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Mit Fahr-Verboten haben Mountainbiker überall zu kämpfen
Mit Fahr-Verboten haben Mountainbiker überall zu kämpfen
Als Mountainbiker sollte man zum Wohle beiderseits Fussgänger-Hotspots vermeiden
Als Mountainbiker sollte man zum Wohle beiderseits Fussgänger-Hotspots vermeiden
Welchen Weg sollte ich nehmen?
Welchen Weg sollte ich nehmen? - Der reine Untergrund ist nur einer der Faktoren, dazu kommen Wetter, Ausgesetzheit und natürlich die eigenen Skills
Apps können passende Touren vorschlagen
Apps können passende Touren vorschlagen - ersetzen aber nicht komplett das Wissen über Kartenkunde, geschweige denn das Wissen über Gefahren und Risiken (Kuchen allerdings ist eigentlich immer gut)
Etwas beidseitige Rücksicht vorausgesetzt, kommen Mountainbiker und Fußgänger ganz hervorragend miteinander aus
Etwas beidseitige Rücksicht vorausgesetzt, kommen Mountainbiker und Fußgänger ganz hervorragend miteinander aus
Trails und Wege entstehen nicht einfach so, sondern sind oftmals harte Arbeit
Trails und Wege entstehen nicht einfach so, sondern sind oftmals harte Arbeit
Was kommt nach einer Kante? Anschauen schadet nie, blind drüber springen oder einfach nur Abrollen dagegen schon
Was kommt nach einer Kante? Anschauen schadet nie, blind drüber springen oder einfach nur Abrollen dagegen schon
Gerade in Bikeparks geht der Trend in Richtung „Flowtrails"
Gerade in Bikeparks geht der Trend in Richtung „Flowtrails" - diese vertragen meistens eine deutlich höhere Frequentierung und sind für viele Könnensstufen spaßig
Gebaute Strecken ermöglichen relativ sicher etwas mehr Airtime
Gebaute Strecken ermöglichen relativ sicher etwas mehr Airtime - jedoch sollte man sich immer langsam herantasten
Bei Stürzen drohen Verletzungen, das Schlüsselbein ist bei Radfahrern besonders gefährdet
Bei Stürzen drohen Verletzungen, das Schlüsselbein ist bei Radfahrern besonders gefährdet - hier übrigens das von Enduro-Pro Caro Gehrig
Auch wenn die Rettung hierzulande meistens schneller kommt als etwa irgendwo in den Bergen Südfrankreichs, sollte man dennoch regelmäßig sein Wissen über Erste Hilfe auffrischen
Auch wenn die Rettung hierzulande meistens schneller kommt als etwa irgendwo in den Bergen Südfrankreichs, sollte man dennoch regelmäßig sein Wissen über Erste Hilfe auffrischen
Vor Regen lässt sich relativ leicht Unterschlupf finden
Vor Regen lässt sich relativ leicht Unterschlupf finden - bei Gewitter sollte man sich bessere Unterstände suchen

Neu im Mountainbike-Business? Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch zum vermutlich besten Hobby der Welt! Nachdem wir zusammen ein Bike gekauft, dieses gepimpt und alles richtig eingestellt haben,  gilt es jetzt noch, die ein oder andere allgemeinere Sache zu beachten, damit die ersten Ausfahrten zum großen Erfolg werden. Was genau das wäre, erfährst du hier!

War Mountainbiken in Deutschland Ende der 80er Jahre eine völlige Randsportart, die nur ein paar „Freaks“ betrieben, entwickelte sich das Fahren mit den Stollenreifen spätestens in den letzten Jahren zu einer Massensportart. Welches Material zwangsläufig nötig ist, haben wir in diesem Artikel schon erörtert. Heute geht es um die grundlegenden Aspekte, die es als Mountainbiker zu beachten gilt, damit gerade die ersten Ausfahrten auch wirklich genossen werden können und auch langfristig ein gutes Miteinander auf den Trails möglich ist.

Wo darf ich Mountainbike fahren?

