.
Das markante Steuerrohr polarisiert, fügt sich aber gut in das bullige Erscheinungsbild des Bikes ein
# Das markante Steuerrohr polarisiert, fügt sich aber gut in das bullige Erscheinungsbild des Bikes ein

Wem das noch nicht ausreicht, kann etwas mehr Aufwand betreiben und die Steuersatzschalen austauschen. Hier gibt es von Evil selbst Schalen, die den Lenkwinkel um -1° oder +1° verstellen. Noch mehr Anpassungswünsche gefällig? Auch beim Fahrwerk gibt es ab Werk drei Optionen:

  • RockShox Monarch Plus RC3 DebonAir
  • RockShox Vivid R2C
  • Push 11.6 Stahlfederdämpfer

Obwohl das The Wreckoning ein Eingelenker ist, wird der Dämpfer des Evils über zwei weitere Umlenkungen angesteuert. Das sogenannte Delta-Hinterbausystem von Kinematik-Guru Dave Weagle soll für optimale Übersetzungsverhältnisse durch den Federweg hindurch sorgen. Auf das Fahrwerk übertragen, soll dies in einem sehr satten Fahrgefühl im ersten Federwegsbereich spürbar sein. Im mittleren Federwegsbereich erhält man mehr Gegenhalt, zum Ende hin dann eine starke Progression. Im Detail und mit vielen Ausschmückungen ist dies auch auf der Evil-Webseite nachlesbar.

Geometrie

“Low” und “X-Low” nennt Evil die beiden Geometriepositionen am The Wreckoning, die sich einstellen lassen – und die Namen sind Programm. Mit einem Lenkwinkel von 65,5° und einer Tretlagerhöhe von 339 mm in der X-Low-Position bietet das The Wreckoning eine durchaus aggressive Geometrie. Erhältlich ist das Evil The Wreckoning in vier Größen von S bis XL.

 S – LowS – X-LowM – LowM – X-LowL – LowL – X-LowXL – LowXL – X-Low
Oberrohrlänge604 mm604 mm624 mm624 mm647 mm647 mm671 mm671 mm
Sitzrohrlänge390 mm390 mm425 mm425 mm460 mm460 mm495 mm495 mm
Lenkwinkel66,1°65,5°66,1°65,5°66,1°65,5°66,1°65,5°
Steuerrohrlänge104 mm104 mm114 mm114 mm127 mm127 mm139 mm139 mm
Sitzwinkel74,8°73,9°74,8°73,9°74,8°73,9°74,8°73,9°
Tretlagerhöhe348 mm339 mm348 mm339 mm348 mm339 mm348 mm339 mm
Kettenstrebenlänge430 mm431 mm430 mm431 mm430 mm431 mm430 mm431 mm
Radstand1161 mm1162 mm1182 mm1183 mm1207 mm1208 mm1232 mm1233 mm
Reach415 mm415 mm432 mm432 mm452 mm452 mm472 mm472 mm
Stack627 mm627 mm636 mm636 mm648 mm648 mm659 mm659 mm

Ausstattung

Das Evil The Wreckoning ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich, deren Unterschiede sich vor allem auf den Antrieb und die Anbauteile belaufen. Das Fahrwerk kommt in beiden Fällen aus dem Hause RockShox: Vorne sorgt die langhubige Lyrik RCT3 mit 160 mm Federweg für Kontrolle. Standardmäßig kommt das The Wreckoning mit einem RockShox Monarch Plus RC3 Debonair-Luftdämpfer, gegen Aufpreis sind auch andere Optionen verfügbar. Wir haben die teurere X01-Variante getestet.

