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Das Mondraker Foxy Carbon 29 XR ist das Topmodell der Foxy 29-Reihe
Das Mondraker Foxy Carbon 29 XR ist das Topmodell der Foxy 29-Reihe - 160/150 mm Federweg, große Laufräder, viel Reach und ein Winkelsteuersatz im Lieferumfang – klingt soweit alles gut!
Ein Grad flacher gefällig?
Ein Grad flacher gefällig? - Was vor ein paar Jahren noch als extrem galt, wird langsam aber sicher absolut zeitgemäß – Mondraker hatte mit der Forward Geometrie früh einen richtungsweisenden Riecher und bleibt dieser Linie treu. Am Foxy Carbon 29 lässt sich nur der Lenkwinkel durch einen Winkelsteuersatz verstellen.
Einen Dämpfer mit Stahlfeder gibt es nur am Topmodell
Einen Dämpfer mit Stahlfeder gibt es nur am Topmodell - Aktuell ist diese Dämpferlänge im Aftermarket nicht verfügbar. Wer also Coil fahren will, sollte XR-Komplettrad oder Rahmenset kaufen oder alternativ den Gebrauchtmarkt im Auge behalten. Obwohl das Rad als einziges im Test mit Stahlfeder im Heck ausgestattet ist, bleibt die Waage mit 14,25 kg am weitesten unten stehen.
Einmal alle Verstellmöglichkeiten bitte
Einmal alle Verstellmöglichkeiten bitte - Je vier Dämpfungseinstellungen an Front und Heck, dazu die Einstellbarkeit der Federhärte und an der Front zusätzlich die Möglichkeit, das Luftkammervolumen zu verkleinern. Mehr würde nur mit dem Float X2 gehen.
12 Gänge, aber noch mit Seilzug angesteuert
12 Gänge, aber noch mit Seilzug angesteuert - Am Testrad ist noch (?) nicht der AXS-Adler montiert, sondern die herkömmliche X01 Eagle mit Carbon-Kurbel.
Die SRAM Code RSC ist auch an Enduro-Bikes eine gern gesehene Wahl
Die SRAM Code RSC ist auch an Enduro-Bikes eine gern gesehene Wahl - Am Foxy Carbon 29 muss man sich mit der 180 mm-Scheibe zufriedengeben, eine größere Scheibe hat keinen Platz.
Montiert sind die Geber der Code auf dem OnOff-Lenker
Montiert sind die Geber der Code auf dem OnOff-Lenker - Mit der Forward Geometry entstand der Bedarf an superkurzen Vorbauten, aus dem sich kurzerhand die Eigenmarke OnOff entwickelte.
Vertrautes und Sinnvolles in Richtung Untergrund schicken?
Vertrautes und Sinnvolles in Richtung Untergrund schicken? - Für das Preisschild keine Carbon-Laufräder zu bieten ist verwunderlich, tatsächlich ist die Felgen- und Reifenwahl für den Einsatzbereich aber bewährt und sinnvoll gewählt.
Knalliger Farbkontrast
Knalliger Farbkontrast - Wer es schlichter haben möchte, bekommt lediglich beim R-Modell einen gedeckteres Farbkonzept.
Der Zero-Hinterbau konnte schon in der Vergangenheit begeistern.
Der Zero-Hinterbau konnte schon in der Vergangenheit begeistern.
Die Rahmenschützer hätten etwas dicker auftragen können
Die Rahmenschützer hätten etwas dicker auftragen können - Zwar ist der Schutz recht weit Richtung Reifen gezogen, auf der Unterseite fehlt aber ein Puffer.
Kurzer, knackiger Unterrohrschutz
Kurzer, knackiger Unterrohrschutz - BSA-Tretlager und Züge unter dem Tretlager. Oft polarisiert dieser Verlegeweg. In der Praxis hat man in den seltensten Fällen Probleme damit.
Trotz seines Reach-Wertes von 510 mm wirkt das Foxy nicht überdimensioniert
Trotz seines Reach-Wertes von 510 mm wirkt das Foxy nicht überdimensioniert - Leichtfüßig geht es dank aktivem Hinterbau und viel Traktion bergauf. Im Spektrum zwischen „Bergauf: Ja, aber ungern“ und „Turbo-Laktateinspritzung-9000“ reiht sich das Foxy eher beim Zweiten ein – auch ohne Motor kann man in weniger Zeit mehr Kilometer in Trails und Oberschenkel brennen.
Leichtfüßig geht es auch bergab, das Foxy lässt sich ohne viel Kraftaufwand über den Trail bewegen
Leichtfüßig geht es auch bergab, das Foxy lässt sich ohne viel Kraftaufwand über den Trail bewegen - Auf moderaten Trails fühlt man sich wie angeschoben, die spanische Edelkarosse schiebt ordentlich Richtung Tal.
Eine Eingewöhnung ist bei Sprüngen geboten, denn Landungen werden vom Foxy überbewertet
Eine Eingewöhnung ist bei Sprüngen geboten, denn Landungen werden vom Foxy überbewertet - Trotz Coil-Dämpfer reicht die Endprogression, im gesamten Testzeitraum konnte nur ein extrem stumpfer Sprung die Reserven des Carbon-Bikes voll ausnutzen.
Steht man zentral im Rad, zieht es flink um Kurven und schiebt im Grenzbereich neutral über Front und Heck
Steht man zentral im Rad, zieht es flink um Kurven und schiebt im Grenzbereich neutral über Front und Heck - Insgesamt ist die Rahmensteifigkeit gelungen, das Foxy verzeiht auf den Seitenstollen einiges – der Grip bleibt auf einem sehr hohen Niveau.
Rennschlitten ähnlich dem Dune?
Rennschlitten ähnlich dem Dune? - Renngene trägt das Mondraker Foxy in sich, aber es grenzt sich deutlich von satteren Super-Enduros ab – zugunsten der Allround-Tauglichkeit.
Festhalten und Bremse auf?
Festhalten und Bremse auf? - Nicht ganz. Zwar lässt das Rad sehr hohe Geschwindigkeiten zu, bei Highspeed gibt es aber Räder mit besserem Geradeauslauf.
„Steht man aktiv und voll konzentriert auf dem Rad, wird es sehr schnell sehr zügig.“ – Jens Staudt
„Steht man aktiv und voll konzentriert auf dem Rad, wird es sehr schnell sehr zügig.“ – Jens Staudt - Das Foxy nutzt seinen Federweg effizient aus und ist nicht zu sparsam damit
Abrieb auf der Sitzstrebe
Abrieb auf der Sitzstrebe - Im Hinterbau ist nicht besonders viel Platz für extra breite Reifen oder besonders weiche Laufräder.
Schleifspuren auf der Carbon-Kurbel
Schleifspuren auf der Carbon-Kurbel - Eine so teure Kurbel (540 €) zu entwerten schmerzt. Den restlichen Testzeitraum überstand das teure Stück auch mit diesem Abrieb.
Steuersatzwechsel für Dummies
Steuersatzwechsel für Dummies - Markierungen an Steuersatz und Steuerrohr vereinfachen das gerade Einpressen des Winkelsteuersatz erheblich.
Federwechsel einfach gemacht
Federwechsel einfach gemacht - Durchdacht wirkt der Hinterbau auch, wenn man den Dämpfer ausbaut. Hier fallen einem keine Kleinteile entgegen.
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften
Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften - am liebsten bügelt es aber und ist somit weder die erste, noch die zweite Wahl für Fahrer, die gerne aktiv das Gelände einbinden und sich gerne in der Luft wiederfinden.
Flugeinlagen liebt der Vogel!
Flugeinlagen liebt der Vogel! - Gleichzeitig schafft das Firebird 29 eine sehr interessante Balance zwischen hoher Agilität und viel Sicherheitsempfinden zu schaffen.
Auch wenn das Mondraker Foxy seine Renn-Gene nicht verstecken kann, bleibt es verspielt und zieht gerne auch mal in die Luft
Auch wenn das Mondraker Foxy seine Renn-Gene nicht verstecken kann, bleibt es verspielt und zieht gerne auch mal in die Luft - wohlgemerkt: Die gute Leistung des Bikes ist teuer erkauft, aber Mondraker hat sich viel Zeit gelassen, nichts überstürzt – und das merkt man. In seiner Klasse ist das Foxy aktuell eins der besseren Räder, bei dem nicht nur die Performance eine sehr hohe Anziehungskraft hat.

