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Sieht schon im Stand schnell aus
Sieht schon im Stand schnell aus - das NS Bikes Synonym RC2.
Kein Drehpunkt am Heck
Kein Drehpunkt am Heck - stattdessen sind die Sitzstreben ausreichend flexibel.
Schöne Details, akzeptable Reifenfreiheit
Schöne Details, akzeptable Reifenfreiheit - für XC-Reifen braucht es nicht mehr, einen 2,4"-Schlappen mit ordentlich Stollen bringt man aber nur sehr knapp rein.
Der Rahmen ist aufgeräumt und unaufgeregt gestaltet
Der Rahmen ist aufgeräumt und unaufgeregt gestaltet - leider sammelt sich unten Wasser und die Leitung schleift am Dämpfer.
Wenig Hub, wenig Federweg
Wenig Hub, wenig Federweg - das kurze Federbein spart Platz und Gewicht, macht die Abstimmung aber etwas schwieriger.
Negativer Rise, 80 mm und die Möglichkeit, Spacer zu entfernen
Negativer Rise, 80 mm und die Möglichkeit, Spacer zu entfernen - hier zeigt sich, wie ernst NS Bikes das Thema XC nimmt.
Schönes Farbkonzept: Schwarz und dunkles Gold, mehr braucht's nicht.
Schönes Farbkonzept: Schwarz und dunkles Gold, mehr braucht's nicht.
Auf den ersten Blick ein normales XC-Bike
Auf den ersten Blick ein normales XC-Bike - dann sieht man den riesigen Abstand zwischen Vorderrad und Pedal und merkt: Dieses XC-Bike ist anders.
Nur die Wippe ist aus Aluminium
Nur die Wippe ist aus Aluminium - der Rest des Rahmens besteht aus Carbon.
Der Lenker erinnert ein wenig an ein Wasserrohr
Der Lenker erinnert ein wenig an ein Wasserrohr - mit 750 mm Breite bietet er aber viel Kontrolle.
Hallo?
Hallo? - Ja, NS Bikes ist keine klassische XC-Firma. Da wird schon mal ein Silikonring auf die Nabe geschoben, bevor die Speichen reinkommen.
Der SRAM-Antrieb funktioniert in Summe gut
Der SRAM-Antrieb funktioniert in Summe gut - abgesehen vom Schalthebel gibt es nichts zu beanstanden.
Schnelle Reifen, schnelle Gabel, Tubeless-Aufbau
Schnelle Reifen, schnelle Gabel, Tubeless-Aufbau - hier wird das Country im DownCountry groß geschrieben.
Der billigste Schalthebel aus dem Hause SRAM fühlt sich auch genau so an
Der billigste Schalthebel aus dem Hause SRAM fühlt sich auch genau so an - bitte NS Bikes – der gehört nicht an ein 4.799 € teures Bike!
Sechs Leitungen wollen weg vom Lenker
Sechs Leitungen wollen weg vom Lenker - das lässt sich kaum aufgeräumt darstellen.
Hier sieht man es deutlich
Hier sieht man es deutlich - dank des steilen Sitzwinkels sitze ich mit 176 cm trotz langem Reach nicht zu gestreckt.
Die Fox 32 Performance Elite Stepcast spart Gewicht
Die Fox 32 Performance Elite Stepcast spart Gewicht - ist in Sachen Komfort und Schluckvermögen aber eher am unteren Ende der Federgabel-Nahrungskette einzusortieren.
Das Sprintvermögen übersteigt das von Trailbikes deutlich
Das Sprintvermögen übersteigt das von Trailbikes deutlich - in Sachen Reserven zieht es allerdings leider das kürzere Stöckchen.
Im Uphill kann man schon vom blockierten Fahrwerk profitieren
Im Uphill kann man schon vom blockierten Fahrwerk profitieren - ich hätte die vielen Kabel dafür aber nicht gebraucht.
Bergab kann das Synonym schon Trailbikes jagen
Bergab kann das Synonym schon Trailbikes jagen - allerdings nur, wenn der Fahrer die nötige Fitness im Handgelenk mitbringt.
Wenig überraschend
Wenig überraschend - auf Flowtrails braucht man wenig Federweg, dafür aber Reifen mit Grip und Dämpfung (diese haben die verwendeten Pneus nur bedingt).
Wer hätte gedacht, dass längere Vorbauten für irgendwas gut sein könnten?
Wer hätte gedacht, dass längere Vorbauten für irgendwas gut sein könnten? - Beim Synonym helfen sie, Gewicht aufs Vorderrad zu bringen.
Eine Variostütze am XC-Bike ist wunderbar
Eine Variostütze am XC-Bike ist wunderbar - für die extremeren mit dem Synonym fahrbaren Trails wären aber mehr als 100 mm Verstellweg hilfreich.
Make XC great again
Make XC great again - könnte das Motto des Bikes sein. Es kann weit mehr als übliche XC-Bikes!

