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Manitou Mattoc Pro
Manitou Mattoc Pro - 999 €, 1.965 g, alle Verstellmöglichkeiten mit an Bord.
Das Alleinstellungsmerkmal bei Manitou Federgabeln schlechthin: Der Reverse-Arch
Das Alleinstellungsmerkmal bei Manitou Federgabeln schlechthin: Der Reverse-Arch - Bei geringerem Gewicht soll mit der nach hinten zeigenden Gabelbrücke auch an der Manitou Mattoc Pro gleich viel Reifenfreiheit und Steifigkeit geboten werden wie an einer vorn angebrachten Brücke.
Geschraubte und verdrehsichere Hexloc-Achse und Post Mount-Bremsaufnahme
Geschraubte und verdrehsichere Hexloc-Achse und Post Mount-Bremsaufnahme - Obwohl die Mattoc schon so lang am Markt ist, wirkt sie nicht altbacken – im Gegenteil.
Vor allem was die Einsteller angeht wirkt die Manitou Mattoc Pro hochmodern
Vor allem was die Einsteller angeht wirkt die Manitou Mattoc Pro hochmodern - Abgesehen von der Gabelbrücke setzt der Hersteller auf einen recht klassischen Right-Side-Up-Aufbau ohne Besonderheiten.
Positiv- und Negativ-Feder werden über dieses Ventil befüllt
Positiv- und Negativ-Feder werden über dieses Ventil befüllt - Es öffnet beide Kammern gleichzeitig, ein Überströmkanal wird also nicht verwendet.
Oben sitzt die zweite Positiv-Feder: IRT
Oben sitzt die zweite Positiv-Feder: IRT - Durch die Serienschaltung kann die Luftfeder-Kennlinie sehr genau angepasst werden.
Vorsicht bei Manitou
Vorsicht bei Manitou - Der Hersteller tauscht die etablierte Farbzuordnung: Blau ist hier die Zugstufe.
Raketentechnik? Uhrwerk?
Raketentechnik? Uhrwerk? - Scheint so. Tatsächlich gelingen die Einstellungen an dieser Verschachtelung recht einfach.
Über den Hauptkammer-Druck gibt der Aufkleber an der Gabel Aufschluss
Über den Hauptkammer-Druck gibt der Aufkleber an der Gabel Aufschluss - Die IRT-Empfehlung gibt es nur im Handbuch beziehungsweise am mitgelieferten Setup-Zettel. Hier gilt dann entweder die Tabelle zu kennen oder mit dem Handy abzufotografieren, damit man auf dem Trail beim Anpassen spicken kann.
Haben wir schon erwähnt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten an dieser Gabel gewaltig ist?
Haben wir schon erwähnt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten an dieser Gabel gewaltig ist? - Trotz allem bietet sie nämlich noch einen einfach über die Lowspeed-Druckstufe bedienbaren Lockout. Kann man bergauf also einfach ruhigstellen.
Staubsauger oder strammes Sportfahrwerk
Staubsauger oder strammes Sportfahrwerk - Dank IRT lassen sich beide Seiten des Spektrums und eine Vielzahl an Zwischenwegen finden – rein durch die Abstimmung der Luftfeder.
An der Manitou Mattoc Pro gehen Abstimmung und Funktion der Zugstufe noch stärker mit der Luftfeder einher
An der Manitou Mattoc Pro gehen Abstimmung und Funktion der Zugstufe noch stärker mit der Luftfeder einher - Pauschal lässt sich hier wenig sagen, außer: Die Dämpfungsqualität ist hoch und mit einer auf Linearität optimierten Federkennlinie folgt die Gabel dem Untergrund hervorragend.
Auch wenn die Druckstufen nur einen kleinen Einstellbereich zulassen, die Dämpfung arbeitet sehr effizient
Auch wenn die Druckstufen nur einen kleinen Einstellbereich zulassen, die Dämpfung arbeitet sehr effizient - Unterschiede sind spürbar – so lässt sich je nach Kennlinien-Abstimmung sehr gezielt mit der Druckstufe arbeiten.
Die Manitou Mattoc Pro ist extrem vielseitig. Hervorragende Einstellbarkeit trifft hier auf eine aufwändigere Abstimmung.
Die Manitou Mattoc Pro ist extrem vielseitig. Hervorragende Einstellbarkeit trifft hier auf eine aufwändigere Abstimmung.

