Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Das YT Jeffsy 29 CF Pro Race rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über satte 150 mm Federweg an Front und Heck
Das YT Jeffsy 29 CF Pro Race rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über satte 150 mm Federweg an Front und Heck - im Kombination mit der hochwertigen Ausstattung soll das 13,58 kg schwere Jeffsy damit für alle Trails bestens gewappnet sein. Der Kostenpunkt für das schicke Trailbike liegt bei 5.299 €.
Mit einem langen Reach, dem relativ flachen Lenkwinkel sowie dem sehr steilen Sitzwinkel reiht sich das YT Jeffsy Geometrie-Technisch bestens in die Riege moderner Trailbikes ein
Mit einem langen Reach, dem relativ flachen Lenkwinkel sowie dem sehr steilen Sitzwinkel reiht sich das YT Jeffsy Geometrie-Technisch bestens in die Riege moderner Trailbikes ein - bei Bedarf können Sitz- und Lenkwinkel mittels Flipchip zudem noch um 0,5° verändert werden.
Wie es sich für ein Highend-Modell gehört, arbeitet an der Front eine Fox Float 36 Factory-Federgabel, die 150 mm Federweg freigibt.
Wie es sich für ein Highend-Modell gehört, arbeitet an der Front eine Fox Float 36 Factory-Federgabel, die 150 mm Federweg freigibt.
Am Heck kontrolliert ein Fox Float DPX2 Factory-Dämpfer 150 mm feinsten Federweg.
Am Heck kontrolliert ein Fox Float DPX2 Factory-Dämpfer 150 mm feinsten Federweg.
Die Fox Transfer-Variostütze passt farblich perfekt zu den Federelementen und bietet in Rahmengröße L einen Verstellweg von 150 mm.
Die Fox Transfer-Variostütze passt farblich perfekt zu den Federelementen und bietet in Rahmengröße L einen Verstellweg von 150 mm.
Das Cockpit übernimmt ein 800 mm breiter Renthal Fatbar Carbon-Lenker, der auf einem 50 mm langen Renthal Apex-Vorbau montiert ist.
Das Cockpit übernimmt ein 800 mm breiter Renthal Fatbar Carbon-Lenker, der auf einem 50 mm langen Renthal Apex-Vorbau montiert ist.
Den Antrieb übernimmt wie bei YT üblich ein Komponentenmix aus Shimano-Schaltwerk und e*thirteen-Kassette.
Den Antrieb übernimmt wie bei YT üblich ein Komponentenmix aus Shimano-Schaltwerk und e*thirteen-Kassette.
SRAM Guide RSC-Bremsen sollen für eine schnelle Entschleunigung sorgen, wenn es drauf ankommt.
SRAM Guide RSC-Bremsen sollen für eine schnelle Entschleunigung sorgen, wenn es drauf ankommt.
Nicht nur im Antrieb, auch bei Laufrädern und Reifen setzt man bei YT auf e*thirteen-Komponenten.
Nicht nur im Antrieb, auch bei Laufrädern und Reifen setzt man bei YT auf e*thirteen-Komponenten.
Keine Achsen zu sehen: Von der Antriebsseite aus betrachtet wirkt der V4L-Hinterbau des Jeffsys maximal clean
Keine Achsen zu sehen: Von der Antriebsseite aus betrachtet wirkt der V4L-Hinterbau des Jeffsys maximal clean - die Achsen, die das Trailbike zusammenhalten, sieht man nur von der linken Seite
In Kooperation mit Fidlock bietet YT eine schön integrierte und perfekt in den Rahmen passende Trinkflasche an.
In Kooperation mit Fidlock bietet YT eine schön integrierte und perfekt in den Rahmen passende Trinkflasche an.
Mittels Flipchip an der unteren Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie ein Stück weit an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Mittels Flipchip an der unteren Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie ein Stück weit an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
yt-produkt-4595
yt-produkt-4595
Zugunsten einer cleanen Optik werden sämtliche Züge im Bereich des Hauptrahmens intern geführt.
Zugunsten einer cleanen Optik werden sämtliche Züge im Bereich des Hauptrahmens intern geführt.
Sitz- und Kettenstrebe sind natürlich mustergültig durch Kunststoff-Protektoren vor unschönen Beschädigungen durch die Kette geschützt.
Sitz- und Kettenstrebe sind natürlich mustergültig durch Kunststoff-Protektoren vor unschönen Beschädigungen durch die Kette geschützt.
Auch beim Unterrohr-Protektor hat sich YT nicht lumpen lassen
Auch beim Unterrohr-Protektor hat sich YT nicht lumpen lassen - dieser wird sogar passend zur Rahmenfarbe ausgeliefert und kommt nicht nur in tristem Schwarz.
yt-produkt-4454
yt-produkt-4454
Bergauf ist das YT Jeffsy eher gemütlich unterwegs und erinnert eher an ein modernes Enduro als an ein spritziges Trailbike.
Bergauf ist das YT Jeffsy eher gemütlich unterwegs und erinnert eher an ein modernes Enduro als an ein spritziges Trailbike.
Grobes Geläuf, viele Steine und harte Schläge sind genau das Terrain des Jeffsys, hier macht dem YT kein anderes Bike in unserem Vergleichstest etwas vor
Grobes Geläuf, viele Steine und harte Schläge sind genau das Terrain des Jeffsys, hier macht dem YT kein anderes Bike in unserem Vergleichstest etwas vor - das Trailbike bügelt harte Schläge fast so gut weg wie ein vollwertiges Enduro-Bike und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen
yt-action-1995
yt-action-1995
yt-action-0695
yt-action-0695
Auf eher anspruchslosen Trails oder etwas flacherern Trails muss das YT Jeffsy 29 CF Pro Race jedoch Federn lassen
Auf eher anspruchslosen Trails oder etwas flacherern Trails muss das YT Jeffsy 29 CF Pro Race jedoch Federn lassen - hier fühlt sich das YT schnell träge an und lässt die Leichtigkeit vermissen, mit der so mancher Konkurrenz über den Trail tänzelt.
Das YT Jeffsy ist zwar nicht das spaßigste Trailbike in unserem Vergleichstest, was jedoch nicht heißt, dass man damit nicht auch jede Menge Spaß haben kann.
Das YT Jeffsy ist zwar nicht das spaßigste Trailbike in unserem Vergleichstest, was jedoch nicht heißt, dass man damit nicht auch jede Menge Spaß haben kann.
yt-action-1619
yt-action-1619
yt-action-1647
yt-action-1647
yt-action-1504
yt-action-1504
Mit 150 mm Federweg an Front und Heck orientiert sich das YT Jeffsy in der Race-Variante schon relativ stark in Richtung Enduro-Bereich.
Mit 150 mm Federweg an Front und Heck orientiert sich das YT Jeffsy in der Race-Variante schon relativ stark in Richtung Enduro-Bereich.
Schicke Rahmendetails wie der umfängliche Kettenstrebenschutz sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild.
Schicke Rahmendetails wie der umfängliche Kettenstrebenschutz sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild.
Mit dem Jeffsy schickte YT das wohl potenteste Trailbike ins Rennen. Das schicke Carbon-Trailbike konnte uns in ruppigen Gelände mit seiner hohen Laufruhe und dem satten Hinterbau voll überzeugen
Mit dem Jeffsy schickte YT das wohl potenteste Trailbike ins Rennen. Das schicke Carbon-Trailbike konnte uns in ruppigen Gelände mit seiner hohen Laufruhe und dem satten Hinterbau voll überzeugen - auf eher gemäßigteren Trails fühlte sich das YT jedoch schnell überfordert und ließ die Spritzigkeit mancher Konkurrenten vermissen. In diesem Gelände hätte das YT Jeffsy in der nicht-Race-Ausstattung mit einem Zentimeter weniger Federweg sicher eine bessere Figur gemacht.

