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Das Marin Alpine Trail hat einen komplett neuen Alu-Rahmen mit Viergelenker-Hinterbau bekommen
Das Marin Alpine Trail hat einen komplett neuen Alu-Rahmen mit Viergelenker-Hinterbau bekommen - es kann als Mullet-Bike oder 29er gefahren werden und bietet 170/160 mm Federweg.
Der Alu-Rahmen wirkt von der Seite äußerst schlank und dynamisch
Der Alu-Rahmen wirkt von der Seite äußerst schlank und dynamisch - mit 17,4 kg ohne Pedale ist es allerdings alles andere als ein Leichtgewicht.
Im neuen Drehpunkt in der Kettenstrebe befindet sich ein Flipchip, mit dem man die Geometrie flacher oder steiler wählen kann.
Im neuen Drehpunkt in der Kettenstrebe befindet sich ein Flipchip, mit dem man die Geometrie flacher oder steiler wählen kann.
Ein weiterer Flipchip in der Sattelstrebe sorgt für die Anpassbarkeit zwischen 29" und 27,5"-Hinterrad.
Ein weiterer Flipchip in der Sattelstrebe sorgt für die Anpassbarkeit zwischen 29" und 27,5"-Hinterrad.
Beim Steuersatz handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Marin
Beim Steuersatz handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Marin - dieser erlaubt es, den Lenkwinkel um 0,75° zu verstellen.
Im Unterrohr wurde ein Staufach unter dem Flaschenhalter vorgesehen.
Im Unterrohr wurde ein Staufach unter dem Flaschenhalter vorgesehen.
Marin-Alpine-Trail-80024
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Marin-Alpine-Trail-80085
Marin-Alpine-Trail-80085
Sämtliche Kabel laufen im Inneren des Rahmens
Sämtliche Kabel laufen im Inneren des Rahmens - die Eingänge sollen dank Gummi-Membran wasserdicht sein und können als Ersatzteil bei Marin erworben werden.
Natürlich wird die Kettenstrebe von einem dicken Gummi-Schoner überzogen.
Natürlich wird die Kettenstrebe von einem dicken Gummi-Schoner überzogen.
Auch an der Sitzstrebe ist für Schutz gesorgt.
Auch an der Sitzstrebe ist für Schutz gesorgt.
Das etwas hängende Unterrohr wird von einem angeschraubten Schoner vor Aufsetzern und Steinschlägen geschützt.
Das etwas hängende Unterrohr wird von einem angeschraubten Schoner vor Aufsetzern und Steinschlägen geschützt.
Dazu gibt's ein kleines Schutzblech über dem Hauptdrehpunkt oberhalb des Tretlagers.
Dazu gibt's ein kleines Schutzblech über dem Hauptdrehpunkt oberhalb des Tretlagers.
Die Geometrie ist hochgradig anpassbar, fällt insgesamt jedoch eher lang und flach aus.
Die Geometrie ist hochgradig anpassbar, fällt insgesamt jedoch eher lang und flach aus.
Wir haben das Marin Alpine Trail XR für 5.059 € bereits getestet
Wir haben das Marin Alpine Trail XR für 5.059 € bereits getestet - es ist das mittlere Modell und bietet ein High-End-RockShox-Fahrwerk, kombiniert mit soliden Mittelklasse-Komponenten.
Das Marin Alpine Trail XR AXS kostet 5.945 €
Das Marin Alpine Trail XR AXS kostet 5.945 € - es ist das teuerste Modell und setzt auf die SRAM GX AXS-Schaltung.
Für Einsteiger bietet Marin das Alpine Trail für 3.499 € an
Für Einsteiger bietet Marin das Alpine Trail für 3.499 € an - dieses setzt auf ein günstiges Fox-Fahrwerk mit Shimano Deore-Antrieb.
Ich konnte das Marin Alpine Trail sowohl in der Toskana, als auch auf meinen Hometrails und am Schöckl testen.
Ich konnte das Marin Alpine Trail sowohl in der Toskana, als auch auf meinen Hometrails und am Schöckl testen. - Bergauf ist es dank schlecht rollender Reifen und recht spürbarem Gewicht eher gemütlich unterwegs.
Man sitzt bequem und eher etwas nach vorne geschoben auf dem Rad
Man sitzt bequem und eher etwas nach vorne geschoben auf dem Rad - das hilft trotz ansonsten sehr abfahrtslastiger Geometrie, auch technische Anstiege zu erklettern.
Man steht gut integriert im Bike und braucht dadurch nicht sehr viel Eingewöhnungszeit
Man steht gut integriert im Bike und braucht dadurch nicht sehr viel Eingewöhnungszeit - Dazu liefern die abfahrtslastige Geometrie und das vertrauenserweckende Gewicht viel Laufruhe.
Es braucht etwas Kraft, um das Marin an Wellen und Kanten in die Luft zu bewegen
Es braucht etwas Kraft, um das Marin an Wellen und Kanten in die Luft zu bewegen - Gibt es hingegen einen Absprung, der einen in die Höhe befördert, liegt das Rad sehr ruhig und balanciert in der Luft und schluckt die Landung locker weg.
Das Alpine Trail ist kein super verspieltes Rad
Das Alpine Trail ist kein super verspieltes Rad - in Anliegern oder ausgefahrenen Ruts folgt es Richtungsänderungen jedoch sehr willig.
Das Heck bietet recht früh viel Gegenhalt, was sich bei aufeinanderfolgenden Schlägen bemerkbar macht.
Das Heck bietet recht früh viel Gegenhalt, was sich bei aufeinanderfolgenden Schlägen bemerkbar macht. - Durch die viele Laufruhe könnte das Enduro-Bike auf stark ausgebauten, schnellen Strecken im Bikepark richtig gut aufgehoben sein.
Das Staufach im Unterrohr fällt recht schlank aus, ist jedoch ein immer gern gesehenes Feature
Das Staufach im Unterrohr fällt recht schlank aus, ist jedoch ein immer gern gesehenes Feature - ich musste etwas basteln, habe jedoch alle nötigen Utensilien für eine Enduro-Tour verstaut bekommen.
Der Ausstattungsmix aus Top-Fahrwerk und soliden restlichen Komponenten ist sehr gelungen.
Der Ausstattungsmix aus Top-Fahrwerk und soliden restlichen Komponenten ist sehr gelungen. - Die SRAM DB8-Bremsen fühlen sich nicht sehr hochwertig an, haben jedoch auch auf langen Abfahrten am Schöckl Standfestigkeit bewiesen.
Das Marin Alpine Trail kann im Enduro-Einsatz bewegt werden, ist allerdings auch auf Bikepark-Strecken ziemlich zu Hause
Das Marin Alpine Trail kann im Enduro-Einsatz bewegt werden, ist allerdings auch auf Bikepark-Strecken ziemlich zu Hause - durch das hohe Gewicht geht's eher gemütlich bergauf. Bergab erwacht das Rad dann auf schnellen, ausgebauten Strecken richtig.

