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Seit dieser Saison gehen der amtierende Weltmeister Reece Wilson und der französische Überflieger Loris Vergier gemeinsam für Trek Factory Racing an den Start
Seit dieser Saison gehen der amtierende Weltmeister Reece Wilson und der französische Überflieger Loris Vergier gemeinsam für Trek Factory Racing an den Start - wir haben uns die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Arbeitsgeräte genauer angeschaut!
Für Loris Vergier hätte das Rennen in Slowenien kaum besser laufen können
Für Loris Vergier hätte das Rennen in Slowenien kaum besser laufen können - mit einer absoluten Fabelzeit sicherte er sich den vierten World Cup-Sieg seiner Karriere.
Ganz nach dem Geschmack von Reece Wilson war die staubige Strecke in Maribor nicht
Ganz nach dem Geschmack von Reece Wilson war die staubige Strecke in Maribor nicht - dennoch hat der Schotte einen riesigen Sprung hingelegt und ist mittlerweile regelmäßig weit vorne in den Ergebnissen zu finden.
Gold für den Weltmeister
Gold für den Weltmeister - das Trek Session von Reece Wilson ist alles, nur nicht unauffällig. Der Schotte war maßgeblich in die Entwicklung des High Pivot-Boliden involviert.
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Nach einigen Jahren beim Santa Cruz Syndicate ist Loris Vergier im Winter zu Trek gewechselt
Nach einigen Jahren beim Santa Cruz Syndicate ist Loris Vergier im Winter zu Trek gewechselt - neben dem neuen Rahmen musste er sich auch an ein neues Fahrwerk, neue Laufräder und neue Komponenten gewöhnen. Die Umstellung scheint ihm gelungen zu sein!
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Das Trek Session wurde im Frühjahr komplett neu aufgelegt
Das Trek Session wurde im Frühjahr komplett neu aufgelegt - aktuell setzen die US-Amerikaner auf einen Aluminium-Rahmen mit hohem Drehpunkt und Kettenumlenkung. Dazu ist der neue Session-Rahmen vielfältig anpassbar.
Beide Fahrer bevorzugen am Heck das progressivere der beiden Settings.
Beide Fahrer bevorzugen am Heck das progressivere der beiden Settings.
Das überrascht kaum, setzen beide doch auf einen Coil-Dämpfer am Heck.
Das überrascht kaum, setzen beide doch auf einen Coil-Dämpfer am Heck.
Am R2-Rahmen von Reece Wilson ist offensichtlich ein Steuersatz verbaut, der den Lenkwinkel um 0,5° auf etwa 62,4° abflacht.
Am R2-Rahmen von Reece Wilson ist offensichtlich ein Steuersatz verbaut, der den Lenkwinkel um 0,5° auf etwa 62,4° abflacht.
Dazu gesellen sich zahlreiche Spacer unter der Gabelkrone und dem Vorbau. Das ergibt ein vergleichsweise hohes Cockpit.
Dazu gesellen sich zahlreiche Spacer unter der Gabelkrone und dem Vorbau. Das ergibt ein vergleichsweise hohes Cockpit.
Anders das Session von Loris Vergier, der zwar ebenfalls auf einen R2-Rahmen setzt
Anders das Session von Loris Vergier, der zwar ebenfalls auf einen R2-Rahmen setzt - allerdings in Verbindung mit einem Steuersatz, der den Reach verlängert, und einem deutlich flacheren Cockpit. Dadurch ist die Front seines Arbeitsgeräts länger und tiefer.
Auffällig am Session von Reece Wilson ist die sehr waagerechte Ausrichtung der Bremshebel
Auffällig am Session von Reece Wilson ist die sehr waagerechte Ausrichtung der Bremshebel - insgesamt hängt der Schotte nicht so niedrig und aggressiv über der Front, wie es bei seinem französischen Teamkollegen der Fall ist.
Beide Lenker stammen aus dem Hause Title. Gut zu sehen ist hier neben der unterschiedlichen Ausrichtung der Bremsen …
Beide Lenker stammen aus dem Hause Title. Gut zu sehen ist hier neben der unterschiedlichen Ausrichtung der Bremsen …
… auch der geringere Rise des Lenkers von Loris Vergier.
… auch der geringere Rise des Lenkers von Loris Vergier.
Reece Wilson hat seine Wurzeln im Motocross. Ob daher seine Präferenz für Push On-Griffe ohne Klemmringe kommt?
Reece Wilson hat seine Wurzeln im Motocross. Ob daher seine Präferenz für Push On-Griffe ohne Klemmringe kommt?
Loris Vergier setzt hingegen auf ein anderes Griffprofil und Klemmringe innen und außen, die im Mountainbike-Bereich verbreiteter sind.