Manitou Mattoc Pro im Test: Mit der Mattoc schickt Manitou eine etablierte Größe in den Test. Die Federgabel ist seit einigen Jahren im Sortiment und wurde immer weiter entwickelt – im Testfeld ist die Mattoc die vielseitigste Federgabel, wenn man die Einstellmöglichkeiten betrachtet. Wie schlägt sich das 29″-Modell mit 140 mm im Vergleichstest? Türchen Nr.2: Manitou Mattoc Pro.

Manitou Mattoc – Infos und Preise

Einen fixen Einsatzbereich gibt Manitou für die Mattoc nicht an. Eine Mountainbike-Federgabel soll es sein, entsprechend breit ist das Produkt in seiner Varianz aufgestellt. Eine 100 mm-, eine 120 mm- und 160 mm-Version wird angeboten, die Federwege lassen sich intern je nach Version aber weiter anpassen. Damit deckt allein die Mattoc eine Bandbreite von 80 bis 170 mm Federweg ab. Bei den Laufradgrößen bedient man 27,5″ und 29″, auch ein Modell 27,5+ gibt es im Programm. Diese drei Varianten sind dafür jeweils mit einem fixen Offset ausgerüstet: 51 mm bei 29″, 48 mm bei 27.5+ und 44 mm bei 27.5″.

Am getesteten Pro-Modell kann man neben dem Luftdruck auch IRT, Zugstufe, Low- und Highspeed-Druckstufe und das HBO einstellen – diese Einstellungen werden im Kapitel Federung & Dämpfung weiter unten näher erklärt. Wem das zu viel ist: Die Comp-Ausführung ist weit weniger komplex und um einiges günstiger. In Summe bietet die Mattoc Pro also sechs extern verstellbare Parameter. Neben dem Luftdruck kann man auf der Feder-Seite das IRT anpassen. Bei der Dämpfung gibt es einen externen Zugstufen-Versteller, eine Lowspeed-, eine Highspeed-Druckstufe und einen hydraulischen Durchschlagschutz, der ebenfalls extern justierbar ist.

  • Einsatzbereich Mountainbiking, genaue Einordnung seitens Manitou in den Technischen Daten.
  • Laufradgrößen 27,5″; 27,5+/29″; 29″ bis max. 140 mm (getestet)
  • Federweg 80 – 100 mm; 120 – 140 mm; 140 – 170 mm
  • Einstellmöglichkeiten Luftdruck, IRT, Zugstufe, Low- und Highspeed-Druckstufe, HBO
  • Farben schwarz, rot
  • Gewicht 1.965 g
  • www.manitoumtb.com

Preis 999 € (UVP) | Bikemarkt: Manitou Mattoc kaufen

Manitou Mattoc Pro
# Manitou Mattoc Pro - 999 €, 1.965 g, alle Verstellmöglichkeiten mit an Bord.
Diashow: Manitou Mattoc Pro im Test - Multifunktions-Werkzeug für den Trail
Geschraubte und verdrehsichere Hexloc-Achse und Post Mount-Bremsaufnahme
Manitou Mattoc Pro
Die Manitou Mattoc Pro ist extrem vielseitig. Hervorragende Einstellbarkeit trifft hier auf eine aufwändigere Abstimmung.
Auch wenn die Druckstufen nur einen kleinen Einstellbereich zulassen, die Dämpfung arbeitet sehr effizient
An der Manitou Mattoc Pro gehen Abstimmung und Funktion der Zugstufe noch stärker mit der Luftfeder einher
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Im Detail

Die Manitou Mattoc Pro kennen wir bereits seit einigen Jahren. Auffällig ist sie vor allem aufgrund des Reverse-Arch-Designs, abgesehen von diesem Merkmal ist die Bauweise konventionell. Wenden wir unsere Aufmerksamkeit also der Gabelbrücke zu. Manitous patentierter Ansatz soll zwei entscheidende Vorteile gegenüber der vorne angebrachten Gabelbrücke ausspielen: Bei Anbringung der Gabelbrücke auf der Vorderseite steht die Brücke etwa über der Achse – der vertikale Abstand zwischen Achse und Reifen ist hier am größten. An Manitous Bauweise kann die Gabelbrücke etwas nach unten rutschen, da der vertikale Abstand zwischen Reifen und Achse hier kleiner ist.