Marin Alpine Trail im Test: Marin hat das Enduro-Bike Alpine Trail einem kompletten Make-Over unterzogen. Dieses präsentiert sich nun als Mullet-Bike mit 170/160 mm Federweg, setzt auf einen Alu-Rahmen samt Staufach sowie eine potente und vielfältig anpassbare Geometrie. Wir konnten es bereits testen.

Video: Marin Alpine Trail im Test

Steckbrief: Marin Alpine Trail

EinsatzbereichEnduro
Federweg170 mm/160 mm
Laufradgröße29ʺ, Mullet (29″/27,5″)
RahmenmaterialAluminium
Gewicht (o. Pedale)17,4 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: M)
Websitewww.marinbikes.com
Preisspanne3.499 € – 5.945 €
Im Test: Alpine Trail XR
Preis: 5.059 €

Neben einem komplett neuen Alu-Rahmen mit stark modernisiertem Look hat das neue Marin Alpine Trail auch ein Federwegs-Upgrade spendiert bekommen. So kitzelt der MultiTrac 2 LT-genannte Viergelenker-Hinterbau nun 160 mm Federweg aus dem standardmäßig verbauten Stahlfeder-Dämpfer, der mit einer 170 mm Federgabel ergänzt wird. Ausgeliefert wird das Enduro-Bike nun stets als Mullet-Bike mit 27,5″-Hinterrad, wobei ein Umbau auf 29″ dank Flip Chip möglich sein soll. Zu den Features des Rahmens gehört zudem ein Stauraum im Unterrohr und ein spezieller Steuersatz, über den sich der ziemlich flache Lenkwinkel justieren lässt. Marin bietet drei verschiedene Modelle sowie ein Rahmenkit für 1.899 € an. Wir haben das mittlere Marin Alpine Trail für 5.059 € getestet.

Das Marin Alpine Trail hat einen komplett neuen Alu-Rahmen mit Viergelenker-Hinterbau bekommen
# Das Marin Alpine Trail hat einen komplett neuen Alu-Rahmen mit Viergelenker-Hinterbau bekommen - es kann als Mullet-Bike oder 29er gefahren werden und bietet 170/160 mm Federweg.
Diashow: Neues Marin Alpine Trail im Test: Das Bikepark-Enduro-Bike
Für Einsteiger bietet Marin das Alpine Trail für 3.499 € an
Das Alpine Trail ist kein super verspieltes Rad
Die Geometrie ist hochgradig anpassbar, fällt insgesamt jedoch eher lang und flach aus.
Das Heck bietet recht früh viel Gegenhalt, was sich bei aufeinanderfolgenden Schlägen bemerkbar macht.
Wir haben das Marin Alpine Trail XR für 5.059 € bereits getestet
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Im Detail

Schon rein optisch hebt sich das neue Marin Alpine Trail sichtbar vom Vorgänger ab, doch auch an den inneren Werten haben die US-Amerikaner einiges justiert. So werkelt am Heck inzwischen der MultiTrac 2 LT-Hinterbau, wobei es sich um ein Viergelenker-System handelt. Bisher hat man hier auf einen abgestützten Eingelenker gesetzt. Als Vorteil gibt Marin etwa an, dass der Anti-Rise gesenkt werden konnte, wodurch der Hinterbau auf der Bremse aktiver bleiben soll. Zudem soll so der Gegenhalt in der Federwegsmitte erhöht worden sein. Im Zuge der Umstellung wurde ein Flip Chip im Kettenstreben-Drehpunkt untergebracht, über den sich die Kettenstrebenlänge sowie die Tretlagerhöhe justieren lassen.