Teilweise herrscht in Deutschland ein freies Betretungsrecht des Waldes. Gesetze, wie u.a. das Bundesnaturschutzgesetz und/oder die jeweiligen Waldgesetze der Länder, schränken dieses aber oftmals ein und stammen vorwiegend aus Zeiten, als Fahrräder noch Stempelbremsen hatten und man eher nicht daran dachte, damit in ins Gelände zu fahren. Daraus resultieren des Öfteren auch generelle Verbote, wie es etwa faktisch bei der Zwei-Meter-Regel in Baden-Württemberg der Fall ist. Die Regelungen unterscheiden sich aber teils stark von Bundesland zu Bundesland.

Recherchiere folglich, wie die Lage grundsätzlich bei dir vor Ort ist! Fündig wirst du im Internet, bei lokalen Bikeshops, Locals und im Tourismusbüro.

Mit Fahr-Verboten haben Mountainbiker überall zu kämpfen
# Mit Fahr-Verboten haben Mountainbiker überall zu kämpfen

Neben der allgemeinen Gesetzeslage gilt es, lokale, explizite Verbote und Ausnahmen zu beachten. Auch hier führt nichts über eine ausgiebige Recherche, um herauszufinden, wo du fahren darfst. Ziemlich sinnbefreit und überall zu Recht verpönt ist das Fahren durch wegloses Gelände.

Immer verboten ist das nicht genehmigte Anlegen und Bauen von neuen Strecken auf fremden Grund. Dies kann auch strafrechtlich belangt werden, wobei teils empfindliche Strafen drohen können.

Wie die Rechtslage bundesweit und in den einzelnen Bundesländern aussieht, hat die DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike) in diesem Artikel zusammengefasst:

Fahrradfahren: Die Rechtslage im Wald

Wo soll ich eigentlich fahren – und wo nicht?

Stichwort „Soziale Akzeptanz“: Als Mountainbiker hat man immer für die Akzeptanz und legale Möglichkeiten der Hobbyausübung zu kämpfen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte man auch seine Touren planen und sein Verhalten anpassen. Bedeutet konkret, dass man etwa an einem sonnigen Sonntagnachmittag auch im eigenen Interesse nicht unbedingt gerade den beliebtesten Wanderweg der Region fahren sollte, selbst wenn dieser legal sein sollte.

Gerade hier ist es hilfreich, gesunden Menschenverstand walten zu lassen, eventuell erfahrene Biker anzusprechen und um örtliche Empfehlungen zu bitten, um solche Hotspots zu vermeiden.  

So kann man sich zudem schnell über die jeweilige Wegbeschaffenheit informieren und dies in seine Tourenplanung mit aufnehmen.

Als Mountainbiker sollte man zum Wohle beiderseits Fussgänger-Hotspots vermeiden
# Als Mountainbiker sollte man zum Wohle beiderseits Fussgänger-Hotspots vermeiden

Wo kann ich fahren?

Die Antwort auf diese Frage beinhaltet dein persönliches Können auf dem Rad und kann folglich nur von dir selbst beantwortet werden. Als Anfänger ist jedoch davon auszugehen, dass du noch nicht über die Fahrtechnik-Kompetenz eines Profis verfügen wirst, dementsprechend solltest du auch deine ersten Routen planen.

Auch wenn die Beurteilung für Schwierigkeiten auf dem Bike sehr individuell unterschiedlich ist, so ist die oftmals verwendete Singletrail-Skala nicht verkehrt, einen groben Überblick über Strecken zu geben. Die Skala geht dabei von S0 bis hin zu S5. Während S0 einen einfachen Forstweg beschreibt, steht S5 für quasi unfassbares Gelände.

Als Anfänger solltest du dich zu Beginn an Wege der Schwierigkeit S0 – S2 halten.

Offizielle Mountainbike-Routen sind oftmals ebenfalls mit der Singletrails-Skala bewertet. Verwendet wird häufig auch das aus dem Skisport bekannte Farben System, wobei blau leicht ist, rot mittel und schwarz für schwere Pisten steht. Diese Einschätzungen sowie explizite Gefahrenhinweise stehen da nicht nur zum Spaß, sondern sollten durchaus gelesen und in die Routenplanung mit aufgenommen werden. Im schlimmsten Fall drohen Stürze und ernstere Verletzungen, sollte man sich doch selbst zu sehr überschätzen.

