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Das Scott Genius 910 kommt mit einem schicken Carbon-Rahmen, rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg am Front und Heck
Das Scott Genius 910 kommt mit einem schicken Carbon-Rahmen, rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg am Front und Heck - wir haben getestet, wie sich das 13,2 kg schwere und 5.299 € teure Trailbike in unserem Vergleichstest schlägt.
Das Scott Genius kommt mit einer abfahrtslastigen Geometrie daher, die man so auch an einem Enduro-Bike finden könnte
Das Scott Genius kommt mit einer abfahrtslastigen Geometrie daher, die man so auch an einem Enduro-Bike finden könnte - wem jedoch ein Lenkwinkel von 65° am Trailbike zu flach sind, der hat mittels Flipchip die Möglichkeit, ein etwas konservativeres Setting zu wählen.
An der Front arbeitet eine Fox 34 Float Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg
An der Front arbeitet eine Fox 34 Float Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg - dank des Twinloc-System kann die Federgabel während Anstiegen per Remote blockiert werden.
Der Fox Nude-Dämpfer ist das Herzstück des Twinloc-Systems und wurde eigens für das Genius konstruiert.
Der Fox Nude-Dämpfer ist das Herzstück des Twinloc-Systems und wurde eigens für das Genius konstruiert.
Kräftige Shimano XT Vierkolben-Bremsen bringen das Trailbike schnell zum Stehen.
Kräftige Shimano XT Vierkolben-Bremsen bringen das Trailbike schnell zum Stehen.
An Front und Heck sind 29" x 2,6" breite Maxxis Rekon-Reifen mit Exo-Karkasse montiert.
An Front und Heck sind 29" x 2,6" breite Maxxis Rekon-Reifen mit Exo-Karkasse montiert.
Die Fox Transfer-Variostütze bietet 150 mm Verstellweg.
Die Fox Transfer-Variostütze bietet 150 mm Verstellweg.
Den Antrieb übernimmt ein Komponentenmix aus SRAM X01 und GX Eagle.
Den Antrieb übernimmt ein Komponentenmix aus SRAM X01 und GX Eagle.
Bei den Laufrädern setzt man genau wie beim Cockpit auf Produkte aus dem eigenen Haus
Bei den Laufrädern setzt man genau wie beim Cockpit auf Produkte aus dem eigenen Haus - der Syncros Revelstoke 2.0-Laufradsatz wartet mit einer Innenbreite von 30 mm auf.
Klare Linienführung und ein dezentes Design machen das Scott Genius zu einem echten Hingucker.
Klare Linienführung und ein dezentes Design machen das Scott Genius zu einem echten Hingucker.
scott-produkt-4535
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Im Cockpit ist viel los. Die zwei zusätzlichen Züge für das Twinloc-System sorgen für einen etwas unsauberen Look.
Im Cockpit ist viel los. Die zwei zusätzlichen Züge für das Twinloc-System sorgen für einen etwas unsauberen Look.
Im Bereich des Hauptrahmens sind alle Züge intern geführt, Bremsleitung und Schaltzug treten unterhalb des Tretlagers wieder aus
Im Bereich des Hauptrahmens sind alle Züge intern geführt, Bremsleitung und Schaltzug treten unterhalb des Tretlagers wieder aus - wir konnten innerhalb des Testzeitraums kein Klappern feststellen.
Scotts Twinloc-System soll die Uphill-Qualität des Genius per Knopfdruck deutlich steigern
Scotts Twinloc-System soll die Uphill-Qualität des Genius per Knopfdruck deutlich steigern - dass die Twinloc-Hebel dort platziert sind, wo man sonst meist die Variostütze betätigt, benötigt etwas Eingewöhnung.
Der eigens für das Genius entwickelte Fox -Dämpfer verfügt über zwei positive Luftkammern, von denen eine bei Bedarf abgeschaltet werden kann.
Der eigens für das Genius entwickelte Fox -Dämpfer verfügt über zwei positive Luftkammern, von denen eine bei Bedarf abgeschaltet werden kann.
Auch die Fox 34-Federgabel lässt sich per Remote-Hebel arretieren.
Auch die Fox 34-Federgabel lässt sich per Remote-Hebel arretieren.
Schicke Details wie der geschraubte Syncros-Fender wissen zu gefallen
Schicke Details wie der geschraubte Syncros-Fender wissen zu gefallen - praktischer wäre es jedoch, wenn auch die Standrohre und Staubabstreifer vor Matschbeschuss geschützt wären.
Das Scott Genius erfreut sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Das Trailbike kann vor allem mit einer guten Hinterbau-Funktion und einer gelungenen Geometrie punkten
Das Scott Genius erfreut sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Das Trailbike kann vor allem mit einer guten Hinterbau-Funktion und einer gelungenen Geometrie punkten - leider wird das schicke Fahrrad jedoch von einigen Ausstattungsdetails ausgebremst. Insgesamt ist das Genius aber ein sehr guter Allrounder, der sich trotz üppigem Federweg nicht leblos anfühlt und auch bergauf sehr gut funktioniert.