Der Alu-Rahmen wirkt von der Seite äußerst schlank und dynamisch
# Der Alu-Rahmen wirkt von der Seite äußerst schlank und dynamisch - mit 17,4 kg ohne Pedale ist es allerdings alles andere als ein Leichtgewicht.
Im neuen Drehpunkt in der Kettenstrebe befindet sich ein Flipchip, mit dem man die Geometrie flacher oder steiler wählen kann.
# Im neuen Drehpunkt in der Kettenstrebe befindet sich ein Flipchip, mit dem man die Geometrie flacher oder steiler wählen kann.
Ein weiterer Flipchip in der Sattelstrebe sorgt für die Anpassbarkeit zwischen 29" und 27,5"-Hinterrad.
# Ein weiterer Flipchip in der Sattelstrebe sorgt für die Anpassbarkeit zwischen 29" und 27,5"-Hinterrad.

Ein weiterer Flip Chip ist zwischen Hinterbau und Umlenkhebel untergebracht und erlaubt es, ein 29″-Hinterrad einzubauen. Standardmäßig kommt das Alpine Trail nämlich als Mullet-Bike mit 29″-Vorderrad und 27,5″-Hinterrad. Damit hört es nicht auf, denn auch der proprietäre Steuersatz erlaubt es, den Lenkwinkel um ±0,75° zu justieren. Dazu benötigt es lediglich eine zweite obere Schale, die im Lieferumfang enthalten ist.

Beim Steuersatz handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Marin
# Beim Steuersatz handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Marin - dieser erlaubt es, den Lenkwinkel um 0,75° zu verstellen.

Beim Rahmen-Material setzt Marin weiterhin auf Aluminium, was die Ingenieure jedoch nicht davon abgehalten hat, ein Staufach im Unterrohr unterzubringen. Dieses nennt sich „Bear Box“ und versteckt sich unter dem Flaschenhalter. Der gedichtete Kunststoff-Deckel kann mit zwei Handgriffen komplett entnommen werden. Darunter befindet sich eine schmale Öffnung und ein schlanker, allerdings nicht gepolsterter Sack, in den die nötigsten Utensilien reinpassen. Zusätzlich gibt’s unter dem Oberrohr eine Aufnahme für Tool-Mounts oder Ähnliches. In den Flaschenhalter sollen Marin zufolge in allen Größen 700 ml-Falschen passen.

Im Unterrohr wurde ein Staufach unter dem Flaschenhalter vorgesehen.
# Im Unterrohr wurde ein Staufach unter dem Flaschenhalter vorgesehen.
Marin-Alpine-Trail-80024
# Marin-Alpine-Trail-80024
Marin-Alpine-Trail-80085
# Marin-Alpine-Trail-80085

Sämtliche Kabel treten hinter dem Steuerrohr ins Innere des Rahmens – auf eine Führung durch den Steuersatz haben die Kalifornier glücklicherweise verzichtet. Im Inneren werden sie allerdings weder geführt noch gepolstert – lediglich im Bereich des Staufachs sind die Gabel in Kunststoff-Führungen eingeklipst. Interessant ist, dass die eingeschraubten Leitungseingänge wasserdicht sein sollen: An der Öffnung befindet sich eine dünne Gummi-Membran, die bei erstmaliger Nutzung von der Leitung durchstochen wird. Wer später eine schlankere Leitung verbauen möchte, kann die Eingänge bei Marin nachkaufen. Diese führen die Kabel zudem vom Rahmen weg und sollen so Schleifspuren verhindern und auch ohne innere Führung klappernde Leitungen unterbinden.

Sämtliche Kabel laufen im Inneren des Rahmens
# Sämtliche Kabel laufen im Inneren des Rahmens - die Eingänge sollen dank Gummi-Membran wasserdicht sein und können als Ersatzteil bei Marin erworben werden.
Natürlich wird die Kettenstrebe von einem dicken Gummi-Schoner überzogen.
# Natürlich wird die Kettenstrebe von einem dicken Gummi-Schoner überzogen.
Auch an der Sitzstrebe ist für Schutz gesorgt.
# Auch an der Sitzstrebe ist für Schutz gesorgt.

Natürlich hat Marin im Bereich der Kette dämpfende Gummi-Schoner vorgesehen. Auch am Tretlager ist ein verschraubter Schoner vorgesehen, der sich bis über den auffälligen Knick im Unterrohr erstreckt. Ein kleines Schutzblech befindet sich zudem am Drehpunkt zwischen Kettenstreben und Rahmen und soll diesen vor Schlammbeschuss durch den Hinterreifen bewahren. Das Tretlager selbst wird übrigens zur Freude aller Mechaniker in den Rahmen geschraubt. Am Ausfallende gibt’s ein UDH-Schaltauge, das auch die Montage einer SRAM Transmission erlaubt.

Das etwas hängende Unterrohr wird von einem angeschraubten Schoner vor Aufsetzern und Steinschlägen geschützt.
# Das etwas hängende Unterrohr wird von einem angeschraubten Schoner vor Aufsetzern und Steinschlägen geschützt.
Dazu gibt's ein kleines Schutzblech über dem Hauptdrehpunkt oberhalb des Tretlagers.
# Dazu gibt's ein kleines Schutzblech über dem Hauptdrehpunkt oberhalb des Tretlagers.