Mondraker Foxy Carbon 29 XR im Test: Nach dem richtungsweisenden Mondraker Dune mussten Fans der edlen, spanischen Bikes lange auf ein 29″-Enduro warten. Im Frühling 2018 war es dann endlich so weit und das Mondaker Foxy wurde auf große Räder gestellt. Ein Reach zwischen 450 und 510 mm trifft auf einen moderaten 66° Lenkwinkel mit 435 mm langen Kettenstreben. Vereint wird alles in einem edlen Carbon-Rahmen, der in seiner Formgebung aus der breiten Masse heraussticht. Wir haben das vielversprechende Rad ausführlich getestet und herausgefunden, ob es sich so gut fährt, wie es aussieht.

Steckbrief: Mondraker Foxy Carbon 29 XR

EinsatzbereichAll-Mountain, Enduro
Federweg160-170 mm/150 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)14,3 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.mondraker.com
Preis: 8.499 Euro

Trotz der Kombination aus viel Federweg, großen Laufrädern und langer Geometrie steckt Mondraker das Foxy Carbon 29 nicht in die eigens definierte Kategorie “Superenduro”, sondern klassifiziert das Rad nur als „Enduro/All-Mountain“. „All-Mountain“? Das sind doch zumeist eher Bikes, die wenig progressiv in ihrer Geometrie ausfallen und primär für ausgedehnte Touren gedacht sind? Mondraker schließt das nicht aus – das Rad soll ein Alleskönner sein.

Die Eckdaten und unsere Erfahrungen mit den Modellen Dune und dem Vorgänger des Mondraker Foxy sprechen aber eher für eine Tendenz zum Racer als zum gemütlichen Tourer. Mit 160 mm Federweg an der Front, 150 mm am Heck, vollem Trimm auf 1-fach-Antriebe und der Mondraker-üblichen Forward Geometry sahen wir im Foxy Carbon 29 eher ein kompromissloses Rad – ob sich unsere Vorstellung mit der Herstellerangabe des Enduro-Alleskönners decken würde? Wir waren gespannt.

Das Mondraker Foxy Carbon 29 XR ist das Topmodell der Foxy 29-Reihe
# Das Mondraker Foxy Carbon 29 XR ist das Topmodell der Foxy 29-Reihe - 160/150 mm Federweg, große Laufräder, viel Reach und ein Winkelsteuersatz im Lieferumfang – klingt soweit alles gut!

Diashow: Mondraker Foxy Carbon 29 XR im Test - Rennschlitten auf großem Fuß
Einen Dämpfer mit Stahlfeder gibt es nur am Topmodell
Die Rahmenschützer hätten etwas dicker auftragen können
Leichtfüßig geht es auch bergab, das Foxy lässt sich ohne viel Kraftaufwand über den Trail bewegen
Steht man zentral im Rad, zieht es flink um Kurven und schiebt im Grenzbereich neutral über Front und Heck
Federwechsel einfach gemacht
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Geometrie

War die Forward-Geometrie vor ein paar Jahren noch eine richtungsweisende Neuheit, liegt das Foxy XR mittlerweile in einem sehr zeitgemäßen Feld, was die Größe angeht. Der schicke Carbon-Rahmen ist in vier Rahmengrößen verfügbar, Mondraker will mit Größe S bis XL Fahrer von etwa 165 bis 195 cm glücklich machen. Gleich lang bleiben durch die Bank weg die Kettenstreben mit mittellangen 435 mm. Mit 350 mm liegt das Tretlager selbst für 150 mm Federweg nicht zu niedrig. Das vordere Rahmendreieck wächst konstant. Los geht es bei 450 mm Reach bis hin zu 510 mm am getesteten XL-Rad. Auch der Stack vergrößert sich kontinuierlich von Größe zu Größe.