Welchen Weg sollte ich nehmen?
# Welchen Weg sollte ich nehmen? - Der reine Untergrund ist nur einer der Faktoren, dazu kommen Wetter, Ausgesetzheit und natürlich die eigenen Skills

Einfachstes Tool für Anfänger zur Tourenplanung ist das Internet. Apps wie Komoot zeigen ebenfalls Touren und Trails samt Schwierigkeitsgrad an. Obacht: Nicht selten sind auch nicht offiziell erlaubte Wege eingezeichnet. Wer des Kartenlesens mächtig ist, kann zudem einfach auf einer Landkarte anhand der Höhenlinien eine Groborientierung erhalten, insbesondere was das Gefälle angeht.

Apps können passende Touren vorschlagen
# Apps können passende Touren vorschlagen - ersetzen aber nicht komplett das Wissen über Kartenkunde, geschweige denn das Wissen über Gefahren und Risiken (Kuchen allerdings ist eigentlich immer gut)

Neben der Fahrtechnik ist natürlich auch der konditionelle Charakter einer Ausfahrt zu beachten. Als durchschnittlich fitter Erwachsener ohne Radsporterfahrung sollten bei den ersten Touren 300 – 500 hm eine machbare Hausnummer darstellen. Gerade zu Beginn sollte aber sowohl eine fahrtechnische wie konditionelle Überforderung vermieden werden. Sonst droht nicht nur das Risiko, sich zu verletzen, sondern auch akute Gefahr, das Rad direkt wieder in die Ecke zu pfeffern.

Apps und Websites für die optimale Tourenplanung:

Verhaltensregeln im Wald

Der Wald ist Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, Erholungsraum (egal ob eher aktiv oder eher passiv) für Menschen sowie Arbeitsplatz für verschiedene Institutionen (Forst, Jagd, Naturschutz…). All diese Nutzergruppen haben verschiedene Ansprüche an den Wald, die sich zuweilen nur sehr schwer miteinander vereinbaren lassen. Und selbst wenn der heutige Wald gefühlt nur noch aus Baumplantagen und Käferholz besteht, haben wir Möchtergerngermanen dank Tacitus irgendwie ein besonderes Verhältnis zum Wald. Emotionen kochen hier bei unangebrachtem Verhalten – berechtigterweise! – schnell hoch.

Ein bisschen Demut schadet also nie – bedenke, dass wir Mountainbiker letztendlich auch nur ein kleines Rädchen unter vielen sind und beachte eigentlich selbstverständliche Verhaltensregeln wie:

  • Nimm Rücksicht auf die anderen Nutzergruppen – egal ob Mensch, Tier oder Pflanze.
  • Hinterlasse keinen Müll!
  • Versuche insgesamt, keine Spuren zu hinterlassen.
  • Grüße freundlich – egal ob wandernde oder fahrradfahrende Waldnutzer.
  • Respektiere unbedingt Sperrungen durch den Forst. Gerade bei Baumfällarbeiten droht Lebensgefahr!
  • Meide bei Sturm und starken Schneefall den Wald – es droht Astbruch.

Verhaltensregeln auf Wanderwegen

Wege jeglicher Couleur fallen nicht einfach vom Himmel, sondern sind oftmals in mühsamer Handarbeit erbaut worden und müssen regelmäßig gepflegt werden. Ein hoher Nutzerdruck setzt Wegen zwangsläufig zu. Wanderwege wurden, wie der Name eben sagt, in erster Linie für gehende Menschen angelegt. Mountainbiker werden davon teilweise mit expliziten Verboten ferngehalten.

Darf ein Weg befahren werden, befolge folgende Tipps, damit das so auch bleibt:

  • Fahre nur auf den Wegen.
  • Fahre immer vorausschauend und reduziere die Geschwindigkeit stark, wenn du Wanderer siehst. Halte im Zweifelsfall komplett an.
  • Mache dich höflich bemerkbar, wenn du dich Wanderern von hinten langsam näherst.
  • Ein freundliches „Hallo, danke und einen schönen Tag“ kann Wunder bei Begegnungen bewirken und nimmt Kritikern des Mountainbikesports oftmals viel Wind aus den Segeln.
  • Unterlasse tunlichst Abkürzungen! Dies verbreitert den Weg in Windeseile. Fahre Kurven aus, sei froh um jeden Meter Trail, den du fahren kannst.
Etwas beidseitige Rücksicht vorausgesetzt, kommen Mountainbiker und Fußgänger ganz hervorragend miteinander aus
# Etwas beidseitige Rücksicht vorausgesetzt, kommen Mountainbiker und Fußgänger ganz hervorragend miteinander aus