Geometrie

Die Geometrie des Alpine Trail wurde stark modernisiert und folgt nun ganz dem Motto: lang und flach! Im neutralen Steuersatz-Setting (mit langer Kettenstrebe und tiefem Tretlager) beträgt der Lenkwinkel bereits flache 63° und kann noch um ±0,75° justiert werden. Das ist schon fast DH-Bike-Terrain. Mit vier Größen deckt Marin einen breiten Geometrie-Bereich ab – allerdings sind die Sprünge im Reach mit 3 cm zwischen den Größen auch recht groß. Dazu gibt’s über alle Größen hinweg modern-hohe Stack-Werte und einen ziemlich steilen Sitzwinkel. Die Kettenstreben sind zwischen 435 mm und 442 mm justierbar, allerdings schrumpft dabei die Tretlagerhöhe von 352 mm zu 345 mm. Der dritte Flip Chip in der Sitzstrebe ist dazu da, die Geometrie-Änderung durch den Einbau eines 29″-Hinterrad zu kompensieren.

Geometrie-Tabelle mit neutralem Lenkwinkel, tiefem Tretlager und langen Kettenstreben:

Rahmengröße S M L XL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 623,9 mm 454,5 mm 484,5 mm 514,6 mm
Stack 623,9 mm 637,5 mm 646,6 mm 651,2 mm
STR 1,00 1,40 1,33 1,27
Lenkwinkel 63° 63° 63° 63°
Sitzwinkel, effektiv 78,7° 78,5° 78,3° 78,1°
Oberrohr (horiz.) 557,9 mm 593,2 mm 627,7 mm 660,5 mm
Steuerrohr 100 mm 115 mm 125 mm 130 mm
Sitzrohr 400 mm 420 mm 430 mm 460 mm
Überstandshöhe 676 mm 682,6 mm 687,3 mm 690,6 mm
Kettenstreben 442 mm 442 mm 442 mm 442 mm
Radstand 1.218,2 mm 1.254,8 mm 1.289,8 mm 1.321,5 mm
Tretlagerabsenkung 14 mm 14 mm 14 mm 14 mm
Tretlagerhöhe 345 mm 345 mm 345 mm 345 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm
Federweg (hinten) 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm
Federweg (vorn) 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm
Die Geometrie ist hochgradig anpassbar, fällt insgesamt jedoch eher lang und flach aus.
# Die Geometrie ist hochgradig anpassbar, fällt insgesamt jedoch eher lang und flach aus.

Ausstattung

Marin bietet das Alpine Trail in insgesamt 3 Ausstattungsvarianten an, wobei eine echte High-End-Variante nicht im Programm ist. Wer sein Rad gerne selbst aufbauen möchte, kann einfach zum Rahmenset mit RockShox Super Deluxe Ultimate-Stahlfederdämpfer für 1.899 € greifen. Los geht’s mit dem Alpine Trail für ziemlich günstige 3.499 €, das auf ein Fox-Fahrwerk, bestehend aus 36 Rythm-Federgabel und Float Performance-Dämpfer, setzt. Dazu gibt’s eine Shimano Deore-Schaltung mit 12 Gängen und TRP Slate Evo 4-Kolben-Bremsen.

Wir hatten das mittlere Alpine Trail XR im Test, das für 5.059 € einen interessanten Mix aus High-End-Fahrwerk von RockShox (mit Zeb Ultimate und Super Deluxe Ultimate Coil) und Mitteklasse- oder Eigenmarken-Komponenten bietet. So wird mit einem SRAM GX-Antrieb geschaltet, während die SRAM DB8-Mineralöl-Bremse für ausreichend Bremspower sorgen soll. Dazu gibt’s Marin-eigene Laufräder mit Formula-Naben und eine TranzX-Sattelstütze mit 150–200 mm Hub, je nach Größe. Für knapp 900 € mehr gibt’s das Marin Alpine Trail XR AXS, das – wenig überraschend – eine elektrische SRAM GX AXS-Schaltung bietet. Dazu gibt’s SRAM Code Bronze-Bremsen und eine kunterbunte Lackierung.

  • Federgabel Rock Shox Zeb Ultimate (170 mm)
  • Dämpfer RockShox Super Deluxe Ultimate (160 mm)
  • Antrieb SRAM GX
  • Bremsen SRAM DB8
  • Laufräder Marin-Felgen mit Formula-Naben
  • Reifen Maxxis Assegai
  • Cockpit Marin Trail (800 mm) / Marin CNC (35 mm)
  • Sattelstütze TranzX (170 mm)

