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Das Transition Sentinel konnten wir mit verschiedensten Laufrädern und Fahrwerken testen. Im Bild: Ein Alternativ-Aufbau mit Coil-Fahrwerk für Laufradtests am Reschenpass
Das Transition Sentinel konnten wir mit verschiedensten Laufrädern und Fahrwerken testen. Im Bild: Ein Alternativ-Aufbau mit Coil-Fahrwerk für Laufradtests am Reschenpass - insgesamt konnten wir uns ein sehr umfassendes Bild vom 29"-Rad mit 160/140 mm Federweg und Speed Balanced Geometry machen!
Auf dem Papier macht das Transition Sentinel einen guten Eindruck
Auf dem Papier macht das Transition Sentinel einen guten Eindruck - vor allem die Front mit langem Hauptrahmen und flachem Lenkwinkel macht klar, dass dieses Rad gerne abwärts bewegt wird.
Das Sentinel dient uns als Langzeit-Testrad für die neue Shimano XTR-Gruppe
Das Sentinel dient uns als Langzeit-Testrad für die neue Shimano XTR-Gruppe - Angetrieben wird mit der 12-fach-Schaltgruppe und 10-51-Kassette.
Auch die Bremsen stammen aus der XTR-Baureihe
Auch die Bremsen stammen aus der XTR-Baureihe - Mit 203/180 mm Scheiben der neuen Baureihe sowie den alten Scheiben experimentieren wir auch weiterhin.
Während anfangs noch eine Kettenführung für alle Fälle montiert war, haben wir im späteren Testzeitraum darauf verzichtet
Während anfangs noch eine Kettenführung für alle Fälle montiert war, haben wir im späteren Testzeitraum darauf verzichtet - Beim Kettenblatt wurden die maximalen 34 Zähne ausgenutzt.
Auch verschiedene Laufräder und Reifen sind wir im Sentinel gefahren
Auch verschiedene Laufräder und Reifen sind wir im Sentinel gefahren - Größtenteils konnten wir die Laufräder nur im Bikepark bewegen, vor der Montage der XTR-Schaltung wurden aber verschiedene Laufräder mit XD-Driver und GX Eagle gefahren.
Abgesehen vom seriemäßigen Fox Float DPX2 Performance Elite haben auch andere Dämpfer hergehalten
Abgesehen vom seriemäßigen Fox Float DPX2 Performance Elite haben auch andere Dämpfer hergehalten - im Renneinsatz bei der Trans Madeira wurde hauptsächlich der DVO Topaz 2 gefahren.
Push bietet ebenfalls einen ElevenSix mit Sentinel-Tune an
Push bietet ebenfalls einen ElevenSix mit Sentinel-Tune an - Wer sich hierfür entscheidet bekommt mehr Tuningpotential und mehr Rädchen.
Der Unterfahrschutz ist an Alu-Rahmen noch nicht Standard
Der Unterfahrschutz ist an Alu-Rahmen noch nicht Standard
Etwas kurz fällt der Kettenstrebenschutz aus
Etwas kurz fällt der Kettenstrebenschutz aus
Der GiddyUp 2.0 OOH Hinterbau ist ein klassischer Viergelenker, bei dem der Dämpfer via Trunnion Mount befestigt wird
Der GiddyUp 2.0 OOH Hinterbau ist ein klassischer Viergelenker, bei dem der Dämpfer via Trunnion Mount befestigt wird - Auf der Wippe ist außerdem ein Hinweis zur Dämpferabstimmung vermerkt.
Bergauf fährt das Bike zwar willig, ein Bergsprinter ist es zumindest auf Basis des Alu-Rahmens nicht
Bergauf fährt das Bike zwar willig, ein Bergsprinter ist es zumindest auf Basis des Alu-Rahmens nicht - Dafür bietet das Transition Sentinel eine angenehme Sitzposition, hervorragende Traktion und das Vorderrad neigte nur in quasi unfahrbar steilen Anstiegen zum Steigen.
Moderate Trails laden zum Spielen ein
Moderate Trails laden zum Spielen ein - Trotz der Länge fegt das Rad wie ein junger Bock über Bikepark-Pisten.
In Kurven ergibt sich eine angenehme Balance
In Kurven ergibt sich eine angenehme Balance - Mit steifen Laufrädern wird das Gesamtsystem in Summe recht unnachgiebig.
Steiles Gelände? Immer gern!
Steiles Gelände? Immer gern! - Der Hinterbau ist kurz genug, um auch bei den Leichtgewichten im Testfeld ausreichend Bremstraktion zu bieten. Erst wenn man die Vernunft komplett abstellt kommt man in einen Bereich, wo das Heck der starken Performance der Front nicht mehr hinterherkommt.
Mit 2,5"-Reifen wird es im Hinterbau schon recht eng
Mit 2,5"-Reifen wird es im Hinterbau schon recht eng - Auf Madeira sorgte das an Tag 4 zu einem blockierenden Hinterrad. Schmalere Reifen sorgen für Abhilfe.
Der Kettenstrebenschutz ist, wie bereits beschrieben, recht kurz
Der Kettenstrebenschutz ist, wie bereits beschrieben, recht kurz - Wer das Sentinel neu kauft, sollte unbedingt mit Slapper Tape oder ähnlichem verlängern.
Zugegeben: Das Sentinel hatte es nicht ganz leicht mit uns
Zugegeben: Das Sentinel hatte es nicht ganz leicht mit uns - Die Lackqualität lässt aber etwas zu wünschen übrig.
Knappe Sache
Knappe Sache - Der Schaltzug wird per Kabelbinder in seiner Führung gehalten. Beim 34er Kettenblatt darf aber kein Dreck mehr dazwischen kommen, sonst wird es eng.
In Summe ist Transition mit dem Sentinel ein sehr guter, wenn auch nicht perfekter Wurf gelungen
In Summe ist Transition mit dem Sentinel ein sehr guter, wenn auch nicht perfekter Wurf gelungen - Das Bike ist sehr genau auf eine Zielgruppe zugeschnitten: Abfahrtsorientierte Radfahrer, denen Haltbarkeit wichtiger ist als geringes Gewicht und die gerne draufhalten, aber auch wissen was sie tun.

