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Das Santa Cruz Nomad kostet in unserer Test-Ausstattung 11.799 € und bringt in Größe XL 15,4 kg ohne Pedale auf die Waage
Das Santa Cruz Nomad kostet in unserer Test-Ausstattung 11.799 € und bringt in Größe XL 15,4 kg ohne Pedale auf die Waage - was der schöne Kalifornier sonst noch so kann, erfahrt ihr im Test.
In der aktuellen Version schmückt ein 29"-Vorderrad das Nomad
In der aktuellen Version schmückt ein 29"-Vorderrad das Nomad - das Ganze mit edlen Carbon-Laufrädern von Reserve und einer klassischen Maxxis-Reifen-Kombination aus Assegai und Minion DHR2.
Auch der Stauraum am Unterrohr findet am neuen Nomad seinen Platz …
Auch der Stauraum am Unterrohr findet am neuen Nomad seinen Platz …
… für uns ein absolut praktisches Detail.
… für uns ein absolut praktisches Detail.
Es war ein erklärtes Ziel im Rahmen der V6-Entwicklung, den VPP-Hinterbau weiter zu verbessern.
Es war ein erklärtes Ziel im Rahmen der V6-Entwicklung, den VPP-Hinterbau weiter zu verbessern.
Das Übersetzungsverhältnis wurde etwas verringert
Das Übersetzungsverhältnis wurde etwas verringert - und die Progression im Hinterbau reduziert.
Auch der Anti-Squat wurde leicht reduziert
Auch der Anti-Squat wurde leicht reduziert - für mehr Sensibilität am Heck des Nomad V6.
Gut eingepackt
Gut eingepackt - die verlängerten und mitwachsenden Kettenstreben verfügen neben einem dicken Gummischutz auch über Kabelkanäle im Inneren.
Flip-Chip am Umlenkhebel
Flip-Chip am Umlenkhebel - rechts im Bild und leicht zu bedienen. Hier darf zwischen High und Low-Position gewählt werden.
Löblich und sinnvoll
Löblich und sinnvoll - der hochgezogene Rahmenschutz wurde vom Megatower V2 nun auch ans Nomad V6 transferiert.
Gewachsene Kettenstreben wünschen etwas mehr Stabilität ins Mullet-Heck zu bringen.
Gewachsene Kettenstreben wünschen etwas mehr Stabilität ins Mullet-Heck zu bringen.
Die zugewonnene Höhe an der Front (Stack) kommt großen Fahrern entgegen.
Die zugewonnene Höhe an der Front (Stack) kommt großen Fahrern entgegen.
Der XL-Tester mit seinem XL-Testbike
Der XL-Tester mit seinem XL-Testbike - 496 mm Reach kombiniert mit 656 mm Stack ergeben eine gelungene Position im Bike, die sofort mit hohem Sicherheitsempfinden belohnt wird.
Fox 38 Float Performance Elite am Testbike
Fox 38 Float Performance Elite am Testbike - in Serie glänzt hier jedoch eine gülden beschichtete Factory-Version.
Unser Testbike war mit einem Fox Float X2 Factory-Luftdämpfer ausgestattet.
Unser Testbike war mit einem Fox Float X2 Factory-Luftdämpfer ausgestattet. - Santa Cruz bietet auch Varianten mit Stahldämpfern an.
Geschaltet wird bei einem 5-stelligen Preis standesgemäß elektrisch mit dem SRAM X01 AXS-Schaltwerk
Geschaltet wird bei einem 5-stelligen Preis standesgemäß elektrisch mit dem SRAM X01 AXS-Schaltwerk - der Trigger wird jedoch durch die GX AXS-Gruppe gestellt.
Reserve Carbon-Laufräder aus dem Hause Santa Cruz
Reserve Carbon-Laufräder aus dem Hause Santa Cruz - beim getesteten Top-Modell inklusive.
Das Cockpit wird aus Santa Cruz-Carbonlenker und Burgtec-Vorbau gestellt
Das Cockpit wird aus Santa Cruz-Carbonlenker und Burgtec-Vorbau gestellt - gebremst wird mit der Code RSC aus dem Hause SRAM.
Das Schaltwerk gehört zur X01 AXS-Gruppe und wird per GX-Trigger angefunkt
Das Schaltwerk gehört zur X01 AXS-Gruppe und wird per GX-Trigger angefunkt - gestanden wird auf etwas günstigeren SRAM X1 Eagle-Kurbeln.
Die runden Bögen der Fox 38 werden durch Maxxis-Pneus ausgefüllt
Die runden Bögen der Fox 38 werden durch Maxxis-Pneus ausgefüllt - an der Front werkelt ein MaxxGrip Assegai und sorgt für ordentlich Haftung.
Das Setup ist schnell gefunden
Das Setup ist schnell gefunden - das Nomad ist und bleibt ein Santa Cruz – draufsetzen und wohlfühlen.
Flowige wie auch ruppige Strecken kann das Nomad
Flowige wie auch ruppige Strecken kann das Nomad - solange es genug Gefälle gibt, fühlt sich das Enduro-Bike nicht sofort nach zu viel Rad an.
Weit ausholen und rein in den Anlieger …
Weit ausholen und rein in den Anlieger …
… mit dem kleinen Hinterrad werden Kurven zur absoluten Freude.
… mit dem kleinen Hinterrad werden Kurven zur absoluten Freude.
Auch springen und spielen will es …
Auch springen und spielen will es …
… die Ansage, dass das Nomad Bikepark-tauglich sei, können wir bestätigen.
… die Ansage, dass das Nomad Bikepark-tauglich sei, können wir bestätigen.
Wenn in Morzine, dann bitte auch mitrollen bei den Whip-Offs.
Wenn in Morzine, dann bitte auch mitrollen bei den Whip-Offs.
Auf ruppigem Untergrund liegt das Nomad absolut satt
Auf ruppigem Untergrund liegt das Nomad absolut satt - es lässt sich trotz kleinem Hinterrad von nichts so schnell aus der Ruhe bringen.
Das Nomad verhält sich trotz seiner Downhill-orientierten Geometrie auf Trails agil
Das Nomad verhält sich trotz seiner Downhill-orientierten Geometrie auf Trails agil - und lässt sich verhältnismäßig leicht aufs Hinterrad ziehen.
Technische und enge Passagen lassen sich souverän meistern
Technische und enge Passagen lassen sich souverän meistern - es bedarf nur ein wenig mehr Energie, um den satt liegenden Fox X2 zu überwinden.
Im Downhill eine Wucht
Im Downhill eine Wucht - im Uphill eher wuchtig behäbig. Der Fox Float X2 entzieht dem Nomad etwas Leben.
Wer mehr den Spaß statt der maximal schnellen Zeit im Fokus hat, für den könnte das Nomad eine Alternative zum Megatower sein.
Wer mehr den Spaß statt der maximal schnellen Zeit im Fokus hat, für den könnte das Nomad eine Alternative zum Megatower sein.
Die Glovebox von Santa Cruz
Die Glovebox von Santa Cruz - eine eigene Interpretation des praktischen Kofferraums.
Der Fox Float X2 saugt dem Nomad etwas Leben aus
Der Fox Float X2 saugt dem Nomad etwas Leben aus - im Uphill wie auch auf flachem, technischem Untergrund.
Eine Lösung kann der RockShox Super Deluxe sein
Eine Lösung kann der RockShox Super Deluxe sein - mit deutlich strafferer Plattform am Berg ein Gamechanger.
Die Reserve Carbon-Laufräder waren zumindest am Heck etwas pflegeintensiv
Die Reserve Carbon-Laufräder waren zumindest am Heck etwas pflegeintensiv - wir mussten öfter nachzentrieren.
Haben wir das 27,5"-Vorderrad vermisst?
Haben wir das 27,5"-Vorderrad vermisst? - in keiner Situation. Denn das Nomad ist ein Vollblut-Enduro, das bei harter Fahrt seine Stärken zeigt.