Marin Alpine TrailMarin Alpine Trail XRMarin Alpine Trail XR AXS
RahmenAll New Series 4 6061 Aluminum, 29" Wheels,
160mm Travel MultiTrac LT Suspension Platform, Integrated Downtube Storage, Adjustable Headset & CS Length/BB Height, Full Internal Cable Routing, Chainstay Mounted Post Mount Disc Brake, 148x12mm Boost Thru- Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05
Tabs
All New Series 4 6061 Aluminum, 29" Wheels,
160mm Travel MultiTrac LT Suspension Platform, Integrated Downtube Storage, Adjustable Headset & CS Length/BB Height, Full Internal Cable Routing, Chainstay Mounted Post Mount Disc Brake, 148x12mm Boost Thru- Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05
Tabs
All New Series 4 6061 Aluminum, 29" Wheels,
160mm Travel MultiTrac LT Suspension Platform, Integrated Downtube Storage, Adjustable Headset & CS Length/BB Height, Full Internal Cable Routing, Chainstay Mounted Post Mount Disc Brake, 148x12mm Boost Thru- Axle, 73mm Threaded BB w/ ISCG05
Tabs
GabelFox 36 Rhythm, 170mm, 29", Grip Damper, 110x10 Kabolt, 44mm OffsetRockShox Zeb Ultimate, 170mm Travel, 29", 110x15mm Maxle Stealth, 44mm OffsetRockShox Zeb Ultimate, 170mm Travel, 29", 110x15mm Maxle Stealth, 44mm Offset
DämpferFox Float Performance, 205x65, 30xM8 Lower Hardware, Custom TuneRockShox Super Deluxe Coil Ultimate, 205x65, 30xM8 Lower Hardware, Custom Tune, Spring Rates S/M: 350lbs, L/XL:400lbsRockShox Super Deluxe Coil Ultimate, 205x65, 30xM8 Lower Hardware, Custom Tune, Spring Rates S/M: 350lbs, L/XL:400lbs
LaufräderMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Pinned Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible / Shimano HubsMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible / Formula-NabenMarin, Double Wall Alloy, 29mm Inner, Sleeved Joint, Disc Specific, 32H, Tubeless Compatible / Formula-Naben
ReifenVee Tire Co. Snap WCE, 29x2.6" Front 27.5x2.6"
Rear, Top 40 Compound, Enduro Core, 90 TPI,
Tubeless Compatible
Maxis Assegai MAXX GRIP, Front 29x2.5 EXO+, Rear 27.5x2.5" DoubleDown, Tubeless compatibleMaxis Assegai MAXX GRIP, Front 29x2.5 EXO+, Rear 27.5x2.5" DoubleDown, Tubeless compatible
SchaltwerkShimano DeoreSRAM GX EagleSRAM GX AXS T-Type
SchalthebelShimano DeoreSRAM GX EagleSRAM AXS Pod MMX
KurbelnFSA Comet Heavy Duty, Modular 1x, 32T Direct
Mount Chainring
SRAM GX Eagle, 32T, 55 mm CL, 170 mmSRAM GX Eagle, 32T, 55 mm CL, 170 mm
TretlagerFSA MegaExo 73mm BSASRAM DUBSRAM DUB
KetteKMC X-12 Silver and Black|SRAM NX EagleSRAM GX Eagle T-Type
KassetteShimano, Deore M6100 12-Speed, 10-51TSRAM GX 1275 T-Type 10-52TSRAM GX 1275 T-Type 10-52T
BremseTRP Slate EVO, 4-Piston Hydraulic Disc, Resin Pads, 203mm RotorSRAM DB8 4-Piston Hydraulic Disc, HSC 200mm RotorsSRAM Code Bronze 4-Piston Hydraulic Disc, HSC 200mm Rotors
LenkerMarin Mini-Riser, 6061 Double Butted Aluminum, 780mm Width, 28mm Rise, 5° Up, 9° BackMarin Trail, 35mm Clamp, 7000 Alloy Bar, 800mm Length, 20mm Rise, 5 Degree Up, 8 Degree BackMarin Trail, 35mm Clamp, 7000 Alloy Bar, 800mm Length, 20mm Rise, 5 Degree Up, 8 Degree Back
VorbauMarin 3D Forged Alloy, 35mmMarin CNC, 35mm Length, 35mm Bar BoreMarin CNC, 35mm Length, 35mm Bar Bore
GriffeMarin Grizzly Lock-OnMarin Grizzly Lock-OnMarin Grizzly Lock-On
SteuersatzFSA Custom, Adjustable HTA DesignFSA Custom, Adjustable HTA DesignFSA Custom, Adjustable HTA Design
SattelstützeTranzX, YSP39 1x Remote, 34.9 Seatpost Diameter, Travel S = 150mm, M/L = 170mm, XL = 200mmTranzX, YSP39 1x Remote, 34.9 Seatpost Diameter, Travel S = 150mm, M/L = 170mm, XL = 200mmTranzX, YSP39 1x Remote, 34.9 Seatpost Diameter, Travel S = 150mm, M/L = 170mm, XL = 200mm
SattelMarin Speed ConceptMarin Speed ConceptMarin Speed Concept
Preis (UVP)3.499 €5.059 €5.945 €

Wir haben das Marin Alpine Trail XR für 5.059 € bereits getestet
# Wir haben das Marin Alpine Trail XR für 5.059 € bereits getestet - es ist das mittlere Modell und bietet ein High-End-RockShox-Fahrwerk, kombiniert mit soliden Mittelklasse-Komponenten.
Das Marin Alpine Trail XR AXS kostet 5.945 €
# Das Marin Alpine Trail XR AXS kostet 5.945 € - es ist das teuerste Modell und setzt auf die SRAM GX AXS-Schaltung.
Für Einsteiger bietet Marin das Alpine Trail für 3.499 € an
# Für Einsteiger bietet Marin das Alpine Trail für 3.499 € an - dieses setzt auf ein günstiges Fox-Fahrwerk mit Shimano Deore-Antrieb.