YT Jeffsy 29 CF Pro Race im Test: Kaum ein Bike hat in diesem Jahr für so viel Furore gesorgt wie das neue YT Jeffsy. Nach der Love/Hate-Kampagne des Vorgängers wurde das überarbeitete Trailbike von den Forchheimern mit einem grandiosen Christopher Walken-Monolog präsentiert. Auch in unserem ersten Test waren wir mehr als begeistert. Doch hat das neue YT Jeffsy das Zeug zur Liebe des Lebens? 

Steckbrief: YT Jeffsy 29 CF Pro Race

EinsatzbereichTrail, Enduro
Federweg150 mm/150 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)13,6 kg
RahmengrößenS, M, L, XL, XXL
Websitewww.yt-industries.com
Preis: 5.299 Euro

Wir erinnern uns kurz zurück an den Anfang des Jahres. Das Video beginnt mit einem spärlich beleuchteten Raum, im Hintergrund lodert das Feuer im Kamin. Ein Mann betritt den Raum, nimmt Platz auf dem Ledersessel, knipst die Lampe an. Es folgt ein dreiminütiger Monolog über das Konzept von Freundschaft – von niemand Geringerem als Christopher Walken. Am Ende ist ein knallrotes Trailbike zu sehen, das kurz danach ganz offiziell als neues YT Jeffsy präsentiert wird. Statt „I hate Jeffsy“ verspricht der Versender aus Forchheim mit der Neuauflage des populären Bikes die ganz große Liebe. Der erste Test sorgt für Begeisterung, von unseren Usern wird das YT Jeffsy zum dritten Mal hintereinander zum Trailbike des Jahres gewählt.

Nach der anfänglichen Euphorie, den Schmetterlingen im Bauch und der Verliebtheits-Phase kehrt langsam Alltag ein. Und es stellt sich die Frage: Hat das neue YT Jeffsy tatsächlich das Zeug zur Liebe des Lebens? Oder bleibt es bei einer kurzen Bekanntschaft, bis man wieder getrennte Wege geht? Wir haben das Jeffsy 29 in der CF Pro Race-Variante mit großen Laufrädern, Fox Factory-Fahrwerk und satten 150 mm Federweg vorne und hinten getestet. Mit einem Preis von 5.299 € ist diese Ausführung die teuerste im Jeffsy-Universum. Neben den Pro Race-Versionen in beiden Laufradgrößen gibt es außerdem diverse Carbon- und Aluminium-Ausführungen, die jeweils 10 mm weniger Federweg haben. In unserem großen Trailbike-Vergleichstest musste sich das YT Jeffsy 29 CF Pro Race auf den vielseitigen Trails rund um Aínsa gegen die Konkurrenz behaupten und zeigen, ob der Hype um das Bike berechtigt ist!

Das YT Jeffsy 29 CF Pro Race rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über satte 150 mm Federweg an Front und Heck
# Das YT Jeffsy 29 CF Pro Race rollt auf 29"-Laufrädern und verfügt über satte 150 mm Federweg an Front und Heck - im Kombination mit der hochwertigen Ausstattung soll das 13,58 kg schwere Jeffsy damit für alle Trails bestens gewappnet sein. Der Kostenpunkt für das schicke Trailbike liegt bei 5.299 €.
 LaufradgrößeFederweg vorneFederweg hintenGewichtPreis
Cannondale Habit Carbon 229"130 mm130 mm13,68 kg4.999 €
Canyon Spectral CF 9.027,5"160 mm150 mm13,24 kg3.999 €
Cube Stereo 140 HPC TM27,5"150 mm140 mm13,16 kg3.499 €
Giant Trance Advanced Pro 2929"130 mm115 mm12,64 kg4.799 €
Scott Genius 91029"150 mm150 mm13,28 kg5.299 €
Specialized Stumpjumper 29 Expert29"150 mm140 mm12,86 kg5.699 €
Transition Smuggler Carbon GX29"140 mm120 mm13,40 kg5.299 €
YT Jeffsy 29 CF Pro Race29"150 mm150 mm13,58 kg5.299 €