Komplette Ausstattung zum Ausklappen
VarianteX01 EagleX1
DämpferRockShox Monarch Plus RC3 DebonairRockShox Monarch Plus RC3 Debonair
SteuersatzFSA IntegriertFSA Integriert
FedergabelRockShox Lyrik RCT3, 160 mmRockShox Lyrik RCT3, 160 mm
LenkerRaceFace Sixc Carbon, 35mm Rise, 800 mm BreiteRaceFace Chester, 35 mm Rise, 780 mm Breite
VorbauRaceFace Atlas 35mmRaceFace Æffect 40 mm
GriffeEvil Lock OnEvil Lock On
BremsenSRAM Guide RSC 180/180SRAM Guide R 180/180
SchaltwerkSRAM X01 EagleSRAM X1
SchalthebelSRAM X01 EagleSRAM X1
KassetteSRAM XG-1295 Eagle 10-50TSRAM XG-1175 10-42T
KetteSRAM X01 EagleSRAM PCX1
KurbelSRAM Eagle X0 Carbon, 34TRaceFace Aeffect SL, 30T
TretlagerSRAM GXPRaceFace BSA
LaufradsatzRaceFace Turbine RRaceFace Æffect R
ReifenWTB Vigilante 29"x2,3"WTB Vigilante 29"x2,3"
SattelstützeRockShox Reverb Stealth (S: 125 mm, M: 150 mm, L,XL: 170mm)RockShox Reverb Stealth (S: 125 mm, M: 150 mm, L,XL: 170mm)
SattelWTB Volt ProWTB Volt Pro
Angetrieben wird das The Wreckoning mit der edlen, 12-fachen SRAM Eagle-Schaltung.
# Angetrieben wird das The Wreckoning mit der edlen, 12-fachen SRAM Eagle-Schaltung.
Hauseigene Evil-Griffe treffen auf ein RaceFace-Cockpit, das aus SixC-Lenker und Atlas-Vorbau besteht.
# Hauseigene Evil-Griffe treffen auf ein RaceFace-Cockpit, das aus SixC-Lenker und Atlas-Vorbau besteht.
Viel Hub für lange Beine: Die verbaute RockShox Reverb-Sattelstütze kommt in Größe L und XL mit 170 mm Hub.
# Viel Hub für lange Beine: Die verbaute RockShox Reverb-Sattelstütze kommt in Größe L und XL mit 170 mm Hub.
An der Front soll eine RockShox Lyrik RCT3 mit 160 mm Federweg für Kontrolle sorgen
# An der Front soll eine RockShox Lyrik RCT3 mit 160 mm Federweg für Kontrolle sorgen - Am Heck hat man die Wahl zwischen einem RockShox Monarch Plus, dem RockShox Vivid Air (+ 349,99 $) und einem Push 11.6 Stahlfederdämpfer (+ 900 $). Unser Testbike wich aufgrund eines Lieferengpasses der Solo-Air Variante der Lyrik von der Serienausstattung ab. Wir nutzen eine Lyrik Dual-Position.

Evil The Wreckoning – In der Hand

Do you enjoy making bad decisions and want to ride with wreckless abandon, but fear the consequences. Erase your mistakes and force any trail into submission with the Wreckoning. A 161 mm Delta System traction factory with monster truck wheels that keeps out of control in control. – The day of The Wreckoning

Geboren aus einer unheilvollen Kombination der beiden Evil-Bikes The Following und Undead knüpf das Wreckoning an eine durchaus markante Namensgebung an: Das Wortspiel aus wreck (Das Wrack, das Unglück) und reckoning (die Abrechnung) verspricht ein Bike, das vermutlich nicht für den gemütlichen Sonntagsausflug am Isar-Ufer gedacht ist.

Diese Ankündigung wird unterstrichen vom gesamten Erscheinungsbild – über die babyblaue Farbe sehen wir hinweg, schließlich gibt es das The Wreckoning auch noch in Gun Metal-Grau. Im Stand wirkt das Evil massiv. Insbesondere der voluminös ausgeführte Hinterbau und das markante Steuerrohr stechen ins Auge. Beim Blick auf die Umlenkung kneift man unweigerlich die Augen zusammen und überlegt, wie sich wohl welches Bauteil in welche Richtung bewegen wird.

Als etwas fummelig stellte sich der Setup des Beginning Stroke-Rebounds am RockShox Vivid Air heraus
# Als etwas fummelig stellte sich der Setup des Beginning Stroke-Rebounds am RockShox Vivid Air heraus - mit langen, dünnen Fingern kommt man gerade so an das Einstellrädchen und kann es mit etwas Fingerspitzengefühl drehen.
Der Gummi-Schoner am Unterrohr ist an Carbon-Rahmen inzwischen zum Standard geworden und fehlt auch am Evil nicht.
# Der Gummi-Schoner am Unterrohr ist an Carbon-Rahmen inzwischen zum Standard geworden und fehlt auch am Evil nicht.
Praktisch: Das The Wreckoning kommt mit hauseigener, verstellbarer Kettenführung, die selbst mit einem 30 Zähne kleinen Kettenblatt funktionieren soll.
# Praktisch: Das The Wreckoning kommt mit hauseigener, verstellbarer Kettenführung, die selbst mit einem 30 Zähne kleinen Kettenblatt funktionieren soll.