Loris Vergier setzt hingegen auf ein anderes Griffprofil und Klemmringe innen und außen, die im Mountainbike-Bereich verbreiteter sind.
Durch die Kettenumlenkung wird das Kettenblatt von der Kette weniger umschlungen. Daher ist eine untere Führung der Kette durchaus sinnvoll
Durch die Kettenumlenkung wird das Kettenblatt von der Kette weniger umschlungen. Daher ist eine untere Führung der Kette durchaus sinnvoll - Loris Vergier hat in Maribor zugunsten des geringeren Gewichts und der verbesserten Pedaliereffizienz hierauf hingegen verzichtet. Das Risiko hat sich ganz offensichtlich bezahlt gemacht.
Nur gucken, nicht anfassen
Nur gucken, nicht anfassen - was im Inneren der RockShox Blackbox-Federelemente vor sich geht, ist aktuell noch streng geheim. Entsprechend spärlich sind die Infos über die Fahrwerke. Laut beiden Fahrern würden sich diese allerdings stark voneinander unterscheiden.
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Ob und wann wir die Federelemente wohl in Serie sehen? Wir wissen es derzeit noch nicht genau!
Ob und wann wir die Federelemente wohl in Serie sehen? Wir wissen es derzeit noch nicht genau!
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Bontrager Line DH 30-Felgen aus Aluminium sind an beiden Arbeitsgeräten verbaut
Bontrager Line DH 30-Felgen aus Aluminium sind an beiden Arbeitsgeräten verbaut - während Reece Wilson auf die Trek-hauseigenen Bontrager G5 Team Issue-Reifen setzt, kam am Bike von Loris Vergier in Maribor ein Produkt der Konkurrenz zum Einsatz.
Die silbernen Speichen am Rad von Loris Vergier sind nicht nur ein optisches Gimmick
Die silbernen Speichen am Rad von Loris Vergier sind nicht nur ein optisches Gimmick - sie fallen auch recht dick aus und sind nicht konifiziert. Das soll die Steifigkeit der Laufräder erhöhen.
Wer kennt dieses Reifenprofil?
Wer kennt dieses Reifenprofil? - sachdienliche Hinweise bitte an 1-800-MINIONDHRII
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An beiden Bikes sind neue Bremsscheiben aus dem Hause SRAM verbaut, die nun eine ganze Ecke dicker sind
An beiden Bikes sind neue Bremsscheiben aus dem Hause SRAM verbaut, die nun eine ganze Ecke dicker sind - in Zeiten von 220 mm großen Bremsscheiben ist das sicherlich keine schlechte Idee.
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Crankbrothers Mallet-Pedale sind an zahlreichen Bikes im Downhill World Cup zu finden.
Crankbrothers Mallet-Pedale sind an zahlreichen Bikes im Downhill World Cup zu finden.
Außen steht Blackbox drauf, innen ist Blackbox drin. Was genau anders ist? Kein Kommentar!
Außen steht Blackbox drauf, innen ist Blackbox drin. Was genau anders ist? Kein Kommentar!
Ein spezielles Tape soll für mehr Reibung am Bremshebel sorgen.
Ein spezielles Tape soll für mehr Reibung am Bremshebel sorgen.
Der goldene Rahmen von Reece Wilson war deutlich großflächiger geschützt als das grüne Gerät von Loris Vergier.
Der goldene Rahmen von Reece Wilson war deutlich großflächiger geschützt als das grüne Gerät von Loris Vergier.
Der Franzose legt selbst auf kleinste Details wie eine möglichst stark runtergeschnittene Startnummer, die einen geringeren Luftwiderstand hat, sehr viel Wert.
Der Franzose legt selbst auf kleinste Details wie eine möglichst stark runtergeschnittene Startnummer, die einen geringeren Luftwiderstand hat, sehr viel Wert.
Kein Detail, das die Performance des Bikes verbessert – aber wohl eines, das dem Mechaniker von Loris Vergier die Extraportion Sicherheit gibt …
Kein Detail, das die Performance des Bikes verbessert – aber wohl eines, das dem Mechaniker von Loris Vergier die Extraportion Sicherheit gibt …
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Keine Frage: Das neue Trek Session zählt zu den schnellsten Downhill-Bikes der Welt. Einen erheblichen Anteil am Erfolg des Race-Boliden haben Loris Vergier und Reece Wilson von Trek Factory Racing. Wir haben uns die Arbeitsgeräte der beiden Überflieger näher angeschaut – und neben einigen Gemeinsamkeiten auch spannende Unterschiede entdeckt! 