Scott Genius 910 im Test: Mit dem Scott Genius schicken die Schweizer einen absoluten Klassiker ins Rennen. Das dezente Trailbike kommt mit 150 mm Federweg, 29″-Laufrädern und Scotts eigenem Twinloc-Federungssystem. Wir haben getestet wie sich das Scott Genius 910 gegen die Trailbike-Konkurrenz in unserem Vergleichstest schlägt.

Steckbrief: Scott Genius 910

EinsatzbereichTrail
Federweg150 mm/150 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)13,3 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.scott-sports.com
Preis: 5.299 €

Das Scott Genius blickt mittlerweile auf eine beachtliche Geschichte zurück. Gerade in der schnelllebigen Mountainbike-Industrie ist das nicht selbstverständlich. Doch obwohl das Genius bereits seit Ewigkeiten auf den Trails anzutreffen ist, ist das schicke Mountainbike dank regelmäßigen Updates auch 2019 noch topaktuell.

Mit 150 mm Federweg an Front und Heck sowie 29″ großen Laufrädern soll das Scott Genius 910 sowohl bergauf als auch bergab glänzen und somit ein perfektes Trailbike sein. Dafür sind unter anderem auch der leichte Carbon-Rahmen und Scotts spezielles Twinloc-Federungssystem verantwortlich, welches mittels Remote-Hebel eine deutlich bessere Uphill-Performance aus dem Genius herauskitzeln soll. Unser 13,2 kg schweres Testbike wandert für einen Preis von 5.299 € über die Ladentheke und gehört damit eher zu den hochpreisiegen Bikes in unserem Vergleichstest. Wir haben das Scott Genius 910 gründlich über die spanischen Trails gescheucht, um herauszufinden, wie es sich in unserem Testfeld behaupten kann.

Das Scott Genius 910 kommt mit einem schicken Carbon-Rahmen, rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg am Front und Heck
# Das Scott Genius 910 kommt mit einem schicken Carbon-Rahmen, rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über 150 mm Federweg am Front und Heck - wir haben getestet, wie sich das 13,2 kg schwere und 5.299 € teure Trailbike in unserem Vergleichstest schlägt.
 LaufradgrößeFederweg vorneFederweg hintenGewichtPreis
Cannondale Habit Carbon 229"130 mm130 mm13,68 kg4.999 €
Canyon Spectral CF 9.027,5"160 mm150 mm13,24 kg3.999 €
Cube Stereo 140 HPC TM27,5"150 mm140 mm13,16 kg3.499 €
Giant Trance Advanced Pro 2929"130 mm115 mm12,64 kg4.799 €
Scott Genius 91029"150 mm150 mm13,28 kg5.299 €
Specialized Stumpjumper 29 Expert29"150 mm140 mm12,86 kg5.699 €
Transition Smuggler Carbon GX29"140 mm120 mm13,40 kg5.299 €
YT Jeffsy 29 CF Pro Race29"150 mm150 mm13,58 kg5.299 €
Diashow: Scott Genius 910 im Test - Beam me up and down, Scotty!
Bei den Laufrädern setzt man genau wie beim Cockpit auf Produkte aus dem eigenen Haus
Scotts Twinloc-System soll die Uphill-Qualität des Genius per Knopfdruck deutlich steigern
Der Fox Nude-Dämpfer ist das Herzstück des Twinloc-Systems und wurde eigens für das Genius konstruiert.
Klare Linienführung und ein dezentes Design machen das Scott Genius zu einem echten Hingucker.
Den Antrieb übernimmt ein Komponentenmix aus SRAM X01 und GX Eagle.
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Geometrie

Die Geometrie des Scott Genius 910 würde auch einem waschechten Enduro-Bike gut zu Gesicht stehen. In der tiefen Geometrie-Einstellung fällt der Lenkwinkel mit 65° ziemlich flach aus, während sich der Sitzwinkel bei 75,3° einpendelt. Der Reach liegt in Größe L bei 466 mm und der Stack misst 614 mm. Die Kettenstreben sind 438 mm lang und das Tretlager ist um 28 mm abgesenkt.

Wem diese Geometrie zu abfahrtslastig ausfällt, der hat mittels Flipchip die Möglichkeit, das Genius an seine Präferenzen anzupassen. In der hohen Geometrie-Einstellung fallen Lenk- und Sitzwinkel dann circa ein halbes Grad steiler aus, der Reach wächst in Größe L auf 472 mm an und die Kettenstreben verkürzen sich um zwei Millimeter. Außerdem lässt sich das Genius bei Bedarf auch mit den kleineren 27,5″-Laufrädern zu fahren. Dafür muss man lediglich die Laufräder austauschen, alle anderen Komponenten sind voll kompatibel.

