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Das Canyon Torque in der Variante 9.0 ist mit soliden Komponenten ausgestattet und kostet 3.999 €
Das Canyon Torque in der Variante 9.0 ist mit soliden Komponenten ausgestattet und kostet 3.999 € - wir haben im Dauertest überprüft, wie gut dem Bike mit 175 mm Federweg am Heck der Spagat zwischen Downhill-Performance und Allround-Qualitäten gelingt!
Kurzer Hinterbau, langer Reach und flacher Lenkwinkel
Kurzer Hinterbau, langer Reach und flacher Lenkwinkel - mit diesen Werten macht das Torque schnell klar wo die Reise hingehen soll, nämlich vor allem bergab ... und zwar am liebsten steil und schnell!
An der Front arbeitet eine Fox Performance Elite 36 Float mit 180 mm Federweg.
An der Front arbeitet eine Fox Performance Elite 36 Float mit 180 mm Federweg.
Die 175 mm Federweg am Heck werden von einem Fox Performance Float X2 kontrolliert.
Die 175 mm Federweg am Heck werden von einem Fox Performance Float X2 kontrolliert.
Die stabilen DT Swiss EX 1501 Spline bieten den ...
Die stabilen DT Swiss EX 1501 Spline bieten den ...
… Maxxis Minion DHR II in 2,4" Breite eine ordentliche Auflagefläche.
… Maxxis Minion DHR II in 2,4" Breite eine ordentliche Auflagefläche.
Für die Schaltvorgänge zeichnet sich eine Sram GX Eagle verantwortlich.
Für die Schaltvorgänge zeichnet sich eine Sram GX Eagle verantwortlich.
Verzögert wird mit einer SRAM Code R-Bremsanlage.
Verzögert wird mit einer SRAM Code R-Bremsanlage.
In Sachen Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen Komponenten aus der G5 Serie
In Sachen Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen Komponenten aus der G5 Serie
Die Zugverlegung ist dank einer cleveren Lösung sehr aufgeräumt, trotzdem aber einfach zu warten.
Die Zugverlegung ist dank einer cleveren Lösung sehr aufgeräumt, trotzdem aber einfach zu warten.
Die Züge verlaufen unter einer Kunststoff-Abdeckplatte auf der Unterseite des Unterrohrs.
Die Züge verlaufen unter einer Kunststoff-Abdeckplatte auf der Unterseite des Unterrohrs.
Dadurch sind die gut geschützt, bei Bedarf jedoch sehr gut zu erreichen.
Dadurch sind die gut geschützt, bei Bedarf jedoch sehr gut zu erreichen.
Auch lange Anstiege macht das Torque gerne mit
Auch lange Anstiege macht das Torque gerne mit - ist hier jedoch lieber mit gemütlicher Geschwindigkeit unterwegs.
In Bikeparks mit massig Airtime fühlt sich das Canyon Torque pudelwohl
In Bikeparks mit massig Airtime fühlt sich das Canyon Torque pudelwohl - so wie hier in Morzine.
Geht es nicht in die Luft, schreit der Freerider aus Koblenz nach hartem, steilem Gelände.
Geht es nicht in die Luft, schreit der Freerider aus Koblenz nach hartem, steilem Gelände.
In flachen Kurven will es hingegen mit ordentlich Druck auf dem Vorderrad gefahren werden.
In flachen Kurven will es hingegen mit ordentlich Druck auf dem Vorderrad gefahren werden.
Auf den größtenteils steilen Trails um Davos konnte der Freerider vor atemberaubender Kulisse überzeugen.
Auf den größtenteils steilen Trails um Davos konnte der Freerider vor atemberaubender Kulisse überzeugen.
Dank massig Reserven lädt das Torque zu Spielereien ein ...
Dank massig Reserven lädt das Torque zu Spielereien ein ...
... erfordert hierfür allerdings auch ordentlichen Krafteinsatz
... erfordert hierfür allerdings auch ordentlichen Krafteinsatz
Im Enduro-Renneinsatz glänzte das Torque durch seine Laufruhe in harten Passagen
Im Enduro-Renneinsatz glänzte das Torque durch seine Laufruhe in harten Passagen - in flacheren Abschnitten und nach Kurven machte sich jedoch die Trägheit im Antritt bemerkbar
Aus der Canyon-eigenen Steckachse lässt sich der per Magnet gesicherte Hebel ganz einfach ausklappen
Aus der Canyon-eigenen Steckachse lässt sich der per Magnet gesicherte Hebel ganz einfach ausklappen - eine praktische Lösung, die auch optisch sehr ansprechend ist.
Die Kettenführung hält die Kette nicht nur an Ort und Stelle, sondern schützt das Kettenblatt dank Bashguard auch vor Schäden
Die Kettenführung hält die Kette nicht nur an Ort und Stelle, sondern schützt das Kettenblatt dank Bashguard auch vor Schäden - was aufgrund des niedrigen Tretlagers auch eine gute Idee ist.
Die Kratzer im Lack sind nach einer Saison mit vielen Bikepark-Tagen und einigen Stürzen absolut in Ordnung.
Die Kratzer im Lack sind nach einer Saison mit vielen Bikepark-Tagen und einigen Stürzen absolut in Ordnung.
Die ärgerlichen Macken, die die schlagende Kette verursacht hat, wären durch einen größeren Kettenstrebenschutz jedoch zu vermeiden gewesen.
Die ärgerlichen Macken, die die schlagende Kette verursacht hat, wären durch einen größeren Kettenstrebenschutz jedoch zu vermeiden gewesen.
Wer am liebsten in Bikeparks und hartem Gelände unterwegs ist, wird mit dem Canyon Torque einen treuen Begleiter finden.
Wer am liebsten in Bikeparks und hartem Gelände unterwegs ist, wird mit dem Canyon Torque einen treuen Begleiter finden. - auch längere Touren macht der Freerider gerne mit, wenn man es bergauf nicht allzu eilig hat. Liegt der Hauptfokus jedoch auf dem Touren-Einsatz, sollte man seine Wahl nochmals überdenken.