Bei gleicher Reifenfreiheit und gleicher Steifigkeit soll das Produkt dadurch etwas leichter werden. Auf der Waage liegt die Mattoc dennoch ziemlich genau im Mittelfeld – das liegt aber vor allem an der Vielzahl an zusätzlichen Technologien, die im Inneren stecken. Mit dem Reverse-Arch-Design muss natürlich auch die Bremse anders verlegt werden, hierfür gibt es am Casting Führungen. Bei der Achse verwendet Manitou weiterhin das geschraubte Hexloc-System.

Das Alleinstellungsmerkmal bei Manitou Federgabeln schlechthin: Der Reverse-Arch
# Das Alleinstellungsmerkmal bei Manitou Federgabeln schlechthin: Der Reverse-Arch - Bei geringerem Gewicht soll mit der nach hinten zeigenden Gabelbrücke auch an der Manitou Mattoc Pro gleich viel Reifenfreiheit und Steifigkeit geboten werden wie an einer vorn angebrachten Brücke.
Geschraubte und verdrehsichere Hexloc-Achse und Post Mount-Bremsaufnahme
# Geschraubte und verdrehsichere Hexloc-Achse und Post Mount-Bremsaufnahme - Obwohl die Mattoc schon so lang am Markt ist, wirkt sie nicht altbacken – im Gegenteil.
Vor allem was die Einsteller angeht wirkt die Manitou Mattoc Pro hochmodern
# Vor allem was die Einsteller angeht wirkt die Manitou Mattoc Pro hochmodern - Abgesehen von der Gabelbrücke setzt der Hersteller auf einen recht klassischen Right-Side-Up-Aufbau ohne Besonderheiten.

Federung & Dämpfung

Schon der Blick auf die Vielzahl an Einstellknöpfen lässt richtig vermuten: Diese Gabel ist vor allem für Leute spannend, die gerne viele verschieden Setups ausprobieren möchten oder aber ein ganz spezielles Fahrverhalten suchen.

Ähnlich wie bei der Intend Hero wird auch an der Mattoc Pro ein Luft-Luft-Federsystem verwendet, bei dem man über ein Ventil beide Luftkammern gleichzeitig befüllt. Ein Überströmkanal entfällt damit, die Gabel muss nicht mehrfach durchgefedert werden, wenn man den Setup einstellt. Befüllt wird über ein Luftventil auf der Unterseite des linken Gabelholms. Aber auch oben sitzt ein Ventil.

Hier kommt die erste Besonderheit an der Mattoc Pro ins Spiel: IRT – Infinite Rate Tune. Dabei handelt es sich um eine Serien- beziehungsweise Reihenschaltung von zwei Positiv-Federn. Vergleichbare Systeme werden von verschiedensten Herstellern verwendet. Neben Manitou bietet auch Formula eine solche Lösung an, nachrüsten kann man es mit Chickadeehills AWK auch in Fox-, CaneCreek- oder RockShox-Federgabeln. Den Federweg kann man an der Mattoc Pro intern durch Spacer verändern. Bauteile, wie beispielsweise ein Airshaft, müssen nicht ausgetauscht werden.

Positiv- und Negativ-Feder werden über dieses Ventil befüllt
# Positiv- und Negativ-Feder werden über dieses Ventil befüllt - Es öffnet beide Kammern gleichzeitig, ein Überströmkanal wird also nicht verwendet.
Oben sitzt die zweite Positiv-Feder: IRT
# Oben sitzt die zweite Positiv-Feder: IRT - Durch die Serienschaltung kann die Luftfeder-Kennlinie sehr genau angepasst werden.