Santa Cruz Nomad 2023 im Test: Wir hatten die Möglichkeit, das zur Mullet-Konfiguration konvertierte Enduro-Bike mit ganzen 170 mm Federweg gründlich zu testen. Ob auf alpinen Singletrails, luftig verspielten bis hämmernden Bikepark-Strecken oder beim Einsatz auf technischen Enduro-Trails in den Vogesen. Immer mit dem Ziel, herauszufinden, wie sich das Santa Cruz Nomad der sechsten Generation unter diesen recht abwechslungsreichen Bedingungen schlägt. Hier gibt’s unseren Test.

Steckbrief: Santa Cruz Nomad 2023

EinsatzbereichEnduro
Federweg170 mm/170 mm
LaufradgrößeMullet (29″/27,5″)
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)15,4 kg
RahmengrößenS, M, L, XL, XXL (im Test: XL)
Websitewww.santacruzbicycles.com
Preisspanne5.799 Euro - 11.799 Euro
Im Test: Santa Cruz Nomad CC X01 AXS RSV
Preis: 11.799 Euro

Da in diesem Jahr neben dem Santa Cruz 5010 (Test) auch das Nomad zum Mullet-Style konvertiert wurde, sind reine 27,5″-Bikes aus dem Trail und Enduro-Portfolio von Santa Cruz gestrichen. Ob das nun im Sinne aller ist, kann in diesem Artikel wohl nicht beantwortet werden. Jedoch haben wir keine Mühen gescheut, um uns einen ausgiebigen Eindruck des neuen Enduro-Bikes mit 170 mm Federweg an Front und Heck zu verschaffen.

Bei unserem Testbike handelt es sich um das aktuelle Top-Modell namens Nomad CC X01 AXS RSV, welches mit kleinem Hinterrad, Fox-Luftfahrwerk, hauseigenen Reserve-Carbon-Laufrädern sowie den montierten Shimano DX-Klickpedalen 15,9 kg auf die Waage bringt. Recht beachtlich für einen 170 mm-Boliden in Größe XL, der dem Kundenklientel jedoch ganze 11.799 € abknöpft. Ob es diesem Preis gerecht wird, erfahrt ihr hier im Test.