Canyon Torque im Test: Mit dem Torque hat Canyon einen Freerider im Programm, der nach Spaß bei der Abfahrt schreit, aber dennoch entspannt bergauf zu pedalieren sein soll. Abfahrtsorientierte Geometrie, 180 mm Federweg und eine solide Ausstattung sollen für Spaß bei Ausflügen in die Bikeparks dieser Welt sorgen – und auch bergauf soll das Torque eine gute Figur machen. In unserem ersten Test konnte das Torque bei der Präsentation auf Madeira bereits überzeugen. Aber wie schlägt sich der abfahrtslastige Alleskönner im knallharten Dauereinsatz? Wir haben das Canyon Torque über mehrere Monate unter verschiedensten Bedingungen getestet!

Steckbrief: Canyon Torque

EinsatzbereichEnduro, Freeride
Federweg180 mm/175 mm
Laufradgröße27.5ʺ
RahmenmaterialAluminium, Carbon
Gewicht (o. Pedale)14,3 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.canyon.com
Preis: 3.999 Euro

Das Canyon Torque ist ein Freeride-Bike mit 180 mm Federweg vorne und 175 mm Federweg am Heck. Von harten Enduro-Strecken über Trails mit großen Sprüngen bis hin zum Downhill- und Bikepark-Einsatz soll es einen breiten Einsatzbereich abdecken. Dank Kategorie 5-Bewertung ist das Canyon Torque für den gleichen Einsatzbereich freigegeben wie der große Downhill-Bruder Sender. Trotzdem soll sich der Freerider, der auf 27,5″-Laufrädern rollt, auch bequem bergauf treten lassen. Erhältlich ist das Canyon Torque in vier verschiedenen Aluminium-Varianten ab 2.199 € oder als eine von drei Ausführungen mit Carbon-Hauptrahmen und Aluminium-Hinterbau. Nachdem wir den Freerider auf Madeira bereits einem ersten Test unterziehen durften, haben wir das 3.999 € teure Modell Canyon Torque CF 9.0 eine ganze Saison lang auf verschiedensten Trails im Dauereinsatz getestet – von langen Touren bis zu harten Bikepark-Tagen.

Das Canyon Torque in der Variante 9.0 ist mit soliden Komponenten ausgestattet und kostet 3.999 €
# Das Canyon Torque in der Variante 9.0 ist mit soliden Komponenten ausgestattet und kostet 3.999 € - wir haben im Dauertest überprüft, wie gut dem Bike mit 175 mm Federweg am Heck der Spagat zwischen Downhill-Performance und Allround-Qualitäten gelingt!
Diashow: Canyon Torque im Test - Abfahrts-Ass mit Alleskönner-Ambitionen
Wer am liebsten in Bikeparks und hartem Gelände unterwegs ist, wird mit dem Canyon Torque einen treuen Begleiter finden.
Dadurch sind die gut geschützt, bei Bedarf jedoch sehr gut zu erreichen.
Die ärgerlichen Macken, die die schlagende Kette verursacht hat, wären durch einen größeren Kettenstrebenschutz jedoch zu vermeiden gewesen.
Auf den größtenteils steilen Trails um Davos konnte der Freerider vor atemberaubender Kulisse überzeugen.
Das Canyon Torque in der Variante 9.0 ist mit soliden Komponenten ausgestattet und kostet 3.999 €
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Geometrie