Geometrie

Mit insgesamt fünf Größen von S bis XXL und Reach-Werten von 430 mm bis stattlichen 510 mm deckt YT mit dem Jeffsy ein sehr breites Spektrum ab. Durch die Bank weg sind die Sitzrohr sehr kurz – selbst in der größten XXL-Variante ist es nur 485 mm lang, sodass man statt der passende Größe eher die bevorzugte Länge auswählen kann. Allen Rahmen gemeinsam ist der 77° steile Sitzwinkel und der mit 66° relativ flache, aber nicht allzu extreme Lenkwinkel. Über einen Flip Chip an der Dämpferaufnahme lassen sich diese beiden Werte bei Bedarf auch jeweils 0,5° steiler gestalten. Eine Besonderheit des YT Jeffsy sind die Kettenstreben: Sind diese bei den Rahmen in S, M und L moderate 435 mm lang, wachsen sie in den beiden größten Versionen um 5 mm an, um eine optimale Balance zu erzielen. Die Nicht-Race-Version des Jeffsys mit 29″-Laufrädern ist insgesamt etwas steiler und länger als das 29 CF Pro Race. Dieses hat in der von uns getesteten Größe L einen Reach von 470 mm, ein 435 mm langes Heck, ein ebenso kurzes Sitzrohr und einen mit 627 mm moderat hohen Stack.

Mit einem langen Reach, dem relativ flachen Lenkwinkel sowie dem sehr steilen Sitzwinkel reiht sich das YT Jeffsy Geometrie-Technisch bestens in die Riege moderner Trailbikes ein
# Mit einem langen Reach, dem relativ flachen Lenkwinkel sowie dem sehr steilen Sitzwinkel reiht sich das YT Jeffsy Geometrie-Technisch bestens in die Riege moderner Trailbikes ein - bei Bedarf können Sitz- und Lenkwinkel mittels Flipchip zudem noch um 0,5° verändert werden.
RahmengrößeS
M
L XL
XXL
Oberrohrlänge (horizontal)572 mm593 mm615 mm638 mm660 mm
Reach430 mm450 mm470 mm490 mm510 mm
Stack618 mm622 mm627 mm636 mm640 mm
Sitzrohrlänge400 mm415 mm435 mm460 mm485 mm
Kettenstrebenlänge435 mm435 mm435 mm440 mm440 mm
Lenkwinkel66° / 66,5°66° / 66,5°66° / 66,5°66° / 66,5°66° / 66,5°
Sitzwinkel (elf.)77° / 77,5°77° / 77,5°77° / 77,5°77° / 77,5°77° / 77,5°
Tretlagerabsenkung32 mm / 24 mm32 mm / 24 mm32 mm / 24 mm32 mm / 24 mm32 mm / 24 mm
Radstand1174 mm1196 mm1218 mm1247 mm1269 mm
Steuerrohrlänge100 mm105 mm110 mm120 mm125 mm
Tretlagerhöhe344 mm / 352 mm344 mm / 352 mm344 mm / 352 mm344 mm / 352 mm344 mm / 352 mm

Ausstattung

Der kleine Zusatz CF in der Bezeichnung des hier getesteten Bikes bezieht sich eigentlich auf das Rahmenmaterial – doch wirft man einen Blick auf die Ausstattungstabelle, könnte man meinen, dass fast das komplette Rad aus Kohlefaser besteht. Neben dem 800 mm breiten Renthal-Lenker und den e*thirteen-Kurbeln sind auch die TRS Race-Laufräder aus Carbon gefertigt. Beim Antrieb setzt YT wie gewohnt auf einen Mix. Die e*thirteen-Kassette bietet zwar einen Gang weniger als das SRAM-Pendant, dafür allerdings auch eine Bandbreite von 511 %. Geschaltet wird mit einem Shimano XTR-Schaltwerk. Das Fahrwerk stammt aus dem Hause Fox: Vorne liefert eine Kashima-beschichtete 36 Factory GRIP2 150 mm Federweg, das Heck wird von einem DPX2 Factory kontrolliert. Für die negative Beschleunigung sorgen SRAM Guide RSC-Bremsen – die 200 mm große Scheibe vorne ist ein schönes Detail. Das breite Cockpit wird von Renthal gestellt und eine Fox Transfer-Sattelstütze mit 150 mm Verstellweg bringt den SDG-Sattel immer an die gewünschte Position. Mit einem Preis von 5.299 € ist das YT Jeffsy 29 CF Pro Race eines der teureren Räder in unserem Vergleichstest, liefert in typischer YT-Manier aber auch eine starke Ausstattung, die zumindest auf dem Papier kaum Wünsche übrig lässt.

Neben den Race-Versionen bietet YT außerdem drei weitere Varianten an, die jeweils mit 29″-Laufrädern oder als 27,5″-Ausführung erhältlich sind. Den Einstieg in die Jeffsy-Welt macht die 2.299 € günstige AL Base-Variante. Hier besteht der Rahmen aus Aluminium. Das günstigste Carbon-Jeffsy kostet 3.299 €, die 3.899 € teure CF Pro-Ausführung ist die einzige mit RockShox-Fahrwerk. Diese Variante sollte ursprünglich an unserem großen Trailbike-Vergleichstest teilnehmen: Mit 140 mm Federweg vorne und hinten hätte diese aus unserer Sicht ideal ins Testfeld gepasst. Die CF Pro Race-Variante ist nicht nur aufgrund des Federwegs-Plus ein gutes Stück abfahrtsorientierter. Da das CF Pro für den von uns angefragten Zeitraum nicht verfügbar war, haben wir uns für diese Variante entschieden.