Das Santa Cruz Nomad kostet in unserer Test-Ausstattung 11.799 € und bringt in Größe XL 15,4 kg ohne Pedale auf die Waage
# Das Santa Cruz Nomad kostet in unserer Test-Ausstattung 11.799 € und bringt in Größe XL 15,4 kg ohne Pedale auf die Waage - was der schöne Kalifornier sonst noch so kann, erfahrt ihr im Test.
Diashow: Neues Santa Cruz Nomad 2023 im Test: Full 27,5″ is dead now!
Wenn in Morzine, dann bitte auch mitrollen bei den Whip-Offs.
Löblich und sinnvoll
Die Reserve Carbon-Laufräder waren zumindest am Heck etwas pflegeintensiv
Das Santa Cruz Nomad kostet in unserer Test-Ausstattung 11.799 € und bringt in Größe XL 15,4 kg ohne Pedale auf die Waage
Auch der Stauraum am Unterrohr findet am neuen Nomad seinen Platz …
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Im Detail

Das neue Santa Cruz Nomad war das dritte von fünf MTB-Modellen der Kalifornier, das in diesem Jahr in überarbeiteter Form auf den Markt kam. Damit hat Santa Cruz die Messlatte in Sachen Modell-Erneuerung nicht nur hoch gelegt, sondern neu definiert. Das mittlerweile in der 6. Iterationsstufe angekommene Enduro-Bike rollt weiterhin auf einem 27,5″-Hinterrad und kombiniert dies mit satten 170 mm VPP-Federweg. Neu ist das größere 29″-Vorderrad, dem ebenfalls 170 mm Federweg spendiert wurden.

MY22 Nomad CC X01 Coil Green MY23 Nomad CC X01 Coil Gypsum

Das aktuelle Santa Cruz Nomad wurde im September vorgestellt und wechselt zu Preisen von 5.799 € bis 11.799 € den Besitzer. Für die aufgerufenen Preise bekommt die Kundschaft neben den Santa Cruz-typischen Merkmalen die ein oder andere Neuerung geboten. Zusätzlich zum partiell angewachsenen Laufraddurchmesser verfügt das neue Nomad natürlich auch über den bereits etablierten und Glovebox genannten Stauraum im Unterrohr. Dazu gesellt sich die größenspezifische Anpassung des Carbon-Layups, wodurch kleine wie große Pilot*innen das angestrebte Optimum an Rahmenflex zu spüren bekommen sollen.

In der aktuellen Version schmückt ein 29"-Vorderrad das Nomad
# In der aktuellen Version schmückt ein 29"-Vorderrad das Nomad - das Ganze mit edlen Carbon-Laufrädern von Reserve und einer klassischen Maxxis-Reifen-Kombination aus Assegai und Minion DHR2.
Auch der Stauraum am Unterrohr findet am neuen Nomad seinen Platz …
# Auch der Stauraum am Unterrohr findet am neuen Nomad seinen Platz …
… für uns ein absolut praktisches Detail.
# … für uns ein absolut praktisches Detail.

Laut Santa Cruz war es zudem ein wichtiger Fokuspunkt des Entwicklungsprozesses, die Performance des bekannten VPP-Hinterbaus weiter zu verbessern. Hierzu wurde zum einen das Hebelverhältnis verringert und damit einhergehend die Progression des Hinterbaus reduziert. Dies soll zu einem gleichmäßigeren Arbeiten des Fahrwerks über den gesamten Federweg beitragen. Dennoch sollen auch Stahlfeder-Dämpfern mit der verbleibenden Progressionskurve harmonieren. Zudem wurde der Anti-Squat leicht reduziert, was die Sensibilität des Hecks positiv beeinflussen und die Klettereigenschaften des Nomads weiter verbessern soll.

Es war ein erklärtes Ziel im Rahmen der V6-Entwicklung, den VPP-Hinterbau weiter zu verbessern.
# Es war ein erklärtes Ziel im Rahmen der V6-Entwicklung, den VPP-Hinterbau weiter zu verbessern.
Das Übersetzungsverhältnis wurde etwas verringert
# Das Übersetzungsverhältnis wurde etwas verringert - und die Progression im Hinterbau reduziert.
Auch der Anti-Squat wurde leicht reduziert
# Auch der Anti-Squat wurde leicht reduziert - für mehr Sensibilität am Heck des Nomad V6.

Ansonsten will das neue Nomad CC X01 AXS RSV mit einem sauber verarbeiteten Rahmen inklusive feiner Detaillösungen überzeugen. Dazu zählen praktische Kabelkanäle (nun auch am Hinterbau), ein wie beim Megatower V2 (Santa Cruz Megatower-Test) hochgezogener Unterrohrschutz sowie ein zusätzlicher Shuttleguard. Die bereits bekannten und nun verlängerten, mit der Größe mitwachsenden Kettenstreben sowie der im unteren Umlenkhebel integrierte Flip-Chip zur Geometrie und Progressions-Anpassung wollen das Santa Cruz-Erlebnis komplett machen.

Gut eingepackt
# Gut eingepackt - die verlängerten und mitwachsenden Kettenstreben verfügen neben einem dicken Gummischutz auch über Kabelkanäle im Inneren.
Flip-Chip am Umlenkhebel
# Flip-Chip am Umlenkhebel - rechts im Bild und leicht zu bedienen. Hier darf zwischen High und Low-Position gewählt werden.
Löblich und sinnvoll
# Löblich und sinnvoll - der hochgezogene Rahmenschutz wurde vom Megatower V2 nun auch ans Nomad V6 transferiert.

Geometrie

Höher, länger und flacher? Die Antwort ist ein klares Jein. Denn das neue Santa Cruz Nomad V6 setzt die aktuellen Trends gemäßigt fort. Löblich ist die dazugewonnene Größe XXL, denn dadurch werden auch Menschen jenseits der Ein-Meter-Neunzig-Marke abgeholt. Trotz des zusätzlichen Reach-Wertes von bis zu 520 mm (XXL), zeigt sich die Geometrie nicht allzu extrem und versorgt die klassische Größe L wie zuvor mit soliden 475 mm Reach (in der High-Position des Flip-Chips). Dafür wächst der Stack um beachtliche 15 mm, was in Summe 638 mm bedeutet. Auch der Lenkwinkel verändert sich nur um 0,2° in Richtung flacher und landet in der hohen Einstellung bei 63,8° – das tiefe Setting liefert 63,5°.