In Sachen Geometrie wartet Canyon mit einem breiten Rahmengrößen-Bereich von XS (nur in Aluminium) bis XL auf. Canyon-typisch finden sich mit 425 mm Länge sehr kurze Kettenstreben an dem Freerider – das soll ein agiles Verhalten in engen Kurven garantieren. Dank eher langem Reach (440 mm in Größe M), einem flachen Lenkwinkel von 65,3° und niedrigem Tretlager soll das Canyon Torque aber auch bei hohen Geschwindigkeiten eine gute Figur machen und Laufruhe bieten. Der effektive Sitzwinkel liegt bei 74°. Alle Rahmengrößen kommen mit 40 mm kurzen Vorbauten, 780 mm breiten Lenkern und 165 mm kurzen Kurbelarmen.

RahmengrößeXSSMLXL
Sitzrohrlänge380 mm400 mm440 mm455 mm500 mm
Oberrohrlänge571 mm597 mm610 mm642 mm665 mm
Steuerrohrlänge105 mm115 mm125 mm135 mm145 mm
Lenkwinkel65,3°65,3°65,3°65,3°65,3°
Sitzwinkel (effektiv)74°74°74°74°74°
Kettenstrebenlänge428 mm428 mm428 mm428 mm428 mm
Radstand1147 mm1171 mm1195 mm1219 mm1243 mm
Reach400 mm420 mm440 mm460 mm480 mm
Stack588 mm618 mm627 mm636 mm645 mm
Tretlagerabsenkung15 mm15 mm15 mm15 mm15 mm
Kurzer Hinterbau, langer Reach und flacher Lenkwinkel
# Kurzer Hinterbau, langer Reach und flacher Lenkwinkel - mit diesen Werten macht das Torque schnell klar wo die Reise hingehen soll, nämlich vor allem bergab ... und zwar am liebsten steil und schnell!

Ausstattung

  • Federgabel Fox 36 Performance Elite (180 mm)
  • Dämpfer Fox Float X2 (175 mm)
  • Antrieb Sram GX Eagle
  • Bremsen Sram Code R
  • Laufräder DT Swiss EX 1501 Spline
  • Reifen Maxxis Minion DHR II
  • Cockpit Canyon G5 Lenker (780 mm) / Canyon G5 Vorbau (40 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb (150 mm)
Canyon Torque – alle Ausstattungen zum Ausklappen