Die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) hat hierfür noch etwas ausführlichere Trail Rules aufgestellt:

dimb_trailrules

Verhaltensregeln auf Biketrails

Gebaute Biketrails sind explizit für Mountainbiker angelegt. Es kommen hier also oftmals biketypische Hindernisse wie Sprünge, Anliegerkurven und Wellen vor.

Beachte folgende Tipps, um hier dauerhaft Spaß und Freude zu haben.

  • Fahre nur auf den Trails.
  • Erkunde, welche Art von Trail dich erwartet. Welche Schwierigkeiten kommen auf dich zu? Über welche Kompetenzen (Fahrtechnik, Kondition, Material) verfügst du, um diese zu meistern?
  • Respektiere Sperrungen der Trailbauer!
  • Fahre immer vorausschauend.
  • Auch auf Biketrails gilt: Wer abkürzt, verliert nicht nur direkt all seine Radfahrerwürde, sondern verbreitert auch schnell einen Singletrail um das Vielfache seiner ursprünglichen Breite. Bedenke: Kurven sind die coolen Stücke zwischen den langweiligen Geraden. Lerne also, Kurven zu fahren! (oder sogar das Hinterrad zu versetzen)
  • Lerne, deine Bremsen in den Griff zu bekommen. Nur rollende Reifen können ordentlich Grip generieren. Blockierende Räder rutschen und reißen den Boden auf.
  • Rolle nicht über gebaute Absprünge, wenn du nicht springst. Dies macht die Absprungkante kaputt.
  • Halt nie auf unübersichtlichen Stellen an. Hast du einen Defekt oder wartest auf eine Kolleg*in, tue dies nur an einem geeigneten Ort.
  • Fahre nie entgegen der eigentlichen Trailrichtung, wenn es eine solche geben sollte!

Trails und Wege entstehen nicht einfach so, sondern sind oftmals harte Arbeit
# Trails und Wege entstehen nicht einfach so, sondern sind oftmals harte Arbeit
Was kommt nach einer Kante? Anschauen schadet nie, blind drüber springen oder einfach nur Abrollen dagegen schon
# Was kommt nach einer Kante? Anschauen schadet nie, blind drüber springen oder einfach nur Abrollen dagegen schon

Gerade in Bikeparks geht der Trend in Richtung „Flowtrails"
# Gerade in Bikeparks geht der Trend in Richtung „Flowtrails" - diese vertragen meistens eine deutlich höhere Frequentierung und sind für viele Könnensstufen spaßig
Gebaute Strecken ermöglichen relativ sicher etwas mehr Airtime
# Gebaute Strecken ermöglichen relativ sicher etwas mehr Airtime - jedoch sollte man sich immer langsam herantasten

Gefahren beim Mountainbiken

Mountainbiken macht am meisten Spaß draußen in der Natur. Bedeutet aber auch, dass sich damit die ein oder andere Gefahrenquelle auftut, die man so im Alltag nur noch selten findet.

So lassen sich etwa Stürze beim Mountainbiken leider nie komplett verhindern. Neben dem obligatorischen Erste Hilfe-Set im Rucksack sollte man also auch wissen, was im Fall eines Falles zu tun ist. Da die wenigsten über eine wirklich fundierte medizinische Ausbildung verfügen und es letztendlich nicht viel braucht, damit sich ein Verunglückter nicht mehr selbst fortbewegen kann, sollte man stets ein Handy bereit haben und kann so mit der 112 innerhalb Deutschlands den Notruf wählen. Bedenke aber dabei, dass es hierzulande tatsächlich erstaunlich viele Flecken im Wald gibt, an denen du keinen Handy-Empfang hast.

Eine grundlegende Erste Hilfe-Schulung sollte also jeder Mountainbiker absolvieren und regelmäßig auffrischen.