Beide gehören zu den spektakulärsten Fahrern im World Cup-Zirkus, beide sind ziemlich erfolgreich und beide fahren für eines der größten Teams – die Rede ist von den Trek Factory Racing-Profis Reece Wilson und Loris Vergier. Der eine wurde im vergangenen Jahr ziemlich überraschend Weltmeister und fährt seitdem konstant in der Weltspitze, der andere gilt schon länger als großes Versprechen für die Zukunft und konnte in Maribor den vierten World Cup-Sieg seiner Karriere feiern. Und selbstverständlich waren sowohl Loris Vergier als auch Reece Wilson beim vergangenen Downhill World Cup in Maribor auf bis ins letzte Detail optimierte Trek Sessions unterwegs, die auch wegen der besonderen Lackierungen ins Auge gestochen sind.

Seit dieser Saison gehen der amtierende Weltmeister Reece Wilson und der französische Überflieger Loris Vergier gemeinsam für Trek Factory Racing an den Start
# Seit dieser Saison gehen der amtierende Weltmeister Reece Wilson und der französische Überflieger Loris Vergier gemeinsam für Trek Factory Racing an den Start - wir haben uns die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Arbeitsgeräte genauer angeschaut!
Diashow: Arbeitsgerät vs. Arbeitsgerät: Trek Session von Reece Wilson und Loris Vergier
Das überrascht kaum, setzen beide doch auf einen Coil-Dämpfer am Heck.
Der Franzose legt selbst auf kleinste Details wie eine möglichst stark runtergeschnittene Startnummer, die einen geringeren Luftwiderstand hat, sehr viel Wert.
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Dazu gesellen sich zahlreiche Spacer unter der Gabelkrone und dem Vorbau. Das ergibt ein vergleichsweise hohes Cockpit.
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Wirft man einen ersten Blick auf die Arbeitsgeräte der beiden Trek-Profis, dann … na dann kommt man aus dem Staunen kaum heraus, denn beide Trek Sessions sehen einfach unverschämt gut aus. Nach dieser ersten Lechz-Phase wird man wohl meinen, dass die beiden Arbeitsgeräte abgesehen von den Farben nur wenig unterscheidet. Doch der Schein trügt – zumindest, wenn man sich mit den Bikes im Detail beschäftigt.

Was ist identisch, was ist anders? Benutze den Slider für den direkten Vergleich!

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Fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an: Beide Fahrer sind auf einem Trek Session in der mittleren Rahmengröße R2 unterwegs, beide bevorzugen ein Mullet-Setup mit Alu-Laufrädern von Bontrager und beide testen gerade fleißig ein RockShox Prototyp-Fahrwerk aus der Blackbox-Serie. Auch die Hersteller der verbauten Komponenten sind logischerweise (weitgehend) identisch. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon. Das bestätigt Loris‘ langjähriger Mechaniker Pierre-Alexandre Roche: „Die Laufräder unterscheiden sich, die Speichen unterscheiden sich, das Fahrwerk ist unterschiedlich eingestellt, die Reifendrücke sind anders, das Fahrwerk ist natürlich unterschiedlich eingestellt. Im Prinzip handelt es sich um zwei komplett verschiedene Bikes.” Loris Vergier, der den World Cup in Maribor gewinnen konnte, schlägt in die gleiche Kerbe:

Beide Bikes sind meiner Meinung nach verdammt cool – vor allem, weil das Setup komplett unterschiedlich kaum sein könnte.