  • Federgabel Fox 36 Factory GRIP2 (150 mm)
  • Dämpfer Fox DPX2 Factory (150 mm)
  • Antrieb Shimano XTR / e*thirteen
  • Bremsen SRAM Guide RSC
  • Laufräder e*thirteen TRS Race
  • Reifen e*thirteen TRS Race / e*thirteen TRS Plus
  • Cockpit Renthal Fatbar Carbon (800 mm) / Renthal Apex 35 (50 mm)
  • Sattelstütze Fox Transfer Factory (150 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen
AusstattungsvarianteCompProFactory
FedergabelRockShox Yari RC 160 mmRockShox Lyrik RC2 160 mmFox 36 Float Factory 160 mm
DämpferRockShox Super Deluxe RRockShox Super Deluxe RC3Fox Float X2 Factory Kashima
Laufradsatz Nukeproof NeutronMavic Deemax EliteDT Swiss E1700
ReifenMichelin Wild EnduroMichelin Wild EnduroMichelin Wild Enduro
KurbelgarniturSRAM NX EagleSRAM DescendantShimano XT M8000
AntriebSRAM NX EagleSRAM GX EagleShimano XT M8000
KettenführungMRP 1x CSMRP AMg V2MRP 1x CS
BremsenSRAM Guide TSRAM Guide REShimano XT
LenkerNukeproof Neutron 800 mmNukeproof Horizon AL 800 mmNukeproof Horizon AL 800 mm
VorbauNukeproof Neutron AMNukeproof Horizon 50 mmNukeproof Horizon 50 mm
SattelNukeproof Horizon SLNukeproof Horizon SLNukeproof Horizon SL
SattelstützeBrand X Ascend internalRockShox Reverb StealthRockShox Reverb Stealth
SteuersatzNukeproof WarheadNukeproof WarheadNukeproof Warhead
Griffe Nukeproof Sam Hill SignatureNukeproof Sam Hill SignatureNukeproof Sam Hill Signature
Preis2.499,99 €3.499,99 €3.799,99 €
Wie es sich für ein Highend-Modell gehört, arbeitet an der Front eine Fox Float 36 Factory-Federgabel, die 150 mm Federweg freigibt.
# Wie es sich für ein Highend-Modell gehört, arbeitet an der Front eine Fox Float 36 Factory-Federgabel, die 150 mm Federweg freigibt.
Am Heck kontrolliert ein Fox Float DPX2 Factory-Dämpfer 150 mm feinsten Federweg.
# Am Heck kontrolliert ein Fox Float DPX2 Factory-Dämpfer 150 mm feinsten Federweg.
Die Fox Transfer-Variostütze passt farblich perfekt zu den Federelementen und bietet in Rahmengröße L einen Verstellweg von 150 mm.
# Die Fox Transfer-Variostütze passt farblich perfekt zu den Federelementen und bietet in Rahmengröße L einen Verstellweg von 150 mm.
Das Cockpit übernimmt ein 800 mm breiter Renthal Fatbar Carbon-Lenker, der auf einem 50 mm langen Renthal Apex-Vorbau montiert ist.
# Das Cockpit übernimmt ein 800 mm breiter Renthal Fatbar Carbon-Lenker, der auf einem 50 mm langen Renthal Apex-Vorbau montiert ist.
Den Antrieb übernimmt wie bei YT üblich ein Komponentenmix aus Shimano-Schaltwerk und e*thirteen-Kassette.
# Den Antrieb übernimmt wie bei YT üblich ein Komponentenmix aus Shimano-Schaltwerk und e*thirteen-Kassette.
SRAM Guide RSC-Bremsen sollen für eine schnelle Entschleunigung sorgen, wenn es drauf ankommt.
# SRAM Guide RSC-Bremsen sollen für eine schnelle Entschleunigung sorgen, wenn es drauf ankommt.
Nicht nur im Antrieb, auch bei Laufrädern und Reifen setzt man bei YT auf e*thirteen-Komponenten.
# Nicht nur im Antrieb, auch bei Laufrädern und Reifen setzt man bei YT auf e*thirteen-Komponenten.

Im Detail

Bevor man sich den zahlreichen Rahmendetails zuwenden kann, steht der Aufbau des YT Jeffsy an: Als Versender-Bike wird das neue Spielzeug direkt nach Hause geliefert und muss dort zunächst zusammengeschraubt werden. Dies gestaltet sich allerdings sehr unkompliziert – besondere Fachkenntnisse sind nicht notwendig, zumal alle Schritte gut erklärt sind.

Steht das gute Stück dann aufgebaut vor einem, fällt zunächst die ungewöhnlich saubere Optik des Hinterbaus auf. Beim neuen Jeffsy kommt ein Achssystem zum Einsatz, das von der Antriebsseite nicht zu sehen ist. Dieser Ansatz ist bereits vom Downhill-Boliden Tues bekannt und hat seinen Weg an das Trailbike Forchheimer gefunden. Es sorgt nicht nur für einen cleanen Look, sondern dürfte sich auch in der Praxis als sinnvoll erweisen: Mit einem einzige 4 mm-Innensechskantschlüssel lässt sich der Hinterbau zerlegen. Außerdem sind die Lager aufwändig abgedichtet, was förderlich für die Haltbarkeit sein dürfte.

