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Weg vom reinrassigen Cross Country-Bike und hin zu einer Mischung aus Trailbike und XC-Bike
Weg vom reinrassigen Cross Country-Bike und hin zu einer Mischung aus Trailbike und XC-Bike - mehr Federweg und eine angepasste Geometrie zeichnen das neue Trek Top Fuel im Vergleich zum Vorgänger aus. Gelingt der Spagat aus Trail und Cross Country, der mitunter als Down Country bezeichnet wird?
Das Mino Link-System ermöglicht eine Anpassung der Geometrie am Top Fuel
Das Mino Link-System ermöglicht eine Anpassung der Geometrie am Top Fuel - Direkt an der Dämpferaufnahme sitzt die Schraube, die beim Umschrauben den Umlenkhebel nach oben bzw. nach unten drückt und somit den Sitzwinkel und den Lenkwinkel um 0,5 Grad ansteigen bzw. absenken lässt
Angetrieben wird das Top Fuel bei allen Modellen nur mit einem Kettenblatt
Angetrieben wird das Top Fuel bei allen Modellen nur mit einem Kettenblatt - Die Montage von zwei Kettenblättern ist nicht möglich. … und die von Flat-Pedalen anscheinend auch nicht.
Unser Testrad war mit SRAMs Top-Gruppe XX1 Eagle ausgestattet
Unser Testrad war mit SRAMs Top-Gruppe XX1 Eagle ausgestattet - Zuverlässig und ohne Defekte begleitet sie uns durch den Testzeitraum
Von der Tochterfirma Bontrager kommen beim Top Fuel jegliche Anbauteile
Von der Tochterfirma Bontrager kommen beim Top Fuel jegliche Anbauteile - Neben Carbon-Laufrädern stehen vor allem die 2,4" breiten Reifen XR Team Issue im Fokus des Interesses
Die absenkbare Sattelstütze Bontrager Line Elite Dropper wird ab Rahmengröße L mit einem Hub von 170 Millimeter ausgeliefert
Die absenkbare Sattelstütze Bontrager Line Elite Dropper wird ab Rahmengröße L mit einem Hub von 170 Millimeter ausgeliefert - Die Zugführung der Stütze erfolgt im Innern des Rahmens
Die Bremsen des Modells Top Fuel 9.9 stammen von SRAM
Die Bremsen des Modells Top Fuel 9.9 stammen von SRAM - Die Level Ultimate wird mit Bremsscheibendurchmesser 180 Millimeter vorne und 160 Millimeter hinten ausgeliefert
Das Herzstück des neuen Trek Top Fuels: Der vertikale Hinterbau blieb im Vergleich zum Vorgängermodell erhalten, sonst änderte sich einiges
Das Herzstück des neuen Trek Top Fuels: Der vertikale Hinterbau blieb im Vergleich zum Vorgängermodell erhalten, sonst änderte sich einiges - Mehr Federweg, kein Full Floater mehr, ein umgedrehter Dämpfer und das Mino Link-System zur Geometrieverstellung sind neu an der aktuellen Version des Top Fuels
Der TwistLoc-Griff von RockShox sorgt für etwas Platz am Cockpit
Der TwistLoc-Griff von RockShox sorgt für etwas Platz am Cockpit - Für Rennfahrer ist dieses Tool beinahe unerlässlich. im Traileinsatz hingegen nicht unbedingt essenziell
Ein schicker integrierter Kettenstrebenprotektor schützt den Rahmen zuverlässig vor Schlägen der Kette
Ein schicker integrierter Kettenstrebenprotektor schützt den Rahmen zuverlässig vor Schlägen der Kette
Der Knock Block-Steuersatz schützt den Rahmen vor einem möglichen Einschlagen des Lenkers beziehungsweise der Gabelkrone
Der Knock Block-Steuersatz schützt den Rahmen vor einem möglichen Einschlagen des Lenkers beziehungsweise der Gabelkrone - In der Praxis blockiert der Knock Block jedoch etwas zu früh das Einlenken, sodass es immer wieder zu Problemen beim Wenden oder beispielsweise beim Verpacken im Auto kommt
Negativ oder Positiv? Die große Frage bei der Einstellung des Cockpits
Negativ oder Positiv? Die große Frage bei der Einstellung des Cockpits - Mit der positiven Einstellung kommt die Front am Trek enorm hoch und wird tendenziell eher Trailfahrern gerecht. Wer mehr Erfahrung im Rennbereich gesammelt hat, wird mit der negativen Variante glücklicher
Geschickte Lösung für die beiden Steckachsen am Rad
Geschickte Lösung für die beiden Steckachsen am Rad - Die Bontrager Switch-Steckachse lässt sich leicht abnehmen und somit sowohl für Vorderrad, als auch Hinterrad benutzen
In diesem Preisniveau inzwischen absoluter Standard: Die Bremsleitung fürs Hinterrad, die Züge für den Lockout am Dämpfer, die Schaltung und die absenkbare Sattelstütze verlaufen im Inneren des Rahmens
In diesem Preisniveau inzwischen absoluter Standard: Die Bremsleitung fürs Hinterrad, die Züge für den Lockout am Dämpfer, die Schaltung und die absenkbare Sattelstütze verlaufen im Inneren des Rahmens
Der negative Vorbau zeigt Wirkung
Der negative Vorbau zeigt Wirkung - Ohne die Veränderung des Cockpits wäre die Kombination einer grundsätzlich kompakten Sitzposition und eines hohen Lenkers unangenehm geworden. So gelang es jedoch, eine beinahe ideale Sitzposition zu erreichen
Die Spritzigkeit des Top Fuels leidet spürbar unter den Anpassungen der Geometrie und der Neuausrichtung des Rades
Die Spritzigkeit des Top Fuels leidet spürbar unter den Anpassungen der Geometrie und der Neuausrichtung des Rades - Auf der Rennstrecke kann das Top Fuel sicherlich nicht mit den schnellsten Rädern des Planeten mithalten
Die komfortable Sitzposition macht aber grundsätzlich das Klettern mit dem Trek zu einer sehr angenehmen Angelegenheit
Die komfortable Sitzposition macht aber grundsätzlich das Klettern mit dem Trek zu einer sehr angenehmen Angelegenheit
Bergab zeigt sich das wahre Potenzial des Top Fuel
Bergab zeigt sich das wahre Potenzial des Top Fuel - Das Rad nutzt den vorhanden Federweg äußerst effizient und lässt dem Piloten ständig mit dem Gefühl zurück, mehr als die 120 Millimeter beziehungsweise 115 Millimeter zur Verfügung zu haben
Der flachere Lenkwinkel und verlängerte Reach sorgen insbesondere bei hohen Geschwindigkeit für ein hohes Maß an Spurtreue
Der flachere Lenkwinkel und verlängerte Reach sorgen insbesondere bei hohen Geschwindigkeit für ein hohes Maß an Spurtreue
Auch auf verwinkelten Strecken kann das Top Fuel überzeugen. Spielerisch lässt es sich um enge Kurven manövrieren.
Auch auf verwinkelten Strecken kann das Top Fuel überzeugen. Spielerisch lässt es sich um enge Kurven manövrieren.
Mit 120 Millimeter Federweg Spaß im Bikepark haben?
Mit 120 Millimeter Federweg Spaß im Bikepark haben? - Das Top Fuel ermöglicht vieles, was man für Räder dieser Kategorie nicht für möglich gehalten hätte
Das wahre Highlight des Rades
Das wahre Highlight des Rades - Der Hinterbau des Top Fuels arbeitet äußerst effizient. Dank des Mino Link-Flipchip lässt sich die Geometrie des Rades innerhalb weniger Minuten leicht verändern. Oft genutzt haben wir dies aber nicht: Die Einstellung mit flacherem Sitz- und Lenkwinkel war unser Favorit und dementsprechend die meiste Zeit im Einsatz
Die SRAM Level Ultimate Bremse mag zwar in der Gewichtskonkurrenz weit vorne liegen, die Bremskraft lässt jedoch einiges zu wünschen übrig
Die SRAM Level Ultimate Bremse mag zwar in der Gewichtskonkurrenz weit vorne liegen, die Bremskraft lässt jedoch einiges zu wünschen übrig - Die Bremse ist für den Einsatzzweck des Top Fuels nur bedingt geeignet
Des einen Freud, des anderen Leid: Die Wahl der Reifen gibt dem Top Fuel den entscheidenden Ausschlag, in welche Richtung das Einsatzgebiet des Bikes sich bewegt
Des einen Freud, des anderen Leid: Die Wahl der Reifen gibt dem Top Fuel den entscheidenden Ausschlag, in welche Richtung das Einsatzgebiet des Bikes sich bewegt - Die breiten 2,4"-Reifen aus dem Hause Bontrager glänzen weniger mit geringem Rollwiderstand, dafür umso mehr mit viel Grip auf den Trails
Viel Funktionalität am Cockpit erfordert eine hohe Zahl an Kabelleitungen
Viel Funktionalität am Cockpit erfordert eine hohe Zahl an Kabelleitungen - Optisch vielleicht nicht ganz ansprechend sorgen die vielen Kabel dank ihrer verschiedenen Funktionalitäten für ein tolles Fahrerlebnis
Ein Fahrrad, das wohl so ziemlich jedem Biker ein Grinsen ins Gesicht zaubert
Ein Fahrrad, das wohl so ziemlich jedem Biker ein Grinsen ins Gesicht zaubert - Das Trek Top Fuel gewinnt zwar keine Cross Country-Rennen, aber glänzt durch eine Vielseitigkeit, die wenige Räder auf dem Markt bieten können!