RahmengrößeS (low)S (high)M (low)M (high)L (low)L (high)XL (low)XL (high)
Lenkwinkel65°65,6 °65°65,6 °65 °65,6 °65°65,6 °
Steuerrohrlänge95 mm95 mm95 mm95 mm110 mm110 mm125 mm125 mm
Oberrohrlänge569,7 mm568,2 mm602,8 mm601,2 mm633,4 mm631,8 mm670,1 mm668,4 mm
Tretlagerabsenkung27,4 mm20 mm27,5 mm20 mm27,6 mm20 mm27,8 mm20 mm
Tretlagerhöhe346,1 mm340 mm346 mm340 mm345,9 mm340 mm345,7 mm340 mm
Radstand1165,9 mm1164,6 mm1198,9 mm1197,6 mm1232,1 mm1230,8 mm1271,3 mm1270 mm
Sitzrohrlänge410 mm410 mm440 mm440 mm480 mm480 mm520 mm520 mm
Sitzwinkel74,7 °75,3 °74,7 °75,3 °74,8 °75,3 °74,8 °75,3 °
Kettenstrebenlänge438 mm436 mm438 mm436 mm438 mm436 mm438 mm436 mm
Reach405,9 mm412 mm439,1 mm445 mm466,1 mm472 mm499,2 mm505 mm
Stack599,7 mm595,5 mm599,9 mm595,5 mm613,7 mm609,2 mm627,5 mm622,8 mm
Das Scott Genius kommt mit einer abfahrtslastigen Geometrie daher, die man so auch an einem Enduro-Bike finden könnte
# Das Scott Genius kommt mit einer abfahrtslastigen Geometrie daher, die man so auch an einem Enduro-Bike finden könnte - wem jedoch ein Lenkwinkel von 65° am Trailbike zu flach sind, der hat mittels Flipchip die Möglichkeit, ein etwas konservativeres Setting zu wählen.

Ausstattung

Bei der Ausstattung geht man bei Scott einen etwas anderen Weg als die Konkurrenz: Man setzt auf einen speziell für den Genius-Rahmen konstruierten Fox Nude-Dämpfer, der dank Twinloc-Fernbedienung vom Lenker aus gesperrt werden kann. Auch bei der Reifenwahl weichen die Schweizer mit den relativ breiten Maxxis Rekon-Reifen vom Mainstream ab.

Der Antrieb ist wie schon fast selbstverständlich komplett in SRAM Eagle-Hand, während Shimano XT Vierkolben-Bremsen das Trailbike zum Stehen bringen. Die verbaute Fox 34-Fedegabel verfügt über 150 mm Federweg und lässt sich ebenfalls per Remote-Hebel ruhigstellen. Aus dem Hause Fox stammt die Transfer-Variostütze, die in Größe L mit einem Verstellweg von 150 mm aufwartet. Bei Laufrädern und Cockpit setzt Scott auf die hauseigenen Syncros-Komponenten. Neben dem von uns getesteten Scott Genius 910 bietet Scott noch zahlreiche weitere Ausstattungsvarianten für Preise zwischen 10.499 € und 2.599 € an. Darunter auch Modelle für Frauen, die unter dem Namen Contessa geführt werden.