Beim ohnehin schon steilen Sitzwinkel ändert sich nicht viel. Die angeführte Größe L kommt auf kühne 77,8° (High-Position). Nennenswert sind die grundsätzlich gewachsenen Kettenstreben, welche zwischen 6 und 14 mm dazugewonnen haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach soll dem Mullet-Bike so etwas mehr Stabilität und Balance zu eigen werden.

Gewachsene Kettenstreben wünschen etwas mehr Stabilität ins Mullet-Heck zu bringen.
# Gewachsene Kettenstreben wünschen etwas mehr Stabilität ins Mullet-Heck zu bringen.
Die zugewonnene Höhe an der Front (Stack) kommt großen Fahrern entgegen.
# Die zugewonnene Höhe an der Front (Stack) kommt großen Fahrern entgegen.

Unser Testbike in Größe XL verfügt über 496 mm Reach in Kombination mit mächtigen 656 mm Stack. Was dazu führte, dass ich mit 1,94 m Körpergröße am Ende des Testzeitraums nur noch einen 10 mm-Spacer unter dem Cockpit verbaut hatte – was ausgesprochen selten der Fall ist. Trotz der Tatsache, dass wir uns hier am obersten Ende der Größenempfehlung für einen XL-Rahmen tummeln, hatte ich keinerlei Bedürfnis, auf einen noch größeren Rahmen zu wechseln.

Rahmengröße S
M
L
XL
XXL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 427 mm430 mm 452 mm455 mm 472 mm475 mm 492 mm495 mm 517 mm520 mm
Stack 618 mm616 mm 627 mm625 mm 640 mm638 mm 658 mm656 mm 672 mm667 mm
STR 1,451,43 1,391,37 1,361,34 1,341,33 1,301,28
Lenkwinkel 63,5°63,8° 63,5°63,8° 63,5°63,8° 63,5°63,8° 63,5°63,8°
Sitzwinkel, effektiv 77°77,2° 77,2°77,4° 77,6°77,9° 77,5°77,8° 77,5°77,7°
Oberrohr 577 mm570 mm 594 mm 613 mm612 mm 638 mm637 mm 667 mm666 mm
Steuerrohr 90 mm 100 mm 115 mm 135 mm 150 mm
Sitzrohr 380 mm 405 mm 430 mm 460 mm 500 mm
Überstandshöhe 705 mm709 mm 713 mm716 mm 719 mm723 mm 717 mm722 mm 720 mm725 mm
Kettenstreben 440 mm439 mm 441 mm440 mm 444 mm443 mm 447 mm446 mm 451 mm450 mm
Radstand 1.209 mm 1.240 mm1.239 mm 1.270 mm1.269 mm 1.302 mm1.301 mm 1.337 mm1.336 mm
Tretlagerabsenkung 30 mm27 mm 30 mm27 mm 30 mm27 mm 30 mm27 mm 30 mm27 mm
Tretlagerhöhe 343 mm346 mm 343 mm346 mm 343 mm346 mm 343 mm346 mm 343 mm346 mm
Federweg (hinten) 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm
Federweg (vorn) 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm
Der XL-Tester mit seinem XL-Testbike
# Der XL-Tester mit seinem XL-Testbike - 496 mm Reach kombiniert mit 656 mm Stack ergeben eine gelungene Position im Bike, die sofort mit hohem Sicherheitsempfinden belohnt wird.

Ausstattung

Die Ausstattung des 11.799 € teuren Santa Cruz Nomad CC X01 AXS RSV fällt durchaus hochwertig aus – alles andere wäre dem knackigen Preis auch absolut nicht angemessen. Angefangen beim Fox Factory-Fahrwerk mit Float X2-Dämpfer und 38er-Gabel – welche dank Verfügbarkeits-Thematik bei unserem Testbike jedoch durch eine Performance Elite-Version ersetzt wurde. Dazu gibt es ein schickes SRAM X01 AXS-Schaltwerk, welches durch X1 Eagle Carbon-Kurbeln ergänzt wird. Gebremst wird standesgemäß mit bewährten SRAM Code RSC-Stopper, die ihre Kraft mithilfe von Maxxis Assegai und Minion DHR2 in den Boden übertragen. Leider wird beim Luftdämpfer-Aufbau standardmäßig auf die etwas dünne Exo+ Karkasse an Vorder- und Hinterrad gesetzt – nur den Coil-Varianten werden hier beidseitig die stabilere Double Down-Karkasse vergönnt.

Fox 38 Float Performance Elite am Testbike
# Fox 38 Float Performance Elite am Testbike - in Serie glänzt hier jedoch eine gülden beschichtete Factory-Version.
Unser Testbike war mit einem Fox Float X2 Factory-Luftdämpfer ausgestattet.
# Unser Testbike war mit einem Fox Float X2 Factory-Luftdämpfer ausgestattet. - Santa Cruz bietet auch Varianten mit Stahldämpfern an.