Auf dem Trail

Ich konnte das Marin Alpine Trail XR in Größe L im Rahmen des Bike Connection Winters zunächst für eine kurze Ausfahrt in Massa Marittima in der Toskana entführen. Später hat Marin mir das Rad in Größe M für etwa vier Wochen vor der offiziellen Vorstellung überlassen. Leider sind die Sprünge zwischen den Größen recht weit geraten – idealerweise hätte ich genau die Mitte zwischen M und L gewählt. Im Zweifel greife ich jedoch lieber zu kleineren Größe, da ich damit vor allem auf verwinkelten Enduro-Trails aktiver fahren kann und Unterschiede im Setup spüre. Ich habe allerdings den 35 mm-Vorbau gegen ein Modell mit 50 mm Länge getauscht.

Zunächst bin ich mit dem empfohlenen Setup von Marin gestartet: Mit einer 400 lbs-Feder ergeben sich bei meinen etwas über 80 kg (fahrfertig) genau die angegebenen 25 % Sag. Hier sollte man jedoch die teils relevante Streuung von Stahlfedern beachten und den Sag immer selbst messen. Das geht dank aufgedruckter Skalierung am Super Deluxe sehr bequem. Den Rebound habe ich nach Gefühl recht schnell eingestellt, Lowspeed- sowie Highspeed-Druckstufe und HBO (hydraulischer Durchschlagschutz) zunächst im mittleren Setting belassen. Der Flip Chip war bei Lieferung im hohen Setting.

Ich konnte das Marin Alpine Trail sowohl in der Toskana, als auch auf meinen Hometrails und am Schöckl testen.
# Ich konnte das Marin Alpine Trail sowohl in der Toskana, als auch auf meinen Hometrails und am Schöckl testen. - Bergauf ist es dank schlecht rollender Reifen und recht spürbarem Gewicht eher gemütlich unterwegs.

Beim ersten Aufsitzen fühlt man sich direkt gut ins Rad integriert. Der Sitzwinkel fällt recht steil aus, was in flachen Passagen viel Druck auf die Hände verlagert, aber aktuell en vogue ist. Die Sitzposition ist natürlich in steilen Passagen hilfreich, doch eine Bergziege ist das Alpine Trail trotzdem nicht. Wohl auch bedingt durch die recht hohe Front und abfahrtslastige Geometrie, muss man das Gewicht in technischen Passagen spürbar nach vorn verlagern, um ein steigendes Vorderrad zu verhindern. Der Hinterbau generiert viel Grip, wippt allerdings etwas. Dazu kommt das ziemlich hohe Gewicht und der sehr schlecht rollende Assegai-Reifen in MaxxGrip-Mischung an Front und Heck. Zumindest bei der Reifenwahl hätte Marin etwas mehr Rücksicht auf die Allround-Eigenschaften des Bikes nehmen können. Summa summarum hat das dazu geführt, dass ich trotz recht rundem und ruhigem Tritt bergauf zum Lockout gegriffen habe, was ich normalerweise nicht tue.

Man sitzt bequem und eher etwas nach vorne geschoben auf dem Rad
# Man sitzt bequem und eher etwas nach vorne geschoben auf dem Rad - das hilft trotz ansonsten sehr abfahrtslastiger Geometrie, auch technische Anstiege zu erklettern.

Abgesehen vom Sattel hat man es jedoch recht bequem auf dem Marin Alpine Trail und kommt wohlbehalten, wenn auch etwas später, am Gipfel an. Die komplette Ausrichtung des Bikes schreit jedoch nach der Abfahrt. Schon im hohen Flip Chip-Setting steht man hier gut integriert im Bike. Der Hinterbau spricht sensibel an, bietet jedoch bereits recht früh einiges an Gegenhalt. Das sorgt bei vielen aufeinanderfolgenden Schlägen für ein etwas unruhiges Heck. Geometrie und Gewicht hingegen ergeben richtig viel Laufruhe, erschweren aber auch das verspielte Platzieren des Bikes auf dem Trail. Um zu schauen, ob ein weicheres Heck das Marin vielleicht in eine Dampfwalze verwandelt, habe ich eine 375 lbs-Feder eingebaut, die 30 % Sag liefert. Damit saß das Rad bei aufeinanderfolgenden Schlägen jedoch zu tief im Heck und ist auch gelegentlich unangenehm durchgeschlagen.

Man steht gut integriert im Bike und braucht dadurch nicht sehr viel Eingewöhnungszeit
# Man steht gut integriert im Bike und braucht dadurch nicht sehr viel Eingewöhnungszeit - Dazu liefern die abfahrtslastige Geometrie und das vertrauenserweckende Gewicht viel Laufruhe.
Es braucht etwas Kraft, um das Marin an Wellen und Kanten in die Luft zu bewegen
# Es braucht etwas Kraft, um das Marin an Wellen und Kanten in die Luft zu bewegen - Gibt es hingegen einen Absprung, der einen in die Höhe befördert, liegt das Rad sehr ruhig und balanciert in der Luft und schluckt die Landung locker weg.