Trek Top Fuel 9.9 im Test: Der Cross Country-Bereich der Marke Trek erlebte in diesem Jahr einen so starken Umbruch wie selten zuvor. Mit dem Update des bis dato reinrassigen Race-Fullys Top Fuel und der Veröffentlichung des neuen Race-Bikes Supercaliber von Europameisterin Jolanda Neff und Co. verschoben sich die Kräfteverhältnisse bei der amerikanischen Bike-Schmiede deutlich. Dem Top Fuel wurde daher mehr Federweg und eine deutlich abfahrtslastigere Geometrie zugeschrieben. Nichtsdestotrotz will Trek sich mit dem Top Fuel nicht komplett von der Rennstrecke verabschieden – das neue Rad soll auch weiterhin eine Lösung für die immer anspruchsvoller werdenden XC-Strecken rund um den Globus sein. Wie schlägt sich das neue Konzept in der Praxis? Wir konnten das neue Trek Top Fuel ausgiebig testen.

Steckbrief: Trek Top Fuel 9.9

EinsatzbereichCross Country, Trail
Federweg120 mm/115 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)11,1 kg
RahmengrößenS, M, L, XL, XXL
Websitewww.trekbikes.com
Preis: 8.999 Euro

Die grundsätzlichen Änderungen des neuen Trek Top Fuels im Vergleich zum Vorgänger betreffen den Federweg und unweigerlich damit zusammenhängend auch die Geometrie. Von den Maßen eines klassischen Race-Fullys mit 100 Millimeter Federweg haben die Produktentwickler von Trek nun 20 Millimeter an der Front und 15 Millimeter am Heck hinzuaddiert und die Geometrie dementsprechend angepasst. Die marktüblichen Trends im Hinblick der Verbesserung der Bergab-Performance – beispielsweise längerer Reach und flacherer Lenkwinkel – finden sich auch am Top Fuel wieder. Mit diesen Veränderungen verschiebt sich auch das Einsatzgebiet des Rades mehr und mehr weg von der Rennstrecke hin zu klassischem Trail-Terrain.
Weg vom reinrassigen Cross Country-Bike und hin zu einer Mischung aus Trailbike und XC-Bike
# Weg vom reinrassigen Cross Country-Bike und hin zu einer Mischung aus Trailbike und XC-Bike - mehr Federweg und eine angepasste Geometrie zeichnen das neue Trek Top Fuel im Vergleich zum Vorgänger aus. Gelingt der Spagat aus Trail und Cross Country, der mitunter als Down Country bezeichnet wird?