Gemessen an den restlichen Daten fällt der Lenkwinkel mit 66° eher moderat flach aus. Per Winkelsteuersatz kann man aber persönlichen Vorlieben mit 1° steiler oder flacher entgegenkommen, außerdem bedient man sich dem aktuell sehr beliebten 44 mm kurzen Gabel-Offset.

Bedenkt man das Image der extremen Werte, welches Mondraker noch vor ein paar Jahren deutlich prägte, erzeugt der Blick auf die Geometrietabelle mittlerweile einen etwas gemischten Eindruck – modern, weil lang und hoch; Lenkwinkel und Tretlagerhöhe sagen aber eher 2016 als 2019. Im Testfeld liegt das Rad bei der Geometrie zudem auch eher im Mittelfeld. Obwohl das Foxy zusammen mit dem Kona Process 153 den 22 mm längeren Reach hat, ist das Cannondale Jekyll das längste Rad im Testfeld. Kona Process 153 und Mondraker Foxy 29 sind auch beim Lenkwinkel gleichauf, wobei beim Kona Process 153 ein klassischer 51 mm-Gabelvorlauf verwendet wird. Bei der Kettenstrebenlänge liegt das Mondraker wiederum in der Mitte der drei Testräder.

RahmengrößeSMLXL
Sitzrohrlänge380 mm420 mm470 mm510 mm
Oberrohrlänge606 mm629 mm654 mm678 mm
Steuerrohrlänge90 mm100 mm115 mm130 mm
Lenkwinkel66°66°66°66°
Sitzwinkel75,5°75,5°75,5°75,5°
Kettenstrebenlänge435 mm435 mm435 mm435 mm
Tretlagerhöhe350 mm350 mm350 mm350 mm
Tretlagerabsenkung21 mm21 mm21 mm21 mm
Radstand1187 mm 1210 mm1236 mm1262 mm
Reach450 mm470 mm490 mm510 mm
Stack605 mm614 mm628 mm642 mm
Ein Grad flacher gefällig?
# Ein Grad flacher gefällig? - Was vor ein paar Jahren noch als extrem galt, wird langsam aber sicher absolut zeitgemäß – Mondraker hatte mit der Forward Geometrie früh einen richtungsweisenden Riecher und bleibt dieser Linie treu. Am Foxy Carbon 29 lässt sich nur der Lenkwinkel durch einen Winkelsteuersatz verstellen.

Ausstattung

Bei der Ausstattung haben Mondrakers Carbon-Modelle viel gemeinsam: Sie verfügen über Federelemente von Fox, SRAM 12 fach-Antriebe, SRAM-Bremsen und Alu-Laufräder. Den Geldbeutel schont ebenfalls keines der Räder: 4.999 € muss man für das günstige Mondraker Foxy R auf den Tisch legen. Dafür bekommt man ein Fox Performance-Fahrwerk, bestehend aus Fox 36-Federgabel und Fox DPX2-Dämpfer. Zwar gibt es 12 Gänge und Eagle-Technologie, für knapp 5000 € muss man sich aber mit der günstigsten NX-Schaltgruppe zufriedengeben.

Gleiches Spiel bei den Bremsen: Hier setzt man auf die Guide T. Edler geht es beim Foxy RR zu: Fox Factory-Federelemente stecken in Steuerrohr und Hinterbau, SRAM X01 Eagle-Schaltung und Code R Bremsen. Diese Ausstattungsvariante muss man sich mit 6.299 € aber auch teuer erkaufen. Das getestete XR-Modell ist sinnvoll ausgestattet und lässt keine Wünsche offen: Auch hier gibt es ein Factory-Fahrwerk, im Heck arbeitet aber ein DHX2-Stahlfederdämpfer. Die Schaltung bleibt gleich, an der Kassette gibt es allerdings ein Update. Auch bei der Bremse bekommt man mit der SRAM Code RSC die Topausstattung.

Alle Modelle werden mit OnOff-Anbauteilen ausgestattet – der Komponentenhersteller von Mondraker stellt Lenker, Vorbau und Steuersatz, bei den beiden günstigeren Modellen auch die Variostütze. Auch wenn man an Kurbel und Hauptrahmen auf Carbon setzt, verfügen die Laufräder sinnvollerweise über Alu-Felgen. Alle Modelle kommen mit breiten Maxxis-Reifen mit der dickeren EXO Protection-Karkasse, der Winkelsteuersatz ist nur beim Topmodell im Lieferumfang enthalten.

  • Federgabel Fox 36 Factory Float GRIP 2 (160 mm)
  • Dämpfer Fox DHX2 (150 mm)
  • Antrieb SRAM XX1/X01
  • Bremsen SRAM Code RSC
  • Laufräder DT Swiss EX1501
  • Reifen Maxxis Minion DHF/DHR II
  • Cockpit OnOff Stoic Carbon (780 mm) / OnOff Stoic FG (35 mm)
  • Sattelstütze Fox Transfer (150 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