Ein weiteres Highlight stellen die hauseigenen Reserve Carbon-Laufräder dar, deren Kohlefaser-Felgenringe mit Industry Nine 1/1-Naben zum Komplettrad kombiniert werden. Dazu gesellen sich Anbauteile von Burgtec (Vorbau) sowie ein Carbonlenker aus der eigenen Produktion. Gethront wird auf einem WTB Silverado Ti-Sattel, der von einer mechanisch angesteuerten 200 mm RockShox Reverb angehoben wird.

Die hier gezeigte Konfiguration unseres Testbikes bringt achtbare 15,9 kg – inklusive schwerer Klickpedale – auf die Waage, womit sich das Vollgas-Enduro mit 170 mm Federweg mitnichten verstecken muss.

  • Federgabel Fox 38 Float Performance Elite (170 mm – original wird hier ein Factory-Modell verbaut)
  • Dämpfer Fox Float X2 Factory (170 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle AXS Schaltwerk| SRAM X1 Eagle Carbon DUB Kurbeln
  • Bremsen SRAM Code RSC
  • Laufräder Reserve 30IHD Laufräder mit Industry Nine 1/1 Nabe
  • Reifen Maxxis Assegai (Exo+) + Minion DHR2 (DD – original wird hier auf Exo+ Karkasse gesetzt)
  • Cockpit Santa Cruz 35 Carbon Bar (800 mm) / Burgtec Enduro MK3 (42 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb Stealth Produkt (200 mm)
Reserve Carbon-Laufräder aus dem Hause Santa Cruz
# Reserve Carbon-Laufräder aus dem Hause Santa Cruz - beim getesteten Top-Modell inklusive.
Das Cockpit wird aus Santa Cruz-Carbonlenker und Burgtec-Vorbau gestellt
# Das Cockpit wird aus Santa Cruz-Carbonlenker und Burgtec-Vorbau gestellt - gebremst wird mit der Code RSC aus dem Hause SRAM.
Das Schaltwerk gehört zur X01 AXS-Gruppe und wird per GX-Trigger angefunkt
# Das Schaltwerk gehört zur X01 AXS-Gruppe und wird per GX-Trigger angefunkt - gestanden wird auf etwas günstigeren SRAM X1 Eagle-Kurbeln.
Die runden Bögen der Fox 38 werden durch Maxxis-Pneus ausgefüllt
# Die runden Bögen der Fox 38 werden durch Maxxis-Pneus ausgefüllt - an der Front werkelt ein MaxxGrip Assegai und sorgt für ordentlich Haftung.

Auf dem Trail

Wenn es nach den Kaliforniern von Santa Cruz geht, dann stellt das Nomad das Paradebeispiel eines Baller-Enduros dar. Heftige technische Trails, Bikepark, Jumps, oder auch mal ein Enduro-Rennen.

Pack Deinen Van, mache einen Trip, besteige jeden Berg, fahr Vollgas wieder ab, springe Roadgaps, schanze durch den Bikepark und fahr Runde um Runde und Runde. Meld Dich bei dem härtesten Enduro-Rennen an, das Du kennst. Das Bike kann das und bringt Dich aus dem Gröbsten raus. Seine Komfortzone beginnt da, wo der Flowtrail aufhört. Es braucht nur einen Fahrer, der bereit ist „auf Sendung“ zu gehen.

Santa Cruz Bicycles

Damit war das Lastenheft für den Nomad-Artikel gestrickt und wir starteten unseren Test standesgemäß in Portes Du Soleil, um genau zu sein in Morzine. Aber bevor es auf die Bikepark-Hatz gehen sollte, war Setup angesagt. Neben dem Befüllen der Luftkammern galt es bei über 100 kg Fahrergewicht, sogleich den Exo+ Hinterreifen durch ein Double Down-Pendant zu ersetzen. Da das neue Nomad zudem über einen satten Stack-Wert verfügt, mussten – sehr untypisch für einen XL-Piloten – auch Spacer unterm Vorbau entfernt werden, bevor es losging. Sonst verhält es sich sehr ähnlich zum mir bereits bekannten Megatower V2: drauf setzen und wohlfühlen.

Das Setup ist schnell gefunden
# Das Setup ist schnell gefunden - das Nomad ist und bleibt ein Santa Cruz – draufsetzen und wohlfühlen.

Auf den ersten Abfahrten wurde direkt klar, dieses Bike fühlt sich pudelwohl auf Bikepark-Strecken: Egal, ob schnelle, flowige Abschnitte, kleine bis große Jumplines oder steile Abgründe – das Nomad ist hier in seinem Element. Das große Vorderrad generiert mit seinem Assegai in MaxxGrip-Compound ordentlich Grip und das Enduro-Bike schenkt dank seiner abfahrtsorientierten Geometrie sehr viel Vertrauen und Sicherheit ab dem ersten Meter. Dank 27,5″-Hinterrad mit der nicht zu kurz geratenen 447 mm Kettenstrebenlänge im tiefen Setting ergibt sich ein ausbalanciertes Handling, egal ob auf der steilen Abfahrt, in engen Kehren oder beim obligatorischen Wheelie zurück ins Dorf.

Flowige wie auch ruppige Strecken kann das Nomad
# Flowige wie auch ruppige Strecken kann das Nomad - solange es genug Gefälle gibt, fühlt sich das Enduro-Bike nicht sofort nach zu viel Rad an.
Weit ausholen und rein in den Anlieger …
# Weit ausholen und rein in den Anlieger …
… mit dem kleinen Hinterrad werden Kurven zur absoluten Freude.
# … mit dem kleinen Hinterrad werden Kurven zur absoluten Freude.