Abgesehen von der intern geführten Leitung der Sattelstütze verlaufen die restlichen Kabel sehr unauffällig unterhalb des Oberrohrs. Das ist nicht nur schick, sondern auch sehr praktisch bei Umbau-Arbeiten. Wer sich für einen RockShox Vivid Air am Heck entscheidet, sollte sehr dünne Finger sein Eigen nennen. Um die Beginning-Stroke–Zugstufe zu verstellen, muss man ans untere Ende des Dämpfers. Diese befindet sich hinter den Umlenkhebeln in Richtung Tretlager.

Evil The Wreckoning – Auf dem Trail

Uphill

Ist man gewillt es im Uphill gemütlich angehen zu lassen, dann kann man mit dem Evil The Wreckoning auch bergauf fahren. Zu Sprint-Einlagen wird man aber sicher nicht motiviert.

Nur weil man ein Bike den Berg hinauf treten kann, bedeutet das noch lange nicht, dass es immer eine Freude ist. Dicke Reifen mit hohem Rollwiederstand und eine hohe Front lassen einen auf dem Evil The Wreckoning mehr Arbeit verrichten, als einem manchmal lieb wäre. Der sehr flache Sitzwinkel stellt Fahrer mit langen Beinen und einem entsprechenden Sattelauszug vor eine unangenehme Tatsache: Selbst bei der maximalen Verstellung von -12° an der RockShox Reverb drückt der Sattel auf steilen Anstiegen in sensible Körperregionen. Das quittierten diese gerne mit “Wir spüren uns später wieder …”. Testfahrer mit einer Schrittlänge von unter 90 cm hatten hier weniger Probleme. Große Fahrer sollten sich allerdings einen Sattel suchen, der zur Nase hin etwas stärker abfällt.

Den Weg auf den Berg sollte man auf dem Evil einfach etwas gelassener sehen. Man kommt fast überall hinauf, nur eben etwas langsamer. Der Hinterbau bleibt erstaunlich ruhig und man kann sich – je nach Dämpferoption – das Uphill-Leben etwas mehr Low Speed-Druckstufe leichter machen. Da die Kette direkt durch den Drehpunkt des Hinterbaus läuft, wippt dieser fast gar nicht.

Rasante Geschwindigkeiten? Bergauf ist das mit dem Evil The Wreckoning nur bedingt möglich
# Rasante Geschwindigkeiten? Bergauf ist das mit dem Evil The Wreckoning nur bedingt möglich - das macht aber nichts, denn der Fokus des blauen Bolzbikes liegt ganz klar auf der Abfahrt.

Downhill

Bergab wird die Erinnerung an die Mühen des Uphills sofort gelöscht. Wie bei jedem Testbike tasten wir uns langsam an den Grenzbereich ran, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Beim Evil The Wreckoning hätten wir ruhig sehr viel heftiger einsteigen können. Rückblickend betrachtet wäre es bei den niedrigen Geschwindigkeiten zu Beginn wohl ohne weiteres möglich gewesen, in bester Enduro-Manier einen Cappucino in der Hand spazieren zu fahren – so sicher und satt liegt das The Wreckoning auf dem Trail.

Das Evil The Wreckoning schreit nach Steinfeldern, Wurzelteppichen, Steilabfahrten, Drops, Gaps und Huck to Flats.

Im Downhill verlangt das Wreckoning mehr und noch mehr Geschwindigkeit. Flowige Singletrails mit geringem technischen Anspruch an Fahrer und Material sind in keinster Weise der Untergrund, auf dem man das Wreckoning bewegen sollte. Natürlich kann man das. Aber wieso sollte man? Das Evil The Wreckoning schreit nach Steinfeldern, Wurzelteppichen, Steilabfahrten, Drops, Gaps und Huck to Flats.