 Canyon Torque AL 5.0Canyon Torque AL 6.0Canyon Torque WMN AL 6.0Canyon Torque AL 7.0Canyon Torque CF 8.0Canyon Torque CF 9.0Canyon Torque CF 9.0 Pro
RahmenCanyon Torque ALCanyon Torque ALCanyon Torque ALCanyon Torque ALCanyon Torque CFCanyon Torque CFCanyon Torque CF
FedergabelRockShox Yari RC Solo AirRockShox Lyrik RC Solo AirRockShox Lyrik RC Solo AirFox 36 Performance EliteRockShox Lyrik RCT3Fox 36 Performance EliteFox 36 Factory
DämpferRockShox Super Deluxe RRockShox Super Deluxe RCTRockShox Super Deluxe RCTFox Performance Float X2RockShox Super Deluxe RCTFox Performance Float X2Fox Factory Float X2
SchaltwerkSRAM NX, 11sSRAM GX, 11sSRAM GX, 11sSRAM GX, 11sSRAM GX, 11sSRAM GX Eagle, 12sSRAM X01 Eagle, 12s
ShifterSRAM NX Trigger, 11sSRAM GX Trigger, 11sSRAM GX Trigger, 11sSRAM GX Trigger, 11sSRAM GX Trigger, 11sSRAM GX Trigger, 12sSRAM X01 Eagle Trigger, 12s
BremsenSRAM Guide RESRAM Guide RESRAM Guide RESRAM Code RSRAM Code RSRAM Code RSRAM Code RSC
LaufräderDT Swiss E1850DT Swiss E1850DT Swiss E1850DT Swiss E1700 SplineDT Swiss E1700 SplineDT Swiss E1501 SplineMavic Deemax Pro
Innenweite Felgen30 mm30 mm30 mm30 mm30 mm30 mm28/25 mm
ReifenMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxGripMavic Claw Pro XL 2.5
Reifen HinterradMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMaxxis Minion DHR II 2.4 MaxxTerraMavic Charge Pro XL 2.5
KurbelSRAM Descendant 6K | 32SRAM Descendant 6K | 32SRAM Descendant 6K | 32SRAM Descendant 6K | 32SRAM Descendant 7K | 32SRAM Descendant 7K | 32SRAM X01 DH | 34
VorbauRace Face ChesterRace Face ChesterRace Face ChesterCanyon G5 StemCanyon G5 StemCanyon G5 StemCanyon G5 Stem
LenkerRace Face ChesterRace Face ChesterRace Face RideCanyon G5 ALCanyon G5 ALCanyon G5 ALCanyon G5 Carbon
SattelSDG Circuit MTNSDG Circuit MTNSDG Allure MTNSDG Circuit MTNSDG Circuit MTNSDG Circuit MTNSDG Circuit MTN
SattelstützeKind Shock Lev SiKind Shock Lev SiKind Shock Lev SiKind Shock Lev SiRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthRockShox Reverb Stealth
FarbeTeam | BlueTeam | BlueStealthTeam | Metallic OrangeStealth | Black BlueStealth | Black PinkStealth | Black Blue
GrößenXS, S, M, L, XL (27,5")XS, S, M, L, XL (27,5")XS, S, M (27,5")XS, S, M, L, XL (27,5")S, M, L, XL (27,5")S, M, L, XL (27,5")S, M, L, XL (27,5")
Gewicht15,3 kg15,2 kg-15,1 kg14,5 kg14,3 kg14,2 kg
Preis2.199€2.599€2.599€2.999€3.499€3.999€4.999€

An der Front arbeitet eine Fox Performance Elite 36 Float mit 180 mm Federweg.
# An der Front arbeitet eine Fox Performance Elite 36 Float mit 180 mm Federweg.
Die 175 mm Federweg am Heck werden von einem Fox Performance Float X2 kontrolliert.
# Die 175 mm Federweg am Heck werden von einem Fox Performance Float X2 kontrolliert.
Die stabilen DT Swiss EX 1501 Spline bieten den ...
# Die stabilen DT Swiss EX 1501 Spline bieten den ...
… Maxxis Minion DHR II in 2,4" Breite eine ordentliche Auflagefläche.
# … Maxxis Minion DHR II in 2,4" Breite eine ordentliche Auflagefläche.
Für die Schaltvorgänge zeichnet sich eine Sram GX Eagle verantwortlich.
# Für die Schaltvorgänge zeichnet sich eine Sram GX Eagle verantwortlich.
Verzögert wird mit einer SRAM Code R-Bremsanlage.
# Verzögert wird mit einer SRAM Code R-Bremsanlage.

Im Detail

Aus dem Karton befreit und aufgebaut hinterlässt das Canyon Torque dank des langhubigen Fahrwerks und der flachen Geometrie sofort den Eindruck einer starken Abfahrtsmaschine. Der Carbon-Rahmen ist hochwertig verarbeitet und die Züge sauber unter einer Kunststoff-Abdeckung unter dem Unterrohr verlegt – wo sie leicht erreichbar, aber trotzdem gut geschützt sind. Canyon nennt diese Neuerung den Cable Channel. Der Hinterbau besteht aus Aluminium, was bei einem Rad, das hauptsächlich in hartem Gelände bewegt wird, sicherlich eine gute Wahl ist. Ein nettes Detail ist die Steckachse am Heck, aus der sich ein magnetisch gesicherter Hebel herausziehen lässt. Dadurch werden die Vorteile einer Achse ohne Hebel – nämlich die saubere Optik und die eliminierte Möglichkeit, irgendwo hängenzubleiben oder den Hebel gar abzubrechen – mit der werkzeuglosen Montage kombiniert. Weitere Konstruktions-Details zum Canyon Torque findet ihr in unserem ersten Test.

