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Bei der Trans Madeira besuchen wir jeden Tag eine andere Ecke der Insel
Bei der Trans Madeira besuchen wir jeden Tag eine andere Ecke der Insel - Fitness-technisch bin ich mittlerweile guter Dinge – allerdings wird es für mich dank meines kaputten Daumens vor allem darum gehen, die Sache locker anzugehen, möglichst viel Spaß zu haben und euch mit unterhaltsamen Berichten zu versorgen.
Ich werde die Trans Madeira auf einem Nukeproof Mega 275c RS-Endurobike bestreiten
Ich werde die Trans Madeira auf einem Nukeproof Mega 275c RS-Endurobike bestreiten - im Großen und Ganzen ist das Rad im Auslieferungszustand, ich habe lediglich einige kleinere Änderungen vorgenommen. Dazu gehören unter anderem dickere Reifen und ein deutlich höheres Cockpit.
Dank der großen Bandbreite des SRAM X01 Eagle-Antriebs sollte mich höchstens meine nicht ganz optimale Fitness davon abhalten, die 1500 hm pro Tag im Rekordtempo zu erklimmen.
Dank der großen Bandbreite des SRAM X01 Eagle-Antriebs sollte mich höchstens meine nicht ganz optimale Fitness davon abhalten, die 1500 hm pro Tag im Rekordtempo zu erklimmen.
Auch am Enduro-Bike bin ich Fan einer ordentlichen Kettenführung und eines Bashguards
Auch am Enduro-Bike bin ich Fan einer ordentlichen Kettenführung und eines Bashguards - hier hat Nukeproof meiner Meinung nach alles richtig gemacht!
Sollten unterwegs Defekte auftreten, habe ich viele nützliche Helferlein am Körper und auch am Rad mit dabei
Sollten unterwegs Defekte auftreten, habe ich viele nützliche Helferlein am Körper und auch am Rad mit dabei - neben einem Schlauch und der kleinen OneUp-Pumpe …
… ist auch ein OneUp EDC-Tool gut im Steuerrohr versteckt. Eindrücke dazu folgen von mir in Kürze.
… ist auch ein OneUp EDC-Tool gut im Steuerrohr versteckt. Eindrücke dazu folgen von mir in Kürze.
Außerdem habe ich die RockShox Reverb-Sattelstütze von 170 mm auf etwas unter 150 mm Hub reduziert
Außerdem habe ich die RockShox Reverb-Sattelstütze von 170 mm auf etwas unter 150 mm Hub reduziert - klingt komisch, ist aber so!
Damit mein lädierter Daumen die 5 Tage Enduro-Geballer durchhält, setze ich neuerdings auf einen SRAM Gripshift-Schalter am Lenker
Damit mein lädierter Daumen die 5 Tage Enduro-Geballer durchhält, setze ich neuerdings auf einen SRAM Gripshift-Schalter am Lenker - bisher bin ich damit hervorragend zurechtgekommen!
Meine kleine Leatt-Hüfttasche ist ganz schön vollgestopft für die voraussichtlich langen Tage in Madeira
Meine kleine Leatt-Hüfttasche ist ganz schön vollgestopft für die voraussichtlich langen Tage in Madeira - bei sehr guter Wettervorhersage könnte die Regenjacke durch einen kleinen Windstopper ersetzt werden.

Vom 05. bis 09. Juni 2018 steht die erste Auflage der Trans Madeira an: Ein fünftägiges Etappen-Endurorennen rund um die malerische Insel im Atlantischen Ozean. Einige der besten Mountainbiker der Welt sowie ein Haufen mutiger Amateure werden am Start sein – und ich! Gregor in Gefahr geht nach einer längeren Pause weiter und wird aus täglichen Updates inklusive Fotos und Videos bestehen. Hier erfahrt ihr, was mich (und euch) genau erwartet.

Wir schreiben Dezember 2017, die Ankündigung für das geplante Trans Madeira-Rennen geht auf MTB-News.de online. Ich lese den Artikel interessiert, denke jedoch nicht im Traum daran, selbst an den Start zu gehen. Kurz später klingelt mein Handy – es ist Wolfgang Eysholdt und er hat eine Idee: die Trans Madeira mitfahren! Meine schwache Abwehr ist unter dem Ansturm seiner Begeisterung und dank überzeugender Argumente (wie z. B.: “das wird total geil”) schnell gebrochen. Innerhalb von Minuten bin ich Feuer und Flamme, kann quasi an nichts anderes mehr denken und bin der Überzeugung, das wäre von vorne rein mein Plan gewesen. Wenige Tage später steht dann auch schon fest, dass wir tatsächlich gemeinsam an den Start gehen werden. Ich bin motiviert, fühle mich trotz winterlicher Bedingungen körperlich fit und habe mehr als genug Zeit zur Vorbereitung.