Das Wreckoning vermittelt viel Sicherheit und lädt sofort zu hohen Geschwindigkeiten ein!
# Das Wreckoning vermittelt viel Sicherheit und lädt sofort zu hohen Geschwindigkeiten ein!
Je gröber das Geläuf, desto wohler fühlt sich das Evil The Wreckoning – der Federweg scheint nicht enden zu wollen!
# Je gröber das Geläuf, desto wohler fühlt sich das Evil The Wreckoning – der Federweg scheint nicht enden zu wollen!
Eher flowige Trails unterfordern das extrem potente Fahrwerk des Evils hingegen fast schon ein wenig.
# Eher flowige Trails unterfordern das extrem potente Fahrwerk des Evils hingegen fast schon ein wenig.
Auf der Abfahrt fühlt sich das Rad pudelwohl – je gröber und schneller desto besser
# Auf der Abfahrt fühlt sich das Rad pudelwohl – je gröber und schneller desto besser - ...denn der Federweg scheint nicht enden zu wollen.

Hat man das passende Setup gefunden und bringt dem Bike das entsprechende Vertrauen entgegen, wird man mit dem The Wreckoning in eine völlig neue Dimension vordringen – egal ob bei der Linienwahl, der Geschwindigkeit oder der Wahl der Strecke (Double Black Diamond, bitte!). Die nicht gerade leichte und eher grobe Ausstattung, die den Weg nach oben erschwert hat, ergibt plötzlich einen Sinn, wenn man auf sonst so respekteinflößenden Steinfelder zuschießt, die andere Bikes zur Verzweiflung treiben. Entspannen, Fersen tief halten und das Evil The Wreckoning frisst sie einfach auf. Dabei schenkt einem der Hinterbau das Gefühl von schiert unendlichem Federweg. Wer hier tatsächlich einen Durchschlag erreicht, hat immerhin die Bestätigung, das The Wreckoning in ernsthafter Downhill-Renngeschwindigkeit zu bewegen. Um eine Balance zur Front zu erreichen, stockten wir dort auf vier Tokens auf.

Wer hier tatsächlich einen Durchschlag erreicht, hat immerhin die Bestätigung, das The Wreckoning in ernsthafter Downhill-Renngeschwindigkeit zu bewegen.

Hier ist es zu Hause und hier gleicht es einem unerschrockenen Dämon. Mit einer Kettenstrebenlänge von kurzen 430 mm, dem moderaten Reach von 472 mm und 659 mm Stack bei einem 339 mm tiefen Tretlager steht man sehr aufrecht hinter der Front im The Wreckoning. Es fühlt sich aufgrund dieser Überhöung größer an, als es eigentlich ist. Dies trägt maßgeblich zum Sicherheitsgefühl auf dem Rad bei. Beim Zug am Lenker steigt das blaue Geschoss willig aufs Heck und es lassen sich Bunny Hops und Manuals mit Leichtigkeit ziehen. Evil hat es geschafft, bei hohen Geschwindigkeiten eine interessante Gratwanderung aus Laufruhe und Verspieltheit zu vollziehen.

Was das Wreckoning besonders mochte, waren Kurvenfahrten eingeleitet über das Heck. Neigte man das System von hinten in eine Kurve, konnte man getrost auf den Gegenhalt aus der Kinematik bauen und dennoch velor man nie den Grip am Vorderrad. Diese Eigenheit machte es besonders im schnellen Richtungswechsel auf grobem Untergrund interessant. Man lief viel weniger Gefahr in eine Situation zu kommen, bei der man auf der Suche nach Kurvengrip, über seine attackierende Körperposition Druck aufs Vorderrad aufbaut und dann die Konsequenzen tragen muss, weil das Überrollverhalten dadurch schlechter wird und man zu leicht an etwas hängen bleibt. Der Hinterbau generiert dabei einen Pop, den man sehr gut nutzen kann, um das Rad für die nächste Richtung umzulegen.