NS Bikes Synonym RC2 im Test: Ist das die Definition von Downcountry? NS Bikes hat mit dem Synonym ein dermaßen langes XC-Bike im Sortiment, dass mancher Downhiller blass vor Neid wird, wenn er den Radstand des Boliden sieht. Wie fährt sich das? Das haben wir für euch ausprobiert!

Steckbrief: NS Bikes Synonym

EinsatzbereichCross Country, Trail
Federweg100 mm/100 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)11,9 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: M)
Websitensbikes.com
Preis: 4.799 €

Downcountry ist ja 2020 ein Trend. Das Synonym gibt es aber schon länger als den Begriff und eigentlich ist es auch einfach „nur“ ein radikales XC-Bike – eben so radikal, dass es mit konventionellen XC-Bikes einfach nichts mehr zu tun hat. Das liegt an seiner Geometrie mit 500 mm Reach in Größe L, stabilen 67° Lenkwinkel und 1,22 m Radstand. Das alles gepaart mit süßen 100 mm Federweg und einem Mix aus DH und XC-Komponenten; das klingt schon verdammt nach Downcountry.

Sieht schon im Stand schnell aus
# Sieht schon im Stand schnell aus - das NS Bikes Synonym RC2 kostet 4.799 € und wiegt 11,9 kg.
Diashow: NS Bikes Synonym RC2 im Test: Downcountry par excellence?!
Schönes Farbkonzept: Schwarz und dunkles Gold, mehr braucht's nicht.
Bergab kann das Synonym schon Trailbikes jagen
Sechs Leitungen wollen weg vom Lenker
Negativer Rise, 80 mm und die Möglichkeit, Spacer zu entfernen
Sieht schon im Stand schnell aus
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Im Detail

Wenn man erst einmal darüber hinweggekommen ist, wie lang das Fahrrad ist – eben genau so lang wie ein moderner 29″-Downhiller (kann man übrigens nicht auf dem Hinterrad durch eine Tür schieben, ohne leicht einzulenken) – kann man sich den Details des Bikes widmen. Der matte, kupfer-goldene Lack sieht schick aus. NS Bikes hat das Farbkonzept voll durchgezogen, diverse Anbauteile nehmen den Farbton wieder auf. Dann sind da ein paar ungewöhnliche, für XC-Bikes sogar undenkbare Details wie die Silikonringe auf den Naben; das kennt man nur vom BMX und zeigt den Slopestyle-Hintergrund der polnischen Firma. Beim Hochheben fällt auf: Das Bike ist leicht, aber nicht superleicht. Unsere Waage sagt 11,9 kg, angegeben ist es mit 11,4 kg, jeweils tubeless aufgebaut.

Am Hinterbau fehlt ein Gelenk, die Funktion übernehmen die leicht flexend gestalteten Carbon-Sitzstreben. Die Bremse sitzt hinten schön im Rahmendreieck versteckt, am Cockpit überrascht der ungewohnte Anblick von breitem Lenker mit negativem Rise und eher langem Vorbau. Der Dämpfer steht im Rahmen, so ist viel Platz für Trinkflaschen. Außerdem verfügt das Synonym über eine saubere, innenliegende Zugführung. Durch eine Lenkerfernbedienung kann das Fahrwerk aktiviert werden, da kommt dann wieder XC-Flair auf. Wer diesen Flair noch weiter runterdrehen will, kann sich übrigens auch die etwas Trail-mäßigere Variante mit 120 mm und noch flacherem Lenkwinkel anschauen – für mich ist das dann aber endgültig ein Trailbike und hat mit Downcountry nicht mehr viel gemein.