Man kann dem Nomaden eine wirklich ausgezeichnete Bergab-Performance attestieren, bei der nur in seltenen Fällen der Wunsch nach einem großhubigen Downhill-Bike aufkommt. Einzig, das Fox-Fahrwerk warf nach kurzer Zeit einen kleinen, aber merklichen Schatten auf das sonst so positive Fahrgefühl und vermittelte einen eher ausgeschlagenen Eindruck, gemeinsam mit der dafür üblichen Geräuschkulisse. Glücklicherweise war das Team von Fox vor Ort und konnte zumindest den Dämpfer in kürzester Zeit überholen. Die 38er-Gabel wurde später eingesandt und unkompliziert gerichtet. Die Probleme waren danach behoben und machten sich im weiteren Testverlauf auch nicht mehr bemerkbar.

Auch springen und spielen will es …
# Auch springen und spielen will es …
… die Ansage, dass das Nomad Bikepark-tauglich sei, können wir bestätigen.
# … die Ansage, dass das Nomad Bikepark-tauglich sei, können wir bestätigen.
Wenn in Morzine, dann bitte auch mitrollen bei den Whip-Offs.
# Wenn in Morzine, dann bitte auch mitrollen bei den Whip-Offs.

Neben handfestem Bikepark-Gehämmer galt es auch, technische Enduro-Trails zu erkunden. Hier ist es ratsam, den Flip-Chip mal in die High-Position zu setzen, um etwas mehr Bodenfreiheit zu erlangen – das recht plüschige Fahrwerks-Gefühl geht hierdurch jedoch nicht verloren. Denn die Kombination aus VPP-Hinterbau mit der Abstimmung des Fox Float X2 erzeugt eine am Untergrund ansaugende Abfahrtsmaschine, die einem etwas Zusatz-Energie abverlangt, insofern man einen aktiven Fahrstil im technischen Geläuf anstrebt.

Auf ruppigem Untergrund liegt das Nomad absolut satt
# Auf ruppigem Untergrund liegt das Nomad absolut satt - es lässt sich trotz kleinem Hinterrad von nichts so schnell aus der Ruhe bringen.
Das Nomad verhält sich trotz seiner Downhill-orientierten Geometrie auf Trails agil
# Das Nomad verhält sich trotz seiner Downhill-orientierten Geometrie auf Trails agil - und lässt sich verhältnismäßig leicht aufs Hinterrad ziehen.
Technische und enge Passagen lassen sich souverän meistern
# Technische und enge Passagen lassen sich souverän meistern - es bedarf nur ein wenig mehr Energie, um den satt liegenden Fox X2 zu überwinden.

Vor allem in Bezug auf das Thema Uphill findet der Float X2 hier nochmals Erwähnung, denn hier zeigt sich die Schattenseite einer wirklich enormen Abfahrtsperformance. Der Plattform-Hebel verwandelt das Nomad leider nicht in eine Bergziege – was aufgrund seines Einsatzzwecks und Federwegs nicht verwundert. Dennoch hat man das Gefühl, nur 2 Klicks Druckstufe geschlossen zu haben, anstatt eine straffe Plattform für den nächsten steilen Uphill zu schaffen.

Später im Test konnte ein passender RockShox Super Deluxe Ultimate aus einem Canyon Spectral (Test) verbaut werden. Und siehe da: Wir haben ein neues Rad! Der RockShox-Dämpfer mit seiner straffen Pedalier-Plattform und etwas weniger saugenden Charakteristik verhilft dem Nomad zu ganz neuen Klettereigenschaften. Somit verblieb dieser Dämpfer das restliche Drittel des Testzeitraums im Rahmen und vergönnte uns etwas mehr Spritzigkeit auf ordinären mitteldeutschen Trails.

Im Downhill eine Wucht
# Im Downhill eine Wucht - im Uphill eher wuchtig behäbig. Der Fox Float X2 entzieht dem Nomad etwas Leben.

Die Sitzposition im Nomad fällt aufrecht und angenehm aus – man sitzt sehr integriert im Rad. Dies ist schon im Test des aktuellen Megatower V2 aufgefallen. Auch lange und steile Anstiege stellen kein Problem dar. Zusammen mit dem RockShox-Upgrade sitzt man noch etwas höher im Federweg, was Sitzwinkel und Körperposition nochmals verbessert.

Im Rahmen unseres Tests mussten wir uns leider mit zwei weiteren Problemen auseinandersetzen: Die RockShox Reverb baute im Laufe des Tests immer wieder ein federndes Luftpolster auf. Außerdem mussten wir recht früh lose Speichen und später auch drei Speichenrisse an den Santa Cruz Reserve-Laufrädern verbuchen. Diese können jedoch auch auf mein Karma-Konto verbucht werden, da ich nach mehrmaligen Nachziehen und Zentrieren wohl etwas zu viel Spannung angelegt habe.

Im Vergleich

Einige werden sich fragen, ob nun das Nomad V6 oder das Megatower V2 das bessere Enduro-Bike ist – oder wo die wesentlichen Unterschiede liegen, abgesehen vom kleinen Hinterrad des Nomads. Eins wurde während unseres Tests klar: Beide Bikes können uneingeschränkt im Bikepark oder auf technischen Trails eingesetzt werden. Dennoch wird das große Hinterrad des Megatowers Überzeugungsarbeit beim Überrollverhalten in verblockten oder schnellen und harten Sektionen leisten. Dafür verfügt das Nomad über den Touch mehr Wendigkeit und lässt sich gekonnt durch Anlieger pressen. Der Fokus des Nomad wird somit durch das Fahrverhalten des Megatowers bestätigt. Wer maximal schnell durch technisches Geläuf hämmern will, der greift zum Megatower. Wer Spaß über Speed sieht und es öfter mal im Bikepark knallen lassen will, ohne dabei die Uhr laufen zu lassen, der greift zum Nomad.