Eine Ecke komplexer ist die MC2-Dämpfungskartusche. Diese verknüpft eine geschwindigkeitsabhängige Dämpfung der Druck- und Zugstufen mit einer positionsabhängigen Endlagendämpfung. Seid ihr noch dabei? Bitte nicht direkt aussteigen und ans Fazit springen, wir versuchen es nochmal etwas einfacher! MC2 ist ein TwinTube-Aufbau, bei dem das Standrohr als äußerer Zylinder fungiert. Um die Volumen-Kompensation im Inneren kümmert sich kein Bladder oder Trennkolben, sondern ein kompressibler Schaumstoff.

Die Druck- und Zugstufe werden klassisch durch Kombination eines Nadelventils für die Lowspeed-Dämpfung und einen Shimstack für die Highspeed-Dämpfung gelöst. Bei der Zugstufe lässt sich von außen nur das Nadelventil beeinflussen. Anders sieht es bei der Druckstufe aus: Neben dem Nadelventil kann auch die Vorspannung auf den Shimstack erhöht werden. Hier setzt man auf gängige Lösungen.

Anders sieht es beim HBO-Einsteller aus: Bei diesem Hydraulic Bottom Out handelt es sich um ein stets geöffnetes Durchflussventil. Dieses nimmt aber erst Einfluss auf die Dämpfung, wenn der Schaft weit genug im Federweg steht. Dann greifen die zwei HBO-Bauteile ineinander und bilden eine nahezu geschlossene Kammer. Damit das aber nicht zum abrupten Stopp führt, kann das Öl über Durchlassbohrungen hinter die HBO-Kammer fließen. Hier sorgt der maximale Volumenstrom für die Endlagendämpfung. Einstellbar ist die Größe des letzten Durchlasses und somit der hydraulische Durchschlagschutz, der von der Luftkennlinie ist unabhängig ist. Clever.

Vorsicht bei Manitou
# Vorsicht bei Manitou - Der Hersteller tauscht die etablierte Farbzuordnung: Blau ist hier die Zugstufe.
Raketentechnik? Uhrwerk?
# Raketentechnik? Uhrwerk? - Scheint so. Tatsächlich gelingen die Einstellungen an dieser Verschachtelung recht einfach.

Setup

Komplex geht es an der Mattoc Pro weiter. Die schiere Anzahl an Parametern kann einen weniger Suspension-affinen Fahrer etwas erschlagen. Bleibt aber bei uns, denn wer versteht, was hinter den Einstellern passiert, profitiert von einem besseren Fahrgefühl. Machen wir also weiter mit der Feder: Die Feder-Kennlinie lässt sich durch das IRT nach Belieben abstimmen. Sowohl den Federwegsanfang als auch das Federwegsende kann man durch geschickt gewählte Druckverhältnisse feintunen. Keine Sorge: Manitou empfiehlt, abhängig vom Fahrergewicht, einen funktionierenden Startwert. Wer sich danach richtet, macht schonmal nichts falsch. Von diesen Luftdrücken ausgehend kann man sich dann in alle Richtungen ausprobieren, um genau das zu finden, was einem am allerbesten passt.

Auf der Seite der Dämpfung gelingt das Setup dann etwas schneller, da die Bandbreite an Klicks bei HBO, LSC und HSC recht klein gehalten ist. Manitou empfiehlt zusätzlich, den HBO-Knopf für den Anfang in der Nullstellung zu belassen und erst nach Bedarf einzusetzen.