Geometrie

Die Transformation weg vom klassischen Wettkampf-Fully hin zu einer Zwischenlösung aus einem klassischen Trailbike mit verbleibenden Race-Genen zeigt sich klar an den Geometriedaten: Ein längerer Reach und ein deutlich flacherer Lenkwinkel (2,5° Unterschied) bei allen Rahmengrößen im Vergleich zum Vorgängermodell sprechen eine eindeutige Sprache. Zusätzlich lässt sich dank des Mino Link-Verstellsystems am Dämpfer die Geometrie noch abfahrtslastiger ausrichten. So kann der Lenkwinkel um weitere 0,5° Grad abgeflacht werden, woraufhin jedoch der Sitzwinkel ebenfalls um 0,5° abfällt. Um dem etwas entgegenzuwirken und der ursprünglichen Berufung des Top Fuels im Race-Bereich gerecht zu werden, ließen die Ingenieure von Trek den Sitzwinkel im Vergleich zum Vorgängerrad um 1° ansteigen.

Das Trek Top Fuel ist insgesamt in fünf verschiedenen Rahmengrößen erhältlich und dabei sowohl als Aluminium-Version wie auch mit Carbon-Rahmen erhältlich. Getestet wurde das Rad in Größe L. Die Änderungen an Geometrie und dementsprechende Anpassungen der Austattung drücken etwas aufs Gewicht des Rades: 11 Kilogramm (Herstellerangabe) sind im Hinblick eines möglichen Renneinsatzes keine idealen Voraussetzungen. Weitere Informationen zur Geometrie findet ihr auch hier.

RahmengrößeSMMLLXLXXL
Tretlagerabsenkung – Low36 mm36 mm36 mm36 mm36 mm36 mm
Tretlagerabsenkung – High30 mm30 mm30 mm29 mm29 mm29 mm
Tretlagerhöhe – Low337 mm337 mm337 mm337 mm337 mm337 mm
Tretlagerhöhe – High343 mm343 mm343 mm343 mm343 mm343 mm
Kettenstrebenlänge – Low435 mm435 mm435 mm435 mm435 mm435 mm
Kettenstrebenlänge – High434 mm434 mm434 mm434 mm434 mm434 mm
Sitzwinkel (effektiv) – Low75°75°75°75°75°75°
Sitzwinkel (effektiv) – High75,5°75,5°75,5°75,5°75,5°75,5°
Sitzwinkel (actual) – Low68°68°68°68°68°68°
Sitzwinkel (actual) – High68,5°68,5°68,5°68,5°68,5°68,5°
Oberrohrlänge (effektiv) – Low564 mm599 mm615 mm632 mm651 mm677 mm
Oberrohrlänge (effektiv) – High563 mm598 mm614 mm630 mm650 mm675 mm
Federgabel-Offset44 mm44 mm44 mm44 mm44 mm44 mm
Steuerrohrlänge90 mm90 mm90 mm100 mm110 mm120 mm
Lenkwinkel – Low67,5°67,5°67,5°67,5°67,5°67,5°
Lenkwinkel – High68°68°68°68°68°68°
Reach – Low405 mm440 mm456 mm470 mm487 mm510 mm
Reach – High410 mm445 mm461 mm475 mm492 mm515 mm
Sitzrohrlänge394 mm419 mm445 mm470 mm521 mm570 mm
Stack – Low594 mm594 mm594 mm603 mm612 mm622 mm
Stack – High590 mm590 mm590 mm599 mm608 mm617 mm
Radstand1117 mm1152 mm1168 mm1186 mm1207 mm1234 mm
Das Mino Link-System ermöglicht eine Anpassung der Geometrie am Top Fuel
# Das Mino Link-System ermöglicht eine Anpassung der Geometrie am Top Fuel - Direkt an der Dämpferaufnahme sitzt die Schraube, die beim Umschrauben den Umlenkhebel nach oben bzw. nach unten drückt und somit den Sitzwinkel und den Lenkwinkel um 0,5 Grad ansteigen bzw. absenken lässt

Ausstattung

Vom mittleren bis zum sehr großen Geldbeutel findet sich für jeden Endkunden eine passende Möglichkeit, das Trek Top Fuel zu erwerben. Die günstigste Variante des Top Fuels kommt für 2.999 € mit Aluminium-Rahmen daher, alle teureren Modelle rollen auf einem Carbon-Rahmen. Von SRAMs NX-Gruppe bis hin zur elektronischen XX1 Eagle AXS und Shimanos XTR gibt es das Rad in allen denkbaren Antriebsvarianten. Alle gemeinsam haben sie die Tatsache, dass nur ein Kettenblatt montiert werden kann. Zudem sind die Anbauteile bei allen Modellen größtenteils von Treks Markengeschwister Bontrager. Die Federelemente stammen je nach Modell entweder von Fox oder RockShox. Weitere Informationen zu den verschiedenen Ausstattungsvarianten gibt es hier.