Keine Achsen zu sehen: Von der Antriebsseite aus betrachtet wirkt der V4L-Hinterbau des Jeffsys maximal clean
# Keine Achsen zu sehen: Von der Antriebsseite aus betrachtet wirkt der V4L-Hinterbau des Jeffsys maximal clean - die Achsen, die das Trailbike zusammenhalten, sieht man nur von der linken Seite
In Kooperation mit Fidlock bietet YT eine schön integrierte und perfekt in den Rahmen passende Trinkflasche an.
# In Kooperation mit Fidlock bietet YT eine schön integrierte und perfekt in den Rahmen passende Trinkflasche an.
Mittels Flipchip an der unteren Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie ein Stück weit an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
# Mittels Flipchip an der unteren Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie ein Stück weit an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Statt das bisherige Konzept über Bord zu werfen, hat YT bei der Neuentwicklung des Jeffsy an vielen kleinen Stellschrauben gedreht. So verfügt der neue Rahmen über eine deutlich modernisierte Geometrie: Der Lenkwinkel wurde um 1° abgeflacht, gleichzeitig der Sitzwinkel um ganze 2,5° steiler gestaltet. Am empfohlenen Sag-Punkt von 33 % wurde außerdem der Anti-Squat erhöht, was für einen effizienteren Vortrieb sorgen dürfte. Gleich geblieben ist derweil das Hinterbau-Konzept: Das Jeffsy setzt auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau, bei dem der Dämpfer – nun mit metrischem Einbaumaß – horizontal im vorderen Rahmendreieck sitzt.

Der Platz zwischen Dämpfer und Unterrohr ist relativ knapp bemessen. Damit man trotzdem nicht auf einen Trinkrucksack angewiesen ist, hat YT in Kooperation mit Fidlock eine Trinkflasche mit Spezialform entwickelt. Diese fasst immerhin 600 ml. Das von Fidlock bekannte System mit Magneten hält sie sicher an Ort und Stelle. Die Unterseite des Unterrohrs ist ebenso wie der Hinterbau großzügig geschützt. Insbesondere am Hinterbau hat YT seine Hausaufgaben gemacht: Hier ist nicht nur die Kettenstrebe, sondern auch die Innenseite der antriebsseitigen Sitzstrebe hervorragend mit einem Protektor überzogen. Weil sich die Klebeverbindungen gerade bei widrigen Bedingungen auf Dauer gerne gelöst haben, sind die Rahmenprotektoren am YT Jeffsy geschraubt statt geklebt. Beim Tretlager hat sich YT hingegen für die gepresste statt für die geschraubte Lösung entschieden.

yt-produkt-4595
# yt-produkt-4595
Zugunsten einer cleanen Optik werden sämtliche Züge im Bereich des Hauptrahmens intern geführt.
# Zugunsten einer cleanen Optik werden sämtliche Züge im Bereich des Hauptrahmens intern geführt.
Sitz- und Kettenstrebe sind natürlich mustergültig durch Kunststoff-Protektoren vor unschönen Beschädigungen durch die Kette geschützt.
# Sitz- und Kettenstrebe sind natürlich mustergültig durch Kunststoff-Protektoren vor unschönen Beschädigungen durch die Kette geschützt.
Auch beim Unterrohr-Protektor hat sich YT nicht lumpen lassen
# Auch beim Unterrohr-Protektor hat sich YT nicht lumpen lassen - dieser wird sogar passend zur Rahmenfarbe ausgeliefert und kommt nicht nur in tristem Schwarz.

Mit einem Gewicht von knapp 13,6 kg rangiert das YT Jeffsy 29 CF Pro Race am oberen Ende in unserem Vergleichstest, bietet dafür aber auch viel Federweg, große Laufräder und durch die Bank weg Anbauteile, die eine gute Haltbarkeit versprechen. Gerade im direkten Vergleich mit den anderen Modellen in unserem Test wirkt alles am Jeffsy ein bisschen wuchtiger, stabiler und mehr auf die Abfahrt getrimmt. Genau das will YT mit der Race-Version des Trailbikes wohl auch erreichen – entsprechend gespannt waren wir, wie sich der Grenzgänger zwischen Trail und Enduro gegen die Konkurrenz behaupten würde.

yt-produkt-4454
# yt-produkt-4454

Auf dem Trail

Doch vor dem Abfahrts-Vergnügen steht wie so oft der Uphill auf dem Plan. Hier kann das YT Jeffsy überzeugen, ohne zu glänzen. Auch bei langem Auszug der Sattelstütze fällt die angenehm zentrale Sitzposition auf. Einer unserer Kritikpunkte am Vorgänger war der (zu) flache Sitzwinkel – bei der Neuauflage des Jeffsys ist hiervon nichts mehr zu spüren. So lassen sich auch längere Anstiege problemlos bewältigen. Allerdings ist das Jeffsy keine flinke Bergziege: Zwar zeigt sich der Hinterbau insgesamt weitestgehend antriebsneutral und ein Griff zum Cheat-Hebel am Dämpfer ist aus unserer Sicht nicht wirklich nötig. Aufgrund der grobstolligen e*thirteen-Bereifung rollt das Jeffsy aber eher behäbig. Probleme mit einer steigenden Front in steilem Gelände hatten wir keine. Man sollte jedoch drauf achten, in technischen Anstiegen sein Gewicht etwas nach vorne zu verlagern. Die mit 435 mm nicht extrem kurzen Kettenstreben sorgen in solchen Situationen für eine gute Balance. Insgesamt fühlt sich das YT Jeffsy bergauf aber eher nach einem Enduro mit steilem Sitzwinkel als nach einer spritzigen Trailbike-Bergziege an. Für wen der Uphill eher der Mittel zum Abfahrts-Zweck ist, dürfte sich hieran jedoch nicht stören.

Bergauf ist das YT Jeffsy eher gemütlich unterwegs und erinnert eher an ein modernes Enduro als an ein spritziges Trailbike.
# Bergauf ist das YT Jeffsy eher gemütlich unterwegs und erinnert eher an ein modernes Enduro als an ein spritziges Trailbike.