Manuals gelingen auf dem The Wreckoning mit einer spielerischen Leichtigkeit
# Manuals gelingen auf dem The Wreckoning mit einer spielerischen Leichtigkeit - Die kurzen Kettenstreben und die hohe Front laden permanent zu Kunststücken ein.
Foto Jens Staudt Evil The Wreckoning-1374
# Foto Jens Staudt Evil The Wreckoning-1374
Foto Jens Staudt Evil The Wreckoning-0961
# Foto Jens Staudt Evil The Wreckoning-0961
Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co.
# Das Fahrwerk hat genügend Popp für Whips und Co. - in der Luft überzeugt das Evil The Wreckoning mit einer guten Balance aus Stabilität und Mobilität. Querfliegen gelingt mit etwas Nachdruck ohne Probleme

Übertreibt man es in Kurven dann doch zu sehr, so übersteuert das Evil und löst dabei nie Panik aus. Mit einer Seelenruhe lenkt man gegen und kann getrost auf den Moment vertrauen, an dem sich das Rad wieder fängt. Die Füße mussten wir jedenfalls nicht vom Pedal nehmen. 30 mm breite Felgen mit der stabilen Karkasse der e*thirteen-Reifen ermöglichten Reifendrücke von unter 2 bar, ohne dabei ein undefiniertes Fahrgefühl zu erzeugen. Schäden wie Dellen an den Felgen oder runtergezogenen Reifen traten im Testzeitraum nicht auf.

In Zeiten von immer neuen Hinterbauten mit vollmundigen Versprechen in allen Bereichen ist das Evil ein Sonderling. Trotz aller Umlenkungen am Dämpfer: Das The Wreckoning ist ein Eingelenker. Steinzeit! Unfahrbar! Bremsstempeln, Wippen und andere Sachen, böse Sachen! Oder etwa nicht? Im Fahrbetrieb fielen uns keine dieser Einflüsse als übertrieben stark ausgeprägt oder unangenehm auf.

Nötigt man das Wreckoning mit viel Nachdruck zum Übersteuern, zeigt es sich unbeeindruckt und lässt viel Zeit zu reagieren
# Nötigt man das Wreckoning mit viel Nachdruck zum Übersteuern, zeigt es sich unbeeindruckt und lässt viel Zeit zu reagieren
In langsamen Sektionen muss man mit dem Wreckoning etwas mehr arbeiten – hier ist das Rad nicht in seinem Element.
# In langsamen Sektionen muss man mit dem Wreckoning etwas mehr arbeiten – hier ist das Rad nicht in seinem Element.

Wenn das The Wreckoning für eine Sache nicht gebaut ist, dann für langsamen Bergab-Trial.

Ist man auf langsameren, verwinkelten Strecken unterwegs, erfordert das The Wreckoning dem Piloten doch etwas mehr fahrerisches Können ab. Insbesondere die hohe Front, die bei steigenden Geschwindigkeiten viel Sicherheit vermittelt, verlangsamt auf langsamen Trails den Input. Wenn das The Wreckoning für eine Sache nicht gebaut ist, dann für langsamen Bergab-Trial. Das Bike lebt vor allem durch einen dynamischen und aktiven Fahrstil, den es durch seine Geometrie und Kinematik zu belohnen und zu verstärken weiß.

Tuning-Möglichkeiten

“Low” und “X-Low”: Die Benennung der beiden Geometrie-Optionen spricht bereits eine deutliche Sprache. Wir probierten in unserem Test beide Varianten und landeten letztlich bei der extraniedrigen Variante. Warum? Das The Wreckoning ist vom kompletten Rahmenkonzept, von der Geometrie und von der Ausstattung derart auf schnelles Fahren in grobem Gelände ausgelegt, dass man das Rad schlichtweg nicht in seinen Bergab-Möglichkeiten beschränken sollte. Einen Weltcup-Downhiller macht man schließlich auch nicht Uphill-tauglich.

Zwar hat die Low-Position Anstiege etwas erleichtert – vor allem, weil dadurch der Sitzwinkel des Evils steiler wird. Bergab will und muss man jedoch das volle, bösartige Potential des The Wreckoning ausschöpfen. Wer sich für dieses Rad entscheidet, wird den Fokus eher weniger auf den Vortrieb beim Anstieg und eher auf maximale Bergab-Geschwindigkeiten legen. Für moderateren Einsatz hat Evil andere Modelle im Programm.

Low oder X-Low? Aus unserer Sicht ist die extratiefe Einstellung die logische Wahl
# Low oder X-Low? Aus unserer Sicht ist die extratiefe Einstellung die logische Wahl - sie passt besser zum Gesamtkonzept Vollgas-Bergabfahrrad.