Am getesteten Modell Top Fuel 9.9 verbaut Trek SRAMs Top-Gruppe aus dem mechanischen Bereich, die XX1 Eagle. Auch die Bremse stammt aus den Händen des amerikanischen Komponentenherstellers: Die SRAM Level Ultimate-Bremse mit 180 mm (vorne) beziehungsweise 160 mm (hinten) hat ihr vorgesehenes Einsatzgebiet eher auf der Rennstrecke als in gröberem Gelände. Die Fox Float 34 Stepcast-Federgabel und der Fox Float Factory DPS Dämpfer sind aktuell sicherlich nahe an der Benchmark im Bereich der Federelemente rund um 120 Millimeter Federweg. Was die verbleibenden Komponenten angeht bleiben kaum Wünsche offen: Carbon-Anbauteile inklusive 30 mm breiter Carbon-Laufräder von Bontrager drücken das Gewicht und sorgen für ein edles Erscheinungsbild.

  • Federgabel Fox Factory 34 Step-Cast (120 mm)
  • Dämpfer Fox Factory Float (115 mm)
  • Antrieb SRAM XX1 Eagle
  • Bremsen SRAM Level Ultimate
  • Laufräder Bontrager Kovee Pro 30
  • Reifen Bontrager XR3 Team Issue
  • Cockpit Bontrager Line Pro (750 mm) / Bontrager Kovee Pro (70 mm)
  • Sattelstütze Bontrager Line Elite Dropper (170 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

AusstattungsvarianteTop Fuel 8Top Fuel 9.7Top Fuel 9.8Top Fuel 9.8 XTTop Fuel 9.9Top Fuel 9.9 XTRTop Fuel 9.9 AXSTop Fuel AL RahmensetTop Fuel C Rahmenset
RahmenAluminumCarbonCarbonCarbonCarbonCarbonCarbonAluminumCarbon
FedergabelRockShox Recon RL, 120 mmRockShox Reba RL, 120 mmFox Performance 34 Step-Cast, 120 mmFox Performance 34 Step-Cast, 120 mmFox Factory 34 Step-Cast, 120 mmFox Factory 34 Step-Cast, 120 mmRockShox Pike Ultimate, 120 mm
DämpferFox Performance Float DPSFox Performance Float DPS Fox Performance Float DPS Fox Performance Float DPS Fox Factory Float DPS Fox Factory Float DPS RockShox Deluxe Ultimate, Fox Performance Float DPS Fox Performance Float DPS
LaufradsatzBontrager Kovee Comp 23Bontrager Kovee Comp 23Bontrager Kovee Elite 30 carbonBontrager Kovee Elite 30 carbonBontrager Kovee Pro 30 carbonBontrager Kovee Pro 30 carbonBontrager Kovee Pro 30 carbon
ReifenBontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"Bontrager XR3 Team Issue, 29" x 2.40"
SchalthebelSRAM NX EagleSRAM NX EagleSRAM GX EagleShimano XTSRAM XX1 EagleShimano XTRSRAM Eagle AXS
SchaltwerkSRAM NX EagleSRAM NX EagleSRAM GX EagleShimano XTSRAM XX1 EagleShimano XTRSRAM XX1 Eagle AXS
KurgelgarniturSRAM NX Eagle, 32T SRAM NX Eagle, 32T Truvativ Descendant 7k Eagle, 32T Shimano XT 32TSRAM XX1 Eagle Carbon, 32TShimano XTR, 32TSRAM XX1 Eagle AXS Carbon, 32T
TretlagerSRAM DUB, 92 mm, PressFitSRAM DUB, 92 mm, PressFitSRAM DUB, 92 mm, PressFitShimano MT500, 92 mm, PressFitSRAM DUB, 92 mm, PressFitShimano XTR Press FitSRAM DUB, 92 mm, PressFit
KassetteSRAM PG-1230 EagleSRAM PG-1230 Eagle SRAM XG-1275 EagleShimano XTSRAM XG-1295 EagleShimano XTRSRAM XG-1299 Eagle
KetteSRAM NX EagleSRAM NX EagleSRAM GX EagleShimano XTSRAM XX1 EagleShimano XTRSRAM XX1 Eagle
SattelBontrager ArvadaBontrager Montrose CompBontrager Montrose EliteBontrager Montrose EliteBontrager Montrose ProBontrager Montrose ProBontrager Montrose Pro
SattelstützeBontrager Line DropperBontrager Line DropperBontrager Line Elite DropperBontrager Line Elite DropperBontrager Line Elite DropperBontrager Line Elite DropperRockShox Reverb AXS, 170 mm
LenkerBontrager Comp, 31.8 mm, 15 mm Rise, 750 mm BreiteBontrager Comp, 31.8 mm, 15 mm Rise, 750 mm BreiteBontrager Line Pro, 35 mm, 15 mm Rise, 750mm BreiteBontrager Line Pro, 35 mm, 15 mm Rise, 750mm BreiteBontrager Line Pro, 35 mm, 15 mm Rise, 750mm BreiteBontrager Line Pro, 35 mm, 15 mm Rise, 750mm BreiteBontrager Line Pro, 35 mm, 15 mm Rise, 750mm Breite
VorbauBontrager Rhythm Comp, Knock Block, 31.8 mmBontrager Rhythm Comp, Knock Block, 31.8 mmBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock BlockBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock BlockBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock BlockBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock BlockBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock BlockBontrager Kovee Pro, 35 mm, Knock Block
SteuersatzKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block IntegratedKnock Block Integrated
BremsenShimano MT501 Hebel mit MT500 KolbenShimano MT501 Hebel mit MT500 KolbenShimano SLX M7000 Shimano SLX M7000 SRAM Level Ultimate Shimano XTRSRAM Level Ultimate
Gewicht (Herstellerangabe)13,65 kg12,65 kg11,8 kg11,94 kg11,11 kg11,02 kg11,48 kg
Preis (UVP)2.999 €3.999 €5.499 €5.499 €8.999 €8.999 €9.999 €1.999 €3.299 €