Kein Drehpunkt am Heck
# Kein Drehpunkt am Heck - stattdessen sind die Sitzstreben ausreichend flexibel.
Schöne Details, akzeptable Reifenfreiheit
# Schöne Details, akzeptable Reifenfreiheit - für XC-Reifen braucht es nicht mehr, einen 2,4"-Schlappen mit ordentlich Stollen bringt man aber nur sehr knapp rein.
Negativer Rise, 80 mm und die Möglichkeit, Spacer zu entfernen
# Negativer Rise, 80 mm und die Möglichkeit, Spacer zu entfernen - hier zeigt sich, wie ernst NS Bikes das Thema XC nimmt.
Schönes Farbkonzept: Schwarz und dunkles Gold, mehr braucht's nicht.
# Schönes Farbkonzept: Schwarz und dunkles Gold, mehr braucht's nicht.

Geometrie

Die Geometrie des Synonym in einem Wort? Lang. Wenn es neben „normalen“ XC-Bikes steht, fällt sofort auf: zwischen Pedal und Vorderreifen kann man auch als mäßig trainierter Kicker einen Fußball durchschießen. Der Lenkwinkel klingt mit 67° nicht revolutionär, aber wir haben es hier schließlich mit einem XC-Bike zu tun. Bis letztes Jahr hatte auch ein Specialized Epic selbst in der Evo-Variante 68,5° im Angebot, erst für 2021 zieht auch das Epic Evo auf satte 66,5°. Ansonsten gibt es viel Reach, an meinem Testbike in Größe M sind es 475 mm.  Der Stack liegt bei moderaten 592 mm, die Sitzrohre sind etwa wie an einem Enduro gehalten: Größe M wartet mit 440 mm Sitzrohrlänge auf.  Beim Sitzwinkel wird es dann nochmal etwas radikaler, hier zeigt die Sattelstütze mit 77° steil in den Himmel. Selbst in Größe M liegt der Radstand bei über 1,19 m – das ist einfach ausgewachsenes Enduro- oder normales Downhillbike-Niveau.

Rahmengröße S M L XL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″ 29″
Federweg (hinten) 100 mm 100 mm 100 mm 100 mm
Federweg (vorn) 100 mm 100 mm 100 mm 100 mm
Sitzrohr 400 mm 440 mm 490 mm 540 mm
Überstandshöhe 742 mm 741 mm 742 mm 743 mm
Radstand 1.159 mm 1.193 mm 1.223 mm 1.251 mm
Lenkwinkel 67° 67° 67° 67°
Tretlagerhöhe 319 mm 319 mm 319 mm 319 mm
Tretlagerabsenkung 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm
Sitzwinkel, effektiv 77° 77° 77° 77°
Kettenstreben 438 mm 438 mm 438 mm 438 mm
Oberrohr 579 mm 612 mm 640 mm 640 mm
Reach 445 mm 474 mm 500 mm 520 mm
Stack 583 mm 592 mm 606 mm 624 mm
STR 1,31 1,25 1,21 1,20
Auf den ersten Blick ein normales XC-Bike
# Auf den ersten Blick ein normales XC-Bike - dann sieht man den riesigen Abstand zwischen Vorderrad und Pedal und merkt: Dieses XC-Bike ist anders.

Ausstattung

  • Federgabel Fox 32 Performance Step Cast Float (100 mm)
  • Dämpfer Fox Float Elite DPS Evol (100 mm)
  • Antrieb SRAM NX / GX
  • Bremsen SRAM Level TL
  • Laufräder WTB ST Light i25 / NS Rotary Straight
  • Reifen Maxxis Icon 2.2 / Recon Race 2.25
  • Cockpit NS License Flat Lite (750 mm) / Synonym Race (80 mm)
  • Sattelstütze X-Fusion Manic (100 mm)