Für 3.999 € bekommt man beim von uns getesteten Modell Torque CF 9.0 eine ordentliche Ausstattung für den beworbenen Einsatzbereich. Das Fox Performance-Fahrwerk sieht nicht nur schick aus, sondern liefert auch eine solide Leistung ab. Die Sram GX Eagle-Schaltung steht den teureren Gruppen in Sachen Funktion in Nichts nach, bringt jedoch natürlich ein paar Gramm mehr auf die Waage. Auch eine Kettenführung inklusive Bashgurad, in diesem Fall aus dem Hause e*thirteen, darf an einem Bike dieser Kategorie nicht fehlen. Trotz allem bringt das Bike in Rahmengröße M nur 14,3 kg auf die Waage – mit tubeless montierten Reifen. Die DT Swiss EX 1501 Spline-Laufräder sind eine stabile Basis und sollten sich selbst von harten Bikepark-Einsätzen unbeeindruckt zeigen. Die RockShox Reverb lässt sich dank 1x Remote komfortabel bedienen und bietet in der getesteten Rahmengröße M großzügige 150 mm Verstellweg. Lediglich die Sram Code R-Bremsanlage konnte uns im Test nicht 100 % überzeugen.

In Sachen Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen Komponenten aus der G5 Serie
# In Sachen Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen Komponenten aus der G5 Serie
Die Zugverlegung ist dank einer cleveren Lösung sehr aufgeräumt, trotzdem aber einfach zu warten.
# Die Zugverlegung ist dank einer cleveren Lösung sehr aufgeräumt, trotzdem aber einfach zu warten.
Die Züge verlaufen unter einer Kunststoff-Abdeckplatte auf der Unterseite des Unterrohrs.
# Die Züge verlaufen unter einer Kunststoff-Abdeckplatte auf der Unterseite des Unterrohrs.
Dadurch sind die gut geschützt, bei Bedarf jedoch sehr gut zu erreichen.
# Dadurch sind die gut geschützt, bei Bedarf jedoch sehr gut zu erreichen.

Auf dem Trail

Mit seinen 180 mm Federweg und der aggressiven Geometrie lädt das Canyon Torque vorrangig zu Spaß in der Abfahrt ein. Doch dank 74° effektivem Sitzwinkel sitzt man auch im Uphill bequem auf dem Bike – wenn der benötigte Sattelauszug nicht zu groß ausfällt. Im Sitzen pedaliert sich das Torque recht antriebsneutral, doch es wird schnell klar, dass es bergauf lieber entspannt bewegt werden will. Im Wiegetritt geht einiges an Energie im Hinterbau verloren. Die Sprintwertung wird man mit dem Freerider, der teilweise auch in der Enduro World Series eingesetzt wird, nicht gewinnen. Geht es technisch bergauf limitiert das tiefe Tretlager das Vorankommen, trotz 165 mm kurzen Kurbelarmen. Zudem sorgt der flache Lenkwinkel bei langsamer Fahrt um enge Kurven für ein kippeliges Verhalten. Trotzdem hat sich der langhubige Bolide auch auf alpinen Touren mit knapp 2.000 Höhenmetern als treuer Begleiter erwiesen.

Wenn der Trail nach dem hart erkämpften (oder dank Gondel bequem zurückgelegten) Anstieg bergab zeigt, dann will das Torque auf flachen Strecken mit Nachdruck bewegt werden. Dank der kurzen Kettenstreben lässt es sich zwar leicht aufs Hinterrad ziehen, doch die komfortabel abgestimmten 180 mm Federweg fordern bei schnellen Manövern ihren Tribut. Vor allem in flachen Kurven muss das Bike aktiv mit Druck auf dem Vorderrad gefahren werden, da die Front sonst gerne anfängt zu rutschen – das ist der Kombination aus kurzen Kettenstreben und flachem Lenkwinkel geschuldet.

Doch wird das Gelände steiler und schneller, lässt sich das Canyon Torque wie auf Schienen mit hohem Tempo durch harte Passagen bewegen – auch auf Downhill-Strecken fühlt sich der Freerider wohl. Die Fox 36-Federgabel arbeitet sehr feinfühlig und bietet genügend Gegenhalt um nicht wegzusacken, auch in hartem und steilem Gelände. Der Hinterbau spricht ebenfalls sehr sensibel an und bietet extrem viel Komfort – in Wurzelpassagen oder Steinfeldern hält das Fahrwerk viele Reserven für hohes Tempo bereit. Lediglich bei harten Schlägen tendiert der Hinterbau zum Durchschlagen. Um das Problem zu beheben, lässt sich der Fox Float X2-Dämpfer mit zusätzlichen Volumenspacern ausstatten. Das erhöht die Endprogression. Viel Spaß macht das Canyon Torque auch auf sprunglastigen Strecken. Das Bike liegt gut in der Luft und lädt aufgrund seiner Handlichkeit zum Spielen ein.