Nach wenigen Testfahrten war klar, dass dieses Rad nach mehr Geschwindigkeit und härterem Gelände förmlich schreit. Um die Nehmerqualitäten des Fahrwerks zu verbessern und Durchschläge zu verringern, erhöhten wir die Anzahl der Tokens und Volumenspacer in den Federelementen. Letztlich landeten wir in der RockShox Lyrik RCT3 bei 4 von maximal 5 Tokens – ursprünglich war nur ein Token verbaut. Der Monarch am Heck kam standardmäßig ohne Volumenspacer. Für unsere Fahrweise waren allerdings 6 von 7 Spacer ideal. Auch den Vivid Air haben wir im The Wreckoning getestet und sind ihn mit 4 von maximal 8 möglichen Volumenspacern gefahren. Der Monarch erleichterte zwar durch die Möglichkeit, ihn via Hebel beim Uphill in Ruhe zu versetzen. Und auch im Downhill schlug er sich sehr gut. Insgesamt haben wir jedoch den RockShox Vivid Air am Heck bevorzugt – insbesondere auf groben Strecken hat dieser dem Heck des The Wreckonings das volle und satte Potential entlockt.

Die RockShox Lyrik passte mit 4 von 5 Volumenspacern besser zum Fahrverhalten des Wreckoning.
# Die RockShox Lyrik passte mit 4 von 5 Volumenspacern besser zum Fahrverhalten des Wreckoning.
Viel Progression bietet der Hinterbau an sich schon
# Viel Progression bietet der Hinterbau an sich schon - Wir erhöhten im Testverlauf die Volumenspacer Anzahl auf 4 von maximal 8 im Vivid Air.
Am RockShox Monarch Plus Debon Air mussten mehr Tokens her
# Am RockShox Monarch Plus Debon Air mussten mehr Tokens her - 7 von maximal 8 galt es in den kleinen Dämpfer zu packen. Der Vivid Air ist unserer Meinung nach aber die bessere Wahl.

Die Bremsanlage an unserem Evil The Wreckoning war unserer Meinung nach für den Einsatzzweck etwas unterdimensioniert. Bei aberwitzigen Geschwindigkeiten durch gröbstes Gelände war die notwendige Bremspower nur kurzzeitig gegeben. Die SRAM Guide RSC mit 180 mm Scheiben an Front und Heck sowie organischen Bremsbelägen büßte bei harten Abfahrten nicht nur kontinuierlich Bremskraft ein, sondern hatte mit starkem Fading zu kämpfen. Ein starker Gestank begleitete das Phänomen. Wer das Evil entsprechend seines Einsatzzwecks bewegt, sollte entweder auf 200 mm große Bremsscheiben mit metallischen Belägen wechseln oder direkt eine Guide RE oder Code verbauen.

Haltbarkeit

Egal wie hart der Enduro-Trail oder die Downhill-Strecke war, die das Evil The Wreckoning meistern musste: Der Rahmen war nie überfordert. Abzüge mussten wir jedoch als Allwetterfahrer machen: Die Reifenfreiheit ließ etwas zu wünschen übrig. Bei klebrigen, matschigen oder sehr losen Bodenverhältnissen schleift man mit Stollenreifen immer etwas Botanik durch die Schwinge. Das machte sich beim Wreckoning nicht nur durch störende Geräusche bemerkbar. Vor allem litt der Lack auf Dauer darunter. Wer gerne im Matsch spielt, sollte einen etwas schmaleren Reifen als den wirklich breiten e*thirteen montieren.

Selbst mit Stützenkopf auf Anschlag ist die Sattelnase noch sehr hoch
# Selbst mit Stützenkopf auf Anschlag ist die Sattelnase noch sehr hoch - auf längeren, steilen Rampen kam es hier bei Leuten mit einer Schrittlänge von über 90 cm zu unangenehmen Taubheitsgefühlen.

Ob es an der (zu) harten Fahrweise lag wissen wir nicht genau – der RockShox Monarch Debon Air hatte im Evil The Wreckoning jedenfalls kein allzu lang währendes Glück. Nach knapp 50 km zog sich der Dämpfer zusammen und steckte fest. Auch ein Aufpumpen auf den Maximaldruck half nicht, um den Hub zurückzugewinnen. Nach dem Service durch den Hersteller verhielt sich der Dämpfer anschließend unauffällig und zuverlässig.