Über den Hauptkammer-Druck gibt der Aufkleber an der Gabel Aufschluss
# Über den Hauptkammer-Druck gibt der Aufkleber an der Gabel Aufschluss - Die IRT-Empfehlung gibt es nur im Handbuch beziehungsweise am mitgelieferten Setup-Zettel. Hier gilt dann entweder die Tabelle zu kennen oder mit dem Handy abzufotografieren, damit man auf dem Trail beim Anpassen spicken kann.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details, Standards und Infos zum Service der Manitou Mattoc findet ihr im folgenden Abschnitt zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

 DT Swiss F535DVO SapphireFox 34Intend HeroManitou MattocMarzocchi Z2RockShox Pike Ultimate
Federweg130–160 mm120–140 mm (29")
130–150 mm (27,5")
120–140 mm (29")
130–150 mm (27,5")
0–150 mm100, 120, 160 mm100–140 mm (29")
100–150 mm (27,5")
120–160 mm
Verfügbare Laufradgrößen27,5"
29"
27,5"
29"
27,5"
29"
29"27,5"
27,5+
29"
27,5"
29"
27,5"
29"
FederLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Stahl, OTT-Negativfeder-EinstellerLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Luft, simultane Befüllung über ein VentilLuft–Luft, simultane Befüllung über ein Ventil, IRTLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Luft, Ausgleich beim Einfedern
Lowspeed DruckstufeExtern, 9 KlicksExtern, 6 KlicksExtern, 22 Klicks + Open Mode AdjustExtern, 20 KlicksExtern, 5 KlicksExtern, Stufenlos, HSC
und LSC gleichzeitig
Extern, 19 Klicks
Highspeed DruckstufeInternExtern, 29 KlicksInternInternExtern, 6 KlicksExtern, Stufenlos, HSC
und LSC gleichzeitig
Extern, 5 Klicks
Lowspeed ZugstufeExtern, 28 KlicksExtern, 29 KlicksExtern, 14 KlicksExtern, StufenlosExtern, 11 KlicksExtern, 18 KlicksExtern, 21 Klicks
Highspeed ZugstufeInternInternInternInternInternInternIntern
Volumen-
veränderung
Intern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerKeine, dafür
hydraulischer
Durchschlagschutz 5 Klicks
Intern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-Spacer
Weiteres TuningOTT, 43 KlicksFox Factory TuningHighspeed-Shimstack
leicht entnehmbar für weiteres Tuning
IRT Luftfeder
Einbauhöhe551 mm (29", 140 FW)552 mm (29", 140 FW)547,1 mm (29", 140 FW)552 mm (29", 140 FW)549 mm (29", 140 FW)552,5 mm (29", 140 FW)551 mm (29", 140 FW)
SchaftTapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"; integrierter KonusTapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"
Standrohr-
durchmesser
35 mm34 mm34 mmHier Tauchrohr: 35 mm34 mm34 mm35 mm
AchseSchraubachse mit Hebel 15 mmSchraubachse 15 mmQR 15 mm SteckachseSchraubachse 15 mmSchraubachse 15 mmQR 15 mm SteckachseSchraubachse 15 mm
Offset51 mm (29")
44 mm (27,5")
44 mm (29")
42 mm (27,5")
44, 51 mm (29")
37, 44 mm (27,5")
48 mm (29")
51 mm (29")
48 mm (27,5+)
44 mm (27,5")
44, 51 mm (29")
44 mm (27,5")
42, 51 mm (29")
37, 46 mm (27,5")
Einbaubreite110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm
Reifenfreiheit73–75 mm2,5" (29") 3,0" (27,5+)
2,6" (27,5")
2,5" (29")
3,0" (27,5")
75 mm2,6" (29")2,6" (29")
2,8" (27,5")
81 mm
Farbenschwarzschwarz, grün, blauschwarzblau, schwarzschwarzschwarz, rotschwarz, silber
Gewicht (Herstellerangabe)2.090 g1.900 g1.810 g1.830 g2.033 g2.020 g1.832 g (Angabe für 27,5")
Gewicht (nachgewogen)2.194 g2.060 g1.870 g1.839 g1.965 g2.057 g1.877 g
Preis (getestete Version)1.149,00 €899,99 €1.189,00 €1.799,00 €999,99 €699,00 €1.030,00 €