Auch lange Anstiege macht das Torque gerne mit
# Auch lange Anstiege macht das Torque gerne mit - ist hier jedoch lieber mit gemütlicher Geschwindigkeit unterwegs.
In Bikeparks mit massig Airtime fühlt sich das Canyon Torque pudelwohl
# In Bikeparks mit massig Airtime fühlt sich das Canyon Torque pudelwohl - so wie hier in Morzine.
Geht es nicht in die Luft, schreit der Freerider aus Koblenz nach hartem, steilem Gelände.
# Geht es nicht in die Luft, schreit der Freerider aus Koblenz nach hartem, steilem Gelände.
In flachen Kurven will es hingegen mit ordentlich Druck auf dem Vorderrad gefahren werden.
# In flachen Kurven will es hingegen mit ordentlich Druck auf dem Vorderrad gefahren werden.

Auch bei einem Enduro-Rennen muss sich das Bike aus Koblenz beweisen. Getreu dem Motto „Bremsen auf und durch“ hat es auf den wenigen harten und steilen Passagen bei der TrailTrophy am Kronplatz durchaus Vorteile in Sachen Laufruhe und Komfort – gerade die Arme haben sich auf den langen Abfahrten gefreut. Größtenteils gestalteten sich die Trails jedoch etwas flowiger und flacher. Sind schnelle Antritte nach Kurven oder kurze Uphill-Sprints gefordert, verliert man doch einiges an Kraft an den Hinterbau und kommt nicht ganz so flott vorwärts, wie man sich das bei einem Enduro-Rennen wünscht. Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass sich das Canyon Torque als vielseitiges Bike in einem Einsatzbereich von alpinen Touren bis harten Bikepark-Strecken bewiesen hat.

Die Ausstattung unseres Testbikes hat sich insgesamt als extrem solide erwiesen und zeigte im harten Einsatz keine Schwächen. Positiv hervorzuheben sind die Leistung des Fox Performance-Fahrwerks und die knackigen Schaltvorgänge der SRAM Eagle-Schaltgruppe. Auch die RockShox Reverb lässt sich dank des neuen 1x Remotes komfortabel bedienen. Beeindrucken konnten zudem die DT Swiss EX 1501 Spline-Laufräder, die selbst die vielen harten Tage im Bikepark nicht aus der Ruhe bringen konnten. Die Maxxis Minion DHR II-Bereifung zeigte sich als guter Spagat zwischen Enduro- und Freeride-Bereifung. Im Bikepark hatten wir jedoch recht schnell mit Platten zu kämpfen. Wer häufiger in hartem Gelände unterwegs ist, könnte von Reifen mit Downhill-Karkasse profitieren. Lediglich die Sram Code R-Bremse zeigte sich im Vergleich zur Code RSC deutlich schwächer und konnte uns in Sachen Bremsleistung – ganz im Gegensatz zur großen Schwester in anderen Tests – nicht ganz überzeugen.

Abgesehen von stärkerem Abrieb durch Kettenschlagen im Bereich der Kettenstrebe hat sich das Canyon Torque insgesamt von den Strapazen der Saison relativ unbeeindruckt gezeigt. Außer den Verschleißteilen Bremsbeläge und Reifen haben wir im gesamten Testzeitraum nichts am Bike wechseln müssen. Von einem einmaligen Festziehen einer losen Schraube an einem der Hinterbaulager und dem Nachjustieren des Schaltwerks wurde auf Schrauben ebenfalls komplett verzichtet. Alles in allem hat sich das Canyon Torque als sorglose und wartungsarme Spaßmaschine präsentiert.

Auf den größtenteils steilen Trails um Davos konnte der Freerider vor atemberaubender Kulisse überzeugen.
# Auf den größtenteils steilen Trails um Davos konnte der Freerider vor atemberaubender Kulisse überzeugen.
Dank massig Reserven lädt das Torque zu Spielereien ein ...
# Dank massig Reserven lädt das Torque zu Spielereien ein ...
... erfordert hierfür allerdings auch ordentlichen Krafteinsatz
# ... erfordert hierfür allerdings auch ordentlichen Krafteinsatz
Im Enduro-Renneinsatz glänzte das Torque durch seine Laufruhe in harten Passagen
# Im Enduro-Renneinsatz glänzte das Torque durch seine Laufruhe in harten Passagen - in flacheren Abschnitten und nach Kurven machte sich jedoch die Trägheit im Antritt bemerkbar