  • Federgabel Fox 34 Float Performance Elite (150 mm)
  • Dämpfer Fox Nude TR Evol (150 mm)
  • Antrieb SRAM X01/GX Eagle
  • Bremsen Shimano XT M8020
  • Laufräder Syncros Revelstoke 2.0
  • Reifen Maxxis Rekon
  • Cockpit Syncros FL1.5 mini Riser (760 mm) / Syncros FL1.5 (50 mm)
  • Sattelstütze Fox Transfer (150 mm)
Aufklappen
Ausstattungsvariante900 Tuned900 Ultimate910920
FedergabelFox 34 Float Factory, 150 mmFox 34 Float Live Valve Factory, 150 mmFox 34 Float Performance Elite, 150 mmFox 34 Float Performance, 150 mm
Dämpfer Fox Nude TR EvolFox Flaot Live Valve EvolFox Nude TR EvolFox Nude TR Evol
SchaltwerkSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleSRAM X01 EagleSRAM X01 Eagle
SchalthebelSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleSRAM GX EagleSRAM GX Eagle
BremsenSRAM Guide RSCShimano XTR M9120Shimano XT M8020Shimano MT520
KurbelgarniturSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleSRAM X1 EagleSRAM GX Eagle
LenkerSyncros Hixon iC SL Carbon, 760 mmSyncros Hixon iC SL Carbon, 760 mmSyncros FL1.5 mini Riser, 760 mmSyncros FL1.5 mini Riser, 760 mm
SattelstützeFox TransferFox TransferFox TransferFox Transfer
SattelSyncros Tofino 1.5Syncros Tofino 1.0Syncros Tofino 1.5Syncros Tofino 2.0
LaufradsatzSyncros Revelstoke 1.5Syncros Revelstoke 1.0 CLSyncros Revelstoke 2.0Syncros Revelstoke 2.0
KetteSRAM XX1 EagleSRAM XX1 EagleSRAM GX EagleSRAM NX Eagle
KassetteSRAM XG1295SRAM XG1299SRAM XG1275SRAM XG1275
ReifenMaxxis Rekon 29" x 2,6"Maxxis Rekon 29" x 2,6"Maxxis Rekon 29" x 2,6"Maxxis Rekon 29" x 2,6"
Gewicht12,4 kg12,4 kg13,3 kg13,5 kg
Preis6.999 €10.499 €5.299 €4.699 €
An der Front arbeitet eine Fox 34 Float Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg
# An der Front arbeitet eine Fox 34 Float Performance Elite-Federgabel mit 150 mm Federweg - dank des Twinloc-System kann die Federgabel während Anstiegen per Remote blockiert werden.
Der Fox Nude-Dämpfer ist das Herzstück des Twinloc-Systems und wurde eigens für das Genius konstruiert.
# Der Fox Nude-Dämpfer ist das Herzstück des Twinloc-Systems und wurde eigens für das Genius konstruiert.
Kräftige Shimano XT Vierkolben-Bremsen bringen das Trailbike schnell zum Stehen.
# Kräftige Shimano XT Vierkolben-Bremsen bringen das Trailbike schnell zum Stehen.
An Front und Heck sind 29" x 2,6" breite Maxxis Rekon-Reifen mit Exo-Karkasse montiert.
# An Front und Heck sind 29" x 2,6" breite Maxxis Rekon-Reifen mit Exo-Karkasse montiert.
Die Fox Transfer-Variostütze bietet 150 mm Verstellweg.
# Die Fox Transfer-Variostütze bietet 150 mm Verstellweg.
Den Antrieb übernimmt ein Komponentenmix aus SRAM X01 und GX Eagle.
# Den Antrieb übernimmt ein Komponentenmix aus SRAM X01 und GX Eagle.
Bei den Laufrädern setzt man genau wie beim Cockpit auf Produkte aus dem eigenen Haus
# Bei den Laufrädern setzt man genau wie beim Cockpit auf Produkte aus dem eigenen Haus - der Syncros Revelstoke 2.0-Laufradsatz wartet mit einer Innenbreite von 30 mm auf.

Im Detail

Das Scott Genius 910 kommt nahezu komplett in Schwarz aus dem Karton. Von Federgabel über Variostütze und Dämpfer bis hin zu den übrigen Anbauteilen: Farbe sucht man vergeblich. Lediglich kleine bronzefarbene Akzente sowie der gelbe Maxxis-Schriftzug auf den Reifen unterbrechen die Stealth-Optik. In Kombinationen mit den klaren Rohrformen sowie dem großen und freien vorderem Rahmendreieck führt dies zu einem sauberen und sehr edlen Look.

Klare Linienführung und ein dezentes Design machen das Scott Genius zu einem echten Hingucker.
# Klare Linienführung und ein dezentes Design machen das Scott Genius zu einem echten Hingucker.
scott-produkt-4535
# scott-produkt-4535
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# scott-produkt-4523
Im Cockpit ist viel los. Die zwei zusätzlichen Züge für das Twinloc-System sorgen für einen etwas unsauberen Look.
# Im Cockpit ist viel los. Die zwei zusätzlichen Züge für das Twinloc-System sorgen für einen etwas unsauberen Look.
Im Bereich des Hauptrahmens sind alle Züge intern geführt, Bremsleitung und Schaltzug treten unterhalb des Tretlagers wieder aus
# Im Bereich des Hauptrahmens sind alle Züge intern geführt, Bremsleitung und Schaltzug treten unterhalb des Tretlagers wieder aus - wir konnten innerhalb des Testzeitraums kein Klappern feststellen.

Nicht ganz so akkurat geht es dagegen am Cockpit zu. Hier sorgen eine Vielzahl von Zügen für Unordnung. Diese verschwinden zwar größtenteils schnell im Inneren des Hauptrahmens, sorgen jedoch für einen etwas unsauberen Look der Lenkzentrale.