Wer mehr den Spaß statt der maximal schnellen Zeit im Fokus hat, für den könnte das Nomad eine Alternative zum Megatower sein.
# Wer mehr den Spaß statt der maximal schnellen Zeit im Fokus hat, für den könnte das Nomad eine Alternative zum Megatower sein.

Das ist uns aufgefallen

  • Glovebox Ein gutes Feature, das jetzt auch im Nomad Einzug hält. Für einige als Spielerei und als unnötig abgetan, für uns eine sinnvolle Ergänzung an jedem Mountainbike. Das eigens konstruierte Verschlusssystem von Santa Cruz unterscheidet sich stark von anderen Herstellern und punktet mit sehr wertiger und vertrauenerweckender Technik. Rucksack ade!
  • Fox Float X2 Factory Der bergab sehr performante Dämpfer zieht dem Nomad in technischem und flacherem Gelände etwas Energie. Zudem sackt man auf steilen Anstiegen ein und ein Durchfedern des Dämpfers ist im Sitzen ohne Probleme möglich – trotz betätigtem Climb-Switch.
  • Fox 38 Float Gabel Hier stellte sich nach kurzer Zeit Service-Bedarf ein. Unser Verdacht war Buchsenspiel, was es genau war, ist uns leider nicht bekannt. Die Gabel wurde innerhalb von 2 Tagen geserviced und ging an uns zurück. Danach traten keine weiteren Probleme auf.
  • RockShox-Upgrade Mit einem Super Deluxe Dämpfer-Wechsel konnte die Bergauf-Performance verbessert und etwas mehr Leben ins Rahmendreieck gebracht werden. Wer nicht nur Bikepark-Ausfahrten im Sinn hat und das Nomad auch aus eigener Kraft in Richtung Trailstart bewegt, für den könnte eine andere Dämpfungs-Abstimmung des Fox X2 oder der beschriebene Wechsel zum RockShox Super Deluxe eine Hilfe sein.
  • RockShox Reverb Im Laufe des Tests wurde immer wieder ein federndes Luftpolster aufgebaut, welches nicht ohne Weiteres behoben werden konnte. Auch hier musste die Sattelstütze zum Service geschickt werden.
  • Reserve Carbon-Laufrad Vielleicht haben wir ein Montags-Hinterrad erwischt, denn viel Nachziehen und Zentrieren war angesagt. Bisher hatten wir mit den Carbon-Laufrädern keine Probleme – warum dieses Rad schon nach ein paar Tagen Bikepark mit lockeren Speichen zu kämpfen hatte, wissen wir nicht.
  • Reifenwahl Die Ausstattungsliste zeigt für die Luftdämpfer-Modelle nur Exo+ Karkassen – doch auch hier würde eine stärkere Karkasse Sinn ergeben. Diese Erkenntnis verblüfft wohl keinen mehr. Eine stabile Karkasse – vor allem am Hinterrad – macht beim anvisierten Einsatzbereich absolut Sinn. Egal, ob Luft oder Stahlfeder-Dämpfer.
Die Glovebox von Santa Cruz
# Die Glovebox von Santa Cruz - eine eigene Interpretation des praktischen Kofferraums.
Der Fox Float X2 saugt dem Nomad etwas Leben aus
# Der Fox Float X2 saugt dem Nomad etwas Leben aus - im Uphill wie auch auf flachem, technischem Untergrund.
Eine Lösung kann der RockShox Super Deluxe sein
# Eine Lösung kann der RockShox Super Deluxe sein - mit deutlich strafferer Plattform am Berg ein Gamechanger.
Die Reserve Carbon-Laufräder waren zumindest am Heck etwas pflegeintensiv
# Die Reserve Carbon-Laufräder waren zumindest am Heck etwas pflegeintensiv - wir mussten öfter nachzentrieren.

Fazit – Santa Cruz Nomad V6

Das Santa Cruz Nomad ist ein absolutes Vollblut-Enduro, das durch seine Geometrie und den satten Hinterbau direkt Vertrauen schenkt. Die neugewonnene Stabilität durch das größere Vorderrad in Kombination mit längeren Kettenstreben stellt für uns keinerlei Nachteil dar. Im Gegenteil: Das Nomad ist eine Wucht auf anspruchsvollen und steilen Trails sowie großen und kleinen Jumplines. Bergauf macht es eine solide Figur und lässt nur durch den etwas trägen Dämpfer ein paar Federn.
Wer ein Enduro fürs Grobe sucht und sich gerne im Bikepark rumtreibt, für den ist das Nomad definitiv ein potenzieller Kandidat. Wer maximale Effizienz und Race-Performance sucht, der wird eher woanders fündig.