Angetrieben wird das Top Fuel bei allen Modellen nur mit einem Kettenblatt
# Angetrieben wird das Top Fuel bei allen Modellen nur mit einem Kettenblatt - Die Montage von zwei Kettenblättern ist nicht möglich. … und die von Flat-Pedalen anscheinend auch nicht.
Unser Testrad war mit SRAMs Top-Gruppe XX1 Eagle ausgestattet
# Unser Testrad war mit SRAMs Top-Gruppe XX1 Eagle ausgestattet - Zuverlässig und ohne Defekte begleitet sie uns durch den Testzeitraum
Von der Tochterfirma Bontrager kommen beim Top Fuel jegliche Anbauteile
# Von der Tochterfirma Bontrager kommen beim Top Fuel jegliche Anbauteile - Neben Carbon-Laufrädern stehen vor allem die 2,4" breiten Reifen XR Team Issue im Fokus des Interesses
Die absenkbare Sattelstütze Bontrager Line Elite Dropper wird ab Rahmengröße L mit einem Hub von 170 Millimeter ausgeliefert
# Die absenkbare Sattelstütze Bontrager Line Elite Dropper wird ab Rahmengröße L mit einem Hub von 170 Millimeter ausgeliefert - Die Zugführung der Stütze erfolgt im Innern des Rahmens
Die Bremsen des Modells Top Fuel 9.9 stammen von SRAM
# Die Bremsen des Modells Top Fuel 9.9 stammen von SRAM - Die Level Ultimate wird mit Bremsscheibendurchmesser 180 Millimeter vorne und 160 Millimeter hinten ausgeliefert

Im Detail

Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt so erscheint, hat sich das neue Trek Top Fuel im Vergleich zum Vorgängermodell in einigen wesentlichen Punkten deutlich gewandelt. Neben den grundlegenden Veränderungen der Geometrie haben die Entwickler von Trek versucht, an verschiedenen Stellen am Rad die Konzepte aus dem klassischen Race-Bereich mit denen aus dem Trail-Bereich zu vereinen.

Da wäre beispielsweise die RockShox TwistLoc-Remote, die Dämpfer und Gabel parallel ansteuern kann und gerade für Rennfahrer eines der begehrtesten Tools auf dem Markt ist. Auf der anderen Seite hat das Top Fuel einige Eigenschaften des Enduro-Bikes Slash und des Trailbikes Remedy geerbt. So findet man am Top Fuel keinen Full Floater-Dämpfer mehr – dementsprechend ist der Dämpfer fest am Unterrohr verankert. Zudem wurde im Vergleich zum Vorgängermodell aufgrund verbesserter Zugführung im Rahmen der Dämpfer um 180 Grad gedreht.

Das Herzstück des neuen Trek Top Fuels: Der vertikale Hinterbau blieb im Vergleich zum Vorgängermodell erhalten, sonst änderte sich einiges
# Das Herzstück des neuen Trek Top Fuels: Der vertikale Hinterbau blieb im Vergleich zum Vorgängermodell erhalten, sonst änderte sich einiges - Mehr Federweg, kein Full Floater mehr, ein umgedrehter Dämpfer und das Mino Link-System zur Geometrieverstellung sind neu an der aktuellen Version des Top Fuels
Der TwistLoc-Griff von RockShox sorgt für etwas Platz am Cockpit
# Der TwistLoc-Griff von RockShox sorgt für etwas Platz am Cockpit - Für Rennfahrer ist dieses Tool beinahe unerlässlich. im Traileinsatz hingegen nicht unbedingt essenziell
Ein schicker integrierter Kettenstrebenprotektor schützt den Rahmen zuverlässig vor Schlägen der Kette
# Ein schicker integrierter Kettenstrebenprotektor schützt den Rahmen zuverlässig vor Schlägen der Kette
Der Knock Block-Steuersatz schützt den Rahmen vor einem möglichen Einschlagen des Lenkers beziehungsweise der Gabelkrone
# Der Knock Block-Steuersatz schützt den Rahmen vor einem möglichen Einschlagen des Lenkers beziehungsweise der Gabelkrone - In der Praxis blockiert der Knock Block jedoch etwas zu früh das Einlenken, sodass es immer wieder zu Problemen beim Wenden oder beispielsweise beim Verpacken im Auto kommt

Auch die Möglichkeit, über das sogenannte Mino Link-System die Geometrie des Rades in wenigen Schritten zu verändern, kommt von den großen Brüdern des Top Fuels mit mehr Federweg. Konkret lassen sich mit dem Mino Link-System der Sitzwinkel und der Lenkwinkel um ein halbes Grad verändern. Im Gegensatz zu Slash und Remedy sitzt der Mino Link selbst jedoch nicht am Ende der Sitzstreben, sondern oberhalb der Dämpferaufnahme an dessen Umlenkung.

Um den beiden klassischen Einsatzgebieten gerecht zu werden, montiert Trek von Haus aus einen 13 Grad steilen Vorbau, der im eher XC-orientierten Einsatz mit negativer Neigung und im Trail-Einsatz mit positiver Neigung gefahren werden kann. Der Endkunde kann auch selbständig zwischen einer Vorbaulänge von 60, 70 oder 80 Millimeter wählen. Neben den Vorbauten kann mit dem Trek Project One-Konfigurator dem Rad eine individuelle Note verleiht werden. Gegen Aufpreis gibt es unzählige Gestaltungsmöglichkeiten und verschiedene Varianten in der Wahl der Komponenten.

Insgesamt wirkt das Trek Top Fuel sehr hochwertig verarbeitet. Die verschiedenen Bremsleitungen, Schalt-, Lockout- und Sattelstützenzüge werden allesamt direkt vom Lenker ins Innere des Rahmens geführt. Durch die geschickte Wahl des Gripshift-Lockouts für Dämpfer und Federgabel bleibt das Cockpit trotz vieler verschiedener Bedienmöglichkeiten sehr aufgeräumt. Einzig ein dicker Kabelsalat vor dem Steuerrohr schien unausweichlich und trübt etwas die sonst sehr ansprechende Optik.