Loris Vergier

Für Loris Vergier hätte das Rennen in Slowenien kaum besser laufen können
# Für Loris Vergier hätte das Rennen in Slowenien kaum besser laufen können - mit einer absoluten Fabelzeit sicherte er sich den vierten World Cup-Sieg seiner Karriere.
Ganz nach dem Geschmack von Reece Wilson war die staubige Strecke in Maribor nicht
# Ganz nach dem Geschmack von Reece Wilson war die staubige Strecke in Maribor nicht - dennoch hat der Schotte einen riesigen Sprung hingelegt und ist mittlerweile regelmäßig weit vorne in den Ergebnissen zu finden.

Arbeitsgerät: Trek Session von Reece Wilson

  • Fahrer Reece Wilson (1,78 m)
  • Rahmen Trek Session Mullet
  • Rahmengröße R2 mit flacherem Lenkwinkel
  • Fahrwerk RockShox Boxxer Blackbox / RockShox Coil Blackbox
  • Laufräder Bontrager Line DH 30 mit DT Swiss 240er Naben
  • Reifen Bontrager G5 Team Issue
  • Bremsen SRAM Code RSC / 220 mm Scheiben
Gold für den Weltmeister
# Gold für den Weltmeister - das Trek Session von Reece Wilson ist alles, nur nicht unauffällig. Der Schotte war maßgeblich in die Entwicklung des High Pivot-Boliden involviert.
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Arbeitsgerät: Trek Session von Loris Vergier

  • Fahrer Loris Vergier (1,75 m)
  • Rahmen Trek Session Mullet
  • Rahmengröße R2 mit längerem Reach
  • Fahrwerk RockShox Boxxer Blackbox / RockShox Coil Blackbox
  • Laufräder Bontrager Line DH 30 mit DT Swiss 240er Naben
  • Reifen Maxxis Minion DHR II
  • Bremsen SRAM Code RSC / 220 mm Scheiben
Nach einigen Jahren beim Santa Cruz Syndicate ist Loris Vergier im Winter zu Trek gewechselt
# Nach einigen Jahren beim Santa Cruz Syndicate ist Loris Vergier im Winter zu Trek gewechselt - neben dem neuen Rahmen musste er sich auch an ein neues Fahrwerk, neue Laufräder und neue Komponenten gewöhnen. Die Umstellung scheint ihm gelungen zu sein!
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Rahmen und Geometrie

Mit Körpergrößen von etwa 1,75 m respektive 1,78 m ist es nicht verwunderlich, dass Loris und Reece beide auf dem neuen Trek Session (zum Artikel: Trek Session 2022 im ersten Test) in der mittleren Rahmengröße R2 unterwegs sind. Serienmäßig bietet der neue Session-Rahmen jede Menge Einstellmöglichkeiten. So ist das Downhill-Bike der US-Amerikaner mit allen gängigen Laufrad-Konfigurationen fahrbar. Über das bekannte Minolink-System kann man die Geometrie anpassen. Außerdem lässt sich die Progression am Heck beeinflussen und Endkunden können dank mitgelieferter Steuersatz-Schalen den Lenkwinkel um ±1° verstellen.

Das Trek Session wurde im Frühjahr komplett neu aufgelegt
# Das Trek Session wurde im Frühjahr komplett neu aufgelegt - aktuell setzen die US-Amerikaner auf einen Aluminium-Rahmen mit hohem Drehpunkt und Kettenumlenkung. Dazu ist der neue Session-Rahmen vielfältig anpassbar.

Gehen wir also die verschiedenen Settings durch: Beide Fahrer haben sich für einen Mullet-Aufbau mit kleinerem 27,5″-Hinterrad entschieden. Nachdem es einige Jahre so ausgesehen hatte, als wären 29″ vorne und hinten die Größe der Wahl, sind Bikes mit gemixten Laufrädern im Downhill World Cup inzwischen eher die Norm als die Ausnahme. Bei beiden Arbeitsgeräten ist der Minolink ins flache Setting gestellt, beide bevorzugen wenig überraschend das progressivere der beiden Settings.