 Synonym RC2Synonym RC1
RahmenCarbon, 100 mm FederwegCarbon, 100 mm Federweg
FedergabelFox 32 Float Performance 32 Step CastFox Factory 32 Step Cast Float FIT4
VorbauSynonym Race 31.8 (S:60, M:70, L & XL:80mm), - 8°Synonym Race 31.8 (S:60, M:70, L & XL:80mm), - 8°
LenkerNS License Flat Lite 750 mmNS Licence Carbon Flat Lite 31.8, 750mm
BremsenSRAM Level TL 180/160SRAM Level TLM 180/160
SchaltwerkSRAM GX EagleShimano Deore M6100
SchalthebelSRAM NX EagleSRAM X01 Eagle
KetteSRAMSRAM
KurbelTruvativ Stylo 7KSRAM GX Eagle
FelgenWTB ST Light i25 TCSNS Enigma Lite 29", 28h
Nabe (vorne)NS Rotary Straight Pull 15x110NS Rotary Straight Pull 15
Nabe (hinten)NS Rotary Straight Pull 12x148NS Rotary Straight Pull Cassette 148x12
SpeichenStainlessStainless
Reifen (vorne)Maxxis Ikon 2.2 TRMaxxis Ikon 2.2 TR
Reifen (hinten)Recon Race 2.25 EXO/TRRecon Race 2.25 EXO/TR
SattelOctane One Crit, Ti-Alloy railsFizik Antares R3
SattelstützeX-Fusion Manic internal S, M, L: 100mm, XL: 125mmKS LEV Ci Carbon, S: 100mm, M, L. XL: 125mm
FarbenCopperAnthrazit
Preis4.799 €6.999 €

Nur die Wippe ist aus Aluminium
# Nur die Wippe ist aus Aluminium - der Rest des Rahmens besteht aus Carbon.
Der Lenker erinnert ein wenig an ein Wasserrohr
# Der Lenker erinnert ein wenig an ein Wasserrohr - mit 750 mm Breite bietet er aber viel Kontrolle.
Hallo?
# Hallo? - Ja, NS Bikes ist keine klassische XC-Firma. Da wird schon mal ein Silikonring auf die Nabe geschoben, bevor die Speichen reinkommen.
Der SRAM-Antrieb funktioniert in Summe gut
# Der SRAM-Antrieb funktioniert in Summe gut - abgesehen vom Schalthebel gibt es nichts zu beanstanden.
Schnelle Reifen, schnelle Gabel, Tubeless-Aufbau
# Schnelle Reifen, schnelle Gabel, Tubeless-Aufbau - hier wird das Country im DownCountry groß geschrieben.

Auf dem Trail

Wie fährt sich diese interessante Mischung aus abfahrtsorientierter Geometrie und auffahrtsorientierten Anbauteilen? Beim ersten Aufsitzen wird deutlich, dass das Bike schon ganz schön lang ist – allerdings nicht so deutlich, wie man es vielleicht erwartet hätte. Grund hierfür ist der steile Sitzwinkel, der die Hüfte näher in Richtung Lenker rücken lässt. Durch den – verglichen mit Enduro- und Trailbikes – langen Vorbau ist die Haltung dann aber dennoch reichlich gestreckt. Dank wenig Federweg sitzt das Innenlager tief, weshalb die Sattelüberhöhung trotz negativem Rise am Vorbau gering ausfällt. Trotzdem ist klar: Hier sitzt es sich anders als auf einem Trailbike! Gestreckter, tiefer, sportlicher.

Hier sieht man es deutlich
# Hier sieht man es deutlich - dank des steilen Sitzwinkels sitze ich mit 176 cm trotz langem Reach nicht zu gestreckt.

Der Tritt in die 170 mm kurzen Kurbeln (nur XL kriegt 175er) fühlt sich effizient an, das Synonym marschiert nach vorne. So weit, so wenig verwunderlich, die Reifen stammen aus dem XC-Regal und die Federung ist dank Push-To-Open von Haus aus erstmal ausgeschaltet. Also drücken wir mal den Zauberknopf und ziehen ein paar Trails hoch. Das geht nicht nur gut, das geht sehr gut. Insgesamt lassen sich mit dem Synonym auch sehr technische Anstiege erklimmen. Die Traktion stimmt, das Bike ist wohl balanciert und die Front steigt spät. Mit dem steilen Sitzwinkel bleibt man immer oben auf, hängt nie hinten vom Sattel runter.