Transition Sentinel im Test: Mit der Einführung der Speed Balanced Geometry wagte Transition zeitgleich den ersten Vorstoß ins langhubige 29″-Segment. Herausgekommen ist dabei das Sentinel – ein 29er mit 160 mm Federweg an der Front, 140 mm am Heck, langem Hauptrahmen, kurzen Kettenstreben und einem vergleichsweise flachen Lenkwinkel. Inzwischen ist das Rad auf dem Markt etabliert – nach unserem ersten Eindruck konnten wir das spannende Rad jetzt in aller Ausführlichkeit testen!

Steckbrief: Transition Sentinel

EinsatzbereichEnduro, Freeride
Federweg160 mm/140 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialAluminium, Carbon
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.transitionbikes.com
Preis: ab 3.299 Euro

Transition steckt das Sentinel nicht in eine Kategorie. Mit seinen 160 mm Federweg an der Front würde man sagen: Klar, Enduro! Bei 140 mm Federweg am Heck denkt sich der ein oder andere aber wohl doch: Trail! Auch wir wollen das Sentinel vorerst nicht klassifizieren – werfen wir aber einen Blick auf die Fakten. Das Bike der US-Amerikaner rollt auf 29″-Laufrädern und wird auf Basis eines Carbon- oder Alu-Rahmens in fünf Ausstattungsvarianten angeboten. Zudem hat man die Möglichkeit, das Rahmenkit mit Dämpfer einzeln zu erwerben. Der Viergelenk-Hinterbau hört auf den Namen GiddyUp 2.0HH – ein senkrecht im Rahmen stehender Dämpfer lässt genügend Platz für Trinkflaschen.

Bei der Größenwahl fällt auf: Transition bietet keine austauschbaren Durchschnittsgrößen an. Fünf Rahmengrößen gibt es beim Alu-Modell, vier beim Carbon-Rahmen. Allesamt sind mit der Speed Balanced Geometry ausgestattet. Ein Ansatz, der bei langsamen Geschwindigkeiten für ein gutes Handling, Druck am Vorderrad und gute Balance sorgen soll. Gleichzeitig soll bei hohem Tempo natürlich viel Sicherheit und Kontrolle vermittelt werden.

This bike will scramble your brain as to how capable it is, how rowdy it can get, yet how composed it is as an all-around trail bike.

Das Transition Sentinel konnten wir mit verschiedensten Laufrädern und Fahrwerken testen. Im Bild: Ein Alternativ-Aufbau mit Coil-Fahrwerk für Laufradtests am Reschenpass
# Das Transition Sentinel konnten wir mit verschiedensten Laufrädern und Fahrwerken testen. Im Bild: Ein Alternativ-Aufbau mit Coil-Fahrwerk für Laufradtests am Reschenpass - insgesamt konnten wir uns ein sehr umfassendes Bild vom 29"-Rad mit 160/140 mm Federweg und Speed Balanced Geometry machen!
Diashow: Transition Sentinel im Test - Auf Sendung!
Auch die Bremsen stammen aus der XTR-Baureihe
Etwas kurz fällt der Kettenstrebenschutz aus
Auf dem Papier macht das Transition Sentinel einen guten Eindruck
Der Unterfahrschutz ist an Alu-Rahmen noch nicht Standard
Abgesehen vom seriemäßigen Fox Float DPX2 Performance Elite haben auch andere Dämpfer hergehalten
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Geometrie

Speed Balanced Geometry soll sich nicht nur cool anhören, hinter dem Konzept soll auch einiges Stecken. Mit dem Modelljahr 2018 hat Transition diesen Ansatz für seine Geometrien vorgestellt. Fünf Faktoren spielen dabei eine maßgebliche Rolle: Reach bzw. die Größe des Hauptrahmens, Vorbaulänge, Sitzwinkel, Lenkwinkel und Federgabel-Offset.