Beide Fahrer bevorzugen am Heck das progressivere der beiden Settings.
# Beide Fahrer bevorzugen am Heck das progressivere der beiden Settings.
Das überrascht kaum, setzen beide doch auf einen Coil-Dämpfer am Heck.
# Das überrascht kaum, setzen beide doch auf einen Coil-Dämpfer am Heck.

Im Bereich des Steuerrohrs erkennt man einige Unterschiede. So ist am Arbeitsgerät von Loris Vergier ein Steuersatz verbaut, der offensichtlich den Reach um einige Millimeter verlängert. Unter der Gabelbrücke ist lediglich ein einzelner Spacer verbaut, zudem sorgen zwei Spacer unter dem Vorbau für eine etwas höhere Front – die aber im Vergleich zu der an Reece Wilsons Trek Session niedriger ausfallen dürfte.

Am R2-Rahmen von Reece Wilson ist offensichtlich ein Steuersatz verbaut, der den Lenkwinkel um 0,5° auf etwa 62,4° abflacht.
# Am R2-Rahmen von Reece Wilson ist offensichtlich ein Steuersatz verbaut, der den Lenkwinkel um 0,5° auf etwa 62,4° abflacht.
Dazu gesellen sich zahlreiche Spacer unter der Gabelkrone und dem Vorbau. Das ergibt ein vergleichsweise hohes Cockpit.
# Dazu gesellen sich zahlreiche Spacer unter der Gabelkrone und dem Vorbau. Das ergibt ein vergleichsweise hohes Cockpit.
Anders das Session von Loris Vergier, der zwar ebenfalls auf einen R2-Rahmen setzt
# Anders das Session von Loris Vergier, der zwar ebenfalls auf einen R2-Rahmen setzt - allerdings in Verbindung mit einem Steuersatz, der den Reach verlängert, und einem deutlich flacheren Cockpit. Dadurch ist die Front seines Arbeitsgeräts länger und tiefer.

Am güldenen Bike des amtierenden Weltmeisters ist ebenfalls ein Steuersatz verbaut, der sich auf die Geometrie auswirkt. Allerdings wird hier nicht der Reach verlängert, sondern ganz offensichtlich die Front um 0,5° abgeflacht. Außerdem fällt auf, dass deutlich mehr Spacer unter der oberen Gabelkrone verbaut sind, was in Kombination mit dem Spacer unter dem Vorbau für ein insgesamt höheres Cockpit sorgen dürfte.

Auffällig am Session von Reece Wilson ist die sehr waagerechte Ausrichtung der Bremshebel
# Auffällig am Session von Reece Wilson ist die sehr waagerechte Ausrichtung der Bremshebel - insgesamt hängt der Schotte nicht so niedrig und aggressiv über der Front, wie es bei seinem französischen Teamkollegen der Fall ist.

In der Praxis dürften sich dadurch beide Bikes ungefähr gleich groß anfühlen – während die gefühlte Länge am Rad von Loris Vergier durch einen verlängerten Reach in Kombination mit einem etwas niedrigeren Cockpit erzielt wird, sorgt am Bike von Reece Wilson ein höherer Stack in Kombination mit einem flacheren Lenkwinkel dafür. Allerdings dürften diese Abweichungen den Schwerpunkt des Schotten etwas weiter nach oben und hinten verschieben, was auch zum im Vergleich deutlich aufrechteren Fahrstil passt.

Beide Lenker stammen aus dem Hause Title. Gut zu sehen ist hier neben der unterschiedlichen Ausrichtung der Bremsen …
# Beide Lenker stammen aus dem Hause Title. Gut zu sehen ist hier neben der unterschiedlichen Ausrichtung der Bremsen …
… auch der geringere Rise des Lenkers von Loris Vergier.
# … auch der geringere Rise des Lenkers von Loris Vergier.
Reece Wilson hat seine Wurzeln im Motocross. Ob daher seine Präferenz für Push On-Griffe ohne Klemmringe kommt?
# Reece Wilson hat seine Wurzeln im Motocross. Ob daher seine Präferenz für Push On-Griffe ohne Klemmringe kommt?
Loris Vergier setzt hingegen auf ein anderes Griffprofil und Klemmringe innen und außen, die im Mountainbike-Bereich verbreiteter sind.
# Loris Vergier setzt hingegen auf ein anderes Griffprofil und Klemmringe innen und außen, die im Mountainbike-Bereich verbreiteter sind.