Das Fahrwerk ist dabei ein wenig knifflig abzustimmen, was am geringen Federweg und der eher hohen Übersetzung liegt. Wir arbeiten hier mit schlanken 37,5 mm Hub, da macht sich jede Änderung deutlich bemerkbar. Irgendwann lässt sich ein Zwischending aus etwas Komfort und Durchschlagschutz finden, aber insgesamt ist das Bike keine Sänfte – da federt beispielsweise ein Orbea Oiz, ein Cube AMS 100 oder ein Scott Spark kommoder.

Die Fox 32 Performance Elite Stepcast spart Gewicht
# Die Fox 32 Performance Elite Stepcast spart Gewicht - ist in Sachen Komfort und Schluckvermögen aber eher am unteren Ende der Federgabel-Nahrungskette einzusortieren.
Das Sprintvermögen übersteigt das von Trailbikes deutlich
# Das Sprintvermögen übersteigt das von Trailbikes deutlich - in Sachen Reserven zieht es allerdings leider das kürzere Stöckchen.
Im Uphill kann man schon vom blockierten Fahrwerk profitieren
# Im Uphill kann man schon vom blockierten Fahrwerk profitieren - ich hätte die vielen Kabel dafür aber nicht gebraucht.

Für den spontanen Sprint können Laufräder natürlich nie leicht genug sein, doch auch der günstigste Aufbau von NS Bikes weiß dank der XC-Reifen beim Beschleunigen so ziemlich jedes Trailbike in die Schranken zu weisen. Der Gesamtaufbau ist leider nicht richtig leicht, hier müsste man alternativ noch etwas mehr investieren und sich die fast 1 kg leichtere RC1-Variante gönnen.

Kommen wir zum „Down“ in Downcountry – wie fährt das Rad bergab? Kurz gesagt knallt man darauf so ziemlich jedem mir vertrauten XC-Bike um die Ohren und muss nur noch überlegen, ob man nun links oder rechts überholt. Das liegt einfach an der Geometrie, die eine für diesen Federweg völlig neue Sicherheit gibt. So bewegt man das Synonym schneller und in anspruchsvollerem Terrain, eigentlich genau wie ein Trailbike oder sogar ein Enduro. Ich war mit dem Rad auf Strecken unterwegs, auf die ich mich mit solchen Reifen und Federelementen eigentlich nur ungern gewagt hätte – doch mit 1,20 m Radstand kommt man hier erstaunlich gut klar. Allerdings, und das sei deutlich gesagt: Nur so lange, bis Reifen oder Fahrwerk ans Limit kommen. Das passiert ehrlicherweise relativ häufig und dann höchst unangenehm, denn das Ende von 100 mm Federweg ohne ausgefuchste Dämpfung ist schnell erreicht und hart. Während du im einen Moment noch völlig selbstsicher ein Enduro jagst, merkst Du bei einem Fahrfehler, dass Du eben doch mit XC-Komponenten unterwegs bist; und dann heißt es: festhalten!

Das liegt jetzt nicht primär am NS Bikes Synonym, sondern inhärent am Downcountry-Konzept: Die leichten Komponenten bieten einfach wenig Reserven, egal wie viel Sicherheit die Geometrie vermitteln mag. Abhilfe schaffen würde hier eine 100 mm-Version einer Fox 36 oder einer Pike, aber dann wäre der Gewichtsvorteil dahin und man könnte gleich in etwas mehr Federweg investieren.

Bergab kann das Synonym schon Trailbikes jagen
# Bergab kann das Synonym schon Trailbikes jagen - allerdings nur, wenn der Fahrer die nötige Fitness im Handgelenk mitbringt.
Wenig überraschend
# Wenig überraschend - auf Flowtrails braucht man wenig Federweg, dafür aber Reifen mit Grip und Dämpfung (diese haben die verwendeten Pneus nur bedingt).
Wer hätte gedacht, dass längere Vorbauten für irgendwas gut sein könnten?
# Wer hätte gedacht, dass längere Vorbauten für irgendwas gut sein könnten? - Beim Synonym helfen sie, Gewicht aufs Vorderrad zu bringen.