MondrakerFoxy Carbon XRFoxy Carbon RRFoxy Carbon R
RahmenmaterialCarbonCarbonCarbon
FedergabelFox 36 Factory Float Grip2Fox 36 Factory Float Grip2Fox 36 Performance
DämpferFox DHX2 FactoryFox DPX2 FactoryFox DPX2 Performance
VorbauOnOff StoicOnOff StoicOnOff Stoic
LenkerOnOff Stoic CarbonOnOff Stoic CarbonMondraker Alu
GriffeOnOff DiamondOnOff DiamondOnOff Diamond
BremsenSRAM Code RSCSRAM Code RSRAM Guide T
SchaltungSRAM X01 EagleSRAM X01/GX EagleSRAM NX Eagle
LaufräderDT Swiss EX1501DT Swiss E1700DT Swiss E1900
ReifenMaxxis Minion DHF/DHR II EXO ProtectionMaxxis Minion DHR II/Aggressor EXO ProtectionMaxxis Minion DHR II/Aggressor EXO Protection
SattelstützeFOX Factory TransferOnOff PijaOnOff Pija
Sattel SDG Fly MTNSDG Fly MTNSDG Fly MTN
Gewicht13,42 kg13,56 kg13,94 kg
Preis8.499 €6.299 €4.999 €

Einen Dämpfer mit Stahlfeder gibt es nur am Topmodell
# Einen Dämpfer mit Stahlfeder gibt es nur am Topmodell - Aktuell ist diese Dämpferlänge im Aftermarket nicht verfügbar. Wer also Coil fahren will, sollte XR-Komplettrad oder Rahmenset kaufen oder alternativ den Gebrauchtmarkt im Auge behalten. Obwohl das Rad als einziges im Test mit Stahlfeder im Heck ausgestattet ist, bleibt die Waage mit 14,25 kg am weitesten unten stehen.
Einmal alle Verstellmöglichkeiten bitte
# Einmal alle Verstellmöglichkeiten bitte - Je vier Dämpfungseinstellungen an Front und Heck, dazu die Einstellbarkeit der Federhärte und an der Front zusätzlich die Möglichkeit, das Luftkammervolumen zu verkleinern. Mehr würde nur mit dem Float X2 gehen.
12 Gänge, aber noch mit Seilzug angesteuert
# 12 Gänge, aber noch mit Seilzug angesteuert - Am Testrad ist noch (?) nicht der AXS-Adler montiert, sondern die herkömmliche X01 Eagle mit Carbon-Kurbel.
Die SRAM Code RSC ist auch an Enduro-Bikes eine gern gesehene Wahl
# Die SRAM Code RSC ist auch an Enduro-Bikes eine gern gesehene Wahl - Am Foxy Carbon 29 muss man sich mit der 180 mm-Scheibe zufriedengeben, eine größere Scheibe hat keinen Platz.
Montiert sind die Geber der Code auf dem OnOff-Lenker
# Montiert sind die Geber der Code auf dem OnOff-Lenker - Mit der Forward Geometry entstand der Bedarf an superkurzen Vorbauten, aus dem sich kurzerhand die Eigenmarke OnOff entwickelte.
Vertrautes und Sinnvolles in Richtung Untergrund schicken?
# Vertrautes und Sinnvolles in Richtung Untergrund schicken? - Für das Preisschild keine Carbon-Laufräder zu bieten ist verwunderlich, tatsächlich ist die Felgen- und Reifenwahl für den Einsatzbereich aber bewährt und sinnvoll gewählt.

Im Detail

Selten hat ein Fahrrad während dem Testzeitraum so kontinuierlich verliebte Blicke auf sich gezogen. Kein Wunder, bei Mondraker weiß man ein, zwei Dinge über Formensprache

Selten hat ein Fahrrad während dem Testzeitraum so kontinuierlich verliebte Blicke auf sich gezogen. Kein Wunder, bei Mondraker weiß man ein, zwei Dinge über Formensprache. Klare Linien, ein dünnes Oberrohr und der abgeschwächte Knick im Steuerrohrbereich ergeben eine unverkennbare Rahmenform. Das Mondraker Foxy Carbon 29 hebt sich damit zumeist deutlich von der Masse ab. Aber die Form soll nicht nur dem Auge schmeicheln: Ganz ohne Grund will Mondraker das flache Oberrohr nicht geschaffen haben – es soll maximale Steifigkeit mit minimalem Gewicht verbinden und Vibrationen filtern.

Leider bietet Mondraker jedes Modell nur in einer Farbe an. Während das XR- und RR-Modell farblich extrem knallen, fällt das R-Modell deutlich schlichter aus: Die auffällige Formensprache konkurriert hier nicht mit der lauten Farbgebung und lässt das Rad sehr elegant wirken. Ansonsten ist alles aus einem Guss: Die Züge finden innerhalb des Rahmens Platz und sind vernünftig geklemmt, die Oberflächen sind an sinnvollen Stellen geschützt. Bei einem so teuren Rad darf man natürlich auch auf hohem Niveau meckern: Die Trunnion-Schrauben und die des unteren Links sind die einzigen silbernen Schrauben am Hinterbau. Viele kleine Logos, die über die verwendeten Technologien informieren, zieren den Rahmen – für uns auf einem so sauberen Rad etwas zu viel Ablenkung.

Obwohl Cero-Design unter UNNO-Gründer Cesar Rojo seit 2016 nicht mehr für Mondraker arbeitet, sind die Wurzeln weiterhin klar erkennbar. Beibehalten wurde der Zero-Hinterbau, bei dem der Dämpfer schwimmend zwischen zwei Wippen gelagert ist. Diese beiden Wippen verbinden den Hauptrahmen mit dem Hinterbau. Durch die Verwendung dieser Konstruktion kann der Hinterbau einteilig gefertigt werden. Mondraker nutzt diese Eigenschaft, um im Hinterbau ein Schutzblech zu verbauen sowie die Bremse hinter Ketten- und Sitzstrebe zu verstecken.