Schon zu Santa Cruz Syndicate-Zeiten war Loris Vergier als ein Fahrer bekannt, der durchaus Wert auf Gewichtsersparnisse am Arbeitsgerät gelegt hat. Ob es daran liegt, dass er im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Reece auf eine Umlenkrolle an der Kettenführung verzichtet? Auf seine Zeit im Finale von Maribor hat es sich ganz offensichtlich nicht negativ ausgewirkt – im Gegenteil. Durch die geringeren Umschlingung der Kette, die durch den High Pivot-Hinterbau mitsamt Umlenkrolle kommt, ist der Verzicht jedenfalls ein etwas gewagtes Unterfangen. Andererseits dürfte auch die Pedaliereffizienz dadurch gesteigert werden. Außerdem fällt auf, dass der Unterrohrschutz am grünen Rahmen des Franzosen deutlich kürzer ausfällt, als es am goldenen Session von Reece Wilson der Fall ist.

Durch die Kettenumlenkung wird das Kettenblatt von der Kette weniger umschlungen. Daher ist eine untere Führung der Kette durchaus sinnvoll
# Durch die Kettenumlenkung wird das Kettenblatt von der Kette weniger umschlungen. Daher ist eine untere Führung der Kette durchaus sinnvoll - Loris Vergier hat in Maribor zugunsten des geringeren Gewichts und der verbesserten Pedaliereffizienz hierauf hingegen verzichtet. Das Risiko hat sich ganz offensichtlich bezahlt gemacht.

Fahrwerk und Setup

Reece Wilson und Loris Vergier zählen zu dem erlesenen Kreis derjenigen Downhill-Profis, die bereits fleißig neue RockShox-Komponenten der Blackbox-Serie testen. Über diese haben wir bereits in der Vergangenheit berichtet, wenngleich uns noch immer keine Details vorliegen – und sowohl das Team, als auch SRAM hierzu verständlicherweise schweigen. Bei unserer Meinung, dass die mysteriös aussehenden Federgabeln und Dämpfer aber einen schon recht serienreifen Eindruck machen, bleiben wir allerdings.

Nur gucken, nicht anfassen
# Nur gucken, nicht anfassen - was im Inneren der RockShox Blackbox-Federelemente vor sich geht, ist aktuell noch streng geheim. Entsprechend spärlich sind die Infos über die Fahrwerke. Laut beiden Fahrern würden sich diese allerdings stark voneinander unterscheiden.

Genaue Details zur Anzahl der Klicks am Dämpfer oder der High Speed-Zugstufe von den Federgabeln können wir also wenig überraschend nicht liefern. Die Federhärten am Heck – 475 lbs bei Reece Wilson, 500 lbs bei Loris Vergier – unterscheiden sich leicht voneinander und dürften auf unterschiedliche Präferenzen zurückzuführen sein. Auf die Frage, was für sie das perfekte Setup ist, geben die beiden ebenfalls unterschiedliche Antworten:

Das perfekte Setup für mich ist ein Bike, das sich komfortabel und vorhersehbar fährt. Dafür spielt meiner Meinung nach der Rebound die größte Rolle.

Loris Vergier

Meiner Meinung nach ist das optimale Setup stark von der jeweiligen Strecke abhängig – aber der wichtigste Aspekt für mich ist wohl die optimale Balance zwischen Front und Heck.