Da die Rahmen gewachsen sind, sollen ein kurzer 40 mm-Vorbau und der um 1° steiler ausgeführte Sitzwinkel eine gute Sitzposition bewahren. Ein flacher Lenkwinkel soll zusammen mit dem langen Hauptrahmen für Sicherheit sorgen – der kurze Offset der Federgabel bringt dabei wieder die Balance ins Spiel. Dadurch, dass das Vorderrad näher an den Fahrer wandert, soll man mehr Grip haben. Hört sich so weit vernünftig an – auf dem Papier stechen diese Werte auch heraus:

Ein Lenkwinkel von 64° ist für Bikes mit ähnlichen Eckdaten wohl Spitzenwert. Reach und Stack wachsen gleichmäßig von 425 mm und 617 mm am S-Rahmen bis hin zu satten 515 mm Reach bei 644 mm hohem Stack. Die Kettenstrebenlänge bleibt konstant bei relativ kurzen 435 mm. In Kombination mit dem kurzen Offset bleibt das Sentinel so selbst bei Rahmengröße XXL unter 1300 mm Radstand. Bei den Sitzrohren lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster, zeigt sich aber auch nicht konservativ – so soll ausreichend Platz für Vario-Stützen sein. 30 mm Tretlager-Absenkung sind nicht gerade wenig, zu tief liegt das Tretlager damit aber auch nicht. In Summe macht das Rad auf dem Papier einen sehr modernen Eindruck, der Vorfreude – vor allem auf die Abfahrt – macht.

RahmengrößeSMLXLXXL
Sitzrohrlänge360 mm400 mm440 mm490 mm510 mm
Oberrohrlänge568 mm593 mm622 mm650 mm666 mm
Steuerrohrlänge100 mm100 mm110 mm120 mm130 mm
Lenkwinkel64°64°64°64°64°
Sitzwinkel77,5°76,8°76,3°75,8°75,5°
Kettenstrebenlänge435 mm435 mm435 mm435 mm435 mm
Tretlagerhöhe345 mm345 mm345 mm345 mm345 mm
Tretlagerabsenkung30 mm30 mm30 mm30 mm30 mm
Radstand1193 mm1218 mm1247 mm1277 mmmm1296
Reach425 mm450 mm475 mm500 mm515 mm
Stack617 mm617 mm626 mm635 mm644 mm
Auf dem Papier macht das Transition Sentinel einen guten Eindruck
# Auf dem Papier macht das Transition Sentinel einen guten Eindruck - vor allem die Front mit langem Hauptrahmen und flachem Lenkwinkel macht klar, dass dieses Rad gerne abwärts bewegt wird.

Ausstattung

Transition ist einer der Hersteller, die sich von absoluten Edel-Aufbauten abgewendet hat. Bei den Amerikanern legt man Wert auf funktionelle und solide ausgestattete Räder. Die teuerste Schaltgruppe, die man am Sentinel bekommt, ist nicht etwa die neue AXS Eagle oder die mechanische XX1-Version. Die Spitze bildet stattdessen das X01-Modell auf Basis des Carbon-Rahmens. Das Aluminium GX-Modell teilt sich mit dem Topmodell einige Anbauteile. Und: die beiden Modelle sind die einzigen mit Carbon-Anbauteilen. Abgesehen von der Carbon-Kurbel am X01-Modell und den Bremshebeln an Carbon X01- und Alu GX-Bike wird kein Fremdprodukt aus Kohlefaser verbaut. Nicht am Cockpit, nicht am Sattel. Passend, wie wir finden.

Beim Fahrwerk unterstreicht der Hersteller den funktionellen Charakter: Bestmögliche Performance, ohne unnötige Mehrkosten zu produzieren. Carbon X01 und Alu GX sind mit Fox Performance Elite-Fahrwerk ausgestattet: GRIP2-Dämpfung und DPX2 mit Druckstufen-Verstellmöglichkeit liegen gleichauf mit den Factory-Bauteilen. Einzig die Kashima-Beschichtung fehlt. Am Carbon GX-Modell wird die Fox Performance-Reihe mit GRIP-Dämpfung und DPX2 ohne Verstellmöglichkeit verbaut. Einzig die NX-Modelle setzen auf RockShox-Federelemente.

Dafür dominiert SRAM bei der restlichen Ausstattung: Antriebe und Bremsen kommen ausschließlich vom amerikanischen Teilehersteller, die Sattelstütze Reverb wird immerhin in drei von fünf Modellen verbaut. Überraschend ist, dass recht wenige Teile der Eigenmarke ANVL an den Bikes verbaut werden. Setzt man am Topmodell noch auf ein ANVL-Cockpit, kommen die restlichen Bikes mit RaceFace-Lenkzentrale. Auch ansonsten wird nur an den GX-Modellen ein ANVL-Sattel verwendet.

Für unseren Test haben wir einen Rahmen zur Verfügung gestellt bekommen, der mit entsprechendem Fahrwerk und Reifen aufgebaut wurde. Da das Rad aber auch als Teileträger für andere Tests dienen sollte, weicht die restliche Ausstattung ab.

  • Federgabel Fox 36 Float Grip2 (160 mm) / RockShox Lyrik Ultimate (160 mm)
  • Dämpfer Fox Float DPX2 / DVO Topaz 2 / Push ElevenSix (140 mm)
  • Antrieb Shimano XTR
  • Bremsen Shimano XTR
  • Laufräder Newmen Evolution SL A.30 EWS-Edition
  • Reifen Maxxis Minion DHF/DHR II, WTB Verdict
  • Cockpit RaceFace Chester 35 (770 mm) / RaceFace Turbine R (40 mm)
  • Sattelstütze Vecnum Nivo 212 (180 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