Knalliger Farbkontrast
# Knalliger Farbkontrast - Wer es schlichter haben möchte, bekommt lediglich beim R-Modell einen gedeckteres Farbkonzept.
Der Zero-Hinterbau konnte schon in der Vergangenheit begeistern.
# Der Zero-Hinterbau konnte schon in der Vergangenheit begeistern.
Die Rahmenschützer hätten etwas dicker auftragen können
# Die Rahmenschützer hätten etwas dicker auftragen können - Zwar ist der Schutz recht weit Richtung Reifen gezogen, auf der Unterseite fehlt aber ein Puffer.
Kurzer, knackiger Unterrohrschutz
# Kurzer, knackiger Unterrohrschutz - BSA-Tretlager und Züge unter dem Tretlager. Oft polarisiert dieser Verlegeweg. In der Praxis hat man in den seltensten Fällen Probleme damit.

Technische Daten

Mondraker mischt moderne Anbauempfehlungen mit älteren und beliebten Standards, setzt aber auch eigene Lösungen ein. Geschraubte Tretlager sind wieder zurück und auch am Mondraker Foxy Carbon 29 setzt man auf den BSA-Standard, in Kombination mit einer ISCG05-Aufnahme für Kettenführungen. Im Hinterbau geht es mit Boost 148 mm-Hinterrad und metrischem 205 x 62,5 mm Trunnion-Dämpfer äußerst modern zu. Einzige Sonderlösung ist die Bremsaufnahme, hier wird ein Adapter verwendet, um den Rahmen mit dem Post Mount-Bremssattel zu verbinden.

Alle technischen Daten, Details und Standards des Mondraker Foxy Carbon 29 XR findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

KinematikZero Suspension, Floating Dual Link 
Verschiedene Lager-Größen3im Hinterbau
Gesamtzahl Lager im Hinterbau12Anzahl
Lagerbezeichungen6 x 6902 (28*15*7 mm), 4 x 6802 (24*15*5 mm), 2 x 6900 (10*22*6 mm)
Herstellerangabe
Hinterbau Einbaumaß148 mm x 12 mmEinbaubreite x Achsdurchmesser
Maximale Reifenfreiheit Hinterbau63 mm
Dämpfermaß205 mm x 62,5 mmGesamtlänge x Hub
Trunnion-Mount?Nein
Dämpferhardware erstes AugeTrunnionBolzendurchmesser x Einbaubreite
Dämpferhardware zweites AugeM10 x 22,2 mmBolzendurchmesser x Einbaubreite
Freigabe für StahlfederdämpferJa
Freigabe für LuftdämpferJa
Empfohlener Dämpfer-SAG30–35% – 18,75–21,87 mmIn % oder mm
Steuerrohr-Durchmesser44 mm, 56 mmoberer Durchmesser, unterer Durchmesser
Maximale Gabelfreigabe160 mmFederweg bzw. bis zu welcher Einbauhöhe
TretlagerBSA 73 mmwelcher Standard, Durchmesser, Breite
KettenführungsaufnahmeISCG05
UmwerferaufnahmeNein
SchaltaugeCustom M068 & Hanger Nut, 19 €Typ, Kosten in €
Optimiert auf welches Kettenblatt34t Zahnzahl
BremsaufnahmePost Mount, 7" (180 mm Scheibe ohne Adapter fahrbar)welcher Standard
Maximale Bremsscheibengröße180 mm
Sattelrohrdurchmesser31,6 mm
Sattelklemmendurchmesser34,9 mm
Maximale Stützen-EinstecktiefeS: 164,5mm, M: 204,5mm, L: 204,5mm, XL: 245,5mm
Kompatibel mit Stealth-Variostützen?Ja
Messung Sitzwinkel"We don't have a chart for that" – Laut Geometrietabelle auf Stack-Höhe
FlaschenhalteraufnahmeJaEine, Oberseite des Unterrohrs
Andere Extras, WerkzeugfächerWinkelsteuersatz
Gewicht Rahmen3,250 gRahmengröße M
Gesamtgewicht Bike13,42 kg Rahmengröße M, Foxy XR
Garantie/Servicesh. Herstellerwebsite

Auf dem Trail

Mondraker platziert das Foxy 29 neben der Enduro- ebenfalls noch in der All Mountain-Kategorie. Im Uphill bestätigt sich diese Bezeichnung sprichwörtlich schnell. Vortriebsstark und effizient marschiert das Mondraker Foxy Carbon 29 auf den Berg. Wer das letzte Quäntchen Effizienz aus dem Rad herauskitzeln möchte, kann den Hebel am Dämpfer umlegen. Der Hinterbau wird so etwas mehr beruhigt, das Rad geht noch eine Spur besser nach vorne, wenn man auf Forststraßen-Uphills unterwegs ist.

Mit der entspannten Sitzposition lassen sich auch viele Höhenmeter locker hinter sich bringen. Wird es technischer, lässt sich das Foxy auch ohne großen Aufwand um Kehren und über Stufen manövrieren. Grip am Heck ist dabei auch immer mehr als ausreichend vorhanden. Wandert der Blick am formschönen Rahmen nach unten, wundert man sich jedes Mal über den Anblick des Fox DHX2. Warum steckt solch ein Dämpfer in diesem leichten und flinken Uphill-Bike?

Trotz seines Reach-Wertes von 510 mm wirkt das Foxy nicht überdimensioniert
# Trotz seines Reach-Wertes von 510 mm wirkt das Foxy nicht überdimensioniert - Leichtfüßig geht es dank aktivem Hinterbau und viel Traktion bergauf. Im Spektrum zwischen „Bergauf: Ja, aber ungern“ und „Turbo-Laktateinspritzung-9000“ reiht sich das Foxy eher beim Zweiten ein – auch ohne Motor kann man in weniger Zeit mehr Kilometer in Trails und Oberschenkel brennen.

Wir werden es gleich herausfinden, denn ab jetzt geht es bergab – der Hebel am Dämpfer wird zurück in den Party-Modus gestellt. Dabei stellt man sich die Frage: Ist dieses Bike bergab überhaupt so gut, dass es einen so guten Dämpfer braucht? Es war ja bereits im Uphill sehr schnell und im Normalfall hat man es ja immer mit einem Kompromiss zu tun, oder nicht?