Reece Wilson

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# session-vergier-wilson-5933

Um das jeweils für sich optimale Setup zu finden, sind beide Fahrer permanent damit beschäftigt, fleißig zu testen. So sind beide auch zwischen den Rennen, wenn sie auf ihren doch sehr unterschiedlichen Hometrails fahren, mit Setups unterwegs, die den straffen Race-Einstellungen zumindest stark ähneln. Gerade der Weltmeister Reece Wilson hat in der Off Season viel Zeit damit verbracht, sich intensiv mit dem Fahrwerk auseinanderzusetzen. Und dass Loris Vergier auch auf dem für ihn noch eher ungewohnten RockShox-Fahrwerk ziemlich penibel zur Sache geht, dürfte kaum überraschen – man erinnere sich nur zurück an die extrem unterhaltsamen World Cup-Videos, in denen er die Fox-Belegschaft permanent in den Wahnsinn getrieben hat …

Ob und wann wir die Federelemente wohl in Serie sehen? Wir wissen es derzeit noch nicht genau!
# Ob und wann wir die Federelemente wohl in Serie sehen? Wir wissen es derzeit noch nicht genau!
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# session-vergier-wilson-5928
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# session-vergier-wilson-5969

Laufräder und Reifen

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Arbeitsgeräten sind die Laufräder und Reifen, denen als einziger Kontaktpunkt zum Untergrund eine nicht ganz unwichtige Bedeutung zukommt. Am Rad von Reece Wilson waren in Maribor reguläre Bontrager G5 Team Issue-Reifen vorne und hinten verbaut. Im Gegensatz dazu wurde am Trek Session von Loris Vergier zum Edding gegriffen. Hoch und heilig mussten wir versprechen, dass es sich bei den geschwärzten Exemplaren NICHT um Maxxis Minion DHR II vorne und hinten handelt.

Bontrager Line DH 30-Felgen aus Aluminium sind an beiden Arbeitsgeräten verbaut
# Bontrager Line DH 30-Felgen aus Aluminium sind an beiden Arbeitsgeräten verbaut - während Reece Wilson auf die Trek-hauseigenen Bontrager G5 Team Issue-Reifen setzt, kam am Bike von Loris Vergier in Maribor ein Produkt der Konkurrenz zum Einsatz.

Ein weiterer Unterschied sind die Laufräder, wenngleich hier an beiden Rädern Bontrager Line DH 30-Felgen aus Aluminium mit den 240 Naben-Klassikern aus dem Hause DT Swiss kombiniert werden. Nicht nur farblich unterscheiden sich nämlich die Speichen: Loris Vergier ist ein großer Fan von silbernen Speichen, die entgegen der gängigen Praxis nicht konifiziert sind. So messen die Speichen am Arbeitsgerät von Loris eine durchgehende Dicke von 2,0 mm, was für eine höhere Steifigkeit der Laufräder sorgen und den eher weichen Aluminium-Felgen entgegenwirken soll.

Die silbernen Speichen am Rad von Loris Vergier sind nicht nur ein optisches Gimmick
# Die silbernen Speichen am Rad von Loris Vergier sind nicht nur ein optisches Gimmick - sie fallen auch recht dick aus und sind nicht konifiziert. Das soll die Steifigkeit der Laufräder erhöhen.
Wer kennt dieses Reifenprofil?
# Wer kennt dieses Reifenprofil? - sachdienliche Hinweise bitte an 1-800-MINIONDHRII

Ob Reifen-Inserts verbaut werden oder nicht, ist bei beiden Fahrern von verschiedenen Faktoren abhängig. So war zumindest am Tag der Qualifikation, als die Fotos entstanden sind, am Bike von Loris Vergier vorne und hinten ein Cushcore-System verbaut, während Reece Wilson ohne zusätzlichen Schutz in den Reifen auf die Strecke gegangen ist. Generell testen die Fahrer und Teams aber viel in diesem Bereich und ändern gegebenenfalls noch den Aufbau, je näher den Rennlauf rückt. Auch die Reifendrücke werden je nach Bedingungen, Reifen und dem Aufbau der Laufräder angepasst.

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# session-vergier-wilson-5975

Komponenten-Check

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die verbauten Komponenten, die überwiegend sehr ähnlich sind. Beide Fahrer vertrauen auf die bewährte Kraft der SRAM Code RSC-Bremsen. Hier stechen die neuen HS2-Bremsscheiben aus dem Hause SRAM ins Auge, die allem Anschein (und der Lasergravur nach) deutlich dicker sind als die bisherigen SRAM-Bremsscheiben. Einer der wesentlichen Gründe hierfür dürfte die immer stärkere Verbreitung der 220 mm großen Bremsscheiben für ein Maximum an Bremsleistung und Hitzebeständigkeit sein.