Transition SentinelCarbon X01Carbon GXCarbon NXGXNX
RahmenmaterialCarbonCarbonCarbonAluAlu
FedergabelFox 36 Grip 2 Performance Elite Fox 36 Grip 2 Performance Elite Rockshox Yari RCFox 36 Grip 2 Performance Elite Rockshox Yari RC
DämpferFox DPX2 Performance EliteFox DPX2 Performance EliteRockShox Deluxe RTFox DPX2 Performance EliteRockShox Deluxe RT
VorbauANVL SwageRaceFace Aeffect RRaceFace Aeffect RRaceFace Aeffect RRaceFace Aeffect R
LenkerANVL Mandrel AlloyRaceFace Chester 35RaceFace Chester 35RaceFace Chester 35RaceFace Chester 35
GriffeODI Elite FlowODI Elite FlowVelo VLGODI Elite FlowVelo VLG
BremsenSRAM Code RSCSRAM Code RSRAM Guide TSRAM Code RSCSRAM Guide T
SchaltungSRAM X01SRAM GXSRAM NXSRAM GXSRAM NX
LaufräderStans Flow MK3 TeamStans Flow S1 CompWTB STi29/NovatechStans Flow S1 TeamWTB STi29/Novatech
ReifenMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/DHR IIMaxxis Minion DHF/DHR II
SattelstützeRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthKS Lev IntegraRockShox Reverb StealthKS Lev Integra
Sattel ANVL Forge TiANVL Forge CromoWTB Silverado CompANVL Forge CromoWTB Silverado Comp
Gewicht13,83 kg14,33 kg14,42 kg15,31 kg15,72 kg
Preis6.399,00 €5.299,00 €4.399,00 €4.699,00 €3.299,00 €

Das Sentinel dient uns als Langzeit-Testrad für die neue Shimano XTR-Gruppe
# Das Sentinel dient uns als Langzeit-Testrad für die neue Shimano XTR-Gruppe - Angetrieben wird mit der 12-fach-Schaltgruppe und 10-51-Kassette.
Auch die Bremsen stammen aus der XTR-Baureihe
# Auch die Bremsen stammen aus der XTR-Baureihe - Mit 203/180 mm Scheiben der neuen Baureihe sowie den alten Scheiben experimentieren wir auch weiterhin.
Während anfangs noch eine Kettenführung für alle Fälle montiert war, haben wir im späteren Testzeitraum darauf verzichtet
# Während anfangs noch eine Kettenführung für alle Fälle montiert war, haben wir im späteren Testzeitraum darauf verzichtet - Beim Kettenblatt wurden die maximalen 34 Zähne ausgenutzt.
Auch verschiedene Laufräder und Reifen sind wir im Sentinel gefahren
# Auch verschiedene Laufräder und Reifen sind wir im Sentinel gefahren - Größtenteils konnten wir die Laufräder nur im Bikepark bewegen, vor der Montage der XTR-Schaltung wurden aber verschiedene Laufräder mit XD-Driver und GX Eagle gefahren.
Abgesehen vom seriemäßigen Fox Float DPX2 Performance Elite haben auch andere Dämpfer hergehalten
# Abgesehen vom seriemäßigen Fox Float DPX2 Performance Elite haben auch andere Dämpfer hergehalten - im Renneinsatz bei der Trans Madeira wurde hauptsächlich der DVO Topaz 2 gefahren.
Push bietet ebenfalls einen ElevenSix mit Sentinel-Tune an
# Push bietet ebenfalls einen ElevenSix mit Sentinel-Tune an - Wer sich hierfür entscheidet bekommt mehr Tuningpotential und mehr Rädchen.

Im Detail

In schönes Weinrot gehüllt erreicht uns das Transition Sentinel als Rahmenkit. Alles liegt offen, kein Detail versteckt sich hinter bereits montierten Anbauteilen. Dass wir Rahmensets zum Test bekommen ist selten, aber immer wieder spannend – denn neben den Details bekommt man auch einen Überblick über die Verarbeitung und wie es sich am Rad schrauben lässt. Man merkt: Dieser Rahmen stammt aus Händen, die selbst an Rädern schrauben. Abgesehen von der etwas fummeligen Zugführung durch die Kettenstrebe geht der Aufbau voll und ganz reibungslos. Das liegt unter anderem an der aufgeteilten Zugführung. Während die Leitungen für Vario-Sattelstütze und Schaltwerk im Inneren des Rahmens laufen, muss die Bremsleitung nicht extra für die Montage geöffnet werden. Diese liegt auf dem Hauptrahmen geführt und muss auch am Heck nicht durch Rahmeninnere gezogen werden. Angenehm.

Um das säuberlich geschnittene Tretlager passiert recht viel: Hier sitzt neben der ISCG-Aufnahme auch der Hauptdrehpunkt und ein in der Kettenstrebe abgesenkter Kanal für den Schaltzug. Auch Gummi-Puffer gibt es hier sowohl an Unterrohr als auch an der Kettenstrebe. Während der Unterrohr-Schutz für einen Alu-Rahmen einen recht vernünftigen Eindruck macht, sieht der Kettenstreben-Schutz etwas kurz geraten aus.

Wirft man den Blick zurück aufs große Ganze, ergibt sich ein gemischtes Bild aus geraden Formen am Hinterbau und am Oberrohr sowie etwas geschwungeneren, organischen Formen bei der Wippe und am Unterrohr. Die großen Rohrquerschnitte und Streben zwischen den beiden Sitz-, Kettenstreben und der Umlenkwippe schaffen vertrauen in den Rahmen. Auf der Waage macht sich das auch bemerkbar: mit über 4 kg Rahmengewicht, ist das Sentinel nicht unbedingt leicht. Mit dem Alu-Rahmen glänzt das Komplettbike nicht unbedingt auf der Waage. Dafür sollte das Transition Sentinel aber ordentliche Nehmerqualitäten vorweisen können.