Der Grund für die zwei zusätzlichen Züge ist Scotts Twinloc-Federungssystem. Dieses ermöglicht es dem Fahrer, beide Federelemente per Remote-Hebel gleichzeitig ruhigzustellen. Dabei kann man zwischen den Modi Descend, Traction-Control und Lockout wählen. Anders als bei der Konkurrenz beeinflusst das Twinloc-System im Traktionsmodus jedoch nicht nur die Dämpfung des Federbeins, sondern auch die Luftfeder. Der verbaute Fox Nude-Dämpfer verfügt über zwei positive Luftkammern, von denen eine mittels Hebel am Lenker zu- oder abgeschaltet werden kann. Im Descend-Modus sind beide Kammern geöffnet, während in der Traktions-Einstellung lediglich eine Luftkammer zur Verfügung steht. Durch die Verkleinerung des Luftvolumens erhöht sich die Progression des Dämpfers. Dieser steht dadurch höher im Federweg und gibt nur noch 110 mm Federweg frei. In Kombination mit der dadurch hervorgerufenen Geometrie-Änderung – das Tretlager wandert um 5 mm nach oben und Lenk- sowie Sitzwinkel werden um 0,4° steiler – soll dies die Uphill-Qualität des Scott Genius signifikant verbessern.

Scotts Twinloc-System soll die Uphill-Qualität des Genius per Knopfdruck deutlich steigern
# Scotts Twinloc-System soll die Uphill-Qualität des Genius per Knopfdruck deutlich steigern - dass die Twinloc-Hebel dort platziert sind, wo man sonst meist die Variostütze betätigt, benötigt etwas Eingewöhnung.
Der eigens für das Genius entwickelte Fox -Dämpfer verfügt über zwei positive Luftkammern, von denen eine bei Bedarf abgeschaltet werden kann.
# Der eigens für das Genius entwickelte Fox -Dämpfer verfügt über zwei positive Luftkammern, von denen eine bei Bedarf abgeschaltet werden kann.
Auch die Fox 34-Federgabel lässt sich per Remote-Hebel arretieren.
# Auch die Fox 34-Federgabel lässt sich per Remote-Hebel arretieren.

Selbstverständlich sind Unterrohr und Kettenstreben des teuren Carbon-Rahmens durch Kunststoff-Protektoren gut vor Beschädigungen geschützt. Auch ein DI2-Akku findet bei Bedarf im Unterrohr Platz. Weiterhin sorgt der freie Hauptrahmen dafür, dass auch extragroße Trinkflaschen genügend Platz finden. Ebenfalls zu erwähnen sind die Custom-Kettenführung sowie der integrierte Fender an der Federgabel. Dieser wird sauber mittels Schrauben befestigt eine gelungene Lösung. Noch besser wäre es jedoch, wenn das Schutzblech auch die Standrohre und Staubabstreifer der Federgabel vor Dreckbeschuss schützen würde.

Schicke Details wie der geschraubte Syncros-Fender wissen zu gefallen
# Schicke Details wie der geschraubte Syncros-Fender wissen zu gefallen - praktischer wäre es jedoch, wenn auch die Standrohre und Staubabstreifer vor Matschbeschuss geschützt wären.
Das Scott Genius benötigt keine lange Eingewöhnungszeit
# Das Scott Genius benötigt keine lange Eingewöhnungszeit - draufsetzen und wohlfühlen lautet das Motto. Doch wie schlägt sich das Genius 910 auf den Trails rund um Aínsa?

Auf dem Trail

Draufsetzten und wohlfühlen das Scott Genius ist eines dieser Bikes, an die man sich nicht erst gewöhnen muss, sondern auf denen man sich direkt zu Hause fühlt. Die Sitzposition ist relativ zentral und nicht zu sehr gestreckt. So kann man sämtliche Anstiege angenehm und effizient zurücklegen. Doch bevor es bergauf geht, stellt sich mit dem Genius noch die Frage, welcher Twinloc-Modus für den kommenden Uphill wohl die beste Wahl ist. Auf Straßen oder gut gepflegten Waldwegen empfiehlt sich der komplette Lockout der Federelemente. Dadurch geht keine Energie in die Federung verloren, was gerade auf langen Anstiegen einiges an Kraft einsparen kann.

Auf trailigen, eher ruppigen Anstiegen sollte man sich dagegen für den Traktions-Modus entscheiden. Dieser reduziert den nutzbaren Federweg des Dämpfers um 40 mm, wodurch dieser höher im Federweg steht. In diesem Modus bietet das Scott Genius einen gelungenen Mix aus sehr hohem Grip, Komfort und Effizienz. Der Hinterbau ist nahezu antriebsneutral und schluckt auch im Wiegetritt nur wenig Energie. Ebenso überzeugen kann das Handling an technischen Anstiegen. Wird es jedoch sehr steil, so muss man sein Gewicht etwas nach vorne verlagern, um ein Ansteigen der Front zu verhindern. Insgesamt ist im Traktions-Modus der Performance-Zugewinn an Anstiegen gegenüber der Descend-Einstellung deutlich spürbar.