Die Antwort bekommt man prompt. Kennt man von anderen Enduro-Bikes mit Stahlfederdämpfer ein fast schon zu sattes Fahrverhalten, so hat Mondraker hier ein anderes Rezept gekocht. Grip bekommt man serviert und Schläge werden immer noch willig aufgenommen. Trotzdem bleibt das Foxy dabei – gemessen am langen Hauptrahmen – sehr agil. Leichtfüßig lassen sich spielerische Linien wählen, verpasst man mal die Ideallinie, lässt sich das Mondraker Foxy Carbon 29 einfach wieder auf Kurs bringen. Der Hinterbau ergibt zusammen mit der Fox 36 GRIP2 an der Front einen nicht zu strammen, effizienten Charakter, welcher sich mit der extrem breiten Abstimmbarkeit in Druck- und Zugstufen auf vielerlei Vorlieben anpassen lässt.

Solange man hellwach ist und konzentriert das Gelände analysiert, ermöglicht das Foxy seinem Piloten, vielen anderen Bikes rasant um die Ohren fahren

Alle Abstimmungen erhalten aber, zusammen mit dem niedrigen Gewicht des Foxy, den lebendigen Charakter des Bikes. Wer von einem sehr satten Bike auf das Foxy wechselt, wird tendenziell auf Sprüngen hinter die Landung segeln. Grund dafür: Abgesehen vom Pop im Fahrwerk rollt das Mondraker Foxy extrem schnell. Kurze Zwischensprints sind nicht zwingend notwendig, denn das Rad lässt sich auch durch Schläge kaum bremsen – im Gegenteil, gefühlt beschleunigt das Rad mit jeder Wurzel, die es verspeist. Tritt man zusätzlich in die Pedale, schiebt das Rad ordentlich an. Auf moderaten Trails muss man sich fast ein bisschen zügeln, der Grund-Speed ist verglichen mit anderen Vertretern dieser Kategorie sehr hoch. Bremspunkte früher setzen? Nicht zwingend nötig, durch die kurze Kettenstrebe lastet genug Druck am Heck, der Hinterbau bleibt angenehm aktiv – die Code bringt ihre Bremskraft gut auf den Boden.

Leichtfüßig geht es auch bergab, das Foxy lässt sich ohne viel Kraftaufwand über den Trail bewegen
# Leichtfüßig geht es auch bergab, das Foxy lässt sich ohne viel Kraftaufwand über den Trail bewegen - Auf moderaten Trails fühlt man sich wie angeschoben, die spanische Edelkarosse schiebt ordentlich Richtung Tal.
Eine Eingewöhnung ist bei Sprüngen geboten, denn Landungen werden vom Foxy überbewertet
# Eine Eingewöhnung ist bei Sprüngen geboten, denn Landungen werden vom Foxy überbewertet - Trotz Coil-Dämpfer reicht die Endprogression, im gesamten Testzeitraum konnte nur ein extrem stumpfer Sprung die Reserven des Carbon-Bikes voll ausnutzen.
Steht man zentral im Rad, zieht es flink um Kurven und schiebt im Grenzbereich neutral über Front und Heck
# Steht man zentral im Rad, zieht es flink um Kurven und schiebt im Grenzbereich neutral über Front und Heck - Insgesamt ist die Rahmensteifigkeit gelungen, das Foxy verzeiht auf den Seitenstollen einiges – der Grip bleibt auf einem sehr hohen Niveau.

Bei hohen Geschwindigkeiten birgt die Charakteristik des Rades aber auch gewisse Eigenheiten. Hält man grob und schnell in raues Gelände rein, wird man mit dem Lenkwinkel von 66° schnell mal aufgemischt. Hier ist ein flinkes Auge zur Linienwahl gefragt, optional verändert man den Lenkwinkel über die mitgelieferten Steuersatz-Schalen. Möchte man das Mondraker Foxy Carbon 29 auf Renngeschwindigkeit bewegen, kann man das durchaus: Der lange Radstand und viel Reach generieren ausreichend Raum für Fahrmanöver und viel Platz für Bewegung über dem Rad.

Solange man hellwach ist und konzentriert das Gelände analysiert, ermöglicht das Foxy seinem Piloten, vielen anderen Bikes rasant um die Ohren fahren. Die Wohlfühl-Geschwindigkeit lässt sich konstant pushen, grobe Fahrfehler verzeihen andere Räder aber besser. Wie bereits angemerkt, kommt auch heutzutage immer noch kein Rad ohne Kompromiss aus – beim Mondraker liegt dieser aber nicht zwischen Uphill und Downhill, sondern rein im Abfahrtsverhalten versteckt. Seine solide Mischung aus sattem, aber effizienten Fahrwerk und viel Laufruhe bei gleichzeitig hoher Agilität macht das Bike zu einem rennfähigen Allrounder. Laufruhig genug, um auf Sicht die Bremsen offen zu lassen, wendig genug, um auch enge Strecken mit Leichtigkeit zu nehmen. Volle Konzentration ist dabei immer gefragt.