manitou
# manitou

Auf dem Trail

Aufgrund der beinahe endlosen Möglichkeiten ist es schwer, die Mattoc Pro in ihrem Grundcharakter festzunageln. Diese Gabel erlaubt es dem Fahrer nahezu alles zu machen, was man will. Je nach Setup der Luftseite und dem Druckverhältnis zwischen Luftfeder und IRT lässt sich ein sehr feines Ansprechverhalten oder aber auch ein weniger sensibles Arbeiten zu Federwegsbeginn einstellen, sprich mehr Gegendruck in moderatem Gelände. Wer am liebsten einen Wurzel-Staubsauger an der Front fährt, hält den Hauptkammerdruck etwas niedriger als empfohlen und gleicht die IRT-Kammer entsprechend an. Wer kein Wippen im Wiegetritt will, erhöht den Luftkammerdruck und fährt die IRT mit etwas weniger Druck – oder verwendet das Lockout.

Haben wir schon erwähnt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten an dieser Gabel gewaltig ist?
# Haben wir schon erwähnt, dass die Vielzahl an Möglichkeiten an dieser Gabel gewaltig ist? - Trotz allem bietet sie nämlich noch einen einfach über die Lowspeed-Druckstufe bedienbaren Lockout. Kann man bergauf also einfach ruhigstellen.

Wer bereit ist zu experimentieren, holt aus der Mattoc Pro allein auf der Luftfederseite schon ein extrem hohes Level an Performance heraus – ganz nach den individuellen Vorlieben.

Wer bereit ist zu experimentieren, holt aus der Mattoc Pro allein auf der Luftfederseite schon ein extrem hohes Level an Performance heraus – ganz nach den individuellen Vorlieben. IRT lässt aber auch eine Linearisierung der Luftfeder-Kennlinie zu, was sich wiederum sehr angenehm auf die Funktion der Zugstufe auswirkt. Mit entsprechendem Feder-Setup arbeitet die Zugstufe – und damit die Gabel – sehr berechenbar und hält den Bodenkontakt zuverlässig. Die Abstimmung der Kennlinie bietet noch einen weiteren Vorteil: Die Druckstufen-Dämpfung muss nicht missbraucht werden, um Schwächen in der Kennlinie auszubügeln. Stattdessen kann man diese gezielt und aufgrund der sehr guten Dämpfungsqualität effizient einsetzen.

Staubsauger oder strammes Sportfahrwerk
# Staubsauger oder strammes Sportfahrwerk - Dank IRT lassen sich beide Seiten des Spektrums und eine Vielzahl an Zwischenwegen finden – rein durch die Abstimmung der Luftfeder.

Dann gibt es noch den HBO-Einsteller, der einem die Möglichkeit gibt, den Durchschlagschutz unabhängig von der Endprogression zu gestalten und das über eine von außen einstellbare, hydraulische Dämpfung. Dieses Feature stellte sich vor allem im akuten Einsatz als sehr praktisch heraus. Hat man mit dem Trail-Bike mal wieder übertrieben und ist doch das Roadgap gesprungen und das Fahrwerk ging auf Block? Zwei Klicks mehr Endlagendämpfung und die Handgelenke werden geschont.

Die Mattoc erlaubt eine ziemlich rabiate Fahrweise auf dem Trail-Bike.

Die große Bandbreite lässt an der Gabel Setups zu, die vor allem abfahrtshungrig sind und die Grenzen zum harten Enduro-Einsatz verschwimmen lassen. Hier erlaubt die Mattoc auch eine ziemlich rabiate Fahrweise auf dem Trail-Bike. Nicht verwunderlich, wenn man die Wurzeln des Gabelmodells bedenkt. Vor ein paar Jahren wurde sie noch in so manchem Enduro-Bike verwendet.

Im Zusammenspiel aus der vielseitig einstellbaren Luftfeder, den drei Druckstufen-Dämpfungs-Einstellungen (LSC, HSC und HBO) und der guten Zugstufe lässt sich die dynamische Fahrhöhe minutiös einstellen. Unter schweren Fahrern werden einem dann aber auch die Grenzen der Manitou Mattoc Pro aufgezeigt. Ihre Steifigkeit ist gut für eine Trail-Federgabel – bei den Geschwindigkeiten, die sie aufgrund ihrer Performance ermöglicht, neigte die Gabel aber mehr zum Flattern als andere Testgabeln.