Der Unterfahrschutz ist an Alu-Rahmen noch nicht Standard
# Der Unterfahrschutz ist an Alu-Rahmen noch nicht Standard
Etwas kurz fällt der Kettenstrebenschutz aus
# Etwas kurz fällt der Kettenstrebenschutz aus
Der GiddyUp 2.0 OOH Hinterbau ist ein klassischer Viergelenker, bei dem der Dämpfer via Trunnion Mount befestigt wird
# Der GiddyUp 2.0 OOH Hinterbau ist ein klassischer Viergelenker, bei dem der Dämpfer via Trunnion Mount befestigt wird - Auf der Wippe ist außerdem ein Hinweis zur Dämpferabstimmung vermerkt.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards des Transition Sentinel findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

KinematikViergelenker 
Verschiedene Lager-Größen5im Hinterbau
Gesamtzahl Lager im Hinterbau12Anzahl
Lagerbezeichungen4 x 6802-2RS (15*24*5 mm), 2 x 6903-2RS (17*30*7 mm), 2 x 3802-2RS (15*24*7 mm), 2 x 6902-2RS (15*28*7 mm), 2 x 6900-2RS (10*22*6 mm)

Herstellerangabe
Hinterbau Einbaumaß148 mm x 12 mmEinbaubreite x Achsdurchmesser
Maximale Reifenfreiheit Hinterbau2,5"
Dämpfermaß205 mm x 57.5 mmGesamtlänge x Hub
Trunnion-Mount?Ja
Dämpferhardware erstes AugeTrunnionBolzendurchmesser x Einbaubreite
Dämpferhardware zweites Auge8 mm x 25 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Freigabe für StahlfederdämpferJa
Freigabe für LuftdämpferJa
Empfohlener Dämpfer-SAG32–35%, 18-20 mmIn % oder mm
Steuerrohr-Durchmesser44 mm, 56 mmoberer Durchmesser, unterer Durchmesser
Maximale Gabelfreigabe160 mmFederweg bzw. bis zu welcher Einbauhöhe
TretlagerBSA, 73 mmwelcher Standard, Durchmesser, Breite
KettenführungsaufnahmeISCG05
UmwerferaufnahmeNein
Schaltauge , 34 € (UVP)Typ, Kosten in €
Optimiert auf welches KettenblattMax. 34 tZahnzahl
BremsaufnahmePost Mount, 7" (180 mm Scheibe ohne Adapter fahrbar)welcher Standard
Maximale Bremsscheibengröße203 mm
Sattelrohrdurchmesser31,6 mm
Sattelklemmendurchmesser34,9 mm (Alu), 37 mm (Carbon)
Maximale Stützen-EinstecktiefeAlu: S 140 mm, M 185 mm, L 225 mm, XL 270 mm, XXL 290 mm
Carbon: S 190 mm, M 225 mm, L 245 mm, XL 245 mm
Kompatibel mit Stealth-Variostützen?Ja
Messung SitzwinkelN/A
FlaschenhalteraufnahmeJaEine, Oberseite des Unterrohrs
Andere Extras, Werkzeugfächer
Gewicht RahmenAlu: 4,36 kg, Carbon: 3,2 kgM Hauptrahmen, mit Dämpfer, Achse und Hardware
Gesamtgewicht BikeXO1 Carbon: 13,83kg; GX Carbon: 14,33kg; NX Carbon: 14,42kg;
GX Alloy: 15,31kg, NX Alloy: 15,72kg
Alle Gewichte für Rahmengröße M
Garantie/ServiceAb MY2018 drei Jahre Garantie auf den Rahmen, nach Registrierung, Details hier.
Zusätzlich Crash-Replacement für Erstbesitzer.

Auf dem Trail

Wenn auch unser Custom-Aufbau mit schweren Reifen und einem Gesamtgewicht von knapp 16 kg nicht der leichteste ist, klettert das Sentinel recht fleißig. Im Fahrwerk ist etwas Bewegung, die vor allem auf langen Auffahrten stören kann. Alle Dämpfer, die im Rad gefahren wurden, bieten aber eine Plattform, die effektiv genug ist, um das Heck zu beruhigen. Dank moderater Kettenstrebenlänge lastet genug Druck am Hinterrad, um selbst auf losen Böden für ordentlich Traktion zu sorgen. Knappe 76° effektiver Sitzwinkel bringen den Fahrer in eine recht zentrale, angenehme Sitzposition. In Kombination mit dem 40 mm langen Vorbau sitzt man weder zu gestreckt noch zu gedrängt auf dem Rad.

Bergauf fährt das Bike zwar willig, ein Bergsprinter ist es zumindest auf Basis des Alu-Rahmens nicht
# Bergauf fährt das Bike zwar willig, ein Bergsprinter ist es zumindest auf Basis des Alu-Rahmens nicht - Dafür bietet das Transition Sentinel eine angenehme Sitzposition, hervorragende Traktion und das Vorderrad neigte nur in quasi unfahrbar steilen Anstiegen zum Steigen.