Bergauf hat man mit dem Scott Genius die Qual der Wahl: Descend, Traktions-Modus oder Lockout
# Bergauf hat man mit dem Scott Genius die Qual der Wahl: Descend, Traktions-Modus oder Lockout - In allen drei Modi macht das Genius eine gute Figur und bringt seinen Fahrer komfortabel und effizient auf den Gipfel. Obwohl das Twinloc-System im Uphill einen spürbaren Vorteil bietet, waren sich unsere Tester bei der Bewertung jedoch uneins.

Da das Scott Genius jedoch auch im Descend-Modus bergauf keine schlechte Figur macht, waren sich unsere Tester über die Bewertung des Twinloc-Systems uneins. Während eine Fraktion von der guten Uphill-Performance begeistert war, hätte die andere ein aufgeräumtes Cockpit sowie Standard-Federelemente mit mehr Einstellmöglichkeiten bevorzugt. Zusätzlich sorgte die Position des Twinloc-Hebels für Kummer, da dort sonst meist der Hebel für die Variostütze montiert ist. Dies sorgte vor allem zu Anfang des Tests häufig für eine ungewollte Verhärtung des Hinterbaus. Außerdem lässt sich der an der Oberseite des Lenkers montierte Hebel der Fox Transfer-Stützte nicht gut erreichen. Hier muss wohl jeder selbst entscheiden, wo seine Präferenzen liegen.

Geht es bergab, macht das Scott Genius 910 eine gute Figur. Wir haben das tiefe Geometrie-Setting bevorzugt und beließen das Genius für den Großteil des Tests in dieser Einstellung. Trotz des verhältnismäßig üppigen Federwegs fährt sich das Scott keineswegs langweilig oder behäbig. Der Hinterbau fühlt sich effizient an und gibt genügend Feedback vom Untergrund, ohne dabei zu straff auszufallen. Dadurch lässt sich das Genius aktiv und spielerisch über den Trail jagen. Der Hinterbau bietet jederzeit genügend Gegenhalt für spontane Sprungeinlagen und sackt auch in Anliegern nicht weg.

Das Scott Genius konnte uns trotz seines vielen Federwegs mit einem aktiven Fahrstil überzeugen und fühlte sich keineswegs träge oder behäbig an.
# Das Scott Genius konnte uns trotz seines vielen Federwegs mit einem aktiven Fahrstil überzeugen und fühlte sich keineswegs träge oder behäbig an.
Auch in rauem Gelände macht das Scott Genius 910 eine gute Figur. Hier profitiert man von der abfahrtslastigen Geometrie und dem üppigen Federweg
# Auch in rauem Gelände macht das Scott Genius 910 eine gute Figur. Hier profitiert man von der abfahrtslastigen Geometrie und dem üppigen Federweg - ein etwas breiterer Lenker könnte jedoch nicht schaden.

Geht es jedoch darum, präzise Linien zu treffen oder mit möglichst viel Speed durch Kurven zu preschen, so offenbart das Scott eine Schwäche: Die breiten Maxxis Rekon-Reifen fahren sich sehr schwammig, walken in Kurven unangenehm und stellen nur relativ wenig Bremsgrip zur Verfügung. Zudem konnten wir viele Durchschläge auf die Felge verzeichnen, was diese jedoch klaglos überstand. Der Umbau auf Schwalbe Magic Mary-Reifen merzte diese Kritikpunkte aus. Mit den schmaleren und grobstolligeren Reifen kann man das Genius präzise durch Steinfelder oder schnell durch enge Kurven scheuchen.

Nach dem Umbau auf Schwalbe Magic Mary-Reifen an der Front ließ sich das Scott Genius wesentlich präziser und schneller durch Kurven steuern.
# Nach dem Umbau auf Schwalbe Magic Mary-Reifen an der Front ließ sich das Scott Genius wesentlich präziser und schneller durch Kurven steuern.

Geht es bergab dann richtig zur Sache, so profitiert man von dem üppig zur Verfügung stehendem Federweg. Dadurch steckt das Trailbike auch große Schläge problemlos weg und liegt jederzeit sehr satt auf dem Trail. Die Federgabel kann hier leider nicht mehr ganz mit dem Hinterbau mithalten. Trotzdem kann das Scott Genius mit einer hohen Laufruhe aufwarten und vermittelt in steilem, schnellem und verblocktem Gelände jede Menge Sicherheit. Ein etwas breiterer Lenker würde dem Bike jedoch auch hier gut tun der verbaute Syncros FL1.5 misst lediglich 760 mm. Insgesamt kann das Scott Genius 910 mit einem ausgezeichnetem Hinterbau und einer guten Geometrie überzeugen, wird unserer Meinung nach jedoch von einigen Anbauteilen ausgebremst.

scott-action-2334
# scott-action-2334
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# scott-action-1936
Der Hinterbau bietet genügend Gegenhalt, um das Genius spielerisch in die Luft zu befördern.
# Der Hinterbau bietet genügend Gegenhalt, um das Genius spielerisch in die Luft zu befördern.