Das ist uns aufgefallen

  • Sram Code R Bremse Während uns die Sram Code RSC uns an anderen Testbikes immer begeistern konnte, reicht die günstigere Variante der Bremse leider nicht an die Bremsleistung der großen Schwester heran.
  • Maxxis Minion DHR II Reifen Als Allrounder eine gute Wahl. Wer jedoch häufiger in hartem Gelände unterwegs ist, wird von der Plattenresistenz eines Reifens mit Downhill-Karakasse profitieren.
  • Steckachse Ein nettes Detail ist die Steckachse am Heck, aus der sich ein magnetisch gesicherter Hebel herausziehen lässt.
  • Abrieb durch Kettenschlagen An der Kettenstrebe ergab sich aufgrund von Kettenschlagen starker Abrieb, ein größer ausfallender Kettenstrebenschutz wäre hier zu wünschen.
Aus der Canyon-eigenen Steckachse lässt sich der per Magnet gesicherte Hebel ganz einfach ausklappen
# Aus der Canyon-eigenen Steckachse lässt sich der per Magnet gesicherte Hebel ganz einfach ausklappen - eine praktische Lösung, die auch optisch sehr ansprechend ist.
Die Kettenführung hält die Kette nicht nur an Ort und Stelle, sondern schützt das Kettenblatt dank Bashguard auch vor Schäden
# Die Kettenführung hält die Kette nicht nur an Ort und Stelle, sondern schützt das Kettenblatt dank Bashguard auch vor Schäden - was aufgrund des niedrigen Tretlagers auch eine gute Idee ist.
Die Kratzer im Lack sind nach einer Saison mit vielen Bikepark-Tagen und einigen Stürzen absolut in Ordnung.
# Die Kratzer im Lack sind nach einer Saison mit vielen Bikepark-Tagen und einigen Stürzen absolut in Ordnung.
Die ärgerlichen Macken, die die schlagende Kette verursacht hat, wären durch einen größeren Kettenstrebenschutz jedoch zu vermeiden gewesen.
# Die ärgerlichen Macken, die die schlagende Kette verursacht hat, wären durch einen größeren Kettenstrebenschutz jedoch zu vermeiden gewesen.

Fazit – Canyon Torque

Das Canyon Torque kann das Bike für alles sein – vor allem, wenn man in steilerem Gelände unterwegs ist und häufigere Besuche im Bikepark auf dem Plan stehen hat, denn hier fühlt sich das Torque am wohlsten. Auch für längere Uphills in den Alpen ist das Canyon Torque durchaus zu gebrauchen und hat sich auf entsprechenden Touren bewiesen – wer den Hauptfokus hierauf legt, sollte jedoch lieber zu einem effizienteren Bike mit weniger Federweg greifen.

Pro
  • Fahrwerk bietet viel Reserven für härtere Gangart
  • trotz 180 mm Federweg entspannt bergauf zu pedalieren
  • solide Ausstattung zu einem äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Hinterbau rauscht ohne Volumenspacer zu sehr durch den Federweg
  • Kettenstrebe nicht genügend geschützt
Wer am liebsten in Bikeparks und hartem Gelände unterwegs ist, wird mit dem Canyon Torque einen treuen Begleiter finden.
# Wer am liebsten in Bikeparks und hartem Gelände unterwegs ist, wird mit dem Canyon Torque einen treuen Begleiter finden. - auch längere Touren macht der Freerider gerne mit, wenn man es bergauf nicht allzu eilig hat. Liegt der Hauptfokus jedoch auf dem Touren-Einsatz, sollte man seine Wahl nochmals überdenken.

Testablauf

Wir haben das Canyon Torque die ganze Saison über mit auf die verschiedensten Trails genommen und damit einem echten Härtetest in unterschiedlichen Einsatzbereichen unterzogen.

Hier haben wir das Canyon Torque getestet

  • Hometrails im Schwarzwald: Borderline, Canadian Trail und Badish Moon Rising gehörten zu den regelmäßigen Ausflugszielen mit dem Torque
  • Reschenpass: steil, lose, lang und abwechslungsreich präsentierten sich die 3-Länder Enduro Trails am Reschenpass
  • Bikeparks Lac Blanc & La Bresse: von Freiburg gesehen liegen diese beiden französischen Bikeparks quasi direkt vor der Haustür und bieten ein breites Spektrum an Strecken von harten Downhill-Pisten mit Wurzeln und Felsen bis hin zu flowigen Jumptrails mit massig Airtime
  • Morzine: von Jumptrails bis hin zu Naturtrails findet man in Portes du Soleil wohl alles, was das Mountainbiker-Herz begehrt
  • Davos: natürlich Trails mit massig Tiefenmetern in teilweise hartem, felsigen Gelände aber auch einige lange Anstiege galt es in Davos zu bewältigen
  • Kronplatz: zum Abschluss durfte sich das Torque bei einem Enduro-Rennen in schnellen Anliegerkurven und hartem Gelände beweisen
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Tester-Profil: Sebastian Beilmann
56 cm70 kg81 cm63 cm174 cm
Sebastian fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Enduros und Trailbikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk
recht straff mit Progression
Vorlieben bei der Geometrie
relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