Das Rennen: Trans Madeira

5 Tage / 200 Kilometer / 25 Stages / 100 Fahrer

Die Trans Madeira geht über insgesamt 5 Tage, während derer wir eine Distanz von 200 km zurücklegen und alle Ecken der portugiesischen Insel besuchen werden. Jeden Tag erwarten uns verteilt auf 4 bis 9 Stages durchschnittlich 2200 Tiefenmeter, von denen wir 1500 aus eigener Kraft erklimmen müssen – inklusive Tragepassagen. Zu meiner großen Erleichterung wird es jedoch keine festen Start- oder Transferzeiten geben. Abends zelten wir in jeweils verschiedenen, auf der ganzen Insel verteilten Camps – außerdem werden wir die Woche über mit mehreren Mahlzeiten am Tag versorgt. Insgesamt verspricht der Veranstalter dank des gemeinsamen Campings, der legeren Transferzeiten und des auf 100 Starter begrenzten Felds eine sehr entspannte und familiäre Atmosphäre. Für Unterhaltung und spannende Rennaction sorgen hingegen Top-Fahrer wie Jerome Clementz, Josh Bryceland, Yoann Barelli, Ines Thoma oder Steve Peat.

Die Vorbereitung

Als mein Kollege Sebastian im vergangenen Jahr die Trans Provence mitgefahren ist und für euch berichtet hat, hat er sich zuvor penibel vorbereitet und etliche Stunden auf dem Rad und im Fitness-Studio verbracht. Ich hatte zunächst etwas Ähnliches geplant und wollte über die kommenden Monate auf meiner soliden Grundfitness aufbauen – stattdessen brach ich mir fast sofort den kleinen Finger der rechten Hand. Als nach einigen Wochen die Schiene abkam, stieg ich trotz Erkältung und Schnee aufs Rad und fing mir sofort eine ordentliche Bronchitis ein, an der ich als Asthmatiker erstmal ganz schön zu kämpfen hatte. Kaum war ich wieder genesen, ging es zum RockShox Lyrik RC2-Launch nach Neuseeland, wo ich unter anderem das epische NZ Enduro-Rennen mitfuhr – und mir den Daumen derselben Hand wie zuvor brach. Diesmal wurde leider eine OP notwendig und neben einigen Schrauben wanderte für 4 Wochen ein Draht in das Däumchen – die nächste Zwangspause. 4 Wochen vor dem Rennen schaffte ich es dann doch wieder aufs Bike, drehte zunächst etliche XC-Runden über den thüringer Rennsteig und nach einiger Zeit auch wieder auf meinen lokalen Enduro-Trails. Somit bestand meine Vorbereitung leider aus wenig Radfahren und viel Mimimi – ich bin jedoch guter Dinge, dank vieler Last-Minute-Traingskilometer gesund durchzukommen.

Bei der Trans Madeira besuchen wir jeden Tag eine andere Ecke der Insel
# Bei der Trans Madeira besuchen wir jeden Tag eine andere Ecke der Insel - Fitness-technisch bin ich mittlerweile guter Dinge – allerdings wird es für mich dank meines kaputten Daumens vor allem darum gehen, die Sache locker anzugehen, möglichst viel Spaß zu haben und euch mit unterhaltsamen Berichten zu versorgen.

Das Bike: Nukeproof Mega 275c RS

Als treuen Begleiter für das Rennen habe ich mir ein Nukeproof Mega 275c RS ausgesucht, das sich zudem aktuell bei mir im Test befindet. Leider habe ich mir damit auch sämtliche Grundlage für fadenscheinige Ausreden genommen, denn dass im Mega so einiges an Rennpotential steckt, hat nicht zuletzt ein gewisser Sam Hill mit seinen vielen EWS-Siegen und dem Weltmeistertitel 2017 gezeigt. Auf der Handvoll Enduro-Runden, die ich damit bis jetzt drehen konnte, zeigte es sich als äußerst potentes Racebike, mit einer hochwertigen und soliden Ausstattung – nur das Gewicht von 14,60 kg (Größe L, tubeless mit Pedalen) könnte für etwas schwere Beine sorgen.