Das ist uns aufgefallen

  • Twinloc An Scotts Twinloc-Federungssystem scheiden sich die Geister: Während die einen von der Variabilität begeistert sind, bevorzugen die anderen eine puristischere Lösung ohne den ganzen Schnickschnack. Ob das Twinloc-System die richtige Wahl für einen ist, muss wohl jeder selbst für sich entscheiden.
  • Reifen Die Maxxis Rekon-Reifen sorgen zwar für eine gute Dämpfung und relativ viel Grip bei trockenen Bedingungen und harten Böden, fahren sich jedoch auch sehr schwammig und unpräzise. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten und einem aktiven Fahrstil sollte man sich daher andere Reifen zulegen.
  • Ausstattung Während die Basis des Scott Genius uns voll überzeugen konnte, sorgten einige Aussattungs-Merkmale für Unverständnis. Der schmale Lenker und die Reifen beschneiden das sonst sehr gute Bike. Auch eine Fox 36-Federgabel würde dem Genius gut zu Gesicht stehen.
Ganz schön viel los
# Ganz schön viel los - das Twinloc-System macht einen spürbaren Unterschied, sorgt jedoch auch für eine etwas unübersichtliche Lenkzentrale.
Schlicht und formschön
# Schlicht und formschön - mit seiner klaren Linienführung, den dezenten Decals und dem mattschwarzen Sichtcarbon-Rahmen weiß das Genius optisch sehr zu überzeugen.

Im Vergleich

In Sachen Federweg und Geometrie reiht sich das Scott Genius eher am abfahrtslastigeren Ende unseres Testfelds ein. Doch das Scott Genius ist keineswegs ein lebloses Bügelbike. Zwar kann es in Sachen Agilität und Spritzigkeit nicht mit dem Giant Trance oder dem Transition Smuggler mithalten, muss sich sonst jedoch vor keinem Bike verstecken. Auch im Uphill mischt das Scott Genius vorne mit. In Bezug auf Laufruhe und Performance in ruppigem Gelände muss es sich nur dem Canyon Spectral und dem YT Jeffsy geschlagen geben. Mit einer passender gewählten Ausstattung wäre jedoch noch deutlich mehr drin.

Fazit – Scott Genius 910

Das Scott Genius machte in unserem Vergleichstest sowohl bergauf als auch bergab eine gute Figur. Vor allem die Hinterbau-Performance und die gelungene Geometrie konnten uns überzeugen. Leider wird das Genius jedoch von seiner Ausstattung ausgebremst: Vor allem die Maxxis Rekon-Reifen und der schmale Lenker stießen bei unseren Testern nicht auf Gegenliebe. Sieht man über diese Ausstattungsdetails hinweg, bekommt man mit dem Genius jedoch eine hevorragende Basis mit massig Potential, die es mit jedem Bike aufnehmen kann.

Pro
  • gut funktionierender Hinterbau
  • gelungene, ausgewogenen Geometrie
  • einwandfreie Uphill-Performance
Contra
  • unpassende Reifen und Ausstattungsdetails
  • Twinloc-System ist nicht jedermans Sache
Das Scott Genius erfreut sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Das Trailbike kann vor allem mit einer guten Hinterbau-Funktion und einer gelungenen Geometrie punkten
# Das Scott Genius erfreut sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Das Trailbike kann vor allem mit einer guten Hinterbau-Funktion und einer gelungenen Geometrie punkten - leider wird das schicke Fahrrad jedoch von einigen Ausstattungsdetails ausgebremst. Insgesamt ist das Genius aber ein sehr guter Allrounder, der sich trotz üppigem Federweg nicht leblos anfühlt und auch bergauf sehr gut funktioniert.

Testablauf

Für unseren Trailbike-Vergleichstest sind wir nach Aínsa gereist, um die 8 Modelle auf den Trails zu testen, die bereits die schnellsten Fahrer der Welt in der Enduro World Series unter die Stollen genommen haben. Der spanische Ort am Fuße der Pyrenäen ist umgeben von traumhaften Trails, die alles bieten, was das Mountainbiker-Herz begehrt. Die Strecken in Aínsa reichen von flowig-schnell über technisch und steil bis hin zu knallhart und felsig – ideale Testbedingungen also, zumal die Strecken teils sehr lang und immer wieder mit technischen Gegenanstiegen durchzogen sind. Alle Trailbikes im Testfeld wurden von mehreren Testern auf denselben Strecken gefahren, um Eindrücke im direkten Vergleich zu sammeln. Abgesehen von kleineren individuellen Anpassungen wie der Lenkerhöhe, der Position der Bremsgriffe und natürlich dem Fahrwerk-Setup sind die acht Trailbikes gegenüber ihrer Serienausstattung zunächst unverändert geblieben. Anpassungen, die wir im Testverlauf vornehmen mussten, sind entsprechend vermerkt.