Last, but not least: Der für diese Reach-Werte eher lange Vorbau bedeutet einerseits eine gestreckte Haltung, hilft aber andererseits, den Schwerpunkt aufs Vorderrad zu bringen. Ein angestrengtes „Aktiv vorne drauf lehnen“ braucht das Synonym nicht, um Grip an der Front zu bieten. Das ist cool, weil man sich so nicht zu krass umgewöhnen muss, sondern eigentlich draufsitzen und fahren kann. Und zwar schnell. Die Summe der Komponenten ließ mich ehrlich gesagt immer wieder denken, dass das – teurere – RC1 dann doch die sinnvollere Konfiguration wäre, denn dann dürften die Komponenten eher mit der starken Geometrie mithalten.

Eine Variostütze am XC-Bike ist wunderbar
# Eine Variostütze am XC-Bike ist wunderbar - für die extremeren mit dem Synonym fahrbaren Trails wären aber mehr als 100 mm Verstellweg hilfreich.

Das ist uns aufgefallen

  • Wackeliger SRAM NX-Schalthebel Hat an einem Bike für 4.799 € nichts verloren.
  • Fox-Lenkerfernbedienung Fühlt sich leider ebenfalls billig an. Die Push-to-Open-Logik gefällt mir persönlich nicht, das Synonym würde ich standardmäßig mit aktiviertem Fahrwerk fahren und nur für einen Sprint mal das Fahrwerk blockieren.
  • XC-Reifen sind XC-Reifen und keine Enduro-Reifen. Klingt offensichtlich, heißt aber: Wenn man das Synonym fährt, wie man es fahren kann, halten die schmalen Maxxis-Reifen früher oder später keine Luft mehr. Die Karkasse lässt sich dann nicht mehr von Dichtmilch dichten.
  • Fox Float DPS-Dämpfer Dürfte gerne mit mehr Spacern in der Luftkammer versehen werden, um mehr Endprogression zu bieten.
  • Enduro-Geschwindigkeiten Auf dem Synonym hat man auf mitteltechnischen Trails keine größeren Schwierigkeiten, mit einem Enduro mitzuhalten. Die Hände ermüden aber viel schneller, Downcountry-Bikes zu bewegen bedeutet harte Arbeit!
  • Souveränität Mit diesem Bike muss man keine Angst vor technischen Passagen haben. Es ist schnell genug für den Alpencross oder ein XC-Rennen, aber dabei sehr souverän.
  • Kabelsalat Gibt’s am Cockpit des Synonym, denn hier gehen satte sechs Leitungen von den Bedieneinheiten ab. Für mich bitte einmal aufgeräumt und ohne Fahrwerks-Lockout!
  • Robust der Lack zeigte sich ordentlich stabil, wir haben nur bei einem fetten Steinkontakt einen Lack-Abplatzer erzeugt.
  • SRAM Level TL Bremsen bieten genug Power und Standfestigkeit, wenn man sich an klassischen XC-Standards orientiert. Für die mit dem Synonym möglichen Geschwindigkeiten bergab sind sie nicht gemacht.
Der billigste Schalthebel aus dem Hause SRAM fühlt sich auch genau so an
# Der billigste Schalthebel aus dem Hause SRAM fühlt sich auch genau so an - bitte NS Bikes – der gehört nicht an ein 4.799 € teures Bike!
Alles, was die Finger berühren, ist von mäßiger Haptik
# Alles, was die Finger berühren, ist von mäßiger Haptik - auch X-Fusion und Fox ändern da nichts.
Die SRAM Level-Bremsen sind für den XC-Einsatz ok
# Die SRAM Level-Bremsen sind für den XC-Einsatz ok - in den Alpen wirkten sie aber überfordert.
Wenig Hub, wenig Federweg
# Wenig Hub, wenig Federweg - das kurze Federbein spart Platz und Gewicht, macht die Abstimmung aber etwas schwieriger.

Fazit – NS Bikes Synonym

Das NS Bikes Synonym RC2 ist ein sauber durchgezogenes Downcountry-Bike: Für mich überraschend, ist es damit wohl eher ideal, um XC-Fahrern und XC-Fahrerinnen mehr Sicherheit zu geben. Abfahrts-Fans werden die Komponenten dagegen an oder übers Limit bewegen und dann feststellen, dass sie nicht auf die Reserven ihres Enduros vertrauen können. Aber: Mit diesem XC-Bike könnt ihr bergauf schnell und bergab sicher unterwegs sein! Wer es bergab richtig krachen lassen will, sollte eine saubere Fahrtechnik an den Tag legen oder doch über mehr Fahrrad nachdenken.