Fazit – Evil The Wreckoning

Das Evil The Wreckoning ist das Bike, vor dem euch eure Mütter immer gewarnt haben. Genügend Mut vorausgesetzt verführt es den Fahrer in brachialem Gelände zu wahnwitziger Linienwahl. Bergauf bezahlt man zum Beispiel für die groben Reifen zwar mit mehr Körnern als auf anderen Bikes derselben Kategorie, wird dafür aber bei der Abfahrt fürstlich entlohnt. Selbst im Drift über schmierige Steinfelder vermittelt das The Wreckoning eine schlafwandlerische Sicherheit. Ein derart potentes 29er sucht derzeit seinesgleichen – vergeblich. Zusätzliche Volumenspacer in den Federelementen sind ebenso Pflicht wie eine stärkere Bremsanlage, um das wilde, böse Biest zu zähmen.

Pro
  • phänomenales Handling
  • totale Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten
  • konkurriert mit der Leistungsfähigkeit von Downhill-Bikes
Contra
  • geringe Reifenfreiheit
  • Bremsen zu schwach
  • auf moderaten Trails fühlt man sich schnell unterfordert

Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse
# Ja, es stimmt: Das Evil The Wreckoning ist verdammt böse - eine sagenhafte Downhill-Performance macht es zu dem Bike, vor dem euch eure Mütter immer gewarnt haben. Die Uphill-Fähigkeiten sind hingegen eher passabel.


Testablauf

Hier haben wir das Evil The Wreckoning getestet

  • Albkante: Schnelle Trails, steinig und wurzelig, teilweise steil
  • Heidelberg: Steiles, steiniges und teilweise grobes Terrain
  • Weiteres Testgelände: Frische, lockere Singletrails, große Sprünge

Testerprofile

Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen
  • Testername: Jens Staudt
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 61 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Ich fahre hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher
Testerprofil Jonathan Kopetzky – bitte ausklappen
  • Testername: Jonathan Kopetzky
  • Körpergröße: 175 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 79 cm
  • Armlänge: 51 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Aggressiv und verspielt
  • Ich fahre hauptsächlich: DH sprunglastig, auch Dirt, eigentlich alles Hauptsache Rad dabei
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff und schnell
  • Vorlieben bei der Geometrie: Langes Oberrohr, Hinterbau je nach Einsatzgebiet
Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen
  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Um euch den bestmöglichen und breitesten Testeindruck zu bieten, fahren immer mehrere Tester ein Bike. Neben den aufgeführten Testern mit detaillierten Profil arbeiten wir immer mit weiteren Fahrern unterschiedlicher Könnerstufen, Gewichte, Körpergrößen sowie Vorlieben zusammen. Im direkten Dialog stellen wir das richtigen Setup sicher und dokumentieren in gemeinsamen Ausfahrten die Eindrücke. Dies stellt sicher, dass wir alle Eigenheiten eines Bikes in allen Bereichen beurteilen können.

Weitere Informationen zum Testablauf findet ihr im Eröffnungsartikel.


Weitere Informationen

Website: www.evil-bikes.com
Text & Redaktion: Jens Staudt, Jonathan Kopetzky, Christoph Spath | MTB-News.de 2017
Bilder: Jens Staudt, Jonathan Kopetzky

 

  1. benutzerbild

    Boris_the_Blade

    dabei seit 01/2016

    Nur leider nicht als plus!
    Oder was geht da maximal rein?
    Gruß Bo
  2. benutzerbild

    hasardeur

    dabei seit 04/2012

    B+ ist was für Hardtails. Beim Fully und erst recht bei langem Federweg spielt das B+ keine Vorteile aus, dafür aber die Nachteile durch hohe ungefederte Masse und undefiniertes Handling.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Mouses

    dabei seit 04/2014

    Also plus geht da sicher nicht rein......
  5. benutzerbild

    Boris_the_Blade

    dabei seit 01/2016

    Dann vielen dank für die Info,650b+ abgehakt
  6. benutzerbild

    Floga

    dabei seit 01/2016

    Servus Jungs und Mädels,

    ich würde gerne meinen L Rahmen gegen einen M Rahmen tauschen.

    Meldet euch

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!