Also ging es zurück zur strafferen Feder, mit relativ offener Dämpfung und -1 Klick HBO. Mit dem Flip Chip im flachen Setting steht man nochmals sicherer im Bike, was meiner Meinung nach besser zur Abfahrts-orientierten Ausrichtung passt. Dadurch habe ich nicht viel Eingewöhnungszeit gebraucht, um es auch auf harten Strecken laufen zu lassen. Auf feinen Schlägen bietet das Alpine Trail fast schon Downhill-Bike Feeling, vermittelt viel Vertrauen und spricht sehr sensibel an. Für so ein potentes Rad geht es zudem ziemlich flink um die Kurve und lässt sich gut aus Anliegern und Senken pressen. Der Alu-Rahmen fühlt sich vergleichsweise steif an und dürfte sich pudelwohl auf Anlieger- und Jumptrails fühlen.

Das Alpine Trail ist kein super verspieltes Rad
# Das Alpine Trail ist kein super verspieltes Rad - in Anliegern oder ausgefahrenen Ruts folgt es Richtungsänderungen jedoch sehr willig.

Man muss sich in bei harten, aufeinanderfolgenden Schlägen eben dazu zwingen, diese aktiv wegzuschlucken oder, wenn möglich, einen auszulassen. Letzteres ist mir auf verblockten Enduro-Trails nicht immer gelungen – es gibt definitiv Räder, die sich leichter auf eine andere Linie bugsieren lassen. In steilen Sektionen ist mir kein unangenehmes Bremsstempeln aufgefallen. Gleichzeitig schafft es das Marin Alpine Trail, seine Geometrie auch bei harten Bremsmanövern zu bewahren und taucht nicht übermäßig vorne ein.

Das Heck bietet recht früh viel Gegenhalt, was sich bei aufeinanderfolgenden Schlägen bemerkbar macht.
# Das Heck bietet recht früh viel Gegenhalt, was sich bei aufeinanderfolgenden Schlägen bemerkbar macht. - Durch die viele Laufruhe könnte das Enduro-Bike auf stark ausgebauten, schnellen Strecken im Bikepark richtig gut aufgehoben sein.

Das ist uns aufgefallen

  • Flaschenhalter Zumindest mit dem von mir verwendeten Noname-Sidecage ist die Flasche beim Einfedern an den Dämpfer gestoßen. Mit 500 ml ist noch Platz nach oben und andere Flaschenhalter lassen sich vielleicht höher schieben. Das Problem ist mir so noch nie untergekommen, dürfte sich aber lösen lassen.
  • Setup-Empfehlung Zum Test-Zeitpunkt waren diese noch nicht online. Löblicherweise bietet Marin jedoch Setup-Empfehlungen, die immerhin die korrekte Federhärte, beziehungsweise den Luftdruck für das günstigste Modell, bieten.
  • Komponenten Mit dem Großteil der Marin-Komponenten hatte ich keine Probleme – nur die Griffe waren mir etwas zu dick. Der Sattel hat mir jedoch nicht behagt, außerdem ist der Hebel der sonst problemlos funktionierenden Sattelstütze merkwürdig rund geformt und hat einen recht hohen Widerstand zu Beginn. Man muss allerdings den Preis beachten, weshalb das alles Meckern auf hohem Niveau ist.
  • Felgen Vielleicht war es Pech, ich hatte auf der sehr ruppigen Enduro-Strecke am Schöckl jedoch Probleme mit einem sich stark verdellenden und ausspeichenden Hinterrad. Nachdem ich allerdings aufgegeben hatte, den durch eine starke Delle verursachten Seitenschlag rauszuzentrieren, sondern einfach alles gleichmäßig festgezogen habe, hat das Laufrad den restlichen Tag problemlos gehalten.
  • Reifenwahl Das Alpine Trail ist ein potentes, wohl eher Gravity-lastiges Bike. Allerdings sollte es als Enduro auch bergauf fahren können. Eine etwas andere Reifenwahl hätte die Bergauf-Performance deutlich gesteigert, ohne Abstriche bergab machen zu müssen.
  • Verarbeitung Hier gibt es an sich wenig zu meckern. Die Dämpferbolzen und Flipchips sitzen recht fest im Rahmen, haben dafür jedoch kein Spiel entwickelt. Unser Testbike hat nach kurzer Zeit leicht beim Pedalieren geknarzt, war allerdings auch schon gebraucht. Ob es das Tretlager oder der Rahmen war, konnte nicht festgestellt werden.
  • Staufach Dieses ist an sich ziemlich praktisch und löblich. Die ovale Öffnung fällt allerdings recht schmal aus. Ich habe trotzdem eine sehr kleine Pumpe, CO2-Kartuschen und Flicken hineinbekommen.
  • Ausstattung Es ist ein sehr sinnvoller Ansatz, einem Rad ein High-End-Fahrwerk zu spendieren und lieber an anderen Ecken etwas zu sparen. Das senkt den Preis deutlich mehr als die Performance. Die SRAM DB8-Bremsen fühlen sich zwar nicht sehr hochwertig an, hatten jedoch auch auf den alpinen Strecken am Schöckl ausreichend Power und Standfestigkeit.
Das Staufach im Unterrohr fällt recht schlank aus, ist jedoch ein immer gern gesehenes Feature
# Das Staufach im Unterrohr fällt recht schlank aus, ist jedoch ein immer gern gesehenes Feature - ich musste etwas basteln, habe jedoch alle nötigen Utensilien für eine Enduro-Tour verstaut bekommen.
Der Ausstattungsmix aus Top-Fahrwerk und soliden restlichen Komponenten ist sehr gelungen.
# Der Ausstattungsmix aus Top-Fahrwerk und soliden restlichen Komponenten ist sehr gelungen. - Die SRAM DB8-Bremsen fühlen sich nicht sehr hochwertig an, haben jedoch auch auf langen Abfahrten am Schöckl Standfestigkeit bewiesen.