Um zu unserer Haupt-Teststrecke in Aínsa zu gelangen, muss man nach einem kurzen Anstieg auf einem groben Schotterweg noch einen knapp 1 Kilometer langen, leicht bergab führenden Zubringer-Singletrack mit einigen schnellen Kurven, flachen Tretpassagen und kleineren Steinen abfahren. Solches Gelände hat das Jeffsy in der CF Pro Race-Variante kaum gefordert. Das hat uns zugegebenermaßen wenig überrascht – im Gegensatz zum Vorderreifen, dessen Luft nach nur kurzer Zeit auf diesem eigentlich sehr harmlosen Trail mit einem deutlich hörbaren Zischen entwichen ist. Auch im weiteren Testverlauf mussten wir mehrmals gleich zwei Maxalami-Würste in die e*thirteen-Reifen stechen und unter hörbarem Fluchen des Snakebite-Opfers (und lautem Gejohle der anderen Tester) nachpumpen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Reifen und Felgen vom selben Hersteller stammen, waren wir hiervon sehr überrascht, sodass wir für den weiteren Test kurzerhand Schwalbe Magic Mary-Reifen aufgezogen haben. Hiermit hatten wir im restlichen Verlauf der Testwoche keine Probleme mehr.

Doch zurück zu den Abfahrtsqualitäten des YT Jeffsy: Passives Herumrollen auf wenig anspruchsvollen Trails bei niedrigen Geschwindigkeiten zählt nicht unbedingt zu den Kernkompetenzen des Trailbikes. Zwar lässt sich das Jeffsy relativ mühelos in die Luft bewegen und das Heck bietet bei schnellen Richtungswechseln viel Gegenhalt, ohne im Federweg zu versacken. Doch einfache, flowige Strecken fordern das Jeffsy schlichtweg nicht genug. Hier hat man eher das Gefühl, in bester Aaron Gwin-Manier den 800 mm breiten Renthal-Lenker festzuhalten und einfach alles plattzubügeln, was sich einem in den Weg stellt.

Grobes Geläuf, viele Steine und harte Schläge sind genau das Terrain des Jeffsys, hier macht dem YT kein anderes Bike in unserem Vergleichstest etwas vor
# Grobes Geläuf, viele Steine und harte Schläge sind genau das Terrain des Jeffsys, hier macht dem YT kein anderes Bike in unserem Vergleichstest etwas vor - das Trailbike bügelt harte Schläge fast so gut weg wie ein vollwertiges Enduro-Bike und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen
yt-action-1995
# yt-action-1995
yt-action-0695
# yt-action-0695
Auf eher anspruchslosen Trails oder etwas flacherern Trails muss das YT Jeffsy 29 CF Pro Race jedoch Federn lassen
# Auf eher anspruchslosen Trails oder etwas flacherern Trails muss das YT Jeffsy 29 CF Pro Race jedoch Federn lassen - hier fühlt sich das YT schnell träge an und lässt die Leichtigkeit vermissen, mit der so mancher Konkurrenz über den Trail tänzelt.

Wildert man hingegen in Enduro-Terrain, dann macht dem Jeffsy in unserem Trailbike-Testfeld kein anderes Modell so schnell etwas vor. Präzise lassen sich die Linien wählen, wenn man es denn möchte – oder man hält sich gut fest und hämmert einfach in einer möglichst graden Linie über die Hindernisse. Zwar hat YT die Progression des Hecks leicht verringert – Probleme mit Durchschlägen hatten wir allerdings keine, zumal sich bei Bedarf auch noch Volumenspacer im Fox DPX2-Dämpfer installieren lassen. Generell bietet das Jeffsy einen breiten Verstellbereich, sodass man die Charakteristik gut an seine eigenen Vorlieben anpassen kann. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man sich etwas mit dem Fahrwerk auseinandersetzt. Auch ohne ein tiefergehendes Verständnis der Materie bekommt man mit dem Jeffsy jedoch ein Rad, das insgesamt eher unkompliziert ist und keine lange Eingewöhnungszeit benötigt.

Letztlich stellt sich beim YT Jeffsy 29 CF Pro Race die Frage, was für Erwartungen man an ein Trailbike hat. Verschiedene Mountainbike-Kategorien lassen sich nicht problemlos voneinander abgrenzen, der Übergang ist fließend. In der Race-Variante ist das Jeffsy aus unserer Sicht zumindest ein Grenzgänger zwischen Trail und Enduro. In der Summe ist es das abfahrtslastigste Bike in unserem Testfeld – und der direkte Vergleich zu den anderen Modellen hat eindrücklich gezeigt, dass das potenteste Modell nicht zwangsläufig das spaßigste Modell sein muss. Hier stellt sich die Frage, was für Ansprüche man an ein Rad dieser Kategorie stellt: Soll es die eierlegende Wollmilchsau sein, die sich bequem nach oben pedalieren lässt, aber vor allem dann glänzt, wenn man es bergab so richtig krachen lässt? Oder soll es die wollmilchlegende Eiersau sein, die auch auf einfacheren Strecken extrem viel Spaß macht, auf Enduro-Pisten aber weniger Sicherheit vermittelt? Die Antwort auf diese Frage dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob man mit dem Jeffsy 29 CF Pro Race als Trailbike glücklich wird oder mit einem anderen Modell besser bedient ist. In der Race-Variante macht das Jeffsy ein Enduro für typisch deutsche Strecken aus unserer Sicht fast schon überflüssig. Zur Verteidigung von YT sei jedoch abschließend angemerkt: Es gibt das Jeffsy auch in diversen Ausführungen, die mit etwas weniger Federweg stärker in die allroundtaugliche Trailbike-Richtung gehen.