Negativ oder Positiv? Die große Frage bei der Einstellung des Cockpits
# Negativ oder Positiv? Die große Frage bei der Einstellung des Cockpits - Mit der positiven Einstellung kommt die Front am Trek enorm hoch und wird tendenziell eher Trailfahrern gerecht. Wer mehr Erfahrung im Rennbereich gesammelt hat, wird mit der negativen Variante glücklicher
Geschickte Lösung für die beiden Steckachsen am Rad
# Geschickte Lösung für die beiden Steckachsen am Rad - Die Bontrager Switch-Steckachse lässt sich leicht abnehmen und somit sowohl für Vorderrad, als auch Hinterrad benutzen
In diesem Preisniveau inzwischen absoluter Standard: Die Bremsleitung fürs Hinterrad, die Züge für den Lockout am Dämpfer, die Schaltung und die absenkbare Sattelstütze verlaufen im Inneren des Rahmens
# In diesem Preisniveau inzwischen absoluter Standard: Die Bremsleitung fürs Hinterrad, die Züge für den Lockout am Dämpfer, die Schaltung und die absenkbare Sattelstütze verlaufen im Inneren des Rahmens

Auf dem Trail

Die Veränderungen am neuen Top Fuel zeigen Wirkung: Der erste Eindruck vermittelt unmittelbar das Gefühl, dass dieses Rad nicht unbedingt nur für den Renneinsatz konzipiert ist. Vor allem der positiv geneigte Vorbau setzt in Kombination mit dem steileren Sitzwinkel im Vergleich zum Vorgängermodell die Fahrerin oder den Fahrer sehr aufrecht aufs Rad – keine idealen Voraussetzungen für die Rennstrecke. Nachdem der Vorbau jedoch ummontiert ist, scheint dies wieder in greifbarer Nähe zu sein: Der kurze Weg zum Lenker und das etwas steilere Sitzrohr bringen Fahrerinnen oder Fahrer mit Cross Country-Erfahrung in eine beinahe ideale Sitzposition auf dem Rad.

Der negative Vorbau zeigt Wirkung
# Der negative Vorbau zeigt Wirkung - Ohne die Veränderung des Cockpits wäre die Kombination einer grundsätzlich kompakten Sitzposition und eines hohen Lenkers unangenehm geworden. So gelang es jedoch, eine beinahe ideale Sitzposition zu erreichen
Die Spritzigkeit des Top Fuels leidet spürbar unter den Anpassungen der Geometrie und der Neuausrichtung des Rades
# Die Spritzigkeit des Top Fuels leidet spürbar unter den Anpassungen der Geometrie und der Neuausrichtung des Rades - Auf der Rennstrecke kann das Top Fuel sicherlich nicht mit den schnellsten Rädern des Planeten mithalten
Die komfortable Sitzposition macht aber grundsätzlich das Klettern mit dem Trek zu einer sehr angenehmen Angelegenheit
# Die komfortable Sitzposition macht aber grundsätzlich das Klettern mit dem Trek zu einer sehr angenehmen Angelegenheit

Die Freude währt leider nicht allzu lange: Mit der Erwartung, den Nachfolger des erfolgreichen Race-Fullys aus früheren Jahren unter den Beinen zu haben, erhofft man sich eine ähnliche Spritzigkeit in der Beschleunigung. Doch dem ist leider nur bedingt so: Die breiten Reifen und das nicht zu vernachlässigende Gewicht von rund 11 Kilogramm ermöglichen im Antritt keine Geschwindigkeitsekstase. Vielmehr muss man sich daran gewöhnen, dass das neue Top Fuel eben keine reinrassige Rennmaschine ist, die bergauf einige Abstriche verlangt. Fährt man jedoch nicht zwangsläufig mit dem Messer zwischen den Zähnen, so sorgt die gelungene Geometrie für ein hohes Maß an Fahrspaß auch bergauf und ermöglicht größtenteils ein effizientes Vorankommen von A nach B.

Wohl kaum ein Rad mit einem Federweg von 120 beziehungsweise 115 Millimetern verzeiht derart viel wie das neue Top Fuel von Trek.

Was sich bergauf noch zum Nachteil bemerkbar macht, entpuppt sich schließlich im Downhill als wahre Wunderwaffe. Wohl kaum ein Rad mit einem Federweg von 120 beziehungsweise 115 Millimetern verzeiht derart viel wie das neue Top Fuel von Trek. Auch im Hinblick auf eine XC-Geometrie ist der Ansatz „länger und flacher“ hier das erfolgreiche Konzept, das dem Rad ein hohes Maß an Spurtreue verleiht. Kaum ein Hindernis ist zu groß für das Top Fuel, den Einsatz im Bikepark meisterte das Rad mit Bravour. Doch auch auf verwinkelten Strecken zeigt sich das Top Fuel in Höchstform: Sehr präzise lässt sich das Rad selbst um engste Kurven zirkeln. Die absenkbare Sattelstütze entfaltet dabei ihr volles Potenzial und unterstützt den Piloten des Rades kräftig.