An der Manitou Mattoc Pro gehen Abstimmung und Funktion der Zugstufe noch stärker mit der Luftfeder einher
# An der Manitou Mattoc Pro gehen Abstimmung und Funktion der Zugstufe noch stärker mit der Luftfeder einher - Pauschal lässt sich hier wenig sagen, außer: Die Dämpfungsqualität ist hoch und mit einer auf Linearität optimierten Federkennlinie folgt die Gabel dem Untergrund hervorragend.
Auch wenn die Druckstufen nur einen kleinen Einstellbereich zulassen, die Dämpfung arbeitet sehr effizient
# Auch wenn die Druckstufen nur einen kleinen Einstellbereich zulassen, die Dämpfung arbeitet sehr effizient - Unterschiede sind spürbar – so lässt sich je nach Kennlinien-Abstimmung sehr gezielt mit der Druckstufe arbeiten.

Das ist uns aufgefallen

  • Buchsenspiel Leider entwickelte sich an unserem Testmuster während dem Testzeitraum Buchsenspiel. So weit nicht schlimm, denn das ist unter Manitous Garantie abgedeckt und wird ausgebessert – dafür muss man das Produkt aber einschicken.
  • Dämpfungsperformance Die Manitou Mattoc Pro kann mit den besten Gabeln im Testfeld mithalten – braucht aber dafür auch einen gewissen Zeitaufwand und ein Verständnis darüber, an welchen Rädchen man drehen sollte.
  • Also alles golden? Während wir im Testprozess gerne die Zeit und die Diskussion investieren, um das letzte Quäntchen aus der Mattoc herauszukitzeln, so ernten wir doch viele seltsame Blicke der Leute, die „einfach nur fahren wollen“. Allein die Optimierung der Luftfeder-Kennlinie dauert an dieser Gabel länger als der gesamte Setup-Prozess bei den bereits komplexeren Mitbewerbern. Vor allem weniger versierte Fahrer waren mit diesem Produkt überfordert und bewegten sich ungern von der Setup-Empfehlung weg. Die ist zwar gelungen, aber dennoch fühlt es sich in dem Fall so an, als würde man ein Schweizer-Taschenmesser mit vielen Funktionen zu kaufen, nur um das Messer zu benutzen. Wer schon ungern den Luftdruck anpasst, sollte sich das günstigere Modell der Mattoc Comp anschauen – weniger Einsteller und weniger Raum für Überforderung und Setup-Fehler.

Fazit – Manitou Mattoc Pro

Die Manitou Mattoc ist nichts für Anwender, die schon mit dem Verständnis einer Druckstufe hadern: Zu komplex und vielfältig sind die Einstellbarkeit von Luftfeder, Dämpfung und die Abhängigkeiten dazwischen. Wer aber bereit ist, sich genügend Zeit für die Feinabstimmung der Manitou Mattoc zu lassen, erhält eine Federgabel mit genau dem Fahrverhalten, das man sich wünscht. Richtig eingestellt, konkurriert die Mattoc fast schon mit größeren Enduro-Federgabeln.

Pro
  • Luftfeder-Abstimmungsmöglichkeit
  • HBO-Durchschlagschutz
  • Qualität der Zugstufe
Contra
  • Buchsenspiel
  • Für schwere/schnelle Fahrer zu weich
  • Nicht jeder durchschaut alle Funktionen

Zu viel oder genau richtig – was haltet ihr von diesem Multifunktions-Werkzeug für den Trail?

Die Manitou Mattoc Pro ist extrem vielseitig. Hervorragende Einstellbarkeit trifft hier auf eine aufwändigere Abstimmung.
# Die Manitou Mattoc Pro ist extrem vielseitig. Hervorragende Einstellbarkeit trifft hier auf eine aufwändigere Abstimmung.