Bei Stürzen drohen Verletzungen, das Schlüsselbein ist bei Radfahrern besonders gefährdet
# Bei Stürzen drohen Verletzungen, das Schlüsselbein ist bei Radfahrern besonders gefährdet - hier übrigens das von Enduro-Pro Caro Gehrig
Auch wenn die Rettung hierzulande meistens schneller kommt als etwa irgendwo in den Bergen Südfrankreichs, sollte man dennoch regelmäßig sein Wissen über Erste Hilfe auffrischen
# Auch wenn die Rettung hierzulande meistens schneller kommt als etwa irgendwo in den Bergen Südfrankreichs, sollte man dennoch regelmäßig sein Wissen über Erste Hilfe auffrischen

Auch das Wetter spielt beim Radeln eine große Rolle. So werden Wege bei Nässe innerhalb nur weniger Minuten deutlich schwerer zu befahren, besonders wenn Wurzeln oder Felsen mit im Spiel sind. Im Sommer spielen auch Gewitter eine Rolle. Und mögen sie auch im Flachland eine nicht so große Gefahr wie im alpinen Gelände spielen, so können sie aber dennoch unangenehme Folgen haben. Kaltfront-Gewitter können von geschulteren Augen beim Anrauschen aus dem Westen beobachtet werden, bei lokalen Wärmegewittern dagegen türmen sich Quellwolken auf. Egal welche Form von Gewitter, du solltest hier schleunigst einen sicheren Unterschlupf suchen.

Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht vor der Tour und eine dementsprechende Tourenplanung kann folglich viele Probleme schon vermindern. Die Investition von 1,99 € für die Vollversion der WarnWetter-App mit ziemlich genauen Regenradar und mehr lohnt sich sehr! Mehr Infos: www.warnwetterapp.de

Vor Regen lässt sich relativ leicht Unterschlupf finden
# Vor Regen lässt sich relativ leicht Unterschlupf finden - bei Gewitter sollte man sich bessere Unterstände suchen

Zusammenfassung: Dinge, die du als Mountainbiker nicht tun solltest!

Grundsätzlich braucht man nicht viel, um mit Spaß und Freude mit dem Mountainbike unterwegs sein zu können. Vermeide dafür – hier noch einmal stark gekürzt – folgende Sachen:

  • Ohne Helm fahren
  • völlig uninformiert losziehen
  • sich selbst überschätzen
  • Wanderer beschimpfen
  • Kurven abkürzen
  • „Keine Zeit, Strava läuft“ sagen
  • nur von deinem teuren Material reden
  • fahrtechnische Defizite nur auf dein Material schieben
  • sich als Mann grundsätzlich vor allen Frauen einreihen
  • erzählen, dass du Extremsportler bist
  • … (erfahrene Mountainbiker ergänzen diese Liste in den Kommentaren)
Fotos: Andreas Pfaffenbichler, Maximilian Schwan, Daniel Eiermann, Maxi Dickerhoff, Kirsten J. Sörries

Dieser Artikel ist Teil der Einsteiger-Woche 2021 – zu diesem Thema gibt es noch weitere Artikel, die insbesondere für alle, die gerade frisch mit dem Mountainbiken anfangen, interessant sind. 

Alle Artikel zur Einsteiger-Themenwoche gibt es hier:

  1. benutzerbild

    robzo

    dabei seit 11/2013

    Der in 3er Gliedern nebeneinander gehende und sich eifrig unterhaltende Fußgänger sollte aber ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit und Wahrnehmung an den Tag legen und nicht wie häufig beobachtet dem vorbeifahrenden Biker "ein grimmiges Gesicht wegen der angeblichen Störung entgegenwerfen".
    Eben weil Wege für alle viele Nutzer da sind und nicht ausschließlich für den mit verminderter Aufmerksamkeit schlendernden Fußgänger.
    Es sind nicht immer die "Raser", (wer ist das eigentlich genau?, die die von anderen subjektiv als zu schnell wahrgenommen werden?) oder der Anlieger der mit seinem Auto zu seinem Anwesen fahren muss und auf die zig auf der Straße liegenden Kinder aufpassen muss und von den rumstehenden Müttern beschimpft wird überhaupt dort zu fahren?
    Streß und Ärger macht immer der der subjektiv eine falsche Wahrnehmung hat und sich in seinen vermeindlichen Exklusivrechten belästigt fühlt.
    Ich persönlich mache es mir da einfach (weil ich in der Natur keinen Bock auf Stress habe und keine Leistungsabzeichen erringen muss):
    Als Biker fahre ich auf Fußgänger langsam zu, mache mich rechtzeitig bemerkbar, halte an, wenn es sich abzeichnet, dass das besser ist, und warte. Ich ignoriere böse Blicke, ärgere mich nicht darüber und grüße (meist) alle. Ich gehe da einfach davon aus, dass ich den Fußgängern ähnlich lästig sein könnte, wie sie mir. Zudem bin ich in Baden-Württemberg unterwegs und rein formal an vielen Stellen unberechtigt im Wald am biken.