An beiden Bikes sind neue Bremsscheiben aus dem Hause SRAM verbaut, die nun eine ganze Ecke dicker sind
# An beiden Bikes sind neue Bremsscheiben aus dem Hause SRAM verbaut, die nun eine ganze Ecke dicker sind - in Zeiten von 220 mm großen Bremsscheiben ist das sicherlich keine schlechte Idee.
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# session-vergier-wilson-5909
Crankbrothers Mallet-Pedale sind an zahlreichen Bikes im Downhill World Cup zu finden.
# Crankbrothers Mallet-Pedale sind an zahlreichen Bikes im Downhill World Cup zu finden.
Außen steht Blackbox drauf, innen ist Blackbox drin. Was genau anders ist? Kein Kommentar!
# Außen steht Blackbox drauf, innen ist Blackbox drin. Was genau anders ist? Kein Kommentar!

Beim Antrieb setzt das komplette Trek-Team auf die bewährte SRAM X01 DH-Lösung mit 7 Gängen und 34 Zähne großen Kettenblättern. Wie nahezu alle Downhill-Profis sind auch Reece und Loris eingeklickt unterwegs und verwenden dafür Crankbrothers Mallet-Pedale. Sattel und Sattelstütze sowie das Cockpit stammen von der von Trek-Kollege Brett Rheeder gegründeten Marke Title. Neben dem Auszug und dem Winkel des Sattels unterscheiden sich auch die Griffe und die Ausrichtung der Bremshebel, auf die vor allem Reece Wilson einen sehr großen Wert legt, voneinander. Details wie diese sind es, die aus zwei auf den ersten Blick ziemlich ähnlich wirkenden Bikes laut den beiden Trek-Profis in Summe sehr unterschiedliche Arbeitsgeräte machen – die beide extrem schnell sind!

Ein spezielles Tape soll für mehr Reibung am Bremshebel sorgen.
# Ein spezielles Tape soll für mehr Reibung am Bremshebel sorgen.
Der goldene Rahmen von Reece Wilson war deutlich großflächiger geschützt als das grüne Gerät von Loris Vergier.
# Der goldene Rahmen von Reece Wilson war deutlich großflächiger geschützt als das grüne Gerät von Loris Vergier.
Der Franzose legt selbst auf kleinste Details wie eine möglichst stark runtergeschnittene Startnummer, die einen geringeren Luftwiderstand hat, sehr viel Wert.
# Der Franzose legt selbst auf kleinste Details wie eine möglichst stark runtergeschnittene Startnummer, die einen geringeren Luftwiderstand hat, sehr viel Wert.
Kein Detail, das die Performance des Bikes verbessert – aber wohl eines, das dem Mechaniker von Loris Vergier die Extraportion Sicherheit gibt …
# Kein Detail, das die Performance des Bikes verbessert – aber wohl eines, das dem Mechaniker von Loris Vergier die Extraportion Sicherheit gibt …
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# session-vergier-wilson-5938

Grün und schnell oder gold und weltmeisterlich: Welches der beiden Trek Sessions ist dein Favorit?


Hier findest du weitere Arbeitsgeräte von den Stars der Mountainbike-Szene:

  1. benutzerbild

    Lord Shadow

    dabei seit 06/2006

    Der Gold-Grün mix auf dem Sliderbild ist ja der Wahnsinn smilie
  2. benutzerbild

    pablob93

    dabei seit 08/2017

    Weil Shimano keine größeren hat
    Ehmmm
    Es ist ja cl aber...
  3. benutzerbild

    xMARTINx

    dabei seit 12/2006

    Ehmmm
    Es ist ja cl aber...
    Die sind wohl aber sehr neu am Markt oder
  4. benutzerbild

    pablob93

    dabei seit 08/2017

    Die sind wohl aber sehr neu am Markt oder
    Seit April glaube ich. Es gibt auch 6loch
  5. benutzerbild

    xMARTINx

    dabei seit 12/2006

    Seit April glaube ich. Es gibt auch 6loch
    Shimano ist aber eben nur bis letztes Jahr gefahren

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