Rennschlitten ähnlich dem Dune?
# Rennschlitten ähnlich dem Dune? - Renngene trägt das Mondraker Foxy in sich, aber es grenzt sich deutlich von satteren Super-Enduros ab – zugunsten der Allround-Tauglichkeit.
Festhalten und Bremse auf?
# Festhalten und Bremse auf? - Nicht ganz. Zwar lässt das Rad sehr hohe Geschwindigkeiten zu, bei Highspeed gibt es aber Räder mit besserem Geradeauslauf.
„Steht man aktiv und voll konzentriert auf dem Rad, wird es sehr schnell sehr zügig.“ – Jens Staudt
# „Steht man aktiv und voll konzentriert auf dem Rad, wird es sehr schnell sehr zügig.“ – Jens Staudt - Das Foxy nutzt seinen Federweg effizient aus und ist nicht zu sparsam damit

Das ist uns aufgefallen

  • Setup Stahlfederdämpfer sind immer ein zweischneidiges Schwert: Sensibelstes Ansprechverhalten mit sattem Fahrgefühl und der umständliche Prozess mit der passenden Federhärte. Wer immer das gleiche Gewicht auf die Waage bringt und nicht wechselweise mit und ohne Rucksack unterwegs ist, wird weniger betroffen sein. Feintuning ist aber weitaus schwieriger als mit einem Luftdämpfer. Am Foxy Carbon 29 gestaltet sich zumindest der Federtausch recht simpel. Keine Unterlegscheiben oder ähnliches fallen einem entgegen – so ist die Umbauaktion zumindest einfacher.
  • Verhüterlis Unterrohr- und Kettenstreben-Schutz sind gerne gesehen, fallen am Mondraker Foxy Carbon 29 aber recht kleinflächig aus, die Unterseite der Kettenstrebe ist sogar gänzlich ungeschützt.
  • Zubehör Mit im Karton befindet sich ein Winkelsteuersatz. Beim aufgerufenen Preis sollte sowas eigentlich bei jedem Hersteller Standard sein.
  • Geometrieanpassung Wer gerne den flacheren Lenkwinkel am Mondraker Foxy nutzen möchte, sollte sich auch über andere Parameter am Bike Gedanken machen. Unsere Tester senkten bei -1° die Lenkzentrale um ein paar Zentimeter, um dem längeren Front-Center entgegenzuwirken und wieder mehr Druck auf dem Vorderrad zu haben.
  • Farbe Wer es gerne etwas gedeckter hätte, wird bei der Topversion des Mondraker Foxy nicht fündig werden. Man beschränkt sich auf die hellblau/rote Variante.
Abrieb auf der Sitzstrebe
# Abrieb auf der Sitzstrebe - Im Hinterbau ist nicht besonders viel Platz für extra breite Reifen oder besonders weiche Laufräder.
Schleifspuren auf der Carbon-Kurbel
# Schleifspuren auf der Carbon-Kurbel - Eine so teure Kurbel (540 €) zu entwerten schmerzt. Den restlichen Testzeitraum überstand das teure Stück auch mit diesem Abrieb.
Steuersatzwechsel für Dummies
# Steuersatzwechsel für Dummies - Markierungen an Steuersatz und Steuerrohr vereinfachen das gerade Einpressen des Winkelsteuersatz erheblich.
Federwechsel einfach gemacht
# Federwechsel einfach gemacht - Durchdacht wirkt der Hinterbau auch, wenn man den Dämpfer ausbaut. Hier fallen einem keine Kleinteile entgegen.

Im Vergleich

Mondraker Foxy Carbon 29 vs. Pole Machine

Sowohl Pole als auch Mondraker verfolgen ein Geometriekonzept, das auf lange Bikes setzt. Mondraker ist dabei aber weniger ins Extrem abgeschweift und wurde langsam aber sicher vom Mainstream eingeholt. Während beide Räder viel Laufruhe bieten, ist das Foxy ein gutes Stück lebendiger und nicht so kompromisslos auf Vollgas ausgelegt wie das Pole Machine. Wenn es hart auf hart kommt und die Geschwindigkeiten stark steigen, hat das Machine die Nase vorn. Der etwas aufregendere Charakter macht das Foxy zum besseren Allrounder.

Mondraker Foxy Carbon 29 vs. Pivot Firebird 29

Auf dem Papier und auf dem Trail liegen Firebird 29 und Foxy 29 nicht allzu weit auseinander. Zwar ist das Firebird auf dem Papier im Reach minimal kompakter, der flachere Lenkwinkel bringt beide Räder aber auf die etwa gleiche Länge. Mondraker lässt für das Foxy Coil- und Air-Dämpfer zu, das Pivot ist zwischenzeitlich auch für die Stahlfeder-Variante mit X2 und ElevenSix freigegeben, Pivot rät aber dazu, beim Luftdämpfer zu bleiben. Auf dem Trail schaffen es beide Räder, ein hohes Maß an Agilität mit einer fehlerverzeihenden Laufruhe zu verbinden – im Härtefall ist man mit dem grobschlächtigeren Firebird einen Ticken sicherer unterwegs.

Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften
# Eine Zielgruppe für das Machine gibt es auf jeden Fall. Das Rad bietet hervorragende und sehr stimmige Fahreigenschaften - am liebsten bügelt es aber und ist somit weder die erste, noch die zweite Wahl für Fahrer, die gerne aktiv das Gelände einbinden und sich gerne in der Luft wiederfinden.
Flugeinlagen liebt der Vogel!
# Flugeinlagen liebt der Vogel! - Gleichzeitig schafft das Firebird 29 eine sehr interessante Balance zwischen hoher Agilität und viel Sicherheitsempfinden zu schaffen.

Fazit – Mondraker Foxy Carbon 29 XR

Für 8.499 € bekommt man zwar kein Schnäppchen, das Mondraker Foxy Carbon 29 XR bringt aber auch eine Menge Leistung dafür auf den Trail. Bergauf geht es dank angenehmer Sitzposition zügig und kraftsparend. Bergab vereint das Rad eine Mischung aus Spaß und Laufruhe. Wie ein Rennwagen blüht der Carbon-Bolide in den richtigen Händen erst so richtig auf: Kann man das wilde spanische Pferd bändigen, fließen die Tränen der Ergriffenheit waagrecht ab, während man versucht, die Schallmauer zu durchbrechen oder neue Weitsprung-Rekorde aufzustellen.