Testablauf

Der Federgabel-Test wurde mit zwei Haupttestern und weiteren Testfahrern durchgeführt. Die Haupttester verwendeten dazu für über den gesamten Test-Zeitraum das gleiche, gut bekannte Rad. Im Laufe des Tests wurden alle Federgabeln jeweils individuell über längere Zeiträume von den Testern bewegt. Zusätzlich dazu wurden direkte Vergleichsfahrten am gleichen Tag gemacht, bei denen die Gabeln mehrmals zwischen den Rädern hin und her getauscht wurden. Mit jeder Gabel wurde ein Grund-Setup erarbeitet, von dem aus weiter auf die verschiedenen Teststrecken optimiert wurde. Mit Ausnahme der Vergleichsfahrten im Bikepark wurden alle Höhenmeter selbst erarbeitet.

Hier haben wir die Manitou Mattoc getestet

  • Bikepark Beerfelden: Kurze Abfahrten, die viele Vergleichsfahrten mit unterschiedlichen Einstellungen ermöglichen. Von harten Böden, bis lose und sandig, ruppig, mit Sprüngen und hohen Geschwindigkeiten.
  • Singletrails: Wechselhaftes Terrain mit technischen Uphill- und Downhill-Passagen. Steile und technische Abfahrten, aber auch flowiges Terrain. Verschiedenste Bedingungen.
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel


Preisvergleich

  1. benutzerbild

    paulderpete

    dabei seit 11/2014

    Steinello schrieb:

    ... nur als kleine Anmerkung bei der Manitou Mattoc 3 Pro 27.5+/29 (scheinbar auch bei der aktuellsten Version
    und beim Modell hier im Test) ist noch ein "altes" Casting (Tauchrohr-Einheit) verbaut.
    ... ich vermute dass für dieses Modell die Manitou Magnum Pro bzw. Teile davon "recycled" wurden.
    Aus diesem Grund fehlen bei dieser Modell-Variante die Befestigungs-Bohrungen für den Fender.
    Ich hatte diesbzgl. auch beim Manitou-Support nachgefragt.

    Es ist auch schade, dass man für die Gabel keine vernünftige (aktuelle) Explosions-Zeichnungen findet
    (auch auf Nachfrage bei Manitou nicht). Hier könnte der Hersteller sich ein Beispiel an Fox nehmen.



    Gibt es doch. Die gibt esschon so lange, dass ich die 2014,glaube ich,schon am anfang des hiesigen mattoc threads gepostet habe. Dazu kamen noch service videos. Und das ist gleich geblieben von damals bis heute
  2. benutzerbild

    Rick7

    dabei seit 10/2008

    _Kuschi_ schrieb:

    Die Qualität bei Manitou lässt wohl öfter zu Wünschen übrig. Buchsenspiel wurde jetzt schon öfter mal in Reviews als Negativpunkt aufgeführt.

    Vielleicht kann man das Buchsenspiel ja auch einstellen? 🤣
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Dani

    dabei seit 09/2001

    Rick7 schrieb:

    Vielleicht kann man das Buchsenspiel ja auch einstellen? 🤣


    Ja, Buchsenspiel einstellen geht folgendermassen: Buchse demontieren, Casting entfetten, Sitz der Buche mit Lackstift lackieren, gut trocknen lassen, danach gut fetten und Buchse wieder montieren. Wenn Du Glück hast, passt das Spiel danach.
  5. benutzerbild

    RockyRider66

    dabei seit 12/2006

    Dani schrieb:

    Ja, Buchsenspiel einstellen geht folgendermassen: Buchse demontieren, Casting entfetten, Soitz der Buche mit Lackstift lackieren, gut trocknen lassen, danach gut fetten und Buchse wieder montieren. Wenn Du Glück hast, passt das Spiel danach.

    Das ist die Stelle wo das Spiel herkommt, Verschleis geht da eher gegen Null.
  6. benutzerbild

    Frostfalke

    dabei seit 08/2017

    Rick7 schrieb:

    Vielleicht kann man das Buchsenspiel ja auch einstellen? 🤣


    Vielleicht sehen wir das alles falsch und man muss das gar nicht, weil das sowas wie ein virtueller 4-Gelenker ist? Die Gabel gibt dann nach hinten nach, wenn sie über ein Hinderniss fährt, was die Überrolleigenschaften verbessert

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