Wer sich für das Sentinel entscheidet, ist mit Sicherheit kein Grammfuchser – der Rahmen ist nicht die erste Wahl, wenn man ein besonders leichtes Enduro-Bike aufbauen will. Im Testzeitraum diente das Rad auch für andere Tests. Neben dem “wasserdichten” Sorglos-Aufbau für die mehrtägige Trans Madeira wurden auch leichtere Reifen und Laufräder montiert. Man braucht kein Raketenwissenschaftler zu sein, um nachvollziehen zu können, dass diese das Transition bergauf etwas beschleunigen und es zu einem wesentlich flinkeren Kletterer machen. Je nach Aufbau platzierte sich das Rad so in einem sportlichen bis gemütlichen Bereich – zum absoluten Bergsprinter ist es selbst mit den leichtesten Reifen nicht geworden.

Schaut man sich die Geometriedaten genauer an, wird das Sentinel vermutlich als Walze abstempeln, die in moderatem Gelände weniger viel Spaß macht. Tatsächlich kann man aber auch auf einfachen Trails viel Spaß haben. Trotz seiner Länge ist das Bike recht flink und nicht abgeneigt, wenn man es zwischen zwei Kurven durch den Luftraum pilotiert. Auf gebauten Bikepark-Strecken begeistert das Sentinel durch diesen direkten Charakter. Der poppige Hinterbau macht das Rad sehr berechenbar, in die Rechnung sollte man aber auf jeden Fall auch die Endprogression einschließen: Diese fällt nicht zu hoch aus und war ohne Volumenspacer im Luftdämpfer grenzwertig, wenn es in den Bikepark und auf größere Sprünge ging. Vorsicht also, wenn man mit maximalem Schub aus der Kurve über den nächsten Sprung segeln will!

Moderate Trails laden zum Spielen ein
# Moderate Trails laden zum Spielen ein - Trotz der Länge fegt das Rad wie ein junger Bock über Bikepark-Pisten.
In Kurven ergibt sich eine angenehme Balance
# In Kurven ergibt sich eine angenehme Balance - Mit steifen Laufrädern wird das Gesamtsystem in Summe recht unnachgiebig.

Werfen wir aber den Blick auf härteres Geläuf und naturbelassene Trails – wer will schon die ganze Zeit Murmelbahnen schrubben? Hier wird das Transition Sentinel den Erwartungen gerecht. Der flache Lenkwinkel und der lange Hauptrahmen sorgen für viel Laufruhe, die Bremsen lässt man gerne offen. Dank des berechenbaren Fahrwerks lässt sich das Sentinel auch über schwierige Trail-Abschnitte sicher steuern. Sein direkter Charakter zeigt sich aber auch hier: Der Rahmen ist nicht der nachgiebigste, das Rad dementsprechend präzise. In Kombination mit steifen Laufrädern reißt der Grip bei rabiater Kurventechnik schon etwas früher ab, wenn Turbulenzen auftreten. Weichere Laufräder haben sich besser ins Gesamtbild eingefügt – ab Werk sind nachgiebigere Laufräder montiert, Transition hat hier also eine stimmige Wahl getroffen.

Schnell fahren, große Sprünge senden, Anlieger zerbersten – für all das ist das Sentinel gebaut. Gibt es mit dem Sentinel aber auch ein Limit? Im ersten Moment scheint es nicht so. Man wagt sich also gerne an sehr schwieriges Gelände – zugegeben: Strecken, die eigentlich für Downhill-Bikes gebaut sind. Dass man mit einem Enduro-Bike mit 140 mm am Heck auf solchen Trails ein Limit findet, ist absehbar. Der amerikanischen Flitzer entwickelt irgendwo zwischen Mach 4 und 5 eine Dysbalance. Während die Nase dank langem Reach und flachem Lenkwinkel zuverlässig nach vorne zeigt, fängt das Heck an nervös zu werden und zu tänzeln. Nachdem das Sentinel kein Vertreter der Kategorie “endloser Federweg” ist und nicht mit den längsten Kettenstreben gesegnet ist, bedarf es einem erfahrenen Piloten, wenn man den Schub erhöht.

Aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit – trotz der nicht allzu hohen Endprogression setzen einige Sentinel Fahrer auf Coil-Dämpfer. Wir haben auch diverse Dämpfer ausprobiert. Der sensible DVO Topaz 2 passte nach unserem Geschmack etwas besser ins Heck im Heck als der Fox DPX2. Er benötigte allerdings einen etwas umfassenderen Einstellprozess mit Volumenspacern in Positiv- und Negativ-Feder, um eine ausgewogenes Fahrverhalten zu bieten.

Steiles Gelände? Immer gern!
# Steiles Gelände? Immer gern! - Der Hinterbau ist kurz genug, um auch bei den Leichtgewichten im Testfeld ausreichend Bremstraktion zu bieten. Erst wenn man die Vernunft komplett abstellt kommt man in einen Bereich, wo das Heck der starken Performance der Front nicht mehr hinterherkommt.