Hier haben wir das Scott Genius 910 getestet

  • Aínsa, Spanien naturbelassene, technisch anspruchsvolle und lange Trails mit steilen, steinigen Passagen, flowigen Abschnitten und technischen Gegenanstiegen
Testerprofil Sebastian Beilmann

Tester-Profil: Sebastian Beilmann
56 cm75 kg81 cm63 cm174 cm
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk
recht straff mit Progression
Vorlieben bei der Geometrie
relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Testerprofil Arne Koop

Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Testerprofil Gregor Sinn

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm73 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Trailbike-Vergleichstest 2019:

  1. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Darum fahre ich ja auch nur mit 170 / 155 mm herum. Wird sonst zu schnell und Stürze tun bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich weniger weg.
  2. benutzerbild

    Beaumont

    dabei seit 07/2009

    @GrazerTourer
    Hört sich eher nach Ransom an wenn du auf DH Strecken Spaß haben willst aber trotzdem bergauf pedalieren musst oder möchtest.
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  4. benutzerbild

    GrazerTourer

    dabei seit 10/2003

    ufp schrieb:

    Also abgesehen vom Bikepark ist ein DH völlig überzogen.
    Bei eurem Fahrkönnen würdet ihr euch mit einem DH langweilen. Wo bleibt dann noch (die letzte) Herausforderung?
    Außer der Geschwindigkeit, also die Strecke noch schneller und aggressiver herunter zu ballern?

    Das will ich eben ja auch nicht. Ich mag nicht schneller fahren als jetzt, aber die Sicherheit die zB das Rune vermittelt, die ist schon gut! Da denke ich mir halt, ob so ein leichtes Radl wie das Genius nicht auch so wäre. Einzige Sache ist eben die Haltbarkeit. Ansonsten von ich überzeugt, dass das höllisch geht.
  5. benutzerbild

    Baitman

    dabei seit 10/2010

    Beaumont schrieb:

    An der Gabel könnten die meisten noch eher drauf verzichten, stimmt.
    Die mittlere Stufe merkt man auch nicht extrem aber es wird schon etwas zäher.
    Bei Asphaltauffahrten fahre ich aber gern komplett geschlossen, weil ich auch mal gerne im Wiegetritt fahre.


    Ich fahre ebenfalls das 2018er tuned.
    Ich fahre jedoch die meiste Zeit der Tour komplett geschlossen. Ich habe 8 km flache Waldautobahn Anfahrt zum Spessart und fahre bergauf keine technischen Dinge. Bergab mache ich dann immer komplett auf, da machts keinen Sinn den Federweg zu beschränken.

    Was auch noch nie bei den Tests des Genius zur Sprache kam:
    Ich finde den Sitzwinkel etwas zu flach (obwohl Sattel komplett nach vorne geschoben), das ist auch ein Grund warum ich bergauf und in der Ebene geschlossen fahre, der Sitzwinkel ist so am steilsten.
    Außerdem muss ich ja die exakte Sattelhöhe auf eine Einstellung festlegen. Würde ich sie auf den Trailmodus einstellen wäre mir der Sattel bei geschlossenem Twinloc zu hoch. Andersrum ist es dann bei mir, die Sattelhöhe ist auf geschlossenem Twinloc perfekt, im mittleren Modus ist mir dann die Sattelhöhe für die Ebene und den Aufstieg zu niedrig.

    Noch ein Kritikpunkt finde ich den (zu) flachen Lenkwinkel für ein Trailbike. Im Anstieg braucht das Rad eine gewisse Grundgeschwindigkeit um nicht zu kippeln. Werde deshalb einen Winkelsteuersatz ausprobieren um auf 66,5° zu kommen...
  6. benutzerbild

    Stolle12

    dabei seit 02/2013

    Mir geht es gerade anders herum.
    Hatte erst ein Spark RC 29. Nun ein Genius 29. Größe L mit Sitzhöhe 760 mm.
    Am Spark ging mir das flache Sitzrohr -welches bei meinem Sattelauszug diesen zu weit hinter das Tretlager positionierte- auf die Nerven.
    Auf dem Genius sitze ich viel weiter vorn. Anstiege gehen (für mich) besser als mit dem Spark.
    Aufgrund der Sattelposition kann ich auch einen 70 Vorbau fahren, was bergauf auch gut ist und bergab etwas mehr Last nach vorn bringt.
    Den Lockout habe ich -wegen chronischer Nichtnutzung- abgebaut.

    Für mich ist das Bike ein toller Kompromiss. Zudem ist es -zumindest in der Vollcarbonversion- schön leicht.
    Das ist natürlich nur meine Meinung zum Genius.

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