Fazit – Marin Alpine Trail

Mit dem Marin Alpine Trail haben die US-Amerikaner ein überarbeitetes Enduro-Bike vorgestellt, das nicht nur auf dem Papier so wirkt, als ob es auch im Bikepark zu Hause sein könnte. Dank Staufach, steilem Sitzwinkel und gut erreichbarem Lockout steht zwar auch längeren Touren nichts im Wege – diese kosten durch das hohe Gewicht und die Reifenwahl allerdings ein paar mehr Watt. Bergab sorgt die DH-inspirierte Geometrie für viel Vertrauen und Laufruhe, was das Alpine Trail für den Bikepark-Einsatz prädestiniert. Auf sehr verblockten Trails kann das Heck hingegen etwas harsch werden. Richtig viel Spaß macht dieses Enduro jedoch auf ausgebauten Strecken mit viel Luftstand.

Artikelbild

Marin Alpine Trail Pro / Contra

Pro

  • Geometrie vermittelt viel Vertrauen bergab
  • hochgradig anpassbarer Rahmen mit vielen Features
  • sinnvolle Ausstattung mit gutem Preis-Leistungsverhältnis

Contra

  • hohes Gewicht
  • Hinterbau stempelt bei harten Schlägen etwas
Das Marin Alpine Trail kann im Enduro-Einsatz bewegt werden, ist allerdings auch auf Bikepark-Strecken ziemlich zu Hause
# Das Marin Alpine Trail kann im Enduro-Einsatz bewegt werden, ist allerdings auch auf Bikepark-Strecken ziemlich zu Hause - durch das hohe Gewicht geht's eher gemütlich bergauf. Bergab erwacht das Rad dann auf schnellen, ausgebauten Strecken richtig.

Testablauf

Wir konnten das Marin Alpine Trail XR in L für eine kurze Ausfahrt in Massa Marittima entführen. Anschließend hat uns Marin ein identisches Bike in Größe M vorbeigebracht, mit dem wir mehrere Wochen lang die Trails rund um Graz, den Schöckl und Maribor unsicher gemacht haben.

Hier haben wir das Marin Alpine Trail XR getestet

  • Massa Marittima, Toskana: Trailpark mit einer großen Variation an Trails, die allerdings eher langsam und teilweise recht verblockt sind.
  • Graz, Österreich: Teilweise ziemlich steile, ausgewaschene Enduro-Trails ohne viele gebaute Features. Hier steht man viel auf der Bremse und ist auf der Suche nach einer smoothen Linie.
  • Schöckl, Österreich: Bikepark mit einem ziemlich ruppigen und verblockten Enduro-Trail. Dazu gibt’s eine Variation aus teils sehr schnellen und steilen Strecken, sowie einige Anlieger und Sprünge.
Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm80 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie – sitzt meistens aber auf dem Mountainbike. Downhill- und Enduro-Bikes bewegt er gerne im Renneinsatz, dreht aber auch große Runden auf Touren- und Trail-Bikes.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Trail Bikes
Vorlieben beim Fahrwerk
ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    specialized99

    dabei seit 01/2013

    Man muss halt auch mal mehr als nur die Geometrie in Medium betrachten. XL = 490 Reach und 520mm(!) Sitzrohr und kommt mir 150mm Stütze in XL daher weil wahrscheinlisch gar nicht mehr rein geht selbst bei 190cm. Ein Rahmen bei dem das Sitzrohr länger ist als der Reach ist wahrscheinlich selbst im CC Bereich nicht modern.
    Na ja, ist wie bei vielen Marken, es gibt verschiedene Rahmen oder Rahmengrössen die einem passen oder nicht, das Swoop ist natürlich schon in die Jahre gekommen aber für Leute denen es passt kein schlechtes Bike.
    Du hast aber Recht, dass ich als klassischer M Größen Fahrer vor allem auf diese Rahmengrösse schaue.
  2. benutzerbild

    JensDey

    dabei seit 01/2016

    Das Problem kenne ich.

  3. benutzerbild

    umtreiber

    dabei seit 06/2003

    Das Radon ist eher ein Rad für Leute die gerne XT und Kashima haben wollen und den Rahmen nur als Teile Ständer betrachten.
    dir ist bewusst dass du hier im marin thread bist, und nicht yeti?
  4. benutzerbild

    LaserRatte

    dabei seit 07/2022

    dir ist bewusst dass du hier im marin thread bist, und nicht yeti?

    Ich hab keine Ahnung worauf du hinaus willst. Man kann über Yetis sagen was man will aber schlechte Rahmen produzieren die sicher nicht.
  5. benutzerbild

    umtreiber

    dabei seit 06/2003

    Ich hab keine Ahnung worauf du hinaus willst. Man kann über Yetis sagen was man will aber schlechte Rahmen produzieren die sicher nicht.
    ich wollte darauf hinaus, dass das image von marin nicht das von yeti ist. darum würde ich beim kauf von marin auf das preis/leistungs und nicht preis/image verhältnis schauen. same bei radon.

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