Das YT Jeffsy ist zwar nicht das spaßigste Trailbike in unserem Vergleichstest, was jedoch nicht heißt, dass man damit nicht auch jede Menge Spaß haben kann.
# Das YT Jeffsy ist zwar nicht das spaßigste Trailbike in unserem Vergleichstest, was jedoch nicht heißt, dass man damit nicht auch jede Menge Spaß haben kann.
yt-action-1619
# yt-action-1619
yt-action-1647
# yt-action-1647
yt-action-1504
# yt-action-1504

Das ist uns aufgefallen

  • Ist das noch Trail … oder schon Enduro? Wir sind insgesamt keine Fans des oftmals überflüssigen Kategorisierungs-Wahns. Das YT Jeffsy geht aber zumindest in der von uns getesteten Race-Variante recht deutlich in Richtung Enduro. Darüber sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein.
  • Carbon statt Kondition Oder eher gesagt: Carbon erfordert Kondition! Nicht nur der Rahmen, sondern auch diverse Anbauteile am Jeffsy bestehen aus dem leichten Kohlefaser-Material. Das sorgt für ein ziemlich steifes Gesamtpaket. Gut möglich, dass wir bessere Erfahrungen mit der e*thirteen-Bereifung gemacht hätten, wenn die Felgen nachgiebiger gewesen wären.
  • Rahmendetails YT hat viel Hirnschmalz in die Neuauflage des Jeffsys gesteckt. Das merkt man an zahlreichen kleinen Details – insgesamt wirkt der Rahmen sehr durchdacht. Der Hinterbau ist umfassend geschützt, auch die interne Zugverlegung kann überzeugen.
  • Schaltung Als einziger Hersteller in unserem Vergleichstest setzt YT nicht auf einen der beliebten SRAM Eagle-Antriebe, sondern auf eine Kombination aus e*thirteen-Kassette und Shimano XTR-Schaltwerk. Die Bandbreite von 511 % konnte uns überzeugen. Allerdings sind die Gangwechsel unter Last etwas weniger knackig und dafür hin und wieder etwas krachend.
Mit 150 mm Federweg an Front und Heck orientiert sich das YT Jeffsy in der Race-Variante schon relativ stark in Richtung Enduro-Bereich.
# Mit 150 mm Federweg an Front und Heck orientiert sich das YT Jeffsy in der Race-Variante schon relativ stark in Richtung Enduro-Bereich.
Schicke Rahmendetails wie der umfängliche Kettenstrebenschutz sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild.
# Schicke Rahmendetails wie der umfängliche Kettenstrebenschutz sorgen für ein hochwertiges Erscheinungsbild.

Im Vergleich

Insgesamt ist das YT Jeffsy 29 CF Pro Race das abfahrtslastigste Trailbike in unserem Vergleichstest. Ein ähnliches Baller-Potenzial bietet das Canyon Spectral CF 9.0, das allerdings auf den kleineren 27,5″-Laufrädern rollt und 1.300 € günstiger als das YT ist. Bergab vermittelt das Jeffsy bei hohen Geschwindigkeiten mehr Sicherheit, das Canyon allerdings fühlt sich lebhafter an. Trotz des enormen Downhill-Potenzials glänzt das Spectral auch auf gemäßigteren Strecken und macht dort sehr viel Spaß. Hier hat das Jeffsy das Nachsehen.

Ebenfalls große 29″-Laufräder und 150 mm Federweg vorne und hinten bietet das Scott Genius 910, das außerdem genauso teuer wie das Jeffsy in der von uns getesteten Ausstattung ist. Beide Bikes bieten außerdem im Bereich der Reifen Tuning-Potenzial – Zufall? Auf dem Trail zeigen sich aber trotz ähnlicher Eckdaten unterschiedliche Charakteristiken. Bergauf macht das Genius eine bessere Figur und ist außerdem der vielseitigere Allrounder. Das YT hat hingegen die Nase vorne, wenn die Strecken härter werden. Während das Scott Genius auch durch das Twinloc-System und die Maxxis Rekon-Bereifung wirkt, als käme der für das Genius zuständige Produktmanager aus dem Cross Country-Bereich, vermittelt das Jeffsy in der Race-Version den Eindruck, als hätte sich ein Downhill-Enthusiast an einem Trailbike ausgetobt. In der Summe hat sich jedoch das Scott als allroundtauglicheres Trailbike gezeigt.

Fazit – YT Jeffsy 29 CF Pro Race

Keine Frage: Das YT Jeffsy 29 CF Pro Race ist ein sehr gutes Bike, das sich bequem nach oben pedalieren lässt und bergab von kaum einem Trail vor unlösbare Herausforderungen gestellt wird. Zudem glänzt der Carbon-Bolide mit einer stimmigen Ausstattung und vielen durchdachten Rahmendetails. Sucht man jedoch ein Alleskönner-Trailbike, dann wird man möglicherweise enttäuscht. Oder besser gesagt: Unterfordert – denn in der CF Pro Race-Variante geht das Jeffsy stark in Richtung Enduro. Sucht man hingegen das eine Bike, das das typische Enduro-Bike im Keller eigentlich überflüssig macht, dürfte das Jeffsy Pro Race eine gute Wahl sein. Ob es das Zeug zur Liebe des Lebens hat, kommt also ganz darauf an, mit welchen Erwartungen man in die Beziehung geht.