Pro
  • Sehr breiter Einsatzbereich von moderaten Trails bis hin zu Enduro
  • Ermöglicht extrem hohe Geschwindigkeiten
  • Schnell bergauf und bergab
  • Formensprache
Contra
  • Preis
  • Bei Highspeed sollte man wissen, was man tut
Auch wenn das Mondraker Foxy seine Renn-Gene nicht verstecken kann, bleibt es verspielt und zieht gerne auch mal in die Luft
# Auch wenn das Mondraker Foxy seine Renn-Gene nicht verstecken kann, bleibt es verspielt und zieht gerne auch mal in die Luft - wohlgemerkt: Die gute Leistung des Bikes ist teuer erkauft, aber Mondraker hat sich viel Zeit gelassen, nichts überstürzt – und das merkt man. In seiner Klasse ist das Foxy aktuell eins der besseren Räder, bei dem nicht nur die Performance eine sehr hohe Anziehungskraft hat.

Gelungenes Gesamtkonzept oder teures Statussymbol – was haltet ihr vom Mondraker Foxy 29?


Testablauf

Mit dem Mondraker Foxy Carbon 29 XR waren wir einige Monate mit unterschiedlichen Testern unterwegs. Nahezu alle Abfahrten wurden aus eigener Muskelkraft erarbeitet. Neben individuellen Anpassungen wie Griffen, Lenker und Pedalen wurden auch Laufräder und Reifen getauscht. Im Fahrwerk legten wir besonderen Wert auf Abstimmung, die der Vorliebe des jeweiligen Testers entspricht. Folglich wurden neben dem Standard Prozedere der Sag-Anpassung auch Anpassungen an Dämpfung und Luftkammervolumen durchgeführt. Das Mondraker Foxy Carbon wurde uns für den Testzeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Es dient außerdem als Teileträger für weitere Tests.

Hier haben wir das Mondraker Foxy Carbon 29 XR getestet

  • Singletrails: Naturtrail bis gebaute Strecke, schnell bis verwinkelt, sandig bis lehmiger Boden
  • Vereinsstrecke HD Freeride e.V.: Ruppig-steinige Strecke mit breiter Linienauswahl. Tageskarte notwendig: Details hier
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

 

  1. benutzerbild

    RockyRacer

    dabei seit 07/2010

    fullspeedahead
    Als ex Besitzer eines Alu Foxy 2015 und Besitzer eines Carbon Foxy 2017, je 27.5, kann ich dem @Grinsekater nur beipflichten, was die Charakteristik der Mondraker Foxys anbelangt. Andere Bikes fühlen sich eindeutig satter sowie nach mehr Federweg an und sind deppensicherer zu fahren, bei EWS würdigen Stages.....

    Interessieren würde mich der subjektive Vergleich mit dem Ibis Ripmo.
    Und ich spiele noch mit dem Gedanken offset Buchsen auszuprobieren - spricht was dagegen?

    @Grinsekater
    Auch mich interessiert hier ein Vergleich zum Ibis Ripmo.
    Auch falls es nerven sollte, der Test von Euch zum Ripmo war ja wie von so vielen anderen Portalen auch, sehr begeisternd. Und da beide Bikes in einer ähnlichen Preis, Gewichts und Federwegsklasse spielen und dazu keine reinen Enduros zum ballern sind, darfst Du für uns gerne nochmal im Gedächtnis rum wühlen und in die Tasten hauen . Danke.
  2. benutzerbild

    flowbike

    dabei seit 10/2005

    Vergleich zum Ripmo würde mich auch interessieren, scheinen vom Charakter je recht ähnlich zu sein.
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  4. benutzerbild

    Grinsekater

    dabei seit 08/2002

    RockyRacer
    @Grinsekater
    Auch mich interessiert hier ein Vergleich zum Ibis Ripmo.
    Auch falls es nerven sollte, der Test von Euch zum Ripmo war ja wie von so vielen anderen Portalen auch, sehr begeisternd. Und da beide Bikes in einer ähnlichen Preis, Gewichts und Federwegsklasse spielen und dazu keine reinen Enduros zum ballern sind, darfst Du für uns gerne nochmal im Gedächtnis rum wühlen und in die Tasten hauen . Danke.
    flowbike
    Vergleich zum Ripmo würde mich auch interessieren, scheinen vom Charakter je recht ähnlich zu sein.
    Auch wenn das Ripmo weniger Federweg hat, liegt es etwas satter auf der Piste als das Foxy und ist etwas ruhiger vom Charakter. Ich persönlich würde dem Ibis vermutlich den Vorzug geben. Es erfordert weniger "Wachsamkeit" und verzeiht dir eher einen Fahrfehler als das Mondraker.

    An dieser Stelle mal die Unterstellung und @MSTRCHRS möge mich korrigieren, falls ich mich täuschen sollte: Chris wäre vermutlich das Foxy lieber als das Ripmo. Er würde die Agilität, die auch etwas zugunsten der Kritikpunkte geht die ich oben genannt habe, gegenüber der Ruhe des Ripmo vorziehen.

    Somit bedienen beide Bikes unterschiedliche Fahrertypen. Jeder muss da selbst in sich gehen und überlegen was er möchte. Ich wäre vermutlich mit dem Foxy schneller auf dem Trail – dafür wäre mein Kopf früher müde. Beim Ripmo könnte ich mich noch konzentrieren aber meine Kraft wäre am Ende.
  5. benutzerbild

    RockyRacer

    dabei seit 07/2010

    Hallo Jens @Grinsekater ,

    Danke für Deine Einschätzung.
    Es sind bei den beiden ja auch nur 5 mm Differenz im Federweg.

    Selbstverständlich ist jedes Hinterbaukonzept anders, aber auf dem Papier sind die zwei ziemlich eng beieinander und doch ist jedes immer anders. Dem Ripmo wird ja schon unterstellt, dass es spritzig sei und ein sehr agiles und präzises Handling mit bringt und dass Foxy ist aber noch agiler, also noch mehr Trailbike, als das Ibis. Spannend

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