Das ist uns aufgefallen

  • Balance Eine gewisse Differenz beim Federweg ist im Trend: Vorne etwas mehr, hinten gern weniger – auch Transition setzt auf weniger Federweg am Heck. Eine ähnliche Differenz gibt es bei der Geometrie: Flacher Lenkwinkel und langer Reach ziehen bergab ordentlich. Das kürzere Heck kommt hier nicht ganz nach. Steigen die Geschwindigkeiten auf gröberen Trails, fängt das Heck leicht zu tänzeln an.
  • Fahrwerksabstimmung Aufgrund der leichten Differenz ist es nicht ganz einfach, das Optimum aus dem Fahrwerk zu holen. Ein gutes Setup ist schnell gefunden. Das letzte Bisschen herauszukitzeln ist bei anderen Hinterbauten aber einfacher. Wir haben verschiedene Dämpfer ausprobiert – ein etwas potenterer Dämpfer schadet definitiv nicht. Wer zum Stahlfederdämpfer greift, sollte Modell mit zähem Endanschlag wählen.
  • Reifenfreiheit Mit breiten 2,5″-Reifen auf Felgen mit 30 mm Maulweite war die Reifenfreiheit im Matsch zu wenig.
  • Lackqualität Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich an verschiedenen Stellen die weiße Grundierung unter dem weinroten Lack.
  • Ausstattungsvarianten All killer, no filler – sinnvoll, nicht übertrieben oder unnötig ausgestattet. Das gefällt uns.
  • Offset Eine der Voraussetzungen für die Zusendung des Rahmenkits war die Verwendung einer Gabel mit kurzem Offset. Im Testzeitraum sind wir sowohl Fox 36 als auch RockShox Lyrik jeweils mit kurzem und langem Offset gefahren. Der kurze Offset ist bei der Kombination aus langem Hauptrahmen und flachem Lenkwinkel die angenehmere Option. Das Vorderrad wandert etwas weiter unter den Fahrer, man kann also eine etwas höhere Front fahren, ohne Probleme mit Untersteuern zu bekommen.
Mit 2,5"-Reifen wird es im Hinterbau schon recht eng
# Mit 2,5"-Reifen wird es im Hinterbau schon recht eng - Auf Madeira sorgte das an Tag 4 zu einem blockierenden Hinterrad. Schmalere Reifen sorgen für Abhilfe.
Der Kettenstrebenschutz ist, wie bereits beschrieben, recht kurz
# Der Kettenstrebenschutz ist, wie bereits beschrieben, recht kurz - Wer das Sentinel neu kauft, sollte unbedingt mit Slapper Tape oder ähnlichem verlängern.
Zugegeben: Das Sentinel hatte es nicht ganz leicht mit uns
# Zugegeben: Das Sentinel hatte es nicht ganz leicht mit uns - Die Lackqualität lässt aber etwas zu wünschen übrig.
Knappe Sache
# Knappe Sache - Der Schaltzug wird per Kabelbinder in seiner Führung gehalten. Beim 34er Kettenblatt darf aber kein Dreck mehr dazwischen kommen, sonst wird es eng.

Im Vergleich

Transition Sentinel vs. Mondraker Foxy XR
Wirft man einen Blick auf die Geometrietabelle, zeigen sich bei beiden Bikes Parallelen. Mondraker gilt als einer der Vorreiter von längeren Geometrien, Transition hat mit der SBG nachgezogen. Obwohl die Räder ansonsten sehr unterschiedlich scheinen, sind sie sich im Charakter doch sehr nahe. Mit weniger Gewicht und etwas effizienterem Hinterbau ist man mit dem Foxy schneller am Berg. Bergab bieten beide Räder ein immenses Sicherheitsgefühl, kommen aber dann recht plötzlich an den Punkt, an dem das Heck nervös wird. Dank niedrigerem Tretlager und flacherem Lenkwinkel liegt das Sentinel aber eine Radlänge voraus. Beide Räder decken ein sehr ähnliches Spektrum an Einsatzbereichen ab. Das Sentinel ist aber etwas mehr in Richtung Downhill aufgestellt, während das Foxy angenehmer für den alltäglichen Einsatz ist.

Transition Sentinel vs. Ibis Ripmo
Auch Sentinel und Ripmo liegen auf dem Papier nicht zu weit auseinander, unterscheiden sich aber doch in dem ein oder anderen Detail. Charakterlich schenken sich beide Räder wenig: Spritzig, sportlich, mit einem guten Fahrwerk, ohne dabei aber träge zu werden. Der Gewichtsvorteil des Ripmo macht es zum fähigeren Allrounder. Auch bergab schenken sich die beiden Räder nicht viel. Während das Ripmo etwas intuitiver zu fahren ist, muss man mit dem Sentinel bewusster fahren. Und wenn man sich für eines entscheiden muss? Die Entscheidung wird hier vom Fahrertyp, alternativ vom Geldbeutel übernommen. Wer viel in den Bergen fährt und viel Zeit im Bikepark verbringt, greift zum Sentinel als Abfahrtsexperten. Meistens von zu Hause aus unterwegs, aber doch auch mal in den Bergen? Ripmo!

Fazit – Transition Sentinel

Mit dem Transition Sentinel führt der amerikanische Bikehersteller ein grundsolides Enduro-Bike in seinem Programm. Zeitgemäße Standards und ein guter Kompromiss bei der Endprogression treffen auf eine moderne Geometrie. Bergauf geht es zügig und unaufgeregt, bergab sorgen der lange Hauptrahmen und der flache Lenkwinkel für ordentlich Laufruhe. Durch das kurze Heck bleibt das Sentinel aber spritzig genug für spaßige Manöver.