Pro
  • Exzellenter Kletterer
  • Konsequente Kombination aus XC und Abfahrts-Merkmalen
  • Souveräne Abfahrtsgeometrie
  • Bike fühlt sich sehr robust an
Contra
  • XC-Komponenten bieten wenig Reserven am Limit
  • Teils wenig wertige Anbauteile
Make XC great again
# Make XC great again - könnte das Motto des Bikes sein. Es kann weit mehr als übliche XC-Bikes!

Testablauf

Der NS Bikes Importeur Sports-Nut hat uns das Synonym RC2 für den Zeitraum des Tests zur Verfügung gestellt.

Hier haben wir das NS Bikes Synonym getestet

  • Münchner Haustrails: von der Isar bis zum Tegernsee
  • Gröden (Val Gardena): Steinig, teils gebaut, einfach schön
  • Brixen: Gebaute Trails mit und ohne Steine
Tester-Profil: Stefanus Stahl
63 cm70 kg82 cm65 cm177 cm
Stefanus lebt für flowigen, sprunglastigen Singletrail durch lichten Wald und kann mit zwei Brettern fast so viel anfangen wie mit zwei Rädern.
Fahrstil
verspielt, sauber und mit vielen Drifts
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Die richtige Mischung aus Komfort und Popp macht’s
Vorlieben bei der Geometrie
Relativ niedrig, relativ lang

Was denkt ihr? Trifft NS Bikes hier den Downcountry-Nerv oder ist am Ende des Tages der große Bruder mit 120 mm die stimmigere Lösung?

  1. benutzerbild

    Hammer-Ali

    dabei seit 11/2016

    letztendlich ist es doch der Fahrer der es ausmacht
    Jein. Mit dieser Einstellung würden wir vermutlich immer noch wie die Klunkerboys Mitte der Achtziger die Berge runterrollen.. ^^
  2. benutzerbild

    freetourer

    dabei seit 03/2006

    Das ist halt DIE immer noch nicht hinreichend geklärte Gretchenfrage, welche Geometrie ein XC-Bike denn nun tatsächlich schnell macht. Kurzer/langer Rahmen, Lenk-/Sitzwinkel, Vorbaulänge. Dummerweise ist ein Fahrrad ein Gesamtprodukt und besteht nicht nur aus dem Lenkwinkel beispielsweise. Weshalb hier es nicht ganz so leicht ist pauschale Aussagen zu tätigen. ...

    +1

    ...Ich persönlich habe meine Zweifel daran daß Räder mit ner Enduro-Geo wirklich in XC-Rennen ganz vorne mitfahren können, lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.

    Zumal der Satz hier bei dem Synonym auch gar nicht passt.
    Das Rad hat ja keinen Lenkwinkel eines Enduro - Bikes (da ist man aktuell eher bei um die 65°.

    Und auch die Beschreibung aus dem Artikel " XC-Federweg und DH-Geometrie " ist doch totaler Blödsinn.
    Kein aktuelles DH - Bike hat 67° Lenkwinkel.
  3. benutzerbild

    Enduro_Berti

    dabei seit 09/2019

    Ich mein, es gibt Lufteinheiten bis 130 mm für die 29er 36. Die 36er DirtJump dürfte eine 26" Gabel sein.
    Also gibt es keine Fox 36 100mm in 29 Zoll, richtig?
  4. benutzerbild

    Martinwurst

    dabei seit 07/2017

    Für mich bedeutet der schön geschriebene Test nichts anderes als:
    Geiles Aussehen, aber schlechte Preis-Leistung smilie
  5. benutzerbild

    Schanzer

    dabei seit 04/2015

    Hallo Zusammen,
    der ganze Artikel über das NS - Synonym ist leider falsch beschrieben, was schade ist. Downcountry, aha....DH Mix????? Es hat nichts mit Enduro zu tun. Die Diskussionen über den Lenkwinkel kann ich nur den Kopf schütteln. @mtb-news Support warum wendet ihr euch für so einen Test an einen Zwischenhändler
    ( Verkauf ), ohne Informationen direkt vom Hersteller selber einzuholen, die NS - Jungs stellen euch das Bike gerne zur Verfügung. zwinker smilie....