Bergab zeigt sich das wahre Potenzial des Top Fuel
# Bergab zeigt sich das wahre Potenzial des Top Fuel - Das Rad nutzt den vorhanden Federweg äußerst effizient und lässt dem Piloten ständig mit dem Gefühl zurück, mehr als die 120 Millimeter beziehungsweise 115 Millimeter zur Verfügung zu haben
Der flachere Lenkwinkel und verlängerte Reach sorgen insbesondere bei hohen Geschwindigkeit für ein hohes Maß an Spurtreue
# Der flachere Lenkwinkel und verlängerte Reach sorgen insbesondere bei hohen Geschwindigkeit für ein hohes Maß an Spurtreue
Auch auf verwinkelten Strecken kann das Top Fuel überzeugen. Spielerisch lässt es sich um enge Kurven manövrieren.
# Auch auf verwinkelten Strecken kann das Top Fuel überzeugen. Spielerisch lässt es sich um enge Kurven manövrieren.
Mit 120 Millimeter Federweg Spaß im Bikepark haben?
# Mit 120 Millimeter Federweg Spaß im Bikepark haben? - Das Top Fuel ermöglicht vieles, was man für Räder dieser Kategorie nicht für möglich gehalten hätte

Das Fahrwerk arbeitet sowohl in grobem als auch kurvigem Gelände äußerst effizient: Trotz des geringeren Federwegs reagieren die beiden Fox-Federelemente äußerst sensibel auf Veränderungen des Untergrunds, kommen aber trotzdem bei größeren Hindernissen nicht zu früh an ihre Grenzen. Der negativ geneigte Vorbau ist für Fahrer, die Cross Country-Bikes gewohnt sind, gerade passend, um auf dem Rad die absolute Kontrolle zu behalten. Wer gerne etwas aufrechter sitzt und eine höhere Front in der Abfahrt schätzt, könnte damit Probleme bekommen und sollte dementsprechend den Vorbau umdrehen.

Je nachdem, mit welchem Hintergrund in Bezug auf die Bike-Kategorie man an das Trek Top Fuel herantritt, fällt das Fazit einiger Detaillösungen aus: Als Rennfahrer ist der Gripshift-Lockout für Dämpfer und Gabel ein echter Zugewinn an Komfort. Trailbiker sind nicht zwangsläufig auf dieses Feature angewiesen. Genauso verhält es sich mit der Möglichkeit, nur einen Flaschenhalter zu montieren: Bei Trail-Ausfahrten fällt dies nur unwesentlich ins Gewicht, bei Langstreckenrennen kann es hingegen ein entscheidender Nachteil sein. Und auch die Wahl der Bremse scheint je nach Sichtweise gelungen oder nicht: Die SRAM Level Ultimate gehört zu den leichtesten Bremsen auf dem Markt, doch insbesondere mit kleiner 160 Millimeter-Bremsscheibe am Hinterrad kommt diese in gröberem Terrain (viel zu) schnell an ihre Grenzen.

Das ist uns aufgefallen

  • Bremsen Die SRAM Level Ultimate-Bremse ist vermutlich nicht die beste Wahl für den Einsatzzweck dieses Rades. Bei längeren Abfahrten fällt es unheimlich schwer, die Bremskraft aufrechtzuerhalten und es erfordert ein hohes Maß an Kraft in den Fingern.
  • Reifen Einmal mehr dürfte hier die Meinung je nach Betrachter auseinandergehen: Die Bontrager XR Team Issue-Reifen mit einer Reifenbreite von 2,4″ rollen sehr schwergängig bergauf und in der Ebene. Dafür vermitteln sie im Downhill ein enormes Sicherheitsgefühl und sorgen dafür, dass man stets das Gefühl hat, nicht nur 120 beziehungsweise 115 Millimeter Federweg unter den Beinen zu haben.
  • Mino Link Das Verstellsystem der Geometrie ist ein nettes Gimmick zur Anpassung des Rades an die eigenen Vorlieben. Die Umstellung erfolgt in wenigen Schritten und könnte rein theoretisch auch unmittelbar auf dem Trail erfolgen. Doch die Praxis zeigt: Wenn man sich auf eine Einstellung einmal festgelegt hat – bei uns war es die flache Variante – ändert man diese äußerst selten.
  • Zugführung Vor dem Lenker am Top Fuel türmt sich ein regelrechter Kabelsalat auf. Schaltzug, doppelter Lockout, absenkbare Sattelstütze und Bremsleitungen verursachen ein echtes Wirrwarr. Wer mehr Wert auf die Optik als auf die Funktionalität legt, dürfte sich angesichts dieses Anblicks gestört fühlen. Uns hat die vielseitige Funktionalität derart überzeugt, dass es für unser Fazit nicht sehr ins Gewicht fiel.
Das wahre Highlight des Rades
# Das wahre Highlight des Rades - Der Hinterbau des Top Fuels arbeitet äußerst effizient. Dank des Mino Link-Flipchip lässt sich die Geometrie des Rades innerhalb weniger Minuten leicht verändern. Oft genutzt haben wir dies aber nicht: Die Einstellung mit flacherem Sitz- und Lenkwinkel war unser Favorit und dementsprechend die meiste Zeit im Einsatz
Die SRAM Level Ultimate Bremse mag zwar in der Gewichtskonkurrenz weit vorne liegen, die Bremskraft lässt jedoch einiges zu wünschen übrig
# Die SRAM Level Ultimate Bremse mag zwar in der Gewichtskonkurrenz weit vorne liegen, die Bremskraft lässt jedoch einiges zu wünschen übrig - Die Bremse ist für den Einsatzzweck des Top Fuels nur bedingt geeignet
Des einen Freud, des anderen Leid: Die Wahl der Reifen gibt dem Top Fuel den entscheidenden Ausschlag, in welche Richtung das Einsatzgebiet des Bikes sich bewegt
# Des einen Freud, des anderen Leid: Die Wahl der Reifen gibt dem Top Fuel den entscheidenden Ausschlag, in welche Richtung das Einsatzgebiet des Bikes sich bewegt - Die breiten 2,4"-Reifen aus dem Hause Bontrager glänzen weniger mit geringem Rollwiderstand, dafür umso mehr mit viel Grip auf den Trails
Viel Funktionalität am Cockpit erfordert eine hohe Zahl an Kabelleitungen
# Viel Funktionalität am Cockpit erfordert eine hohe Zahl an Kabelleitungen - Optisch vielleicht nicht ganz ansprechend sorgen die vielen Kabel dank ihrer verschiedenen Funktionalitäten für ein tolles Fahrerlebnis