Pro
  • Sicherheitsempfinden
  • Lenkwinkel und Länge Hauptrahmen
  • breiter Einsatzbereich von Tour bis Bikepark
Contra
  • Lackqualität
  • keine ideale Basis für Leichtbau-Projekte
In Summe ist Transition mit dem Sentinel ein sehr guter, wenn auch nicht perfekter Wurf gelungen
# In Summe ist Transition mit dem Sentinel ein sehr guter, wenn auch nicht perfekter Wurf gelungen - Das Bike ist sehr genau auf eine Zielgruppe zugeschnitten: Abfahrtsorientierte Radfahrer, denen Haltbarkeit wichtiger ist als geringes Gewicht und die gerne draufhalten, aber auch wissen was sie tun.

Testablauf

Das Transition Sentinel wurde uns für den Testzeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Importeur Trailtoys hat uns wegen der Trans Madeira und dem damit verbundenen Einsatz als Teileträger für weitere Tests ein Rahmenkit zur Verfügung gestellt, weshalb wir einen dem Einsatzbereich entsprechenden Aufbau zusammengestellt haben. Sowohl Federgabeln mit kurzem Offset als auch langem Offset wurden ausprobiert, verschiedene Laufräder, Dämpfer und Reifen wurden verwendet, um den Charakter des Bikes möglichst genau zu erfahren. Abgesehen vom Shuttle-Transport auf Madeira und dem Lift-Transport im Bikepark wurden sämtliche Höhenmeter aus eigener Kraft erarbeitet.

Hier haben wir das Transition Sentinel getestet

  • Madeira: Verschiedenste Untergründe, von steil, matschig, wurzelig bis staubig und steindurchsetzt.
  • Bikepark/Trailcenter: Reschenpass, Bischoffsmais, Beerfelden
  • Hometrails: Lehmige Böden, Kalkstein
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    alex m.

    dabei seit 07/2004

    MSTRCHRS schrieb:

    Vielleicht ist dir entgangen, dass wir nicht pauschal kurze Kettenstreben verteufeln. Auch die großen Tester im Team haben Bikes mit kurzen Streben in ihrem Fuhrpark und Spaß darauf.
    Was genau findest du denn unseriös? Es wird doch erklärt wann diese Dysbalance auftritt und dass sie nicht nur wegen der Hinterbaulänge auftritt.


    "Während die Nase dank langem Reach und flachem Lenkwinkel zuverlässig nach vorne zeigt, fängt das Heck an nervös zu werden und zu tänzeln. Nachdem das Sentinel kein Vertreter der Kategorie “endloser Federweg” ist und nicht mit den längsten Kettenstreben gesegnet ist, bedarf es einem erfahrenen Piloten, wenn man den Schub erhöht. "

    "Eine gewisse Differenz beim Federweg ist im Trend: Vorne etwas mehr, hinten gern weniger – auch Transition setzt auf weniger Federweg am Heck. Eine ähnliche Differenz gibt es bei der Geometrie: Flacher Lenkwinkel und langer Reach ziehen bergab ordentlich. Das kürzere Heck kommt hier nicht ganz nach. Steigen die Geschwindigkeiten auf gröberen Trails, fängt das Heck leicht zu tänzeln an."

    für mich liest sich dass so, dass so, dass die kurzen kettenstreben hier der bremser sind. da auch nicht auf die balance es bike bzgl. der gewichtverteilung eingenagen wird, wird die aussage für alle rahmen pauschalisiert. jetzt kann man auch sagen, dass unterschiedliche federwege vorne und hinten erwähnt werden, das scheint aber beim yeti testbericht wie gesagt nicht erwähnt zu werden. da steht dann sowas wie

    "Die 140 mm Federweg am Heck harmonieren gut mit der Fox 36-Federgabel und reagieren dank einer relativ konstant ansteigenden Progression sehr vorhersehbar. So kann das Yeti SB140 insgesamt mit einer recht hohen Laufruhe aufwarten und bleibt auch im Grenzbereich sehr berechenbar. "

    logische schlussfolgerung: das "tänzeln" hat mit der kettenstebenlänge nichts zu tun. das finde ich halt nicht seriös.
  2. benutzerbild

    JustSkilled

    dabei seit 05/2012

    Orby schrieb:
    Mehr als ein 2.4 auf einer Felge mit 30mm innen ist sicherlich nicht empfehlenswert.


    sagt wer?
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  4. benutzerbild

    Orby

    dabei seit 07/2014

    JustSkilled schrieb:

    sagt wer?

    Mein Hinterbau und mein Auge.
  5. benutzerbild

    JustSkilled

    dabei seit 05/2012

    2.5er MAXXIS WT auf 30er Felge sind top.

    Jeder Hinterbau nach 2016
  6. benutzerbild

    Orby

    dabei seit 07/2014

    JustSkilled schrieb:

    2.5er MAXXIS WT auf 30er Felge sind top.

    Jeder Hinterbau nach 2016


    Mal kopiert aus dem Sentinel Unterforum von mir vor paar Monaten:

    Zwischen meinem DHF 2.5 WT Exo+ vorne und dem DHR 2.4 WT DD hinten auf einer 30 Felge sind 6mm Unterschied, jeweils Stollen außen gemesssen. Die 6mm hinten mehr bleibt kaum noch Luft am Hinterbau unten. Belastet im Fahreinsatz behaupte ich nichts, spätestens bei feuchtem Untergrund ist alles zu.

    Ist der aktuelle Rahmen.

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