    Ich habe im August 2019 die Möglichkeit bekommen dieses Bike über 14 Tage zu fahren. Es ist ein reines XC-Fully mit dem leichten "Drang" zum "Trail" - Bike ( normale XC Fullys kannst du nicht so ausreizten wie diese GEO ), was die Jungs von NS aber auch selber sagen, Zitat "Dies ist ein Spielwechsler zwischen XC und LIGHTWEIGHT TRAIL Segment. Die Jungs von NS sind sehr Dirt und Enduro lastig, ja, aber Sie verstecken sich nicht setzen Ihre Erfahrungen und Ideen auch in diesen Bereich ein. Was man Ihnen sehr anrechnen kann.

    Wenn ich sehe das gewisse Anbauten an ihr Limit kommen könnten, dann baue ich um. Vorbau, Gabel wurden bei mir damals geändert, auch die Reifen habe ich gewechselt und den Kabelsalat entfernt. Hab mich dann wieder mit Vollgas auf den Bock gesetzt.

    Aus meiner Sicht ist das mal wieder jammern auf hohen Niveau. Das ist keine objektive ran Gehens weiße für die Beschreibung und Vorstellung eines neuen Bikes. Ihr bekommt das Bike zur Verfügung gestellt, nicht jeder hat diese Möglichkeit!!!!

    Das Bike würde es nur mit 100 mm Federweg geben, stimmt nicht.
    Das Bike gibt es in vier verschiedenen Farbausführungen, zwei Varianten mit 100 mm und zwei Modelle mit 120 mm Federweg.
    Alle vier Modelle haben unterschiedliche Ausstattungen, das gewisse Komponenten evtl. billig aussehen oder verarbeitet sind, wendet euch mal an die jeweiligen Hersteller.

    Diese GEO ist mit keinem Epic, Cube,Spark oder sonstigen XC- Fully Hersteller vergleichbar.

    XC - Reifen in einem Gelände zu fahren, wo das "Profil " ans Limit kommen könnte oder sogar sind, da ist es doch schon vorprogrammiert das man nicht den Fahrstil umsetzen kann, den man sich erwünscht oder erreichen will, das Bike an sein Limit zu bringen. Aber das sehe und lese ich auch bei euren Reifentests immer wieder. Ich habe in der Reifenherstellung gelernt und komme aus der QS und Entwicklung.

    Wir schreiben das Jahr 2020, in de letzten Jahren ist das Mountainbiken rasant explodiert, was auch schön ist. Das immer mehr Leute Spaß an diesem Sport finden. Wir haben heut zu Tage so viele Möglichkeiten, in der Zwischenzeit neue Technologien das wir uns ein fast perfektes Bike aufbauen können. Ich Bike seit 1986, wenn ich sehe was wir damals hatten und jetzt. Ist es doch super wenn es Hersteller gibt, die sich breit aufstellen, Gedanken machen, Ideen und Anregungen die Sie bekommen auch umsetzen. Aber dazu muss man sich auch mit dem Produkt richtig auseinander setzen..... NS Bikes Synonym RC2: Ist das die Definition von Downcountry? Bleibt bei den Tatsachen....hört auf Dingen Namen zu geben, was Sie nicht sind.

    Mein Fazit:

    Das Bike bietet vor allem für größere Fahrer sehr viele Vorteile durch die GEO die evtl. lange Beine oder Arme haben. Für Fahrer die die Möglichkeit suchen auch im XC Bereich etwas weiter gehen zu wollen.
    Das Gefährt nicht nur durch Wald und Wiesen zu steuern, sondern auch ohne bedenken in ein breiteres und gröberes Gelände führen zu können.
    Mit gezielten Umbauten seit ihr mit dem NS-Sxnonym sehr gut aufgestellt. Ich bin mit meinen in den Vogesen, im Schwarzwald aber auch Freiburg Bike Park,oft in Engadin, Zermatt und Umgebung unterwegs. Selbst fahre ich es in L bei 188 cm Körpergröße.

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