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Pro / Contra

Pro

  • schluckfreudige Hinterbau-Performance
  • liegt stabil und ist trotzdem noch agil
  • durchdachte Details
  • Wohlfühl-Charakter ab dem ersten Aufsitzen
  • gute Verarbeitung und Optik

Contra

  • etwas träge im Uphill
  • Service-bedürftige Anbauteile
  • hohe Preise
Haben wir das 27,5"-Vorderrad vermisst?
# Haben wir das 27,5"-Vorderrad vermisst? - in keiner Situation. Denn das Nomad ist ein Vollblut-Enduro, das bei harter Fahrt seine Stärken zeigt.

Wäre das Santa Cruz Nomad V6 etwas für euren nächsten Bikeparktrip?


Testablauf

Wir haben das neue Santa Cruz Nomad ausgiebig in Bikeparks, Enduro-Touren und sogar einem Rennen bewegt. Höhenmeter wurden zuhauf aus eigener Kraft zurückgelegt, aber auch einige Tage Lift-Shuttle stehen auf der Haben-Seite.

Hier haben wir das Santa Cruz Nomad getestet

  • Portes du Soleil, Morzine / Les Gets Klassische Bikepark-Strecken, viele Anlieger und Sprünge, dazu noch mehr Bremswellen. Steilste Trailabschnitte auf den Hängen der „Steeps“.
  • Taunus, Hessen Naturbelassene Trails sowie gebaute DH-Strecken und Flowtrails mit zahlreichen Wurzeln und Steinen von flach bis steil.
  • Bad Kreuznach Natürliche und teils gebaute Trails. Von wurzelig-flach bis sandig und steinig-steil ist alles dabei.
  • Vogesen Hier findet sich alles, was das Mountainbiker-Herz begehrt. Wurzeln, Loam, Steine, Felsen, perfekt gebaute Trails.
  • Odenwald / Darmstadt Alles von gebauten Flow-Lines und großen Sprüngen bis zu steilen und technischen Enduro-Trails.
Tester-Profil: Michael Biernoth
71 cm100 kg92 cm68 cm194 cm
Mitch ist seit 2013 auf dem Mountainbike unterwegs. Gern bügelt er mit dem Enduro- oder Trail Bike auf heimischen Trails, egal ob flowig oder steil und technisch. Einer seiner Leidenschaften ist das Segeln, jedoch nicht auf dem Wasser, lieber durch die Luft am Local Jumpspot oder anderen Gelegenheiten in den Bikeparks dieser Welt.
Fahrstil
verspielt, strammes Grundtempo, lieber eine Kurve mehr als Straightline
Ich fahre hauptsächlich
Enduro, Trail, Jumps und auch gern mal Downhill
Vorlieben beim Fahrwerk
etwas straffer, schneller Rebound, so wenig Dämpfung wie nötig
Vorlieben bei der Geometrie
ausreichender Reach, mittellange Kettenstreben, tendenziell flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    lynakafaith

    dabei seit 07/2012

    Hat jemand Erfahrung mit den selbstgebastelten UDH von Santa Cruz? Ich habe das Teil in Verdacht, in Kombination mit dem AXS Schaltwerk extremes Kettenschlagen und Geklappere zu verursachen. Ich habe den Zusammenhang noch nicht richtig durchschaut, aber das Schaltwerk sitzt auch nicht richtig mit dem SC UDH.
    AXS Kettenschlagen ist leider normal. Hatte ich auch an 2 Bikes. Bei beiden waren dann sogar Macken ohne Ende an der Felge. Habe dann auf Shimano umgerüstet und seitdem Ruhe
  2. benutzerbild

    LarsBush

    dabei seit 04/2016

    Wie sieht es denn bei SC generell mit der Haltbarkeit der Rahmen und Lager aus? Mein aktuelles Bike knarzt trotz Lagerwechsel etc. immer mehr. Würde gerne mal langfristig Ruhe haben smilie

  3. benutzerbild

    Nasum

    dabei seit 04/2010

    Sind es wirklich die Lager? Hatte das an meinem Bronson auch. Hab alle Lager gewechselt aber im Endeffekt waren es die Pedalen. An sich sind die Lager recht haltbar und der kostenlose Ersatz wurde mir sehr schnell zugeschickt. In all den Jahren hatte ich keine Lagerprobleme. Kumpel fährt das Megatower, da gab es Probleme mit dem Link. Hat sich dann aber durch ordentliches fetten am Abschmiernippel erledigt. Wichtig war nur das der Lagerbolzen im Link verbleibt beim abschmieren.

  4. benutzerbild

    LarsBush

    dabei seit 04/2016

    Sind es wirklich die Lager? Hatte das an meinem Bronson auch. Hab alle Lager gewechselt aber im Endeffekt waren es die Pedalen. An sich sind die Lager recht haltbar und der kostenlose Ersatz wurde mir sehr schnell zugeschickt. In all den Jahren hatte ich keine Lagerprobleme. Kumpel fährt das Megatower, da gab es Probleme mit dem Link. Hat sich dann aber durch ordentliches fetten am Abschmiernippel erledigt. Wichtig war nur das der Lagerbolzen im Link verbleibt beim abschmieren.
    Hmm ja bin mittlerweile auch nicht mehr sicher, woher es kommt. Nervt halt ziemlich, ist aber kein SC. Werd jetzt mal eins Probefahrten 😉
  5. benutzerbild

    Nasum

    dabei seit 04/2010

    Achso, na dann teste mal. Wie gesagt keine Probleme und Lagerkit gibt es auf Nachfrage kostenlos...ich hoffe das ist noch so. Zumindest war es so als ich das vor gut einem Jahr in Anspruch genommen hab. Lagerwechsel ist auch easy.

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