  1. benutzerbild

    zeroracer

    dabei seit 08/2013

    Werratte
    Da bin ich aber mal richtig froh, dass ich mit meinem Spindrift so richtig liege - für mich.
    Liegt ziemlich Neutral, wegen der längeren KS. Klettert evtl. dadurch auch ein bisserl besser - ist aber egal.
    Ständig irgendwo Manuals zu ziehen, oder alles mögliche abhoppeln ist nicht so meines. Lieber mit viel Schwung durchrollen und dabei massenhaft Reserven für verhunzte, rumplige Linien haben.

    Das Tretlager ist bei -3, mit 175er Kurbeln. Kommt nach unten praktisch auf das gleiche raus wie beim Torque, aber ich könnte mit kürzeren Kurbeln was machen.
    Kippelig ist das Bike trotz des höheren BB absolut nicht.
    Beim Sitzwinkel ist es im Prinzip auch das Gleiche.
    Bei der Ausstattung kann man sich vor lauter Auswahl kaum entscheiden.
    Ich finde also nichts, was für das Torque sprechen würde... und das noch ganz abgesehen vom Service bei Propain.
    Sehe ich auch so! Das Spindrift ist Neutral und verzeiht dadurch auch Fahrfehler. Mal zu weit hinten mit dem Schwerpunkt- komplett egal! Zu weit vorne-erst recht egal!
    Man steht einfach sehr entpannt und locker drauf, braucht wenig Kraft und mir macht es so mehr Spass! :)
  2. benutzerbild

    Eisbein

    dabei seit 01/2005

    zeroracer
    Wenn der Trail nach dem hart erkämpften (oder dank Gondel bequem zurückgelegten) Anstieg bergab zeigt, dann will das Torque auf flachen Strecken mit Nachdruck bewegt werden. Dank der kurzen Kettenstreben lässt es sich zwar leicht aufs Hinterrad ziehen, doch die komfortabel abgestimmten 180 mm Federweg fordern bei schnellen Manövern ihren Tribut. Vor allem in flachen Kurven muss das Bike aktiv mit Druck auf dem Vorderrad gefahren werden, da die Front sonst gerne anfängt zu rutschen – das ist der Kombination aus kurzen Kettenstreben und flachem Lenkwinkel geschuldet.

    Klingt für mich eher nach einem bike für sehr gute Fahrer, die immer in perfekter Körperposition sind.
    Ich schaff das nicht immer und steh schon mal schlampig drauf. Zu weit vorne und öfter zu weit hinten...
    Eine schnell rutschende Front kann ich da nicht gebrauchen und finde das Fahren mit viel Druck am Vorderrad auch anstrengend!
    Mir ist ein ausgewogenes bike lieber.
    Ich bin das torque in XL im Juni in Molveno gefahren. Hatte nicht das gefühl das man da wahnsinnig weit aufs VR muss.

    Aber klar, das sieht von der Tastatur betrachtet immer anders aus.
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  4. benutzerbild

    cycophilipp

    dabei seit 08/2003

    shape
    Die Geo ist mir persönlich grad in der M nicht wirklich Freeride —- 44er Sitzrohr, Radstand eher kurz mit knapp über 119 cm und der LW mit 65 + .... mhh....
    ui cool, mein 6 Jahre altes Torque FRX in M ist anscheinend hochmodern. Geometrie wie das hier vorgestellte S, aber hat dafür 26" ;)
  5. benutzerbild

    mathijsen

    dabei seit 08/2010

    DerohneName
    Wieso schaffen es fast keine Hersteller ne Freigabe für ne Doppelbrücke zu geben?
    Nur YT und Knolly haben solche Freerider im Programm... Delirium kann dann auch 188mm hinten fahren.

    Also eher Enduro als Freerider/DHler.
    Rose hat mit dem Soul Fire auch eines. Wird sogar direkt eine Variante mit Doppelbrücke angeboten.
    Ebenso Cube Hanzz, auch wenn für diese Erwähnung in diesem Thread voller High-Tech-o-philer Leute vermutlich Haue bekomme. :D

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