Fazit – Trek Top Fuel 9.9

Die Kombination aus Cross Country und Trailbike ist aktuell eines der heißesten Themen in der Bikebranche – Stichwort Down Country. Das Trek Top Fuel meistert den Spagat mit Bravour und bietet jedem, der genau diese Zwischenlösung sucht, eine beinahe perfekte Lösung. Rennen gewinnt man mit dem Top Fuel keine – weder im einen, noch im anderen Bereich. Dafür erhält man mit dem neuen Trek Top Fuel eine wahre Spaßgarantie, die bergab deutlich mehr hergibt, als es der Federweg vermuten lässt. Bergauf ist man mit dem Top Fuel keineswegs im Schneckentempo unterwegs, dennoch sorgen breite Reifen und ein nicht allzu geringes Gewicht für eine gewisse Trägheit. Eine komfortable Sitzposition mit der Möglichkeit von individuellen Anpassungen macht das Rad zu einem treuen Begleiter in wohl jedem Gelände. Unterm Strich gibt es wohl kaum ein Rad auf dem Markt, das dem Ziel eines perfekten Down Country-Bikes so nahe kommt wie das neue Trek Top Fuel.

Pro
  • hochwertig verarbeitetes Rad
  • exzellente Austattung mit kleinem Makel an der Bremse
  • Vielseitigkeit in jedem Gelände mit Fokus auf Bergabperformance
Contra
  • Lösung zwischen Trailbike & XC-Bike mit Abstrichen in beiden Bereichen
  • schwache Bremsleistung
  • etwas hohes Gewicht für die Top-Austattung
Ein Fahrrad, das wohl so ziemlich jedem Biker ein Grinsen ins Gesicht zaubert
# Ein Fahrrad, das wohl so ziemlich jedem Biker ein Grinsen ins Gesicht zaubert - Das Trek Top Fuel gewinnt zwar keine Cross Country-Rennen, aber glänzt durch eine Vielseitigkeit, die wenige Räder auf dem Markt bieten können!

Testablauf

Das Trek Top Fuel wurde von mehreren verschiedenen Testern unterschiedlicher Größen und Gewichtsklassen gefahren. Dabei war das Rad meistens in typischem Mittelgebirgsgelände im Einsatz und wurde sowohl auf anspruchsvollen Trails wie auch in einfacherem Gelände gefahren.

Hier haben wir das Trek Top Fuel 9.9 getestet

  • Schwäbische Alb, Baden-Württemberg Kalksteinboden, der insbesondere bei nassen Bedingungen besondere Herausforderungen bietet. Die Trailbeschaffenheit wechselt von vielen wurzeligen und steinigen Passagen bis hin zu engen, aber meist flowig zu befahrenen Spitzkehrentrails
  • Ischgl, Österreich Hochalpines Gelände mit meist flowigen, angelegten Trails und wurzeligen Naturtrails
  • Bikepark Beerfelden Bikepark mit gebauten Strecken, schnellen Anliegern, Sprüngen und ruppigen Sektionen auf hartem Boden
Testerprofile ausklappen
Tester-Profil: Gabriel Sindlinger
60 cm73 kg86 cm63 cm183 cm
Gabi ist auf den Rennstrecken im Cross-Country, Marathon und bei Etappenrennen zuhause. Dementsprechend bervozugt Gabi sportlich ausgerichtete Räder und mag es am liebsten wenn es schnell von A nach B gehen soll. Außerdem sammelte Gabi bereits Erfahrungen auf der Straße und im Cyclocross als Rennfahrer – auch auf dem Enduro ist Gabi ab und zu unterwegs. Technisch anspruchsvolle Strecken sind sein bevorzugtes Einsatzgebiet.
Fahrstil
Hohes Tempo bergab, mit Blick auf die saubere Linie – bergauf spritzig und schnell
Ich fahre hauptsächlich
XC, vereinzelt Marathon- und Etappenrennen
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, für Reserven bei groben Absätzen und eine optimale Traktion in Anstiegen
Vorlieben bei der Geometrie
Sportlich; Tiefes Cockpit, nicht zu gestreckt
Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

  1. benutzerbild

    Hendrik1988

    dabei seit 06/2006

    Kann man mit relativ wenig Aufwand die Fernbedienung für das Fahrwerk gegen die klassischen Versteller tauschen?
  2. benutzerbild

    stuk

    dabei seit 10/2007

    Hendrik1988 schrieb:

    Kann man mit relativ wenig Aufwand die Fernbedienung für das Fahrwerk gegen die klassischen Versteller tauschen?

    Vorne ja
    Hinten kommt man dann aber schlecht an den Hebel.
    Dämpfer kann man auch nicht so einfach drehen.
    Die Wippe ist wohl zu eng und müsste bearbeitet werden
  3. benutzerbild

    beutelfuchs

    dabei seit 06/2012

    GrazerTourer schrieb:

    Nach Gilis "Beweis" mit der Wattmessung bergauf sehe ich das Gewicht extrem entspannt.

    Darf ich fragen, wer Gili ist bzw wo man diesen Beitrag findet? Sorry, falls ich´s ueberlesen habe.
  4. benutzerbild

    GrazerTourer

    dabei seit 10/2003

    beutelfuchs schrieb:

    Darf ich fragen, wer Gili ist bzw wo man diesen Beitrag findet? Sorry, falls ich´s ueberlesen habe.

    @gili89
    Kannst du ihn hin lotsen? Ich find den Beitrag von dir auf die Schnelle nicht.
  5. benutzerbild

    gili89

    dabei seit 02/2010

    GrazerTourer schrieb:

    @gili89
    Kannst du ihn hin lotsen? Ich find den Beitrag von dir auf die Schnelle nicht.


    Ja klar, @beutelfuchs bittesehr: https://www.mtb-news.de/forum/t/giant-trance-advanced-pro-29-im-test-xc-feile-auf-steroiden.895698/page-3#post-16181590

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