Um das Rad optimal an meine Bedürfnisse anzupassen, habe ich unter anderem etwas breitere Maxxis Minion DHF/DHR WT-Reifen mit stabiler Double Down-Karkasse, eine Lenker-Vorbau-Kombination mit etwas mehr Rise sowie einen SRAM X01 Eagle Gripshift-Schalter montiert. Letzteren benötige ich leider wegen meines immer noch demolierten rechten Daumens, der es mir auf Dauer nicht gestattet, einen regulären Schalthebel zu betätigen. Bisher bin ich mit dieser Kombination recht gut gefahren und habe selbst auf dem Trail wenige Probleme, den richtigen Gang einzulegen – auch hier folgen zeitnahe tiefere Eindrücke.

  • Federgabel RockShox Lyrik RCT3 (170 mm)
  • Dämpfer RockShox Super Deluxe RC3 (160 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle mit Gripshift
  • Bremsen SRAM Code R
  • Laufräder DT Swiss XM1501 Spline (27,5″)
  • Reifen Maxxis Minion DHF/DHR WT DD
  • Cockpit Renthal Fatbar (780 mm, 30 mm) / Specialized Mountain (45 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb (170 mm)
  • www.nukeproof.com
Ich werde die Trans Madeira auf einem Nukeproof Mega 275c RS-Endurobike bestreiten
# Ich werde die Trans Madeira auf einem Nukeproof Mega 275c RS-Endurobike bestreiten - im Großen und Ganzen ist das Rad im Auslieferungszustand, ich habe lediglich einige kleinere Änderungen vorgenommen. Dazu gehören unter anderem dickere Reifen und ein deutlich höheres Cockpit.
Dank der großen Bandbreite des SRAM X01 Eagle-Antriebs sollte mich höchstens meine nicht ganz optimale Fitness davon abhalten, die 1500 hm pro Tag im Rekordtempo zu erklimmen.
# Dank der großen Bandbreite des SRAM X01 Eagle-Antriebs sollte mich höchstens meine nicht ganz optimale Fitness davon abhalten, die 1500 hm pro Tag im Rekordtempo zu erklimmen.
Auch am Enduro-Bike bin ich Fan einer ordentlichen Kettenführung und eines Bashguards
# Auch am Enduro-Bike bin ich Fan einer ordentlichen Kettenführung und eines Bashguards - hier hat Nukeproof meiner Meinung nach alles richtig gemacht!

Eine Änderung, die sicher für die eine oder andere hochgezogene Augenbraue sorgen dürfte, ist die „Enduro Collar“-Schelle an der 170 mm RockShox Reverb-Variostütze. Diese begrenzt den Hub auf knapp 150 mm – vorher war mir der Sattel einfach zu niedrig. Ich bin 1,83 m groß und habe eher lange Beine, bin es jedoch gewohnt, mein Rad mit den Oberschenkeln zu kontrollieren und fahre den Sattel auch am DH-Bike auf Cockpit-Höhe. Um unterwegs nicht liegenzubleiben, habe ich mir zudem das Sahmurai Sword-Reifenreparaturset in den Lenker gesteckt, im Steuerrohr befindet sich ein OneUp EDC-Tool und neben dem Unterrohr habe ich die dazu passende OneUp-Pumpe montiert. Alle Teile werden auch von mir getestet – in den nächsten Wochen kommen da also noch so einige Artikel.

Sollten unterwegs Defekte auftreten, habe ich viele nützliche Helferlein am Körper und auch am Rad mit dabei
# Sollten unterwegs Defekte auftreten, habe ich viele nützliche Helferlein am Körper und auch am Rad mit dabei - neben einem Schlauch und der kleinen OneUp-Pumpe …
… ist auch ein OneUp EDC-Tool gut im Steuerrohr versteckt. Eindrücke dazu folgen von mir in Kürze.
# … ist auch ein OneUp EDC-Tool gut im Steuerrohr versteckt. Eindrücke dazu folgen von mir in Kürze.
Außerdem habe ich die RockShox Reverb-Sattelstütze von 170 mm auf etwas unter 150 mm Hub reduziert
# Außerdem habe ich die RockShox Reverb-Sattelstütze von 170 mm auf etwas unter 150 mm Hub reduziert - klingt komisch, ist aber so!
Damit mein lädierter Daumen die 5 Tage Enduro-Geballer durchhält, setze ich neuerdings auf einen SRAM Gripshift-Schalter am Lenker
# Damit mein lädierter Daumen die 5 Tage Enduro-Geballer durchhält, setze ich neuerdings auf einen SRAM Gripshift-Schalter am Lenker - bisher bin ich damit hervorragend zurechtgekommen!