    Als Wanderer gehe ich immer davon aus, dass ich den Bikern im Weg bin und sie störe. Da mache ich, wenn möglich, so viel Platz wie es geht und grüße Vorbeifahrende. Ich gehe auch immer (meist zurecht) davon aus, dass der Biker zu schnell und zu nah an mir vorbeifährt.
    Gleichzeitig nehme ich aber als langsamer Fußgänger in der Natur/im Wald für mich in Anspruch, mich viel weniger auf das Umfeld, andere Menschen im Wald/Biker konzentrieren zu müssen. Wenn ich diese rechtzeitig wahrnehme ist es ok und ich reagiere angemessen, allerdings sehe ich diese eher in der Pflicht, sich entsprechend zu verhalten/bemerkbar zu machen, selbst wenn ich unaufmerksam bin. Gefahren entstehen, wenn Geschwindigkeit ins Spiel kommt und diese hat nun eher mit Bikern, als mit Wanderern zu tun.
    Ich bin aber auch niemand, der sich mit Stöpseln und Musik/Hörbuch-Lärm im Ohr durch die Natur bewegt. Das ist dann nochmal ein anderer Fall.
  2. benutzerbild

    travelgerd

    dabei seit 08/2014

    Als Wanderer gehe ich immer davon aus, dass ich den Bikern im Weg bin und sie störe. Da mache ich, wenn möglich, so viel Platz wie es geht und grüße Vorbeifahrende.
    Das ist grundsätzlich sehr löblich.

    Ich gehe auch immer (meist zurecht) davon aus, dass der Biker zu schnell und zu nah an mir vorbeifährt.
    Das würde ich nicht grundsätzlich so unterschreiben.

    Gleichzeitig nehme ich aber als langsamer Fußgänger in der Natur/im Wald für mich in Anspruch, mich viel weniger auf das Umfeld, andere Menschen im Wald/Biker konzentrieren zu müssen.
    Wer rumträumt, hat meist den Schaden. Völlig abschalten und genießen kann man z.B. auf einer Bank am Rande. Ansonsten sollte man immer Herr seiner Sinne sein.

    Ich bin aber auch niemand, der sich mit Stöpseln und Musik/Hörbuch-Lärm im Ohr durch die Natur bewegt. Das ist dann nochmal ein anderer Fall.
    Da bin ich bei Dir. Aber auch auf diese Eventualitäten muss man gefasst sein. Besser für beide Parteien.
  3. benutzerbild

    mad raven

    dabei seit 08/2003

    Heute im Wald waren die einzigen die konsequent zurück gegrüßt haben die Wanderer. Von den Bikern geschätzt 30% gar nicht. Egal ob mit Motor oder Kind im Schlepptau.
    Dafür gab es nur eine Beschwerde von wegen fehlender Klingel - innerorts
  4. benutzerbild

    dopero

    dabei seit 07/2001

    Beim derzeitigen Aufkommen an Erholungsuchenden aber auch kein Wunder. Als Radfahrer hätte man doch nach 20 km keine Stimme mehr, wegen der laufenden Grüßerei. ;-)
  5. benutzerbild

    mw.dd

    dabei seit 07/2006

    Nur weil es einen neuen gemeinsamen Feind gibt ist das Verhältnis Wanderer-MTBler nicht besserer geworden.
    Ich habe das Verhältnis nie als wirklich schlecht empfunden und kann die Zahl unangenehmer Begegnungen an einer Hand abzählen.

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