Pro
  • durchdachte Rahmendetails
  • breites Größenspektrum und gelungene Geometrie
  • endurolastiger Allrounder
Contra
  • defektanfällige Reifen-Laufrad-Kombination
  • auf einfachen Strecken unterfordert und weniger spaßig
  • als Trailbike womöglich zu Enduro-lastig
Mit dem Jeffsy schickte YT das wohl potenteste Trailbike ins Rennen. Das schicke Carbon-Trailbike konnte uns in ruppigen Gelände mit seiner hohen Laufruhe und dem satten Hinterbau voll überzeugen
# Mit dem Jeffsy schickte YT das wohl potenteste Trailbike ins Rennen. Das schicke Carbon-Trailbike konnte uns in ruppigen Gelände mit seiner hohen Laufruhe und dem satten Hinterbau voll überzeugen - auf eher gemäßigteren Trails fühlte sich das YT jedoch schnell überfordert und ließ die Spritzigkeit mancher Konkurrenten vermissen. In diesem Gelände hätte das YT Jeffsy in der nicht-Race-Ausstattung mit einem Zentimeter weniger Federweg sicher eine bessere Figur gemacht.

Testablauf

Für unseren Trailbike-Vergleichstest sind wir nach Aínsa gereist, um die 8 Modelle auf den Trails zu testen, die bereits die schnellsten Fahrer der Welt in der Enduro World Series unter die Stollen genommen haben. Der spanische Ort am Fuße der Pyrenäen ist umgeben von traumhaften Trails, die alles bieten, was das Mountainbiker-Herz begehrt. Die Strecken in Aínsa reichen von flowig-schnell über technisch und steil bis hin zu knallhart und felsig – ideale Testbedingungen also, zumal die Strecken teils sehr lang und immer wieder mit technischen Gegenanstiegen durchzogen sind. Alle Trailbikes im Testfeld wurden von mehreren Testern auf denselben Strecken gefahren, um Eindrücke im direkten Vergleich zu sammeln. Abgesehen von kleineren individuellen Anpassungen wie der Lenkerhöhe, der Position der Bremsgriffe und natürlich dem Fahrwerk-Setup sind die acht Trailbikes gegenüber ihrer Serienausstattung zunächst unverändert geblieben. Anpassungen, die wir im Testverlauf vornehmen mussten, sind entsprechend vermerkt.

Hier haben wir das YT Jeffsy 29 CF Pro Race getestet

  • Aínsa, Spanien naturbelassene, technisch anspruchsvolle und lange Trails mit steilen, steinigen Passagen, flowigen Abschnitten und technischen Gegenanstiegen
Testerprofil Sebastian Beilmann

Tester-Profil: Sebastian Beilmann
56 cm75 kg81 cm63 cm174 cm
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk
recht straff mit Progression
Vorlieben bei der Geometrie
relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Testerprofil Arne Koop

Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Testerprofil Gregor Sinn

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm73 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Trailbike-Vergleichstest 2019:

  1. benutzerbild

    2pi

    dabei seit 12/2017

    AchseDesBoesen schrieb:

    Oder der geschmackskonservative Kunde, der am liebsten ein schwarzes Erst-, Zweit- und Drittrad in seinen anthrazitfarbenen Octavia Combi packt?

    Scheiße !!!
    Aber meine bikes sind weiß !!! :aetsch:
  2. benutzerbild

    AchseDesBoesen

    dabei seit 08/2003

    Scheinbar habe ich in ein Wespennest gestochen ops:
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Fabio1611

    dabei seit 10/2010

    Hallo erstmal und vielen Dank für den ausführlichen Trail Bike Vergleichstest .
    Auch mir stellt sich jedoch die Frage bezüglich der Auswahl der getesteten Bikes.
    Bei der Überschrift "das beste Trailbike des Jahres" hatte ich mir auch noch andere Bikes erwartet, die meiner Meinung nach definitiv mehr dieser Bikekategorie entprechen als manche der getesteten.
    Ich dachte z.B. an das Rocky Mountain Thunderbolt oder das Santa Cruz 5010.
    Wenn jemand den Begriff Trailbike richtig interpretieren kann, dann doch sicher RM oder SC.
    Nur mal zum Vergleich:
    Ein RM Thunderbolt 2019 in der Ausführung Carbon 50 kostet laut Liste € 4.600.- und wiegt in Rahmengröße komplett 12,26 kg.
    Damit ist es schon wesentlich günstiger als sechs der acht getestenen Bikes (im Vergleich zum Specialized satte € 1.100 oder € 700.- zum YT bzw. Scott) und wäre dabei auch noch das leichteste Rad im Test.
    Sogar 1,32 kg (im Vergleich zum YT) oder 1,42 kg (im Vergleich zum Cannondale) !!!!!
    Und dies bei vergleichbarer Aussattung.
    Obwohl SC ja für seine extrem hohen Preise bekannt sind, wäre das SC 5010 in der Carbon C Ausführung (für € 5.199) immer noch günstiger und leichter als vier der getesten Bikes !!!!!
    Für mich gehören diese beiden Bikes definitiv in einen solchen Test.
    Ansonsten macht bitte weiter so !!!!
  5. benutzerbild

    FloImSchnee

    dabei seit 08/2004

    AchseDesBoesen schrieb:
    Oder der geschmackskonservative Kunde, der am liebsten ein schwarzes Erst-, Zweit- und Drittrad in seinen anthrazitfarbenen Octavia Combi packt?
    Hehe, Treffer.
    Ebenso Octavia.
    Tatsächlich anthrazit.

    Bloß fahr ich kein schwarzes Canyon oder Liteville, sondern ein blaues Ripley. Wie passt das jetzt dazu?
    (ganz einfach: Firmenwagen, den ich nicht blau haben darf... )

    (und ok, ein silbernes Capra hab ich auch noch, das würde wieder zu der Theorie passen...)
  6. benutzerbild

    pirata

    dabei seit 02/2008

    Hallo,

    mich würde die Einstellungen für Dämpfer / Federgabel interessieren die Moritz Zimmermann gefahren ist, falls ihr das noch wisst.

    Danke

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!