Utensilien

5 Tage Enduro-Racing auf einer abgelegenen Insel im Atlantischen Ozean – da ist es vermutlich keine ganz schlechte Idee, entsprechend viele Ersatzteile und Werkzeuge mitzubringen. Vor Ort gibt es zwar einen Mechaniker-Service, der auch einige übliche Komponenten verkauft, trotzdem habe ich so einige Dinge im Gepäck. Zumindest so spezifische Dinge wie ein Ersatzschaltauge sollte jeder Rennfahrer nicht nur im Koffer, sondern auch während des Rennens mit sich tragen. Da ich kein Fan von Rucksäcken bin, habe ich mich entschieden, lediglich mit einer Hüfttasche zu starten. Das sieht für meinen Geschmack zwar grenzwertig “Enduro” aus, ist leider jedoch ganz schön praktisch. Zudem bin ich diese Taktik bereits beim dreitägigen NZ Enduro gefahren und war eigentlich ganz zufrieden.

Werkzeug & Ersatzteile:

  • Schaltwerk
  • Kette
  • Kettenschlösser
  • Speichen
  • 500 ml Tubeless Milch
  • 2 x Reifen
  • Pedale
  • Schaltauge
  • 2 x Bremsbeläge
  • 2 x Bremsscheiben
  • SRAM Entlüftungsset
  • Innensechskantschlüssel-Set
  • Zange
  • Seitenschneider
  • Speichenschlüssel
  • Dämpferpumpe
Meine kleine Leatt-Hüfttasche ist ganz schön vollgestopft für die voraussichtlich langen Tage in Madeira
# Meine kleine Leatt-Hüfttasche ist ganz schön vollgestopft für die voraussichtlich langen Tage in Madeira - bei sehr guter Wettervorhersage könnte die Regenjacke durch einen kleinen Windstopper ersetzt werden.

Während des Rennens dabei haben werde ich:

  • Reifenflickzeug (Maxalami, Dynaplug, Flicken)
  • Reifenheber
  • 60 ml Tubelessmilch
  • Schlauch
  • C02-Kartuschen
  • Mulitool
  • Energieriegel
  • Kabelbinder
  • Schaltzug
  • Pumpe
  • Erste-Hilfe-Set

Ich hoffe, dass ich von möglichst wenigen dieser Gegenstände Gebrauch machen muss! Die nächsten 5 Tage werde ich euch jeden Abend mit Artikeln, Bildern und ab und an auch GoPro-Videos auf dem Laufenden halten.

Was haltet ihr von mehrtägigen Stage-Rennen wie der Trans Madeira?

Weitere Informationen zum Rennen findet ihr unter: www.trans-madeira.com


Hier findet ihr alle Artikel zur Trans Madeira 2018:

  1. benutzerbild

    AmperRadler

    dabei seit 11/2005

    @hemorider frag mal bei bikebusmadeira.com nach. War vor zwei Jahren mit dene fahren, war ziemlich cool!
  2. benutzerbild

    Braitax

    dabei seit 08/2014

    Möglich, meine erste Anfrage ging allerdings schon vor 4 Wochen per Mail raus, leider bisher unbeantwortet. Schade, würde gern mit denen fahren.

    War letztes Jahr auch dort, habe mehrere Anfragen / Versuche bei Bikulture gestartet...nie eine Antwort bekommen.

    Ich war dann 4 Tage mit
    http://www.lokolokomadeira.com/de/
    Unterwegs, kann ich nur empfehlen, die antworten sofort und super Service...alle EWS Stages gefahren und super Guide. Ich denke der fährt auch beim Rennen mit smilie
  3. benutzerbild

    Leonhard90

    dabei seit 09/2015

    @Gregor : Wie hast du die Pumpe am Rahmen befestigt? An den Schrauben die den Rahmenschützer halten?!
    Die Pumpe ist an den Schrauben befestigt die du meinst, aber die halten nicht den Rahmenschtz sondern sind einfach normale Schrauben für den Flaschenhalter. Hab an meinem nukeproof die Pumpe auch so befestigt.
    Gruß
  4. benutzerbild

    Wristbreaker

    dabei seit 01/2011

    Die Pumpe ist an den Schrauben befestigt die du meinst, aber die halten nicht den Rahmenschtz sondern sind einfach normale Schrauben für den Flaschenhalter. Hab an meinem nukeproof die Pumpe auch so befestigt.
    Gruß

    So ist es!
  5. benutzerbild

    Deleted445525

    dabei seit 12/2015

    Na dann mal ganz viel Spaß. Genieß den Trip. Erfolg ist bei so einer Sache eh nicht so wichtig. Bin auf Deine Bilder und Berichte gespannt. smilie

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